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Ehe = Lebenslänglich ?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Die Ehe und die damit einhergende Vorstellung einer lebenslangen monogamen Gemeinschaft ist doch eine Illusion und total überholt meiner Meinung nach 

Geschrieben
Vor 13 Minuten , schrieb Heimkind:

Die Ehe ansich ist was schönes. Finde ich.

Doch wenn es nicht mehr passt und man nur noch aneinander vorbei lebt, dann helfen auch keine Kinder oder das Eigenheim:
Dann heißt es eine Entscheidung treffen. Entweder unglücklich das Leben weiter leben oder den Schritt wagen und einen Cut ziehen.

 

Hast du diese Erfahrung selbst gemacht? Wenn ja welche sozialen / finanziellen Konsequenzen hatte dies ?

Geschrieben

Die Frage ist für mich eher wie es dazu kommen konnte, dass einer oder beide die Situation als trostlos empfinden und sich gefangen fühlen.

Zumeist sind die Weichen schon vor langer Zeit falsch gestellt worden, hat seine Wünsche begraben und sieht kein gemeinsames Ziel mehr auf das es sich lohnt zuzugehen.

Warum man sich dann nicht trennt kann viele Ursachen haben:

1. Angst  vor den wirtschaftlichen Folgen der Trennung

2. Angst vor dem alleine sein

3. nicht mehr wissen wie das geht, das Trennen

4. dem Irrglauben anhängen, dass es wieder wird

5. Resignation

6. Angst eine Entscheidung zu treffen die ins Ungewisse führt

Bestimmt gibt es noch viel mehr Gründe. 

Geschrieben

Nach 21 Jahren Ehe hält mich folgendes in der Beziehung. Ich mache dieses Spiel mit höher schneller weiter nicht mit und das versucht wird , beim Sex auch noch das letzte Quentchen Nervenkitzel zu finden. Und weil man sich auch mal zu Zeit hinsetzt und redet wenn irgendwas schief ist.
Die meisten leben heut in einer Wegwerfgesellschaft. Genauso gehen Sie mit ihren Beziehungen um. Reparieren ist nicht. Wird neu gemacht.
Ich glaub meine Generation wird die letzte sein. Die noch Silberne, Goldene oder diamantene Hochzeiten erleben wird. In

Geschrieben

Für mich ist ehe nicht mehr lebenslang. Ich lebe so, wie ich es immer wollte, bin immer auf dem Absprung. Es lebt sich besser mit leichtem Gepäck

Geschrieben

Du beschreibst das wie eine Krankheit. Übrig bleibt für mich die Frage: bist du eine Affäre des beschriebenen Mannes? Dann würde der Thread Sinn ergeben.

Geschrieben
Vor 7 Minuten , schrieb Dragoner004:

Ich habe den Absprung aus der Ehe gerade rechtzeitig genommen, bevor mich meine Ex richtig ausnehmen konnte. Einen sechsstelligen Betrag musste ich trotzdem zahlen. Ich habe meinen Kindern geraten, sollten sie besser dastehen, als ihr künftiger Ehepartner, einen Ehevertrag abzuschließen.

War der finanzielle Aspekt und die Kinder ein Grund die Trennung erst spät in Erwägung zu ziehen ? Was war der Punkt ab dem du den Schritt gewagt hast?

Geschrieben

Mein EX kam mit 47 in die Midlife Krise...

2 Kinder fast 30 Jahre Ehe 25 Jahre in gleichen Unternehmen und der Satz ..War das jetzt alles oder kommt da noch was hätte mich eigentlich mehr beunruhigen müssen.

Es folgte die Scheidung! Letztendlich hat er eigentlich nur die Räume gewechselt. Neu geheiratet und die Frau hat 2 Kinder...wieder in fast identischen Unternehmen eingestiegen, wo er jetzt arbeitet.

Für mich aber brachte es in meinen Leben die grosse Wende.

Ich war immer nur Mutter Hausfrau und immer nur im Mini Jobs tätig.

