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Erkrankung des Partners


Anonymes-Mitglied-1

Empfohlener Beitrag

Ich würde mir an der Stelle deiner Partnerin ein Gespräch wünschen. Falls es noch Momente gibt in denen sie Absprache fähig ist.
Vielleicht versteht sie ja auch, dass es ggf. in manchen Momenten auch etwas Energie von Außen bedarf um für sie da sein zu können. Also wenn Du mir Affaire jemanden meinst mit dem Du auch Mal reden kannst oder der/die Dich einfach mal in den Arm nimmt und wo du durchatmen kannst.
Für mich beinhaltet eine Beziehung auch bzw. in erster Linie Freundschaft, das in so einem Moment aufzukündigen fände ich persönlich ziemlich fies. Einen Wechsel der Ebenen irgendwie aber nachvollziehbar.

vor 2 Stunden, schrieb Cleo91:

Ich verstehe nicht, wie solche Situationen zustande kommen. Wenn man das “In guten wie in schlechten Zeiten”-Versprechen ausdrücklich abgibt, wäre doch spätestens das eine absolute Steilvorlage, um mit dem eigenen Partner zu besprechen, wie die schlechten Zeiten gehandhabt werden sollen. Insbesondere Situationen, in denen keine sinnvollen eigenen Entscheidungen mehr getroffen werden können, drängen sich da als Diskussionsgegenstand förmlich auf.

Wenn diese (und alle folgenden) Gelegenheit(en) verpasst worden sind, das im Einvernehmen zu lösen, muss man das halt leider allein entscheiden. Einfach ist das bestimmt nicht - zumal es in der akuten Situation dann ja ohnehin schon schwer genug ist und man tausend andere Sorgen hat. Ich selbst würde mich unter den genannten Umständen auf keinen Fall für eine Affäre entscheiden. Ohne entsprechende Absprachen ist und bleibt das für mich Betrug. Trotzdem wäre es mir dann wichtig, auch für mich selbst gut zu sorgen - weniger durch sexuelle Eskapaden und mehr durch Unterstützungsangebote für Angehörige, Gruppensitzungen, Therapie oder andere mir bekannte, für mich funktionierende Selbstliebepraktiken. Nicht jedes Bedürfnis kann nur durch sexuelle Fremdkontakte erfüllt werden. 

 

Wie wunderschön dein lichtes Wesen und deine klaren Worte sind. 🫶

vor 2 Stunden, schrieb Südfriese:

.

Wer leidet mehr; der Kranke, dessen Partner sich zur Erhaltung seiner Lebenslust für den Sex jemand Anderes sucht oder der, welcher von (EUCH) MoralapostelSCHLUCKAUFinnen aufgefordert wird, sein eigenes  Leben durch Abtötung seiner Lebenslust völlig aufzugeben, damit IHR nichts zu Moralapostolieren habt?

UND JA! Ich weiß sehr genau, wovon ich rede! Aus eigener Erfahrung in bereits jungen Jahren weiß ich genauestens, wie schleichend dieser Prozess des Raubes der eigenen Lebenslust und Lebenskraft ist.

Mit 26, lange bevor mir selbst klar wurde worauf ich mich eingelassen hatte, hatte mich eine über 30 Jahre ältere Krankenschwester eindringlichst davor gewarnt, nachdem ich ihr sagte, daß es mir gut ginge und ich kein Problem damit hätte. Nur wenige Jahre später wusste ich sehr genau, wovon sie gesprochen hatte. Der Sex war das Wenigste, was mir fehlte; den hätte ich mir auch woanders holen können. Wesentlich gravierender war, daß ich kein selbstbestimmtes Leben mehr führte.

 

Haltet Euch eines immer vor Augen: Ihr habt nur dieses eine Leben; und Ihr entscheidet, ob Ihr das Eurige Leben oder das eines Anderen oder gar das von MoralapostelSCHLUCKAUFinnen leben wollt. Kein Tag ist zurückholbar!

Entweder Ihr entscheidet Euch für Euch, oder Ihr moralisiert schön weiter und lebt ein fremdbestimmtes Leben, nur um anderer Leute Ideale zu genügen.

 

Interessant allerdings finde ich, daß derart regelmäßig auftretende Fragen meist anonym gestellt werden. Da kann ich mich nur schwerlich des Eindrucks erwehren, daß hier vorsätzlich immer wieder auf's Neue die nächste Empörungswelle hochgeschaukelt wird. Woher nur kommen mir solche, dem gesellschaftlichen Zeitgeist voll entsprechenden Verfahrensweisen bekannt vor?

