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Partnerschaft mit Witwe oder Witwer


Im****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Schwieriges Thema, beim mir werden es bald 5 Jahre, allerdings war sie meine Seelenverwandte. Gewisse Bilder werde ich nie abhängen. Es gibt mal gute und mal schlechte Tage.
Ich finde gut wie einige hier schreiben, dass man das akzeptieren sollte und für seinen Partner da sein sollte. Das ist der einzige richtige Weg. Lg

Michael69Berlin
Geschrieben

War nicht mit ihr verheiratet aber wenn es nicht dazwischen gekommen wäre dann hätten wir sicher geheiratet es hat ca 4 jahre gedauert bis zur neuen Freundin und mit ihr hab ich offen geredet was war was passiert ist usw damit sie alles verstand und war für mich der faire Weg!

Geschrieben

Moin, die verlorene Liebe gehört zur eigenen Geschichte bzw. zur jener des Partners, folglich auch die Erinnerung daran, eine neue Partnerin muss, und sollte, das akzeptieren. Die neue Partnerin sollte nur darauf achten als „sie selbst“ wahrgenommen zu werden, nicht als Ersatz für die Verstorbene. Der Hinterbliebene sollte Vergleiche mit der Verstorbenen unterlassen und versuchen die neue Partnerin als eigenständige Person in den Mittelpunkt seines Fühlens zu stellen (vergessen oder verschweigen muss er die Verstorbene deswegen nicht, auch ein Bild nicht).

Geschrieben

Wenn nach vielen Jahren oder vielleicht sogar Jahrzehnten der geliebte Ehe-/Lebenspartner verstirbt, dann ist dies zunächst immer ein schmerzlicher Verlust. Jeder Mensch hat andere Mechansimen, mit der Trauer umzugehen, um diese letztlich hoffentlich verarbeiten zu können. Allerdings gibt es Menschen, denen fehlt dieser Hebel und sie schaffen es bis an ihr Lebensende nicht, den Verlust zu verarbeiten.

Wenn der Hinterbliebene einen neuen Menschen in sein Leben lässt, gehe ich davon aus, dass der Tod ausreichend verarbeitet wurde - sonst ist dieser meines Erachtens gar nicht frei für Neues. Dies führt doch nicht automatisch dazu, dass Bilder oder sonstige Erinnerungen aus dem sichtbaren Bereich in der Wohnung verschwinden müssen. Ebenso wenig heißt das, dass kein Gang zum Friedhof mehr stattfinden darf. Schließlich handelt es sich um ein verstorbenes Familienmitglied, das - nach meiner Definition - immer noch Teil der Familie ist, da er/sie den noch lebenden Partner in gewisser Weise geprägt hat (im Positiven, wie im Negativen). Die Frage ist doch eher, wie viel Raum nimmt der Verstorbene im Hier und Jetzt noch ein?

Ich habe in meinem Leben genügend Angehörige verloren, für mich werden sie immer anwesend sein. Der Raum, den sie einnehmen, ist auf ein gesundes Maß reduziert - und das ist für mich entscheidend, um frei zu sein!

Geschrieben

Hab selber viele Freunde meine Schwester und meine Eltern verloren.Es ist nie leicht die Trauer ist immer mal wieder da
Mein Leben muss trotzdem weitergehen.
Ich hatte eine Beziehung mit einem verwitwete Mann.Bei meinem ersten Besuch bei ihm vielen mir die Bilder durchaus auf.
Nach einigen Wochen merkte ich jedoch das er noch lange nicht abgeschlossen hat.Bei jeder Gelegenkeit hieß es sie hat dieses oder das gesagt und getan.
Ich konnte kaum mehr einen Satz zuende bringen ohne das er damit anfing.
Ich habe mehrfach versucht mit ihm darüber zu sprechen ohne Erfolg.
Nach zehn Monaten hat es mir gereicht.
Ich bin ich und werde einen Teufel tun die Rolle einer Verstorbenen zu spielen

Geschrieben
vor 15 Stunden, schrieb SteffifürPeter:

das gehört immer zum leben dazu. man sollte respektieren, dass ältere menschen immer wunderlicher werden und immer an verflossenen hängen werden

Das hat doch nichts mit älteren Menschen zu tun. Über das Alter steht da gar nichts. Man kann auch jung seinen Partner verlieren. Und die Trauer um einen Menschen und das Wachhalten der Erinnerung hat auch nichts mit wunderlich zu tun und an Verflossenem hängen.

vor 15 Stunden, schrieb TooBadForYou:

Sieht so aus, als ob da jemand nicht loslassen kann. Da besteht die Gefahr noch mehr, dass andere immer immer mit der (in dem Fall) verstorbenen verglichen wird. Ob so etwas Zukunft hat, bezweifle ich.

