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SinnlicheXXL

Kennenlernen - real / virtuell

Empfohlener Beitrag

SinnlicheXXL
Geschrieben

Nachdem in einem anderen Thread mehrfach erwähnt wurde, dass dieses Thema einen eigenen Thread wert wäre - hier ist er:

Was hat sich allgemein geändert, seit wir viele Menschen nicht mehr im Alltag sondern im Internet kennenlernen?

Hast du dich verändert? Sind deine Kontakte beliebiger geworden oder ist nur die Form der Kontaktaufnahme anders?

Sind hier andere Menschen erfolgreich als im realen Leben oder wird, wer real schnell Kontakt findet, auch im Internet erfolgreich sein? Oder wird der gar nicht erst virtuell suchen?


Trezkin
Geschrieben

Für mich hat sich da nichts verändert. Das inet dient zwar der Kontaktaufnahme, aber kennenlernen will ich immer noch real. Da traue ich dem Netz nicht.


Geschrieben

Für mich sind virtuelle Kontakte eine schöne Ergänzung zu meinem realen Leben. Gerade das Überbrücken von Entfernungen geht online mit einer angenehmen Zeitersparnis einher. Schließlich gibt es in weiter entfernten Städten auch sehr interessante Menschen. Daraus können sich reale Kontakte ergeben, müssen aber nicht, vor allem nicht sofort.
Habe ich mich durch Online-Kontaktbörsen verändert?
Sicher, ich habe online und in manchen Fällen folglich auch real neue Leute kennen gelernt. Diese Erfahrungen haben mich verändert, wenn auch nicht in meinen Grundfesten erschüttert. Wäre es anders gewesen, wenn ich diese Menschen nicht online, sondern sofort im realen Leben kennen gelernt hätte? Keine Ahnung, Fakt ist aber, dass ich sie wahrscheinlich nie getroffen hätte.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Na ja - in dem anderen Thread wurde ja geäußert, dass sich durch die sehr schnelle Kontaktaufnahme eine Wegwerfmentalität breitmachen würde. Man lässt sich gar nicht mehr tief ein, sondern sucht immer weiter. Die meisten Menschen sind mehrgleisig unterwegs und es soll ja sogar Leute geben, die an einem Tag diverse Dates machen.

Aus eigener Erfahrung muss ich gestehen, dass da durchaus einiges dran ist! Ich habe immer mehrere Seiten offen, stehe mit etlichen Leuten parallel in Kontakt (ähem .. und hatte auch schon ab und zu mehr als ein Date am Tag). Ehrlich gesagt bin ich heilfroh über das neue Nachrichtensystem, denn meist kann ich mich überhaupt nicht mehr an den Nick und an Inhalte erinnern. Das geht aber den Männern genau so - denn zuweilen schreiben sie mich zum x. Mal mit dem gleichen Text an und wissen gar nicht, dass ich ihnen längst gesagt habe, dass es nicht passt.

Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass das teilweise mit meiner Höflichkeit zu tun hat. Ich antworte, wenn man mich anschreibt und muss erst abklären, ob mich derjenige interessiert. Außerdem neigen Männer dazu, plötzlich abzutauchen... sang- und klanglos sind sie weg.. nur um eines Tages wiederaufzutauchen.

Tja - und dann gibt es eben manchmal auch virtuell Kontakte, die ganz, ganz besonders sind und mit denen alles ganz anders ist. Nur besteht die Gefahr, dass man das manchmal zu spät merkt, weil man ja immer mit mehreren schreibt.


Geschrieben

Ja diese Wegwerfmentalität wird immer schlimmer

Man lernt jemanden kennen, es passt am Anfang, aber irgendwann merkt man dass derjenige ein paar Macken hat die man nicht mag und er wird ausgetauscht.

Niemand muss sich mehr bemühen, man muss die Fehler des anderen nicht mehr aushalten oder gar verstehen.

Der nächste Klick und da ist schon jemand Neues, Besseres oder einfach nur jemand Anderes.

Wer sich am besten verkauft hat die meisten Chancen.
Einfach den Katalog Internet aufschlagen und aussuchen.


