Jump to content
AndreasausROW

Warum wird der Sex nach der Ehe und Kinder weniger???

Empfohlener Beitrag

AndreasausROW
Geschrieben

Hallo leute,
geht es einigen von Euch auch so? Nach der Ehe wurde der Sex ja schon weniger, aber nach der Geburt unserer 2 kleinen hat sich der Sex auf so ca. null reduziert.
Alles ist Gut, verstehen uns weiterhin blind. Quasi eine Bilderbuchfamilie, nur ohne Hund:-)
Aber so ohne Sex ist es echt belastend. Und jedesmal wenn ich Sie drauf anspreche oder einen zärtlichen Versuch starte dann werde ich geblockt:-(

Hat jemand eine Erklärung dafür? Wo war es genauso und wie wurde abhilfe geschaffen?

Gruß Andreas


Schlüppadieb
Geschrieben


1. ist die Formulierung etwas missverständlich, denn Du redest von "nach" der Ehe, da haben die meissten recht wenig Sex

2. und auch auf die Gefahr, das Du mir widersprechen magst, weil Du Dich davon nicht angesprochen fühlen magst, ist ein häufiger Grund ganz einfach Überforderung.

Viele Frauen haben nach der Geburt oft das Gefühl, plötzlich einen 24 Stunden Tag zu haben, selbst wenn es nicht bedeutet, permanent etwas zu tun zu haben, aber der Kopf kommt nicht mehr zum Stillstand.

Und das ist eine denkbar schlechte Voraussetzung, den Kopf für das Liebesleben frei zu bekommen ( etwas, womit im besonderen Frauen oft ein Problem haben ( nicht böse gemeint ) ).

Der Mann geht seinem Job nach, kommt nach Hause und hat dann erst einmal Freizeit bis zum nächsten Tag.

"Klar, das er dann auch auf so Flausen wie Sex kommt, hat ja auch Zeit für solche Gedanken. Sieht er denn nicht, das ich dafür jetzt gar keinen Kopf dafür habe ? Eigentlich wär es mir lieber, wenn er mich ein wenig entlasten würde, mir Freiräume schaffen würde; damit mein ich nicht mal eben den Mülleimer runterbringen"

Es geht dabei nicht einmal so sehr darum, ihr körperliche Arbeiten abzunehmen, sondern ihr stärker zu vermitteln, dass das gemeinsame Familienleben sich nicht nur um das Geld verdienen dreht, sondern um die gemeinsame Verantwortung rund um die Uhr. Sicherlich auch ein wenig um die Anerkennung, dass das Mutter sein ein Fulltimejob ist.


Geschrieben

Danke Prickel ,besser kann man es als Mann kaum zusammenfassen .

Ich vermute das es den meisten jungen Familien so geht,da zeigt sich dann was die Partnerschaft taugt.Das hilft Dir zwar jetzt nicht viel,ist aber so.

Nimm Ihr die Kinder ab,geh mit ihnen raus,schaff ihr Freiraum nur für sich und nicht nur mal ne Stunde,sondern regelmäßig.Zeit die sie für sich planen kann,wo sie sich drauf freut.Und auch das braucht eine Weile,das sie sie nicht mit aufräumen verplempert.

Zeig ihr das sie eine Frau ,Deine Frau,ist. Nicht"nur" die Mutter Deiner Kinder.

Bei vielen wird es besser wenn die Frau wieder arbeiten kann. Das Chaos bleibt das Gleiche oder wird noch schlimmer ,aber Menschen um sich zu haben,die mit Einem wie ein normaler Mensch reden und nicht nur Mutti hinten Mutti vorne,ist so viel wert,das Väter sich das manchmal nicht vorstellen können.


Susi


Geschrieben (bearbeitet)

Es stimmt schon was Prickel schrieb!



Dennoch war es bei mir genau umgekehrt! Während der Ehe, sowohl vor als auch nach der Geburt unserer Tochter, lief wenig bis gar nichts. Jetzt sieht das anders aus, wenn auch mit ‚einer‘ anderen Frau! Aber meine Situation, wie auch die meiner Ex-Frau, ist wohl nach allem was ich zu diesem Thema gehört und erfahren habe, nicht unbedingt typisch.