Wenn man sich an einen geliebten Menschen noch erinnern will, heißt das noch lange nicht, dass man den neuen Partner damit vergleicht. Man kann Trauer nicht einfach beenden und muss ihn auch nicht loslassen. Man kann ihn trotzdem im Herzen behalten und einen neuen Partner lieben.Loslassen muss man einen Partner von dem man sich getrennt hat. Im Falle des Todes , wollte sich niemand trennen.

vor 15 Stunden, schrieb heiko50:

Sie könnte ihn ja den Vorschlag machen, in einem Zimmer ein paar Fotos und Gegenstände in Erinnerung an Sie zurecht zu machen, wenn's der Platz erlaubt...
Friedhöfe sind eh ein rotes Tuch für mich, wo Menschen in Selbstmitleid zerfließen..

Woher weißt du, dass alle Trauernden auf dem Friedhof in Selbstmitleid zerfließen. So ein Blödsinn. Für viele ist es hilfreich einen Ort zu haben, an dem sie trauern können und sich erinnern, Kontakt zum Verstorbenen aufnehmen in Gedanken. Trauer ist kein Selbstmitleid.

vor 15 Stunden, schrieb SteffifürPeter:

aber älter eben;-) mittellalt

35 und 40 ist für dich älter und man wird da schon wunderlich und kann Verflossenes nicht los lassen. Manche werden erst richtig erwachsen in dem Alter. Dann bin ich mit 57 ja schon scheintot.

vor 15 Stunden, schrieb KatharinaDieGroße:

Ich bin ein Mal (vor ca. 6 Jahren) zur "frisch" verwitweten Friseurin gegangen... War keine gute Idee gewesen.😅

Ich finde man sollte allgemein, auf Leute achten, die sich frisch mit ihren Partnern getrennt haben.( aus welchem Grund auch immer)

Weil die sind öft noch an ihren ehemaligen Partnern von Gefühl aehr verbunden.

 

Mal wieder ein Kommentar höchster Güte. Wer verwitwet ist hat sich NICHT vom Partner GETRENNT. Er hat ihn verloren und wird sich auch innerlich nicht trennen. Warum auch !

vor 15 Stunden, schrieb Imperatorin:

Aber selbst wenn die Bilder eingeschränkt werden und auch vielleicht die Friedhof besuche weniger werden, das ändert ja nichts am Herzen...
Die beiden waren ja total glücklich als sie gestorben ist. Dein Partner war schon getrennt. Man kann ein Herz doch nicht teilen.
Die Liebe geht doch erst kaputt, wenn eine Beziehung auch kaputt ist, oder sehe ich das falsch? Die beiden haben ja gar keine Chance mehr sich zu streiten und sich gegenseitig zu hassen... er wird sie immer lieben...
Und dann frage ich mich noch... Selbst wenn das mit meiner Bekannten gut geht, und die bis ans Lebensende zusammen sind, bei wem lässt er sich beerdigen?

Man muss eine Herz nicht teilen, man kann auch mehrere Menschen im Herzen tragen. Und eine Liebe muss nicht kaputt gehen, um einen anderen Menschen lieben zu können.

Man muss eine Menschen auch nicht hassen, um sich zu trennen. Was für eine komische Vorstellung von Liebe und Beziehung hast du. Entweder Liebe oder Hass !

Man kann sich auch trennen , weil es nicht mehr passt, weil man sich auseinandergelebt hat, weil ein Partner zB durch Depression oder anderes sich emotional entfernt hat. Meine Ehe endete nach 28 Jahren ohne Hasse und Streit und ich kenne genug andere die sich auch im Guten trennen.

Menschen die Polyamorie leben sind zB in der Lage zwei lebende Menschen gleichzeitig zu lieben und für alle passt es zusammen.

In dem Fall ist da einfach noch Liebe im Herzen. Ich habe auch für meine ehemaligen Partner noch Liebe im Herzen, wir hatten schöne Zeiten. Und trotzdem habe ich mehr als genug Liebe für einen neuen Partner. Liebe ist ja nicht begrenzt verfügbar und  irgendwann aufgebraucht.

 

Geschrieben
vor 15 Stunden, schrieb MagicMikeXXXL:

Ich hatte auch mal Sex mit einer Witwe, mir hatte es auch nichts ausgemacht es in ihrem Ehebett zu treiben. Das einzige was mich gestört hat, das ihr verstorbener Mann auch im Ehebett lag. Die kalte Hand an meinem Po fand ich sehr unangenehm 😬🥶

And the Winner für den geschmacklosesten Kommentar is ....... Trommelwirbel ....... 

