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MUSS man arbeiten?


sl****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Was verstehst du Te@ unter keine Arbeit?
Keine Arbeit wird es in der Regel nur im Hartz 4 Bereich geben.

Nein, ich meinte gerade nicht gezwungenerweise keine Arbeit, sondern bewusst die Entscheidung zu treffen, dem Arbeitsmarkt nicht mehr (oder nur minimal, wenn man mal mehr Geld braucht) zur Verfuegung zu stehen.

Ein Leben ganz ohne Arbeit kann ich mir nicht vorstellen, und wenn es ehrenamtliche Arbeit ist.

Warum?
Brauchst Du die sozialen Kontakte oder das gebraucht-werden?

Wo ist denn die TE?

Die war ein paar Tage unterwegs.

Definiere "Arbeit". Ich für meinen Teil möchte meine Arbeitskraft und Zeit nicht zwingend irgendwem verkaufen, damit ich mir für den Erlös mein Heim und meine Lebensmittel finanzieren kann. Ich wäre auch sehr zufrieden, wenn ich direkt meine Kraft und Zeit in ebenjenes Haus und ebenjene Lebensmittel stecken könnte... und nur weil kein Dritter da direkt mit reinspielt, wäre das weniger "Arbeit"?

Genau die Definition habe ich gesucht. Mein Lebensstil entspricht in etwa dem, das Du da beschreibst - und damit stosse ich oft auf krassen Widerspruch - oder auf Begeisterung, die ich fuer das, was ich tue, extrem uebertrieben finde.
Und daher war ich einfach mal neugierig, wie andere das sehen.


Geschrieben

Warum?
Brauchst Du die sozialen Kontakte oder das gebraucht-werden?

Ich glaube, ganz einfach das Gefühl etwas sinnvolles zu tun.


Geschrieben


Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?



Sehr interessante Frage.
Ich gehe jetzt mal von meiner Momentanen Situation aus:
Ich muss nicht unbedingt Geld verdienen momentan und daher auch nicht zwingendermaßen arbeiten. Dennoch bekomme ich einen Koller wenn ich länger als 2-3 Wochen Zuhause sitze! Das finde ich teilweise belastender als eine 60 Stunden Woche.


Geschrieben

Also ich muss schon alleine deswegen arbeiten, weil ich garnicht wüsste, was ich dann den ganzen Tag machen soll. Wenn ich mal eine Woche Urlaub habe, ist das okay, aber bei zwei oder 3 Wochen, wenn ich nicht wegfahre, wird das dann schon kritisch. Und auch was den Sozialen Aspekt betrifft, ich bin immer mit vielen Menschen zusammen, verstehe mich gut mit den Kollegen und freue mich auch immer alle zu sehen. Ich denke das würde mir dann einfach fehlen.


Geschrieben

Huch! Aber es gibt doch so viele Menschen, unter denen kann man sich doch auch bewegen, ohne durch arbeit dazu gezwungen zu sein!?


Geschrieben

Also ich habe Arbeit immer als notwendiges Übel angesehen, um mir LUXUS leisten zu können. Das mag vielleicht daran liegen, das man meist routiniert das selbe arbeitet. (Ausgenommen man ist Forscher oder ähnliches) Auch brauche ich Arbeit weder für soziale Kontakte noch für SINN-Erfüllung.
Ich kann mich prima selbst beschäftigen, ohne Anstrengung. Wenn ich also nicht müsste, also aufs "Geldverdienen" angewiesen wäre, würde ich es sicher nicht tun!

Da fallen mir sicher Millionen besserer Gründe ein, meine Zeit zu vertun.


Geschrieben

Ich arbeite in erster Linie um Geld zu verdienen.
Benötige ich das nicht mehr, hätte ich genug Hobbys denen ich nachgehen würde, angefangen im Haus und Garten und noch mehr .... ich brauche es also nicht für ein erfülltes Leben, die Woche 40 Stunden der Knecht vom Chef zu sein.

Liebe Grüße


Geschrieben

sondern bewusst die Entscheidung zu treffen, dem Arbeitsmarkt nicht mehr (oder nur minimal, wenn man mal mehr Geld braucht) zur Verfuegung zu stehen.



