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MUSS man arbeiten?


sleeping_beasty

Empfohlener Beitrag

sleeping_beasty
Geschrieben

In einem anderen Thread, in dem es um Partnerschaften ging, hat jemand geschrieben "Arbeiten sollte ein Bedürfnis sein." Da ich den Thread nicht zerfleddern wollte, die Aussage aber sehr interessant fand, wollte ich das hier mal zur Diskussion stellen.

Mir geht's hier nicht um eine Diskussion von Hartz IV (die gibt's woanders) und auch nicht um Angeberei von wegen "mein Haus, mein Auto, meine Jacht", sondern schlicht um die Frage:
Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?


Geschrieben

Ich finde es gut wenn beide arbeiten, nicht unbedingt wegen Geld sondern eher daher das beide beschäftigt sind und sich nicht ein Part verantwortlich fühlt für Haus und Hof
Außerdem hätte ich ein komisches Gefühl wenn meine Partnerin zehn Stunden in der Arbeit steht und ich Zuhause auf der Couch oder vorm TV sitze. Aber das muß jeder für sich und seine Partnerschaft entscheiden.


Geschrieben

Also, wenn man es finanziell nicht nötig hat zu arbeiten ( und ich meine nicht, das man Hartz 4 bekommt und einem das ausreicht, sondern sagen wir mal man hat im Lotto gewonnen), finde ich , muß es jeder selbst wissen, ob und was er/ sie machen mag.

Ich stehe allerdings auf dem Standpunkt, das jeder Mensch eine Aufgabe braucht und auch das Gefühl braucht "gebraucht" zu werden.

Allerdings muß man dafür ja nicht arbeiten. Man kann sich ja auch ehrenamtlich engagieren, eine Stiftung gründen etc.

Aber ich denke, jeder braucht eine Aufgabe.


Geschrieben (bearbeitet)

ich denke - aus meiner erfahrung - das eher viele angst haben, der gegenpart verblödet, wenn er nur zu hause ist
wird mir oft auch unterstellt - und man bekommt das ohrensausen, wenn kein graues mäuschen erscheint, was schon seit 12 jahren nicht mehr arbeitet


bearbeitet von DickeElfeBln
sleeping_beasty
Geschrieben

...eher viele angst haben, der gegenpart verblödet, wenn er nur zu hause ist...

Das hab ich auch schon gehoert - aber verbloedet man denn, wenn man zwar nicht arbeitet, aber seinen Interessen nachgeht?


Geschrieben

Sicher nicht. Kommt drauf an was man macht. Den ganzen Tag über Zuhause zu sitzen und sich irgendwelche TV Shows rein zuziehen ist sicher nicht für jeden die Erfüllung. Aber wie oben schon geschrieben wurde kann man seine zeit ja auch für nützliche Dinge nutzen für sich selbst oder für andere. Aber nur Zuhause zu sein stell ich mir sehr anstrengend und nicht wirklich erfüllend vor.


Geschrieben

Gute Frage, kann mit Sicherheit nur jeder für sich persönlich beantworten.
Ich denke eine Beschäftigung braucht jeder, wie die dann für den einzelnen ausschaut ist dann halt individuell. Der eine ist schon zufrieden wenn er nur vor den TV sitzt, dem anderen fällt nach 5h in der eigenen Wohnung die Decke auf den Kopf und er muss raus was unternehmen und erleben.
Ich glaube ich brauche einen Job und eine Aufgabe, sonnst fängt man irgendwann das gammeln und sich gehen lassen an.
Also wenn dann die Lotto Millionen bei mir auf dem Konto sind würde ich weiter arbeiten. Also Morgens regelmäßig aufstehen und in die Firma. Ob das dann immer ein kompletter Tag sein muss und wie viel man dann wirklich macht und ob man sich doch regelmäßige Auszeiten gönnt und mehr zeit für Hobbys verwendet ist die frage.
Wie gesagt, Beschäftigung bracht glaube ich jeder, ob das dann Arbeit ist hängt von der Person ab.


Geschrieben

...
Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?


Wohl jeder hat sich schon mal überlegt, was wäre wenn...er/sie im Lotto gewänne.

Ich müsste nicht arbeiten gehen.
Weil ich genügend Interessen habe, denen ich dann nachgehen könnte.

Arbeiten (in Form von Beschäftigung) ist mir trotzdem ein Bedürfnis, demnach würde ich mir auch sinnvolle Beschäftigungen suchen.
Also würde ich auch gern ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen.

Vorstellen könnte ich mir nicht: Tagaus tagein Herumgammeln und in den Tag hineinleben.


Geschrieben

Das hab ich auch schon gehoert - aber verbloedet man denn, wenn man zwar nicht arbeitet, aber seinen Interessen nachgeht?



aus meiner sicht gesehen - nein - aber die erfahrung anderer kann ich damit nicht bestätigen - deswegen kann ich es verstehen

und seien wir ehrlich
nicht jeder partner möchte nen dummchen oder heimchen - deswegen kann ich die nachfrage/aussage verstehen


sleeping_beasty
Geschrieben

Also wenn dann die Lotto Millionen bei mir auf dem Konto sind würde ich weiter arbeiten. Also Morgens regelmäßig aufstehen und in die Firma.

