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Partnerschaft mit Witwe oder Witwer


Im****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Wenn man sich unwohl fühlt sollte man gehen. Sie kann aber auch mit auf den Friedhof gehen und vielleicht ein Verständnis dafür aufbringen.

Geschrieben

Wenn der Hinterbliebene wirklich noch so sehr mit seiner Trauer zu kämpfen hat, würde ich ganz ernst gemeint zu einer Trauerbegleitungstherapie raten.

Der neue Partner muss sich ebenso darüber im Klaren sein, dass der Verstorbene immer ein Teil des Partners bleiben wird, selbst wenn dieser irgendwann einmal mit dem Verlust abschließen wird. Zu verlangen, dass der Hinterbliebene quasi so tut, als hätte es den verstorbenen Partner nie gegeben finde ich sehr egoistisch und nicht einfühlsam.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich selbst bin verwitwet und es war nicht einfach einen neuen Mann in mein Herz und mein Leben zu lassen. Auch für einen potentiellen Partner ist es nicht leicht sich den Platz im Herzen mit jemandem zu teilen.

Bei mir war es mein "Therapiemann" der mir gezeigt hat, dass man neu lieben kann ohne den Verstorbenen zu vergessen.

Er war verständnisvoll und, und das ist ganz wichtig, eifersuchtsfrei. Mit ihm konnte ich über meinen Mann, meine Gefühle und auch Ängste reden. Mit der Zeit wurden die Bilder weniger und auch mein schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber. Ich hatte zu Beginn immer das Gefühl ihn zu betrügen.

Mit uns hat es aus anderen Gründen nicht funktioniert, aber er hat mir gezeigt, dass mein Herz groß genug für zwei Männer ist. Mein Mann wird immer in meinem Herzen sein und da seinen Platz in der VIP-Loge haben, aber in der ersten Reihe sitzt mittlerweile ein anderer, einer für den mein verstorbener Mann keine Konkurrenz ist. 

Man kann anderen schlecht raten. Jeder geht mit seiner Trauer anders um, aber wichtig erscheint mir Offenheit. Von beiden Seiten! Man sollte seine Ängste und Sorgen mit seinem Gegenüber teilen und auch der neue Partner sollte seinen Bedürfnissen Ausdruck verleihen, sollte seinen Platz im Herzen des anderen verteidigen. 

"Das Leben geht weiter!" Wie ich diesen Spruch gehasst habe!

Aber es geht tatsächlich weiter...nur eben anders.

bearbeitet von Selene09
Geschrieben

Hallo imperatorin, ich bin seit 17 jahre Witwer. Als erstes möchte ich diejenigen die sich lustig machen,verdammen. Es ist für jeden ein anderer Umgang mit dem Tod seines Partners. Siehe Foto von meinem Rücken, gehört zu meiner Trauerbewältigung. Ich habe 3 Jahre gebraucht um einigermaßen mit dem Leben klarzukommen. Meine Frau ist in meinen Armen gestorben und ich habe den Tod in ihren Augen gesehen. Nun zu deiner Frage. Es ist schwierig eine neue Beziehung einzugehen. Auch wenn noch Fotos von ihr stehe , würde ich erst abraten direkt bei ihm einzuziehen. er klammert sich an seine Liebe und Hoffnung. Das kann schnell zu Schwierigkeiten führen. Es ist ein hochsensibles Thema für ihn. Kann auch wenn deine Freundin unbewusst was falsches sagt zu einem heftigen Wutausbruch führen. Der richtige Weg um mit seiner Trauer umzugehen zu lernen währe eine Therapie. Wenn du mehr Infos willst . Gerne pn

Geschrieben

Interessantes Thema, auch wenn ich selbst nicht davon betroffen bin, möchte ich meine Meinung kundtun. Ich denke, es ist wie bei einer Trennung: Wer solche Dinge nicht vollständig aufgearbeitet hat, wird immer zurückblicken und das was nicht gut war, vergessen oder verdrängen. Was bleibt ist eine unerreichbare Person auf dem Podest. Man hat natürlich sein "Vorleben" welches einem prägt, aber das Leben ist sehr kostbar und ein wunderbares Geschenk, das sollten wir nutzen, um glücklich zu sein.

Geschrieben

Man sollte sich mal Gedanken machen, ob der / die Verstorbene es gewollt hätte, dass man allein und ohne eine "Verbindung" zurückbleiben sollte.

Geschrieben

Ich bin seit ziemlich genau einem Jahr mit einem Witwer zusammen, dessen Frau zu dem Zeitpunkt noch nicht lange verstorben war.
Er spricht viel über sie...
Wie sie war...
Was sie gemeinsam erlebt haben...
Was sie noch gemeinsam erleben wollten...
.
In diesen Momenten bin ich dann einfach für meinen Partner da, und höre ihm zu.
.
Niemals käme ich auf die Idee, darüber negativ zu urteilen, oder gar es nicht mehr hören zu wollen.
.
Jeder Mensch erlebt Trauer auf seine eigene Art, und es steht niemandem zu, einem anderen vorzuschreiben, wie oder wie lange er oder sie zu trauern hat.

