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Beziehung "ohne Altlasten"

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Beim Stöbern durch die Profile ist mir aufgefallen, dass doch relativ häufig eine Beziehung gesucht wird, dabei aber öfter ausdrücklich verwiesen wird, "ohne Altlasten".
Jetzt frage ich mich und auch Euch, wie dies funktionieren soll, ein gewisses gesetzteres Alter vorausgesetzt.

Die Vergangenheit prägt Jede/n und diese Prägung lässt sich doch nicht einfach verleugnen und unter den Tisch kehren.
Zu Beziehungen gehören immer Kompromisse und wenn die Bereitschaft dazu fehlt, hat doch jedwede Suche gar keinen Sinn, oder?


SabrinaohneSub
Geschrieben

Ich glaube es ist eher so gemeint, dass man Entäuschungen und Liebeskummer verarbeitet hat und nicht mit in die neue Beziehung nimmt, sondern offen auf jemanden Neues zugeht, auch ohne ihn evtl. mit vergangenen Partnern oder deren Fehler in Verbindung zu
bringen.
So in etwa, wenn man betrogen wurde, dass man besonders misstrauisch ist, weil der neue auch betrügen könnte, das sehe ich
als Altlast.

z.B. ich hatte mal einen Mann kennengelernt, der von seiner Frau
auf einem Kegelausflug betrogen wurde, der hatte gleich gesagt,
er würde nie mehr zulassen, dass eine mögliche neue Partnerin ohne verreist. Das geht natürlich nicht


Carolien
Geschrieben (bearbeitet)

Die Vergangenheit prägt Jede/n und diese Prägung lässt sich doch nicht einfach verleugnen und unter den Tisch kehren.
Zu Beziehungen gehören immer Kompromisse und wenn die Bereitschaft dazu fehlt, hat doch jedwede Suche gar keinen Sinn, oder?



Wenn dir irgendeine Frau irgendetwas antut und du mit der Angst in eine Beziehung gehst, diese neue Frau könnte das gleiche tun, dann hast du eine Altlast.

Und nein... Wenn du deine Vergangenheit und alles was darin geschehen oder nicht geschehen ist, sauber und Rückstandsfrei abgearbeitet hast, dann gibt es keine Prägung die störend in die Zukunft wirken könnte. Dann ist man wieder offen und neutral.

Erkranken... Ja, gut. Möglich. Aber gesundwerden muss man wollen. Die meisten Menschen lecken nur zu gern ihre Wunden und lassen nicht los.

Kompromisse? Nein. Was soll das? Ich bin und bleibe auch in einer Beziehung ein Individuum. Warum sollte ich pötzlich als Teil von Etwas irgendwas tun oder lassen, dass ich als Einzelperson nicht tun wuerde?

Du lernst doch einen Partner erstmal kennen, bevor du dich mit ihm zusammenkauerst... Du hattest die freie Wahl zu entscheiden: mit diesen "Macken" kann ich leben oder Nein, das geht nicht.
Du kannst doch nicht Ja sagen und dann Kompromisse verlangen.
Dann duerfte doch der Partner bereits ein Kompromiss sein und nicht mindestens zu 99% das was du wirklich gewollt hast?

Der einzige Kompromiss der in einer Beziehung denkbar wäre ist, die Frage der Tapeten in den gemeinsamen Räumen. Aber da sollte sich ja wohl etwas finden lassen.

In meiner Beziehung: Erlaubt ist was BEIDEN gefällt. Alles andere ist vom Tisch.
"Kommst du mit angeln?" "Mein Frau mag das nicht." "HÄH?.. hast du nicht schon geangelt BEVOR ihr zusammenkamt?"


bearbeitet von Carolien
aql
Geschrieben

Ich dachte immer, dass Altlast nur heißt, dass die Ex irgendwie reinregiert. Hatte einmal eine Bekanntschaft, war mir nicht ganz sicher, irgendwie gut gewesen ... dann hat das Telefon geklingelt, und ihr Ton war plötzlich ein anderer, war dann ihr Fitnesstrainer a.k.a. ihr Ex. Ende.


