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Polyamorie: Freiheit oder ein Rezept für Eifersucht?


Lu****

Empfohlener Beitrag

Vor 4 Minuten , schrieb Supernova_69:

Das hat null mit Polyamorie zu tun!

Dann haben wir das wohl völlig falsch verstanden.

 

Nicht immer sucht man sich doch die Beziehung, aus die man führen möchte. Sondern geht aufgrund der Gefühle Kompromisse ein. Wie viel Geliebte wären lieber die Ehefrau beispielsweise. Und was ist, wenn man zwei Menschen liebt? In anderen Kulturen ist das man mehrere Partner hat ganz normal.


Ich kann es mir für mich nicht vorstellen aber ich lebe ja noch und vielleicht ändert sich das ja noch

Spontan würde ich sagen: ich glaube schon, dass ich genug Liebe oder tiefe Zuneigung für mehr als eine Person habe und diese auch (ver-)teilen kann.
Auf der anderen Seite würde ich vermutlich durch die hier häufig als "notwendig" beschriebene Kommunikation mental überfordert.
Zusätzlich wird es vermutlich schwierig, allen Beteiligten gerecht zu werden und dann natürlich Leute zu finden, die entsprechend miteinander klar kommen und ggfs. Die eigenen Bedürfnisse zugunsten der anderen zurück stellen.
Die vom @Tantramann1959 angeführten rechtlichen Komponenten kommen dann noch erschwerend hinzu, weil in unserer Gesellschaft nahezu alles auf die klassische Zweierbeziehung (optimal verheiratet) ausgerichtet ist.
Das wird vom Prinzip her noch einmal ein Stück komplizierter als bei einer inoffiziellen Lebensgemeinschaft, wo bereits das mit der Sorgeberechtigung inkl. Abholen im Kindergarten/Elternabend etc. nicht so selbstverständlich ist, wie bei verheirateten Eltern - obwohl auf der anderen Seite das mit dem Unterhalt für das Kind auch bei "ONS-Unfällen" fest geregelt ist.
Es gibt da einiges, das mich zweifeln lässt, ob das ursprünglich attraktiv erscheinende "polyamore Beziehungsnetz" tatsächlich so unproblematisch lebbar ist.

vor 3 Minuten, schrieb Patriot08:

 

Hallo eben konnten Sie doch auch direkt innerhalb von 10 Sekunden auf mein Beitrag reagieren kommentieren warum behaupten Sie sowas warum verfolgen Sie mich im Internet?

Bist du auch so einer der ungeduldig wird, weil er in der virtuellen Welt nicht innerhalb von wenigen Sekunden seine Antworten erhält? Nicht, dass sowas in einem Kontrollzwang endet :D 

Es fühlt sich schön an wenn mental auf die Partner keine gefühlte Eigentümerschaft entsteht sondern man sich für alle freut, dass das Leben schöner ist mit Leuten, die einem gut tun

Nein könnte ich mir nicht vorstellen. Wäre nix für mich. Für mich kommt wenn Beziehung dan nur Monogam in Frage. Warum weil ich Exklusivität möchte und nur eine Frau so lieben kann.

vor 4 Minuten, schrieb Hannover_1973:

Es gibt da einiges, das mich zweifeln lässt, ob das ursprünglich attraktiv erscheinende "polyamore Beziehungsnetz" tatsächlich so unproblematisch lebbar ist.

Natürlich gibt es Probleme, wie in anderen Beziehungsmodellen auch. Der Vorteil den ich allerdings dabei sehe liegt mMn darin, dass man ja schon von Grund auf mit einer hohen Kommunikationsbereitschaft dabei sein muß und somit auch Probleme wahrscheinlich eher angesprochen werden, als in schweigenden bzw. ruhigen Beziehungen und sich nicht erstmal auswachsen bis zum Knall.

Für mich kommt Polyamorie nicht in Frage. Wäre für mich zu stressig. Ich mag es lieber ruhig und harmonisch.

Also ich bin ein sehr offener Mensch und könnte mir Polyamorie sehr gut vorstellen. Das Gefühl 2 oder mehr Menschen um sich zu haben die man liebt muss echt schön sein.

Ich kann mein Herz nur einmal verschenken. Wenn es alleine um die Befriedigung sexueller Lust geht, könnten auch andere Konstellationen denkbar sein, sofern das für beide Seiten in Ordnung ist.

vor einer Stunde, schrieb keepgoingiloveyou:

Oh, ein Thema für Popcorn. Möchte jemand?

?