Geschrieben

Das ist aber wohl eher den Möglichkeiten geschuldet, nicht dem INet. Generell ist es doch eher so, das man sich beim "realen" kennenlernen mit dem "zufriedengeben" muss, was da ist. Möglichkeit ist, was da ist. Im Netz (auch in Annoncen etc.) kann man jeden Anspruch haben. Heutzutage scheinen die meisten Männer rasiert zu sein (intim). Ich nicht, schneide mich immer dabei. Aber das ist nur ein Beispiel. Wenn man ein bisschen herumschaut, ist die Anforderung an den neuen Partner (egal wofür) fast unmöglich zu erfüllen. Da wird ein Seitensprung gesucht und erwartet, das man es mit der Treue auch richtig hält. Oder es werden diverse Ausschlusskriterien genannt (nicht A, nicht B ...), die auf beinah jeden zutreffen. Mal abgesehen davon, das Gender Bashing offenbar immer moderner wird. Aber wenn ich jemanden suche, mit dem ich erst einmal klären muss, welches Geschlecht denn nun das bessere ist, dann suche ich nicht.


Knutschegern
Geschrieben

An meiner Vorgehensweise hat sich nicht viel verändert.
Im realen Leben "beschnuppere" ich die Leute auch erst mal. Man wechselt ein paar Worte, beobachtet - und irgendwann vertieft man den Kontakt oder eben nicht.
Auch im realen Leben bleiben etliche Kontakte eben immer oberflächlich.

Ich lege nur Wert darauf, die Leute, die mir im Netz wirklich sympathisch erscheinen, dann auch real kennen zu lernen. Reine Onlinefreundschaften sind mir irgendwie suspekt.

Für mich ist das Internet eine wunderbare Ergänzung, denn seit ich sehr abgelegen wohne, ist es einfach sehr viel schwieriger geworden, einfach mal abends loszuziehen.
Da ersetzt der Chat die ehemalige Stammkneipe und überbrückt die Zeit, bis man die bereits real bekannten Leute auch offline mal wieder treffen kann.


Geschrieben

Zur angesprochenen "Wegwerfmentalität" habe ich mir kurz ein paar Gedanken gemacht. Ist das in der realen Welt wirklich anders?
Da passiert es doch auch regelmäßig, dass ich jemanden kennen lerne und nach wenigen Begegnungen merke, dass es nicht so richtig passt, dass es sich irgendwie nicht richtig anfühlt. Dann ist es schwierig, das dem- oder derjenigen ins Gesicht zu sagen. Online wäre das einfacher, weil ich es nur schreiben muss oder mich einfach nicht mehr melde. Im richtigen Leben brauche ich mehr Mut zur Wahrheit oder entscheide mich eben, die unliebsame Freundschaft weiter zu führen und zu warten bis mein Gegenüber das Interesse daran verliert.
Richtig auf eine Beziehung einlassen werde ich mich nur, wenn ich ein gutes Gefühl dabei habe. Dies gilt in der realen Welt und online genauso.

Und wenn sich jemand so fühlt, als würde ihm/ihr "keine Chance gegeben", ist das schade, aber eben nicht zu ändern. Der erste Eindruck macht im realen Leben wahnsinnig viel aus. Schon in den ersten Sekunden einer Begegnung entscheidet sich, in welche Richtung die Beziehung verlaufen wird und in den meisten Fällen tritt dies dann auch ein. Warum sollte dies online anders verlaufen? Der Prozess der Eindrucksbildung mag ein anderer sein, jedoch nicht weniger entscheidend.


versuch66617
Geschrieben

Meiner Ansicht nach macht das Internet die Kontakte gerade nicht beliebiger, sondern viel gezielter. Wenn ich früher einfach nur Sex wollte, dann musste ich rausgehen und ich mich auf einem sehr überschaubaren Markt umschauen und sehen, wer dafür in Frage kommt. Heute kann ich das viel gezielter tun und muss nicht am Ende des Abends feststellen, dass entweder nix dabei war oder der Typ einfach ein lausiger Liebhaber ist.

Abgesehen von den sexuellen Kontakten halte ich das I-Net aber insgesamt für eine echte Bereicherung. Ich habe im Laufe der Jahre auf verschiedenen Plattformen viele Leute kennengelernt, zu denen ich im Alltag gar keinen Zugang gefunden hätte. Teilweisse war das auch mein "Tor zur Welt", als mein Kind noch klein war und ich abends praktisch nicht aus dem Haus kam.


GiveAndGet
Geschrieben

Ein häufiger Fehler irgendetwas am Medium festmachen zu wollen, dabei ändern sich Menschen schlichtweg nicht.


