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Frau geht fremd


py****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Gähhhhhhhhhhhn,

gut das Wohnwägen nicht tapeziert sind.


Geschrieben

Lügen nicht Lügen, wenn doch lügen welche Lügen sind zugelassen welche nicht.
So schön die Wahrheit in der Theorie sein mag, lügen wir uns nicht selber etwas vor wenn wir immer die Wahrheit wollen.
Was ist überhaupt die Wahrheit, gibt es nur eine oder kann man einiges durchaus unterschiedlich sehen und für wahr annehmen.
Ich befürchte mit immer und überall der Wahrheit wird niemand glücklich. Das ist halt nicht einfach den richtigen Weg zu finden zwischen Wahrheit und verschweigen.
Macht es sinn ihr zu sagen das ihre beste Freundin ein Mensch ist denn man selber nicht unbedingt mag, oder behält man das besser für sich. Streng genommen wenn immer nur Wahrheit muss man es sagen, nur warum. es ist ihre Freundin, da ist es doch nicht wichtig das ich sie mag. Und selbst wenn sie dann fragt ob man nicht mal gemeinsam etwas unternehmen kann, wird man doch in der Lage sein damit klar zu kommen.
So gibt es noch haufenweise andere Situationen und Möglichkeiten.
Es gibt halt kein immer richtig immer falsch, deshalb ist das miteinander leben auch so schwierig und es wird nie immer harmonisch laufen.
Selbst den eigenen Eltern hat man schon als Kind wohl sicher nicht immer alles erzählt und sicher nicht immer die Wahrheit.
Wichtig ist halt bei wichtigen Dingen ehrlich zu bleiben, bei kleinen lügt man sich doch selber ab und an einen vor.


Geschrieben

Ganz ehrlich, das versteh ich nicht: Wenn man schon seinem Partner nicht sagen kann, dass man bestimmte Freunde nicht mag, wie sieht es denn aus, wenn es wirklich ans Eingemachte geht? So lange mein Partner nicht permanent lästert oder mir den Umgang mit Freunden nicht verleidet, kann er jederzeit seine ehrliche Meinung sagen.

Das mit Wahrheit und Lüge ist immer ein heikles Terrain: Zum Einen muss man mit der Wahrheit auch umgehen können. Wer immer beleidigt oder hysterisch reagiert, verleitet den Partner dazu, nicht ehrlich zu sein.
Andererseits erfordert es natürlich auch Mut, die Wahrheit zu sagen. Ich kenne Menschen, die solche Probleme mit ihrem Ego haben, dass sie sich in Lügengeschichten verstrickt hatten, weil sie Angst hatten, nicht mehr geliebt zu werden, wenn sie ehrlich sind.

Und manchmal ist es geradezu notwendig zu lügen. Würden z.B. Politiker oder Katastrophenschützer in Extremsituationen grundsätzlich ehrlich sein, könnte das fatale Auswirkungen haben (z.B. In Finanzfragen).


Geschrieben

Wenn sich ein Partner nicht nur einmal im Monat für 2 Std. mit seiner Affäre trifft, hat man doch in 2 Tage Klarheit ob man belogen wird.

Dann erübrigen sich doch alle Diskussionen.

Warum soll ich monatelang mit Bauchweh im Bett liegen?

Man fragt einmal nach, gibt sich zufrieden oder trennt sich.

Diese Position muss man sich natürlich erarbeiten.

Ist man ein Mensch der gerne kämpft oder redet, dann geht man diesen Weg.

Ebenso wenn die Situation eintritt, dass sie einen Großschwanz haben möchte.
Klar kann man denken was kommt als nächstes?
Das liegt an jedem selbst ob er seine wertvolle Freizeit mit diesen Problemen verbringen möchte.

Einmal gesagte Worte sind gesagt, und diese Narben bleiben immer. Dieser Vertrauensbruch.

Man kann sich damit trösten das es bei der nächsten Beziehung besser wird. Wird es aber nicht immer.

Es ist wichtig an welchem Zeitpunkt/Erfahrung man sich begegnet.

Deshalb sind Menschen für mich genauso große Lügner die schreiben sie würden nie lügen, alles bestens, wie die die sagen sie würden immer lügen.


Geschrieben

Das mit Wahrheit und Lüge ist immer ein heikles Terrain: Zum Einen muss man mit der Wahrheit auch umgehen können.



