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Polyamorie: Freiheit oder ein Rezept für Eifersucht?


Lu****

Empfohlener Beitrag

Vor 31 Minuten , schrieb kusheldir:

Polyamore Beziehungen habe ich schon gelebt und würde ich wieder tun, wenn sich die richtigen Menschen einfinden würden. War ein Teil der schönsten Zeit meines Lebens.

Rezept für Eifersucht ist das traumatisier(end)te Monosystem. Die meisten Menschen tragen viel zu viel davon mit sich rum (durch Vorbilder in der Kindheit, mediale Gehirnwäsche, soziale Vererbung etc.) als dass sie Polyamorie tatsächlich verstehen und leben könnten. Einige wenige gibt es , frei genug davon sind - und die suche ich.

Polyamorie treibt die eigene Entwicklung notwendigerweise nach vorn - sonst funktioniert sie nicht.
Monoamorie tut das Gegenteil: Entwicklung ausbremsen (wie das kapitalistische System auch) - sonst funktioniert sie nicht.

Ich weiß nicht, ob man das so pauschal behaupten kann, dass eine Zweierbeziehung die Entwicklung per se ausbremst.
Sich füreinander zu entscheiden bremst nach meiner Vorstellung keine Entwicklung. Oder wie ist das gemeint?
Von welcher Entwicklung reden wir? Vielleicht klären wir erstmal das?

vor 52 Minuten, schrieb Tiefkuehlpizza:

Weil das nicht im Ansatz vergleichbar ist? 

Die Liebe der eigenen Kinder ist bedingungslos. Es wird also für das bloße "Sein" geliebt unabhängig von Leistung, Verhalten, oder Aussehen. All das kann zwar kritisiert werden, tut der Liebe aber keinen Abbruch. Auch der Charakter spielt keine Rolle.

Das wird bei allen anderen Menschen nie so sein. 

Das ist die Idealvorstellung! 

Aber es ist ein romantisches Konstrukt, ähnlich wie die Liebesheirat, von den Romantikern erfunden und erst ein paar hundert Jahre alt. 
Heißt, dass es Menschen gibt, bei denen das so ist, und andere, bei denen es eben nicht so ist 🤷🏼‍♀️

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich meine Kinder bedingungslos lieben kann! Bestes Gefühl überhaupt 🥰
 

vor einer Stunde, schrieb Tiefkuehlpizza:

Weil das nicht im Ansatz vergleichbar ist? 

Die Liebe der eigenen Kinder ist bedingungslos. Es wird also für das bloße "Sein" geliebt unabhängig von Leistung, Verhalten, oder Aussehen. All das kann zwar kritisiert werden, tut der Liebe aber keinen Abbruch. Auch der Charakter spielt keine Rolle.

Das wird bei allen anderen Menschen nie so sein. 

Für dich mag das wohl so sein....für mich eben nicht 

(bearbeitet)
vor 54 Minuten, schrieb Tiefkuehlpizza:

In der Normalität?

Ich liebe meine Kinder alle gleich. Ich bevorzuge keins.

Wer sein eigenes Kind nicht liebt, ist für mich derb neben der Spur.  Und wer eines seiner Kinder mehr liebt,  als die anderen, auch. Beides sind extrem schädliche Verhaltensweisen. Normal ist das jedenfalls nicht. Das sind zerrüttete Familienverhältnisse.

.

Ob Deine Kinder das auch so sehen und erleben?
Wären dann die Ersten, von denen ich erfahre.

Kinder sind Individuen und zu keinem hat man ein und dieselbe Beziehung und Zugang.

Jedes Kind braucht etwas anderes von seinen engsten Bezugspersonen und alle gleich zu behandeln, ist eher schädigend und zerstört Individualität.

Ich finde es schwierig, wie Du diese Dinge bewertest. Normalität ist weder ein Maß für Liebesfähigkeit, noch ist es normal zu behaupten, unterschiedliche Wesen „gleich“ zu lieben, das finde ich persönlich eher traurig und auch unaufrichtig.