Das koennte ich mir nun gar nicht vorstellen, fuer mich ist mein Job eine bequeme Moeglichkeit, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber ganz sicher kein Lebensziel: wenn ich kein Geld brauche, arbeite ich lieber nicht, sondern unternehme andere Dinge.


Geschrieben

Klar, ich arbeite auch um zu leben und lebe nicht um zu arbeiten.
Aber durch die Arbeit hat man einen regelmäßigen Ablauf, ich kenne mich wie gerne ich sonst mal den ganzen Tag nur herum gammle.
Weiterhin kommt es ja drauf an wo und wie man arbeitet und ob man auch spaß dran hat oder es wirklich nur wegen dem Geld macht.

Weiterhin gibt es in Deutschland schrecklich viele Neider, also muss nicht jeder wissen das man eigentlich nicht arbeiten muss.

Sind halt wie gesagt immer persönliche Einstellungen und Ansichten. Wenn ich überlege könnte ich mich bestimmt auch mit meine Hobbys schon gut beschäftigen und es findet sich sicher auch etliches was man dann einfach mal so macht.


Geschrieben


Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?




Hi,
ich habe es mir vor 5 Jahren auch sehr schlecht vorstellen können.
Von täglich 12-13 Stunden von einen auf den anderen Tag auf Null und es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl nicht mehr arbeiten zu müssen.

Aufgaben benötige ich auch keine, ich habe hier Haus und Garten, das reicht mir.
Zudem mache ich viel Sport, jetzt den Winter über wir gehen oft schwimmen und in die Sauna.
Und den Sommer über hat der Tag auch ohne Arbeit schon zu wenige Stunden, da sind wir meist am oder auf dem Wasser unterwegs
Und mit dem richtigen Partner an der Seite macht alles noch viel mehr Spaß.

Aber ich kann auch jeden verstehen das er der Meinung ist das er ohne Arbeit ein unerfülltes Leben führt, ich dachte das auch mal

Gruß Gaby


Geschrieben

Ich bin viel zu kreativ, als dass es mir langweilig würde, wenn ich keinem Beruf nachginge.


Geschrieben

Kommt drauf an was man macht. Den ganzen Tag über Zuhause zu sitzen und sich irgendwelche TV Shows rein zuziehen ist sicher nicht für jeden die Erfüllung.



Viele sitzen auch den ganzen Tag vorm Computer.


Geschrieben

Ich würde auch weiterhin arbeiten. Aber nicht mehr als Angestelllter sondern als Chef bzw. Eigentümer. Nach Lust und Laune ins Büro fahren und schauen wie ich aus meinem Reichtum mehr machen kann Zuhause hocken, Golf spielen, verreisen, shoppen etc. würde doch nach einer Zeit langweilig werden...also, ein bisschen Arbeit muss sein.


Geschrieben

Mir gehts immer so: wenn ich einige Zeit frei habe, freue ich mich zunächst darüber, aber dann ist auch irgendwann gut und ich mag wieder gern zur Arbeit gehen. Liegt auch daran, dass ich den Job mag und die Kollegen.

Hierbei ist für mich ein ganz wichtiger Punkt, dass die Arbeit meinen Tagesablauf strukturiert. Habe ich zu viel Zeit, schaffe ich kurioserweise weniger als wenn ich mir die Erledigungen richtig einplanen muss. Habe ich zu viel Zeit, dann neige ich dazu, zu lange im Netz rumzudaddeln, zu lange zu schlafen und Dinge dann vor mir her zu schieben.

Eigentlich finde ich es blöd, aber irgendwie habe ich die protestantisch-kapitalistische Haltung doch ganz schön verinnerlicht; wenn ich nicht arbeite, fühle ich mich tendenziell "unnütz". Als hätte Aspasia@work mehr "Wert" als Aspasia@Freizeit. Komischerweise geht mir das nur bei mir selbst so, bei anderen ist mir das egal. Mir gruselt es auch vor der Rente, ich gebs zu. Wenn ich Freizeit habe, versuche ich auch meistens, was "Nützliches" zu machen. Hm...


Geschrieben

Leider kann ich die Frage nicht gans verstehen.
Nr1.Geht Mann arbeiten?Wenn ja verdiend er
Fuehr zwei.Dann brauchs du nicht arbeiten.
Nr2.Ihr seid reich dann auch nicht.
Oder wass meinst du damit?


Geschrieben

Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?

Ich muss zugeben, ich habe die Antworten bisher nicht gelesen. Möchte aber trotzdem meinen Senf dazugeben.

Ich glaube jeder Mensch braucht eine Beschäftigung, eine Aufgabe. Wir definieren das natürlich in unserer Gesellschaft als Arbeit. Aber das könnte ebenso etwas ehrenamtliches, unentgeltliches sein. Für mich kann das auch immer noch die Kindererziehung sein.