Passt eher in die Rubrik Freitagswitz. da wäre es ganz amüsant und würde sicher en paar Likes generieren.

Du hast gestern zum Thema 'Sex , obwohl nicht mein Typ ' geschrieben, die Frauen sagen oft du wärst nicht ihr Typ, aber sie lassen sich trotzdem gerne von dir durchrammeln. Wahrscheinlich denken  sie, solange er beim Sex die Klappe hält  ist es nicht so schlimm

vor 15 Stunden, schrieb KarlaLangenfeld:

Der Tenor liegt bei mir nicht auf WITWE ,aber eine verloren Tochter ist ebenso schlimm.

Es gab diesen einen Satz der auch so passend für Wtwe/ Witwer ist 

ES MUSS DOCH JETZT MAL GENUG SEIN!!

Nein...Wann ist es denn genug??

Die verstorben Ehefrau / Ehemann gehört zu der Lebensgeschichte dazu.

Ein langer Abschnitt oder kurzer der das Leben und die Liebe geprägt hat.

Ich war mit einem Witwer zusammen der seine Frau abgöttisch geliebt hat und diese plötzlich am Krebs verstarb.

Vergleich zu mir waren nicht da denn er war wirklich bemüht.

Bilder von ihr störten mich nicht und auch gewisse Gegenstände die noch die Wohnung schmückten.

Ich habe eines....sie nie als Konkurrenz gesehen und das half .

Es ist eine ganz andere Basis wenn man sich dort findet und als ich wirklich schwer erkrankte stellte sich bei ihm wieder 

diese schwere Verlustangst ein.

Im Grunde ist so eine Beziehung zu so einen Menschen ein ganz feines Spinnennetz in dem man viel Toleranz üben muss.

Ist man nicht bereit dazu muss man diesen Menschen ziehen lassen.

:pensive:

Du hast so recht, diese doofen , hilflosen Sätze wie : 'die Zeit heilt alle Wunden, du musst loslassen, es ist jetzt mal gut etc ', sind gedankenlose Stereotypen. NICHTS MUSS MAN. Ich habe vor längerer Zeit einen sehr guten Artikel in der Brigitte dazu gelesen, man muss keinen Verstorbenen loslassen, vergessen, drüber hinwegkommen. Man kann und darf ihn weiterlieben, auch ein ganzes Leben lang. Und kann trotzdem offen sein für etwas Neues.

vor 15 Stunden, schrieb schneeflöckchen:

Sie wird nie Ersatz sein für seine wahre Liebe ...😉Manch einer kommt nie darüber hinweg.

Er will vielleicht auch keinen ERSATZ, sondern etwas ganz Neues eigenes, dass nicht mit der verstorbenen Person zu tun hat. Wer in einem neuen Partner einen Ersatz sucht, egal ob der andre noch lebt oder nicht, hat eine grundlegend falsche Vorstellung von Liebe und Partnerschaft.

 

vor 15 Stunden, schrieb Imperatorin:

Na ja, wenn es nicht immer um einen selbst geht... Da kann er ja auch seine Gefühle einfach abstellen und es dreht sich um sie...
Völliger Blödsinn... Zu einer Beziehung gehören zwei und da geht es um beide, beide müssen glücklich sein...🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️

Der Grundansatz, dass er seine Gefühle für die verstorbene Frau 'abstellen' oder 'loslassen' muss , um in der Lage zu sein eine neue Frau aufrichtig zu lieben, ist verkehrt. Die neue Partnerin ist anders, er liebt sie aus anderen Gründen, es ist eine ganz andere Verbindung. Die Frage ist nicht, ob da noch Bilder hängen oder ob er auf den Friedhof geht, sondern ob sie das Gefühl hat geliebt zu werden. Und dazu muss sich nicht ständig alles um sie drehen. Wer das unter Liebe versteht hat eher ein Aufmerksamkeitsdefizit oder braucht die ständige Zuwendung des Partners, weil man mit sich selbst nicht zufrieden ist und ständig die Bestätigung braucht geliebt zu werden.

vor 15 Stunden, schrieb SweetGwendoline:

Nach dem Tod eines geliebten Menschen, muss man sich Zeit nehmen zu trauern. Dann muss man sich noch mehr Zeit nehmen zum loslassen. Und das loslassen können viele Menschen nicht. Der geliebte Partner wird ja nicht ersetzt, es kommt nur ein neuer Lebensabschnitt dazu. Mit neuen Gefühlen, mit einer neuen Liebe die nicht darauf aus ist, die alte zu zerstören. Viele haben aber genau diesen Gedanken und zerstören damit ihr Leben. Ganz oft stirbt nicht nur einer in einer Beziehung, sondern meist auch der Partner. Und das finde ich sehr traurig. Diese Menschen sollten sich professionelle Hilfe suchen um endlich loslassen zu können. Deiner Freundin würde ich raten, das sie sich da rauszieht. So wird ihr immer wieder nur weh getan.

