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DirtyLoverXL

Ist BDSM mehr als nur ein Fetisch?

Empfohlener Beitrag

Nitrobär
Geschrieben

@Makromaus

Im reinen SM Bereich ist ein Dom-Sub Verhältnis nicht nötig .

Geschrieben

Na ja, die Frage war generell, "mehr als nur ein Fetisch".

Antwort: Ja ;)

Ich halte nicht sonderlich viel davon alles in Schubladen zu pressen. Aber ich weiß auch, dass es hin und wieder nötig ist, um gemeinsame Begriffe für eine Kommunikation zu finden.

Ich hab mit BDSM nix am Hut. Und dennoch hilft es gemeinsame Worte zu finden, um miteinander komunizieren zu können. Ich scheine, unter Umständen, eine dominante Ader zu haben. Ich habe aber durchaus auch eine devote Ader. Und nun *lach*? Bin ich dominant devot. Was ich schon echt cool finde *lach*

Ich bin ich und eh immer anders.

Vielleicht ist Sex einfach immer nur anders?

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glaubensfrage
Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden, schrieb BerthaLou:

Sorry, Jungs. Die klassische Definition von 'Fetisch' ist, dass es ein unbelebter Gegenstand, eben eine Sache ist. Etwas, ohne das sexuelle Erregung nicht mehr möglich ist. Ursprünglich war es ein Begriff mit religiösem Bezug. Da wurde zb einer Figur etwas magisches zugesprochen. Demnach ist das mit Sache = Fetisch auch völlig nachvollziehbar. Das Wort wird heute einfach inflationär benutzt.

nur der form halber: ich als fetischistin möchte mich dagegen verwehren,  das ich ohne latex nicht mehr sexuell erregbar bin, was aber nicht heißt,  das es keine menschen gibt bei denen das  so ist. 

bearbeitet von glaubensfrage
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Heike0308
Geschrieben
vor 35 Minuten, schrieb Nitrobär:

@Makromaus

Im reinen SM Bereich ist ein Dom-Sub Verhältnis nicht nötig .

Es geht hier nicht um den SM Bereich. Es geht hier um den BDSM und da besteht dieses Verhältnis. Auf eine reine SM würde ich mich nicht einlassen. Mir ist es wichtig das die Rollen klar sind und die Grenzen eingehalten werden.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Minuten, schrieb glaubensfrage:

nur der form halber: ich als fetischistin möchte mich dagegen verwehren,  das ich ohne latex nicht mehr sexuell erregbar bin, was aber nicht heißt,  das es keine menschen gibt bei denen das  so ist. 

Ich bezeichne mich als Haarfetischistin und ich bin durch lange Haare sehr leicht sexuell erregbar :)

Aber nicht durch jeden x-beliebigen Langhaarträger. Und auch Kurzhaarträger, können durchaus Gefühle der sexuellen Erregung auslösen

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
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Nitrobär
Geschrieben

@Makromaus

Der SM Bereich ist aber Teil des BDSM , da muß nicht immer Alles involviert sein ,

exakt wie es da auch durchaus ohne SM Komponenten Beziehungen  gibt ,

die auch Teil sind .

 

DirtyLoverXL
Geschrieben

Ich komme erst jetzt dazu, ausführlich zu schreiben und in der Zwischenzeit kamen schon einige Meinungen zusammen...

 

Ich habe die Frage, ob BDSM mehr als nur ein Fetisch ist, gestellt, da nach meinem Empfinden in letzter Zeit viele Themen im Forum eröffnet wurden, in denen eine persönliche Vorliebe, Neigung oder Obsession als Fetisch dargestellt wird. In vielen Fällen würde ich selbst sagen, dass es sich nicht um einen Fetisch handelt, aber mir ist auch klar, dass der Begriff "Fetisch" inzwischen ebenso wenig in seiner ursprünglichen Bedeutung verwendet wird wie "Nymphomanie". Allerdings hat mich das dazu gebracht, darüber nachzudenken, ob ich selbst einen oder gar mehrere Fetische habe und worum es sich dabei handelt. Letztendlich kann ich höchstens BDSM an sich als Fetisch anführen, da die einzelnen Neigungen und Praktiken wie Bondage oder Spanking für sich genommen zwar als Fetisch gelten könnten, deren Ausübung aber nicht die in meinen Augen für einen Fetisch unabdingbare Notwendigkeit besitzt.

