Klingt erstmal eindeutig, oder? Eine sitzt oben, eine*r liegt unten, Nähe pur, Macht scheinbar klar verteilt. Kein Wunder also, dass Facesitting so oft in Fantasien auftaucht – in Gedanken, in Chats, in Pornos, in diesen „Irgendwann vielleicht“-Momenten.
Und direkt danach? Kommt oft das Zögern. Bin ich zu viel? Zu schwer? Zu nah? Was, wenn’s sich nicht so anfühlt wie gedacht – sondern plötzlich komisch, zu direkt, zu intim?
Denn wenn Facesitting wirklich passiert, ist es mehr als nur Oralsex Da geht’s nicht nur um Körper, sondern um Gewicht, Atem, Präsenz – und die kann man nicht einfach ausblenden wie bei anderen Stellungen. Für manche wird’s dadurch besonders intensiv. Für andere erstmal… überfordernd.
Beides ist okay. Es ist keine Mutprobe. Es ist eine intime Begegnung – mit deinem Körper, deinen Erwartungen und dem Menschen unter dir. Und genau darum geht’s in diesem Artikel: Um Erwartungen. Um echte Erfahrungen. Und darum, wie du deine Grenzen klar ziehst – ohne dich erklären zu müssen.
Facesitting auch Gesichtssitzen oder Queening genannt – klingt erstmal eindeutig: Eine sitzt oben, eine*r liegt unten, der Mund mittendrin. Klingt simpel, ist es aber selten. Denn wie sich das Ganze anfühlt, hängt stark davon ab, wie viel Nähe, Druck und Kontrolle im Spiel sind – und wie offen ihr miteinander seid.
Es gibt unzählige Varianten, zum Beispiel:
So weit, so theoretisch. Denn all diese Definitionen helfen nur bedingt, wenn’s ernst wird. Denn was auf dem Papier nach klarer Lust aussieht, fühlt sich für jede anders an. Vielleicht denkst du: „Easy – einfach draufsetzen und los geht’s.“ Aber dann kommen doch wieder die Gedanken: Bin ich zu schwer? Mag er oder sie das wirklich? Und was, wenn’s plötzlich zu viel Nähe wird?
Genau das ist der Punkt: Facesitting ist kein „Entweder geil oder falsch“. Es darf kompliziert sein. Es darf sich verändern. Und du darfst selbst rausfinden, was sich für dich gut anfühlt – ohne dich mit Pornofantasien zu vergleichen.
Erwartungen sind sexy, aber lass dir Zeit, herauszufinden, was dir wirklich gut tut – im Bett und im Kopf!
Facesitting wird oft verkauft wie so ein One-size-fits-all-Erlebnis: geil, dominant, wild – zack, fertig. Aber die Realität? Fühlt sich oft ganz anders an. Vielleicht bist du aufgeregt. Vielleicht auch unsicher. Vielleicht denkst du: „Warum fühlt sich das bei mir nicht sofort sexy an?“ Und genau das ist okay.
Du musst nichts sofort „richtig“ machen. Du darfst dich rantasten, zweifeln, abbrechen – oder überrascht sein, was sich plötzlich gut anfühlt. Es geht nicht darum, sofort abzuliefern oder irgendwas zu beweisen. Es geht darum, dich zu spüren. Auf deine Art. Ohne Druck. Ohne Muss.
Und wenn du dich nicht gleich wie eine Queen fühlst? Auch das gehört dazu. Klarheit ist sexy – aber sie braucht manchmal Zeit.
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Facesitting fühlt sich nicht für jede gleich an. Was für die eine ein Moment der Kontrolle ist, bedeutet für die andere Unsicherheit, Mut oder das erste echte Gefühl von „Ich darf das“. Wir haben mit drei Frauen gesprochen, die auf sehr unterschiedliche Weise erlebt haben, was diese Position mit Körper, Kopf und Nähe machen kann – und was dabei wirklich zählt.
Lea, 34
„Für mich ist das nichts Perverses. Ich setz mich nicht drauf, um jemanden zu erniedrigen. Ich setz mich drauf, weil ich genau weiß, was ich will.“
Lea redet nicht drumrum. Für sie ist Facesitting kein Spielchen, sondern eine klare Entscheidung. In ihrer Beziehung gibt’s keine festen Machtverhältnisse – aber im Bett? Da darf sie gern mal die Dominante Rolle übernehmen.
„Ich mag es, dass ich entscheide. Ob ich mich anlehne oder nicht. Ob ich Druck gebe oder nur da bin.“
Vor allem die bekleideten Varianten haben’s ihr angetan – Jeans, Stoff, ein bisschen Distanz. Es geht dann nicht nur um Lecken oder Stimulation. Es geht ums Raum einnehmen.
„Dann geht’s gar nicht um meine Vulva. Dann geht’s darum, dass ich Raum einnehme. Dass er nicht ausweichen kann.“
Aber Lea kennt auch den Moment, wenn Dominanz in Verantwortung kippt. Wenn sie merkt: Jetzt wird’s anstrengend für ihn. Jetzt muss sie aufpassen.