Geschrieben

Mir sträuben sich schon die Nackenhaare bei dem Wort Altlasten!
Natürlich habe ich Altlasten,meine Kinder sind Altlasten,meine Enkel sind Altlasten,mein Erspartes sind Altlasten,meine jungfräulichkeit die ich verloren habe sin Alturlasten!
Jeder hier,hat Altlasten,sogar ein Neugeborenes hat schon Altlasten,das wären die Eltern!
Das heist im umkehrschluss,nehme eure Beziehung Ernst,und auch die damit angenommen Altlasten,solange ihr dafür nicht Zahlen müsst und ihr nicht hinten Anstehen müsst!


Chilischote_
Geschrieben

Natürlich habe ich Altlasten,meine Kinder sind Altlasten,meine Enkel sind Altlasten...sogar ein Neugeborenes hat schon Altlasten,das wären die Eltern!...

Wenn ich solche Aussagen lese, dann sträuben sich mir die Nackenhaare


Carolien
Geschrieben

Das heist im umkehrschluss,nehme eure Beziehung Ernst,und auch die damit angenommen Altlasten,solange ihr dafür nicht Zahlen müsst und ihr nicht hinten Anstehen müsst!



Was du da aufzählst sind doch keine Altlasten. Und wenn ein ausgewachsener erfahrener Mann in seiner Familie / Beziehung nicht dafuer sorgen kann eben nicht immer hinten anstehen zu muessen, dann sollte er dieses Problem einmal angehen und an seinem Durchsetzungsvermögen und Selbstwertgefuehl arbeiten.
Natuerlich kann es mal vorkommen dass man in der Priorität etwas hinter die eines Kleinkindes rutscht. Aber sowas sollte nie länger als temporär sein.
Ansonsten kann man die Beziehung mit Fug und Recht in Frage stellen.


primer
Geschrieben

...
Die Vergangenheit prägt Jede/n und diese Prägung lässt sich doch nicht einfach verleugnen und unter den Tisch kehren.
...



So sehe ich das auch. Die Frage ist nur, ob man durch seine Vergangenheit (das Wort "Altlast" lasse ich beiseite) misstrauisch oder sonstwie unsozial geprägt wurde.

Dann ist es schwierig wieder auf den "positiven Ast" zu kommen.

Auch wenn man selbst meint seine Vergangenheit "aufgearbeitet" zu haben, kann ein Ereignis eine bestimmte Erinnerung wecken, die z.B. unangenehm ist.
Aber was solls: Wenn man offen bleibt und die Zukunft umarmt kann wenig passieren.


Geschrieben

"ohne Altlasten" heißt für mich: Man sollte mit der alten Beziehung abgeschlossen und sie verarbeitet haben. Und das haben viele eben noch nicht.

Nach einer ernsthaften und längeren Beziehung gibt es doch jede Menge Themen, die man sich erstmal beantworten sollte:
- Warum ist die Beziehung gescheitert und was ist mein Anteil daran?
- Kann ich alleine sein?
- Will ich überhaupt eine neue Beziehung?
- Was ist mir wichtig in und an einer neuen Beziehung?

Schwierig dabei ist, dass die Fragen verstandsmäßig schnell beantwortet sind, aber nicht gefühlsmäßig.

Und das Gefühlsmäßige macht dann auch die Altlasten aus.


Geschrieben (bearbeitet)

ich denke ohne altlasten bedeutet...

nichts aus früheren beziehungen die in der neuen ärger machen könnten
dazu können gehören..

unterhalt, kredite, nicht abgeschlossene beziehungen, sowie besuchsrechte/pflichten


bearbeitet von magnifica_70
Carolien
Geschrieben

"ohne Altlasten" heißt für mich: Man sollte mit der alten Beziehung abgeschlossen und sie verarbeitet haben. Und das haben viele eben noch nicht.



Belastete Menschen haben in der Regeln Formulierungen die sehr viel häufiger törichte Verallgemeinerungen beinhalten und gepaart sind mit einem beleidigten Unterton.
Versucht man zu korrigieren folgt meist nur ein lapidares: Jaja...

Spätestens jetzt empfehle ich: Komm erstmal klar bevor du versuchst mit einem anderen klarkommen zu wollen.


