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Gefühle zeigen ?


Anonymes-Mitglied-1

Empfohlener Beitrag

 

vor 2 Stunden, schrieb Tantramann1959:

Die Definition von Stärke hat sich gewandelt. Früher galt: Ein Mann ist ein Fels, er frisst alles in sich hinein und funktioniert einfach. Das Problem? Felsen bröckeln irgendwann oder explodieren.

Heute gilt: Wirkliche Stärke bedeutet, die Eier zu haben, zu sagen, was Sache ist – auch wenn es einem gerade dreckig geht oder man Angst hat. Wer seine Gefühle unterdrückt, ist nicht stark, sondern oft nur auf der Flucht vor sich selbst. „Gefühle zeigen“ heißt nicht „Dauerschleife Jammern“. Das ist ja oft das Mißverständnis. Es geht doch gar nicht nicht darum, zum „hypermodernen Weichei“ zu werden, das bei jedem schiefen Blick in Tränen ausbricht oder keine Verantwortung mehr übernimmt.

Ein reflektierter Mann kann sagen: „Ich bin gerade verdammt gestresst und das macht mir Sorge“ (kenne ich zu gut), und dann trotzdem das Problem anpacken. Das ist souverän. Wer nur jammert und die Kontrolle abgibt, ist tatsächlich eher das, was man als „unbeholfen“ (ist auch nicht wirklich attraktiv) wahrnimmt.

Ob im Job, in der Erziehung oder in der Beziehung: Wer seine Emotionen versteht und kommunizieren kann, gewinnt.

Frauen (und Freunde) wollen heute keinen Roboter, sondern einen Partner, der greifbar ist. Wenn du nie zeigst, was in dir vorgeht (das gilt auch unbedingt z.B. für sexuelle Präferenzen, Wünsche, Vorstellungen. Den "Harten" raushängen lassen, führt selten zum Ziel, höchstens zur Verkümmerung), baust du eine Mauer – und hinter Mauern lebt es sich ziemlich einsam.

Die Wissenschaft ist sich einig: Männer, die alles schlucken, sterben früher, haben mehr Herzinfarkte und kämpfen öfter mit Depressionen. Es ist schlicht unvernünftig, den eigenen Motor ohne Öl laufen zu lassen.

Du „darfst“ nicht nur Gefühle zeigen, du solltest es sogar, wenn du ein gesundes, respektiertes Leben führen willst. Aber es kommt auf das Wie an:

Fazit: Ein echter Mann ist stark genug, um verletzlich zu sein, wenn es angebracht ist, und stabil genug, um da zu sein, wenn es drauf ankommt. Das eine schließt das andere nicht aus – es macht dich erst komplett.

 

P.S. Zur Formulierungsunterstützung wurde die Hilfe von KI in Anspruch genommen.

👏👌👍😉😊

Am 6.5.2026 at 12:26, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wie seht ihr das   , sollen  , dürfen Männer heutzutage Gefühle zeigen 

Emotionen oder müssen wir immer stark 💪 sein 

Wer bestimmt sowas bzw legt sowas fest... Emotionen und Gefühle sind keine Schwäche, ganz im Gegenteil... erst Emotionen und Gefühle machen wahre Stärke aus... das eine schließt das andere nicht aus, ganz im Gegenteil 

Am 6.5.2026 at 12:26, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wie seht ihr das   , sollen  , dürfen Männer heutzutage Gefühle zeigen 