Und das kann ja nicht jeder. Ich behaupte sogar: Jeder hat Punkte, in denen er mit der Wahrheit schwer klarkommt.

Ist aber überhaupt nicht schlimm, solange es nicht wirklich wichtige Dinge betrifft.


Geschrieben

Ganz ehrlich, das versteh ich nicht: Wenn man schon seinem Partner nicht sagen kann, dass man bestimmte Freunde nicht mag,



Es geht nicht ums sagen können, sondern ums sagen müssen.
Um bei meinem eventuell auch nicht besonders guten Beispiel zu bleiben. Auf eine direkte Frage was man von der Freundin halt sollte man schon sagen das man sie nicht unbedingt mag und nicht lügen das man sie ganz toll findet.

Ich bin kein Fan von hinter dem Rücken von jemand über ihn zu reden. Aber ich muss auch nicht losziehen und jedem und ihm selber direkt sagen das wir wahrscheinlich nie wirklich Freunde werden.

Deshalb wer sagt er lügt nie, der Lügt. Ich wage sogar die Behauptung das mit uneingeschränkter Ehrlichkeit das miteinander von Menschen unmöglich wäre.
Kleine Schummeleien und ab und an etwas verschweigen macht es angenehmer.
Man sollte ich einfach fragen wie man selber behandelt werden möchte und wie man es selber empfindet wenn man so behandelt und belogen wird.
Spielt mir die Partnerin heile Welt vor und sagt nie das ihr etwas nicht gefällt wird mich ein Hintergehen verdammt Treffen.
Klar hört niemand gerne du reichst mir nicht, mir fehlt der spaß bei dir. Aber besser das und miteinander an dem Problem arbeiten, wie alles toll und irgendwann kommt raus das auch andere im Spiel sind.
Insgesamt alles nicht so einfach und die Patentlösung die immer richtig ist und jedem passt wird es nicht geben.
Leistet sich mein Gegenüber einen einmaligen fehltritt weiß ich nicht ob ich das wissen möchte, so was ist halt schwer zu verstehen. Aber wenn möchte ich es zeitnah von ihr erfahren und möglichst so das ich es etwas verstehen kann.
Wie gesagt schwieriges Thema und jeder wird es anderes erleben und verstehen.


Geschrieben

Puuh, okay, sieht so aus, als könnte ich noch bissl hierbleiben, nu habter den Salat...



Son Mist
Willkommen!


Ich war zwar noch nicht in der Situation, aber das ist doch bestimmt keine Sache von heute auf morgen? Das entwickelt sich doch, dass das Begehren abnimmt, fehlt da nicht schon viel früher die Ehrlichkeit? Wenn man die ganze Zeit schon vorspielt, man wäre mit Begeisterung dabei, ist das hinterher nicht nur der Schlag ins Gesicht, dass man keine Lust mehr hat, sondern ein ganzes Boxgewitter in die Seele, dass man über einen längeren Zeitraum immer wieder belogen wurde. Da ist ein richtiger Zeitpunkt längst passè.



Nun ja. Üblicherweise schleicht sich das so ein. Man hat mal keine Lust, kann ja vorkommen. Dann noch mal, man merkt es selber nicht, dass es mehr wird. Vielleicht spricht einen das Gegenüber mal drauf an "sag mal, kann es sein...?", und man selber denkt und sagt so was wie "ja keine Ahnung, ist wohl so ne Phase, hat aber nix mit dir zu tun..." usw. Dann wird das Gegenüber möglicherweise empfindlich, fühlt sich abgewiesen, sucht die Schuld bei sich, ist traurig und wartet sichtbar darauf. Je nach Befindlichkeite des Gegenübers kommen vielleicht noch Tränen, Diskussionen, Depression und latente, unbewusste Drohungen dazu. Kurz: irgendwie gehts nur noch darum und die Stimmung ist chronisch unterschwellig mies.
Und nun? Man weiß ja selber nicht, woran es liegt. Man hofft, es sei tatsächlich eine Phase, die vorübergeht. Manchmal ist es ja auch eine Phase. Manchmal liegts an der Kälte, an der Wärme, daran, dass man sich gerade zu dick fühlt oder zu was-weiß-ich. Soll man also jetzt ein Drama machen? Eine riesige Diskussion? Die "Wahrheit"? Wenn man sie selber wüsste, wenn das so einfach wäre!
In der Zwischenzeit denkt man sich: ok. Wozu schlafende Hunde wecken? Wozu Stress, wo es ggf gar nicht angebracht ist? Wozu jemanden ggf ganz unnötig verletzen?
Also macht man Sex ("der Appetit kommt beim Essen"), und man schweigt - mit durchaus dem Vorsatz, aufmerksam zu sein und es anzusprechen, wenn "die Phase" nicht vorüber geht. Geht sie aber nicht. Und nun? Nun macht man sich Vorwürfe. Man sei "nicht ehrlich" gewesen. Man hat auch den Zeitpunkt verpasst, drüber zu reden. Gab es denn den jemals? Das ist eine ganz schwierige Gemengelage und - obwohl ein banales Beispiel - schwer zu entscheiden, wer da wann was hätte sagen sollen.
...Und dann kommen so Ehrlichkeitsfanatiker und wettern, man hätte doch... etc. Ach Tünnef! Manchmal schreibt das Leben andere Regeln als man sie im Ideal gerne hätte.
Wenn man aber Glück hat, geht die Phase der Lustlosigkeit wirkich vorbei und man ist froh, dass man das Gegenüber nicht unnütz aufgeregt / verletzt / verunsichert hat.

