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Mit dem Partner nach der Trennung gezwungen zusammenwohnen? 1 2 3 4 5
Von mo**** , in Trennungsschmerz
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Empfohlener Beitrag
Su****
Sexualität, körperliche Nähe, das sind Grundbedürfnisse und kein Mensch hat das Recht von einem anderen Treue zu verlangen… Wünschen kann man sich diese, jedoch nicht fordern … ich verstehe, wenn manch eine/r dann Zuflucht und Trost bei anderen sucht… Ich war bisher nicht in einer solchen Situation und bin dankbar dafür… hoffentlich bleibt es so
Es ist sehr ungesund, sich selber dauerhaft hinten an zu stellen! Das bringt dem kranken Partner auf Dauer null Zugewinn. Ein Partner im Burnout ist das Allerletzte, was ein schwer kranker oder sterbender Mensch, wünscht und braucht. Oder wie meinst Du das?
El****
Da kannst Du durchaus recht haben. Mein todkranker Partner wollte auch nie über solche Dinge reden. Ich empfand es als sehr belastend.
Aber nun gut - ich bin generell kein Freund von Diskretion in einer Partnerschaft.
Do****
Was, wenn die schlechten Zeiten in ihrer Dauer nicht absehbar sind oder keine Besserung möglich ist? Muss man dann auch alle Dinge hinten anstellen? Ich kenne Freunde, die ihren Partner in die Kurzzeitpflege gegeben haben. Nicht unbedingt um Sex zu haben, aber mal übers Wochenende verreisen zu können, in die Oper zu gehen.. irgendetwas tun, was ihnen gut tat. Es sagt sich leicht, in guten wie in schlechten Zeiten, aber wie viele Jahre sind dann gesellschaftlich akzeptiert? 2, 5, 10 oder lebenslang?
Kr****
Hinten anstellen muss man sich auch nicht. Aber in solch einer Situation gibt es einfach Wichtigeres als irgendwo einen zu versenken 🤷♂
Auszeiten nehmen und Kraft tanken kann man auch so, sofern man es dann will.
In der aktuellen Situation ist so ziemlich das letzte, was wichtig ist und was Priorität haben sollte.
Alleine der letzte Abschnitt mit seinen 2-3 Fragen ist blanker Hohn ihr gegenüber ✌
Su****
Dann verstehe ich das, ist quasi ein Trigger Thema für Dich. Ich verstehe Dich da glaube ich zutiefst, aber ich verstehe auch super, warum ER das so für sich gehandhabt hat. In der Situation würde ich auch versuchen, nur noch an mich zu denken, weil sonst das Loslassen noch schmerzhafter für mich wäre in all der Krankheit. Das tut mir von Herzen leid, dass das so belastend für Dich war
Kr****
Wer redet denn von allen Dingen?
Dem Te ging es ums Vögeln und nicht irgendwelchen situationsbedingten auszeiten
Su****
Was für wen in welcher Situation notwendig sein kann, entscheidest nicht Du und hast es auch nicht zu bewerten!
Ich hätte in der Situation auch keinen Kopp für sowas.
Manche halten es aber ohne Ablenkung nicht aus, den Partner sterben zu sehen. Wer bin ich, diese Menschen deshalb abzuwerten?
Do****
Auch Vögeln ist eine Auszeit. Ich mag das EP auch nicht wirklich, verstehe aber, dass Menschen auch sexuelle/körperliche Auszeiten benötigen können.
Kr****
Er fragte, also muss er auch mit verschiedenen Antworten leben, wie alle anderen auch
Su****
Ich finde den ET auch super schlecht und oberflächlich formuliert. Könnte aber auch Unbeholfenheit im Formulieren als Ursache haben.
Ich hab auch gedacht, wie würde ich mich beim Lesen fühlen, wenn mein Partner hier so veröffentlichen würde, wie der TE… Ich wäre zutiefst verletzt über diesen Post
Kr****
Kann ja jeder halten wie er will. Ich halte es hält grundsätzlich mit Abstand und Moral.
Wenn er andere Antworten lesen möchte, soll er Antwortmöglichkeiten zur Verfügung stellen 🤷♂
Su****
Ich hab wenig Verständnis dafür, weiss aber, das manche Menschen das charakterlich und von ihrer Persönlichkeitsstruktur her nicht anders bewältigen können.
Außerdem gibts ja auch Fälle, wo die Menschen genesen und trotzdem ihre Libido aufgrund der Langzeitfolgen der Chemo nie wieder erlangen. Was machst Du dann, als Partner oder Partnerin von so jemandem??? Das ist so ein moralisch schweres Thema… wenn Du so jemanden dann nach langer Erkrankung und glücklicher Genesung verlässt, bist Du immer der Arsch oder die Ärschin 🤷🏻♀️
Kr****
Und genau das ist es ja.
Man liest nur von seinem leid. Das eigentlich schreckliche hat eine kleine Randnotiz, aber das kleinste übel an der ganzen Sache sucht nach Hilfe in verschiedenster Arten.