Einen Rat zu geben, fällt extrem schwer, manchmal sind es nur Kleinigkeiten im Zusammenleben, die diese Unlust verursachen. Oft ist es aber auch die Haltung der Frau oder auch des Mannes zu diesem Thema. Und entgegen der langläufigen Meinung, offene Gespräche sind hier ein Allheilmittel, kann genau dieser Ansatz das Gegenteil bewirken und die Frau fühlt sich noch mehr unter Druck gesetzt.



Es ist schon vertrackt, eigentlich kann ‚Mann‘ hier nur verlieren!? Das ist zumindest meine Erfahrung, die sollte Dich aber nicht abschrecken. Die Frage nach dem Warum, solltest Du jedoch in jedem Falle stellen; stelle sie ernsthaft und gib Ihr ruhig etwas Zeit um zu antworten (so etwa ein bis zwei Wochen), sei in dieser Zeit nett und zugewandt, aber sei auch distanziert. Nicht um Ihr zu zeigen was Sie ggf. verlieren würde, sondern damit Sie sich mit der Frage richtig auseinander setzen kann. Unterstütze Sie in dieser Zeit vor allem im Haushalt. Achte darauf das Sie sich mindestens einmal mit Ihren Freundinnen trifft, oder zumindest ausgiebig mit Ihnen austauscht. Beobachte Sie und achte darauf, dass Sie sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt.



Glaube mir ich kenne diese Situation aus sehr leidvoller Erfahrung, und auch wenn ich jetzt buchstäblich einen Traum lebe, ein Patentrezept habe ich nicht. Ich glaube das gibt es auch nicht! Ich habe einfach nur Schwein gehabt und mein aktuelles Leben verdanke ich vielen Zufällen und guten Freunden.


VG und viel Erfolg

Paul


bearbeitet von 69Paul69
Ballou1957
Geschrieben

Das Problem mit den "offenen" Gesprächen ist oftmals, dass die gar nicht so offen sind: zumindest nicht ergebnisoffen.
Wenn die Zielsetzung: "Ich will mehr Sex von Dir!" das oberste Thema ist und damit eigentlich von vorneherein eine "Zusatzleistung" verlangt wird, dann ist die Reaktion des Rückzugs vorprogrammiert. Und die innere Aversion gegen sexuelle Avancen danach ebenfalls.

Meist beginnt das doch schon früher, weil Sex in der Ehe zu einem "normalen Butterbrot" verkommen ist und nicht mehr als Gourmetmahlzeit oder -happen den Alltag überhöht.
Je weniger lustvoll genossen, umso leichter ist der Paradigmenwechsel zur Pflege und Aufzucht des Nachwuchses


Geschrieben (bearbeitet)

das problem kenne ich auch als mann. wenn ich urlaub habe, mache ich hier fast alles, den kleinen bespaßen, die wohnung sauber etc.
sie kann sich in ruhe auf ihre arbeit konzentrieren....
aber wehe du fängst mal abends an mit zärtlich sein an etc.
" ne bin müde, habe den kopf voll, etc"

kenn das auch hier .... als mann hat man es nicht einfach, und es ist nicht einfach ein mann zu sein...lol

aber alles wird gut, man lenkt sich dann halt mit was anderem ab. erst gar nicht an sex etc. denken auch wenn es schwer fällt.


LG
(der männliche teil)


bearbeitet von Je30_Je25
dejay
Geschrieben


Alles ist Gut, verstehen uns weiterhin blind. Quasi eine Bilderbuchfamilie, nur ohne Hund:-)



In diesem Satz sehe ich eine große Gefahr. Ich habe schon häufiger die Erfahrung gemacht, das meist nur eine Hälfte der Partnerschaft das so sieht. Und ich erlebe auch sehr häufig, das gerade Paare, die obiges von sich behaupten, zuwenig miteinander reden. Ich kenne Dich ja nicht. Aber erkundigst Du Dich denn auch mal bei Deiner Frau, wie sie mit Allem klarkommt. Oder dreht sich das Gespräch dann in der Regel nur um den fehlenden Sex?