Andererseits wer bin ich schon!

bearbeitet von Supernova_69

Sagen das doch ehrlich das Konzept, der monogamie ist eigentlich von for for for for for vorgestern oder ähnlichem. Polyamorie bezeichnet ja eigentlich nur, dass man eben nicht sequenziell monogame Partner hat, sondern quasi mehrere Partner gleichzeitig, was gleichzeitig bedeutet, dass die emotionale Last aufgeteilt und verteilt wird.

vor 10 Stunden, schrieb Luder85:

Wie seht ihr Polyamorie?

Schwierig, aber wenn sich passende dafür finden...nur zu.

vor 10 Stunden, schrieb Luder85:

Wäre das etwas für euch oder kommt für euch nur eine monogame Beziehung infrage?

Für mich ausschließlich monogame Beziehung. Ich kann nicht mehrere Menschen auf die selbe Weise lieben. Ich würde es nicht fair finden, wenn ich da jemanden hinten an stellen müsste und mich damit auch nicht wohl fühlen. Ich bin zwar nicht sehr eifersüchtig, aber auch ich hab meine Grenzen womit ich mich wohl fühle und was überhaupt nicht mit meinen Gefühlen überein geht.

(bearbeitet)
vor 19 Minuten, schrieb Supernova_69:

Ob Deine Kinder das auch so sehen und erleben?
Wären dann die Ersten, von denen ich erfahre.

Kinder sind Individuen und zu keinem hat man ein und dieselbe Beziehung und Zugang.

Jedes Kind braucht etwas anderes von seinen engsten Bezugspersonen und alle gleich zu behandeln, ist eher schädigend und zerstört Individualität.

Ich finde es schwierig, wie Du diese Dinge bewertest. Normalität ist weder ein Maß für Liebesfähigkeit, noch ist es normal zu behaupten, unterschiedliche Wesen „gleich“ zu lieben, das finde ich persönlich eher traurig und auch unaufrichtig.

Andererseits wer bin ich schon!

Ich glaube du verwechselst da etwas absichtlich. 

Bedingungslose Liebe des Kindes,  heißt nicht,  dass man beide für das Gleiche liebt. Aber es heißt, dass man, obwohl man sie für unterschiedliche Dinge liebt, nicht unterschiedlich stark liebt. 

Und wenn ich von Normalität spreche, dann meine ich nicht, dass man die Kinder aus den Gründen liebt, in denen sie sich unterscheiden oder gleichen. Man liebt sie sogar, wenn sie totale Scheiße bauen. 

Aber sie gar nicht zu lieben oder eines zu bevorzugen,  wohl wissend, dass man damit das andere Kind  in seiner Entwicklung und dem Selbstwertgefühl schadet, sorry, finde ich nicht normal und auch nicht reif für die Rolle als Eltern.

ABER das war ja auch nicht Grund meines Widerspruchs.

Es ging um den Bezug zum Thema bei diesem,  in meinen Augen absolut unpassenden Vergleich. 

Einen fremden Menschen liebt man für etwas, wegen etwas und nicht einfach nur für sein "Sein", wenn er ansonsten menschlich absolut daneben ist. Das tut sich nur jemand an, der nie geliebt worden ist.

bearbeitet von Tiefkuehlpizza
vor 14 Minuten, schrieb kusheldir:

Rezept für Eifersucht ist das traumatisier(end)te Monosystem. Die meisten Menschen tragen viel zu viel davon mit sich rum (durch Vorbilder in der Kindheit, mediale Gehirnwäsche, soziale Vererbung etc.) als dass sie Polyamorie tatsächlich verstehen und leben könnten. Einige wenige gibt es , frei genug davon sind - und die suche ich.

Ja, ich kann durchaus eifersüchtig werden. Und ich wünsche das auch bei meiner Partnerin. Eifersucht ist für mich nicht per se etwas Schlimmes. Wäre ich böse, würde ich dir jetzt unterstellen, dass deine gegenteilige Sicht einzig durch z.B. mediale Gehirnwäsche zu begründen ist. Anscheinend hat man dir eine negative Konnotation bei Eifersucht in den Kopf gehämmert, weshalb es dir jetzt unmöglich ist, Monogamie tatsächlich verstehen und leben zu können. Viele andere gibt es, die sind frei davon. Und die suchen halt ich und andere.
Würdest du mir das so unterschreiben? 

