Gruppensex stärkt den Gemeinsinn & Monogamie ist nicht normal! Wummm! Das sind schon krasse Thesen. Bisher galt doch, dass unsere westliche Gesellschaft erst durch monogame Paarbeziehungen zusammen gehalten wird. Und das soll jetzt plötzlich unnatürlich sein? Auweia, lasst das nicht den Papst hören, der fällt sonst vom Glauben ab. Aber beruhigen wir uns alle erst mal wieder. Denn nicht wir von Poppen.de stellen diese Thesen auf. Es ist die taz die wir zitieren und die damit gewaltig auf die Pauke haut.

 

Ist Monogamie eine große Lüge?

Auch Die Zeit schreibt, Monogamie sei “Die große Lüge” und weiter: “Nicht Untreue zerstört unser Beziehungsleben, sondern falsch verstandene Treue. Das muss sich ändern.”

Okay, okay, wir sind hier auf Poppen.de, da kommen Botschaften dieser Art grundsätzlich immer ganz gut an. Hier sind schließlich Menschen versammelt, die freizügig im Denken sind, zumindest wenn es um Sexualität, Beziehung und Gruppensex geht. Unsere Poppen.de-Philosophie, vernagelte Köpfe und Herzen durch lustvoll praktiziertes “nageln” zu befreien, wird jetzt also auch von der bürgerlichen Presse vertreten. Sie propagieren freie Liebe, Polygamie und Rudelbumsen. Huch, so weit vom Ziel entfernt ist unsere Vision von einer toleranten und sexuell freizügigen Gesellschaft plötzlich gar nicht mehr.

 

Warum galt eigentlich Monogamie als “natürliche” Lebensform?

Irgendwann hat wohl jede Frau und jeder Mann schon mal ganz tief im Inneren angezweifelt, ob Monogamie und Treue wirklich von der Natur vorgegeben sein könnte. Beruht das Konzept der monogamen Paarbeziehung nicht eher auf religiöse oder gesellschaftliche Vorgaben, auf engherzige Normen, die uns im Laufe der Jahrhunderten für das Zusammenleben aufgezwungen wurden?

 

Das Ideal der Liebe mag monogam sein. Der Mensch ist es eher nicht

Fast alle wünschen sich, dass eine Beziehung ihnen ein Rundum-sorglos-Paket verpassen soll: emotionale Sicherheit, stabile Lebensverhältnisse und dazu sexuelle Erfüllung. Doch diese Vorstellung ist letztlich wohl eher idealisiertes Wunschdenken. Experten sprechen davon, dass über 90 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens fremd gehen (oder bei sich bietender Gelegenheit fremd gehen würden), bei den Frauen sind es mehr als 75 Prozent. Untreue ist wohl auch der Hauptgrund, warum Ehen in den westlichen Industrienationen reihenweise kollabieren, schreibt Die Zeit. Die Entscheidende Frage ist aber nicht, warum wir nicht treu sein können. Die richtige Frage müsste lauten, warum pflegen wir ein Beziehungsideal, dass auf einer Lüge gründet? Auf der Lüge, dass es unsere Natur sei, monogam zu leben…

 

Unser Erbgut dominiert unser Sexleben

Wir haben offenbar noch viel mehr mit unseren behaarten Urahnen gemeinsam, als wir wahrhaben möchten. Zur Erinnerung: zu 99 Prozent gleicht das menschliche Erbgut den Schimpansen und Bonobos. Das wir diese Tatsache verleugnen ist wohl auch der Grund, warum unser doch so vornehm idealisiertes Modell der monogamen Beziehungen so zuverlässig an die Wand kracht. Zwei Psychologen untersuchen in ihrem Buch: „Sex – Die wahre Geschichte“, die prähistorischen Wurzeln menschlicher Sexualität und stellen damit unsere Ideale zur Monogamie infrage. Das Buch beginnt mit der Feststellung: Es existiert keine einzige monogame und zugleich in Gruppen lebende Primatenart.
 

