Jump to content

Gewissen


M0****

Empfohlener Beitrag

vor 59 Minuten, schrieb Anne-Ampel:

da der Partner dran schuld ist

und / oder die Natur, weil die Monogamie eh eine Lüge der Kirche oder der Gesellschaft ist. Ich denke, Ehrlichkeit ist Trumpf. Sprecht miteinander, eure Partner werden euch überraschen.

vor 5 Stunden, schrieb alotofcum:

Sex als reines Vergnügen hat nichts mit Fremdgehen zu tun. Fremdgehen kann man nur mit dem Kopf. Und wenn es soweit ist, braucht man sich auch keine Gewissensbisse mehr zu machen, dann ist die Partnerschaft eh hinüber.

Hei Pippi Langstrumpf,  … 🎶 🎵 

Anonymes-Mitglied-10

Mache ich nicht und deshalb ist es auch kein Thema für mich... Zuverlässigkeit Treue und Ehrlichkeit sind doch die Basis für jedes miteinander

Vor 7 Stunden, schrieb Georg-FR:

Gewissen? Ist das nicht dieses komische, kaum greifbare DIng, das jede/r nur mit sich selbst ausmachen kann, das andere aber ständig versuchen, einem einzureden ?

Zum Erfolg oder Scheitern einer Beziehung gehören meist zwei Personen, zum Gewissen immer nur eine. Fremdgehen oder bekannt gehen ist, je nach Konstellation, nur eine Frage der Absprache und der Konsequenz. Ich kenne mehrere Frauen und Fruaen, die hauptsächlich gerne Gewissheit hätten, ob ihr Partner oder ob er nicht auch andere Sexualpartner hat. Die meisten von ihnen hätten noch nicht einmal etwas dagegen, wenn da noch jemand wäre. Wenn ich also mit allen gewissenhaft Sex habe, wo ist das Problem, vorausgesetzt, ich will das überhaupt.

Wenn du gewissenslos Altöl im Bach entsorgt, steuern hinterziehst, deine Familie belügst ...dann geht das wohl sehr viel mehr als dich alleine was an. Ohne Gewissen kann keine Gemeinschaft überleben. Ist es nicht eher andersrum: einige wollen uns einreden, Gewissen zu haben wäre schlecht?

vor 8 Stunden, schrieb chefblaubaer:

Diese Einstellung  finde ich sehr gut und entbehrt nich einer gewissen Logik! Ich wünschte mir das mehr Menschen danach handeln würden! 

Tja die Welt hat sich nun mal verändert bzw die Gesellschaftsform..... man liest, sieht und hört es immer wieder.

vor 12 Stunden, schrieb Assassins84:

Das wage ich nach wie vor zu bezweifeln. Es ist einfach Tatsache, daß die meisten partner der Fremdgehenden Personen genau das eben nicht wissen.

Deine Erwiderung verstehe ich nicht. Du bezweifelst den Teil, den du von mir zitiert hast, aber stimmt mir im Anschluss zu, dass ich damit Recht habe (Seitensprünge werden dem Partner nicht mitgeteilt).

Irgendwo haben wir da ein Missverständnis.

vor 2 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Irgendwo haben wir da ein Missverständnis.

Ist relativ einfach. In einem Teil stimme ich dir zu, in dem anderen eben nicht. 

Warum sich hier so empört wird, ist eben, dass sehr viele ein fremdgehen nicht gut heißen. Klar ist aber, vermutlich aufgrund dessen, das die partner das natürlich nicht erzählen. 

Fakt ist, der häufigste Grund für eine Trennung, nicht nur Scheidung, ist das fremdgehen einer der Partner. Bei entsprechender Kommunikation ist das hinfällig und kann vor einer Trennung bewahren. Was aber eben sehr viele nicht glauben, oder zumindest nicht glauben wollen.

_

vor 2 Stunden, schrieb LaMotte1:

Wenn du gewissenslos Altöl im Bach entsorgt, steuern hinterziehst, deine Familie belügst ...dann geht das wohl sehr viel mehr als dich alleine was an.