Für mich ist es leichter das Geld was ich monatl. zur Verfügung habe passend zu machen, als den Luxusgütern hinterher zu laufen.

Muss aber schreiben, das ich es bestimmt leichter habe, weil ich diese Luxusgüter besitze und sie nicht wirklich mehr brauche.

Dazu kommt noch, dass ich keinem mehr was beweisen muss.

@ Haus und Garten ist in wenigen Monaten abgearbeitet und Hobbys werden langweilig wenn man immer kann.

Das schwierigste ist, Gleichgesinnte zu treffen.In der Regel haben nur Rentner Zeit. Und Neid muss man sich auch nicht mher erarbeiten, sondern bekommt man gratis.


Geschrieben

Das schwierigste ist, Gleichgesinnte zu treffen. In der Regel haben nur Rentner Zeit.

Ja, die unterschiedlichen Ansichten zu "Zeit" sind fuer mich auch ein Problem. Wenn ich 1-2 Tage vorher wissen will, wann was wie passieren soll, finden es manche Freunde unbegreiflich, weil ich doch nicht durch Arbeit gebunden bin und daher endlos Zeit haben sollte...


Geschrieben

Was mich angeht, so hab ich noch keinen Tag im Leben gearbeitet.
Ich arbeite um mich zu verbessern und neues zu lernen.
Das Geld ist ein positiver Nebenaspekt.
Eigentlich kann ichs immer noch nicht glauben das mich Leute dafür bezahlen das ich etwas mache was mir Spaß macht.

Ich bin davon überzeugt das Arbeit glücklich machen kann. Ebenso weiss ich, dass viele, wenn sie ihr "Ziel" (Die Rente) erreicht haben sich schrecklich langweilen.


  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Ein Leben ganz ohne Arbeit kann ich mir nicht vorstellen...

...weil ich mir nicht vorstellen kann, in ein paar Jahren in den Ruhestand zu gehen ...

Da hat bei mir Beruf zu viel mit Berufung zu tun.



Auch wenn man berufen ist, kann man entpflichtet werden bzw. sich dann auch selbst entpflichten.


LG xray666


Geschrieben

Entpflichten - ja.

Aber nur noch soviel zu tun, wie man will, ohne noch Pflichten zu haben, stelle ich mir gerade sehr reizvoll vor.


Geschrieben

Genau dazu hab ich mir sagen lassen, dass man dann ja verkuemmert!


Geschrieben

... dass man dann ja verkuemmert!



Man verkümmert vor allem, wenn man keine Aufgabe mehr hat.


Geschrieben

Mandarinas Beitrag würde ich gern ganz zitieren, soll man aber nicht

Ein tolles Thema.

...
Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?



Ich denke, Sleepy, du meinst Erwerbsarbeit.

Man muss ja zunächst die Begriffe klar haben.

Hausarbeit
Ehrenamtsarbeit
Gartenarbeit
Kopfarbeit

usw.

Es wird nie wieder Vollbeschäftigung geben und es sollten sich endlich mal die hinstellen, die uns vertreten sollen und das auch deutlich machen.

Sich über Erwerbsarbeit zu definieren kann ins totale Desaster führen. Wir alle lesen von burn out, von Verwahrlosung bei Arbeitslosigkeit, von innerer Kündigung usw

Die Realität, dass Erwerbsbiografien längst nicht mehr so aussehen, dass man sein Leben lang den gleichen Beruf, im gleichen Betrieb ausführt, führt dazu, dass Menschen, die keine Arbeit haben, den Beruf wechseln, ausgepowert sind und wenn es dann nicht wie in dem weiter propagierten Märchen läuft, geht es um etwas anderes als "Arbeit- Sinn des Lebens"

Sinn. Der geht so manchem verloren, der nicht mehr einer Erwerbsarbeit nachgeht. Warum denn wohl? Weil die Arbeit als Aufgabe gesehen wurde.

Erwerbsarbeit kann im besten Fall Freude machen, das Leben finanzieren- ein Leben in finanzieller Absicherung.