Bank handwerklichen Geschichte Urlaub grosse Einkäufe alles hat der EX gemacht.

Ich habe mich neu entdeckt und dafür bin ich so dankbar.

Ich glaube wenn man irgendwann an einen Punkt kommt muss man ganz ehrlich zu sich selbst sein...

WAS WILL ICH VON DEM LEBEN??

Ich habe für mich ein neues Leben bekommen und geniesse es.....

Ich finde ein neuer Job bringt  das Selbstwertgefühl echt in Schwung..

Ich habe 4 Versuche durch und bin glaube ich jetzt an der richtigen Stelle.

Brauche ich wirklich einen Partner? Wofür?

Single ist keine Krankheit sondern kann eine sehr begehrte Lebenseinstellung sein!

Meine Wohnung wurde minimalistisch reduziert ...Ich weiss gar nicht wie viele Kartons voll ich an die Strasse gestellt habe.

Ich habe meinen Wert wieder entdeckt und dieses Wort stolz benutze ich gern.

Ich bin stolz mit dem was ich leiste wie ich es leiste und nehme die Zufriedenheit mit.

Ich glaube in der Ehe hatte ich dieses Gefühl nie.

 

Ich habe meinen EX geliebt ,und darüber mich irgendwo vergessen...

Danke für die Trennung....:bangbang:

 

Geschrieben
Vor 11 Minuten , schrieb Thor_76:

Ich bin nun 45 und in langjähriger Beziehung mit Kind.... Wir öffneten vor 2 Jahren unsere Beziehung und plötzlich war wieder frischer Wind im Haus und der Hunger nach Abenteuer und Lebensdurst kommt auch nicht zu kurz! Uns hat es viel mehr zusammengeschweisst. Wir genießen es sehr, diesen Schritt gewagt zu haben!

Das klingt toll. Wer hat den Mut gehabt das anzusprechen und wie war der Prozess sich das gegenseitig zuzugestehen?

Geschrieben
vor 2 Minuten, schrieb caroblack58:

Für mich ist ehe nicht mehr lebenslang. Ich lebe so, wie ich es immer wollte, bin immer auf dem Absprung. Es lebt sich besser mit leichtem Gepäck

Wozu dann überhaupt heiraten? Ersparst dir Zeit und Nerven bei einer Trennung 😅 

Geschrieben

Wie entsteht eine Midlife Crisis? Auf der eine Seite steht: was habe ich erreicht? Und man beginnt mit einer Liste. Auf der anderen Seite steht: was habe ich verpasst? Wieder eine Liste. Und dann überlegt man, hin und her.

Meiner Meinung nach, gibt es drei Möglichkeiten.
1. man ändert alles radikal und stellt dann fest, so geil war das jetzt auch nicht.
2. man ändert nicht, leidet und irgendwann fügt man sich

Oder

3. Mein Favorite: man versteht das alles darauf beruht, das man ständig Erwartungen hat und erfüllt. Dann kommt man zu dem Schluss, das sich ständig vergleichen nur dazu führt, das man unglücklich wird. Man nimmt die Listen aus 1., verbrennt sie, begreift dass das Leben morgen grundlegend anders sein kann und lebt einfach im Moment. Wie der letztlich aussieht, entscheidet dann jeder für sich. Vielleicht aber auch jur vielleicht, ist es ja schon ganz toll.

Just my 2 cents

Geschrieben

Hallo und guten Abend - bin zwar schon ein Mitt-Fünfziger aber dein Szenario ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar.... - ja ok - ich fahr Motorrad - das aber seit ich 18 bin....

Geschrieben
Vor 13 Minuten , schrieb ron_DEG:

So eine Frage hier zu stellen ist doch grotesk. Hier wimmelt es doch von Fremdgehern die einfach den Komfort der Beziehung nicht opfern wollen, aber dennoch rumvögeln müssen. Wobei die ja alle eine offene Beziehung führen (von der einer meist nichts weiß).