 

vor 28 Minuten, schrieb kusheldir:

Polyamorie treibt die eigene Entwicklung notwendigerweise nach vorn - sonst funktioniert sie nicht.
Monoamorie tut das Gegenteil: Entwicklung ausbremsen (wie das kapitalistische System auch) - sonst funktioniert sie nicht.

Weißte, das ist so diese typische, herablassende Attitüde von "Erwachten". Wem scheiß egal ist, mit wem der geliebte Partner sonst noch rumvögelt und emotionale Bindungen tiefster Art knüpft, der hat eine weiter entwickelte Persönlichkeit (?) als Menschen, denen das nicht scheiß egal ist. Das ist deine Aussage. Das eine steht über dem anderen. 
Welche Entwicklung wird denn hier ausgebremst? Du meinst die Entwicklung auf Seiten Polyamorer, sich selbst etwas zu verbieten? Was passiert denn bei dir soziologisch weit fortschrittlich entwickeltem Wesen in folgender Situation: Du verliebst dich. Sie verliebt sich auch in dich. Ihr kommt zusammen. Du verliebst dich erneut. Ein zweites Mal. Liebst aber auch gleichzeitig Frau Nummer 1. Nur sagt Nr. 1 dir, dass sie Monogam leben möchte. Was machst du denn dann? Was schreibt dein weiterentwickelter Kodex denn da jetzt vor? Spielt an der Stelle Amorie ( LIEBE ), ein Gefühl, eine Rolle? Oder tritt dann das verteidigen der eigenen Werte ( des eigenen Egoismus und des jederzeit alles haben wollens ) in den Vordergrund? Kannst du Nummer 2 abweisen, weil Nr. 1 nun mal eher da war und du sie ja angeblich liebst? Bist du bereit, deine Weiterentwicklung zu unterbrechen, um dich Weiterzuentwickeln, indem du nach den Regeln von Nr. 1 spielst? Oder gehst du zu Nummer 2, wohlwissend, das Nummer 1 dann weg ist. Und du sie nebenbei verletzt hast, nur weil du den Hals nicht vollbekommen konntest und dachtest, zu jeder Zeit alles haben zu können und moralisch auch zu dürfen? 

Ehrlich, Nummer 1, Nummer 2.... Was ist das für ne Herzblatt-Scheiße? 🤨 Ich warte, das Rudi von irgendwo reinschneit. R.I.P..
Weißte, kannste ja alles so leben, wie du magst. Tu halt nur nicht anderen weh. Und überhöhe dich doch nicht so. Das was du und deine Leute als "Freiheit geben" und dem ewigen Gewäsch von "Ich habe keinen Besitzanspruch, deshalb bin ich in meinen gesellschaftlichen Ansichten ach so fortschrittlich" kann auch ganz anders interpretiert werden. Man kann darin auch Egozentrik sehen. Man kann darin auch mangelnde Loyalität sehen. Man kann darin auch mangelnde Selbstdisziplin sehen. Geht alles. Alles eine Frage der anderen Werte, die so vorhanden sind. Und bei denen es dann dem polyamoren Vorzeigemenschen anscheinend an Weiterentwicklung mangelt, weil die anscheinend nicht ausreichend vermittelt wurden. 

Leb doch, was du magst. Aber nenne mich doch halt nicht durch die Blume unterentwickelt, nur weil ich andere Werte habe. Und meine Gefühlswelt Eifersucht erlaubt und begrüßt. Die Dosis macht das Gift...
Das ist doch auch kein soziologisch-zivilisatorischer Wettstreit. Warum einen draus machen?

vor 26 Minuten, schrieb SuppenkOma:

Ich weiß nicht, ob man das so pauschal behaupten kann, dass eine Zweierbeziehung die Entwicklung per se ausbremst.
Sich füreinander zu entscheiden bremst nach meiner Vorstellung keine Entwicklung. Oder wie ist das gemeint?
Von welcher Entwicklung reden wir? Vielleicht klären wir erstmal das?