Geschrieben

Was hat sich allgemein geändert, seit wir viele Menschen nicht mehr im Alltag sondern im Internet kennenlernen?


Ich denke, dass das Internet so ziemlich jeden Bereich unseres Lebens radikal verändert hat und noch verändern wird. Nicht umsonst reden wir von einer digitalen Revolution deren tiefgreifende Folgen noch am ehesten mit denen der industriellen Revolution des 18/19 Jahrhunderts vergleichbar sind.
Wir kaufen Waren im Netz, kommunizieren übers Netz, informieren uns online, finden dort Unterhaltung und eben zuweilen auch Menschen. Und das sind nur die Speerspitzen der Veränderung.
Was Partnersuche etc. angeht, so haben sich Distanzen relativiert, es wurde bereits angesprochen, der virtuelle Raum erweitert unser reales Revier ungemein. Hinzu kommt, sicher gab es Flirts im Alltag, Arbeitsleben etc. aber viele Kontaktaufnahmen fanden in der Freizeit statt, vorrangig am Wochenende. Man ging häufiger mal aus um vielleicht sogar jemanden kennenzulernen. Dies ist natürlich nicht verschwunden, wird aber nun durch die virtuelle Kontaktaufnahme und -suche ergänzt.

Hast du dich verändert? Sind deine Kontakte beliebiger geworden oder ist nur die Form der Kontaktaufnahme anders?


Natürlich habe ich mich verändert. Ich denke jede Begegnung die eine gewisse Qualität hat und uns berührt verändert uns auch ein Stück weit. Leben heißt ja auch lernen. Das hat dann auch etwas mit den Menschen zu tun denen man begegnet. Und einige meiner Partnerinnen, aber auch Menschen die „nur“ Freunde geworden sind hätte ich ohne Internet niemals kennengelernt.
Hinzu kommt, dass ich mich in sehr vielen Dingen verändert habe, nicht nur was die Partnersuche betrifft, aber auch hier lernt man hinzu. Die Menschenkenntnis wächst. Wo ich früher vielleicht noch auf ein Bild reagiert habe, lässt mich dieses heute kalt, fühle ich mich durch andere Dinge angesprochen.

Beliebigkeit ist neben der Täuschung ein großes Stichwort. Was mich angeht, so hatte ich tatsächlich recht wilde Phasen, hauptsächlich vor poppen.de wo ich wenig habe anbrennen lassen. Ich wollte mich keinesfalls binden und einfach nur Spaß haben, auch nachholen was ich lange nicht hatte. Aber zumindest habe ich dies immer kommuniziert, mein Profil damals war wesentlich mehr auf Spaß und Sex ausgerichtet als heute. Eines aber kann ich von mir behaupten. Eine jede Frau mit der ich im Leben intim war hat noch immer einen Namen und ein Gesicht und ich kann auch zu jeder eine Geschichte erzählen.
Umgekehrt habe ich allerdings oftmals erlebt, was es heißt beliebig zu sein, ausgetauscht zu werden.
Und wenn ich meinen weiblichen Freunden so zuhöre, wenn wochenlang über Beziehungsstatus gelogen wird, wenn ein Mann sich mal eben einen blasen lässt um dann schnell die Zigaretten aus dem Auto zu holen und zu verschwinden. Es liegt nicht am Netz, dies ist nur ein Medium, aber dank der vermeintlichen Anonymität lassen manche Menschen ihre schlechten Charaktereigenschaften ungefilterter raus.

Die Form der Kontaktaufnahme ist völlig anders. Wir zäumen ja im Netz das Pferd von hinten auf, schauen ob es in der Kommunikation passt, ggf. auch bezüglich Interessen und Vorlieben und dann erst stellen wir fest ob die berühmte Chemie funktioniert. Wobei ich dies wertfrei betrachte, es bietet Vor- wie Nachteile. Entscheidend ist was der einzelne daraus macht.

Sind hier andere Menschen erfolgreich als im realen Leben oder wird, wer real schnell Kontakt findet, auch im Internet erfolgreich sein? Oder wird der gar nicht erst virtuell suchen?


Klares Jein. :-) Da am Ende der Kontaktaufnahme immer noch ein Treffen steht haben attraktivere Menschen immer noch Vorteile, zumal man ja auch im Netz mittels Bildern optisch punkten kann.

