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Sex mit Menschen mit Behinderung

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hi, findet ihr es schlimm, wenn ein gegenüber eine Behinderung hat ? Also mich persönlich würde es nicht stören. Wie seht ihr das?

Geschrieben

Kommt immer ganz drauf an was für Defizit der Mensch gegenüber hat.

Geschrieben (bearbeitet)

da müsst ich erstmal wissen welches handicap jemand hat. mit manchen könnte ich klar kommen aber nicht mit allem.

bearbeitet von magnifica_70
Meckerzicke77
Geschrieben

Stimmt die Frage ist welches Handicap.

Ich selbst habe zb auch ein Handicap ein künstliches Knie was natürlich nur in bestimmten Stellungen etwas schwierig ist sonst aber nicht weiter auffällt. Dennoch gibt es schon einige Menschen die damit ein Problem haben auch wenn sie es nicht zugeben aber sobald ich mit der orthese auftauche schauen Sie sehr irritiert. 

Naja aber im großen und ganzen habe ich kein Problem mit einer Körperlichen Behinderung beim gegenüber.

Geschrieben

Gemeinsam Sex und Erotik erleben, wie auch immer es möglich ist, setzt einfach nur voraus, dass sinnentnehmende Kommunikation über das Wollen und das Miteinander stattfinden kann.. Dann geht alles, was individuell machbar und möglich ist.

Cunni2069
Geschrieben

Ich denke mal kaum eine Behinderung schließt den Sexgenuss aus; bei z.B. Querschnittslähmung bin ich mir da nicht mehr so sicher; da können Betroffene mehr zu sagen ...

Geschrieben

Wenn der oder die behinderte die tragweite des geschehens einschätzen kann (zb. Bei ner geistigen behinderung) was spricht dagegen? Oberster grundsatz bleibt wie generell.. erlaubt ist was beiden gefällt

Geschrieben (bearbeitet)

Interessantes Thema. Ich glaube auch, dass es aufs Handicap ankommt, und in welcher Beziehung man zu der Person steht. Für einen simplen ONS käme für mich zB kein Mann mit Querschnittslähmung in Frage. Einfach weil ich vorher schon wüsste, meine bevorzugten Stellungen sind schlicht nicht möglich. Dennoch würde ich die Frage, ob ich mir eine Beziehung mit einem gehandicapten vorstellen könnte, klar mit "ja" beantworten.

Was mir bei dem Thema aber mal so durch den Kopf geht, und ich meine es um Gottes Willen keinesfalls abwertend, ist, dass eine "Ablehnung" von Sex mit Behinderten evtl. auch ein stückweit genetisch verankert sein könnte. Unsere Vorfahren waren schließlich darauf bedacht, bei der Paarung vorzugsweise gesunde Frauen/Männer auszusuchen, die potentielle Nachkommen am besten großziehen können und die Art somit erhalten.

An dieser Stelle können wir aber echt glücklich sein, dass unser Handeln nicht mehr zu 100% auf Arterhaltung ausgelegt ist. :)

bearbeitet von Lanala
Geschrieben
vor 5 Minuten, schrieb fräuleinlila:

da ich selber im rolli sitze weiß ich wovon ich rede. ich kann vorher noch soviel erklären und beschreiben, was geht und was nicht, wenn dann der auserwählte in mein bett darf ist die realität für den herren dann doch immer enttäuschend gewesen. wer also mit jemandem ins bett geht der ein handycap hat, der muss mit allem rechnen....und vor allem seine bedürfnisse erstmal hinten anstellen. ein satz von einem auserwählten war zb ...naja...ich hab nicht gedacht das dann doch sowenig geht... trotz aufklärung meinerseits, bevor ich ihn eingeladen habe....sowas gibts leider auch...

Vielen Dank, dass du deine Erfahrung mit uns teilst! 

Es klingt wirklich nicht schön, was du da für Enttäuschungen erlebt hast, trotz "Aufklärung". 👎🏼

herzwir
Geschrieben

Tolles Thema..wir sind ein paar wo der männliche Teil Nerodermitis hat so steht es auch in unserem Profil...weil sehen würde man es beim Treffen sowieso ...aber es ist schwer genug...hier Paare zu finden.....

Geschrieben

Vor längerer Zeit hab ich hier eine tolle Frau mit Handicap kennenlernen dürfen! Sehr charmant, attraktiv,  wundervoll weiblich und sie hat sowas von gut geküsst.....Leider hab ich mich nicht mehr getraut!