Der sogenannte "Betrug" findet aber auf eine Weise statt, der niemand anderen stört, solange es so gehandhabt wird, wie es bei den meisten Seitensprüngen getan wird. Die meisten Menschen lügen dabei nicht mal, einfach weil das Thema nie aufkommt und derartige Fragen nie gestellt werden. In solchen Fällen geht das, aus Sicht des Seitenspringers ganz realbezogen betrachtet, nur die beiden Beteiligten etwas an und niemand sonst fühlt sich dadurch gestört, belästigt oder sonstwas.

Altöl im Bach ist daher kein guter Vergleich, weil Müllentsorgung in der Natur generell sicht- und teils spürbar ist und immer Auswirkungen auf andere und die Natur selbst hat.

vor 9 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Die meisten Menschen lügen dabei nicht mal, einfach weil das Thema nie aufkommt und derartige Fragen nie gestellt werden.

Klingt logisch, dennoch verheimlicht du dadurch eine Sache in der Beziehung, die dem anderen Partner eventuell nicht gefällt oder dieser gern dabei gewesen wäre. 

Ich sehe das wie, gleiches Recht für alle. Was ich darf, darf auch meine Frau und andersherum. 

Natürlich geht es nur die Partner etwas an, was diese machen. 

Ich kenne leider auch diverse Fremdgehen von anderen Personen, bei denen es raus kam und niemand war wirklich begeistert davon. Nur wenige haben sich dann wirklich zusammengesetzt und das Problem bearbeitet. Ein vertrauen was einmal weg ist, lässt sich nur sehr schwer wiederherstellen. Egal welchen Weg man dann nehmen möchte.

(bearbeitet)
vor 23 Minuten, schrieb Assassins84:

Klingt logisch, dennoch verheimlicht du dadurch eine Sache in der Beziehung, die dem anderen Partner eventuell nicht gefällt oder dieser gern dabei gewesen wäre.

ICH verheimliche erst mal gar nichts.
Ich beschreibe nur, wie es meistens abläuft, wenn Menschen fremdgegangen sind.

 

Zitieren

Ich sehe das wie, gleiches Recht für alle. Was ich darf, darf auch meine Frau und andersherum. 

Ich weiß nicht, wie es der/die "übliche Fremdgeher/in" hält, aber das kann jemand ja durchaus genauso handhaben, also der Art: "Ich bin fremdgegangen und verheimliche das. Wenn mein Partner fremdgeht, soll er das bitte auch verheimlichen." Das würde dann genau dem Anspruch genügen, den du formuliert hast: "Ich sehe das wie, gleiches Recht für alle. Was ich darf, darf auch meine Frau und andersherum."

 

Zitieren

Ich kenne leider auch diverse Fremdgehen von anderen Personen, bei denen es raus kam und niemand war wirklich begeistert davon. Nur wenige haben sich dann wirklich zusammengesetzt und das Problem bearbeitet. Ein vertrauen was einmal weg ist, lässt sich nur sehr schwer wiederherstellen. Egal welchen Weg man dann nehmen möchte.

In den meisten Fällen kommen die längerfristigen Nebenbeziehungen oder die regelmäßig wiederholten Affären-Treffen heraus, und auch von denen natürlich nicht mal alle. Seitensprünge, die definitionsgemäß Einzelbegebenheiten sind, bleiben dagegen mehrheitlich unbekannt. Bei denen gibt es höchstens dann eine größere Aufdeckungsgefahr, wenn das innerhalb des gemeinsamen sozialen Umfelds (Famile, Freundeskreis usw.) stattfindet.

Die Unterscheidung halte ich persönlich für relevant.