Geschrieben

Ab einem gewissen Alter gibt es keine neue Beziehung ohne Altlasten. Die Vergangenheit hinterlässt bei jedem Menschen Spuren.
Er sollte jedoch mit seiner Vergangenheit abgeschlossen haben und die Altlasten dürfen die neue Beziehung nicht negativ beeinflussen, so meine Meinung.
Ein Mann mit Kindern, die noch mit im Haushalt leben, wären für mich ein absolutes No-Go. Das Thema Kinder ist bei mir abgeschlossen und ich werde nicht mehr in die Mutterrolle einsteigen.
Auch Männer, die permanent über ihre Vergangenheit jammern, Vergleiche stellen und nicht akzeptieren wollen oder können, dass ein neues Kapitel im Leben begonnen hat, kommen für mich nicht in Betracht.
Meine Devise ist: Mit der Vergangenheit abschließen, sie akzeptieren und neue, gemeinsame Wege beschreiten ohne Wenn und Aber.


Geschrieben

Jeder trägt sein Päckchen oder auch Packet durch sein Leben das sich nicht so einfach entsorgen lässt !


SabrinaohneSub
Geschrieben

Erst mal, es ist wohl normal, dass man ab einem gewissen Alter
ein Leben vor der neuen Beziehung hatte, dazu können auch Kinder.
Enkel oder der Haushund gehören, das sind keine Altlasten sondern
gehören dazu, wie kann ich denn Kinder als eine Last betrachten.

Ob ich nochmal Lust hätte, in einem Haushalt mit Kindern zu leben, würde ich mir aber schon gut überlegen, das muss ja auch nicht sein, dann eben ambulant.

Wenn eine Altlast sich darauf bezieht, dass jemand mit vergangen
Beziehungen nicht abgeschlossen hat bzw. so in der Art,
ich wurde betrogen und befürchte das wieder, würde ich schon darüber reden wollen, denn ich habe keine Lust mich wegen Fehlern die andere Leute begangen habe, einschränken zu lassen.
Es gehören ja auch zwei zu allem, das ist aber ein anderes Thema.

Wenn die Altlast finanzieller Natur ist, müsste er eben damit klar kommen, ich hätte damit nichts zu tun


secretwistler
Geschrieben

Manche Zeitgenossen haben eben ein ganz schön verkorkstes Vorleben.

Und immerhin will man sich auch noch in reiferen Lebensjahren mit dem neuen Partner etwas gemeinsames aufbauen.

Wäre doch blöd, wenn etwas aus der Vergangenheit einem dann einen Strich durch die Rechnung macht?

Nicht alle "Altlasten" sehe ich als no-go. Manche werden aber ganz schnell einmal zum KO-Kriterium und man lässt besser, bevor man sich emotional zu sehr verstrickt, die Finger davon.

Für mich wären z. b. sämtliche Formen von psychischen und seelischen Vorgeschichten ein Grund, die Flucht zu ergreifen. Denn so etwas bekommt man mit aller Liebe und Einfühlungsvermögen nicht so weit in den Griff, dass man damit ein erfülltes, gemeinsames, spannendes Zusammenleben hinbekommt. Dafür habe ich einfach zu viele, egoistische, spaßbetonte Ansprüche an das Restleben.

Letztendlich geht es bei so einer Pauschalaussage um die eigene Belastbarkeit. Wie leidensfähig ist man mit einem neuen Partner?

Umso älter man wird, umso weniger Energie ist für Experimente vorhanden. Manche, die auf dem "wahre Liebe schafft alles" Trip sind, mögen das anders sehen.


Geschrieben

Wenn ich eine neue Beziehung eingehe,dann habe ich die alte nicht im Schlepptau!
Da sträuben sich bei mir die nackenhaare wenn ich das als Altlasten deute!
Kenne den Begriff Altlasten nur unter diesem Motto,keine Kinder unterstützen wie zum beispiel,beim studium,so habe ich es öfters gelesen!


Carolien
Geschrieben

Kenne den Begriff Altlasten nur unter diesem Motto,keine Kinder unterstützen...



Das nennt man gemeinhin BElastung. Nämlich eine Finanzielle. Nicht ALTlast.