Gerade für Frauen stellt die Geburt von Kindern ein viel einschneidenderes Ereignis dar, als für uns Männer. Meist wird der Beruf aufgegeben oder zumindest für längere Zeit ausgesetzt. Dadurch ändern sich die sozialen Kontakte. Für die Tätigkeit als Mutter gibt es wenig bis gar keine Anerkennung. Nach der Geburt von Kindern muß man viel miteinander reden, da die Beziehung dadurch auf einer ganz anderen Basis abläuft. Ab einer Geburt hat man die größte Verantwortung, die man überhaupt haben kann. Nämlich für einen zumindest die ersten Jahre recht hilflosen kleinen Menschen. Das vergessen wir Männer allzu häufig und betreiben unser Buisiness as usual, als hätte sich kaum etwas verändert. Und dadurch fühlen sich viele Frauen zu Recht allein gelassen. Verständlicherweise fühlen sich dann einige von ihnen zur Mutter, Putzfrau, Köchin und stets verfügbarem Sexobjekt degradiert.

Ansonsten kann ich Prickel nur zustimmen


karniggel
Geschrieben




Es geht dabei nicht einmal so sehr darum, ihr körperliche Arbeiten abzunehmen, sondern ihr stärker zu vermitteln, dass das gemeinsame Familienleben sich nicht nur um das Geld verdienen dreht, sondern um die gemeinsame Verantwortung rund um die Uhr. Sicherlich auch ein wenig um die Anerkennung, dass das Mutter sein ein Fulltimejob ist.



Und was würdest du schreiben wenn es schon so ist ???

Warum wird eigentlich grundsätzlich unterstellt das der Mann die Frau nicht unterstützt und ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt ????

Gruss dat Hoppelhäschen


Ballou1957
Geschrieben

Warum wird eigentlich grundsätzlich unterstellt das der Mann die Frau nicht unterstützt und ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt ????



Wird das tatsächlich grundsätzlich unterstellt????


Geschrieben

Er wollte wissen was bei anderen geholfen hat und das haben wir ihm mitgeteilt,wenn er davon schon die Hälfte von sich aus macht,schön.Nur hat er uns davon nichts mitgeteilt .

Karniggel, was willst DU eigentlich schon wieder?

Susi


karniggel
Geschrieben

Ich nehme das gleiche Recht wahr, das ihr auch für euch beansprucht:

Ich schreibe meine Meinung zu einem Thema ins Forum.

Gruss dat Hoppelhäschen


Geschrieben

Und was würdest du schreiben wenn es schon so ist ???

Warum wird eigentlich grundsätzlich unterstellt das der Mann die Frau nicht unterstützt und ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt ????



Das ist keine Meinung,sondern ein unberechtigter Vorwurf ,und nun?

Susi


dejay
Geschrieben



Warum wird eigentlich grundsätzlich unterstellt das der Mann die Frau nicht unterstützt und ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt ????

Gruss dat Hoppelhäschen



Ich als Mann sage es, weil es sehr häufig so ist. Alle "Gutmänner" dürfen sich gerne ausklammern und müssen sich nicht angesprochen fühlen.

Meine persönliche Lösung wird dem TE nicht weiterhelfen. Ich habe mich 8 Jahre nach der Geburt scheiden lassen. Bei uns hatte es aber auch vor der Geburt schon nicht gestimmt und nur wegen der Kinder hat es überhaupt so lange gedauert. In diesem Sinne also nicht ganz vergleichbar.


Ballou1957
Geschrieben

Ich glaube nicht, dass irgendwer Dir dieses Recht streitig macht. Vielleicht solltest Du dann aber einfach mal Deine Meinung mal schreiben.

Bislang waren es zwei Fragen. Die eine davon kann Prickel sicher nicht beantworten, da er nicht weiß, was der TE gemacht hat und was nicht.