Pauschal natürlich nicht, aber der Großteil. Es sind eben die meist unausgesprochenen Regeln die nicht hinterfragt aber gelebt werden, einschließlich der Lügen, die für monoamore Beziehungen oft notwendig sind, bzw. hervorgerufen werden, um die Beziehung, bzw. deren Mono-Bild zu erhalten.
Da hört es dann schon meist mit Entwicklung auf, wenn das auffliegt. Anstelle sich mit den Bedürfnissen der einzelnen Gegenüber zu befassen (psychologisch: "Gesehen werden") und eine Lösung zu finden die gemeinsame Liebe zu erhalten, wird sich in Kopfkino zu verloren, Ego-Trips gefahren und die Distanzierung weiter angetrieben. Also beziehungsmäßiger Rückwärtsgang eingelegt.

Und außerdem

Polyamore Beziehungen sind auch jeweils einzelne Zweierbeziehungen wo sich füreinander entschieden haben - nur halt mehrere parallel! Ansonsten hat jemand das polyamore Prinzip nicht verstanden und ist wo anders im Poly-Spektrum.
 

vor 9 Minuten, schrieb Tiefkuehlpizza:

Ich glaube du verwechselst da etwas absichtlich. 

Bedingungslose Liebe des Kindes,  heißt nicht,  dass man beide für das Gleiche liebt. Aber es heißt, dass man, obwohl man sie für unterschiedliche Dinge liebt, nicht unterschiedlich stark liebt. 

Und wenn ich von Normalität spreche, dann meine ich nicht, dass man die Kinder aus den Gründen liebt, in denen sie sich unterscheiden oder gleichen. Man liebt sie sogar, wenn sie totale Scheiße bauen. 

Aber sie gar nicht zu lieben oder eines zu bevorzugen,  wohl wissend, dass man damit das andere Kind  in seiner Entwicklung und dem Selbstwertgefühl schadet, sorry, finde ich nicht normal und auch nicht reif für die Rolle als Eltern.

ABER das war ja auch nicht Grund meines Widerspruchs.

Es ging um den Bezug zum Thema bei diesem,  in meinen Augen absolut unpassenden Vergleich. 

Einen fremden Menschen liebt man für etwas, wegen etwas und nicht einfach nur für sein "Sein", wenn er ansonsten menschlich absolut daneben ist. Das tut sich nur jemand an, der nie geliebt worden ist.

Kinder lieben nicht bedingungslos! Nur solange, wie sie Säuglinge und Kleinkinder sind und völlig abhängig. Im weiteren Verlauf ist es für ihre gesunde Entwicklung unabdinglich sich kritisch mit den Eltern auseinanderzusetzen und dann lieben sie uns nicht mehr bedingungslos. 
Ja Kinder brauchen Liebe! Richtig, sie bekommen sie in den seltensten Fällen in der Form, in die sie diese Liebe bräuchten, weil Eltern Menschen sind und keine perfekten engelsgleichen Wesen.

So wie Du es darstellst, ist es im Leben nicht, auch nicht in Deinem und dem Deiner Kinder.

Das Du Deine Kinder liebst und Dein Bestes für sie gibts, glaube ich Dir 100% und das finde ich sehr, sehr schön.

Menschen, die das nicht können, sind deshalb aber nicht abzuwerten. Und diese Menschen gibt es zu Hauf! 

Vor 9 Minuten , schrieb kusheldir:

Pauschal natürlich nicht, aber der Großteil. Es sind eben die meist unausgesprochenen Regeln die nicht hinterfragt aber gelebt werden, einschließlich der Lügen, die für monoamore Beziehungen oft notwendig sind, bzw. hervorgerufen werden, um die Beziehung, bzw. deren Mono-Bild zu erhalten.
Da hört es dann schon meist mit Entwicklung auf, wenn das auffliegt. Anstelle sich mit den Bedürfnissen der einzelnen Gegenüber zu befassen (psychologisch: "Gesehen werden") und eine Lösung zu finden die gemeinsame Liebe zu erhalten, wird sich in Kopfkino zu verloren, Ego-Trips gefahren und die Distanzierung weiter angetrieben. Also beziehungsmäßiger Rückwärtsgang eingelegt.

Und außerdem

Polyamore Beziehungen sind auch jeweils einzelne Zweierbeziehungen wo sich füreinander entschieden haben - nur halt mehrere parallel! Ansonsten hat jemand das polyamore Prinzip nicht verstanden und ist wo anders im Poly-Spektrum.
 