Außer dass noch Bilder der Frau im Haus sind und er zum Friedhof geht, wissen wir nichts über das Verhalten des Mannes und seinen Umgang mit der Trauer und seinem Verhalten der neuen Freundin gegenüber. Beides ist normal und kein Grund einem völlig fremdem Menschen zur Trennung zu raten.

Geschrieben
vor 15 Stunden, schrieb DickeElfeBln:

Mein Partner starb, ich habe nicht ein einziges Bild hier zu stehen, allerdings sein letztes Geschenk. Das und darum weiß auch mein Abundansofasitzer

Hat jemand allerdings einen Altar mit "Altbildern" würde ich demjenigen sagen, das ich mich nicht wohlfühle und das ich da, wo ich mich nicht wohlfühle, mein Herz nicht zu Hause ist. Ergo, sie sollte ihn nicht angreifen oder verurteilen, nur lieb "Auf Wiedersehen" sagen. Er hat dann alle Zeit der Welt, seine Sachlage zu überdenken. 

Viele Menschen haben Bilder ihrer verstorbenen Großeltern, Eltern, Geschwister zur Erinnerung in der Wohnung stehen. warum nicht  auch das des Partners ? Von einem Altar war auch nicht die Rede. Dem einen sind Bilder wichtig, dem anderen nicht. Manche pflastern ihr Heim mit den Bildern der Kinder in allen Altersstadien, mit Familienbildern etc, andere brauchen kein einziges Bild. Ich habe auch nur Bilder meiner verstorbenen  Eltern und meiner verstorbenen  jüngeren Schwester in der Wohnung und da steht auch eine Kerze davor,  die an entsprechenden Tagen angezündet wird.

Geschrieben
vor 54 Minuten, schrieb WeißeLöwin:

Von einem Altar war auch nicht die Rede.

Jeder kann "voll von Bildern" für sich interpretieren, wie er will, die TE verstand mich, DU musst es nicht 

Geschrieben
Vor 57 Minuten , schrieb WeißeLöwin:

Viele Menschen haben Bilder ihrer verstorbenen Großeltern, Eltern, Geschwister zur Erinnerung in der Wohnung stehen. warum nicht  auch das des Partners ? Von einem Altar war auch nicht die Rede. Dem einen sind Bilder wichtig, dem anderen nicht. Manche pflastern ihr Heim mit den Bildern der Kinder in allen Altersstadien, mit Familienbildern etc, andere brauchen kein einziges Bild. Ich habe auch nur Bilder meiner verstorbenen  Eltern und meiner verstorbenen  jüngeren Schwester in der Wohnung und da steht auch eine Kerze davor,  die an entsprechenden Tagen angezündet wird.

Genau dem einen ist dass wichtig, dem anderen was anderes. Warum versuchst du uns eigentlich alle zu bekehren? Gegen persönliche Empfindungen kann man nicht viel tun. Und nur weil es für Dich der richtige Weg ist oder der richtige Gedanke, musst das für andere nicht auch gelten. Akzeptier es doch einfach das Menschen unterschiedlich sind...

Geschrieben

Jottseidank sind wir alle verschieden....

Ich dachte auch mit meinem Mann zusammen alt zu werden. Wurde nichts draus... Ich habe ihn sehr geliebt und sechs Jahre gebraucht nachdem er starb, um aus meinem Loch wieder herauszukriechen. Kein Mann hatte mich interessieren können.

Und dann kam da eines Tages doch einer, der einfach einen Schalter umgelegt hat und plötzlich ist man zurück im Leben. Es war nichts dauerhaftes, aber ich denke immer noch voller Dankbarkeit an ihn. Ich hab da noch Platz in meinem Herzen.

Ich habe keine Bilder meines verstorbenen Mannes aufgestellt, bin aber auch sonst nicht der Mensch, der in Fotogalerien lebt. Also hab ich auch keinen Schrein, nur einen Schuhkarton mit einigen seiner Briefe, unseren Eheringen und den schönen Herzchenohrringen, seiner alten Armbanduhr. An seinem Geburtstag und an seinem Sterbetag möchte ich für mich allein sein, diese Tage teile ich nicht. So hat eben jeder seins!

 

vor 18 Stunden, schrieb DickeElfeBln:

 mein Abundansofasitzer

Ich lach mich schlapp :clapping:, die Bezeichnung merk ich mir.