Man sucht nur virtuell, wenn das Bedürfnis vorhanden ist. Habe ich eine Partnerschaft und bin mit dieser Zufrieden, nicht auf auf einen Seitensprung aus, dann bin ich sicher nicht im Netz unterwegs. Speziell die Seitensprungsuche hat sich aber durchs Internet sehr vereinfacht, da brauchen wir uns nur hier umzuschauen.
Aber ich denke ohnehin, gleich ob vermeintlich attraktiv oder nicht. Im Netz suchen sie alle. Arbeits- und Alltagsleben haben sich dermaßen stark verändert, die virtuelle Partnersuche ist gesellschaftfähig geworden und seit dem mobilen Internet auch von jedem Ort aus möglich. Ganz klar, auch Menschen die sicher real ebenfalls erfolgreich wären suchen via Internet, wenn sie es denn wollen.

Aber ich denke schon, dass Menschen, die im Leben vielleicht etwas zurückhaltender oder schüchterner sind über den virtuellen Weg eher Erfolg haben. Kommunikation ist ein wesentlicher Schlüssel. Und wer schreiben kann, sich sprachlich ausdrücken, der kann im Netz durchaus Pluspunkte sammeln, die auch bei der realen Begegnung noch nachhallen.
Hinzu kommt, wenn ich aus welchen Gründen auch immer nicht so aktiv binn nicht so oft weggehen kann - alleinerziehend, kein aktiver Bekanntenkreis, Job mäßig eingespannt und viel unterwegs usw.- dann ist die Kontaktaufnahme via Internet oft mehr als nur eine Bereicherung. Für manche Menschen ist es eine wichtige Tür zur Welt. Auch glaube ich, dass z.B. Menschen übers Netz recht speziell suchen können. Adipöse Menschen, extrem große Personen, Menschen mit Handicap oder solche mit ganz speziellen Interessen oder natürlich auch sexuellen Vorlieben. Manche Suche wäre real gar nicht möglich.

Abschließend würde ich sagen, dass Internet als solches ist einfach nur eine technische Innovation mit allen Endgeräten durch die es genutzt wird. Was wir daraus machen entscheiden immer noch wir selber. Was wir oft bemängeln, der Wandel bezüglich Umgangsformen, das Wegbrechen von Gemeinschaftssinn, die Selbstverwirklichung auf Kosten anderer, all dies wird vielleicht durch das Internet begünstigt, dieses ist aber nicht dafür verantwortlich. Was wir erleben ist ein Wertewandel und dieser lässt sich nicht monokausel erklären. Es liegt aber an jedem Einzelnen mit gutem Beispiel voranzugehen und anderen gegenüber korrekt und zumindest höfich aufzutreten. Man kann/ darf / sollte nur erwarten, was man selber bereit ist zu leben.


single_willy40
Geschrieben (bearbeitet)

Es gibt Paare die Leben schon 40 Jahre unglücklich zusammen.

Nachweislich hat man nur ein Leben und das soll man dann so leben?!

Das Internet klärt viele Menschen auf. Selbst die 75 jährige Hausfrau kann sich informieren und vor allem sich anschauen was sie verpasst, weil sie an dieser schlechten Ehe festhält.

Ob das positive o. negative ist, möchte ich nicht beurteilen.

Vor 14 Jahren hatte ich gar keine andere Möglichkeit Frauen real kennen zu lernen. Von 6 Uhr - 20/21 Uhr war ich in der Firma.

Die WE gehörten den Kindern.

Die Frage stellt sich auch, wo kann man noch Frauen kennenlernen wenn man das Disco Alter überschritten hat?

Wieviele von den Frauen im gesuchten Alter haben Kinder, sind getrennt und haben dadurch überhaupt keine Möglichkeit aus zu gehen.

Real kann man dann nur auf das Umfeld zurück greifen. Arbeitskollegen, der Kumpel vom Bruder oder der neue Nachbar von drüben!

Ich persl. weiß jetzt nicht wie ich das werten soll.
Vor 30 Jahren bin ich mit dem Moped herumgefahren und die Mädels aus der Schule, Clique oder Nachbarschaft gab es zur Auswahl. Auch hier wurde nicht ausgewählt, es ergab sich.

5 Jahre später ging man aus, es ergab sich immer was.

Heute sind die Kneipen leer.