In diesem Zusammenhang interessiert es mich, wie Leute, die sich als BDSMler betrachten, darüber denken. Sehen sie ihre Neigung zu BDSM als einen Fetisch oder ist es eher eine Ansammlung verschiedener Fetische, die sich beim BDSM vereinen? Oder sehen sie das ganze überhaupt nicht als einen Fetisch?

Mir ist klar, dass am Ende dieses Themas kein Konsens stehen wird, aber ich bin dennoch neugierig darauf, wie die verschiedenen Auffassungen unter den Nutzern des Forums verteilt sind. Denn gerade beim Thema BDSM kann man sich stundenlang verbal die Köpfe einschlagen, bis man schließlich feststellt, dass man von Anfang an völlig verschiedene Sichtweisen zum gleichen Begriff hatte. 

 

Anhand der bisherigen Beiträge gehe ich davon aus, dass die Mehrheit der BDSMler ihre Neigungen nicht als Fetisch betrachten, was insbesondere daran zu liegen scheint, dass der Begriff "Fetisch" mit einer gewissen Exklusivität verbunden ist, die meisten BDSMler aber nicht auf eines Aspekt des BDSM fixiert sind, sondern vielfältige Neigungen besitzen und ausleben. Wenn überhaupt könnte man also nur BDSM selbst als Fetisch bezeichnen, was aber überwiegend abgelehnt wird. Das führt mich zu dem Schluss, dass die Bedeutungsfelder der Begriffe "BDSM" und "Fetisch" im Verständnis der meisten User keine oder höchstens eine geringe Schnittmenge aufweisen.

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Geschrieben

Wenn du die Frage allgemein stellst, kannst du auch auch nur Antworten bekommen, welche im Mainstream liegen,

oder gar die Wiki als seriöse Quelle nennen.

Nur weil sich BDSM'ler gegen den Begriff Fetisch wehren, muss es nicht richtig sein. Zudem man auf das "F" auch verzichtet hat,

weil BDSM bereits viele Fetische (Ersatzobjekte oder Körperteile) beinhaltet. Bondage beinhaltet Seile oder Ketten als mögliche Objekte, SM gar

eine Vielzahl an Instrumenten als mögliche Objekte.

Eine Trennung innerhalb des Akronyms ist überhaupt nicht möglich, da Ersatzobjekte Bestandteile der Sexualität sind.

Lediglich Verhaltensweisen wie D/s werden nicht genannt, was aber daran liegen mag, dass diese keine sexuelle Orientierung darstellen

und D/s bislang nicht fundiert vom Vanilla abgegrenzt werden kann.

Aus sexualmedizinischer und rechtlicher Sicht zählt Fetischismus zu den sogenannten sexuellen Variationen.

Zu diesen gehören wiederum Sexualpraktiken wie z. B. Exhibitionismus, Sadismus, Masochismus, Frotteurismus,...

BDSM kann somit nie mehr als Fetischismus sein, sondern nur ein Bestandteil vom Fetischismus sein.

Einige wenige Länder wie Deutschland, sehen mittlerweile SM als sexuelle Orientierung an, was hoffen lässt, dass SM in Deutschland

irgendwann ähnlich Anerkennung wie die Homosexualität erfährt. Jedoch ziehen sich die SM'ler gerade in den letzten Jahren wieder

in ihre Subkultur zurück, da BDSM immer mehr zu einer Modeerscheinung wird. Die Fachliteratur spricht für den Zeitraum der letzten 30 Jahre

von einem fetischistischen Stil-Empfinden. Was auch Verhaltensmuster wie D/s oder Modelinien wie "Punk-style in revolt" erklären mag.

Man darf auch nicht vergessen, dass BDSM hauptsächlich nur in dekadenten Gesellschaften existiert.

Quellenherausgeber: Faust, V., E. Faust, G. Kockott, C. Scharfetter

HHgentleman57
Geschrieben

Was ist BDSM - da gibt es keine allgemeingültige Definition, das wurde hier schon mehrfach betont, dem kann ich nur beipflichten.

Was ein Fetisch ist kann definiert werden und geht weit über ein "finde ich klasse" hinaus.

