Sexspielzeuge und Sextoys

Sexspielzeuge und Sextoys

Das Wort Sexspielzeug ist der Sammelbegriff für alle Objekte, Apparaturen und Maschinen, die der sexuellen Stimulation oder Befriedigung dienen. In der Regel werden dabei die männlichen bzw. weiblichen primären Geschlechtsteile dargestellt, so dass der/die Anwender/in den Geschlechtsverkehr auch ohne Partner simulieren kann. Im Zuge der sexuellen Revolution und der Aufklärung haben Sexspielzeuge auch beim Liebesspiel zwischen Partnern ihren festen Platz gefunden.
Der Dildo ist vermutlich das älteste Sex-Toy der Welt. Oft in Form eines Phallus gestaltet ist er für sexuelle Penetration und andere sexuelle Aktivitäten während der Masturbation oder des Spiels mit einem Partner gedacht. Es gibt ihn auch mit eingebauter Vibration (Vibratoren), für die vaginale und anale Penetration, in verschiedensten Formen, Farben und Materialien. Er wird von allen Geschlechtern und sexuellen Orientierungen verwendet.
Liebeskugeln, auch Vaginalkugeln genannt, haben ihren Ursprung in Japan. Dort sind die beliebten Sexspielzeuge unter den Bezeichnungen „Rin-no-tama“ bzw. „Ben-wa“ zu finden. In ihrem Aufbau bestehen die meisten Liebeskugeln aus einer Schnur mit zwei Hohlkugeln inklusive einer kleinen Metallkugel in ihrem Innenraum. Richtig angewandt, unterstützen sie Deine Beckenbodenmuskulatur und ermöglichen Dir damit eine größere Empfindsamkeit beim Sex.
Ein Vibrator ist ein elektronisches Sexspielzeug, das zur sexuellen Stimulation des Körpers eingesetzt wird. Meist hat es die Form eines Penis bzw. Dildos und besteht aus Gummi, Kunststoff oder Silikon. Ursprünglich wurde der Vibrator in der Medizin zur Behandlung von Hysteriepatientinnen angewandt. So war es im 19. Jahrhundert durchaus nicht ungewöhnlich, dass sich Frauen der Mittel- und Oberschicht von ihren Ärzten persönlich befriedigen ließen. Da die Ärzte jedoch in Folge der vielen Behandlungen ständig über Krämpfe in den Fingern klagten, bedurfte es schließlich einer anderen, technischen Lösung: und so erfand man schließlich den Vibrator. Übrigens: Der Vibrator gilt auch als das fünfte elektronische Haushaltsgerät, das jemals erfunden wurde – noch vor dem elektronischen Staubsauger oder Bügeleisen.
Die Vorliebe: Anal-Toys? Spielzeuge, die man in den Anus einführt, werden Anal-Toys genannt. Diese Vorliebe ist für viele äußerst reizvoll. Der Afterbereich ist nämlich mit vielen Nervenenden ausgestattete. Das macht ihn zu einer hochempfindsamen, sexuell stimulierbaren Zone. Beim Mann dienen Anal-Toys auch der Stimulation der Prostata. Es ist nämlich durchaus möglich, durch reine Stimulation der Prostata einen Orgasmus zu erzielen. In Folge des Reizes werden nämlich die Prostatamuskeln und Harnleiter sowie die Beckenbodenmuskulatur aktiviert. Bei der Frau dienen Anal-Toys vornehmlich der Stimulation des A-Punktes, wobei hier A nicht für Anal sondern für Anterior Fornix steht, einer Stelle in der bauchseitigen Einkerbung des Muttermunds. Sie kann vom Rectum aus gut erreicht werden. Anal-Toys können auch zur Vorbereitung des Analverkehrs eingesetzt werden. Zur Dehnung bietet sich beispielsweise der Butt-Plug (engl. Butt = Arsch, Plug = Stecker) an, ein kegelförmiger Plug, der sich zum Ende hin verjüngt und mit einer kleinen Platte abschließt. Die Form hat den Vorteil, das die Ringmuskulatur entspannt gedehnt werden kann während ein unbeabsichtigtes hineingleiten oder herausfallen vermieden wird. Ein interessantes Anal-Toy sind auch „Anal Beads“ (Anal-Perlen), auch Anal-Ketten genannt. Es handelt sich um an einer Schnur aufgereihte Kugeln, die von der Spitze zum Ende hin leicht größer