Und dann? Was kommt dann?

Man muss, um deine Frage zu beantworten, keiner Erwerbsarbeit nachgehen.

Man muss allerdings eine Aufgabe haben.

Es reicht vielleicht vordergründig aus, Bücher& Zeitungen zu lesen. Wissen zu entwickeln. Doch was fängt der Einzelne mit eben diesem Wissen an?

Nimmt man den Single, in welcher kleinen Welt ist der gefangen, der sich im Kreis um seine Bedürfnisse dreht?

Nur Kommunikation mit einem Partner?
Da stellt sich die Frage: was ist ein Partner außer einem Partner? Und genau daran scheitern dann soviele. Partner ist nicht Sinn des Lebens...

Soziale Kompetenz erreicht man nicht mit Büchern oder ähnlichem. Eine Aufgabe, sei es ein Ehrenamt, sei es das Anliegen in der Nachbarschaft, sei es die Beschäftigung- für die es auch kleines Geld gibt- in einem Verein als Kassenwart o.ä.

Im Austausch mit denen, die an diesen Orten Hilfe geben, suchen, Arbeit machen, Arbeiter brauchen etc., im Austausch entsteht das, was Sinn macht.

Sinn meint die Fähigkeit, aus seiner eigenen kleinen Welt auch mal die der anderen zu verstehen. Zu wollen!

Ich behaupte, wer nichts tut, der verblödet vielleicht nicht, weil er glaubt, aus Büchern& Co alles Wissen zu erhalten. Er verkümmert allerdings sehr wohl in seiner Sozialkompetenz- hauptsächlich gegenüber sich selbst!

Halkyonia


Geschrieben

...Frage:
Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?



Ganz einfach: Nein.


Geschrieben

mein vor längerer zeit erstellter und gut diskutierter thread zum bedingungslosen grundeinkommen wurde ja leider wegen politischer inhalte geschlossen (nein nein nein, keine mod-kritik!!), doch ich bin immer noch der meinung, daß die meisten menschen, so sie denn in eine existenz-gesicherte lage versetzt würden, ihre kraft und ihre fähigkeiten in die gemeinschaft einbringen würden.

man MUSS nicht arbeiten im herkömmlichen sinne, um ein positives selbstwertgefühl zu haben, aber die überwiegende zahl braucht m.e. schon das gefühl, etwas sinnvolles zu tun, sei es für sich selber oder für andere.
die daraus sich ergebenden menschlichen begegnungen, erfahrungen, bestätigungen und gewinne sind lebensnotwendig.


Geschrieben (bearbeitet)

Also - Erwerbsarbeit brauche ich nicht wirklich.

Ich glaube, würde ich morgen im Lotto gewinnen, dann verbringe ich erst einmal ein paar Jahre mit computern, ausschlafen, lesen, vielleicht schreiben, gartenbuddeln, künstlern, Kindermachen und ihnen beim Wachsen zugucken *g*

Kann sein, daß mir das nach einiger Zeit langweilig wird und ich dann soziale oder politische Aufgaben suche, aber erstmal - nä, da wäre Leben genießen angesagt.

Ich mag meinen Job, er ist sinnvoll, fordernd und sorgt für Sozialkontakte ect.
Aber wenn ich nicht Miete Essen und Auto bezahlen müßte, wäre ich da trotzdem sofort draußen.

Allerdings bin ich ausgesprochen ungern abhängig oder fühle mich erpressbar.
Von daher wären Sozialleistungen, oder mich aushalten zu lassen, sicher keine Lösung die ich auf Dauer aushalten würde.

Urteilen tu ich da aber eher wenig.
Ich kenne sowohl Verweigerungs-Hartzer als auch ausgehaltene Frauen (soll kein Sexismus sein, ich kenne nur keinen ausgehaltenen Mann) und denk mir eigentlich nur "wenns dir taugt!".
Sollen sie, ist ok für mich - nur meist habe ich doch eher den Eindruck, daß es Leuten in solchen Lebenssituationen nicht "taugt", sondern sie das eher aus irgendwelchen Gründen ertragen.