Geschrieben
vor 4 Stunden, schrieb WeißeLöwin:

Wenn man sich an einen geliebten Menschen noch erinnern will, heißt das noch lange nicht, dass man den neuen Partner damit vergleicht. Man kann Trauer nicht einfach beenden und muss ihn auch nicht loslassen. Man kann ihn trotzdem im Herzen behalten und einen neuen Partner lieben.Loslassen muss man einen Partner von dem man sich getrennt hat. Im Falle des Todes , wollte sich niemand trennen.

So wie es im EP beschrieben ist, dass es schon ein paar Jahre her ist und dazu die Friedhofsbesuche, legt aber leider die Vermutung nahe, dass nicht losgelassen werden kann. Das ist von mir auch nicht negativ gemeint. Es gibt Menschen, die so etwas vielleicht auch über Jahre nicht verarbeiten können. Aber auch das würde ich nie jemandem negativ anlasten wollen und schon gar nicht dürfen.

Aber für eine neue Beziehung ist es in dieser Konstellation eben schwer für die neue Bekanntschaft, weil sich die neue Bekanntschaft vielleicht auch immer zurückgesetzt fühlen kann oder eben den Eindruck bekommen kann, verglichen zu werden.

 "Man kann Trauer nicht einfach beenden"

Da gebe ich dir Recht. Aber irgendwann sollte man loslassen können, nach ein paar Jahren..., denn sonst besteht die Gefahr, dass man sein eigenes Leben nicht mehr lebt.

Und ich glaube nicht, dass das die Verstorbene so gewollt hätte.

Geschrieben
vor 5 Stunden, schrieb WeißeLöwin:

Mal wieder ein Kommentar höchster Güte. Wer verwitwet ist hat sich NICHT vom Partner GETRENNT. Er hat ihn verloren und wird sich auch innerlich nicht trennen. Warum auch !

Es ist doch eine Art von Trennung/verlassen werden.

 

Geschrieben
vor einer Stunde, schrieb Bicolour:

Jottseidank sind wir alle verschieden....

Ich dachte auch mit meinem Mann zusammen alt zu werden. Wurde nichts draus... Ich habe ihn sehr geliebt und sechs Jahre gebraucht nachdem er starb, um aus meinem Loch wieder herauszukriechen. Kein Mann hatte mich interessieren können.

Und dann kam da eines Tages doch einer, der einfach einen Schalter umgelegt hat und plötzlich ist man zurück im Leben. Es war nichts dauerhaftes, aber ich denke immer noch voller Dankbarkeit an ihn. Ich hab da noch Platz in meinem Herzen.

Ich habe keine Bilder meines verstorbenen Mannes aufgestellt, bin aber auch sonst nicht der Mensch, der in Fotogalerien lebt. Also hab ich auch keinen Schrein, nur einen Schuhkarton mit einigen seiner Briefe, unseren Eheringen und den schönen Herzchenohrringen, seiner alten Armbanduhr. An seinem Geburtstag und an seinem Sterbetag möchte ich für mich allein sein, diese Tage teile ich nicht. So hat eben jeder seins!

 

Ich lach mich schlapp :clapping:, die Bezeichnung merk ich mir.

Dein Kommentar könnte von mit sein.Nur bei mir hat es 7 Jahre gebraucht bis Jemand plötzlich da war der mir gezeigt hat,das das Leben noch schön sein kann.Es gibt trotzdem noch Tage an dem ich ihn sehr vermisse,nicht nur an besonderen Tagen.Das einzige was ich immer noch nicht kann,ist zum Friedhof zu gehen.Ersetzen wird ihn nie jemand können,aber vergleichen bringt nix.Wer allerdings einen Kult aus seinem verstorbenen Partner macht,um den mache ich einen Bogen.Meistens sind es wirklich Männer die schlecht allein klar kommen.Aus Erfahrung weiss ich das du ihr nie das Wasser reichen kannst.So,und nun Kopf hoch,immer positiv denken.Das Leben geht wirklich immer weiter,man muss es nur wollen und zulassen.

vor 13 Minuten, schrieb KatharinaDieGroße:

Es ist doch eine Art von Trennung/verlassen werden.

 

Da gibt es einen riesengrossen Unterschied.Derjenige ist für immer weg.Da kann man nicht mehr anrufen oder ihn zufällig treffen.Das ist in keinster Weise zu vergleichen.

Geschrieben
vor 5 Stunden, schrieb WeißeLöwin:

Außer dass noch Bilder der Frau im Haus sind und er zum Friedhof geht, wissen wir nichts über das Verhalten des Mannes und seinen Umgang mit der Trauer und seinem Verhalten der neuen Freundin gegenüber. Beides ist normal und kein Grund einem völlig fremdem Menschen zur Trennung zu raten.