Aber warum sollten sich polyamore Zweierbeziehungen im Gegensatz zu einer nicht polyamoren Beziehung grundsätzlich weiter entwickeln?
Das erschließt sich mir noch nicht.

Warum Beziehungen scheitern oder nicht mehr auf die einzelnen Bedürfnisse eingehen, hängt meiner Meinung nach an vielen anderen Abhängigkeiten (gemeinsame Kinder, Vermögen, Immobilien, etc) und zum Teil auch an Bequemlichkeiten.
Den Ausweg daraus zu finden, bedeutet ja zunächst erstmal sein Leben auf den Kopf zu stellen und aus seiner Komfortzone herauszutreten, aber vor allem sich selbst einzugestehen, dass etwas in Schieflage geraten ist.

Warum sollte das bei polyarmoren Beziehungen nicht so sein?

vor 5 Minuten, schrieb Supernova_69:

ist es für ihre gesunde Entwicklung unabdinglich sich kritisch mit den Eltern auseinanderzusetzen und dann lieben sie uns nicht mehr bedingungslos. 

Dss nennt sich Pubertät und ist normal. Dabei geht es aber weniger darum,  die Liebe zu den Eltern zu hinterfragen,  wenn diese einen immer liebevoll behandelt, aber auch Grenzen aufgezeigt haben, die sie auch erklärt haben. 

Es geht vielmehr darum,  Grenzen aufzuweichen, neu zu ziehen, eigene Verantwortung einzufordern,  aber auch zu leisten.  

Wenn du in ihrere Kindheit ein gutes Verhältnis zu deinen Kindern hattest, ihnen Grenzen aufgezeigt und erklärt hast,  wird das in der Pubertät eher ein Rebelliönchen, als eine echte Rebellion oder gar ein Bruch, weil sie den Eltern freiwillig Respekt zollen, dankbar sind, viele Dinge später auch übernehmen,  weil als gut empfunden und trotzdem ihren eigenen Weg gehen. 

vor 11 Minuten, schrieb Tiefkuehlpizza:

Einen fremden Menschen liebt man für etwas, wegen etwas und nicht einfach nur für sein "Sein", wenn er ansonsten menschlich absolut daneben ist. Das tut sich nur jemand an, der nie geliebt worden ist.

Ja aber wenn jemand "ansonsten menschlich absolut daneben ist" stellt sich doch das Thema der Liebe gar nicht. Den Fall gibts doch gar nicht...
Also ich war 2x in meinem Leben tief verliebt. Und ich kann das nur genau entgegengesetzt zu dem formulieren, wie du es sagst. Diese beiden Frauen habe ich von Grund auf geliebt. Nicht für etwas oder wegen etwas. Die hätten wahrscheinlich sonst was tun können, ich hätte sie weiter geliebt. Nur fürs Sein. Weil sie der Mensch waren, der sie waren. Weil einfach alles richtig war. Ohne das sie etwas dafür tun mussten außer zu sein. Bei mir zu sein. 
Das was du beschreibst sind für mich eher die Art Beziehungen, die eben NICHT von Liebe geprägt sind. Sondern von Schwärmerei und anfänglicher Verliebtheit. Vllt. auch von einer Art Bewunderung gewisser Fähigkeiten oder Eigenschaften. Aber das ist dann eben ... Schwärmerei, Verliebtheit, Bewunderung. Nicht Liebe. Liebe, auch romantische, ist bei mir bedingungslos und kann natürlich auch zu Menschen existieren, die nicht mein eigen Fleisch und Blut sind. Ich habe keine Kinder, von daher weiß ich nicht wie es ist, die zu lieben. Oder sagen wir so, ich kann nicht beide Seiten des Schreibtisches einnehmen, sondern nur das berichten, was ich als Kind selber erfahren habe. Und ja, das fühlte sich sehr bedingungslos an. Zu existieren reichte, damit Mutter mich liebte. Aber so kann ich das halt durchaus auch für die romantische Ebene wiedergeben. Auch da reichte die bloße Existenz bereits aus. Und es waren eben die intensivsten Lieben, wenn das Sein ausreichte. 