„Es gab Situationen, da hab ich gemerkt: okay, jetzt wird’s für ihn anstrengend. Und dann kommt dieser kurze Gedanke: Gehe ich gerade zu weit?“
Deshalb braucht sie klare Zeichen. Kein Schweigen, kein Ratespiel. Deutlich vorher, nicht erst, wenn’s kritisch wird.
„Ich brauch klare Zeichen. Nicht erst, wenn es kritisch wird. Sondern vorher. Sonst fühlt sich das Machtgefühl nicht gut an.“
Für Lea ist Facesitting dann richtig gut, wenn beide in ihrer Rolle aufgehen dürfen – ganz bewusst, ganz klar abgesprochen.
„Dabei ist das bei uns extrem abgesprochen. Ich genieße. Er genießt, dass ich genieße. Das ist kein Kampf. Braucht aber viel Reden.“
Jana, 25
„In meinem Kopf ist das mega heiß. Und sobald ich drüber bin, denk ich nur noch: oh Gott, ich bin zu schwer.“
Jana lacht dabei – aber nicht, weil es witzig ist. Eher, weil sie sich selbst dabei ertappt, wie schnell ihr Kopfkino von heiß zu hektisch springt. Lust hat sie, keine Frage. Aber sich wirklich hinzusetzen? Das ist für sie ein echter Hürdenlauf.
„Ich hock dann eher. Mit Abstand. Hände am Bett. Immer bereit, wieder hochzugehen.“
Nicht, weil sie keinen Bock hat. Sondern weil die Zweifel direkt mit aufsteigen: Was, wenn es zu viel ist? Zu schwer? Zu direkt?
„Ich hab Schiss, dass er keine Luft bekommt. Oder dass es unangenehm riecht. Oder dass ich einfach… zu präsent bin.“
Dieses „zu präsent“ – das sagt sie mehrfach. Als müsste man beim Sex irgendwie zurückhaltend sein, obwohl es gerade um Nähe geht.
Und dann kam dieser eine Moment, der alles ein bisschen verschoben hat:
„Er hat irgendwann gesagt: Bitte, setz dich. Mehr, nicht weniger. Und ich hab gemerkt, wie viel Druck da plötzlich weg war.“
Kein riesiger Höhepunkt. Kein dramatischer Sexfilm-Moment. Sondern einfach das Gefühl, kurz loslassen zu dürfen.
„Ich musste nicht mehr aufpassen. Nur noch spüren.“
Aber die Unsicherheit bleibt. Ein kleiner Husten, ein kurzes Zucken – und sie ist sofort wieder oben.
„Ich brauch Bestätigung. Immer wieder. Sonst brech ich ab.“
Und obwohl sie weiß, dass es ihr eigentlich guttut, gibt es Tage, da gewinnt die Stimme im Kopf.
„Obwohl ich weiß, dass es mir eigentlich gut tun würde. Aber dann ist diese Stimme wieder da.“
Miriam, 41
„Für mich ist das keine Dominanznummer. Es ist eher… radikal ehrlich.“
Bei Miriam geht’s beim Facesitting nicht um Macht – sondern um Nähe. Und zwar eine, bei der nichts versteckt bleibt. Kein Bauch einziehen, kein „hübsch gucken“, kein Filter. Einfach da sein, mit allem, was dazugehört.
„Irgendwann hör ich auf, mich zu halten. Ich bewege mich. Ich mach Geräusche. Ich bin einfach da.“
Was sie daran liebt, ist dieses Gefühl, wirklich gesehen zu werden – nicht bewertet, nicht objektiviert, sondern angenommen. Komplett.
„Ich hab mich noch nie so gesehen gefühlt. Nicht bewertet. Nicht beobachtet. Sondern angenommen.“
Aber so sehr sie diese Nähe genießt – körperlich fällt’s ihr oft schwer, eine Position zu finden, in der sie sich wirklich wohlfühlt.
„Ich rutsche ständig rum, die Knie tun irgendwann weh, und manchmal denk ich: Wie machen andere das bloß elegant?“ Gerade dieser körperliche Teil bringt sie manchmal raus aus dem Gefühl.
„Wenn jemand nur die Stellung will. Ohne Blickkontakt. Ohne Reaktion. Dann bin ich plötzlich Objekt.“
Ein Erlebnis, das sie lange beschäftigt hat: Ihr Stopp-Zeichen wurde ignoriert – und danach gab’s noch einen blöden Spruch. Kein Drama, aber genau der Punkt, an dem aus Intimität Distanz wird.
„Facesitting braucht Vertrauen. Sonst ist es einfach nur Nähe ohne Halt.“
Und sie hat recht: Wer sich beim Facesitting wirklich fallen lassen will, braucht keine Pose – sondern Vertrauen. Und klare Grenzen, die nicht „irgendwann vielleicht“, sondern von Anfang an gelten.
Und wie ist es bei dir?