Aber auch nicht zu sagen, alles chick sie soll sich nicht so anstellen.... Letztendlich muss es eh jeder für sich entscheiden. Und wenn überall Bilder stehen und (was natürlich für jedes Empfinden anders ist) "öfter" zum Friedhof geht, dann ist der Prozess noch lange nicht abgeschlossen. Da etwas aufbauen zu wollen, ist eine Mammutaufgabe. Das schafft nicht jeder

Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb Bicolour:

Ich lach mich schlapp :clapping:, die Bezeichnung merk ich mir.

Die hab ich ihm noch garnicht gebeichtet.. . aber die liest er bestimmt gleich.....vollkommenunschuldigguggtundvorsichhinpfeift 

Geschrieben
vor 22 Stunden, schrieb Imperatorin:

Na ja, wenn es nicht immer um einen selbst geht... Da kann er ja auch seine Gefühle einfach abstellen und es dreht sich um sie...
Völliger Blödsinn... Zu einer Beziehung gehören zwei und da geht es um beide, beide müssen glücklich sein...🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️

Naja, und trotzdem gibt es neue Partner, die fähig sind, den Gesamtkontext zu sehen und zu verstehen. Diesen Menschen ist von Anfang an klar, dass eine Beziehung zu einem Menschen, der einen derartigen Schicksalsschlag erlitten hat, schlicht anders läuft als das normal der Fall ist. Und es gibt Menschen wie dich, die das anders sehen. Völlig wertfrei, unterschiedliche Denkmuster und unterschiedliche Reifestufen. Nicht mehr und nicht weniger.  

Der Eine braucht den Normfall, dem Anderen geht es in erster Linie um den Menschen und erst nachrangig um die Störfaktoren. Und wenn deine Freundin nicht fähig ist, unter den Umständen glücklich zu sein, sollte sie das wohl beenden. 

Geschrieben
Vor 2 Minuten , schrieb RemingtonFireball:

Naja, und trotzdem gibt es neue Partner, die fähig sind, den Gesamtkontext zu sehen und zu verstehen. Diesen Menschen ist von Anfang an klar, dass eine Beziehung zu einem Menschen, der einen derartigen Schicksalsschlag erlitten hat, schlicht anders läuft als das normal der Fall ist. Und es gibt Menschen wie dich, die das anders sehen. Völlig wertfrei, unterschiedliche Denkmuster und unterschiedliche Reifestufen. Nicht mehr und nicht weniger.  

Der Eine braucht den Normfall, dem Anderen geht es in erster Linie um den Menschen und erst nachrangig um die Störfaktoren. Und wenn deine Freundin nicht fähig ist, unter den Umständen glücklich zu sein, sollte sie das wohl beenden. 

Jeder Mensch hat Schicksalsschläge erlebt... Man kann niemanden permanent in Watte packen...

Geschrieben
vor 5 Stunden, schrieb DickeElfeBln:

Jeder kann "voll von Bildern" für sich interpretieren, wie er will, die TE verstand mich, DU musst es nicht 

Charmant wie immer ;-). Die Berliner Art halt .

Geschrieben
vor 8 Minuten, schrieb WeißeLöwin:

Charmant wie immer ;-). Die Berliner Art halt .

Hätte ich schreiben sollen, wie ich mein Leben lebe, geht dich nen Scheißdreck an und wie du deines lebst, interessiert mich nicht die Bohne. 

Wäre dir das mehr entgegen gekommenen?? 

 

 

Geschrieben
vor 5 Stunden, schrieb Imperatorin:

Genau dem einen ist dass wichtig, dem anderen was anderes. Warum versuchst du uns eigentlich alle zu bekehren? Gegen persönliche Empfindungen kann man nicht viel tun. Und nur weil es für Dich der richtige Weg ist oder der richtige Gedanke, musst das für andere nicht auch gelten. Akzeptier es doch einfach das Menschen unterschiedlich sind...

Ich will euch nicht bekehren. Ich finde nur die Sichtweise/Einschätzung vieler Menschen das ein trauender Mensch einen anderen nicht wirklich lieben kann, bloß weil er noch Liebe für den verstorbeben Partner empfindet, sehr eingeschränkt und rigoros. Die Situation kann doch keiner beurteilen, der beide Beteiligten nicht kennt. Nur an Hand der Aussage, er hat noch Bilder von ihr in der Wohnung und geht oft auf den Friedhof, zu beurteilen dass er sich nicht richtig auf etwas Neues einlassen kann und zu empfehlen die Finger von dem Mann zu lassen, finde ich sehr kühn. Wenn er nicht bereit wäre für etwas Neues, hätte er sich nicht auf deine Bekannte eingelassen und es scheint ja auch schon eine gewisse Verbindung zu geben.