Buch-Info:
Christopher Ryan, Cacilda Jethá: „Sex. Die wahre Geschichte“. Aus d. Engl. v. B. Herden. Klett-Cotta, Stuttgart 2016, 430 S., 24,95 Euro

 

Make love, not war

Unsere nächsten Verwandten, die Bonobos, leben seit jeher polygam. Sie haben unentwegt Sex, weiß die Süddeutsche Zeitung. “Innige Umarmungen, Zungenküsse, gegenseitige orale und manuelle Stimulation, ekstatisches Aneinanderreiben der Geschlechtsteile ist für Bonobos fester Bestandteil sozialer Interaktion – und zwar homo- wie heterosexuell. »Sex ist für Bonobos wie Händeschütteln«, sagt der berühmte Primatenforscher Frans de Waal. Er dient den Bonobos zum Vergnügen und vor allem: zum Spannungsabbau und zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls. Bonobos hauen sich nicht gegenseitig die Schädel ein, wenn sie schlechte Laune oder Streit haben, sondern vögeln miteinander. Make love, not war.”

 

Ein Leben wie im Swingerclub

Da bei den Bonobos alle Gruppenmitglieder untereinander in sexuellem Kontakt stehen, kümmern sie sich gemeinschaftlich um den Nachwuchs, was wiederum eine bessere Fortpflanzungsquote zur Folge hat und ihnen somit evolutionäre Vorteile verschafft. Bonobos setzen also auf Gemeinsinn und Kooperation. Und noch etwas ist hochinteressant: Es gibt zahlreiche Studien über gegenwärtig lebende Naturvölker, deren Zusammenleben ganz ähnliche Merkmale aufweist. Egoismus, Besitzansprüche oder auch „sexueller Geiz“ werden dort streng sanktioniert: Schließlich stellen solch monogame Verhaltensweisen eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Gruppe dar.

 

Warum sind auch unsere Geschlechtsorgane ein Beweis für unsere polygame Natur?

Wissenschaftler beschreiben eine weitere Tatsache, die eine „naturgegebene“ Veranlagung zur Monogamie in frage stellt: es ist die Beschaffenheit der menschlichen Geschlechtsorgane. Menschen haben den unter allen Primatenarten längsten und dicksten Lümmel und verhältnismäßig große Hoden. Zusammen mit einem weitestgehend verborgenen Eisprung und zahlreichen, im Körperinneren der Frau existierenden Abwehrmechanismen sei dies ein eindeutiges Indiz für Spermienkonkurrenz – die wiederum nur dann sinnvoll ist, wenn viele verschiedene Männer und Frauen miteinander Geschlechtsverkehr haben. Ziel der Spermienkonkurrenz ist es also, dass sich die „guten“, physiologisch passenden Gene fortpflanzen. Ein monogames Zusammenleben hingegen würde all diese existierenden Mechanismen komplett überflüssig machen.


Was ist eigentlich “Spermienkonkurrenz”?

Beim Menschen steht in der Gebärmutter der Frau während jedes Menstruationszyklus in der Regel nur ein Ei zur Befruchtung bereit, doch ein gesunder Mann gibt bei jedem Samenerguss mehrere Millionen Spermien ab.

Spermienkonkurrenz ist das Konkurrieren von Spermien mehrerer Männchen. Die extrem große Überzahl von Spermien im Vergleich zu den verfügbaren Eizellen macht für monogames Paarungsverhalten keinen Sinn. Wenn kurz nacheinander mehrere Männchen ein Weibchen begatten, hat ein Männchen, das deutlich mehr Spermien abgegeben hat als sein Konkurrenten, größere Chancen, dass eines seiner Spermien ein Ei befruchtet.

 

Wir alle sind irgendwie heute noch Jäger und Sammler

Viele Männer sind auch heute noch auf der permanenten Suche nach einem beständigen Strom unterschiedlicher Frauen. Frauen hingegen sind eher auf die Qualität sexueller Kontakte aus. In monogamen Liebesbeziehungen gestehen sich die Partner das allerdings nicht offen zu. Man verheimlicht Seitensprünge und belügt sich. Würden sich Paare jedoch ein polygame Beziehung zugestehen, dann könnte hier eine Chance für eine offene, erfüllte, langfristige Beziehung bestehen. Sie könnte auch nach “Seitensprüngen” erhalten bleiben, wachsen und sich festigen.

Monogamiering.jpg

 

Kannst Du Deine Eifersucht bändigen?