 

Ich weiß das für viele es sehr wichtig ist Dinge zu definieren um für sich selbst einen Ankerpunkt zu finden, um sich selbst einordnen zu können. Viele sind verunsichert, gerade am Beginn ihres Findungsprozesses. Was denkt die/der potentielle Partner? Was die Familie, die Kegelbrüder, der Pfarrer, wenn die rauskriegen was ich so denke und tue?

Speziell in  Regionen wo die Sozialkontrolle sehr stark ist, ist schwieriger diese Normen zu durchbrechen.

Wenn man jedoch all die gesellschaftlichen Normen und Denkbremsen überwindet stellt man fest: Hey, ich bin ja gar nicht "pervers" - ich erlebe die Beziehung, den Sex der mir gefällt.

Celine316
Geschrieben

Ich selbst habe 7 Jahre SM gelebt........damit war auch BDSM verbunden. Es ist grundsätzlich jedem seine eigene Einschätzung, wie er zu SM......BDSM........oder sonstwas steht! In jeder Phase des gelebten gibt es Dinge mit denen man sich wohl fühlt und dieses Gefühl nennt man Fetisch !

Man könnte auch sagen es ist dem jenigen sein Geschmack...!

FKöln
Geschrieben

Für die einen ist BDSM eine Sammlung von Fetischen und Techniken, für die anderen ein Pseudonym für harten Sex und dann sind da noch diejenigen, die BDSM als Weltreligion anpreisen, dessen Hohepriester sie gerne wären.

Letztlich ist BDSM doch etwas, das jeder für sich anders auslegt. Egal, ob nun zwischendurch mal die mit Seitentüchern gefesselte Freundin mit einer Feder gekitzelt wird oder ob TPE ins Spiel kommt, jeder betreibt eine Form des BDSM. Wobei ich im Grunde jedem wünsche, nicht darüber nachdenken zu müssen, ob das, was Spaß macht, nun BDSM ist oder nicht.

Für mich persönlich, und das ist meine eigene Sichtweise, steht BDSM für eine Form des Zusammenseins. Eine sehr intensive, bei der ein Part die Verantwortung für das Vertrauen übernimmt, das der andere Part ihm schenkt. Es steht für die Bereitschaft, sich zu öffnen und fallen zu lassen, und es steht im Gegenzug für die Bereitschaft, aufzufangen und zu führen. BDSM steht auch für die Fähigkeit, andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Auch wenn ich nichts mit Switchern oder mit Petplayern anfangen kann, so muss ich ihnen zugestehen können, dass sie darin ihre Erfüllung finden, ebenso wie ich von ihnen erwarte, dass sie akzeptieren, dass ich meine Erfüllung darin finde, mich in das Innerste meiner Partnerin einzugraben.

Und ganz ehrlich: Mir ist es so dermaßen egal, ob das, was ich praktiziere, nun BDSM ist, SM oder SIW, für mich ist die Hauptsache, dass meine Partnerin und ich darin aufgehen können und wir uns damit wohlfühlen.

 

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Lebensfroh85
Geschrieben

.. BDSM .. FETZT! 🤘🤘

Und verändert alles im Leben.. 😌🤙🤙

Mooni123
Geschrieben

Also erstmal ist BDSM mehr als EIN Fetisch, da das ganze Wortkonstrukt ja aus verschiedenen Abkürzungen besteht. Bondage, Disziplin, Dominance, Submission, Sado-Maso. Soweit glaube ich hieß das. 
Das heißt natürlich dass man SadoMaso als einzige Sache toll finden kann - aber trotzdem unter den Begriff BDSM steht, kann aber auch sein dass man jede Spielart mag, BDSM betrifft ja ein sehr großes Feld an verschiedenen Neigungen. 
Die Definition für BDSM gibt es schon, wie jeder das für sich definieren möchte - muss jeder selbst entscheiden. Ich zum Beispiel sehe mich auch als BDSM-ler obwohl ich keinen Gefallen an Schmerz finde. 
Also um deine Frage zu beantworten, ja BDSM ist ein Fetisch - der aber aus vielen weitern Unterarten und Unterfetischen besteht.
Am besten jeden persönlich fragen, was er in dem Bereich so mag und was nicht :)

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