Hier unterstellen aber Wildfremde er könne wohl nicht loslassen, er suche 'Ersatz' und, und... und wäre deshalb nicht in der Lage sich auf eine neue Partnerin richtig einzulassen.

Ich versuche nur den Gedanken zu vermitteln, dass auch ein trauernder Mensch genug Liebe für einen neuen Partner haben kann, auch wenn er immer die Liebe für den Verlorenen in sich bewahrt.

Der Gedanke vom 'loslassen müssen' , abhaken und vergessen , ist in der Psychotherapie und Trauerbewältigung mittlerweile überholt.

Wer einen anderen Menschen wirklich mag, gibt ihm in so einer Situation auch eine Chance. Letztendlich kann nur deine Bekannte entscheiden, ob sie sich damit wohlfühlt oder nicht. Aber kein Fremder kann mit Blick auf eine durchaus übliche Form der Trauerbewältigung beurteilen, ob das mit den beiden klappen kann.

Der eine braucht Erinnerungen um die due Trauer zu verarbeiten, der andere muss alle Erinnerungen entfernen um damit zurecht zu kommen.

Und die Erfahrung, dass eine  neue Liebe möglich ist, kann helfen die Trauer zu überwinden .Die Liebe kann sehr viel Kraft haben. Die Verlorene und ei Neue. Das ist das Einzuge was ich vermitteln will.

vor 9 Minuten, schrieb DickeElfeBln:

Hätte ich schreiben sollen, wie ich mein Leben lebe, geht dich nen Scheißdreck an und wie du deines lebst, interessiert mich nicht die Bohne. 

Wäre dir das mehr entgegen gekommenen?? 

 

 

Mir ist es völlig egal wie du dein Leben lebst, ich habe dir da auch keine Vorschriften gemacht oder es kritisiert. Ich habe nur gesagt, der eine macht es so, der andere anders. Und keiner von uns weiß, wie es der Im Thread erwähnte Mann macht. Thats all. Und jetzt einfach Luft ablassen und runterkommen.

Meine Familie kommt aus Berlin, lebt da zum großen Teil noch und ich habe da auch einige Jahre gelebt. Ich kenne und mag den Berliner 'Charme' , mein Schwager hatte ihn auch sehr ausgeprägt ( obwohl er war Spandauer, also kein Berliner ;-) ). Das ist nicht abwertend gemeint. Berliner sind so und ich komme damit zurecht.

 

 

vor 3 Stunden, schrieb TooBadForYou:

So wie es im EP beschrieben ist, dass es schon ein paar Jahre her ist und dazu die Friedhofsbesuche, legt aber leider die Vermutung nahe, dass nicht losgelassen werden kann. Das ist von mir auch nicht negativ gemeint. Es gibt Menschen, die so etwas vielleicht auch über Jahre nicht verarbeiten können. Aber auch das würde ich nie jemandem negativ anlasten wollen und schon gar nicht dürfen.

Aber für eine neue Beziehung ist es in dieser Konstellation eben schwer für die neue Bekanntschaft, weil sich die neue Bekanntschaft vielleicht auch immer zurückgesetzt fühlen kann oder eben den Eindruck bekommen kann, verglichen zu werden.

 "Man kann Trauer nicht einfach beenden"

Da gebe ich dir Recht. Aber irgendwann sollte man loslassen können, nach ein paar Jahren..., denn sonst besteht die Gefahr, dass man sein eigenes Leben nicht mehr lebt.

Und ich glaube nicht, dass das die Verstorbene so gewollt hätte.

Das ist nicht verkehrt, was du schreibst. Aber vielleicht hatte er bisher keinen Grund 'loszulassen', sprich keine neue Liebe. Die Chance hätte er ja jetzt und das mit der neuen Frau schient ja noch nicht so lange zu bestehen. Da ist ja noch Entwicklungspotential.

Geschrieben
vor 25 Minuten, schrieb WeißeLöwin:

Das ist nicht verkehrt, was du schreibst. Aber vielleicht hatte er bisher keinen Grund 'loszulassen', sprich keine neue Liebe. Die Chance hätte er ja jetzt und das mit der neuen Frau schient ja noch nicht so lange zu bestehen. Da ist ja noch Entwicklungspotential.

Das liegt aber an ihm und ob er loslassen kann.

Menschen, die einem wichtig waren, und es sie nicht mehr gibt, soll man natürlich nicht vergessen, aber nicht sein Leben davon abhängig machen.

Ich hatte so einen Fall, wie wohl jeder hier. Die Erinnerung bleibt immer.