 

 

Was haben denn die Finnen damit zu tun 🤔😜

 

Aber okay! Das ist das Problem! Trotz allem noch ein eigenes Leben zu führen, ohne den Partner aufzugeben; um Hilfe zu fragen, ohne sich wie ein Bittsteller zu fühlen; liebevoll zu bleiben, die Grenzen zu erkennen, … Ich wünsche jedem Menschen, nicht in diese Situation zu geraten. Aber wenn es geschieht, muss jeder seinen eigenen Weg finden, damit umzugehen!

Und ja, moralisieren hilft nicht!

Anonymes-Mitglied-10
vor einer Stunde, schrieb Tiefkuehlpizza:

Ja, würde ich.

Andere Menschen finden ein Leben lang keinen Partner und kommen auch damit klar.

Fremdgegangen bin ich schließlich auch nie. 

Aber dabei bleibt es nun auch, denn ich ahne aus der Fragestellung heraus,  wer sich hinter Anonym 10 verbirgt und finde es ehrlich gesagt lächerlich,  bei solchen Fragen anonym zu agieren. 

Gut zu wissen daß du weißt wer ich bin und es lächerlich findest.

Anonymes-Mitglied-12

Du musst das entscheiden.. egal was andere sagen.tue das was für dich gut ist.und wenn du nur ein Kaffee trinken möchtest.einfach um mal auf zu tanken.das ist dann dein Ding .es steht ja nicht bis der Tod euch beide nimmt.sondern .bleib trotzdem für ihn da ..aber denk auch an dich

vor 2 Stunden, schrieb Anonymes-Mitglied-10:

Was kann man denn machen? Beim Partner bleiben und pflegen und komplett auf eigene Bedürfnisse verzichten?

Option 1: kein Ego Schwein sein, in der schlimmsten Zeit ihres Lebens für die Partnerin da sein und treu sein.

Option 2: der Partnerin gegenüber zugeben, dass man die Partnerin doch nicht so liebt, doch kein so guter Mensch ist und lieber seine egoistischen Ziele verfolgen möchte. Danach sich trennen und zu diesem Charakterzug stehen. 

 

Die kranke Partnerin ist genug gestraft mit der Krankheit. Man muss sie nicht noch zusätzlich belügen, betrügen und manipulieren. Für so Etwas oberflächliches wie Sex. 

Ich war gerade kürzlich erst auf einem Totengedenken für einen guten Bekannten.
Über dessen nun Witwe habe ich erfahren, wie einschränkend eine schwere Krankheit des Partners auch für die Frau in diesem Fall ist.
Aus diesem Grund habe ich volles Verständnis dafür, dass durchaus auch eine Affäre möglich sein sollte.
Ich habe gesehen, daß hier viele gegen so etwas votiert haben, aber auch der nicht kranke Partner leidet sonst übermäßig, was auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann - nicht nur auf die psychische. Von daher gebe ich hier ein ganz klares Votum dafür ab, dass auch zumindest eine Affären zulässig sein dürfte.
Eine komplette Trennung ginge auch für mich in diesem Fall zu weit, da auch mir die Treue bis in den Tod wichtig ist

Definitiv nein. Rückgrat, Charakter und Loyalität sind ein sehr hohes Gut.

vor 1 Minute, schrieb KrawallMarzipan:

Definitiv nein. Rückgrat, Charakter und Loyalität sind ein sehr hohes Gut.

Bringt dem Pflegebedürftigem nur nichts, wenn der Pflegende physisch oder psychisch erkrankt, verhärmt, aggressiv und ungerecht wird 🤷🏼‍♀️

So viel Rückgrat und Charakter können die meisten Menschen gar nicht haben! Und das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern mit Überforderung! Wer kann schon nur geben und zusehen, wie der Partner leidet, abbaut, sich und andere vielleicht noch gefährdet und einen irgendwann nicht mehr erkennt? 
 

Fremdgehen ist elendig, aber den Partner in so einer Situation zu verlassen, finde ich schlimmer!

Ich hätte da einen anderen Ansatz. Ich würde Alles geben um meinen Partner zurückzuholen, den Kampf nie aufgeben und wenn wir dazu in den Regenwald müssten...

 

Ich habe dahingehend im Bekanntenkreis einiges erleben müssen.
Ich kann nur soviel sagen das nicht eine von den Personen überwiegend Frauen auch nur einen Gedanken an Fremdgehen verschwendet hat.
Nach Job Versorgung des Partners und sonstiger Verplichtungen wollten alle nur noch Ausruhen

Mein Mann weiß von meiner Anmeldung hier und es stört ihn nicht. Er könnte sein Problem angehen, aber er möchte nicht zum Arzt. Habe ich akzeptiert.
Ich habe bewusst so einen Müll bei der Heirat nicht erwähnt.
Das ist deine Sache und jeder sollte für sich entscheiden, ob er/sie das möchte oder nicht.
Angeblich kann ja jeder mit seinem Partner offen reden. Man klärt gewisse Dinge ab, wie Parientenverfügung, Bestattungswünsche oder eben sowas. Mal nachfragen, was wäre wenn.