Und bei der zweiten verstehe ich zum Beispiel nicht, wo das jemand gesagt haben soll.

Es gibt ja nun genügend Fälle, wo der Ehemann die Frau nach der Geburt nicht mehr als Sexualpartnerin sieht und Frauen sich darüber beklagen - aber das ist eben aktuell nicht das Thema. Und eine Ausschließlichkeitsaussage hat nach meiner Kenntnis niemand getroffen.

Da aber die Arbeitsteilung "Mann als Ernährer/Frau zuhause beim Neugeborenen" das dominierende Modell ist, gibt es eine gewisse Häufung der Konfliktlage in einer Richtung. Wobei eigentlich alle bislang geschrieben haben, dass es nicht primär um arbeitsmäßige Entlastung geht, sondern um die Wertschätzung als Frau - jenseits der Mutterrolle.


saavik62
Geschrieben

Ich habe mich als junge Mutter oft selbst dabei ertappt, mich nur noch als "Mutti" zu sehen, mein Äusseres war mir relativ schnuppe, meine Gedanken, Gespräche mit Freundinnen kreisten nur noch um ein Thema: die Kinder.

Da vergisst man schnell, dass man "Frau" ist.

Mein Exmann hat mir damals geholfen, nicht in dem er den Müll rausgebracht hat, sondern in dem er regelmässig einen Babysitter organisiert hat. Wir sind wieder ausgegangen, haben uns amüsiert, wieder über andere Dinge gesprochen und siehe da...ich habe mich wieder als Frau gefühlt, die auch sexuelle Bedürfnisse hat.

Ist sicher kein Patentrezept, aber zumindest eine Idee.

Was ich nicht meine: ein Restaurantbesuch = Sex, sondern ein Zusammenleben, das eben nicht nur auf die Kinder ausgerichtet ist, sondern auf die Partnerschaft.


Geschrieben

Ich habe mich als junge Mutter oft selbst dabei ertappt, mich nur noch als "Mutti" zu sehen, mein Äusseres war mir relativ schnuppe, meine Gedanken, Gespräche mit Freundinnen kreisten nur noch um ein Thema: die Kinder.

Da vergisst man schnell, dass man "Frau" ist.



Bis dahin kann ich das unterschreiben..nur hat mein Exmann einfach ma nix gemacht. Er hat nicht gesehen das ich mit Haushalt,Kind und meiner Arbeit (ich bin wieder arbeiten gegangen als die Kleine 14 Wochen alt war) völlig überfordert war und ich nach einem 16 Std Tag keine Lust mehr hatte auf körperliche Nähe.

Gemerkt das sich was ändern muss hatte er dann wo die Kleine 6 Monate alt war und meine Schwiegereltern uns die Kleine abnahmen fürs WE..nachdem ich kuschelig wurd,hat er mir ein Bad eingelassen,mir freiwillig angeboten mir mal den Nacken zu massieren und schwups..ich will das nicht weiter ausschmücken,aber der Sex war der Hammer.

Wenn man Mutter is kann man gar nicht einfach ma so abschalten..da gehen einem Sachen durch den Kopf und ich glaub behaupten zu können (von mir) ich hab das auch verlernt ein bisl


Geschrieben (bearbeitet)

Was das dominierende Model anbelangt, sicherlich ist es bei uns ‚normal‘ das der Mann das Geld rann schafft und sicherlich ist es in den meisten Fällen auch besser wenn die Mutter sich um den Nachwuchs kümmert. Es geht ja schließlich um die existentielle Absicherung eben dieser Zwerge. Auch kann ich die Sicht der Frauen bis zu einem gewissen Grade nachvollziehen!

Aber ich möchte hier auch eine ‚Lanze‘ für die Männer brechen! Das möchte ich mit Hilfe einer Frage oder besser eines Denkanstoßes tun: „Liebe Frauen, könnt Ihr Euch vorstellen wie man sich fühlt, wenn Mann zum reinen Versorger degradiert wird?“

Hinzu kommt noch das die aus der Situation erwachsenden Spannungen, alle Beteiligten beeinträchtigen, also nicht nur die Eltern sondern auch die Kinder, letztere reagieren in der Regel deutlich stärker als die Erwachsenen. Und so geben wir unser Fehlverhalten Generation um Generation weiter.