Emotionen oder müssen wir immer stark 💪 sein 

Das ist auch so ne "Frage" die unter Boomern nicht totzukriegen ist, oder? Das war schon son Ding als ich noch ein kleiner Junge war. Das ist gut 35-40 Jahre her. Auch damals wurde auch schon gefragt, ob Männer denn Gefühle zeigen dürfen. Wobei die eigentliche Frage seit jeher gar nicht die ist, ob Männer Gefühle zeigen dürfen. Was eigentlich gefragt wird ist, ob Männer weinen dürfen. Und zwar speziell dann, wenn es andere mitbekommen. Die Leute konnten nur eben schon damals ihre Fragen nicht vernünftig formulieren... Denn keiner hat ja je hinterfragt, ob es etwas emotional Männliches sei, wenn sich plötzlich 100.000 Männer in den Armen liegen, vor Freude schreien und jubeln, nur weil Brehme den Elfmeter ins Tor geschossen hat. Das zeigen positiver Gefühle, die ja nun ebenfalls Gefühle sind und 50% des Spektrums ausmachen, gezeigt werden dürfen, wurde nie in einen Kontext mit evtl. fehlender Männlichkeit gesetzt. Selbst negative Gefühle und deren Äußerungen betraf das größtenteils nie. Auch wütend zu sein und "mit der Faust auf den Tisch zu hauen" galt oder gilt wohl eher als männlich, als das es die Männlichkeit in Frage stellt. Im Film "Das Wunder von Bern" wird dem geschichtlichen Zeitraum entsprechend auch gefragt, ob ein deutscher Junge weinen dürfe. Die Frage hat eben einen Bart bis ... ja keine Ahnung, wann das erste mal damit jemand aus der Höhle kam. Aber lang, lang ists her.

Die Frage, ob Mann Emotionen zeigen darf oder immer stark sein muss, ergibt also gar keinen Sinn. Der Ausdruck von Freude ist das zeigen von Emotionen. Und niemand hinterfragt, ob ein Mensch egal welchem Rollenbild gerecht wird, wenn er sich über sein Geburtstagsgeschenk freut. Und niemand käme auf die Idee, das irgendwie mit Schwäche in Verbindung zu bringen. Es geht doch lediglich ums weinen. 
Warum fragst du dich das eigentlich? Aus deinem EP geht hervor, dass du männlich bist. Jetzt mal angenommen, der Tenor wäre: "Männer sollen/dürfen nicht weinen." Wenn du dann tottraurig zu Hause sitzt, willste dann das weinen unterdrücken, weil irgendwo Leute die du nicht kennst denken könnten, du entsprächest nicht deren Bild von Männlichkeit? Oder was soll das Fazit werden?

Ich kann dir sagen, wie ich das handhabe: Fast so, wie mit jeder anderen Emotion. Wenn sie da ist, will sie auch raus. Das zu unterdrücken hilft mir nicht. Im Gegenteil. Und das letzte, worüber ich mir da Gedanken mache ist, ob irgendein Herbert jetzt denkt, dass ich so ja nun nicht in die HJ gekommen wäre. Wirklich, ist mir wurscht. In meinem Kopf wurde einfach kein Rollenbild implementiert, was besagt, das Männer Roboter zu sein haben, wenn es um ihre Tränen geht. Als ***ager starb der Vater meines besten Freundes. Ich war mit ihm auf der Beerdigung. Stand bei seinem letzten Abschied mit ihm zusammen am offenen Grab. Natürlich habe ich da geweint als ich ihn weinen sah. Natürlich habe ich seinen Schmerz gefühlt. Und zu keiner Sekunde hat sich auch nur irgendjemand währenddessen oder je danach mit der Frage beschäftigt, wie das denn nun auf einer anscheinend in irgendwelchen Köpfen existierenden Männlichkeits-Skala bedeuten würde. Einfluss hatte das nur auf unsere Freundschafts-Skala. Es war nur ein weiterer Beweis, füreinander da gewesen zu sein und das einem das Wohlergehen und auch die Gefühlswelt des besten freundes am Herzen liegt.
Ich habe auch mal einen Job unfreiwillig verloren, den ich sehr gemocht habe. Ich kam wirklich mit jedem in dieser Firma gut klar und hatte durchaus das Feedback, dass die Leute mit denen ich zu tun hatte das mir gegenüber genau so sahen. Die Tätigkeit machte mir Spaß, ich war wirklich gut in dem was ich tat und das Ganze fühlte sich nicht wirklich an wie Arbeit. Ich war dort wirklich glücklich. Den Feierabend an meinem letzten Arbeitstag zögerte ich hinaus und dreht noch mal eine letzte Runde durch die Produktionshallen. Und ja, da habe ich dann damit gekämpft, nicht zu weinen. Und habe dann auch nicht geweint. Das hatte aber nicht die Aufrechterhaltung meiner Männlichkeit in den Augen anderer als Grund. Ich wollte einfach nicht, dass jeder, der mir jetzt noch über den Weg läuft sieht, wie nah mir das ging. Ich wollte nicht in die Gespräche verwickelt werden, die das zur Folge gehabt hätte. Und auch nicht nächste Woche in Abwesenheit die GZSZ Story der Firma sein. Und zu guter Letzt hätte mir ja auch noch derjenige über den Weg laufen können, dem ich das zu verdanken hatte. Meine spätere Frau holte mich an diesem Tag von der Firma ab. Bis zum Auto habe ichs geschafft. Da bin ich emotional zusammen gebrochen und heulte wie ein Schlosshund. Meine Frau stimmte dann noch mit ein. War kein schöner Tag. Aber meine Sorgen waren in dem Moment, wo ich losheulte andere, als die Frage ob meine damalige Freundin das unmännlich fand. Fand sie wohl auch nicht, wir haben ja dann geheiratet. 🤷‍♂️
Und ganz klischeehaft heule ich beim Fußball. WM Sieg oder Abstieg. Und da heulen tausende andere Männer mit mir zusammen. Scheint also nichts Außergewöhnliches zu sein.