Altlasten sind im herkömmlichen Sinne lokal begrenzte kontaminierte Bereiche die dann eine normale Nutzung nicht mehr ohne weiteres möglich machen.
Im übertragenen Sinn - und darueber sprechen wir hier - wird dieser Begriff eingesetzt um das Vorhandesein "ungelöster Probleme" zu umschreiben.

Inwieweit es angebracht ist deine Lektuere zu wechseln, musst du fuer dich entscheiden.


SabrinaohneSub
Geschrieben

noch studierende oder anderweitig bedürftige Kinder zu unterstützen
halt ich für normal und ist dann die Sache der Eltern, nicht meine


Geschrieben

Jeder trägt sein Päckchen oder auch Packet durch sein Leben das sich nicht so einfach entsorgen lässt !



Das stimmt. Aber es gibt die einen, die sich mit diesem Päckchen beschäftigen und die anderen, die es verleugnen und sich darüber beklagen.

Eigentlich ist die Anforderung doch klar: Kümmer Dich darum, dass es Dir gut geht und andere nicht unter Dir zu leiden haben.

Anders formuliert: Man kann jede Menge Narben mit in die neue Beziehung bringen, aber bitte keine offenen Wunden.


Carolien
Geschrieben

Anders formuliert: Man kann jede Menge Narben mit in die neue Beziehung bringen, aber bitte keine offenen Wunden.



Dat haste abba sche jesacht.

(Oder wie man bei euch nuschelt. *g*)


Geschrieben

Op kölsch: Jung, dat hesse joot jesacht.


Geschrieben

Was heißt Altlasten ! Das Wort an sich Sagt es ja schon , Alt und Last. Dies in Verbindung mit einer neuen Beziehung, finde ich sehr oberflächlich. Und die wenigsten von ihnen wissen ja noch nicht einmal dass es negative Altlasten und positive Altlasten gibt.
Die größte Altlast trägt man stets in sich selbst nach einer gescheiterten Beziehung. Erst wenn man sie selbst, rücksichtslos aufgearbeitet hat und mit sich in das Reine gekommen ist , erst dann ist man wieder in der Lage eine neue Beziehung zu Führen.


Geschrieben

Das stimmt. Aber es gibt die einen, die sich mit diesem Päckchen beschäftigen und die anderen, die es verleugnen und sich darüber beklagen.

Eigentlich ist die Anforderung doch klar: Kümmer Dich darum, dass es Dir gut geht und andere nicht unter Dir zu leiden haben.

Anders formuliert: Man kann jede Menge Narben mit in die neue Beziehung bringen, aber bitte keine offenen Wunden.



Da stimme ich dir voll und ganz zu, gut auf den Punkt gebracht.


Dornröschen59
Geschrieben

Wenn ich solche Aussagen lese, dann sträuben sich mir die Nackenhaare




sehe ich auch so, ich würde niemals meine Kinder und Enkelkinder als "Altlasten" bezeichnen, *kopfschüttel* sie gehören zu MEINEM Leben dazu und wer das nicht akzeptieren will oder kann ist bei mir falsch.


Engelschen_72
Geschrieben (bearbeitet)

Unter dem Begriff *Altlasten* kenn ich im umgangssprachlichen Sinn Kinder aus früheren Beziehungen und Expartner.

Ich finde und fand diesen Begriff schon immer mehr wie daneben.
Die Kinder meines Partners sind keine *Last*, im Gegenteil, sie sind eine Bereicherung für`s Leben, auch für meines!

Und eine vergangene Partnerschaft ist ebenso keine *Altlast*, denn mein Partner war ja nicht ohne Grund mit dem Menschen zusammen.

In meinem Alter haben Menschen eben schon manches erlebt, Partnerschaften vorher geführt, das gehört zum Leben dazu und empfinde ich nicht als irgendeine Last.

... meine Kinder sind Altlasten...

... nehme eure Beziehung Ernst,und auch die damit angenommen Altlasten,solange ihr dafür nicht Zahlen müsst ...


Du bezeichnest deine eigenen Kinder als Altlast?
Und für Kinder zahlt man, man hat sie ja schließlich auch in die Welt gesetzt und trägt für sie Verantwortung!


bearbeitet von Engelschen_72
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