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Plötzliche Angststörungen


Anonymes-Mitglied-1

Empfohlener Beitrag

Anonymes-Mitglied-1

Seit vergangenen Freitag kann ich plötzlich nicht mehr angstfrei Auto fahren. Ich habe das Steuer bei einem Spurwechsel auf einer Schnellstraße leicht verrissen und mich wahnsinnig erschreckt. Seitdem fahre ich mit ständiger Panik, kann nicht schneller als 80 kmh fahren und nicht überholen. Aber leider muss ich jeden Tag 50 km über Land fahren.

Nachdem ich nun ein paar Tage über das Ereignis und die Folge nachgedacht habe, musste ich feststellen, dass ich diese Angst schon sehr lange pflege. Ich habe seit 1990 meinen Führerschein, hatte immer ein Auto und musste beruflich oft fahren.

Schon vor gut 20 Jahren, seinerzeit habe ich noch in einer Großstadt gewohnt, habe ich es vermieden, unbekannte Strecken zu fahren und habe stattdessen dann die öffentlichen Verkehrsmittel genommen. Dann zog ich aufs Land und da hatte ich plötzlich Angst bei Dämmerung/in der Dunkelheit zu fahren und habe es seitdem auch nicht mehr getan. Dann stellte ich bei einem Urlaub fest, dass ich Angst vor zu langen Tunneln habe. Vermeide ich seitdem. Als nächstes bekam ich Angst davor auf der Autobahn zu fahren. Mittlerweile kann ich dies auch nicht mehr als Beifahrer, weil ich ständig Gefahren sehe.

Ich habe da offensichtlich durch stetige „Vermeidung“, einer sehr entwicklungsfähigen Angst die Möglichkeit gegeben, sich zu entwickeln.

Nun meine Fragen:
Wem ist schon ähnliches geschehen?
Hast Du es geschafft Deine Angststörung zu kontrollieren? Wenn ja, wie hast Du es geschafft und wie lange hat das gedauert?

Da es ein sehr persönliches Thema ist, darf gerne anonym geantwortet werden.

Danke für Euer Feedback.

Ich finde es klasse, das du dich mit dieser Entwicklung zeigst und öffentlich nach Rat oder auch nur Beistand suchst.

Grund Gütiger 😫😫😫😫😫😫😫😫😫😫
Da holt man sich professionelle Hilfe und fragt nicht auf einer Fick-Plattform
Ich warte nur noch darauf bis hier jemand******** Gedanken hat und hier um Rat fragt

Solltest Du eventuell mal professionell behandeln lassen, dass ist eine Gefahr für Dich und Andere die man nicht unterschätzen sollte. Sagen wir mal so, wenn einem ungewöhnliche Dinge passieren, dann kann man eine zeitlang ein ungutes Gefühl haben, dass legt sich allerdings meistens mit der Zeit. Eine Angststörung wird höchstens noch extremer.

Ich habe "ähnliches" erlebt; bei mir war es ein anderes Thema. Aber ich habe erst gelernt, es zu akzeptieren und damit umzugehen. Der nächste Schritt war, das Thema zu "bearbeiten". Das dauerte bei meinem Thema lange, ein gewisses Grundrauschen wird vielleicht bleiben. Ist mir aber nun weitgehend egal. Wie ich das schaffte? Ich habe eine The***utin gesucht, das Thema aktiv bearbeitet, Schritt für Schritt. Wichtig ist die Profession des The***uten: Psychologe/Arzt mit entsprechender Ausbildung! Kein Coach o.ä. - die Kosten dich nur Geld und Zeit.

Anonymes-Mitglied-2

Nach einer Reihe von Verkehrsunfällen war ich auch so weit, dass ich nicht mehr Auto fahren wollte, zu viele Verletzungen und Krankenhaustage machten gar Angst mich je wieder in ein Auto zu setzen. Eine m Monate lange Inneschau ließ mich erkennen was wirklich dahinter stand. Kaufte mir einen alten massigen Volvo völlig untermotorisiert sodass ich nur viel defensiver fahren konnte, mich mehr an für mich verdaubare Geschwindigkeiten gewöhnte, defensiver wurde und später Sicherheit gewann.

Viel zu sensibel das Thema. Für dich und andere gefährlich
Hol dir bitte Hilfe bei einem Thera******.

Viel Glück 🍀🍀🍀

Ich kenne das auch. Ich hatte einen ziemlich heftigen Unfall und immer wenn ich da lang fahre, bin ich schweißgebadet. Ich habe einen Doc. aufgesucht, bin zum Psy gegangen, war in einer Reha und nun bin ich doch umgezogen um da nicht jeden Tag lang zu müssen.