Natürlich weinen Männer. Und dürfen das. Und sollen das. Ganz ehrlich, wie kann man denn ernsthaft überhaupt so eine Frage stellen? Männer gehören zur Spezies Mensch. Menschen weinen. Nicht nur die Weiblichen. Das ist normal. Das ist so von der Natur gewollt. Wir alle wissen doch, wie befreiend das ist. Das Problem ist danach nicht weg. Und es ist nicht wieder alles gut. Aber die innere Spannung, Wut, Verzweiflung, usw. befinden sich auf einem Peak, den unser Gehirn nicht mehr anders verarbeiten kann. Weinen ist in dem Fall emotionales Kotzen. Wenn wir zu viel gesoffen haben, haben wir dafür einen Schutzmechanismus. Kotzen... Der Alk muss raus, sagt der Magen. Heulen ist nichts anderes, um der Überdosis an Emotion durch das Gehirn zu begegnen. Das zu unterdrücken ist emotional sogar ungesund, wie ich finde. Ehrlich, hätte der kleine Adolf damals einfach mal ein bisschen geheult, weil man ihn an der Kunstakademie nicht wollte, hätte er vllt. nicht angefangen so viel Hass zu entwickeln und als "starker Mann" durch Europa zu spazieren. 
Weinen ist ein Reinigungsprogramm. Da verzichte ich nicht drauf, nur weil ich einen Penis habe. Weinen ist auch Ehrlichkeit. Es ist ein tiefer, reiner, ungefilterter Ausdruck der Seele. Es kann durchaus auch eine Botschaft sein. Ist es nicht wirklich einer der schönsten Momente, die schönste Reaktion, das größtmögliche WOW und DANKE, wenn wir für jemanden etwas tun und dieser reagiert darauf mit Tränen der Freude oder Rührung? Ist das nicht der purste Ausdruck darüber, welches Band diese Person zu einem hat? Ich finde das ehrlich gesagt etwas, was mit kaum etwas anderem aufzuwiegen ist. Einer der wenigen, ganz ehrlichen und klaren Momente. Keine Worte. Nur Emotion.

Wir weinen aus vielen Gründen. Wie gesagt, kaum einer wird bei irgendeinem Geschlecht hinterfragt. Nur Männer und das Weinen aufgrund von Rückschlägen oder sowas. Ich finde es echt bizarr, dass sich das anscheinend immer noch so hält. Zumindest in der älteren Generation, denn ehrlich, ich bin Mitte 40 und kenne niemandem, dem noch erzählt wurde, er dürfe nicht weinen, weil er ein Junge ist. Niemanden. Und Gen Z heult eh alle fünf Minuten, weil ne 35h Woche zu viel Arbeit ist. Filmt sich dabei und stellt das online. Ne, das heulen etwas ist, was in irgendeiner Weise hinterfragt wird, kenne ich nur noch von Baujahr 69 abwärts. 