Sollte ich von einem Fremdgehen meiner Partnerin erfahren, wäre für mich auch ausschlaggebend, ob es um eine dauerhafte Nebenbeziehung oder ein einmaliges Ereignis geht, und bei einer regelmäßigen Wiederkehr zudem, wie dicht an unserem gemeinsamen Freundeskreis das Ganze stattgefunden hat. Dass es zusätzlich eine Rolle spielt, ob das Ganze überhaupt eine Auswirkung auf unser gemeinsames Leben hatte, hab ich an anderer Stelle ja schon mal beschrieben. Wenn sich in unserer Beziehung nichts verändert hatte, keine Definzite kompensiert wurden oder sich dadurch auftaten, die Gefühle meiner Partnerin zu mir und unserer Beziehung weiterhin Bestand haben und sie weiterhin gerne und viel mit mir zusammen ist, dann müsste ich, ganz neutral betrachtet, feststellen, dass das Fremdgehen keinerlei Auswirkungen auf unsere Beziehung hatte. Mir wurde nichts weggenommen. Mir entstand kein Schaden.

Die Beziehung lief die gesamte Zeit also exakt so, als hätte es das Fremdgehen nie gegeben. Ich käme also also nicht auf die Idee, mich zu beschweren, dass die Beziehung stabil und gut gelebt wurde.

bearbeitet von LacusLenitatis
vor 10 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

ICH verheimliche erst mal gar nichts.
Ich beschreibe nur, wie es meistens abläuft, wenn Menschen fremdgegangen sind.

Okay, falsch definiert:

 

vor 11 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

dennoch verheimlicht "man" dadurch eine Sache

Besser? 

 

vor 12 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Ich bin fremdgegangen und verheimliche das. Wenn mein Partner fremdgeht, soll er das bitte auch verheimlichen

Bissel sehr weit hergeholt, zumal da ja immernoch der Punkt im Raum steht, das vertrauen missbraucht wird, da beide gegenseitig davon aus gehen, eben nicht fremd zu gehen. 🤷‍♂️

 

vor 14 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Die Beziehung lief die gesamte Zeit also exakt so, als hätte es das Fremdgehen nie gegeben. Ich käme also also nicht auf die Idee, mich zu beschweren, dass die Beziehung stabil und gut gelebt wurde.

Das ist der Punkt, an dem wir uns das letzte mal schon nicht einig waren. 

Da du das problem anscheinend nie hattest, wie du ja meinst, kannst du das nicht beurteilen. Ich hatte das schon und es ist ein Schaden entstanden. Das Vertrauen meinerseits war weg. Wir haben es dann versucht wieder aufzubauen, was jedoch nicht funktionierte. 

Muss aber jeder selbst für sich wissen. Wenn dir eben sowas egal wäre, dann ist das für dich eben so. 

Meine Meinung dazu kannst du dennoch nicht ändern, da ich es nunmal kenne und definitiv nicht gut heise.

vor einer Stunde, schrieb Assassins84:

zumal da ja immernoch der Punkt im Raum steht, das vertrauen missbraucht wird, da beide gegenseitig davon aus gehen, eben nicht fremd zu gehen

Das ist eben das unterschiedliche Verständnis, das wir Menschen vom Vertrauen in eine Beziehung haben können. Öffentlich diskutiert wird üblicherweise immer nur das Verrtrauen darin, dass körperliche Exklusivität besteht. Das ist bei vielen Menschen das einzige diskussionswürdige Kriterium, wenn es um Treue geht. Es gibt aber auch Menschen, die ihr Vertrauen in die Treue des Partners auf eine ganz andere, für sie viel wichtigere Grundlage stützen. Auch wenn eine monogame Beziehung vereinbart ist und gelebt wird, ist dann das wesentliche Treuekriterium, dass beide zueinander und zu ihrer Beziehung stehen, diese in vollem Gefühl zueinander leben und fortsetzen wollen.

Menschen, die einen Seitensprung hinter sich haben, tun oftmals genau dies: Sie sind und bleiben mit dem Partner verbunden und wollen diese Beziehung auch fortführen. Der Partner will dies ebenfalls. Dies könnte(!) also das wesentlichere Kriterium für Beziehungstreue sein. Das ist es aber (völlig ohne Kritik) für viele Menschen nicht. Für sie ist ein einmaliger körperlicher Aspekt dann üblicherweise relevanter als das Miteinander, das in der Beziehung vorherrscht.