Die Wissenschaft präsentieren damit eine wegweisende Perspektive, die durchaus realisierbar erscheint. Doch haben sie möglicherweise die Rechnung ohne die Eifersucht gemacht, die das Streben nach sexueller Abwechslung für Menschen mit sich bringen kann. Manche Poppen.de Mitglieder haben da sicher vielfältigen Erfahrungen gesammelt. Es wäre spannend, davon einige hier als Kommentar zu lesen.

 

Diese Magazinbeiträge könnten Dich auch interessieren:


Vielleicht auch interessant?

126 Kommentare

Dieser Inhalt muss durch einen Moderator freigeschaltet werden

Gast
Du kommentierst gerade als Gast. Solltest du bereits einen Account haben, logge dich bitte ein.
Schreibe einen Kommentar …

×   Du hast einen formatierten Text eingefügt. .   Restore formatting

  Only 75 emoticons maximum are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.





ertetz

Geschrieben · Melden

Hmm ... die Untreue ist per Definition nicht nachhaltig ... also wird nur von kurzsichtigen Menschen verehrt. Es gibt sowas wie Liebeskapital ... wer das während des Lebens nicht sammelt ... bleibt leer. ;)

 

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
WildboiHN

Geschrieben · Melden

Also die Erklärung der Spermienkonkurrenz ist völlig falsch. Prinzipiell fängt es richtig an. Eine Eizelle steht mehreren Millionen Spermien gegenüber. Die Auslese dient dann dazu das das genetisch gesündeste Spermium sich durchsetzt. Dabei ist es völlig egal ob die Frau mit einem oder mehreren Männern Verkehr hatte.

Daher ist das Prinzip zwar richtig, die Begründung riecht aber eher nach möchtegern erzwungener Gleichberechtigung bzw. "ich will es so also ist es so". Der Auswahlprozess den eine Frau bei einem Mann macht wird ja nicht allein von Ihrer Scheide gesteuert. Der ganze Selektionsprozess läuft hauptsächlich außerhalb der Scheide ab. Das dann innen ist nur die Biologische Auslese und hat nichts mit Anzahl der Sexpartner zu tun.

Man kann viel deuten, aber wenn man solche Artikel verfasst mit Thesen sollte man die auch wissenschaftlich begründen können. Die Fachliteratur sagt nämlich was anderes.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · Melden

Da mein Beitrag irgendwie verschwunden ist....Auf ein neues....Sehr bedauerlich, dass Treue für manche nicht normal ist.... Ich frage mich ernsthaft, warum man eine Beziehung eingeht, dem anderen Gefühle vermittelt und ihm dann einen solchen Stich in Herz und Seele versetzt.....Dann sollten manche lieber Single bleiben und können tun und lassen was sie wollen, ohne dabei jemanden zu verletzen

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · Melden

Und man seinen Partner vertrauen können das nicht mehr ist . Das geht nur mit großer Liebe zu einen Partner. Und nicht anders

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
Sexuell123

Geschrieben · Melden

vor 21 Stunden, schrieb mein-dejavue:

...was uns dann noch von Tieren unterscheidet???

Z.B. die Tatsache, dass es ein großes Geschenk ist, jemandem seinen "Freiraum" zu schenken, wenn es unerfüllte Wünsche gibt und man diese nicht in der monogamen Beziehung nicht gemeinsam erleben kann. In meinen Augen ist DAS Liebe. Den Tieren ist die bewusste Entscheidung zur Polygamie fremd, weil sie es einfach tun, vielleicht "nur" aus triebgesteuerten" Gründen. Doch ich bezweifle ernsthaft, dass die Natur einen solchen banalen Fehler, wie die Triebsteuerung im Gruppenverband, aufrecht halten könnte und würde, wenn es keinen größeren/höheren/über geordneten Sinn machen würde... ich denke dabei an das "Über leben des Stärkeren" und an "natürliche Auslese". Woher soll ein gesunder genetischer" Genpool" kommen, wenn pro 2 Erwachsene im Durchschnitt 2 Kinder gezeugt werden, die genetisch fast identische Nachkommen haben werden. Die Vielfalt der Gen-Verquickung ist arg begrenzt durch diese Gen-Pool-Einschränkung! Mathematiker können sicher sehr schnell errechnen, wann es soweit sein wird, dass eine immense Verdichtung gleicher Gene eingetreten ist. Gesund? Nein, gesund ist das nicht, doch was gehts mich an? Mich betrifft es doch gar nicht! Weder jetzt noch zukünftig!,,

IRRTUM!!!