Wenn mir danach ist, dann weine ich halt. Und falls das doch tatsächlich noch für irgendjemanden ein Thema der Männlichkeit sein sollte: Also bei mir bleibst du locker auch dann Mann, wenn du weinst. Sorgen mache ich mir um dich, wenn du es nie tust. So Leute explodieren irgendwann und das endet oft nicht schön. Von daher weint mal alle schön, wenn es nötig ist.

Ich würde sagen, dass es entgegen des vorherrschenden Gesellschaftsbilds keine Schwäche sondern eine Stärke ist Gefühle zuzulassen und auch zu zeigen.
Gefühle jeglicher Art zu unterdrücken und mit sich selbst auszumachen fördert am Ende nur weiter die stetig wachsende Quote der psychisch erkrankten und potenziert die Schwächung von Empathie und Solidarischem handeln.

Also Gefühle offen raus!

Anonymes-Mitglied-5

Also ich kann Gefühle zeigen und Frauen mögen das. Jedenfalls die, die mich kennen.

Wer Gefühle zeigt ist also nicht stark? Aja...
Entweder man hat Gefühle oder nicht. Schauspieler mag niemand. Wenn die Mehrheit sagt, Gefühle sind Scheiße...stellst Du dann Deine ab und passt Dich an?
Genau so ein Verhalten ist unehrlich und nervt. Lass Dir Eier wachsen und steh zu Dir selber.

Mann darf und sollte auch Gefühle zeigen. Ohne dem wäre es ja nur eine Maschine.

Am 6.5.2026 at 12:26, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wie seht ihr das   , sollen  , dürfen Männer heutzutage Gefühle zeigen 

Bitte nur in angemessenem Rahmen und soweit mich diese Emotionen auch irgendwas angehen. Mitleiderheischer und Opferrolle sind leider unattraktiv. 

(bearbeitet)

Ein Mann, der keine Gefühle zeigen möchte bzw. seine Emotionen unter Verschluss hält, kommt für mich nicht infrage. Ich mag es, wenn Männer sensibel und gefühlsbetont sind. Ein "harter Macho", der immer nur cool und beherrscht ist, hat bei mir keine Chance. 🤗

bearbeitet von Monique-467
vor 36 Minuten, schrieb B-Jayyy:

Das ist auch so ne "Frage" die unter Boomern nicht totzukriegen ist, oder? Das war schon son Ding als ich noch ein kleiner Junge war. Das ist gut 35-40 Jahre her. Auch damals wurde auch schon gefragt, ob Männer denn Gefühle zeigen dürfen. Wobei die eigentliche Frage seit jeher gar nicht die ist, ob Männer Gefühle zeigen dürfen. Was eigentlich gefragt wird ist, ob Männer weinen dürfen. Und zwar speziell dann, wenn es andere mitbekommen. Die Leute konnten nur eben schon damals ihre Fragen nicht vernünftig formulieren... Denn keiner hat ja je hinterfragt, ob es etwas emotional Männliches sei, wenn sich plötzlich 100.000 Männer in den Armen liegen, vor Freude schreien und jubeln, nur weil Brehme den Elfmeter ins Tor geschossen hat. Das zeigen positiver Gefühle, die ja nun ebenfalls Gefühle sind und 50% des Spektrums ausmachen, gezeigt werden dürfen, wurde nie in einen Kontext mit evtl. fehlender Männlichkeit gesetzt. Selbst negative Gefühle und deren Äußerungen betraf das größtenteils nie. Auch wütend zu sein und "mit der Faust auf den Tisch zu hauen" galt oder gilt wohl eher als männlich, als das es die Männlichkeit in Frage stellt. Im Film "Das Wunder von Bern" wird dem geschichtlichen Zeitraum entsprechend auch gefragt, ob ein deutscher Junge weinen dürfe. Die Frage hat eben einen Bart bis ... ja keine Ahnung, wann das erste mal damit jemand aus der Höhle kam. Aber lang, lang ists her.