Will gar nicht sagen, dass du falschliegst. Ich sage nur, dass sich das bei mir persönlich um 180° anders darstellt. Oder ich verstehe dich falsch. ^^

Für mich als monogamer Mensch keine Option, aber wenn alle Beteiligten eifersuchtsfrei damit umgehen können, dann wird es funktionieren.

vor 4 Minuten, schrieb B-Jayyy:

Ja aber wenn jemand "ansonsten menschlich absolut daneben ist" stellt sich doch das Thema der Liebe gar nicht. Den Fall gibts doch gar nicht...

....gibt's leider doch.  

Warum suchen sich Leute, die in der Kindheit geschlagen wurden, Schläger als Partner?

Weil es ihre Normalität ist, obwohl es alles andere als normal ist.

vor 10 Stunden, schrieb Luder85:

Wäre das etwas für euch

Zu viel Menschen zur gleichen Zeit ist nicht so unser, eine Freundin zusätzlich reicht völlig.

Gesundheitsbedingt finden wir es auch sicherer 

vor 9 Minuten, schrieb Tiefkuehlpizza:

Dss nennt sich Pubertät und ist normal. Dabei geht es aber weniger darum,  die Liebe zu den Eltern zu hinterfragen,  wenn diese einen immer liebevoll behandelt, aber auch Grenzen aufgezeigt haben, die sie auch erklärt haben. 

Es geht vielmehr darum,  Grenzen aufzuweichen, neu zu ziehen, eigene Verantwortung einzufordern,  aber auch zu leisten.  

Wenn du in ihrere Kindheit ein gutes Verhältnis zu deinen Kindern hattest, ihnen Grenzen aufgezeigt und erklärt hast,  wird das in der Pubertät eher ein Rebelliönchen, als eine echte Rebellion oder gar ein Bruch, weil sie den Eltern freiwillig Respekt zollen, dankbar sind, viele Dinge später auch übernehmen,  weil als gut empfunden und trotzdem ihren eigenen Weg gehen. 

Wir sind OT, daran bin ich maßgeblich beteiligt.

Ich freue mich für Dich und Deine Kinder 

vor 30 Minuten, schrieb B-Jayyy:

Ja, ich kann durchaus eifersüchtig werden. Und ich wünsche das auch bei meiner Partnerin. Eifersucht ist für mich nicht per se etwas Schlimmes. Wäre ich böse, würde ich dir jetzt unterstellen, dass deine gegenteilige Sicht einzig durch z.B. mediale Gehirnwäsche zu begründen ist. Anscheinend hat man dir eine negative Konnotation bei Eifersucht in den Kopf gehämmert, weshalb es dir jetzt unmöglich ist, Monogamie tatsächlich verstehen und leben zu können. Viele andere gibt es, die sind frei davon. Und die suchen halt ich und andere.
Würdest du mir das so unterschreiben? 

Wenn du und deine Partnerin sich eifersüchtige Partner wünschen, dann ist das doch super: Haben sich zwei gefunden die super zueinander passen und das Gleiche wollen. Viel Spaß! Brauchst dich nicht weiter mit dem Thema zu beschäftigen. 
Ihr habt euch offenbar damit außeinandergesetzt und seit euch klar was ihr da habt. Sehr sehr viele tun das aber eben leider nicht und "unterschreiben Blanko".

Und zum Thema mediale Gehirnwäsche, möchte ich dich bitten mir
a) 500 polyamore Filmtitel zu nennen, die seit 1926 gedreht wurden (ich meine richtig polyamor, nicht pornosexuell!). Und
b) das gleiche bitte für monoamore Titel. Ich bezweifle, dass du Aufgabe a) fertig bekommst und unterschreibe dir bis dahin gar nix.

 

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Weißte, das ist so diese typische, herablassende Attitüde von "Erwachten". Wem scheiß egal ist, mit wem der geliebte Partner sonst noch rumvögelt und emotionale Bindungen tiefster Art knüpft, der hat eine weiter entwickelte Persönlichkeit (?) als Menschen, denen das nicht scheiß egal ist. Das ist deine Aussage. Das eine steht über dem anderen.

In deiner Aussage ist stark zu bemerken, dass du dich noch nie richtig damit beschäftigt hast was Polyamorie überhaupt ist. Für dich ist Polyamorie offenbar mit x-beliebigen rumzuvögeln, aber das ist sie eben nicht. Damit hast du dich bei mir ins Aus geschossen und ich verweigere jede weitere Konversation mit dir.