Dass es zuhauf auch die Fälle gibt, in denen Affären gelebt werden, weil man Defizite in der Beziehung ausgleichen will, die man nicht innerhalb der Beziehung auflösen möchte, oder weil man sich auf diese Weise von der Beziehung lösen will, schließe ich nicht aus. Das sind solche Fälle, in denen ich mit dir weitgehend der gleichen Meinung bin. Aber ein sporadischer Seitensprung, der führt bei mir nicht zur reflexartigen Aufregung, weil ich objektiv auf meine Beziehung schauen kann, um zu erkennen, ob die gut lief und läuft oder ob nicht, und zwar ohne gleich beleidigt zu sein, weil meine Partnerin irgendwann einmal etwas mit jemandem unternommen hat, was sie auch mit mir gerne tut. Mit mir _weiterhin_ gerne tut, ist der springende Punkt.

Ihr direktes 1-zu-1-Verhalten mir gegenüber, ihr Gefühl und ihre Meinung zu mir und zu unserer Beziehung sind dafür viel wichtiger als ihr einmaliges Verhalten irgendwoanders, weit weg von mir und unserem gemeinsamen Leben.

 

vor einer Stunde, schrieb Assassins84:

Re: "Die Beziehung lief die gesamte Zeit also exakt so, als hätte es das Fremdgehen nie gegeben."
Das ist der Punkt, an dem wir uns das letzte mal schon nicht einig waren. Da du das problem anscheinend nie hattest, wie du ja meinst, kannst du das nicht beurteilen.

Das hattest du dann wohl überlesen, weil ich meine diesbezüglichen Erfahrungen im anderen Thread recht ausführlich geschildert hatte. Ich hatte in meinem Leben bereits beide Fälle, und zwar den, in dem das Fremdgehen eine Begleiterscheinung ihres Entfernungsprozesses von mir und aus unserer Beziehung war, und den, in dem ein Seitensprung überhaupt keine Auswirkungen auf die Gefühle meiner Partnerin zu mir und zu unserem gemeinsamen Leben hatte. Im ersten Fall war die Beziehung gescheitert, aber nicht hauptsächlich, weil sie fremdgegangen ist, sondern weil sie sich leise, still und heimlich aus unserer Beziehung verabschiedet hat und das Fremdgehen "on top" dazu kam. Im letzteren Fall war schon nach meinem eigenen Gefühl, aber insbesondere nach einem Gespräch mit meiner Partnerin klar, dass es für die Beziehung überhaupt keine Rolle spielte, dass sie mal mit jemand anderem zusammen war.

Ich kann also sehr wohl differenzieren, ob ein Fremdgehen eine Relevanz für meine Beziehung hat oder nicht.

vor 11 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Es gibt aber auch Menschen, die ihr Vertrauen in die Treue des Partners auf eine ganz andere, für sie viel wichtigere Grundlage stützen. Auch wenn eine monogame Beziehung vereinbart ist und gelebt wird, ist dann das wesentliche Treuekriterium, dass beide zueinander und zu ihrer Beziehung stehen, diese in vollem Gefühl zueinander leben und fortsetzen wollen.

Gefühl? Wie du eben meintest, warst du nie in der Situation und willst es nicht gut heißen. Und sprichst davon, daß es die gefühle nicht verändert, wenn sowas zutage kommt. Sehr gewagt.

vor 13 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Treuekriterium, dass beide zueinander und zu ihrer Beziehung stehen, diese in vollem Gefühl zueinander leben und fortsetzen wollen.