werden. Idealerweise zieht man sie beim Orgasmus langsam heraus, um die Klimax zu verstärken. Für den Analeinsatz gibt es eine unendliche Auswahl an Dildos. Vom kleinen Stossdildo bis zu grossen Dildos aus Glas, Gummi oder Stahl reicht die Palette. Es gibt auch spezielle Prostata-Dildos. Sie sind gebogen und damit besonders gut geeignet, die Prostata zu massieren. Alltagsgegenstände wie Holzstiele, Kerzen, Obst oder Gemüse lassen sich ebenfalls als kostengünstige Anal-Toys - aber bitte vorsichtig - verwenden. Es gibt spezielle Gleitmittel für den Analbereich, an denen man nicht sparen sollte, damit es nicht zu Reizungen, schmerzhaften Wunden und Rissen an der empfindlichen Rosette und den Schleimhäuten kommt. Auch empfiehlt es sich bei der Verwendung von Anal Toys, insbesondere aber bei Maiskolben, Zucchini, Gurken, Bockwurst usw. Kondome zu verwenden, um keine Infektionen durch Bakterien zu riskieren. Vor dem Einsatz beliebiger Anal-Toys ist eine Reinigung des End-Darms zu empfehlen. Das gelingt ziemlich einfach mit einem Klistier. Ein günstiges Klistier ist eine Birnenspritze, eine Art birnenförmiger Gummiball, den man mit warmem Wasser füllt, die Spitze in den Anus einführt und dann das warme Wasser einspritzt. Es empfiehlt sich, den Vorgang mehrmals zu wiederholen, jedenfalls so oft, bis nur noch Wasser kommt. Man kann sich auch mit dem Handbrausenschlauch einen Einlauf verpassen. Wichtig dabei ist, nicht zu viel Wasser einlaufen zu lassen. Es reicht, die letzten ca. 25 cm des Darms zu reinigen. Denn dann folgt ein leichter, natürlicher Darmknick, der verhindert, dass der gesamte Darminhalt durch das Wasser aufweicht und in den nächsten Stunden immer wieder nach unten rutscht. Es ist ziemlich egal, was für ein Anal-Spielzeug man sich einführt. Hauptsache ist, dass sich das Ganze gut anfühlt! Text von Nordseebär
Ein Penisring (auch Cockring genannt) bezeichnet einen aus weichem Material (z.B. Leder, Gummi, Silikon) gefertigten Ring, der um den Penis, die Eichel oder den Hodensack des Mannes gelegt wird. Zum einen soll er die Erektion und den Orgasmus verstärken und zum anderen, den Penis größer und härter wirken lassen. Aber Vorsicht: bei einem zu eng angelegten Penisring oder bei einer zu lang andauernden Anwendung besteht die Gefahr, dass der Penis geschädigt wird.
Bei Maturbatoren handelt es sich meist um röhrenförmige Geräte zur Selbstbefriedigung des Mannes. Die bekanntest Form der Lustmuschi für Männer erinnert an eine Taschenlampe (engl.: “Flashlight”). Hier wurde einfach das “a” gegen ein “e” getauscht und schon hat man einen neuen Begriff für dieses erfolgreiche Männerspielzeug kreiert: “Fleshlight” (wörtlich: “Fleischlampe” oder “Fleischlicht”). Diese Taschenmuschi, auch “Seemannsbraut” genannt, versucht den Masten des Mannes möglichst gefühlsecht zu verwöhnen. Fleshlights gibt es inzwischen in unzähligen Varianten. Man kann sich für einen Muschi-Eingang (Vagina), einer analen Eingangspforte (Anus) oder einem Mund entscheiden. Das Innenleben besteht aus gerillten, genoppten und anderweitig strukturierten, weichem, dehnbaren Material, mit dem der Penis erregt und stimuliert wird. Außerdem lässt sich für eine zusätzliche Sogwirkung ein Vakuum erzeugen. So entstehen Gefühle wie beim vaginalen oder analen Sex oder wie beim Blow job. Natürlich gibt es inzwischen ein große Anzahl von Konkurrenzprodukte. Darunter auch Masturbatoren speziell für Blowjobs oder für das variantenreiche Lusterlebnis homosexueller Männer. Für Einsteiger sind auch Einweg-Maturbatoren erhältlich. Damit lässt sich ohne größeren Kostenaufwand testen, ob man an dieser Art der Selbstbefriedigung Spaß hat.