Und warum schreibe ich das jetzt so? Ich finde das auch nicht toll, zu schwindeln, oder zu verbergen. Es gibt aber Situationen, in denen man das trotzdem tut.
Und das war jetzt noch ein harmloses Beispiel. Wenn dann noch jemand suizidgefährdet ist, oder traumatisiert, oder krank, oder-oder-oder... dann sieht die Sache noch wieder anders aus. Oder einsam. Noch ein Beispiel: Warum sollte ich mir einen drauf runterholen, so toll ehrlich gewesen zu sein, wenn ich zu Oma sage "Oma, ich hab dich lieb, aber ich langweile mich sehr bei dir und daher komme ich dich nicht mehr besuchen"? Dann war ich zwar spitzenmässig ehrlich gewesen, aber besonders nett war ich dann trotzdem nicht, und Oma ist noch einsamer als zuvor.

Damit will ich sagen: es will wohl abgewogen sein, ob man stets ehrlich redet, zu wem, in welcher Situation, und zu welchem Zeitpunkt. Ich halte es für töricht und vermessen, diesbezüglich immer und jedesmal dieselbe Messlatte anzulegen.

Hugh.


Geschrieben

Super auf den Punkt gebracht meine ich.

Wenn das ganze einfach wäre , nur die Wahrheit und alles wird gut, würden nicht so viele Beziehungen auseinander gehen.


Geschrieben

Vielleicht sollten wir noch ein wenig mehr beim Thema bleiben als in Richtung Suizid oder Politik zu driften. Hier geht es doch um Partnerschaften, Beziehungen, das Ding, das zwischen 2 Menschen im intimen Rahmen läuft, wenn sie zueinander finden.

Es gibt für jedes Argument ein Gegenargument, das liegt in der Natur der Dinge. Jede Sache hat 2 Seiten, jede Meinung bringt automatisch eine Gegenmeinung hervor. Es werden Worte strapaziert wie Treue, Vertrauen, Ehrlichkeit, Toleranz oder Respekt, gern als Schlagworte verwendet. Aber was ist mit Demut, Würde, Aufmerksamkeit, Geduld, Erwartung, Mut, Angst? Auch bekannte Begriffe im Zusammenhang mit Beziehungen. Aber kombiniert man manches davon, kommen die eigentlichen Themen zum Vorschein. Mut zum Vertrauen z.B., oder Angst vor Erwartungen, Respekt vor der Würde. Das Einzige, was wirklich glücklich macht, ist meiner Meinung nach, sich diesen Themen zu stellen, sich damit auseinander zu setzen. Wir tun das hier, aber wie siehts im Alltag aus?

Hab ich grad selbstverständlich genommen, dass mein Schatz mich fragte, ob ich auch was zu trinken möchte? Ist mir heut Morgen gleich aufgefallen, dass er mich zuerst ins Bad gelassen hat, weil ich mal wieder nicht aus den Federn kam? Hab ich ihm heute schon gesagt, wie sehr es mir gefällt, wenn er neben mir auf der Couch sitzt? Wann habe ich mich das letzte Mal danach erkundigt, wie es ihm in unserer Beziehung geht?