Moment!!!! Gehts jetzt um Sex oder um die Fortpflanzung?

Also wenn du überall rumhuren würdest ohne dich fortzupflanzen tust du etwas für die Gene der

Menschheit? Überleben des Stärkeren? Natürliche Auslese? Ist ja wie in der Steinzeit.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · Melden

Das geht es muss nur die Liebe zueinander stimmen

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
Stern881

Geschrieben (bearbeitet) · Melden

Was für ein Schwachsinn... egal wie man lebt, das sollte jeder für sich entscheiden!

Evolution ist das Zauberwort!

Der Mensch hat im Laufe seiner Geschichte eine große Entwicklung durchgemacht- in Partnerschaften ist das was wichtig ist: Ehrlichkeit, Einigkeit und Offenheit.

Menschen sind keine rein sexuellen Wesen und bei uns dreht sich auch nicht mehr alles nur um die Fortpflanzung, und selbst wenn das so wäre müsste man für das aktuell aufkommende sexualverhalten den aktuellen Lebensstil und die Lebenssituation betrachten...

eine nette theorie ist doch auch, dass ein Weiblein sich mit vielen verschiedenen Männern "paaren" sollte um nicht Gefahr zu laufen wegen Unfruchtbarkeit erfolglos zu bleiben.... hmmm, wenn man mal Verhütung und geschlechtskrankheiten außer acht lässt.... 🙈

 

Da wir jedoch nicht nur sexuell Wesen sind und die Wünsche der Menschen vielfältig sind, muss man eben Kompromisse eingehen, um das physische und psychische Gleichgewicht zu erhalten- bei allen Beteiligten.

 

Meine Meinung bleibt!

Macht was euch glücklich macht, distanziert euch von dem was euch unglücklich macht und seid immer ehrlich zu euch und dem Menschen den ihr liebt.

 

Für mich ist Monogamie so lange Monogamie, wie man seine Sexualität mit seinem Partner gemeinsam auslebt.

Ganz egal ob und wer noch an dem "Treiben" beteiligt ist... 

Ich persönlich will und kann nur einen Menschen lieben und zwar genau den, der meine Liebe und Aufmerksamkeit wert ist.

(meine Freunde und meine Familie liebe ich auf eine etwas andere Art- das ist also auch nicht vergleichbar)

bearbeitet von Stern881

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
la-mystique

Geschrieben · Melden

Uuups... der Genpool sollte gemischt werden.... ?.. Wird er doch... wir sind ein buntes Volk....Asiaten.. Orientalen... und co bevölkern nicht nur die Erde sondern auch unser Land..... !! soviel mal scherzhaft dazu..... !! Doch mal im Ernst..Treue kann  auch sein wenn ein Paar eine offene Beziehung oder Cuckie und Co lebt... und mit den evtl. Konsequenzen  ( zb Kinder )auch verantwortungsvoll lebt....

wenn jedoch einer hinter dem Rücken des anderen seine Sexualität auslebt... und dabei Kinder zeugt....?.. am liebsten noch einer der sich um die eigenen wenig kümmert.....?......ist dann das vermischen des Genpools sinnvoll......?.....zahlen dann nicht Kinder und Frauen den Preis...oder gar die Gesellschaft......?...wie ist das mit den sogenannten Kuckuckskindern....?...Wo ist die Herde die sich um den Nachwuchs gemeinschaftlich kümmert.... ? und was ist mit den hintergangenen Partnern und deren Gefühlsleben.... ?...

 

Leute wenn ihr in der Gegend rumpoppt.... schön und gut... dann doch wenigstens voller Verantwortung mit dem Willen alle Konsequenzen adäquat zu tragen....und mit der Absicht niemanden wissentlich zu schädigen... zu beschämen ..oder gar zu hintergehen... dann... und nur dann wird für mich ein Schuh daraus.....