Es bringt nichts sich selbst bei der Stange zu halten, und dadurch nur Frust zu schieben, Man/Frau muss erkennen wenn es nicht mehr geht, sonst leiden der Partner, die Kinder und man selbst. Und dann wird das Leben zur Last. Es ist tatsächlich so, dass Ehemänner statistisch gesehen 3-5 Jahre früher sterben als Singles, ähnliches gilt für Ehefrauen. Wer viel Sex hat lebt gesünder, erfüllter und länger und das ist eine Tatsache an der es nichts zu rütteln gibt!

Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie einige meiner ‚Vorschreiber‘, und für mich war nach mehr als 10 Jahren, trotz Paartherapie, endlosen Gesprächen und vielen Versuchen, ein Punkt erreicht, an dem die einzige Lösung in einer Trennung bestand! Es hat sich in den letzten 13 Jahren nach unserer Trennung gezeigt, dass ich/wir richtig gehandelt haben. Wir sind jetzt Beide in der Lage vernünftig mit einander um zu gehen, unsere Tochter ist relativ unbelastet. Und wir haben Beide mehr oder minder das gefunden was wir brauchen und lieben.


bearbeitet von 69Paul69
Geschrieben (bearbeitet)

Ich bin nicht sicher, ob mein Beitrag die Frage beantworten kann, nein, sicherlich nicht.
Kann nur für mich sprechen.
Ich würde heute nie mehr einen Mann mit in den Kreißsaal nehmen.
Bei mir liegt das alles ja schon sehr lang zurück.
Damals war das modern, daß die Väter bei der Geburt dabei waren, heute auch noch? Keine Ahnung.
Ich glaub aber aus irgendeinem Grund, daß das vielleicht nicht so günstig ist.


bearbeitet von Kookaburra46
SinnlicheXXL
Geschrieben

Es ist tatsächlich so, dass Ehemänner statistisch gesehen 3-5 Jahre früher sterben als Singles, ähnliches gilt für Ehefrauen. Wer viel Sex hat lebt gesünder, erfüllter und länger und das ist eine Tatsache an der es nichts zu rütteln gibt!


Sorry, aber da muss ich dir widersprechen! Rein statistisch leben verheiratete Männer länger als Singles und haben im Schnitt auch mehr Sex! Dummerweise ist es so, dass Männer länger leben, wenn sie eine jüngere Frau heiraten, für Frauen ist das hingegen ein Nachteil, die sollten sich (rein von der Lebenserwartung her) am besten an Gleichaltrige binden.

Lieber TE, das wird dir zwar wenig helfen, aber du bist in bester Gesellschaft! Das Phänomen, dass der Sex sich mit einem, manchmal aber auch erst nach dem zweiten Kind, drastisch reduziert, höre ich von extrem vielen Männern. Was im Einzelfall dazu führt, weiß ich auch nicht, aber mögliche Gründe wurden ja schon genannt.
- Das Gefühl der Überlastung durch den Dauerstress mit Kindern
- Die Doppelbelastung Familie-Berufstätigkeit, bei der sich viele Frauen von ihrem Partner zu wenig unterstützt fühlen.
- Probleme, sich mit der neuen Rolle als Mutter zurechtzufinden.
- Das Gefühl, vom Partner nicht entsprechend gewürdigt zu werden.
- Viele Frauen wollen nur dann Sex, wenn sie sich entspannt fühlen, wohingegen bei Männern Sex oft zum Stressabbau dient.
- Manche Frauen fühlen sich in ihrem durch Schwangerschaft und Geburten veränderten Körper nicht mehr wohl und daher nicht mehr sexy.
- Keine Ahnung, ob es wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema gibt, aber möglicherweise gibt es auch rein biologische Gründe, die dafür sprechen könnten, dass die Libido bei vielen Frauen nachlässt: Wenn eine Frau nach zwei Kindern wenig Lust hat, reguliert das die Geburtenzahl und hebt somit die Überlebenschance für die geborenen Kinder.