Dein Leben, deine Entscheidung, ich fand es äußerst gruselig, als ich eine Krebspatientin hatte, die später einen Schlaganfall erlitt, und deren Ehemann karrte sie im Rollstuhl zum neuen Porsche auf dem Parkplatz, und seine neue Freundin stand hinter einem Baum, und wartete... Blöd, wenn man als Außenstehender Dinge bewertet, aber ich habe es verurteilt.

(bearbeitet)
vor 9 Stunden, schrieb CalamityJane:

Ich habe dahingehend im Bekanntenkreis einiges erleben müssen.
Ich kann nur soviel sagen das nicht eine von den Personen überwiegend Frauen auch nur einen Gedanken an Fremdgehen verschwendet hat.
Nach Job Versorgung des Partners und sonstiger Verplichtungen wollten alle nur noch Ausruhen

Statistisch gesehen verlassen Männer ihre Partnerinnen signifikant häufiger, wenn diese schwer erkranken oder pflegebedürftig werden, als umgekehrt. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere internationale Langzeitstudien. Zum Thema „Fremdgehen“ in direkter Verbindung mit einem Pflegegrad gibt es kaum valide, isolierte Statistiken, jedoch ist die Trennungs- und Scheidungsrate stark geschlechtsspezifisch verschoben.

Eine wegweisende und viel beachtete US-Studie (u. a. vom Fred Hutchinson Cancer Research Center) untersuchte Paare, bei denen ein Partner an Krebs oder Multipler Sklerose erkrankte. Das Ergebnis: Wurde die Frau krank, endeten 20,8 % der Ehen in Trennung oder Scheidung. Wurde hingegen der Mann krank, lag die Trennungsrate bei nur 2,9 %. Das Risiko für Frauen, in einer schweren Krankheitsphase verlassen zu werden, war damit rund sechsmal so hoch.Spätere Validierung: Eine weitere, groß angelegte Studie im Journal Health and Social Behavior (2015) bestätigte die Tendenz: Während die Erkrankung eines Ehemanns das Scheidungsrisiko statistisch kaum merklich erhöhte, stieg das Scheidungsrisiko bei einer schweren Erkrankung der Ehefrau messbar an.

bearbeitet von Dr_Brain

Schwer drauf zu antworten, da ich selber nicht betroffen bin, aber wichtiger als die Floskel "bis das der Tod uns scheidet" finde ich die Floskel "in guten wie in schlechten Zeiten". Letztendlich muss das jeder mit seinen eigenen Moralvorstellungen und seinem Gewissen ausmachen.

Ja!

Ja!

Man muss nicht immer alles begründen, es ist einfach so.

Was Andere machen kann und will ich nicht bewerten.

Wenn es um das Wohl des erkrankten Partners ginge, müsste der Rat an den Partner lauten: Tu das, was für eine gute Pflege und Beistand notwendig ist.
Wenn dies eine Affaire umfasst, weil die Erfahrung von körperlicher Nähe so elementar wichtig ist für das Wohlbefinden des Pflegenden, dann ist eine Affaire sinnvoll.
Wenn mir der kranke Partner wichtig ist, dann tue ich das, was ihm zu gute kommt.
Bin ich ohne die Erfahrung körperlicher Nähe selbst instabil, bin ich meinem kranken Partner keine Hilfe.
Trenne ich mich, bin ich meinem kranken Partner auch keine Hilfe.
Gerade in so einer Situation ist Pragmatismus gefragt, und nicht Moral.
Gut ist das, was dem Leid entgegensteht. Das umfasst auch den pflegenden Part.

Vor 46 Minuten , schrieb Dr_Brain:

Statistisch gesehen verlassen Männer ihre Partnerinnen signifikant häufiger, wenn diese schwer erkranken oder pflegebedürftig werden, als umgekehrt. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere internationale Langzeitstudien. Zum Thema „Fremdgehen“ in direkter Verbindung mit einem Pflegegrad gibt es kaum valide, isolierte Statistiken, jedoch ist die Trennungs- und Scheidungsrate stark geschlechtsspezifisch verschoben.