Die Frage, ob Mann Emotionen zeigen darf oder immer stark sein muss, ergibt also gar keinen Sinn. Der Ausdruck von Freude ist das zeigen von Emotionen. Und niemand hinterfragt, ob ein Mensch egal welchem Rollenbild gerecht wird, wenn er sich über sein Geburtstagsgeschenk freut. Und niemand käme auf die Idee, das irgendwie mit Schwäche in Verbindung zu bringen. Es geht doch lediglich ums weinen. 
Warum fragst du dich das eigentlich? Aus deinem EP geht hervor, dass du männlich bist. Jetzt mal angenommen, der Tenor wäre: "Männer sollen/dürfen nicht weinen." Wenn du dann tottraurig zu Hause sitzt, willste dann das weinen unterdrücken, weil irgendwo Leute die du nicht kennst denken könnten, du entsprächest nicht deren Bild von Männlichkeit? Oder was soll das Fazit werden?

Ich kann dir sagen, wie ich das handhabe: Fast so, wie mit jeder anderen Emotion. Wenn sie da ist, will sie auch raus. Das zu unterdrücken hilft mir nicht. Im Gegenteil. Und das letzte, worüber ich mir da Gedanken mache ist, ob irgendein Herbert jetzt denkt, dass ich so ja nun nicht in die HJ gekommen wäre. Wirklich, ist mir wurscht. In meinem Kopf wurde einfach kein Rollenbild implementiert, was besagt, das Männer Roboter zu sein haben, wenn es um ihre Tränen geht. Als ***ager starb der Vater meines besten Freundes. Ich war mit ihm auf der Beerdigung. Stand bei seinem letzten Abschied mit ihm zusammen am offenen Grab. Natürlich habe ich da geweint als ich ihn weinen sah. Natürlich habe ich seinen Schmerz gefühlt. Und zu keiner Sekunde hat sich auch nur irgendjemand währenddessen oder je danach mit der Frage beschäftigt, wie das denn nun auf einer anscheinend in irgendwelchen Köpfen existierenden Männlichkeits-Skala bedeuten würde. Einfluss hatte das nur auf unsere Freundschafts-Skala. Es war nur ein weiterer Beweis, füreinander da gewesen zu sein und das einem das Wohlergehen und auch die Gefühlswelt des besten freundes am Herzen liegt.
Ich habe auch mal einen Job unfreiwillig verloren, den ich sehr gemocht habe. Ich kam wirklich mit jedem in dieser Firma gut klar und hatte durchaus das Feedback, dass die Leute mit denen ich zu tun hatte das mir gegenüber genau so sahen. Die Tätigkeit machte mir Spaß, ich war wirklich gut in dem was ich tat und das Ganze fühlte sich nicht wirklich an wie Arbeit. Ich war dort wirklich glücklich. Den Feierabend an meinem letzten Arbeitstag zögerte ich hinaus und dreht noch mal eine letzte Runde durch die Produktionshallen. Und ja, da habe ich dann damit gekämpft, nicht zu weinen. Und habe dann auch nicht geweint. Das hatte aber nicht die Aufrechterhaltung meiner Männlichkeit in den Augen anderer als Grund. Ich wollte einfach nicht, dass jeder, der mir jetzt noch über den Weg läuft sieht, wie nah mir das ging. Ich wollte nicht in die Gespräche verwickelt werden, die das zur Folge gehabt hätte. Und auch nicht nächste Woche in Abwesenheit die GZSZ Story der Firma sein. Und zu guter Letzt hätte mir ja auch noch derjenige über den Weg laufen können, dem ich das zu verdanken hatte. Meine spätere Frau holte mich an diesem Tag von der Firma ab. Bis zum Auto habe ichs geschafft. Da bin ich emotional zusammen gebrochen und heulte wie ein Schlosshund. Meine Frau stimmte dann noch mit ein. War kein schöner Tag. Aber meine Sorgen waren in dem Moment, wo ich losheulte andere, als die Frage ob meine damalige Freundin das unmännlich fand. Fand sie wohl auch nicht, wir haben ja dann geheiratet. 🤷‍♂️
Und ganz klischeehaft heule ich beim Fußball. WM Sieg oder Abstieg. Und da heulen tausende andere Männer mit mir zusammen. Scheint also nichts Außergewöhnliches zu sein.