Anonymes-Mitglied-3
vor 15 Stunden, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Hast Du es geschafft Deine Angststörung zu kontrollieren? Wenn ja, wie hast Du es geschafft und wie lange hat das gedauert?

Für solche Probleme gehe ich zum Spezialisten. Das hilft.

vor 15 Stunden, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wem ist schon ähnliches geschehen?

Mir Gottseisgedankt nicht, obwohl ich mit LKW's immer Unfälle habe, die mich übersehen und in mich reinschrauben.

Ich fahre auf Autobahn und Stadt , ohne Angst,  zwischen LKW's hindurch.

Aber, lass dich von Fachkräften beraten und behandeln, nicht von den Hobbypsychologen hier.

Suche dir bitte richtige, professionelle Hilfe. Hier wird dir nicht wirklich jemand weiterhelfen können. Ausser vielleicht die "Hobby Psychologen "🤷‍♀️

Also erstmal: sofort zum Hausarzt und krankschreiben lassen, solltest du beruflich immer fahren müssen, wenn es keine Möglichkeit gibt auch öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Du bist jetzt gerade nicht nur eine Gefahr für dich, sondern besonders für andere.
Das ist nicht witzig, dass du jetzt weiter fährst. Und du musst dir auch sofort Hilfe holen. Wenn du einen halbwegs anständigen Hausarzt wird er dich sofort für vier Wochen krankschreiben, damit du erst mal Zeit für dich hast und halt auch professionelle Hilfe suchen kannst, was nicht unbedingt einfach ist in diesem Bereich und länger dauern könnte.



Sag nicht, du darfst nicht auswählen, du darfst nicht fehlen.... Wenn Du Dich und andere tot fährst kommen sie auch ohne dich zurecht.

Geh erst mal zum Hausarzt und erzähl von diesem Problem. Es ist nämlich wichtig überhaupt darüber zu reden. Bei Psychologen sind die Wartezeit bis zu einem Jahr zum erwarten oder nehmen nur noch Privatpatienten auf. Das ist die Praxis. Finde es taktlos einfach zu schreiben, geh zum Psychologen....nee, daß ist NICHT einfach.

Zu deinen Attacken.
Ich hatte sie auch. Vermeidungspolitik ist ein Spiel mit sich selber.
Ich hatte damals einen Unfall, ich war nicht schuld. Später irgendwann ging es los. Traute mich nicht Auto zu fahren, Bahn fahren war noch schlimmer. Ich musste aber was tun. Im Grunde schloss ich ein Deal mit mir selber. Setze mich ins Auto und sagte mir,jetzt ist Schluss damit. Geholfen haben mir ruhige Atmungenübungen, macht man auch beim Fliegen,wenn einem komisch wird.
Ich fuhr einfach Auto,immer wieder. Dann löste sich das einfach auf.
Hinzu kam,Tunnel fahren konnte ich immer noch nicht bzw. ich schwitzte ohne Ende,wenn ich es musste. ( Elbtunnel )
Ich redete offen darüber und scherzte eher mit mir selber. Seit einem Jahr ist es verschwunden. Ich fahre Tunnel ohne Angst. Vielleicht lag es auch dran,dass ich oft durch Tunnel fahren musste. Gerade im Urlaub wo es unausweichlich gewesen ist.Ich sag nur Österreich und Allgäu 😁

Mein einziger Tipp ist wirklich,setz dich ins Auto und fahre, fahre. Mach Pausen,wenn du merkst es wird komisch. Atem-Übungen. Weiter fahren und nicht immerhin daran denken, ach jetzt kommt gleich wieder was.


Schau mal auf der Webseite vom ADAC unter Angst beim Autofahren. Es gibt auf dieses Thema spezialisierte Fahrlehrer und Psychologen. Wenn ich sowas versuche alleine zu 'kontrollieren', dann ist das meistens so erfolgreich wie einen Wasserball dauerhaft unter Wasser zu halten.

Ich kannte diese Angst auch. Ich selbst bin darüber hinweg gekommen durch das lernen die Gefahren generell zu erkennen aber auch zu relativieren welche hoch und welche nicht zu hoch sind. Außerdem wie oft etwas passiert. Nur ein Beispiel. Wie oft ist dir der Reifen geplatzt. Zu relativieren welche Gefahr direkt eintreten und welche nicht ist ein erster Schritt.

vor 15 Stunden, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Seit vergangenen Freitag kann ich plötzlich nicht mehr angstfrei Auto fahren. Ich habe das Steuer bei einem Spurwechsel auf einer Schnellstraße leicht verrissen und mich wahnsinnig erschreckt. Seitdem fahre ich mit ständiger Panik, kann nicht schneller als 80 kmh fahren und nicht überholen. Aber leider muss ich jeden Tag 50 km über Land fahren.