Man kann sich nicht entschließen zu lieben, es passiert. Alles, was danach kommt, wenn man sich zusammentut, passiert aber nicht mehr von allein. Dann habe ich jede Sekunde die Möglichkeit, meine Entscheidungen zu treffen, für die ich allein die Verantwortung tragen muss.
Eine Beziehung ist nicht statisch, sie verändert sich durch Inneres und Äußeres. Oft sind die Menschen aber eher dafür geschaffen, sich nicht verändern zu wollen oder zu können, es sind aber auch Schutzversuche, die wir alle in uns haben.
Sätze wie "So bin ich nun mal." oder "Du bist so und so." sind Stagnation. Und was das Allerschlimmste ist: sie sind Schuldzuweisungen. An sich und andere.

Schuldzuweisungen tun weh, auch die an sich selber. Sie können großen Schaden anrichten. "Du magst nicht mehr so viel Sex.", "Du bist nicht ehrlich zu mir.", "Ich habe Angst, Dich zu verlieren.". Das alles mag ehrlich sein, ist aber ein destruktiver Umgang mit sich und anderen. Die zweite Seite der Dinge heißt nämlich anders: "Ich mag noch genauso viel Sex wie vorher." oder "Ich erwarte absolute Ehrlichkeit." und "Ich wünsche mir, dass Du immer gern freiwillig bei mir bleibst.". In jedem Fall ist es an mir, zu handeln und nicht dem Anderen den Ball zuzuspielen.

Eine Beziehung ist keine Therapie für eigene Ängste, Erwartungen und Fehler. Eine Partnerschaft kann nur heilsam sein, wenn beide gelernt haben, sich selbst zu lieben, anzunehmen, Veränderungen zuzulassen. Ich habe mich entschieden, diese Beziehung möglichst dauerhaft einzugehen, also ist es zuerst an mir, die Konsequenzen zu übernehmen, dass sie möglichst hält.

Partner sind keine Gedankenleser. Man kennt sich sicher desto besser, je länger man zusammen ist, jedoch ist die Erwartung, der Andere müsse doch erkennen, wie es mir geht, eine unberechtigte. Genauso wie die, der andere müsse mir sagen, wenn ihm was durch den Kopf geht, was mich auch betreffen könnte. Es ist MEINE Verantwortung, Missverständnisse auszuschließen. Erwartungen sind der Tod einer Beziehung, produzieren Schuldzuweisungen, die zweite Todesursache. Viel zu schnell entstehen Missverständnisse, die häufigste Ursache für Konflikte und Todesursache Nr. 3.

Wer lügt, hat Angst, der Partner könnte die Wahrheit nicht ertragen. Wer angelogen wird, dem kann man die Wahrheit nicht zutrauen.

Respekt, Demut, Würde, Erwartungen...


Geschrieben (bearbeitet)


Erwartungen sind der Tod einer Beziehung, produzieren Schuldzuweisungen, die zweite Todesursache. Viel zu schnell entstehen Missverständnisse, die häufigste Ursache für Konflikte und Todesursache Nr. 3.



Hmm, ich hätte der Angst die Nr. 1 gegeben!
Angst vor Getadeltwerden, vor Schuldigwerden, vor Versagen, vor Verlust (Ver-lassen werden), vor der Blamage, vor der Reue und vor dem Sehnsuchtsschmerz. Ich glaube, dass die Angst der größte Beziehungskiller ist und dass aus ihr sämtliche anderen entspringen...


Sätze wie "So bin ich nun mal." oder "Du bist so und so." sind Stagnation. Und was das Allerschlimmste ist: sie sind Schuldzuweisungen. An sich und andere.

Schuldzuweisungen tun weh, auch die an sich selber. Sie können großen Schaden anrichten. "Du magst nicht mehr so viel Sex.", "Du bist nicht ehrlich zu mir.", "Ich habe Angst, Dich zu verlieren.". Das alles mag ehrlich sein, ist aber ein destruktiver Umgang mit sich und anderen. Die zweite Seite der Dinge heißt nämlich anders: "Ich mag noch genauso viel Sex wie vorher." oder "Ich erwarte absolute Ehrlichkeit." und "Ich wünsche mir, dass Du immer gern freiwillig bei mir bleibst."



Jou, in kommunikativer Hinsicht gibt es häufig die Tendenz, dem Gegenüber den Ball zuzuwerfen anstatt bei sich zu bleiben.
Pan hat offenbar einen guten modus vivendi gefunden:

(...) denn auch die Beziehung zu meiner Frau basiert auf 100%iger emotionaler Transparenz.
(...)
Aufforderungen übermitteln wir separat und klar erkennbar mit "Kannst du ...", oder "Ich brauch ..." und ähnlichem.