Gummipuppen sind etwa lebensgroße Nachbildungen von Frauen und Männern in der Regel mit penetrierbaren Öffnungen zum Zwecke der Selbstbefriedigung. Es gibt sie belegbar schon seit über 100 Jahren. Sie kosten zwischen etwa € 10 für einfache aufblasbare Gummipuppen bis hin zu mehreren tausend Euro für Luxuspuppen mit festem Körper und hautähnlichem Material. Sie werden als Partygag auf Jungesellenabschieden und Partys aber auch zur Selbstbefriedigung oder im BDSM Bereich zur Demütigung und Erniedrigung eingesetzt. Es gibt auch den Fetisch (Pygmalionismus), in dem dann eine Gummipuppe im Mittelpunkt steht. Gummipuppen kommen auch in Musik und Film vor z.B.: Franz Morak: Abwaschbar, Roxy Music: Every Dream Home A Heartache, The Police: Sally, Frank Zappa: Ms. Pinky und Little Rubber Girl, Sodom: Stumme Ursel, ACDC verwenden bei "Whole Lotta Rosie" eine Gummipuppe als Deko oder. Auch in einigenFilme kommt die Gummipuppe vor.: Lars und die Frauen, Air Doll, Puppenmord, Das Messer am Ufer oder Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug. Text von Nordseebär
Sex mit verbundenen Augen ist prickelnd, da man nicht weiß, was der andere als nächstes vorhat. Außerdem schärft man die übrigen Sinne automatisch, sobald man einen ausschaltet. Berührungen werden so intensiver wahrgenommen. Ein gutes Vertrauensverhältnis ist Voraussetzung Egal ob mit Seidenschal oder professioneller Augenbinde, der "erblindete“ Partner muss die Bereitschaft mitbringen, sich dem anderen auszuliefern und sich völlig auf ihn einzulassen. Das setzt viel Vertrauen voraus. Eine beliebte Spielart ist, Speisen und Getränke einzubeziehen. Diese werden entweder verfüttert oder vom Körper des anderen geleckt, gelutscht oder abgeknabbert. Der Partner mit den verbundenen Augen muss nicht zwangsläufig auch den passiven Part übernehmen. Viele empfinden es als durchaus lustvoll, den Körper des anderen "blind“ zu erkunden. Wenn Dich diese Neigung interessiert, sieh Dir auch die folgenden Seiten an: Blümchensex, Fesselspiele, Seide
Mit Handschellen (auch Handfesseln oder Handschließen, umgangssprachlich „Acht“ genannt) werden Hände gefesselt. Dabei werden die beiden miteinander verbundenen und einem Einrastmechanismus versehenen Metallringe um die Handgelenke geschlossen. Dies kann auf verschiedene Arten geschehen (z.B. vor dem Bauch oder auf dem Rücken). Außer bei Polizei und den Justizbehörden (bei Festnahmen und Überführung von Gefangenen) finden Handschellen auch im Erotik-Bereich Verwendung. Hauptsächlich in der BDSM-Sparte dienen sie beim Bondage für diverse Fesselspiele. Allerdings sollte man dabei gewisse Regeln befolgen, da der unsachgemäße Einsatz der Handfesseln zu dauerhaften Nervenschäden führen kann. Hand- und Fußschellen, die aus speziellen D-Ringen gefertigt sind, mindern dieses Risiko erheblich, sind in der Szene aber allgemein verpönt. Beim Vanillasex werden gerne Plüschhandschellen (sind mit einer weichen Polsterung ummantelt) eingesetzt. Der Besitz von Handschellen fällt in Deutschland nicht unter das Waffengesetz und ist somit nicht strafbar. Handschellen gab es bereits im Mittelalter. Das noch heute gängige Modell wurde 1912 in den USA patentiert. Wenn Dich diese Neigung interessiert, sieh Dir auch die folgenden Seiten an: Augen verbinden, Rollenspiele