Was ist dieser von dir erwähnte „Komfort der Beziehung“ für dich genau? Was wäre ein von dir bevorzugter Umgang mit der geschilderten Situation ?

Geschrieben
vor 14 Minuten, schrieb sainte_marie:

was wäre dieses „alles“ was du erwähnst ?

Vor allem die Finanzen...Scheidung kostet Geld und nicht zu wenig...

Geschrieben

Es könnte ja passen, man weiß es nur nicht in dem Moment... Ich bin das 2. Mal im ehestand. Ich bin auf alles gut vorbereitet 

 

Geschrieben

Alles kann man, wenn es dann von dem anderen auch gewollt ist ändern, gewohnte Strukturen verlassen. Sicherlich vielleicht nicht so wie es viele meinen, alles über den Kopf werfen, es geht auch mit kleinen Schritten aus dem gewohnten Trott heraus zu brechen.
Eine Ehe ist nie ein Versprechen das für ewiglich halten muss, aber kann.

Geschrieben
vor 6 Minuten, schrieb Miss_Adorable:

Die Ehe und die damit einhergende Vorstellung einer lebenslangen monogamen Gemeinschaft ist doch eine Illusion und total überholt meiner Meinung nach 

Ist das wirklich so?

Es gibt genug Menschen die heiraten und ich war auch schon bei einigen Hochzeiten dabei und bei keiner Hochzeit hatte ich auch nur im Ansatz das Gefühl, dass die Ehe nur auf Zeit geschlossen werden sollte. Da war immer der Wunsch und die Hoffnung dabei, dass es hält. Niemand hatte eine Exit-Strategie.

 

Geschrieben

da gibt es viele sehr viele varianten. meine eigene; zweite frau kennengelernt geheiratet, ich beamter sie 450 € basis, dann arbeitssuchend, dann krankheitsbedingt dies und das nicht machen können und dann mein größter fehler BLEIBST du eben zu hause. dann kam arbeitssuchend OHNE leistungen sprich gesetzliche KV ging von meinem geld. den rest könnt ihr euch zusammen reimen.

Geschrieben

Leider werden Ehen viel zu schnell (aus Bequemlichkeit?) Aufgegeben.

Bis das der Tod euch scheidet ist für mich keine leere Floskel.

Wer immer nur das macht was er kann, wird immer nur das machen, was er kann.

Man kan z. B. noch mal zur Schule gehen, sich weiterbilden um aus den Trod rauszukommen, oder um was neues zu machen.

 

Reale Szenarien? Ja, meine

Geschrieben
Gerade eben, schrieb sainte_marie:

Was ist dieser von dir erwähnte „Komfort der Beziehung“ für dich genau? Was wäre ein von dir bevorzugter Umgang mit der geschilderten Situation ?

Es ist die Bequemlichkeit, das erreichte Niveau ohne Anstrengung erhalten zu können. Es ist die Bequemlichkeit das jeder seine Rolle in der Beziehung gefunden hat und jeder das seine macht. Heile Welt und saubere Socken. Wohlwissend das da noch mehr sein muss, aber man nicht die Eier hat konsequent was zu ändern. Warum meinst du glauben Menschen in schlechten Beziehungen oder in schlechten Verträgen oder auch in schlechten Jobs? Es ist immer derselbe Grund; man meint es könnte ja noch schlechter werden, will sich aber nicht damit auseinandersetzen wie weit unten man ist und das es viel weiter nach oben gehen könnte.
Mein bevorzugter Umgang wäre eine gewisse Leidenszeit auf sich zu nehmen und in der Beziehung nicht den Alltag zu planen, sondern wirklich zu kommunizieren. Reden, austauschen nicht 2 Tage ins Wellness-Hotel fahren, ne Pflichtnummer schieben, sich sagen "das müssen wir öfter machen" und dann den gleichen Trott wieder 12 Monate durchzueiern. 

