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Gefühle zeigen ?


Anonymes-Mitglied-1

Empfohlener Beitrag

vor 47 Minuten, schrieb HansDampf77:

 
Hätte Er vorher über seine Angst gesprochen, wäre ich nicht mit ihm dort aus der Halle gegangen, was in 25m Höhe war, mit Gitter unter den Füßen. 

Ich staune, das er überhaupt dort raus gegangen ist. Mich würde niemand dazu bringen. Ich fühle mich schon auf einem dicken Teppich unwohl. :flushed:

Luderwicht
vor einer Stunde, schrieb Chaoth:

Auch das ist eine persönliche Schwäche...
Es geht darum nicht zu funktionieren, kaputt zu sein, depressiv, etc.

Das sind Schwächen? Für mich ist Arschlochverhalten eine Schwäche! Sich nicht reflektieren zu wollen, sich keine eigene Meinung zu bilden, sondern Alles zu glauben, was man so hört, …

Depressionen sind eine Krankheit und genau wie Glasknochenn oder Krebs keine Schwäche!

Nicht zu funktionieren oder kaputt zu sein sind Symptome, dass man zu viel von sich fordert, oder andere zu viel von einem fordern. Die Schwäche ist, wenn überhaupt, nicht auf sich zu achten und den Anderen zu viel Macht zu geben. Psychosomatik nennt man das 😉 Du hörst nicht auf deine wirklichen Bedürfnisse? Dann sorgt dein Körper dafür, dass du dich rausnehmen musst! 💪🏼  So lange, bis du dich angemessen um dich selbst kümmerst! 🪷
 

Likeable007

Beides wäre gut. Wobei stark sein nicht unbedingt was zu tun haben muss mit Kraft haben.

Wie schön, wie sehr wieder vereinfacht auf „Mann emotional oder gefühlskalt, Mann darf auch Gefühle zeigen“ reduziert wird.

Was soll‘s, für 90% wird es reichen (müssen). 
Im Zweifelsfall ist es immer das „Patriarchat“ - kam das schon? Passt IMMER. Und wenn nicht… passt es bestimmt trotzdem.

Ich richte mich da immer an meinen Tamagotchi. Je ruhiger er wird, desto mehr zeige ich Gefühle und je unruhiger er wird, desto weniger Gefühle gibt's bei mir.  

vor 3 Stunden, schrieb HansDampf77:

Ein Kollege/Auszubildender hat Höhenangst, was ich aber erst nicht wusste, da er nicht darüber gesprochen hatte. Als seine Angst zu tragen kam, funktionierte er nicht mehr… Hätte nicht geglaubt wieviel Kraft Menschen mit Höhenangst haben können! Erst mit 7 Männern, zusätzlich einem Arzt der mein Kollegen fast narkotisierte, bekamen wir ihn von einem Geländer weg. 
Hätte Er vorher über seine Angst gesprochen, wäre ich nicht mit ihm dort aus der Halle gegangen, was in 25m Höhe war, mit Gitter unter den Füßen. 

 

Erst recht dann macht es Sinn seine Schwächen anzusprechen, um das Problem nicht schlimmer zu machen, als es eh schon ist! 

Wenn man sich z.B. wegen einer Depression immer weiter zurückzieht, wichtige Aufgaben vernachlässigt, „komisch“ zu ggf. vorhandenen Kindern und Partner/in ist, wird man durch „zu machen“ es für Alle Beteiligten nur noch schlimmer machen! 

Das mit der Höhenangst sollte man auch durchaus ansprechen, werde ich nicht dagegensprechen.

In der Theorie ist das alles richtig was du sagst, in der Praxis schon etwas schwieriger...
Aber wenn man jetzt nicht von einer intakten Beziehung sondern Dating ausgeht ist das extrem schnell ein Killer seine emotionalen Baustellen zu haben, deswegen überspielen viele.

vor 2 Stunden, schrieb Luderwicht:

Das sind Schwächen? Für mich ist Arschlochverhalten eine Schwäche! Sich nicht reflektieren zu wollen, sich keine eigene Meinung zu bilden, sondern Alles zu glauben, was man so hört, …

Depressionen sind eine Krankheit und genau wie Glasknochenn oder Krebs keine Schwäche!