Nicht erst seit dem Bucherfolg von 50 Shades of Grey wissen wir, dass es sich lohnt im Bett zu experimentieren. Und in der BDSM-Szene gehört die Peitsche schon längst zum festen Repertoire. Als Schlaggerät, besteht sie in der Regel aus einem Stiel sowie einem Lederriemen – grundsätzlich sind jedoch auch Riemen aus Gummi, Latex oder Frottee denkbar. Neben der Bestrafung dient der Einsatz einer Peitsche vor allem dem Lustgewinn. Anfängern sollten sich jedoch stets vorsichtig beginnen und die Intensität der Hiebe nicht übertreiben. Vor dem Einsatz einer Peitsche empfiehlt es sich zudem, die entsprechenden Körperpartien durch leichte Massagen aufzuwärmen. Dies fördert nicht nur die Durchblutung, sondern reduziert zugleich das Verletzungsrisiko.
Eine Nippelklemme bezeichnet eine Brustwarzenklemme, welche die Brustwarzen stimulieren soll. Meist handelt es sich dabei um eine Klemme, die per Stellschraube auf die entsprechende Brustwarzengröße eingestellt werden kann. Allerdings sollte man stets vorsichtig vorgehen: Vor der Anwendung sollten die Brustwarzen erst einmal oral oder mit den Fingern stimuliert werden. Grundsätzlich kann eine Nippelklemme auch an anderen Körperpartien zum Einsatz kommen. Der eigenen Fantasien sind schließlich keine Grenzen gesetzt und erogene Zonen am Körper gibt es viele.
Ein Aphrodisiakum (Mehrzahl Aphrodisiaka) ist ein Mittel zur Belebung und Steigerung des Sextriebs. Das Lustempfinden, die Libido soll angeregt werden. Vom Mittelalter bis heute Viele kennen den verfilmten Roman “Das Parfum”. Erzählt wird die Geschichte von Jean-Baptiste Grenouille, der ein unwiderstehliches aphrodisierendes Parfum kreierte. Es wirkte so stark, dass die Frauen und Männer ihn, als er sich damit überschüttete, voller unbändiger Sexgier und Geilheit in einer Orgie in Fetzen rissen. Tja, auf die Dosis kommt es halt an. Zu viel vom Guten kann ganz schlecht sein. Im Mittelalter galten nicht nur Gerüche, sondern auch Grünkohl, Petersilie und diverse Kräuter sowie Gewürze wie die Muskatnuss als Aphrodisiakum. Sogar die Tomate zählte zu den “Zaubermitteln”, daher rührt in manchen Regionen heute noch der Name „Liebesapfel“ oder „Paradiesapfel“. Für die aphrodisierende Wirkung vieler Naturmittel gibt es allerdings bis heute keine eindeutigen Belege. Was viele Menschen nicht davon abhält, in dem Genuss von Ingwer, Chili, Austern, Spargel, Ginseng, Safran und auch Schokolade eine Möglichkeit zu sehen, ihre Lust auf natürlichem Wege zu steigern. Jedenfalls soll Casanova, der klassische Schwerenöter, täglich 50 Austern geschlürft haben. Keine Wunder erwarten Aphrodisiaka werden keine Wunder vollbringen, doch sofern sie ein wenig die Lust steigern, haben sie ihre Aufgabe schon erfüllt. Viagra & Co spielen in einer anderen Liga Drogen und Medikamente zur Behandlung erektiler Dysfunktionen, wie z. B. Viagra, Levitra, Tadalafil, Apomorphin, Alprostadil gehören übrigens nicht zu den Aphrodisiaka. Das sind Medikamente zur Behandlung von sexuellen Störungen.
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung der Webseite erklärst du dich damit einverstanden, dass die Seite Cookies nutzt.