Geschrieben

Ich glaube, der neue partner muss sich von dem eifersuchtsgedanken trennen...

Es spricht doch für den anderen, dass er seine ehepartnerin nicht einfach abhakt....

 

Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb Imperatorin:

Jemand in meinem Bekanntenkreis hat jemanden kennengelernt, der verwitwet ist...

In einer Beziehung muss Jeder seinen Raum haben.

Zu diesem Raum gehören auch das eigene Vorleben als auch das der Partnerin/des Partners.

Ist das nicht der Fall, lohnt für den, der keinen Raum hat, die Beziehung nicht.

Geschrieben (bearbeitet)

Na das würde mir auch auf die Nerven gehen. Er war sicher lange Single und hat sich in der Zeit seine Rituale aufgebaut. Es ist manchmal nicht zu unterschätzen, was manche Leute noch aus dem Grab heraus für eine Macht haben. Mit einem Neuanfang ist es an der Zeit, alles zu verändern. Ich würde das auch so kommunizieren und Lösungsvorschläge von ihm erwarten und auch meine Vorstellungen mitteilen. Vom Ergebnis würde ich eine weitere Beziehung abhängig machen

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben
vor einer Stunde, schrieb Selene09:

. Mein Mann wird immer in meinem Herzen sein und da seinen Platz in der VIP-Loge haben, aber in der ersten Reihe sitzt mittlerweile ein anderer, einer für den mein verstorbener Mann keine Konkurrenz ist. 

Das hast du wunderbar beschrieben  , ganz genauso empfinde ich das auch . :revolving_hearts:

Geschrieben

Das muss jeder selbst entscheiden wie er damit umgeht. Ich selbst als verstorbener würde wollen, dass meine Frau wieder glücklich wird, wie auch immer das dann aussieht ob mit Partner oder ohne. Ich selbst würde keine neue Beziehung eingehen können und wollen aber hauptsächlich darum weil ich dann nur noch meinen spass haben wollen würde und niemand danach mit mir eine ernsthafte Beziehung durchstehen könnte. Was deine Bekannte angeht, sollte sie mit dem Witwer offen reden und ihm mitteilen wie sie darüber denkt.

Geschrieben

was ist wichtiger? Ein Totenkult oder das Hier und Jetzt?

Geschrieben

Der verwitwe Partner wird nie den geliebten Menschen vergessen. Er muss aber Platz für neues in seinem Leben zulassen, auch für einen neuen Lieblingsmenschen.

Es ist kein Verrat am Verstorbenen, denn welcher Veerstorbene mag schon das der Übelebende den Rest fürs Leben allein bleibt.

Solange ein Hinterbliebener nicht offen für etwas Neues ist, hat es der andere nicht einfach.

Ein Wohnung sollte aber kein Altar oder ähnliches für den Verstorben sein.

 

Geschrieben
vor 10 Minuten, schrieb Filou1978:

Ich selbst würde keine neue Beziehung eingehen können und wollen

Warum nicht ? 

Geschrieben

Meine Frau ist mein Anker in dieser Welt. Wenn sie nicht mehr da ist habe ich alles verloren. Und wenn man alles verloren hat, hat man die Freiheit alles zu tun. .....und das würde ich. Die Welt will nicht, dass das passiert.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb Imperatorin:

Ein Herz kann man doch nicht teilen.

Ein Herz nicht, die Liebe schon - sogar ohne dass sie pro Person weniger wird.

 

vor 3 Stunden, schrieb Imperatorin:

Gibt es hier Leute, die mit jemandem FEST liiert sind, der/die verwitwet ist?
(...) Wohnung noch voll mit Bildern der verstorbenen Frau. (...) Gibt es hier Betroffene? Wie seid ihr damit umgegangen?

Ich hatte mal das Vergnügen, fand es aber nicht komisch oder störend. Ich habe Anteil genommen an der Verbindung, die die verwitwete Frau immer noch verinnerlicht und gespürt hatte. Ich habe mich auch darauf eingelassen, diese andere, verstorbene Person kennen zu lernen, indem sie mir von ihm erzählte. Ich hatte die Frau so kennen gelernt und mich bewusst auf diese Situation und auf sie eingelassen. Ich hätte mich kaum über diese, von mir selbst gewählte Situation beschwert. Ihre Verbindung mit einem Verstorbenen bedeutete für mich nicht zwangsläufig, dass ich in zweiter Reihe stehe oder die Frau mich nicht liebt. Wichtig ist, wie sie mit mir und wie ich mit ihr umgehe. Es ist nicht relevant, dass sie in ihrem Herzen noch Gefühle für die verstorbene Person behält, sondern wie sie beim Vorhandensein dieser Gefühle ihren Umgang mit mir pflegt.