Eine Ex hat mal bemängelt, dass ich noch ein spezielles Foto habe. Da dies aber zu meinem Leben gehört, habe ich es nicht weggemacht.

Aber wenn die ganze Wohnung voll wäre, hätte ich die "Kritik" verstanden.

Was bringt es mir, ewig in der Vergangenheit zu leben und dadurch vielleicht viele andere schöne Dinge zu verpassen?

Geschrieben
Am 24.3.2021 at 10:34, schrieb Imperatorin:

Gibt es hier Leute, die mit jemandem FEST liiert sind, der/die verwitwet ist?
Jemand in meinem Bekanntenkreis hat jemanden kennengelernt, der verwitwet ist... sie mögen sich sehr, jedoch ist seine Wohnung noch voll mit Bildern der verstorbenen Frau. Liegt auch schon ein paar Jahre zurück. Er hat sehr darunter gelitten und tut es heute wohl noch, rennt permanent zum Friedhof...
Jetzt fühlt sie sich sehr schlecht und als 2.Wahl, überlegt das zu beenden, bevor es richtig angefangen hat.
Meine Großmutter ist mit mitte 20 verwittwet und hat nie wieder einen anderen Mann gehabt, weil sie ihn ja noch immer liebt...

Gibt es hier Betroffene? Wie seid ihr damit umgegangen? Ein Herz kann man doch nicht teilen...

Nicht ohne Grund heißt es in der Trauung: "...bis der Tod Euch scheidet." Das heißt, niemand sollte einer Witwe, einem Witwer übelnehmen, dass der Wunsch nach Nähe, Vertrautheit und Geborgenheit und je nach Alter / körperlicher Verfassung natürlich auch Sex da ist. Andererseits wird, solange die Ehe nicht eine völlige Katastrophe war, die bzw. der Hinterbliebene nicht eine ganze Etappe ihres bzw. seines Lebens verschweigen oder gar streichen wollen. Das muss jedem klar sein, der eine solche Liaison eingeht. Am besten funktioniert das, wenn man respektvoll mit dem verstorbenen Vorgänger / der Vorgängerin umgeht und sich bewusst wird, dass es im Leben auch mehr als einen Menschen geben kann, der einem sehr nahe ist.

Geschrieben
Am 24.3.2021 at 10:34, schrieb Imperatorin:

Gibt es hier Leute, die mit jemandem FEST liiert sind, der/die verwitwet ist?

Wird es geben. Meine erfahrung mit einem solchen Fall hat mich gelehrt - und das zeigt auch dein Beispiel - Verwitwete leiden sehr oft darunter, das der Expartner glorifiziert ist und beoibt, weil es eben nicht das erlebte auseinanderleben der Bartneraschaft gegeben hat, das andere durchlebt haben, die eine oder mehrere Trennungen hinter sich haben. Bei trennungen ist zumindest füpr einen von Beiden die "Entglorifizierung" real geworden. im besten Fall für Beide.

 

Das aber auch verwitwete dennoch einen Neuen Partner suchen, zeigt doch, das es etwas in uns gibt, das uns motiviert, nicht alleine sein zu wollen.

 

Am 24.3.2021 at 10:34, schrieb Imperatorin:

Jetzt fühlt sie sich sehr schlecht und als 2.Wahl, überlegt das zu beenden, bevor es richtig angefangen hat.

Ich würde nicht von "zweite Wahl" ausgehen . doch eher "erste Wahl", weil ja nicht eine Andere zur Auswahl steht. Aber eben nicht wirklich als eigenständige Partnerinh, sondern doch (wie übrigens auch in dem Meißten anderen "Beziehungen") doch nur "Erfüllungsgehilfin" der Interessen des Anderen.

Geschrieben
vor 4 Stunden, schrieb Imperatorin:

Jeder Mensch hat Schicksalsschläge erlebt... Man kann niemanden permanent in Watte packen...

Hat damit nicht das Geringste zu tun. Es geht schlicht um Akzeptanz - ich frag mich ehrlich gesagt auch gerade, warum das so schwer zu verstehen ist. Nochmal: Der Eine ist bereit, diese Übergangsstadien zu akzeptieren, weil ihm der Mensch an sich wichtig ist, mit dem er etwas beginnt - und der Andere ist dazu nicht willens oder nicht in der Lage. Ist doch ganz einfach...

Das hat doch nichts mit "in Watte packen" zu tun. Verstehst du das inhaltlich nicht oder kommst du mit der Aussage nicht zurecht, weil sie deiner Einstellung nicht entspricht? Deine Meinung zu diesem Kontext hast du doch jetzt oft genug mitgeteilt... 

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