Wer damals keine Freundin hatte, hat heute immer noch keine.

Sind zwar wenige, aber die sind da.

Und wer damals schon viele Frauen wollte, der macht das heute auch noch. Wenn man mal das Thema Wegwerfgesellschaft anspricht.

S.o. das Beispiel mit der 75 Jährigen.

Weiherin darf man den Menschen nicht verbieten sich weiter zu entwickeln. Und dazu gehört aus meiner Sicht auch, daß man beim zweiten mal die Person schneller wegwirft!
Wenn man die Trennung so nennen möchte.

Auch hier wird jeder seine eigenen Gründe für haben. Sei es Gewalt, Alkoholsucht oder nur ein paar Falten im Gesicht.

Mir kommt das aufgeworfene Thema was ja vom anderen Tröd kommt, als nicht durchführbar.
Egal wie lange man sich prüft, egal was für eine Bildung mal glaubt zu haben, egal was man alles tut, man kann eine Trennung damit nicht dauerhaft verhindern.
Selbst wenn man zu allem ja und amen sagt!

Deshalb kann ich die Behauptung wir werden zur Wegwerfgesellschaft nicht teilen.
Vllt. sieht man zuviel Fernsehen. Vllt. ist man aber auch besser aufgeklärt. Vllt.ist die Versuchung auch zu groß.
Vllt. geht es uns auch allen zu gut.

Aber was ich genau weiß, dass ist das viele die vorher reingspukt haben, jetzt was festes suchen, nicht damit klar kommen das andere und gerade die die man lieben möchte noch reinspucken:-))


Wenn ich meinem Großvater reden höre, hatten die früher wirkliche Probleme. Aber gefickt wurde damals auch.


bearbeitet von single_willy40
Geschrieben

Ich glaube das das Internet viele Menschen oberflächlicher macht , ohne das sie es selber merken -
Es ist wie in einem Onlinekaufhaus , man sieht sich die wahre an , liest die Beschreibung und bestellt bei gefallen -
Doch wenn dann irgend etwas nicht der Beschreibung entspricht , wird es halt einfach zurückgeschickt -

Begegnet man sich aber im realen leben , hat und nutzt man ganz andere Wahrnehmungsmöglichkeiten -

Und ich möchte nicht wissen wie viele Menschen hier an einem unbeachtet vorbeilaufen -
Die durch ihre Wirkung auf einen , im realen leben , als mehr wie Sympathisch empfunden würden -
Das ganze nur weil sie sich hier nicht richtig darstellen (verkaufen) können -
Oder sich einfach nicht als etwas darstellen wollen , was sie in Wirklichkeit nicht sind -


single_willy40
Geschrieben



Begegnet man sich aber im realen leben , hat und nutzt man ganz andere Wahrnehmungsmöglichkeiten -



Ist das jetzt deine persl. Erfahrung?


Geschrieben

Erfolg im realen Leben ist kein Grund, nicht auch online aktiv zu sein (Beziehungen mal ganz klar außen vor gelassen).
Es ist gewissermaßen eine andere Ausrichtung - während ich real sehe, wen ich da anspreche, wie sich die Person verhält, wie sie spricht, was für Signale sie aussendet, befindet man sich online doch eher im Blindflug.
Dafür bietet sich online die Möglichkeit, eine Person erstmal tiefergehend kennenzulernen oder - rein auf Sex bezogen - gezielt etwas andere Interessen auszuloten.

Oberflächlichkeit? Online klares Ja, real klares Nein.
Das liegt aber nicht an einer Veränderung der eigenen Einstellung oder an der vielfältigen Auswahl, sondern am großen Frustrationspotential. Ich denke, jede Frau kennt das Problem mit Fakes und überquellenden Postfächern.
Real kann ich mich als Mann auf eine Frau konzentrieren, die mir gefällt. Selbst wenn es nicht auf Sex hinausläuft, unterhalten kann man sich immer.
Online kommt im Regelfall keine oder nur eine Standard-Antwort zurück, sodass es keinen Sinn macht, sich auf eine Person, die man kennenlernen will, zu versteifen - es sei denn, man steht darauf, wochenlang ständig umsonst seinen Posteingang zu aktualisieren.
Ist der Kontakt online erstmal da, sieht das allerdings wieder ganz anders aus!