Treue muss nicht was mit Sex zu tun haben, das ist absolut richtig. Den ein Ritter, der treu ergeben seinem König ist, hat auch kein Sex mit diesem. Jedoch ist klar, das eine Monogame Beziehung gewisse grundsachen mit sich bringt, sonst wäre es eben keine monogame Beziehung. 🤷‍♂️ Dahingehend ist die Treue schon entsprechend definiert. 

vor 15 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Ihr direktes 1-zu-1-Verhalten mir gegenüber, ihr Gefühl und ihre Meinung zu mir und zu unserer Beziehung sind dafür viel wichtiger als ihr einmaliges Verhalten irgendwoanders, weit weg von mir und unserem gemeinsamen Leben.

Nach wie vor, dir ist es egal, was sie mit anderen macht, sollte es dazu kommen, und es ändert für dich nichts an der Beziehung. Somit wäre es ab dem Punkt deines Wissens nicht mehr Monogam.

Begriffe und ihre Bedeutungen 🙈

vor 18 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Im letzteren Fall war schon nach meinem eigenen Gefühl, aber insbesondere nach einem Gespräch mit meiner Partnerin klar, dass es für die Beziehung überhaupt keine Rolle spielte, dass sie mal mit jemand anderem zusammen war.

Ergo, keine Monogame Beziehung mehr 🤷‍♂️

Und sorry, ich merke mir nicht alles. Dennoch danke für deine erneute Schilderung.

vor 19 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Ich kann also sehr wohl differenzieren, ob ein Fremdgehen eine Relevanz für meine Beziehung hat oder nicht.

Also lebst du offen damit, monogamie ist dir also nicht wichtig. Gut so, dann ist das aber eben eine andere Auffassung der Beziehungsstruktur, als eine Monogamie. 

Wenn es dir letztenendes somit egal ist, was deine Partnerin macht und mit wem, Hauptsache du weist es nicht, stelle ich mir immer die Frage, ja ich kann das nicht nachvollziehen, wie innig diese Beziehung dann wirklich ist und in welchen Punkten würde sie dir noch weitere Sachen verheimlichen. Diese Frage stellst du dir nicht, da es ja keine uswirkung auf deine Beziehung hat. Diese lebt halt weiter so, wie diese eben ist. 

Interessant daran finde ich eben, das hier ein zweites leben dahinter stecken könnte und es bewegt dich nicht, solang sie für dich immernoch alles das ist, was es ist.

Sei es drum, egal wie wir weiter darüber diskutieren. Für mich ist und bleibt ein hintergehen und belügen des Partners ein absolutes No Go. Wenn du das gern haben willst, das deine Frau macht was sie will, ohne dein Wissen, musst du ja immerhin damit klar kommen. Nicht ich zum Glück. 

Für mich ist Vertrauen und Ehrlichkeit wichtig. Dazu gehören eben auch solche Punkte, wie die Sexuelle Treue zueinander. Das wir das anders und offen leben gibt den kein Abriss, da wir gegenseitig immer wissen was, wann, mit wem, wo läuft.

vor 14 Minuten, schrieb Assassins84:

Gefühl? Wie du eben meintest, warst du nie in der Situation und willst es nicht gut heißen. Und sprichst davon, daß es die gefühle nicht verändert, wenn sowas zutage kommt. Sehr gewagt.

Wir drehen uns im Kreis.
Wie bereits mehrmals geschrieben, so auch in dem Beitrag, den du zitierst, habe ich die Situation in unterschiedlichen Varianten erlebt. Daher ist an meiner Sichtweise nichts gewagt. Dass du das wiederholt ignorierst und dann unterstellst, ich könnte dazu gar keine Meinung haben, ist irgendwie verquer.

 

vor 14 Minuten, schrieb Assassins84:

Nach wie vor, dir ist es egal, was sie mit anderen macht, sollte es dazu kommen, und es ändert für dich nichts an der Beziehung.

Auch hierzu schrieb ich bereits mehrmals (hier und im anderen Thread, auf den du dich bezogen hast), dass es mir nicht egal ist, sondern dass ich anhand der Situation differenzieren kann, OB ein Seitensprung meiner Partnerin für unsere monogame Beziehung relevant ist oder nicht.