Geschrieben

Leider gibt es wirklich derart arme Schweine, welchen alle Lebensträume genommen wurden und die mit meist dem Druckmittel "die Kinder" ("Er hätte ja verhüten können!" - Zitat Ende) ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse, im Extremfall auch noch den Rest ihres Lebens für die "Selbstverwirklichung" ihrer (Ex-)frauen aufkommen müssen. Abhilfe? Keine! Denn es ist die ewige emotionale Zwickmühle, bei der nicht selten die Kinder als Werkzeug missbraucht werden . . . so lange, bis sie alt genug sind, das perverse Spiel gegen den Vater zu durchschauen.

Gott sei Dank gehöre ich nicht zu diesen bedauernswerten Opfern. Ich erfreue mich ganz im Gegenteil eines intakten sozialen Umfelds mit einigen mittlerweilen im Studium sich befindlichen "Leih"-Kindern. Diese Kinder hatte ich teilweise bereits als Windelpupser auf dem Arm und unterstütze sie von ganzem Herzen, während insbesondere eine der Mütter, welche mich als Absprung vom Vater dieser Kinder missbrauchen und gegen ihn ausspielen wollte, bereits vor Jahren einen kräftigen Tritt in den Arsch von mir bekam, als mir ihr Intrigenspiel klar wurde.

Vor dem Hintergrund, daß sie den Kindsvater jahrelang auf Sozialhilfeniveau hat vegetieren lassen, nachdem die Kinder wegen ihrer Lebensunfähigkeit zum Vater gingen diesem jedoch niemals auch nur einen Pfennig Unterhalt gezahlt hatte, bin ich darauf ganz besonders stolz.

Geschrieben

Ich würde das nicht mal auf das Alter begrenzen... jeder Mensch entwickelt sich anderst, es kann passieren das die Ehe ein lebenlang hält, aber es kann auch passieren das man das Gefühl bekommt eingesperrt zu sein, mit Eheschein... es kann auch schwieriger sein sich zu entfalten wenn beide sich unterschiedlich entwickeln..entweder man macht da einen Schlussstrich und fühlt sich frei oder aber einer von beiden wird sich nie richtig entfalten können... für viele ist ehe immer noch etwas endgültiges und man muss ich anpassen, was aber schwierig sein kann bzw was man auch nicht machen sollte... denn man hat nur das eine leben und da sollte man auch sein leben leben können... ob in der Ehe oder nicht.

Geschrieben
Gerade eben, schrieb FelixKrull:

Ist das wirklich so?

Es gibt genug Menschen die heiraten und ich war auch schon bei einigen Hochzeiten dabei und bei keiner Hochzeit hatte ich auch nur im Ansatz das Gefühl, dass die Ehe nur auf Zeit geschlossen werden sollte. Da war immer der Wunsch und die Hoffnung dabei, dass es hält. Niemand hatte eine Exit-Strategie.

 

Jede zweite Ehe wird heutzutage wieder geschieden 😉 das Modell monogame Ehe an sich ist nicht mehr zeitgemäß

Geschrieben

Moin, vielleicht mit dem/der Partner(in) offen darüber sprechen, vielleicht geht es ihm/ihr ja ähnlich, und dann, im besten Falle gemeinsam, eine Lösung in Angriff nehmen. Allerdings, notfalls auch zur Trennung bereit sein.

Geschrieben

Es ist doch eine einfache Frage. „ Bin ich glücklich?“ darum gehts doch. Nicht um ein Haus, was eventuell Verkauft werden muss. Einfach darum, ob man glücklich ist. Und wenn es nicht der Fall sein sollte, muss man überlegen, was man tun muss um
glücklich zu sein. Das ist ja nicht zwangsläufig eine Trennung. Es sei denn, man wird in der Beziehung nicht mehr glücklich. Aber dieses „aushalten“ weil die eigenen Weichen unumkehrbar sind, sollte nicht Lebensplan sein. Das ist eher ein Gefängnis.

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