Nicht zu funktionieren oder kaputt zu sein sind Symptome, dass man zu viel von sich fordert, oder andere zu viel von einem fordern. Die Schwäche ist, wenn überhaupt, nicht auf sich zu achten und den Anderen zu viel Macht zu geben. Psychosomatik nennt man das 😉 Du hörst nicht auf deine wirklichen Bedürfnisse? Dann sorgt dein Körper dafür, dass du dich rausnehmen musst! 💪🏼  So lange, bis du dich angemessen um dich selbst kümmerst! 🪷
 

Gut, das ist Definitionssache... Für mich sind das tatsächlich keine Schwächen sondern negative Charaktereigenschaften, Kompensation, Kanalisation und Unfähigkeit bzw. Ungewilltheit selbst zu denken...

Depressionen waren nur ein Beispiel und sind ein Resultat aus deinen beschriebenen Dingen... Ein weiteres Resultat z.B. wäre Bindungsangst oder gar eine psychisch bedingte Impotenz. Glasknochen und Krebs, wie du so schön erwähnt hast, kann man sich durch ein Attest belegen lassen, hat recht klare Symptome, Behandlungsmethoden und ist aufgrund der oft lebensgefährlichen Eigenschaften gesellschaftlich als etwas schlimmes anerkannt. Die von mir erwähnten "Schwächen", die einen vom funktionieren abhalten hingegen werden oft verharmlost und betroffener Mann als "Lappen", "Schlappschwanz" o.ä. gredenzt. Und genau deswegen verstecken wir so etwas.

HansDampf77
vor 2 Stunden, schrieb lieber_Kater:

Ich staune, das er überhaupt dort raus gegangen ist. Mich würde niemand dazu bringen. Ich fühle mich schon auf einem dicken Teppich unwohl. :flushed:

Wir kamen aus dem relativ Dunklen,  ins helle Sonnenlicht, wodurch Er wahrscheinlich nicht die Rosten gesehen hatte. Und es war eine breite robustes Podest, Treppe und stabiles Geländer. Doch als mein Kollege draußen war, schaute er nach unten, durch die Rosten…

vor 4 Stunden, schrieb Chaoth:

Auch das ist eine persönliche Schwäche...
Es geht darum nicht zu funktionieren, kaputt zu sein, depressiv, etc.

Ich bin nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. 

Sind Depressionen (inklusive kaputt zu sein und nicht zu funktionieren) für dich, eine Schwäche die nicht geht...

vor 5 Stunden, schrieb Chaoth:

Gefühle ja, Schwäche nein... Ist immer noch ein schmaler Grat...

...?

Luderwicht
vor 20 Minuten, schrieb Chaoth:

Die von mir erwähnten "Schwächen", die einen vom funktionieren abhalten hingegen werden oft verharmlost und betroffener Mann als "Lappen", "Schlappschwanz" o.ä. gredenzt. Und genau deswegen verstecken wir so etwas.

Wir haben uns in einer psychosomatischen Klinik kennengelernt. Ich weiß genau, was du meinst!

Wie andere Menschen mich bewerten, kann ich nicht unbedingt beeinflussen. Und speziell bei psychosomatischen Problemen ist es mir absolut egal! Die stecken nicht in meiner Haut! Und zum Glück nicht in meinem Kopf 🤪 Nicht mehr 🤔

Die richtigen Menschen hören zu, fragen nach und interessieren sich für einen. 
Es muss nicht jeden interessieren, aber mich hat eben auch niemand zu bewerten!

Ich gehe offen mit der Erkrankung um und verstecke mich nicht! Dadurch haben mir schon sehr viele Menschen von ihren Problemen erzählt und einige haben durch die Gespräche mit Therapien begonnen. 

 

vor 3 Stunden, schrieb Rosenrot13:

@Tantramann1959 großartig, für mich genau auf den Punkt gebracht👍

Merci. Aber ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, fand es doch interessant, dass mit entsprechender Fragestellung eine so umfassende Einschätzung gegeben wird.

Ich kann sie aus eigenem Erleben im Wandel der Zeit jedenfalls unterschreiben.

vor 19 Stunden, schrieb irgendwannwieder:

Vorausgesetzt man HAT Gefühle ??? Dann soll Mann sie bitte zeigen - auch wenn es nur relativ wenig ist ?? Frau freut sich darüber !!!! (Also, ich würde mich jedenfalls freuen)

wer gefühle nicht zulässt verpasst das leben mit sich und mit den anderen gefühle sind dazu da das man sie durchsteht weil es sonst ohne kein leben ist

Auf jeden Fall ☝️
Aber dabei immer authentisch bleiben und nicht aufgesetzt. Ich spüre es, wenn jemand diesbezüglich nur Theater spielt.

Aber ich finde es schön, wenn Männer zu ihren Emotionen stehen können und diese auch zeigen. Das macht einen Mann nicht weniger männlich, sondern zeigt emotionale Reife.