Ich persönlich? Nein....ich denke auch wenn alles liebevoll vor sich geht,muss man frei von Eifersucht sein....aber wie so oft im Leben...einer tanzt irgendwann aus der Reihe

Vor 27 Minuten , schrieb Patriot08:

Was zu dritt Leben gemeinsam kochen und Unternehmungen sind für Sie keine Polyamory Beziehung?

Das passiert auch in einer WG. Bei Poly*amorie* geht es zusätzlich noch um "Liebe". Nicht notwendigerweise um eine gemeinsame Wohnung, wobei diese das ganze sicherlich erleichtert.

vor einer Stunde, schrieb Kinky_Zoe:

Sehr interessantes Modell 😊
Aber….. heutzutage werden sich ja schon zwei Menschen nicht grün, wie entwickelt sich das Ganze mit einer Dritten Person?
Ich denke, es wird mehr Ärger und Stress geben als einem lieb ist

Oder das gegenteil

Vor 49 Minuten , schrieb Tantramann1959:

Genau mein Thema, dankeschön.

Wir leben zum Glück in einer Gesellschaft, in der eine ganze Reihe von Partnermodellen praktisch gelebt werden können. Dass sie rechtlich und wirtschaftlich nicht immer gleich behandelt werden, ist dem gesellschaftlichen Konsens geschuldet und ich würde sogar sagen, in großen Teilen richtig. Inzwischen gibt es auch hier bewegungen in die richtige Richtung. Dabei geht es nicht nur um die stets aus der Ecke gezogenen Steuervorteile, sondern ganz einfach um gegenseitige Absicherung und verschiedene Verantwortlichkeiten. Soweit das Allgemeine.

Ich lebe seit knapp 4 Jahren in einer polyamoren Verbindung und ich muß sagen, sie wird immer stärker und fester. Dass bei uns noch ein großer Altersunterschied dazu kommt, sei geschenkt. Es gibt sehr viele Rechte, die wir uns gegenseitig eingeräumt haben und z.T. auch notariell abgesichert. Stichwort Vorsorgevollmacht, Vertretungsvollmacht (für die Kinder), Kontovollmacht für gemeinsame Konten etc. pp. Das soll nur zeigen, dass es neben wirklicher Liebe und natürlich auch dem damit verbundenen Sex, noch viele weitere Bereiche gibt, die uns verbinden. Ich kenne eine Reihe von Verbindungen polyamorer Art, die sich sehr oft in spezielleren Bereichen der Sexualität bewegen. Verschiedene "Teilzeitverbindungen" im BDSM-Kontext, die über eine reine Spielbeziehung hinaus gehen. Auch verschiedene Beziehungen im tantrischen Bereich, die über reine Massagetreffen hinaus gehen. 

Neben der Fähigkeit, wirkliche Liebe zu mehr als einem gleichberechtigten Mennschen zu empfinden (nicht vergleichbar mit Eltern-Kind, Geschwister oder Hund/Katze) gehört ein sehr hohes Maß an Kommunikation dazu und das nicht nur viel und oft, sondern auch noch grundehrlich, emotional und empathisch.

Es ist in der Tat nicht für jeden gemacht. Es ist eine Partnerschaft, kein Bäumchen-wechsel-dich Spiel. Es würde nicht jeden Menschen glücklich machen, nur weil vielleicht die Möglichkeit besteht, auch verschiedene Sexpartner zu haben. Wir machen uns z.B. schon jetzt Gedanken, was machen wir, wenn ich mal "nicht mehr kann", nicht nur sexuell, sondern auch körperlich. Trennung ist keine Option. Aber wir haben ja schon bissl "trainiert" nach meiner OP.

Fazit: Polyamorie ist für uns eine wunderbare Lebensform, die jeden von uns bereichert, unser Umfeld staunen lässt und einige schlicht überfordert  .

Auch wenn ich es mir für mich selbst nicht vorstellen kann, so finde ich, hast Du es wundervoll und authentisch beschrieben.
Bewundernswert, dass Ihr Euch gefunden habt, es gemeinsam so leben könnt und wollt und es obendrein noch funktioniert.
Freut mich sehr für Dich/Euch 🫶

Vor 1 Stunde, schrieb lulu199000:

Das ist eine einstellung,s sache hat viel mit reden ,Vertrauen, zutun . Alles andere ist für mich Besitz denken und heute geht fast jeder fremd ob frau oder mann so ist .