Du versuchst gerade wieder einmal, mir deine binäre Sichtweise zu unterstellen, die nur ein "Ist immer okay" oder ein "Ist niemals okay" zulässt. Dass das auf mich nicht zutrifft und auf den Rest der Welt, der weder exakt so wie du, noch exakt so wie ich fühlt und handelt, ignorierst du. Entweder liest du meine Beiträge nicht vollständig oder du verstehst sie nicht.

 

 

vor 17 Minuten, schrieb Assassins84:

Wenn es dir letztenendes somit egal ist, was deine Partnerin macht und mit wem

Auch hier, wie bereits geschrieben: Es ist mir nicht egal. Ich kann aber erkennen, ob es ein Problem war oder nicht, und danach entscheiden, ob ich die Beziehung fortführen möchte oder nicht.

vor 25 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Es ist mir nicht egal.

Es macht aber immer wieder dan Anschein, egal wie du es ausdrückst. Beide male war der Seitensprung egal. Hauptsache es ändert sich nichts, was es ja für dich nicht getan hat. Im ersten Fall war es nichts ausschlaggebendes, da die Beziehung sich ja eh schon entfernt hat und im zweiten Beispiel hat sich nichts geändert. Also ist es dir doch egal. 🤷‍♂️

Somit ist dir eine monogame beziehung nicht wichtig. Somit ist dir vertrauen und Treue auf einer anderen art wichtig. Ist doch okay. Das musst du ja entscheiden. Aber so kommt es nunmal rüber.

vor 18 Minuten, schrieb Assassins84:

Beide male war der Seitensprung egal.

Der Unterschied war, dass das eine tatsächlich lediglich ein Seitensprung war, das andere in diesem Fall so etwas wie eine heimlich intensivierte Dauerzweitbeziehung. Allein das ist ja nun mal ein relevanter Unterschied. Was ich bei letzterem meinte, ist, dass es ganz unabhängig vom Sex ein Vertrauensbruch war, also auch einer gewesen wäre, wenn sie in dieser Affäre gar keinen Sex gehabt hätte, weil sie sich mehr zur anderen Person als zu mir hingezogen fühlte und "hingewünscht" hatte.

Wir beide landen halt immer wieder bei dem Punkt, dass du den Sex als das wesentlichste Kriterium ansiehst, ich aber auf viel mehr Ebenen und deutlich vielschichtiger darauf schaue, was ein Vertrauensbruch ist oder nicht. Für mich kann Sex dabei durchaus relevant sein, aber er ist es nicht so kategorisch wie bei dir und es fließen bei mir viel mehr Aspekte der jeweiligen Umstände mit ein. Wenn diese ganzen Aspekte mehrheitlich für eine intakte Beziehung sprechen, dann wird die sexuelle Komponente eben nebensächlicher. (Und "intakt" meint hier das eigene Empfinden. Ob andere vielleicht meinen, dass ein sexuelles Abenteuer automatisch bedeuten müsste, dass die Beziehung nicht mehr intakt wäre, spielt für das individuelle Empfinden der Person, die das für sich entscheidet, keine Rolle.)

 

vor 31 Minuten, schrieb Assassins84:

Also ist es dir doch egal.

Wie gesagt. Wir drehen uns im Kreis.

Ich sage dir, es ist nicht egal.
Du behauptest trotzdem, es wäre mir egal, willst es also besser wissen als ich selbst, weil du mein Empfinden nicht nachvollziehen kannst und meinst, wenn ich so und so denke, fühle und handle, dann müsste mir der Außerbeziehungssex meiner Partnerin automatisch egal sein.