Und doch. Die Botschaft in meinem Beispiel "ich habe dich total lieb und du bist ein unverzichtbarer Teil meines Lebens, aber ich habe einfach keine Lust mehr, mit dir zu ficken, ich mag dich einfach nicht mehr riechen, und eigentlich mach ichs nur noch aus Höflichkeit und weil du so sehr willst!" habe ich noch nie an den Mann bringen können, obwohl sie in diesem Beispiel durchaus schuldzuweigunsfrei formuliert ist. Noch nie! Und das nagt irgendwie an mir...


bearbeitet von Aspasia67
Geschrieben

Die "Ehrlichkeit" von der ich weiter oben gesprochen habe, ist kein Ziel einer Beziehung - sondern sie ist Effekt aus anderen Dingen - sie ist quasi die Ernte und nicht die Aufgabe.

Sie ist der Effekt aus dem Gefühl einer sicheren Beziehung - was in meinem Fall bedeutet das auftretende Konflikte nicht als Beziehungsschädlich sondern als notwendiger Teil einer Beziehung empfunden werden.

Sie ist der Effekt aus der Vermeidung von verdeckten Nachrichten, also "er müsste doch wissen, das wenn ich das tue, er das tun muss damit alles wieder gut wird" und der Vermeidung des Taktieren "wenn ich jetzt dies mache, wird er das machen, dann kann ich das machen" (was auch sämtliche Erziehungsmaßnahmen unter Partnern einschließt).

Ich glaube nicht das man "Ehrlichkeit" in letzter philosophischer Konsequenz in einer Beziehung anstreben kann, man kriegt es als Dreingabe und wenn man es zum Ziel erklärt, glitscht es einem aus den Händen.

Pan


Geschrieben


Ich glaube nicht das man "Ehrlichkeit" in letzter philosophischer Konsequenz in einer Beziehung anstreben kann, man kriegt es als Dreingabe und wenn man es zum Ziel erklärt, glitscht es einem aus den Händen.



Daher würde ich "Ehrlichkeit" eher als ein Werkzeug bezeichnen, das sich während der Arbeit formt. Das ZIEL ist immer (auch wenn sich das jetzt pathetisch anhört bzw. -liest) die Liebe.


Geschrieben

Mit Angst kann man lernen umzugehen, sie ist nicht zwangsläufig Beziehungskiller. Nur dann, wenn man sich ihr nicht stellt.

Und Ehrlichkeit ist auch kein Werkzeug, sie ist ein Bedürfnis. Eins, das man lernen kann, weil es sich steigert, wenn man einmal damit angefangen hat, wenn man merkt, wie viel leichter sie so vieles in einer Beziehung macht. Quasi ein Perpetuum mobile.
Ich denke aber nicht, dass es sinnvoll ist, das erst in einer Beziehung zu lernen, aber besser später als nie.

Das, was in Dir nagt, Aspasia67, ist schlicht und einfach der Wunsch nach Vergebung. Wird aber nicht passieren, solange Du Dir nicht selbst vergibst, das wird Dir keiner abnehmen. Du wirst lernen müssen, mit den Konsequenzen Deines Handelns weiterzuleben wie alle anderen auch.
Du hast von dem Augenblick an, als Du gemerkt hast, da stimmt was nicht, die Flucht gesucht. Die ins nicht nachdenken, nachfühlen wollen, vor dem Unangenehmen davonlaufen. Hat noch selten funktioniert, es holt einen ein. Da bringts auch nix, andere fanatische Wahrheitsapostel zu nennen, denn eigentlich ist auch das nur eine neue Ausrede.

Die Frage ist, ob man Opfer oder Täter seiner selbst sein will. Das kannst Du jede Sekunde Deines Lebens neu entscheiden, musst aber auf beiden Seiten gefälligst selber mit den Konsequenzen klarkommen.


Geschrieben

Mit Angst kann man lernen umzugehen, sie ist nicht zwangsläufig Beziehungskiller. Nur dann, wenn man sich ihr nicht stellt.



Dafür muss sie einem erst mal bewusst werden - Angst pflegt sich hinter allen möglichen anderen Emotionen zu verstecken, sie tarnt sich. Das ist nicht aussichtslos, aber echt Arbeit!