 

(bearbeitet)
vor 17 Minuten, schrieb B-Jayyy:

Will gar nicht sagen, dass du falschliegst. Ich sage nur, dass sich das bei mir persönlich um 180° anders darstellt. Oder ich verstehe dich falsch. ^^

Ich weiß jetzt nicht, ob du Kinder hast.

Aber bedingungslose Liebe zu Kindern heißt zum Beispiel,  sie trotzdem noch zu lieben, obwohl sie etwas komplett falsches getan haben. Man wird es nicht gut heißen, aber es bleibt dein Kind, was du liebst. Du kannst es nicht einmal verurteilen,  denn letztendlich bist du es, der die Werte vermittelt hat.

Würdest du sagen, du hättest das bei deinen beiden großen Lieben auch getan?

bearbeitet von Tiefkuehlpizza

Poly-was? Ich kenne nur Polyester. Reißfest aber man schwitzt. Würde mir bei mehreren Männern auch so gehen.

Wir sind seit Jahren Polyamor und gehen damit auch offen um, nur eine echte Beziehung führen ist nicht so einfach. Da viele denken Polyamor ist nur um mit mehreren zu Vögeln . Was aber falsch ist .

Vor 14 Minuten , schrieb Michaela4711:

Poly-was? Ich kenne nur Polyester. Reißfest aber man schwitzt. Würde mir bei mehreren Männern auch so gehen.

Dazu fällt mir spontan ein:

🎶🎶"... Meine Schwester heißt Polyester
Die lutscht nun schon bald neun Jahre
Immer denselben gelben P ...

... Wir pflegen unseren Körper mit Styropor
Mit echtem Polyplast und Polygamie
Und ob mich einer oder keiner liebt – Mir egal! ... "🎶🎶 🥳
🤘🍻

vor 18 Minuten, schrieb SuppenkOma:

Aber warum sollten sich polyamore Zweierbeziehungen im Gegensatz zu einer nicht polyamoren Beziehung grundsätzlich weiter entwickeln?
Das erschließt sich mir noch nicht.

Ist ganz im Grunde relativ simpel: Mehr enge Beziehungen und damit mehr Trigger- und Reibepunkte (z.B. mehr Partner/innen die die Gefahr von Eifersucht triggern können) mit denen man sich mehr auseinandersetzen muss als in einer Standart-Monobeziehung, die immer irgendwie nach außen abgeschottet ist (z.B. Flirtverbot, keine gegengeschlechtlichen Freunde oder was Monopaare da alles für Unsinn im Kopf haben können). Man muss sich also grundsätzlich mehr mit seiner eigenen Psychologie beschäftigen als in funktionierenden Mono-Beziehungen und auch an seinen eigenen Kommunikationsfähigkeiten arbeiten, um die notwendige Transparenz und Vertrauen wahren zu können. Allein schon das, empfinden die meisten Mono-Menschen als zu anstrengend.
 

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Warum Beziehungen scheitern oder nicht mehr auf die einzelnen Bedürfnisse eingehen, hängt meiner Meinung nach an vielen anderen Abhängigkeiten (gemeinsame Kinder, Vermögen, Immobilien, etc) und zum Teil auch an Bequemlichkeiten.
Den Ausweg daraus zu finden, bedeutet ja zunächst erstmal sein Leben auf den Kopf zu stellen und aus seiner Komfortzone herauszutreten, aber vor allem sich selbst einzugestehen, dass etwas in Schieflage geraten ist.

Warum sollte das bei polyarmoren Beziehungen nicht so sein?

Richtig. Ist da nicht anders. Nur arbeiten, mMn, polyamore Personen oft bereitwilliger an "Schieflagen", weil sie sie als Entwicklungschance sehen, und gehen daher oftmals harmonischer aus solchen Konstellationen heraus. Zumal sie von den anderen Partnerwesen seelisch und Emotional aufgefangen werden.

Grundsätzlich bin ich ein sehr offener Mensch. Doch in dieser hier genannten "Konstellation" möchte ich mich nur dem Einen "meinen" Menschen öffnen. 😁

"Teilen" liegt mir in dieser Beziehung so überhaupt nicht. Und das mit "Allem" was dazugehört😁😉

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