Facesitting kann so unterschiedlich erlebt werden – von sinnlich bis überfordernd, von empowernd bis ungewohnt nah. Teile deine Gedanken, Erlebnisse oder Fragen im Poppen.de Forum
Facesitting ist keine Technik, die man einfach „draufhat“. Es ist eine echte Begegnung – mit Fantasien, Körpern und dem Moment. Für manche geht’s um Kontrolle, für andere ums Loslassen. Und für viele auch einfach darum, gesehen und gespürt zu werden. Aber klar ist: Ohne Kommunikation wird’s schnell stressig statt sexy.
Grenzen sind hier kein Notfallknopf, den man nur im Ernstfall drückt. Sie sind Teil der Lust. Weil Nähe nun mal Verantwortung braucht. Atmung darf dabei nie ignoriert werden – egal wie vertraut oder lustvoll sich der Moment anfühlt. Pausen sind nichts, was „stört“, sondern völlig normal und oft sogar Teil des Spiels.
Und Druck ist kein fixer Zustand: Er darf sich verändern, angepasst werden, leichter oder intensiver werden, je nachdem, was sich für beide gerade gut anfühlt.
Du musst dich auf niemanden setzen, um offen, lustvoll oder „richtig sexuell“ zu sein. Wenn dein Bauchgefühl sagt: heute nicht, oder überhaupt nicht – dann ist das Grund genug. Kein Druck, kein Zwang, kein „Du solltest das mögen“. Lust ist keine Checkliste. Und dein Körper entscheidet mit, wann, wie und ob du überhaupt Lust auf Facesitting hast. Punkt.
Sich fallen lassen oder übernehmen – beim Facesitting gibt’s keine falschen Erwartungen, nur klare Lust!
Macht vorher klare Signale aus. Viele nutzen einfache Zeichen – Klopfen, Handdruck, ein Gegenstand, der fallen gelassen wird. Wichtig ist nicht die Methode, sondern dass beide wissen: Dieses Zeichen heißt Pause. Oder Stopp. Und dann wird nicht diskutiert. Kommunikation hört beim Gesichtssitzen nicht auf, sie wird nur anders.
Diese Frage stellen sich unfassbar viele – und sie ist fast immer unberechtigt (,wenn auch verständlich). Diese Praktik hat nichts mit Idealmaßen zu tun, sondern mit Gefühl und Anpassung. Du kannst Gewicht verlagern, dich abstützen, Nähe dosieren. Dein Körper ist kein Hindernis, sondern Teil der Lust. Und wenn sich etwas nicht gut anfühlt, darfst du das jederzeit verändern oder abbrechen.
Weil es so intim ist. Für viele geht es um Nähe, Vertrauen und darum, jemandem so nah zu sein, dass nichts dazwischenpasst. Manche mögen das Gefühl, gebraucht zu werden, andere das Ausgeliefertsein oder die Präsenz.
Langsam. Wirklich. Niemand muss sich sofort „richtig hinsetzen“. Viele starten mit Abstand, mit Abstützen, mit kurzen Momenten. Gesichtssitzen ist kein Leistungstest. Es darf sich entwickeln. Und es darf sich auch wieder erledigt haben, wenn es sich nicht gut anfühlt. Beides ist völlig okay.
Ja. Und darüber zu reden ist wichtig. Schlechte Erfahrungen entstehen meist dann, wenn Signale übergangen werden oder Erwartungen unausgesprochen bleiben. Das heißt nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Sondern dass Nähe ohne Achtsamkeit kippen kann. Daraus darf man lernen – und neu entscheiden, was man will und was nicht.
Klar – besonders wenn’s um längere Sessions, mehr Komfort oder körperliche Entlastung geht. Viele nutzen Kissen, stabile Hocker oder spezielle Facesitting-Stühle mit Öffnung – sogenannte Queening Chairs. Die helfen, dein Gewicht besser zu verteilen oder machen’s dem Menschen unten leichter, zu atmen. Auch wenn’s im ersten Moment nach Fetischmöbel klingt: Diese Teile sind echte Gamechanger – gerade wenn du dich körperlich sicherer fühlen willst oder nicht die ganze Zeit in der Hocke bleiben möchtest.
Queening ist mehr als eine Sexstellung. Es ist ein Spiel mit Nähe, Lust und Selbstwahrnehmung – und manchmal auch mit Unsicherheit. Was für die eine befreiend und sinnlich ist, kann sich für die andere zu nah, zu direkt oder einfach noch nicht richtig anfühlen. Und das ist okay.
Was zählt, ist nicht, wie dominant, gelenkig oder „offen“ du bist, sondern wie ehrlich du mit dir selbst bist. Ob du dich fallen lassen kannst, entscheiden willst oder lieber erstmal beobachtest. Facesitting ist kein Beweisstück für deine Lustkompetenz – sondern eine Einladung, dich auszuprobieren. Klar, auf Augenhöhe, und ganz in deinem Tempo.
Dann lass dir Zeit, klär deine Grenzen – und wenn’s sich gut anfühlt: Take a seat. Du darfst. Wirklich. Den passenden Gegenüber dafür findest du auf Poppen.de
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