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
RedHeadFranzi

Geschrieben · Melden

Sorry Dschungellöwe um die Uhrzeit lese ich keine 117 Kommentare mehr durch 😉 Dementsprechend wusste ich nicht, dass das Thema schon durchgekaut wurde.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · Melden

vor 8 Minuten, schrieb RedHeadFranzi:

Liebe mein-dejavue und alle anderen, die meinen, der Mensch sei kein Tier. Menschen sind Tiere, nämlich Säugetiere.  Der Mensch ist ein Tier, oder waren unsere Vorfahren etwa nicht irgendwann mal Affen?

Unsere Vorfahren waren Affen. Und wir auch. Also ganz natürlich gesehen, das hatten wir vorhin schon.

Ich glaube,viele verkennen hier etwas.

Geschlechtsverkehr ist Trieb. Das ist ohne jeder Wertung natürlich und typisch.

Wenn ich es richtig gelesen haben, ist der Geschlechtverkehr (wenn er zu wenig romantisch, zu wenig Disney und zu wenig verbindlich ist) für viele User vollends verwerflich. Weil man seinen Trieben nicht nachgeben darf.

Was soll man stattdessen? Ich zitiere:

- Was ernstes, festes, echtes, Disney usw suchen.

Das ist letztendlich auch nur trieb. Die eine Person will sich vermehren, die andere den sicheren Hafen schaffen. Am Ende brauchen sich beide und keiner ist besser oder qualititiv hochwertiger.

Es sind beides Triebe.

 

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
RedHeadFranzi

Geschrieben · Melden

Liebe mein-dejavue und alle anderen, die meinen, der Mensch sei kein Tier. Menschen sind Tiere, nämlich Säugetiere. Auch wir unterliegen unseren Trieben, die wir teilweise als Wünsche, oder Vorlieben beschreiben. Treue ist ansich eine Illusion. Denn wer schaut denn nicht dem anderen Geschlecht hinterher und denkt sich "gefällt mir", ob man nun einen Partner hat, oder nicht. Es gibt nichts, außer den Entdeckungen und den Erfindungen der Menschen, was uns von anderen Tieren unterscheidet. Und vllt ein etwas anderes Bewusstsein. Liebe, Monogamie, Poligamie, Dominanz, Unterwürfigkeit, Kanibalismus, sowie Vergewaltigungen, Mord und das Fortpflanzen kommt nicht nur bei Menschen vor, sondern auch bei den anderen Tieren. Der Mensch ist ein Tier, oder waren unsere Vorfahren etwa nicht irgendwann mal Affen?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben (bearbeitet) · Melden

@eschenski: Treib es nicht zu weit mit deine Gedanken. Wir können für alles, was wir so bewerten, ganz unbesorgt die Natur als Gradmesser nehmen. Da ist alles immer korrekt und ausgeglichen und wenn nicht, dann wird es radikal zurecht gerückt. Der Mensch ist in der Welt rasant. Er entdeckt, erobert, erforscht, unterwirft sich gegenseitig und ist viel zu schnell, als dass sich die Umwelt/Welt/andere Menschen etc. darauf einstellen können. Der Mensch bildet unkontrolliertes, rücksichtsloses und zerstörerisches Wachstum ab. Etwa wie Krebs. Zu drastisch, könnte man denken. Aber in unseren Möglichkeite, die wir entdecken, überholen wir immer wieder das, was sinnhaft wäre.