Dieses Unverständnis ist mir aber nicht fremd. Fast alle Menschen, die beim Thema Fremdgehen eine ablehnende Schwarzweißsicht vertreten, agieren und reagieren "allergisch" auf eine differenziertere Betrachtungsweise bzw. verstehen kaum, wie man so denken, fühlen und handeln kann. Das ist aber nicht schlimm. Der lebende Beweis ist ja da, dass diese Art des Denkens, Fühlens und Handelns sehr gut funktioniert und eine Beziehung nicht zwangsläufig Schaden nehmen muss, wenn ein Seitensprung bekannt wird, auch wenn Monogamie vereinbart war.

vor 2 Stunden, schrieb LacusLenitatis:

Der lebende Beweis ist ja da, dass diese Art des Denkens, Fühlens und Handelns sehr gut funktioniert und eine Beziehung nicht zwangsläufig Schaden nehmen muss, wenn ein Seitensprung bekannt wird, auch wenn Monogamie vereinbart war.

Genau dieser Letzte Aspekt lässt mich eben das nicht glauben. Denn alles was ich erlebt und gehört habe. Spricht alles genau dagegen. Du bist bisher die einzige Person, von der ich dies andere mitgeteilt bekomme.

Das ein Vertrauensbruch nicht ausschließlich durch Sexuellen Kontakt entsteht, ist mir ebenfalls bekannt. Dennoch ist dies der beste Beweis genau dafür. 

Wie ich eben auch schon sagte, dann lebe so. Es ist ja deine Sache. Ich kann, und vermutlich will, es nicht verstehen, wie du damit so ohne weiteres leben kannst, wenn du als Partner belogen und betrogen wirst. Egal wie du es nennst. Der Fakt bleibt ja.

Bruder stellt die Frage wie jemand, der gehofft hat, Beifall zu bekommen, und jetzt nachts plötzlich merkt, dass er doch kein skrupelloser Playboy ist, sondern einfach nur charakterlich schwach.

(bearbeitet)
vor 5 Stunden, schrieb Assassins84:

Genau dieser Letzte Aspekt lässt mich eben das nicht glauben. Denn alles was ich erlebt und gehört habe. Spricht alles genau dagegen. Du bist bisher die einzige Person, von der ich dies andere mitgeteilt bekomme.

Ich glaub dir gern, dass du niemand anderen kennst, der das ähnlich sieht. Trotzdem musst du hinnehmen, dass es das gibt. Warum glaubst du mir nicht, dass das so geht? Es ist mein Erfahrungsbericht und ich habe laufend die sachlichen Argumente erklärt, wie ich zu meinen Entscheidungen komme.

Und dann sagst du, du glaubst es nicht.
Warum sprechen wir dann überhaupt über unsere Erfahrungen, wenn du eh nicht glaubst, was du liest, auf deinem Standpunkt beharrst und dann behauptest, die Beziehungen Fremder und die Entscheidungen der dort Beteiligten müssten exakt so bewertet werden wie du deine eigene Beziehung bewertest und deine eigenen Entscheidungen triffst?

 

Zitieren

Das ein Vertrauensbruch nicht ausschließlich durch Sexuellen Kontakt entsteht, ist mir ebenfalls bekannt. Dennoch ist dies der beste Beweis genau dafür. 

Für dich ist es der beste Beweis. Für mich nicht.
Akzeptiere das doch einfach, auch wenn es für dich nicht gilt und für die meisten anderen Menschen unseres Kulturkreises auch nicht. Wir sind gesellschaftlich eben so geprägt worden, dass es eine unverzeihliche Sünde sein soll, also ist das flächendeckend die Meinung der meisten Menschen. Dass ich mich von diesem "Beißreflex" befreit habe und mir lieber ansehe und spüre, wie sich meine Partnerin im direkten Umgang mit mir verhält, um zu entscheiden, ob unsere Beziehung funktioniert, ist eben anders als der Mainstream.

 

Zitieren

Wie ich eben auch schon sagte, dann lebe so. Es ist ja deine Sache. Ich kann, und vermutlich will, es nicht verstehen, wie du damit so ohne weiteres leben kannst, wenn du als Partner belogen und betrogen wirst.