Was hat sich allgemein verändert?
Man trifft sich manchmal mit Menschen, die man real nichtmal wahrgenommen hätte. Man ist nicht mehr unbedingt darauf angewiesen, abends loszuziehen (was sowohl Vorteil als auch Nachteil ist).
Insgesamt steigern sich sowohl das Bewusstsein für die vorhandenen Möglichkeiten als auch die Werbeeinnahmen für gewisse Webseiten ;-)

Fazit:
Persönlich fällt mir die Kontaktaufnahme im realen Leben wesentlich leichter. Ich sehe die Frau, weiß sofort, ob sie mir gefällt, kann mich jederzeit mit ihr unterhalten und weggelaufen ist auch noch keine.
Online dagegen wird die Fantasie ein wenig mehr angeregt, man kennt die Einstellung der Frau bezüglich verschiedener Spielarten von Anfang an.
Außerdem kann ich auch versuchen, Frauen für das reale Leben kennenzulernen, wenn ich nicht in der Stimmung bin, wegzugehen.


single_willy40
Geschrieben

Geht es hier nicht um Beziehungen?

Ons oder nur sexuelle Treffen sind doch sowieso zeitlich gedeckelt.

Sprich in der Regel ein o. zweimal. Dadurch wäre die Diskussion über "wegwerfen" überflüssig.

Aber dieses ständige suchen Real wie auch im Net machen mich doch ein wenig nachdenklich.


cuddly_witch
Geschrieben

Für mich hat sich nicht allzuviel geändert. Ich bin vielleicht ein wenig schüchtern im realen Leben, aber nicht kontaktarm. Ich habe real kein Problem auf Menschen zuzugehen und deswegen fällt es mir online auch nicht so schwer.

Durch das Internet habe ich einfach eine zusätzliche Möglichkeit Menschen kennenzulernen.


Geschrieben



Hast du dich verändert? Sind deine Kontakte beliebiger geworden oder ist nur die Form der Kontaktaufnahme anders?




Ein tolles Thema, SinnlicheXXl

Mit "kennenlernen" ist in Kontakt treten gemeint, nehme ich an. Ein "kennenlernen" kann ja nur real stattfinden

Ich gehöre zu der letzten Generation die ohne Internet erwachsen wurden.
Und ich bin sehr zufrieden mit der Tatsache dass ich beides geniessen konnte.
Mit 3 Fernsehprogrammen, ohne Handy, eine Telefonnummer war es einfach nur anders.

Nicht besser, nicht schlechter!

Weil ich jung und Beruf betreffend und privat die Welt sehen konnte, weil ich im privaten Bereich sehr viel mit Kultur, besonders Musik, mit Politik zu tun hatte, hatte ich früher genauso viele- oder besser genauso wenige und dafür enge- Kontakte wie jetzt.

Bekannte hatte ich immer viele, immer so überschaubar, dass ich die Geschichte, die Namen kannte.
Das ist heute noch so.

Nette Kontakte, aber wirkliches kennenlernen braucht Zeit, Willen und Pflege.

Ich lebe in Berlin und möchte nicht mehr auf anderen Kontinenten leben.

Das Internet ist für mich eine tolle Erweiterung der Kontaktmöglichkeit.
Ich bin bequemer geworden, muss nicht jedes Wochenende irgendwo auf Konzerten, Parties rumtoben. Ich muss die auch nicht mehr veranstalten. Nur das politische kann und will ich nicht lassen.

Das Internet ist ein bequemer Weg der Kontaktaufnahme.

Und, wie Sedolous es schreibt, fast allen wäre ich nicht- dann real- begegnet ohne Internet.


DirtyLoverXL
Geschrieben

In der realen Welt lerne ich Menschen nach dem Zufallsprinzip kennen. Man teilt sich im Lokal einen Tisch, wartet gemeinsam in einer Schlange, hilft in der Bahn beim Ein- und Aussteigen mit dem Kinderwagen... Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und man kann nie absehen, welche Gemeinsamkeiten es gibt.
Lerne ich in der virtuellen Welt Menschen kennen, sind es oft sehr spezifische Bekanntschaften. Man lernt sich auf Grund gemeinsamer Interessen kennen, oft in einem Forum oder bei Online-Spielen.
Der Unterschied besteht also darin, auf der einen Seite Menschen zu begegnen und dann etwas zu finden, was einen miteinander verbindet, und auf der anderen Seite den Austausch über ein bestimmtes Thema zu suchen und daraus weitergehende Kontakte zu knüpfen.