Und Ehrlichkeit ist auch kein Werkzeug, sie ist ein Bedürfnis. Eins, das man lernen kann, weil es sich steigert, wenn man einmal damit angefangen hat, wenn man merkt, wie viel leichter sie so vieles in einer Beziehung macht. Quasi ein Perpetuum mobile.
Ich denke aber nicht, dass es sinnvoll ist, das erst in einer Beziehung zu lernen, aber besser später als nie.



Das kommt darauf an, wie man aufgewachsen ist, wie man konditioniert ist und was einem vorgelebt wird. Damit hast du aber recht, es wird ein Bedürfnis. Lernen geht ja auch lebenslang!


Das, was in Dir nagt, Aspasia67, ist schlicht und einfach der Wunsch nach Vergebung. (...)
Du hast von dem Augenblick an, als Du gemerkt hast, da stimmt was nicht, die Flucht gesucht.



Treffer versenkt, in dieser Hinsicht habe ich zwar einiges vergurkt, weiß aber jeweils auch noch warum. Immerhin gibts da aber eine deutliche Tendenz zur Besserung. Nur finde ich das Thema trotzdem extrem schwierig und beileibe nicht alle Beispiele über einen Kamm zu scheren.


Da bringts auch nix, andere fanatische Wahrheitsapostel zu nennen, denn eigentlich ist auch das nur eine neue Ausrede.



Nee nee, ich schrieb "Ehrlichkeitsfanatiker" und da steh ich auch zu - ich will darauf hinaus, dass es manchmal wohl bedacht sein soll, wie, wann und inwieweit Ehrlichkeit nützt oder schadet.


Geschrieben

ich will darauf hinaus, dass es manchmal wohl bedacht sein soll, wie, wann und inwieweit Ehrlichkeit nützt oder schadet.

Ich kenne zwar nicht alle Deine Umstände und die ganze Geschichte, aber ich habe in Deinen Ausführungen keine Stelle gefunden, wo Ehrlichkeit geschadet hätte.

Nun ja, aus Fehlern lernt man ja - zumindest sind sie dafür da. Also kann man bestimmt auch lernen, dass Angst etwas ganz Normales ist und nur ein Signal. Angst versteckt sich allerdings nicht hinter Emotionen, sie ist ein Gefühl, das aus einer Emotion entsteht (ja, es sind zweierlei Dinge, wird nur gern in einen Topf gehauen), es versteckt sich eher was hinter ihr.
Das Gefühl Angst ist quasi Produkt der Emotion Gefahr. Ich denke, in dem Moment, wo Du Dich schon unwohl fühlst, eine Antwort geben zu müssen, die Du selber noch nicht kennst oder nicht aussprechen magst, kann man lernen, das als Signal zu verstehen, dass da mit Sicherheit mehr dahintersteckt. Angst hat leider die dumme Angewohnheit, immer größer werden zu können, je länger man sich ihr nicht stellt.

Ich drück Dir die Daumen, dass Du Dich irgendwann so annehmen kannst, wie Du bist!


Geschrieben

Macht es sinn ihr zu sagen das ihre beste Freundin ein Mensch ist denn man selber nicht unbedingt mag, oder behält man das besser für sich.


Sicherlich muß man das nicht sagen.
Aber...
Wenn ich eine Partnerschaft mit einem offenen und vorallem ehrlichen Umgang führe, dann finde ich das ich das ruhig sagen kann.
Wo ist das Problem?


Geschrieben

Hm, ich weiß nicht, ob das wirklich Aspasias Grundproblem ist! Ich sehe es nämlich nicht so, dass die Wahrheit wirklich immer der beste Weg ist!

Ich persönlich kann ganz mies lügen und will das auch nicht, weil ich es unwürdig finde. Aber irgendwann machte mich mal jemand darauf aufmerksam, dass ich damit manchmal meinem Gegenüber Einiges zumute! Mein Mann mag keinen Sex, ich habe offen mit ihm geredet und mir die Erlaubnis zum Fremdgehen geholt - damit wäre ich ja nun fein raus. Muss mir keine Gedanken mehr machen und falls es ihn kränkt, ist das dann ja sein Problem.... So abwägig fand ich den Gedankengang gar nicht!

Obwohl ich das nicht kann, wäre es manchmal besser zu schweigen! Weil die Wahrheit manchmal mehr Schaden anrichtet und Unwissenheit auch ein großer Vorteil sein kann. Es ist durchaus ein Unterschied, ob man aus Feigheit oder Konfliktscheu schweigt oder aus Klugheit!