Also: Bei uns war das ein sehr entspanntes Thema, auch wenn es für sie eine besondere Relevanz hatte.

bearbeitet von FrenulumLinguae
Geschrieben
vor 14 Minuten, schrieb Filou1978:

Meine Frau ist mein Anker in dieser Welt. Wenn sie nicht mehr da ist habe ich alles verloren. Und wenn man alles verloren hat, hat man die Freiheit alles zu tun. .....und das würde ich. Die Welt will nicht, dass das passiert.

Glaube mir diesen Gedanken hatte ich auch und ich hätte mir auch nie vorstellen können und wollen das mal ein andere Mann in mein Herz marschieren kann . Du  verlierst dann deine Liebe , aber niemals dich selbst ........auch wenn man erstmal ein Stück mitstirbt . 

Die Welt will nicht dass das passiert ? Die Welt fragt nicht danach .......

Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb WeißeLöwin:

Warum sollte man einen Menschen den man sehr geliebt hat aus dem Herzen und der Erinnerung werfen, wenn man einen neuen Partner findet ? In einem Herz ist viel Platz, da sind auch Kinder, Eltern, Freunde, Verflossene Lieben. Man kann doch Verlustschmerz nicht einfach abstellen und den Verlust abhaken ! Schon die Formulierung: '... rennt permanent zum Friedhof.' , ist respektlos für mich. Dieser Mann hat seine Partnerin wirklich innig geliebt, dh er ist in der Lage tief zu lieben. Das ist doch schön ! Wäre zB sein Kind gestorben, würde es deine Bekannte ja auch nicht stören, wenn Bilder von dem Kind in der Wohnung hängen würden. Die geliebte Person kann und darf Teil seines Lebens bleiben. Wer dafür kein Verständnis hat, hat das Wesen der Liebe nicht verstanden und will den anderen wohl eher besitzen. Wenn sie in der Lage ist sein Herz so mit Liebe zu füllen, dass es hilft die Trauer loszulassen, dann ist sie ein Geschenk für ihn. Eine Tote als Konkurrenz zu betrachten ist albern. Sie war Teil seines Lebens und wird es immer bleiben.
Wenn es sich um eine Exfrau oder -freundin handeln würde, wäre das etwas völlig anderes, aber er hat sich ja nicht getrennt von der Frau !
Ich habe auch mal einen Witwer kennengelernt, Anfang 40, zwei ***ietöchter. Für mich wäre die verstorbene Frau und das Andenken an sie immer Teil der Familie gewesen. Liebe kann man nicht abstellen, man kann nur versuchen das Herz mit einer neuen Liebe zu heilen.

Danke . Sehr guter Kommentar.  Genau so denke ich auch. 

vor 40 Minuten, schrieb Filou1978:

Meine Frau ist mein Anker in dieser Welt. Wenn sie nicht mehr da ist habe ich alles verloren. Und wenn man alles verloren hat, hat man die Freiheit alles zu tun. .....und das würde ich. Die Welt will nicht, dass das passiert.

Ach darum suchst du hier neue Ankerplätze schon. 😇

Geschrieben

Ich bin selber Witwer seit etlichen Jahren. Möchte auch nie die Zeit mit meiner Frau vermissen und im Gegensatz zu einer Scheidung finden die immer währen;)
Das hindert mich aber nicht daran ganz normal wie jeder andere eine Beziehung zu führen und meine Partnerin zu lieben.

Geschrieben
Vor 33 Minuten , schrieb Mecanicmen:

Ach darum suchst du hier neue Ankerplätze schon. 😇

Ja könnte man sicher so sehen aber das tue ich nicht. Was die Sache hier angeht habe ich andere Gründe aber das sind meine eigenen und die muss auch kein anderer verstehen. Ich mache das mit meinem Karma ganz allein aus.

Geschrieben

Wie dumm ist das denn bitte ?! Wenn einer von beiden stirbt heisst es lange nicht das mann ihn vergessen muss. Klar wird der oder die verstorbene regelmäßig im friedhof besucht. Wie kann man denn erwarten das die bilder wegkommen oder das mann die besuche weg lässt. Tut mir leid aber da spinnt die jenige wenn die so dumm denken kann braucht sie erst garnicht mit ihm kontakt auf zu nehmen. Niemand kann oder darf erwarten das man seinen verstorbenen partner vergessen wird. Spinnerrei einfach..

Geschrieben

Ich musste damals nach 2 Monaten notgedrungen umziehen in eine kleinere Wohnung.Ausser Fotos habe ich nichts mitgenommen von ihm.Warum auch?Ich war 28 Jahre ganz glücklich verheiratet und habe Erinnerungen im Herzen.Jetzt nach 11 Jahren habe ich nur ein Bild hier stehen.Wie sagt man so schön,alles hat seine Zeit.

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