Männer können und sollten Gefühle zeigen.
Dass Native Americans keinen Schmerz kennen, ist überholt.

Leider ist die Anzahl gelungener Suizide bei Männern ein Symptom dieser altmodischen Denke. 

Vor 21 Stunden, schrieb BigBoy1988:

Das ist alles Personabhängig. Du suchst einen Sensiblen Mann? Dann nimm dir einen mit Gefühlen. Du suchst einen Harten Typen,dann nehme einen ohne Emotionen.

Niemand ist ohne Emotionen, es sei denn man hat eine psychische Störung, die sich darauf auswirkt.
Emotionen machen uns Menschen aus. Es fällt nur vielen schwer, diese auch zulassen und besonders diese auch zeigen zu können. Wer sich anderen öffnet, macht sich auch verletzlich.
Aber ein Leben ohne Emotionen ist auch kein richtiges Leben und vor allem Erleben.

Vor 16 Stunden, schrieb Chaoth:

Gefühle ja, Schwäche nein... Ist immer noch ein schmaler Grat...

Seine Schwächen zu zeigen und auch dazu zu stehen, empfinde ich als ein Zeichen von Stärke.

HansDampf77

Schmerz und Trauer sind die Kosten für Liebe. 

Liebe ist eins der schönsten Gefühle, wenn es nicht das schönste Gefühl ist.  
Wer wirkliche Liebe zulässt, macht sich verletzlich. Doch wer Liebe, aus Angst verletzt zu werden, nicht zulässt, stumpft ab und unterdrückt ein menschliches Grundbedürfnis. 

 

Natürlich dürfen die Männer Gefühle zeigen, ich mache das ja auch.
Außerdem halte ich die Ansicht, das Männer immer stark und emotional sparsam sein sollen für ein Bild was uns von den Medien (auch Insta und Co.) und von der Gesellschaft vorgeschrieben wird für absoluten Blödsinn.  Außerdem sollte man nicht unnötig gegen seine eigenen Emotionen ankämpfen, das ist auf Dauer Ungesund... so sehe ich das.

vor 1 Stunde, schrieb SuppenkOma:

 

Niemand ist ohne Emotionen, es sei denn man hat eine psychische Störung, die sich darauf auswirkt.
Emotionen machen uns Menschen aus. Es fällt nur vielen schwer, diese auch zulassen und besonders diese auch zeigen zu können. Wer sich anderen öffnet, macht sich auch verletzlich.
Aber ein Leben ohne Emotionen ist auch kein richtiges Leben und vor allem Erleben.

Das wissen wir alle denke Ich. Da Ich aber, schon Erfahrungen gemacht habe mit Menschen die Stark depressiv sind, fällt es mir leicht zu sagen, das man die Emotionen unterdrücken kann. Einfache zu viel und zu lange Antidepressiva genommen, man entwickelt mit der Zeit,keine nach außentragenden Gefühle mehr. Das ist für mich damals ein Abschiedsgrund gewesen, in einer Beziehung ohne Gefühle, ist es schwer den Partner/Partnerin zu verstehen. Es macht Spaß darüber zu debattieren, da meine Erfahrungen zu dem Thema gut passen. 

Vor 13 Minuten , schrieb BigBoy1988:

Das wissen wir alle denke Ich. Da Ich aber, schon Erfahrungen gemacht habe mit Menschen die Stark depressiv sind, fällt es mir leicht zu sagen, das man die Emotionen unterdrücken kann. Einfache zu viel und zu lange Antidepressiva genommen, man entwickelt mit der Zeit,keine nach außentragenden Gefühle mehr. Das ist für mich damals ein Abschiedsgrund gewesen, in einer Beziehung ohne Gefühle, ist es schwer den Partner/Partnerin zu verstehen. Es macht Spaß darüber zu debattieren, da meine Erfahrungen zu dem Thema gut passen. 