Geschrieben

Sicherlich muß
Wo ist das Problem?



Ich habe es glaube ich schon geschrieben, das Beispiel ist wohl auch nicht das beste, mir ist nur nicht besseres eingefallen.
Ein Problem ist es nicht, es besteht nur nicht unbedingt die Notwendigkeit das anzusprechen.
Ich muss Frau ja auch nicht sagen das mir das was sie gerade an hat nicht unbedingt gefällt. Fragt sie danach sage ich es. Aber warum soll ich ihr das unbedingt sagen. Also darf man doch sicher für einen unwichtige dinge einfach ungesagt lassen und muss nicht auf gedeih und Verderb alles sagen.
Wenn es mich stört sollte ich es ansprechen, aber wenn es für mich nicht wichtig ist muss ich doch nicht damit anfangen nur um ehrlich alles zu sagen.
Wenn sie mit ihrer Freundin gut klar kommt ist das doch prima, es ist ihre und muss ja nicht zwingend meine sein. Genauso die Klamotten, wichtig ist das sie sich gefallt und wohl fühlt. Wobei sie mit Sicherheit auch Klamotten hat die mir an ihr gefallen.
So kann man jetzt mit Sicherheit haufenweise Dinge finden die man nicht zwingend sagen muss. Es ist doch nur entscheidend das man was das Zusammensein zueinander ehrlich ist. Ansonsten darf, nein soll doch jeder auch noch sein Leben und seine Freunde und Hobbys haben. Man muss doch nicht alles teilen, oder.
Wie gesagt wenn das einfach wäre und es die richtige Lösung für alle und alle Probleme gäbe, dann würden nicht so viele Beziehungen in die Brüche gehen.


Geschrieben

Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Seit kurzem ist auch in D ein Buch auf dem Markt, das gewissermaßen meine Thesen stützt: Viele Frauen verlieren in einer Beziehung ihre Libido, weil sie eigentlich von ihrem Partner angeödet sind. Mit einem neuen Mann käme auch die Lust zurück.

"Willkürlich in der Partnerwahl, schnell von ihren Sexpartnern angeödet – so beschreibt der Autor Daniel Bergner in "Die versteckte Lust der Frauen" (Knaus, 16,99 Euro) das libidinöse Setting der Durchschnittsfrau. Nur Erziehung und kulturelle Prägung stünden ihrem Wunsch nach wechselnden Partnern im Weg. Der Körper will ständig – nur der Kopf will davon nichts wissen.
Bergner schreibt: "Das weibliche Verlangen in seinem ganzen Ausmaß und seiner Gewalt ist eine unterschätzte, nicht entfesselte Kraft – selbst heute noch, in einer Zeit, in der Sex so allgegenwärtig und ohne Tabus zu sein scheint."
Glaubt man dem Autor, riskiert jede Frau, die sich für eine monogame Zweierbeziehung entscheidet, ihre Libido einzubüßen. Dann hilft auf Dauer nichts gegen die weibliche Lustlosigkeit – außer ein neuer Mann." (Quelle: Die Welt - online)


Geschrieben

Ist nur komisch, dass bei vielen Frauen die Libido plötzlich wieder beim Arbeitskolegen oder Affäre funktioniert.

Zu jedem Mann der fremdvögelt gehört eine Frau. Also kann die These nicht aufgehen, dass Frauen nicht wollen.

Es sei denn, es kommt auf jede Frau 5 Männer.

Ich habe schon seit 25 Jahren Erfahrung mit Frauen, die auch meine Kumpels im Bett hatten.

Ich unterhielt mich auch wie du mit vielen Frauen.

Und leider bekam ich nur platte Antworten.

Wie so, mit dir ist das was anderes wie mit meinem Mann......


Geschrieben

Äh - lies mal genau! Genau das steht doch da! Dass Frauen eigentlich alle paar Jahre einen anderen Mann möchten, sich das aber oft nicht eingesteht.

Du hast Affären mit den Frauen deiner Kumpels?


Geschrieben



Du hast Affären mit den Frauen deiner Kumpels?



Nein, aber es gibt Frauen die bumsen gerne mit mehreren. Oder reichen sich durch.
Will jetzt nicht durchgereicht schreiben, weil die es ja wussten das es so ist.


Geschrieben

Nein, aber es gibt Frauen die bumsen gerne mit mehreren.



Ja. Ich!


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