Da hält sich mein Mitleid in grenzen
Su****
Da geb ich Dir recht! Ich meinte, das einem das grundsätzlich nicht zusteht
Ich lese da nichts von Leid, ich lese da puren Egoismus und wenig Geschmack bzw Moral, sonst wäre es sensibler und detaillierter formuliert. Aber! Das kann halt auch wirklich ein Sprachliches Problem sein… nicht jeder kann sich gut und verständlich ausdrücken und rüber bringen… das könnte natürlich auch zu Grunde liegen
Do****
Deshalb plädiere ich dafür, dass das Paar gemeinsam entscheidet, wie es damit umgehen will. Denn Deine Moralvorstellungen sind völlig irrelevant, das muss das Paar für sich klären und idealerweise macht man das nicht erst, wenn einer sterbenskrank ist. Dann ist das nämlich kein Gespräch auf Augenhöhe.
Wie gesagt, ich kläre viele Fragen am Anfang. Meinen Herzensmenschen zu verlassen, weil seine Libido nicht zurückkommt, ist für mich keine Option.
Kr****
Am Ende des Tages muss er selber entscheiden mit was er am besten Leben kann.
Aber bei solchen Fragen muss man sich verschiedene Meinungen gefallen lassen, selbst wenn diese nicht das wiedergeben, was man sich vielleicht erhofft ✌
Kr****
Dir Vorstellungen von jedem hier sind irrelevant. Der Fehler ist schon im Posting drin, nicht in den daraus resultierenden Antworten 🤷♂
Hi****
Partnerschaftlich eine offene Kommunikation zu pflegen, halte ich gerade in schwierigen Situation für ungemein wichtig - jetzt auch mal abgesehen vom Anliegen des TE. Sensibler Umgang und Diskretion setze ich so oder so voraus - allerdings bedeutet Diskretion für mich nicht, partnerschaftliche Dinge nicht mit Gefühl anzusprechen.
Ich kenne aus dem Umfeld die eine oder andere, wo Worte auf die Goldwaage gelegt und im Munde umgedreht werden, um diese geradezu gegen den anderen einzusetzen und eine moralische Keule zu schwingen.
Mir ist es wichtig zu wissen, wie es meiner Partnerin geht und wie es ihr mit einer vielleicht auch veränderten Situation geht. Meine Beziehungen waren immer monogam - zumindest von meiner Seite aus - wäre ich aus Gründen nicht mehr in der Lage, meiner Partnerin körperliche beziehungsweise sexuelle Intimität zu bieten, würde ich ihr, unser beider Willen allein schon, den Freirum zugestehen, sich anderweitig sexuell diskret zu verwirklichen, sofern der körperliche Part ihr so fehlt.
Wichtig wäre mir definitiv, dass wir uns in Ruhe Zeit genommen haben, darüber partnerschaftlich zu sprechen und beiderseits Bedeutungen wie Befürchtungen austauschen zu können. Beiderseitiges Verständnis und gemeinsame Spielregeln sind für mein Gefühl entscheidend.
Su****
Ich verstehe Deinen Ansatz und Deine Strategie dahinter. Meine Erfahrung ist jedoch eine andere, nämlich dass dann, wenn diese Situationen, die Du glaubst, vor besprechen zu können, tatsächlich da sind, alles plötzlich ganz anders ist und all das Vorbesprochene die Problemlage nur noch zusätzlich verkompliziert, weil einer plötzlich nicht mehr zu dem stehen kann oder will, was vereinbart war.
In eine neu begonnene, frische, glückliche Beziehung gehören für mich ganz persönlich, solche Gespräche so überhaupt gar nicht.
Da sind die weitere gemeinsame Zukunft für mich und irgendwelche drohenden Katastrophen gar kein Gesprächsthema.
Da wünsche ich mir Leichtigkeit und fühle mich noch nicht für den Partner verantwortlich
Do****
Ich behaupte ja nicht, dass ich das in den ersten Wochen bespreche. Aber in dem Moment, in dem wir beide die Beziehung wollen, spreche ich das sehr wohl an. Er weiß dann, dass ich Organspender bin, dass ich eine Patientenverfügung habe, möchte, dass er sich im Zweifel um meine Fellmonster kümmert. Mir ist wichtig, dass er bei unheilbaren Krankheiten, Schlaganfall, Verkehrsunfall in meinem Sinne entscheidet, sich selbst nicht vergisst.
Ich bespreche, dass ich dann bestimmte Dinge nicht wissen will, nicht, dass er sie mit mir besprechen soll.
Su****
Da hab ich auch echt gar nichts dagegen 😂🤣😂 darfste weiter so handhaben … ich würde es nicht mal nach nem Jahr besprechen und auch nicht nach 3 🤷🏻♀️
bearbeitet von Supernova_69Do****
Das ist so lieb, dass Du mir das erlaubst *augenroll* Es ist auch nicht wichtig, ob Du etwas dagegen hast. Du gibst gern vor, eine Diskussion zu wünschen, um dann so wertend/überheblich zu sein, nicht wahr?
Su****
Wo bin ich denn wertend oder überheblich, das war ein Gag 🤔