Von daher sind es eher die Kontakte in der realen Welt, die das Adjetiv "beliebig" verdienen, während man bei Onlinekontakten wohl von "gezielten" Bekanntschaften sprechen kann.
Dass ich mich durch eine steigende Zahl von Onlinekontakten in irgendeiner Form verändert habe, denke ich nicht.


single_willy40
Geschrieben

Es sollte vllt. mal einiges geklärt werden.

Geht es hier um Menschen kennen zu lernen, oder um Beziehungen o. sexuelles kennenlernen.

Ich bin noch nie mit dem Gedanken aus gegangen, Menschen kennen zu lernen. Das ergab sich. Ganz im Gegenteil, oft wurden das zuviele Menschen. Besonders im Urlaub auf Reisen.

Während der Urlaubszeit ja, aber alle Kontakte danch aufrecht zuhalten, unmöglich und kein Interesse.

Da sind eine handvoll übrig geblieben. Und seit Jahren blocke ich neue.
Wer will die alle pflegen?


Geschrieben

[QUOTE=single_willy40;13258649]

die 75 jahre alte uhrgoßmutter kann doch überhaupt keinen pc bedienen. hat sie doch nicht gelernt. allenfalls klappt das beim wc.

wir haben früher immer gesungen: "unsere oma fährt im hühnerstall motorrad, motorrad. unser oma ist ´ne ganz patente frau.


single_willy40
Geschrieben



die 75 jahre alte uhrgoßmutter kann doch überhaupt keinen pc



Rechtlich gesehen ist das eine Uhrgroßmutter.

Trotzdem habe ich von einem 53 jährigen diesen post nicht erwartet.

Dann werde ich gleich mal meine Mutter vom Lappi holen.....


SinnlicheXXL
Geschrieben

Die Urgroßmutter hat nichts mit Uhren zu tun!!!

Im Internet lernt man immer "spartenweise" kennen: Sprich, wenn ich in einem Kochforum bin, Kochbegeisterte, im Gartenforum Hobbygärtner und hier natürlich an Erotik interessierte.

Real wirke ich sehr brav - also lerne ich eher Menschen kennen, die in mir die Mutter und Ehefrau sehen. Klar, wenn ich weggehe, dann meist mit Familie oder Freunden. Hier hingegen sagt mein Profil ganz klar, dass ich auch andere Seiten habe, folglich werde ich ganz anders wahrgenommen. Die gleichen Männer, die mich auf der Straße übersehen würden, weil sie gar nicht auf die Idee kämen, dass ich doch eher sehr freidenkend bin, nehmen mich hier unter ganz anderem Blickwinkel wahr - und gehen dementsprechend anders mit mir um! Tja - in 40 Jahren wurde ich seltenst gefragt, ob ich Analverkehr mag - hier ist es (v.a. im chat) manchmal nach 3 Minuten Thema!


Geschrieben

Bin GOTT SEI DANK Ladenmetzger, und die Damen kommen zu MIR......wäre ich NUR auf DIESE Seite hier ANGEWIESEN, würd ich wohl wirklich NICHTS abkriegen !!!


Geschrieben (bearbeitet)

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Von daher sind es eher die Kontakte in der realen Welt, die das Adjetiv "beliebig" verdienen, während man bei Onlinekontakten wohl von "gezielten" Bekanntschaften sprechen kann.
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Ist das so bei dir?

Bei mir nicht.

Ich habe zwar eine Art Absicht, wenn ich mich be i "stricken.." anmelde, aber ich habe fast immer was ganz anderes 'erlebt'

Möglich, dass mein Fokus- hier z.B. nicht auf Schwanzgröße o.ä. lag/ liegt, sondern da, wo er auch ist in der Begegnung in der U Bahn


.

die 75 jahre alte uhrgoßmutter kann doch überhaupt keinen pc bedienen. hat sie doch nicht gelernt. allenfalls klappt das beim wc.
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Willkommen 2014. Ich musste grad lachen, heute waren im Bus zwei von diesen "Omas" Unterwegs zu einer bekannten Örtlichkeit auf dieser Linie. Beide mit'm Tablet und palavernd über irgendeine Appworüber die sprachen war mir nicht klar ..Daran wirst du dich gewöhnen


bearbeitet von Voyacherie
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