Eine wegweisende und viel beachtete US-Studie (u. a. vom Fred Hutchinson Cancer Research Center) untersuchte Paare, bei denen ein Partner an Krebs oder Multipler Sklerose erkrankte. Das Ergebnis: Wurde die Frau krank, endeten 20,8 % der Ehen in Trennung oder Scheidung. Wurde hingegen der Mann krank, lag die Trennungsrate bei nur 2,9 %. Das Risiko für Frauen, in einer schweren Krankheitsphase verlassen zu werden, war damit rund sechsmal so hoch.Spätere Validierung: Eine weitere, groß angelegte Studie im Journal Health and Social Behavior (2015) bestätigte die Tendenz: Während die Erkrankung eines Ehemanns das Scheidungsrisiko statistisch kaum merklich erhöhte, stieg das Scheidungsrisiko bei einer schweren Erkrankung der Ehefrau messbar an.

Ich kenne keine Studien ich weiß nur das Menschen die mir am Herzen liegen wichtiger sind als körperliche Befriedigung

Bis das der Tod uns scheidet --- ist ja nur der erste Teil des Satzes. Der zweite Teil wird meist vergessen bzw. man wünscht sich, dass dieser vergessen wird. Er lautet --- wenn es nicht vorher der Scheidungsrichter macht.

Am 27.9.2026 at 09:07, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Was meint Ihr und warum?

Immer die Partnerin/den Partner zuerst ansprechen. Nie auf Baustellen im Internet.

Wenn es gut läuft, wird das einvernehmlich geregelt. 

Wenn nicht, musst Du alleine andere Wege gehen.

C`est la vie

Ob eine Affäre richtig oder falsch ist, sollten nicht aussenstehende beurteilen, sondern Du für Dich alleine.

Die Lust auf Nähe, nackte Haut, Intimität und Sex ist uns Menschen einfach gegeben worden. Es ist nicht lebensnotwendig, doch positive Einflüsse sind nachgewiesen.

Am 27.9.2026 at 09:07, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Meint Ihr es ist falsch, sich eine Affaire zu suchen oder Partner/in zu verlassen, wenn diese/r von Demenz oder einer stark einschränkenden Erkrankung betroffen ist und die eigenen Bedürfnisse nicht mehr befriedigt werden? Ist für Euch das Versprechen "Bis das der Tod uns scheidet" noch von Bedeutung? Was meint Ihr und warum?

Ich denke, das muss jeder für sich entscheiden und wirklich sagen, wie man in so einer Situation reagiert. Was man dann macht, kann man erst sagen, wenn man selbst in dieser Lage ist. Andere zu verurteilen, ist es, sich sehr einfach zu machen.

Ich mag Betrug nicht und ich habe bisher noch niemand betrügen müssen. Ich bin aber noch nicht bereit, auf Sex verzichten zu wollen. Ich habe deshalb schon eine sehr schöne und lange Affäre beendet und wir sind nur noch Freunde. Es war nicht einfach, aber ich denke, Ehrlichkeit ist das, was ich versprechen kann, bis der Tod uns scheidet, aber nicht.

 

Vor 15 Stunden, schrieb Luderwicht:

Bringt dem Pflegebedürftigem nur nichts, wenn der Pflegende physisch oder psychisch erkrankt, verhärmt, aggressiv und ungerecht wird 🤷🏼‍♀️

So viel Rückgrat und Charakter können die meisten Menschen gar nicht haben! Und das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern mit Überforderung! Wer kann schon nur geben und zusehen, wie der Partner leidet, abbaut, sich und andere vielleicht noch gefährdet und einen irgendwann nicht mehr erkennt? 
 

Fremdgehen ist elendig, aber den Partner in so einer Situation zu verlassen, finde ich schlimmer!

Jedem das seine 🤷‍♂

Worüber diskutiert Ihr hier? Eine komplette Gesellschaft hat sich daran gewöhnt Pflegebedürftige aus den Familien zu verbannen, falls Familie vorhanden. 

Und Ehe, was bedeutet die noch, wo man doch alles daran gesetzt hat die Institution komplett auszuhöhlen?

 

Umgekehrt zeigt der sehr differenzierte Beitrag von @Südfriese, daß Moralisieren nicht weiter hilft. 

Der Sex ist der harmlosere Teil des Themas, aber gerade in jungen Jahren entscheidet man sich fürs Leben. Es gibt auf der einen Seite negative Entwicklungen, was den familiären oder auch anderweitigen Zusammenhalt betrifft.. Bezogen auf eine konkrete, individuelle Situation sollte man sich hüten zu urteilen, solange man nicht selber in ähnlichen Schuhen gelaufen ist.

Kann man an der Pflege eines anderen wachsen? Ja, kann man. Weiß ich aus Erfahrung. Gibt man umgekehrt einen Teil des eigenen Lebens auf? Definitiv ja, Die Entscheidung muß jeder sorgfältig abwägen und vor sich verantworten.

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