Eine Depression bedeutet nicht, dass man seine Emotionen unterdrückt. Es ist eine Art Schwere, die sich über einen legt und alles überschattet. Das kann wohl nur jemand verstehen, der das schon einmal erlebt hat. Und auch Antidepressiva zu nehmen, bedeutet nicht automatisch seine Gefühle zu unterdrücken. Jeder reagiert anders auf Medikamente und jedes Medikament wirkt anders auf einen.
Ich kann nachvollziehen, dass es schwierig ist, mit jemandem umzugehen, der gerade in einer depressiven Episode steckt. Aber auch dieser Mensch hat Gefühle. Und in dieser Phase sich nicht unterstützt und vor allem verstanden zu fühlen, kann es noch verstärken. Da wäre es schön, wenn man es schafft, zusammen zu halten.
Du setzt scheinbar eine Depression mit der Abwesenheit von Gefühlen gleich, dem ist nicht so. Mal ganz davon abgesehen, ist es eine biochemische Veränderung im Gehirn, der sich auch körperlich auswirkt. Es ist eine Krankheit. Dieser Mensch kann in dem Moment überhaupt nichts dafür. Diese gestörten Botenstoffe machen es ihm nur unmöglich, anders zu agieren. Die Gefühle sind immer noch da, aber ein anderes Gefühl überwiegt und hat vollkommen die Kontrolle von einem übernommen, aus der man höchstwahrscheinlich ohne Hilfe auch nicht mehr herauskommt.

Wenn man sich intensiver damit befasst, den anderen auch mit dieser Krankheit akzeptieren kann, auch ohne es zu verstehen, dann kann man vielleicht in dieser Phase seine eigenen Bedürfnisse ein wenig zurücknehmen, wohlwissend, dass der andere sich das nicht ausgesucht hat. Es kommen ja auch wieder bessere Phasen.

Ist beides angebracht, alles in seiner kontextbezogenen Situation. Kann man aber auch nicht auf ein Geschlecht beschränken. Männer können, dürfen und sollen genauso emotional sein, wie Frauen auch stärke zeigen können, sollen und dürfen. Die Frage mag zwar ein konservatives Bild geben, und ich bin auch eher konservativ eingestellt aber konservativ bedeutet ja nicht rückwärtsgewandt oder Stillstand oder Intoleranz anderen Modellen gegenüber.
Letztlich muss das aber jeder für sich entscheiden, ob er seine Emotionen zurück halten und nur stärke zeigen möchte oder welche Partnerschaft man möchte. Eine generelle Antwort kann man da nicht geben.

vor 13 Stunden, schrieb Bolero2000:

Ich bin nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. 

Sind Depressionen (inklusive kaputt zu sein und nicht zu funktionieren) für dich, eine Schwäche die nicht geht...

...?

Definiere "nicht geht"... Für Betroffene oder Außenstehende?

vor 13 Stunden, schrieb Luderwicht:

Wir haben uns in einer psychosomatischen Klinik kennengelernt. Ich weiß genau, was du meinst!

Wie andere Menschen mich bewerten, kann ich nicht unbedingt beeinflussen. Und speziell bei psychosomatischen Problemen ist es mir absolut egal! Die stecken nicht in meiner Haut! Und zum Glück nicht in meinem Kopf 🤪 Nicht mehr 🤔

Die richtigen Menschen hören zu, fragen nach und interessieren sich für einen. 
Es muss nicht jeden interessieren, aber mich hat eben auch niemand zu bewerten!

Ich gehe offen mit der Erkrankung um und verstecke mich nicht! Dadurch haben mir schon sehr viele Menschen von ihren Problemen erzählt und einige haben durch die Gespräche mit Therapien begonnen. 

 

Freut mich wenn es für dich gut gelaufen ist und funktioniert, das Glück hat nicht jeder!^^

vor 3 Stunden, schrieb SuppenkOma:

 

Seine Schwächen zu zeigen und auch dazu zu stehen, empfinde ich als ein Zeichen von Stärke.

Ich kenne das Feedback, speziell auf dem Singlemarkt, als eher entwertend, zu anstrengend, etc.

Ich lese in den Kommentaren von seichten Versuchen, Frauen und Männer (mal wieder) auf eine Stufe zu stellen und zu relativieren.

Ich verstehe, ganz allgemein und threadübergreifend, diesen Impuls nicht, Frauen und Männer immer gleichberechtigt irgendwie darzustellen, wenn ein Thema die Männer betrifft.
Es ist für beide Geschlechter wenig hilfreich, wenn es um ein spezifisches Männerthema geht, sinngemäß ein "aber Frauen auch“ hinterherzuschieben. Das verwässert doch nur die Ernsthaftigkeit des eigentlichen Problems.
 

Das Thema hier ist, finde ich,  sehr geschlechtsspezifisch und man kann deutliche Unterschiede beobachten, z.B. die  Rate an vollendeten Suiziden bei Männern, wo genau dieses "bloß keine Gefühle zeigen" mit ein großes Puzzleteil ist, zumal Männer und Frauen scheinbar immer noch sehr oft anders im Umgang mit Gefühlen sozialisiert werden, wenn auch ein gegenteiliger Trend beobachtbar ist.

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