Natürlich weinen Männer. Und dürfen das. Und sollen das. Ganz ehrlich, wie kann man denn ernsthaft überhaupt so eine Frage stellen? Männer gehören zur Spezies Mensch. Menschen weinen. Nicht nur die Weiblichen. Das ist normal. Das ist so von der Natur gewollt. Wir alle wissen doch, wie befreiend das ist. Das Problem ist danach nicht weg. Und es ist nicht wieder alles gut. Aber die innere Spannung, Wut, Verzweiflung, usw. befinden sich auf einem Peak, den unser Gehirn nicht mehr anders verarbeiten kann. Weinen ist in dem Fall emotionales Kotzen. Wenn wir zu viel gesoffen haben, haben wir dafür einen Schutzmechanismus. Kotzen... Der Alk muss raus, sagt der Magen. Heulen ist nichts anderes, um der Überdosis an Emotion durch das Gehirn zu begegnen. Das zu unterdrücken ist emotional sogar ungesund, wie ich finde. Ehrlich, hätte der kleine Adolf damals einfach mal ein bisschen geheult, weil man ihn an der Kunstakademie nicht wollte, hätte er vllt. nicht angefangen so viel Hass zu entwickeln und als "starker Mann" durch Europa zu spazieren. 
Weinen ist ein Reinigungsprogramm. Da verzichte ich nicht drauf, nur weil ich einen Penis habe. Weinen ist auch Ehrlichkeit. Es ist ein tiefer, reiner, ungefilterter Ausdruck der Seele. Es kann durchaus auch eine Botschaft sein. Ist es nicht wirklich einer der schönsten Momente, die schönste Reaktion, das größtmögliche WOW und DANKE, wenn wir für jemanden etwas tun und dieser reagiert darauf mit Tränen der Freude oder Rührung? Ist das nicht der purste Ausdruck darüber, welches Band diese Person zu einem hat? Ich finde das ehrlich gesagt etwas, was mit kaum etwas anderem aufzuwiegen ist. Einer der wenigen, ganz ehrlichen und klaren Momente. Keine Worte. Nur Emotion.

Wir weinen aus vielen Gründen. Wie gesagt, kaum einer wird bei irgendeinem Geschlecht hinterfragt. Nur Männer und das Weinen aufgrund von Rückschlägen oder sowas. Ich finde es echt bizarr, dass sich das anscheinend immer noch so hält. Zumindest in der älteren Generation, denn ehrlich, ich bin Mitte 40 und kenne niemandem, dem noch erzählt wurde, er dürfe nicht weinen, weil er ein Junge ist. Niemanden. Und Gen Z heult eh alle fünf Minuten, weil ne 35h Woche zu viel Arbeit ist. Filmt sich dabei und stellt das online. Ne, das heulen etwas ist, was in irgendeiner Weise hinterfragt wird, kenne ich nur noch von Baujahr 69 abwärts. 

Wenn mir danach ist, dann weine ich halt. Und falls das doch tatsächlich noch für irgendjemanden ein Thema der Männlichkeit sein sollte: Also bei mir bleibst du locker auch dann Mann, wenn du weinst. Sorgen mache ich mir um dich, wenn du es nie tust. So Leute explodieren irgendwann und das endet oft nicht schön. Von daher weint mal alle schön, wenn es nötig ist.

Ungute Gefühle und Schwäche zu Zeigen, ist weit mehr als Weinen. Nur weil Männer Angst haben, Selbstzweifel, Versagensängste, zeigen sie es ja nicht nur durchs Weinen. 
 

Es gibt Situationen in denen es Sinn macht, wen man keine/wenig Gefühle zeigt. Jedenfalls nicht die Gefühle die man als Schwäche auslegen könnte. 

Hast du die Frage aus den 50ern des letzten Jahrhunderts? Ich meine, etwas weniger an Gefühlen täte uns allen gut:

Weniger Wut

Weniger Hass

Weniger Gewalt

usw.