Wenn man es sich leisten kann, ist es durchaus machbar sich mal ein Jahr Auszeit zu nehmen. Aber ein Leben lang ohne Aufgabe, ohne Beschäftigung, ohne Ziel? Für mich wäre das glaube ich nichts.

Ich denke irgendwann fühlt man sich einfach nutzlos und überflüssig.


Geschrieben

Ich finde, dass Arbeiten etwas ganz normales ist. Wenn man gesund ist und im Leben steht, warum soll man dann nicht arbeiten gehen? Das Argument, man hat es nicht nötig (weil wohlmöglich der Partner genug verdient), weiß nicht, für mich wäre das kein Argument.

Allerdings wenn man Familie hat, finde ich das total in Ordnung, wenn einer der beiden zuhause bleibt und sich um "Haus, Hof und Kinder" kümmert.
Es ist auch ok, wenn bei verheirateten Paaren sie oder er sagt, du hör mal, ich bin jetzt schon älter und mir gehts gesundheitlich nicht mehr so gut, ich gehe nur noch Teilzeit arbeiten, oder ich bleibe zuhause.

Denke mal, dass es immer auf die jeweilige Situation ankommt.


Geschrieben

Ich finde, dass Arbeiten etwas ganz normales ist. Wenn man gesund ist und im Leben steht, warum soll man dann nicht arbeiten gehen?



Hi,
weil man auch ohne Arbeit ein glückliches und erfülltes Leben führen kann.
Die Frage ist doch, warum arbeitet man ?
Die meisten doch wohl weil sie es müssen und nicht weil sie es möchten.
Wenn Arbeit soooo toll ist dann frage ich mich warum sich die meisten so sehr auf ihren Urlaub freuen
Gruß Gaby


Geschrieben

Um zur Ausgangsfrage etwas zu sagen :

Nein, man muss nicht, man kann sich auch durch betteln ernähren,
oder sich ernähren lassen wenn man jemanden findet, der es tut.

Also müssen muss niemand.


Geschrieben

also ich geh schon gerne arbeiten. das aber auch nur weil ich das große glück habe das ich genau das machen kann was mir spaß macht. gleichwohl habe ich aber die stunden schon extrem reduziert und arbeite nur noch so viel wie es grade notwendig ist um über die runden zu kommen.
weniger kohle gegen mehr freizeit, ich hab es bis heute nicht bereut.


Geschrieben

Ich denke, dass man nicht in einem Lohn-und-Brot-Arbeitsverhältnis sein muss. Also: Wenn "arbeiten" meint, dass man unter der Weisungsbefugnis eines anderen Tätigkeiten für diesen erbringt: Nein. Muss man definitiv nicht.

Was man muss, ist seinem Leben einen produktiven Sinn geben. Tätig sein. Das kann man aber auch, in dem man sich künstlerisch verwirklicht, Bücher schreibt, bloggt, Podcasts produziert, Apps programmiert... Grunde kann man ja, wenn man finanziell unabhängig ist, alles machen, wozu man Spaß hat.

Darauf kommt's bei der Arbeit übrigens auch an: Wer etwas arbeitet, was ihm keinen Spaß macht, nur um nicht arbeitslos zu sein, der macht was falsch. Und die Aussage "man kann's sich nicht immer aussuchen" ist genauso unsinnig. Man kann. Viele tun's. Andere trauen sich einfach nicht.


Geschrieben

Nein, ich kann (bzw. könnte) auch sehr ausgefüllt und kreativ mein Leben gestalten ohne einer Arbeit nachzugehen. Ich muss es nunmal und es macht mich weder glücklicher, noch unglücklicher. Ich hadere nicht, sondern mache das Beste daraus und bin so fröhlich dabei wie es geht


Geschrieben



Mir geht's hier nicht um eine Diskussion von Hartz IV (die gibt's woanders) und auch nicht um Angeberei von wegen "mein Haus, mein Auto, meine Jacht", sondern schlicht um die Frage:
Wenn man es finanziell nicht unbedingt nötig hat, muss man trotzdem arbeiten?




Hallo sleeping_beasty

mir geht es so, das ich meine Arbeit brauche, ich brauche eine Beschäftigung und Aufgabe. Wenn ich meine Arbeit gut mache , und Lob bekomme baut das mich auf, ich fühle mich bestätigt und macht mich zuftieden.

ich sehe das so, das heutzutage beide mitverdienen müssen, weil die Ansprüche und Kosten steigen.
Bei Alleinerziehenden oder Singles sieht es ähnlich aus, meine Mutter mußte sich zu Lebzeiten mit 3 Kindern auch über Wasser halten, weil es nicht anders ging.

Es sei denn man lernt einen stinkreichen Millionär oder Billionär kennen, aber guck dir doch die ganzen verwöhnten Unternehmergattinnen an, die sind mit so viel Geld auch nicht glücklich, und wissen mit sich nichts anzufangen


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