Und grad weil ich selbst so zu meiner - durchaus gern gemachten - Erwerbsarbeit stehe, fällt es mir schwer zu Glauben daß sowas wie Grundeinkommen funktionieren könnte.

Was die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Realitäten angeht "müssen" sicher die meisten von uns arbeiten.
(Nicht vergessen, es gibt sowohl im Gesellschaftlichen Oben wie auch im Unten Gruppen von Leuten die das nciht tun).

Aber für mich selbst muß ich das nicht.

LG
FingerTanz


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

nur eine Minderheit ist in der glücklichen Lage einen Job zu haben, bei dem sie sich verwirklichen können. entmenschliche Arbeit braucht kein Mensch. auf der anderen Seite bietet auch der mieseste Job noch Möglichkeiten zu sozialkontakten.


Geschrieben

auf der anderen Seite bietet auch der mieseste Job noch Möglichkeiten zu sozialkontakten.


Hi,
ja, so ganz ohne Job hängt man hier nur im Forum rum und verkümmert sozial
Gruß Gaby


Geschrieben

Ich würde gerne nicht arbeiten müssen, also nicht das ich jetzt arbeitsscheu bin, aber wenn man sein geregeltes Auskommen hätte, z.B. Lottogewinn, und dann arbeiten könnte, wäre es schön.
Es nervt nur der Zwang, Arbeiten zu müssen.


Geschrieben



Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?




Ich denke, dass jeder Mensch eine Aufgabe im Leben braucht. Ich merke es, dass bei einem langen Wochenende mir schon die Decke auf den Kopf fällt. Und wenn ich nicht arbeiten würde, würde ich wahrscheinlich vor Langeweile und Sinnentleerung eingehen.


Geschrieben

Ich merke es, dass bei einem langen Wochenende mir schon die Decke auf den Kopf fällt. Und wenn ich nicht arbeiten würde, würde ich wahrscheinlich vor Langeweile und Sinnentleerung eingehen.



Hi,
bemitleidenswert.
Aber jeder soll sein Leben so leben wie er möchte, beziehungsweise wie er kann
Gruß Gaby


Geschrieben

Sinn meint die Fähigkeit, aus seiner eigenen kleinen Welt auch mal die der anderen zu verstehen. Zu wollen!

Ich behaupte, wer nichts tut, der verblödet vielleicht nicht, weil er glaubt, aus Büchern& Co alles Wissen zu erhalten. Er verkümmert allerdings sehr wohl in seiner Sozialkompetenz- hauptsächlich gegenüber sich selbst!

Ja, ersteres hab ich gelegentlich bei Freundinnen beobachtet, die lange mit den Kindern daheim waren: da aendert sich manchmal das Zeitgefuehl und das Verstaendnis fuer Leute, bei denen das Leben hektischer aber weniger geregelt ablaeuft.

Letzteres finde ich eine sehr interessante Aussage, da werde ich mal ein bisschen mehr drueber nachgruebeln.


...ich bin immer noch der meinung, daß die meisten menschen, so sie denn in eine existenz-gesicherte lage versetzt würden, ihre kraft und ihre fähigkeiten in die gemeinschaft einbringen würden.

man MUSS nicht arbeiten im herkömmlichen sinne, um ein positives selbstwertgefühl zu haben, aber ...
die daraus sich ergebenden menschlichen begegnungen, erfahrungen, bestätigungen und gewinne sind lebensnotwendig.

Ja, ich war vor ein paar Tagen auf einer Wissenschaftsmesse fuer ***ager - und die Schiedsrichter und ehrenamtlichen Helfer dort waren zur Haelfte Wissenschaftler etc. in Rente: und auch die wirklich Alten waren noch unheimlich fit, koerperlich und geistig.


Und grad weil ich selbst so zu meiner - durchaus gern gemachten - Erwerbsarbeit stehe, fällt es mir schwer zu Glauben daß sowas wie Grundeinkommen funktionieren könnte.

Warum nicht?


...dass bei einem langen Wochenende mir schon die Decke auf den Kopf fällt.

Auch im Sommer?


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