Nachdem ich nun ein paar Tage über das Ereignis und die Folge nachgedacht habe, musste ich feststellen, dass ich diese Angst schon sehr lange pflege. Ich habe seit 1990 meinen Führerschein, hatte immer ein Auto und musste beruflich oft fahren.

Schon vor gut 20 Jahren, seinerzeit habe ich noch in einer Großstadt gewohnt, habe ich es vermieden, unbekannte Strecken zu fahren und habe stattdessen dann die öffentlichen Verkehrsmittel genommen. Dann zog ich aufs Land und da hatte ich plötzlich Angst bei Dämmerung/in der Dunkelheit zu fahren und habe es seitdem auch nicht mehr getan. Dann stellte ich bei einem Urlaub fest, dass ich Angst vor zu langen Tunneln habe. Vermeide ich seitdem. Als nächstes bekam ich Angst davor auf der Autobahn zu fahren. Mittlerweile kann ich dies auch nicht mehr als Beifahrer, weil ich ständig Gefahren sehe.

Ich habe da offensichtlich durch stetige „Vermeidung“, einer sehr entwicklungsfähigen Angst die Möglichkeit gegeben, sich zu entwickeln.

Nun meine Fragen:
Wem ist schon ähnliches geschehen?
Hast Du es geschafft Deine Angststörung zu kontrollieren? Wenn ja, wie hast Du es geschafft und wie lange hat das gedauert?

Da es ein sehr persönliches Thema ist, darf gerne anonym geantwortet werden.

Danke für Euer Feedback.

Okay, the***utische Hilfe wurde schon angeraten. Also sage ich was anderes. 

Eigentlich wäre bei Panikattacken die Verhaltenstherapie ganz gut. Also einfach Ängste überwinden. Zu lernen, dass es "eigentlich" ungefährlich ist.

Da Du das aber schon so lange hast und trotzdem gefahren bist, könnte auch etwas anderes dahinter stecken. Hast Du früher Mal Unfälle erlebt, gesehen, geliebte Menschen verloren o.ä.? Hast Du Angst, dass Dich Menschen verlieren?

Ich habe einiges überwunden. In dem Fall Konfrontationstherapie (selbst initiiert), bevor es zu einer handfesten Angststörung wird. Ich wusste immer, dass ich mich der Angst stellen muss.. Natürlich so sicher wie möglich und dann Schritt für Schritt.

Ich habe keine Angst vorm Autofahren, aber ich hatte nach dem Umzug zu meinem Partner auch erstmal mein Auto abgemeldet und fahre seinen. Er hat einen Combi, ich hatte einen Kleinwagen. Ich war anfangs auch etwas unsicher. 

Unsicher, nicht ängstlich. Ich habe auch den Umzugswagen gefahren. 7,5 Tonnen. Da war ich auch unsicher. 

Vielleicht fängst Du einfach wieder klein an. 

Fahr nachts, wenn die Straßen leer sind. Fahr 30, wenn Dir danach ist. Nimm jemanden mit, der Dich bestärkt.

Steigere die Intensität. Lerne, dass es nichts schlimmes ist, indem Du genau diese Erfahrungen zulässt. 

Und sollte da ein traumatisches Erlebnis hinterstecken musst Du Dir das dringend angucken.

 

 

 

 

 

(bearbeitet)

wer dann noch Auto fährt ist eine Gefahr für den Straßenverkehr und der sollte mal darüber nachdenken was er der Allgemeinheit damit antut.
ich würde dich garantiert bei entsprechenden Stellen anzeigen.

P.S.

übrigens 

niemand "muss" Auto fahren oder ein Kraftfahrzeug führen.

steht nirgendwo geschrieben.

bearbeitet von Denglishman
Vor 21 Minuten , schrieb MrsGrinch:

Schau mal auf der Webseite vom ADAC unter Angst beim Autofahren. Es gibt auf dieses Thema spezialisierte Fahrlehrer und Psychologen. Wenn ich sowas versuche alleine zu 'kontrollieren', dann ist das meistens so erfolgreich wie einen Wasserball dauerhaft unter Wasser zu halten.

Das ist ein toller Tipp. Fluglinien bieten ja auch Kurse an,wenn man Flugangst hat.

Ich habe wahrscheinlich schon in sehr jungen Jahren eine Angststörung entwickelt, aber bewusst wurde es mir erst 2005, als ich im Elbtunnel Panik bekam obwohl ich vorher auch durch viel längere Tunnel in der Schweiz fuhr und niemals in Tunnel oder auf Brücken ein komisches Gefühl kannte.