Was ich dir da raten kann, weiß ich auch nicht genau:
- Dafür sorgen, dass ihr auch mal einen Abend oder ein Wochenende ohne Kinder nur für euch habt.
- Ihr genau zuhören und abklären, wie es ihr wirklich geht! Fühlt sie sich dauergestresst? Von dir im Stich gelassen? Nicht mehr attraktiv?
- Es ist leider sehr schwierig, gut über das Thema zu reden. Beklagt sich der Mann zu offensiv, fühlt sich die Frau unter Druck gesetzt und hat noch weniger Lust. Andererseits besteht immer die Gefahr, dass der Mann sich zum puren Ernährer degradiert fühlt.

Die Lösung, die z.B. Paul dir vorschlägt: Sex passt nicht mehr, Beziehung stimmt nicht, nächster Partner, neues Glück!, halte ich für sehr gewagt. Gerade wenn ihr kleine Kinder habt, würde ich erst einmal alle anderen Mittel ausschöpfen - und wenn das im Notfall Affären sein sollten. Paul hat einfach nur Glück gehabt!


karniggel
Geschrieben



Bislang waren es zwei Fragen. Die eine davon kann Prickel sicher nicht beantworten, da er nicht weiß, was der TE gemacht hat und was nicht.
.



Wenn du ein wenig im Forum blätterst dann findest du einige Threads in denen es um das gleiche Thema geht.

Standartanworten in den Threads sind genau die wie sie Prickel geschrieben hat.

Immer liegt es am Mann, der sich eben nicht genug kümmert.

Obwohl man gar nicht weiss ob es an dem ist.

Um aber nicht ganz off topic zu Bleiben:

Es gibt einfach kein Patentrezept. Viele Frauen sehen sich nach der Geburt einfach nur in der Mutterrolle. Ist wohl von der Natur so vorgegeben. Man muss einfach nur in die Tierwelt schauen. Die Mutter kümmert sich die ersten Monate nur um den Nachwuchs.

Teilweise fühlen die Frauen sich nach der Geburt auch nicht mehr attraktiv.

Gruss dat Hoppelhäschen


Ballou1957
Geschrieben

Karniggel, danke! Siehst, Du schreib einfach das nächste Mal einfach dazu, dass Du nicht auf die aktuellen Poster antwortest, sondern auf die in anderen Threads. Dann gibt es keine Missverständnisse!

Und ganz sicher hast Du recht, dass das Unattraktiv Fühlen bei manchen Frauen ein Motiv ist, sich vom Sex abzuwenden.
Gerade da hat aber doch Prickels Vorschlag Sinn - oder versteh ich das was falsch?


karniggel
Geschrieben

Prickel schreibt so, dass der Mann ihr helfen soll Freiräume zu haben.

Es geht mir nicht um Freiräume. Sondern darum das Frauen auch von sich aus begreifen müssen, ne das ist zu hart, sollten ist das bessere Wort, dass Mutter sein nicht bedeutet das sie ihre Partnerschaft deshalb vernachlässigen. Denn wenn der Mann auf der einen Seite dafür da sein soll den Unterhalt zu sichern und auf der anderen Seite auch noch derjenige sein soll der ihr beibringt das Mutter sein nicht gleichbedeutend damit ist nur noch Mutter zu sein.

Dann läuft einiges schief. Eben aber nicht von Seiten des Mannes.

Denn die Frauen fordern ja sonst auch das Stark sein für sich ein. Warum soll jetzt der Mann dafür auch noch zuständig sein??

Gruss dat Hoppelhäschen


Geschrieben (bearbeitet)

Sorry, aber da muss ich dir widersprechen! Rein statistisch leben verheiratete Männer länger als Singles und haben im Schnitt auch mehr Sex!