bearbeitet von Dschungellöwe

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
Merope

Geschrieben · Melden

Nicht normal würde ich nicht sagen. Es ist aber meiner Meinung nach wieder der Natur. Die frage wurde laut was uns vom Tier unterscheidet. Ich finde wir sind Tiere. Nur die Tatsache das wir uns eben genau das nicht eingestehen macht so einen widernatürlichen Irrsinn möglich. Monogamie ist ein Konstrukt das viel mit Religion und auch Monotheismus zu tun hat (nur ein Gott und nur ein Partner (wenn überhaupt)). Aber was bringt das? Es sichert anthroposophisch gesehen eher patriarchalische Werte. Mann kann möglichst sicher sein dass das Kind sein ist und daher auch dann in dieser Linie vererben. Usw. Und was nutzt das? Rein biologisch ist es eigentlich sogar kontraproduktiv. Wie schon erwähnt schränkt es den genpool ein,was auf Dauer eben unklug ist. Aber auch Monogami zu sein ist nicht grundlegend nutzlos. Es sicher Versorgung zum Teil usw. Allerdings ist dieses hübsche Märchen "bis das der tod und scheidet" eher anders gedacht gewesen: früher wurden wir nicht so alt, da kann eine liebe dann gern ein "ganzes" Leben gedauert haben.wahrscheinlicher ist da eher die serielle Monogamie. Und da sind wir mit Entfernung von der Religion doch au fast wieder: wir leben oft monogam innerhalb einer Beziehung, haben aber eben nicht nur die eine. Ich denke mir: wenn man jemanden wirklich liebt und nicht besitzen will,dann lässt man ihm seine Freiheiten. Ob das nun heißt das der andere gern tanzt und man selbst nicht und er macht das dann mit wem anderes oder er hat Bedürfnisse die ich nicht erfüllen kann oder mag und er holt es sich woanders: er ist damit glücklicher. In beiden Fällen kommt mein Partner Happy zu mir zurück und das freut mich für ihn. Und er ist am Ende des Tages bei mir. Klar kann man dann sagen "er kann sich aber verlieben". Das kann er auch wenn er diese Freiheit nicht hat,das passiert doch sehr oft. Aber vielleicht macht genau diese Haltung ihm seine Freiheit nicht nur zu geben ,aus Angst oder der gleichen, sondern auch zu gönnen mich gebau zu dem Partner den er will. Wenn er sich verliebt steh ich so oder so hilflos da,das sucht er sich in der einen wie der anderen Situation nicht aus. Also wenn uns vom Tier unterscheide,das wir uns Normen unterwerfen die einen nicht glücklich machen sondern einengen, für die so viele versuchen SchlupfLöcher zu finden (Seitensprungseiten usw.) Dann sollte man vielleicht die Normen mal hinterfragen und die Frage zulassen,wer denn da weiter ist: wir oder die Tiere von denen wir uns ja scheinbar so rein unterscheiden wollen?! Zumindest muss wohl kein Tier in seinem normalen Lebensraum (einen den wir nicht kaputt gemacht,eingeschränkt haben oder kontrolliere) lebt leiden weil sein sexualverhalten bewertet und irgendwelcher Normen unterworfen wird. Wenn sich also Menschen für eine (in meinen Augen) sinnlosen (Doppel)Moral so verbiegen müssen, ganz auf Sex verzichten müssen,wieso sollte man das tun? Wenn ein paar so leben will sollte es genauso okay sein als wenn sie sich einen anderen Lebensstil aussuchen und den zusammen leben wollen. Wer sind wir, daß wir dem einen oder dem anderen sein Glück absprechen wollen?!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
eschenski

Geschrieben · Melden

@Dschungellöwe du tendiert zur evo.-Theorie. Geb dir damit recht, aber irgentwas stimmt mit uns Wesen (zwischen Affe und Mensch) eindeutig nicht. Wir passen nicht in diese Welt, wo alles seinen Lauf hat und wir komplett gegen den Strich arbeiten. (Vieleicht wurden wir als Affen von nem notgeilen Alien gevögelt, wer weiß :-D Zu Punkt 3. Wie recht du doch hast. Mad Max lässt grüßen :-) Dennoch find ich das die Gesetze gut gemeint waren, doch heut und in Zukunft damit eher Kontrolle und Macht verübt wird. Quasi Versklavung mit Belohnung, damit's keiner merkt...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
sternesucherin

Geschrieben · Melden

oh man *köstlich!!!* stammen wir zwar /"vom affen ab" lebten einst in hölen....gruppen /herden....feingefühl,lieblichkeit =frau grob,reißend =mann.... da ist mir die wolfsgeschichte lieber. a-pha und co. puhhh haben Affen auch soviele hormone??