Da du die dir geschilderten Situationen nicht begreifst, provozierst du damit, dass ich in einem solchen Fall belogen und betrogen würde. Das stimmt aber nicht. Es wurde keine Lüge ausgesprochen und ich wurde trotz eines Seitensprungs nicht betrogen, weil (wie ich mehrmals erläutert habe und was du nicht verstehst) in meiner Beziehung ein Betrug völlig andere Kriterien hat als für dich und der rein körperliche Akt zwar einen Betrug darstellen kann, aber nicht zwingend muss, weil es für mich von den Umständen und weiteren Aspekten abhängt.

 

Zitieren

Egal wie du es nennst. Der Fakt bleibt ja.

Nein, bleibt er nicht.
Die Sachlage ist eine völlig andere als in deiner Beziehung.
Was du als Betrug empfindest ist eben etwas anderes als das, was ich als Betrug empfinde. Warum, das habe ich nun in mehreren Threads mit dir genügend auseinandergesetzt. Wenn du es nicht verstehst, muss das eben so stehen bleiben. Die Mehrheit unserer Gesellschaft sieht es sicherlich so wie du, aber dass du dich so vehement dagegen sträubst, dass es auch andere Sichtweisen gibt, die dir auch noch so ausführlich begründet und erläutert werden, macht mich ziemlich ratlos.

Und in jedem Posting behauptest du wieder, dass es in meinem Leben eigentlich ganz genau so ist, wie du es siehst, also dass deine Sicht auch für mich gelten müsste. Du schreibst, du glaubst mir nicht. Du schreibst, ich hätte gar keine monogame Beziehung. Du schreibst von Lügen, wo es keine gab oder gibt. Um auch hier ehrlich zu bleiben: deine ganze Weigerung, zu verstehen, und deine permanente Verdrehung und Umdeutung meiner Erklärungen halte ich für ziemlich ignorant und zugleich engstirnig und übergriffig und eskalierend und bewusst provozierend.

Du hast mit deiner Sicht sicherlich die Mehrheit auf deiner Seite. Eine allgemeingültige Wahrheit über alle Beziehungen der Welt bildet diese Sichtweise allerdings nicht ab.

bearbeitet von LacusLenitatis
(bearbeitet)
vor 15 Stunden, schrieb LaMotte1:

Wenn du gewissenslos Altöl im Bach entsorgt, steuern hinterziehst, deine Familie belügst ...dann geht das wohl sehr viel mehr als dich alleine was an. Ohne Gewissen kann keine Gemeinschaft überleben. Ist es nicht eher andersrum: einige wollen uns einreden, Gewissen zu haben wäre schlecht?

Ich denke anders darüber. Deine Beispiele mit Altöl usw.. haben etwas von objektivem "Gut und Böse", oder "Recht und Unrecht",. Soweit so gut. Wenn ein Individuum aber seine Handlungsweise, egal ob Altöt oder anderes vor sich selbst rechtfertigen kann, hat es kein schlechtes Gewissen, egal wie die Gesetzeslage ist oder unanbhängig davon, was wem schadet. Daher bezeichne ich das Gewissen als subjektiv. Andere, die etwas schlecht finden, was ich aber vor mir selbst vielleicht sogar als notwendig rechtfertigen kann, werden mir nie ein schlechtes Gewissen bescheren, weil ich mich ja im Recht fühle. Daher ist das Gewissen subjektiv. Aussenstehende versuchen seit meiner Kindheit mir ein schlechtes Gewissen einzureden, weil ich mal in einem Laden Gummibärchen geklaut habe oder, warum nicht, weil ich auch Fleisch esse. Verstehst du was ich meine ? Was du anführst ist für mich nicht gewissenlos, sondern eher skrupellos. Dass Gewissen schlecht ist, habe ich weder gesagt noch gemeint. Und es ist meiner Meinung nach auch nicht das Gewissen, das unser Zusammenleben in einer Gemeinschaft möglich macht. Es sind Regeln. 

bearbeitet von Georg-FR
×
×
  • Neu erstellen...