Tut mir leid - Du irrst, ich beziehe mch auf eine weltweite Studie der WHO und die ist eindeutig!


Dummerweise ist es so, dass Männer länger leben, wenn sie eine jüngere Frau ...


Kann ich nicht verifizieren, das Alter spielt hier glaube ich aber auch eher eine untergeordnete Rolle.


Lieber TE, das wird dir zwar wenig helfen, aber du bist in bester Gesellschaft!


Stimmt und das empfinde ich, gerade in diesem Kontext, als wirklich tragisch! Welche Gründe auch immer zu diesem Manko führen, es ist ein doppelter Verlust an der Lebensqualität, für beide Partner


Die Lösung, die z.B. Paul dir vorschlägt: Sex passt nicht mehr, Beziehung stimmt nicht, nächster Partner, neues Glück!, halte ich für sehr gewagt. Gerade wenn ihr kleine Kinder habt, würde ich erst einmal alle anderen Mittel ausschöpfen - und wenn das im Notfall Affären sein sollten. Paul hat einfach nur Glück gehabt!



Du hast recht ich habe Glück gehabt, unverschämtes Glück sogar! Ich habe auch nicht gesagt, das mein Weg der einzig seelig machende ist, er sollte nur als Alternative in Betracht gezogen werden. Ich habe nach der Trennung gute drei Jahre sehr abstinent gelebt und mich in meiner Arbeit vergraben, und das nicht nur um die finanziellen Verluste aus zu gleichen. Ich habe es danach auch nicht drauf angelegt.
Es ging bei uns auch nicht darum ob der Sex passte oder nicht, denn auch das konnte ich nicht beurteile, denn es gab bei uns keinen!

Und was die Kinder anbelangt, glaubst Du allen Ernstes, es ist besser wenn die Kinder dem ständigen Gezanke ausgesetzt sind. Oder Schimmer noch, mitbekommen wenn ein Partner in Depressionen versinkt, ausbrennt und die Existenz aller gefährdet?

Affären - sicher das ist eine Möglichkeit, ich persönlich lehne das für mich selbst ab! Die Seele ist im Grunde konservativ, und eine Affäre kann einer Beziehung großen Schaden zufügen. Der Partner leidet in jedem Fall. Ne, ne, dann lieber einen sauberen Cut (meine Meinung).


bearbeitet von 69Paul69
SinnlicheXXL
Geschrieben (bearbeitet)

Geh mal zu einer Frau, die sich ohnehin schon total überlastet fühlt, und fordere dein Recht auf Sex ein!!! Das wird ihr aber unglaublich Lust machen.

In der Regel hat man sich gemeinsam für Nachwuchs entschlossen und sollte auch bereit sein, die Kinder gemeinsam bestmöglich großzuziehen. Ich weiß, dass sich viele Männer da an die Wand gedrängt fühlen, aber das Letzte, was Frau dann braucht, ist ein Partner, der kein Partner ist, sondern ein weiteres Trotzkind ("Oh menno, ich will aber jetzt Sex!!! Wozu hab ich dich geheiratet?").

@Paul: Google einfach mal Lebenserwartung single- verheiratet, da kommst du auf andere Zahlen. Ist aber auch egal - denn neimand heiratet, um deswegen zwei Jahre länger zu leben!

Wenn es bei dir so war, dass es nur Streit gab, dann war es sicher besser, sich zu trennen. Es gibt aber genug Familien, wo der Alltag passt, der Sex aber leider nicht und da muss man eben Alternativen finden. Mein Mann und ich haben uns auf offene Beziehung geeinigt, aber das geht leider nicht mit jedem Partner.

Manchmal ist die sexlose Phase schließlich nur eine vorübergehende Durststrecke, die man gemeinsam überwinden muss, denn generell sind auch Frauen sexuelle Wesen...


bearbeitet von SinnlicheXXL
Geschrieben

Trotz ist unschön, das ist richtg, doch ich glaube Du machst es Dir hinsichtlich der Ausprägung der männlichen Reaktionen zu einfach!

Und was den Rest anbelangt - eben


×