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
eschenski

Geschrieben · Melden

Untreue entsteht, wenn es der falsche Partner ist. Mit Ehrlichkeit und Verständnis passt alles.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · Melden

Mal ganz kurz dazwischen... Niemand muss jetzt feierlich seinen Schwanz wedeln. Oder hastig die Muschi einkerkern. Oder andersrum. Grundsätzlich soll es jeder so machen, wie es ihm/ihr gefällt. Viele Menschen glauben an die Idee von Liebe auf den ersten Blick... vielleicht findet man sich auch auf den ersten Blick zum ficken geil. Muss man das erklären, relativieren, rechtfertigen? Nö. Da gehen keine Werte verloren. Es werden auch keine Werte gewonnen, wenn man sich enthält.Der Akt ist nur aufgeschoben. Aber was ich sagen wollte: Ich habe hier in einigen Kommentaren gelesen, dass der Mensch doch kein Tier sei. Und der Mensch müsste seine Triebe kontrollieren, und Werte achten usw. 1. Der Mensch ist ein Tier und zählt zur Unterordnung der Trockennasenaffen. Wir sind keine eigene Spezies. Das sollte jeder wissen 2. Der Mensch ist nicht zivilisiert. Es braucht Gesetze, StVo, Regeln und zu guter Letzt noch Gerichte, weil wir uns doch an nichts halten 3. Solange es aufrichtig und einvernehmlich ist, ist jede Tat edel und von Klasse

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
mein-dejavue

Geschrieben · Melden

vor 1 Stunde, schrieb Sexuell123:

Wenn solche Dinge die mit Werten zu tun haben in Frage gestellt werden, was unterscheidet euch dann noch von Tieren? Wieder irgendein Idiot der sich über irgendnen Scheiss Gedanken gemacht hat, weil er sonst nicht weiss womit er sein Geld verdienen soll.

...was uns dann noch von Tieren unterscheidet???

Z.B. die Tatsache, dass es ein großes Geschenk ist, jemandem seinen "Freiraum" zu schenken, wenn es unerfüllte Wünsche gibt und man diese nicht in der monogamen Beziehung nicht gemeinsam erleben kann. In meinen Augen ist DAS Liebe. Den Tieren ist die bewusste Entscheidung zur Polygamie fremd, weil sie es einfach tun, vielleicht "nur" aus triebgesteuerten" Gründen. Doch ich bezweifle ernsthaft, dass die Natur einen solchen banalen Fehler, wie die Triebsteuerung im Gruppenverband, aufrecht halten könnte und würde, wenn es keinen größeren/höheren/über geordneten Sinn machen würde... ich denke dabei an das "Über leben des Stärkeren" und an "natürliche Auslese". Woher soll ein gesunder genetischer" Genpool" kommen, wenn pro 2 Erwachsene im Durchschnitt 2 Kinder gezeugt werden, die genetisch fast identische Nachkommen haben werden. Die Vielfalt der Gen-Verquickung ist arg begrenzt durch diese Gen-Pool-Einschränkung! Mathematiker können sicher sehr schnell errechnen, wann es soweit sein wird, dass eine immense Verdichtung gleicher Gene eingetreten ist. Gesund? Nein, gesund ist das nicht, doch was gehts mich an? Mich betrifft es doch gar nicht! Weder jetzt noch zukünftig!,,

IRRTUM!!!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
deltaresonanz

Geschrieben · Melden

Toller Beitrag, es ist eben unsere Natur...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
Pegami

Geschrieben · Melden

Wow, ein relativ sachlicher Bericht über ein gesellschaftlich relevantes Thema auf Poppen gut strukturiert aufgearbeitet.

Wenn das eine Woche früher gekommen wäre, hätte ich das gar nicht ernst genommen oder überhaupt erst gelesen, aber da heute der 8.4. ist, tat ich es und fand das sehr interessant-

Danke sehr!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
AlCA04

Geschrieben · Melden

Bullshit

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
PeterPanNRW

Geschrieben · Melden

Monogamie ist normalerweise nicht üblich für uns Menschen, jedoch sollte man meiner Meinung nach, zumindest ehrlich gegenüber seinen Partner sein. Nur redenen Menschen... ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
Umbras

Geschrieben · Melden

Corpse lass den alk weg....ggg

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
Black_Dahlia

Geschrieben · Melden

Zudem les ich grad... es gibt auch treue Affen. Dann gehör ich zu denen... uga uga :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen
Black_Dahlia

Geschrieben · Melden

Wenn ich liebe und in einer Beziehung bin, bin ich gern treu. Bin kein Aff :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Aus unserem Magazin

Ähnliche Themen