Heute nehme ich Bedarfsmedikamente (also nur für den Moment, ansonsten nehme ich nichts) zum Bahnfahren und meide längere Tunnel.

Vor kurzem war ich einigermaßen fit und überlegte, ob ich eine Station in der S-Bahn probiere...zwei Minuten und man kann von Bahnhof zu Bahnhof gucken, so nah sind sie...aber da mir eines meiner Hauptprobleme gerade wieder extrem zusetzt und ich unter Daueranspannung stehe, ist an einen Versuch jetzt nicht zu denken...aber das wird vielleicht noch kommen. 

Und dafür ist Bearbeitung wichtig...du solltest mit Fachleuten herausfinden, was tatsächlich für die Angst verantwortlich ist. 

Ob das verreißen und das anschließende vermeiden der Grund sind oder ob es andere Ursachen gibt.

Ich habe in jahrelanger Therapie mein gesamtes Leben aufgearbeitet und weiss dadurch, dass es so kommen musste...und gäbe es meine Hauptprobleme nicht, könnte ich vielleicht "schon" jetzt wieder "normal" leben.

Im Gegensatz zu manch anderen hier, finde ich es gut, dass du hier nach Erfahrungen fragst...während meiner Klinikaufenthalte in einer psychosomatischen Klinik (Depressionen und Angststörung), brachte mir der Austausch mit Mitpatienten teilweise mehr, als die Gespräche mit Psychologen.

Ich drücke dir die Daumen 🙏🍀

Ich habe seit letzten Jahres meinen Führerschein und hatte auch schon einen fast Unfall gehabt als ich am Überholen war kam mir ein LKW entgegen und musste von 100 kmh auf 20 kmh runterbremsen wollte zunächst auch schon nicht mehr fahren habe dann etwas hin und her überlegt und gesagt ich habe den Führerschein gemacht damit ich auch mal was unternehmen kann und werde wegen dem zwischfall nicht aufhören seit dem versuche ich immer meine Emotionen beim fahren zu vergessen auch Ängste und ich muss sagen zumindest bei mir klappt es ich hatte grade bei den Führerschein Prüfungen angst gehabt da ich schon mal ihn angefangen hatte und durchgefallen war jetzt hab ich ihn nach 11 Jahren und insgesamt 14 tausend Euro

vor 48 Minuten, schrieb RobertSturm:

Grund Gütiger 😫😫😫😫😫😫😫😫😫😫
Da holt man sich professionelle Hilfe und fragt nicht auf einer Fick-Plattform
Ich warte nur noch darauf bis hier jemand******** Gedanken hat und hier um Rat fragt

Warum denn nicht?

Ja, es ist eine "Sexseite", also eine Seite, auf der Menschen sind, die auf die ein oder andere Art an Sex interessiert sind. 

Das zieht sich durch alle Altersgruppen, Geschlechter, Bevölkerungsschichten. Und auch die, die keinen Sex wollen, können Interesse haben.

Hier muss es auch gar nicht um Sex gehen. Da Sex meist mit zwei oder mehr Menschen stattfindet, gibt es auch Themen zu Beziehungen, Flirten, Trennungsschmerz.

Nicht alles hier dreht sich darum jemanden zum Ficken zu finden.

Hier gibt es auch Menschen, die in anderen Bereichen Erfahrungem haben und das Interesse auch weiter geht als nur für Sex!

 

vor 13 Minuten, schrieb Heimatloser:

Ich kannte diese Angst auch. Ich selbst bin darüber hinweg gekommen durch das lernen die Gefahren generell zu erkennen aber auch zu relativieren welche hoch und welche nicht zu hoch sind. Außerdem wie oft etwas passiert. Nur ein Beispiel. Wie oft ist dir der Reifen geplatzt. Zu relativieren welche Gefahr direkt eintreten und welche nicht ist ein erster Schritt.

Mir im letzten Jahr 2x!

Bei neuen Reifen.... lagen jeweils Metallteile auf der Autobahn.

Allerdings bin ich beide Male noch kontrolliert zum Stehen gekommen und das ist dann für einen selbst eher gut wenn man sowas gut hinkriegt.

image0.jpeg

vor 6 Minuten, schrieb Denglishman:

wer dann noch Auto fährt ist eine Gefahr für den Straßenverkehr und der sollte mal darüber nachdenken was er der Allgemeinheit damit antut.
ich würde dich garantiert bei entsprechenden Stellen anzeigen.

Na dann nichts wie los. Bin gespannt auf die Reaktion der entsprechenden Stellen.....

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