Sich immer wieder füreinander und miteinander zu entscheiden, hat für mich nichts mit Besitzanspruch zu tun.
Dabei geht's wohl eher darum, diese Intensität mit nur einem teilen zu können und zu wollen. Und beide lassen sich dann entsprechend aufeinander ein und wollen es so.
Ich weiß nicht, warum das so oft mit Besitzanspruch gleichgesetzt wird, erschließt sich mir nicht.
🤘

vor 2 Stunden, schrieb Luder85:

Wäre das etwas für euch oder kommt für euch nur eine monogame Beziehung infrage?

Es ist, aus meiner Sicht, schon schwierig genug 2 Menschen so unter einen Hut zu bringen,  dass sich beide dauerhaft wohl fühlen und dazu noch das richtige Maß an Nähe und Abstand zu finden. Von der zeitlichen und terminlichen Komponente, weil es ja auch ein Leben davor gab, was zu Verpflichtungen führt,  fange ich jetzt gar nicht erst an.

Das Thema Eifersucht sehe ich da zwar nicht, weil, wenn sich da jemand wirklich drauf einlässt, dann hat er/sie weder Besitzdenken, noch Minderwertigkeitskomplexe, steht zu jeder Zeit/Situation auf eigenen Beinen und die Basis ist Vertrauen. 

Dennoch sehe ich das für mich nicht so wirklich,  da ich gar keine Lust darauf habe, mich emotional auf mehrere Partner einzulassen.

 

Vor 1 Stunde, schrieb NordXXL:

Soll jeder so Leben und Lieben wie er oder sie oder es glücklich sind, egal in welcher Konstellation, Eifersucht oder Besitzansprüche geht gar nicht, das Leben ist zu kurz, also genießt es 👍

Eifersucht ist in erster Linie ein Schutzmechanismus und sofern sie nicht krankhaft ist oder wird, hilft es einem möglicherweise dabei, die Beziehung nochmal zu hinterfragen und reflektieren.
Manchmal ist sie berechtigt, wenn das eigene Bauchgefühl einem etwas mitteilen will, das schon längst seinen Weg gefunden hat (wenn der Partner sich emotional entfernt z.B.).

Muss per se nichts Schlechtes sein und kann uns vor größerem "Schaden" bewahren.

"Geht gar nicht" wäre nicht nur naiv, sondern auch unrealistisch, wenn echte Gefühle im Spiel sind.
🤘

(bearbeitet)
vor 43 Minuten, schrieb Patriot08:

 

Was zu dritt Leben gemeinsam kochen und Unternehmungen sind für Sie keine Polyamory Beziehung?

Nein, es sei denn, Du liebst beide Frauen und sie Dich

bearbeitet von Supernova_69
Vor 1 Stunde, schrieb klitmaster11:

Das wollen schon nur 0,001 ‰ der Deutschen und von denen, die es wollen, funktioniert es in einem von hundert Fällen.

Ist auch eine Frage von Können und nicht zwingend nur von Wollen, meinst Du nicht?

Vor 1 Stunde, schrieb Vegeta827:

Wenn man in Beziehung ist und mit anderen vögelt, finde ich das diese Beziehung ohne Liebe geführt wird

Bei Polyamorie geht's aber nicht "nur" um Sex, sondern darum mit mehreren gleichzeitig in Liebe verbunden zu sein.

(bearbeitet)

Eifersucht kann es in allen möglichen Partnerschaftsformen geben, ist m.M. nach also unabhängig von der Beziehungsform, sondern eine Angst des Einzelnen.

Ich empfinde es nur dann als Polyamorie, wenn es keine Hauptbeziehung bzw. Hauptpartnerschaft gibt, sondern alle Beziehungen gleichberechtigt sind. Ansonsten verstehe ICH es eher als eine Form der offenen Partnerschaft.

Für die gleichberechtigte Form fühle ich mich nicht gefestigt genug in mir selbst oder wie auch immer ich es nennen soll. Ich möchte einen Partner an meiner Seite haben, wo ich mal 'ankern' kann, wo ich mich zuhehörig fühle. Ich glaube, für den dauerhaften freien Fall bin ich noch nicht frei genug und werde, in diesem Leben, auch nicht mehr dort ankommen.

Ich empfinde offene, freie, kommunikative, reflektierte Beziehungsformen aber als das, was für mich Beziehungen und Partnerschaften tatsächlich wertvoll machen. Nur so empfinde ich keinen Stillstand sondern Weiterentwicklung in der Partnerschaft und einen wahrhaftigen Umgang miteinander.

Ein Ankommen im Loslassen.

 

 

bearbeitet von Soulwhisper
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