Peace Out✌🏻

Am 6.5.2026 at 12:26, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wie seht ihr das   , sollen  , dürfen Männer heutzutage Gefühle zeigen 

Emotionen oder müssen wir immer stark 💪 sein 

Wie oft müssen manche Männer es denn noch hören? Sich Gefühle wegzubeißen, den "Starken" zu spielen, nicht über Gefühle zu sprechen(aber man merkt am Verhalten das da was ist, es wird aber nicht drüber geredet, und irgendwann explodierts oder es wird sogar drauf geschlagen)....was soll daran erstrebenswert sein? Für mich ist es auch kein Zeichen von Stärke, sondern ein unbedingtes "warumauchimmer" Festhalten an patriarchal geprägten Strukturen und an an diesem alten Denken kann man besonders gut sehen, dass diese auch Männern schaden. Denn wenn sie es bei sich selbst nicht können, können sie auch es auch nicht bei Anderen nachfühlen, was für eine Partnerschaft extrem ungünstig ist und auch schon zum Beziehungsende geführt hat. 

Außerdem haben genetische Untersuchungen in den letzten Jahren ergeben, dass eigentlich Frauen das "starke" Geschlecht sind. ;)

Am Besten ist es doch, wenn niemand stärker als der andere sein muss. Genetisch sind wir alle zu den gleichen Gefühlen fähig, also kann ich das auch von allen erwarten. Wer es nicht kann, aufgrund seiner Erziehung, kann es lernen.

vor 2 Minuten, schrieb NyloniaPodex:

Hast du die Frage aus den 50ern des letzten Jahrhunderts? Ich meine, etwas weniger an Gefühlen täte uns allen gut:

Weniger Wut

Weniger Hass

Weniger Gewalt

usw.

Peace Out✌🏻

Nicht selten kommt Wut, Hass und Gewalt, von unausgesprochenen und nicht bearbeiteten Gefühlen. 

Ja, Männer mit Gefühl... sehr gern. Stark geht trotzdem. Kalt wie Hundeschnauze hatte ich schon. Sorry an die Hundeschnauzen 🐕💜.

Angepasst an die entsprechende Situation solltest du beides beweisen.
Ein Mann kann stark sein und dennoch Gefühle zeigen.
Gefühle haben nichts mit Schwäche zu tun.

Siehe auch: "Alles steht Kopf"!

Wenn man Emotionen und vor allem Gefühle unterdrückt, wird man irgendwann krank. Egal ob Männlein oder Weiblein. Also immer raus damit...

Warum sollen wir nicht dürfen 🙄
In meinem Leben, so wie bei vielen anderen bestimmt auch.
Gab es Sieg und Niederlage.
Ich habe geliebt und getrauert.
Gelacht und geweint.
Und habe mich nie dafür geschämt.
Weil es aufrichtig, ehrlich und ich dazu gestanden habe.
Denn was ist ein Mann.
Was hat er erreicht.
Wenn er nicht die Dinge sagt, die er wirklich fühlt

vor 50 Minuten, schrieb Luminosa69:

Bitte nur in angemessenem Rahmen und soweit mich diese Emotionen auch irgendwas angehen. Mitleiderheischer und Opferrolle sind leider unattraktiv. 

Klar Männer haben auch Gefühle 

vor 1 Minute, schrieb Simsala666:

Klar Männer haben auch Gefühle 

Es redet je keiner davon das Männer keine Gefühle haben, sondern darum wie gut und ob sie Gefühle zeigen können. 😉

vor 2 Minuten, schrieb HansDampf77:

Es redet je keiner davon das Männer keine Gefühle haben, sondern darum wie gut und ob sie Gefühle zeigen können. 😉

Mit klar meine ich das ja das Männer Gefühle zeigen sollen 👉 

Sind solche Ansichten nicht längst antiquarisch? Gefühle verbergen, hat mit Stärke nichts zu tun. Das Gegenteil ist der Fall. Stark problembehaftet. Dachte das weiß heutzutage jeder.

(bearbeitet)
Am 6.5.2026 at 12:26, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wie seht ihr das   , sollen  , dürfen Männer heutzutage Gefühle zeigen 

Emotionen oder müssen wir immer stark 💪 sein 

Was Männer "sollen" oder "dürfen" ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal.

Ich denke und lenke lieber selbst.

Es gibt Situationen,  wo Stärke überlebenswichtig ist, wo man nur noch instinktiv funktioniert.

Und es gibt Situationen wo man Mensch sein kann - also durch und durch unperfekt, aber bei sich selbst.

 

bearbeitet von Tiefkuehlpizza
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