Nadoo
Geschrieben

Ein interessantes Thema und ich bin der Meinung, Menschen mit Handicap, ob nun geistig oder körperlich eingeschränkt, haben genau das gleiche Recht auf Erfüllung ihrer sexuellen Bedürfnisse, wie alle anderen auch.

Ob das nun mit Partnern ausgelebt wird, die ebenfalls eine Behinderung aufweisen oder mit Partnern, die völlig uneingeschränkt sind, finde ich dabei erstmal völlig nebensächlich.

Allerdings stelle ich mir für die betroffenen Personen eine Kontaktaufnahme ungleich schwieriger vor. Einmal, weil die Behinderung selbst vielleicht verhindert, einen direkten Kontakt aufnehmen zu können oder auch weil viele Menschen noch immer Vorbehalte gegenüber Sex mit/zwischen Behinderten haben. Nicht umsonst gibt es deswegen auch Sexualbegleiter, die sich nur auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen spezialisiert haben. Das muss vielleicht nicht das Nonplusultra sein, aber es ist zumindest ein Ansatz. 

Geschrieben (bearbeitet)

grundsätzlich nicht, das ist natürlich ein sehr weites feld, welches sehr differenziert betrachtet werden muss. man muss ja auch erst mal klar zwischen körperlicher behinderung und geistiger behinderung unterscheiden, beides ist ja sehr weit gefächert. aber auch hier gilt ja zuallerst mal das der gesamte mensch "stimmen" muss und wie das gegenüber damit umgeht, oder in der lage ist umzugehen. behinderte menschen haben genauso bedürfnisse wie "nicht" behinderte und auch ein recht auf nähe, zärtlichkeit und sex. unvoreingenommen auf sie zugehen und einfach sehen was und wie geht, ohne irgendwelche vorurteile und erwartungen ist sicher mit die beste art damit umzugehen. von den leuten die nicht damit klarkommen, oder doch vorurteile haben, wäre es schön wenn sie einfach ehrlich damit umgehen auch sich selbst gegenüber, ein ehrliches nein mit begründung ist da sicher viel besser als irgendein blöder spruch.

bearbeitet von badgirlinside
tebejot
Geschrieben

Eine interessante und in meinen Augen nicht leicht zu beantwortende Frage. Sicherlich ausschlaggebend ist die Art des Handicaps, insbesondere ob es ein körperliches oder geistiges ist. Bei letzterem hätte ich ein "Problem", weil ich gar nicht abschätzen könnte, inwieweit die Behinderung die eigene Entscheidungsfähigkeit der Person beeinträchtigt. Sry ich kann es im Moment nicht besser formulieren, denke aber mal, es erschließt sich was ich ausdrücken wollte.

vor 4 Stunden, schrieb herzwir:

wir sind ein paar wo der männliche Teil Nerodermitis hat so steht es auch in unserem Profil...weil sehen würde man es beim Treffen sowieso ...

Neurodermitis sehe ich, trotzdem ich selbst davon betroffen bin, nicht als Behinderung im herkömmlichen Sinn an. Absolut unstreitig ist, dass es sehr belastend und je nach Auspägung und schwere der Symptome, stark einschränkend ist, was Beweglichkeit, Aktivitäten usw angeht. Da ist es auf jeden Fall zusätzlich schwierig jemand zu finden, egal ob Frau, Mann oder Paar, da man ja immer i-wie so aussieht, wie ein Streuselkuchen auf Urlaub. Selbst auch zwischen den akuten Schüben hat man mit dem Juckreiz und seinen Folgen zu kämpfen.

Geschrieben

Hey ich als betroffener kann zu diesen Thema auch etwas beisteuern. Ich habe seit ca 10 Jahren einen Querschnitt durch einen Unfall bin mittlerweile in den vierzigen angelangt. Ich kann nur sagen das meine Sexualität sich nicht verschlechtert hat nur verändert. Kontakte zu knüpfen fällt mir normal sehr leicht und ich denke es liegt an jedem selbst wie man damit umgeht. Ich war früher gut drauf und bin es auch heute noch und das merkt mein gegenüber. Hatte nach meinen Unfall mehrere Affären und denke das alle befriedigt worden sind. Klar mache Stellungen gehen nicht mehr dafür geht es umso länger und die Zunge ist doch auch noch da.

Grüße

Rolli

Geschrieben

Geht es nur um Sex oder auch um den Mensch,mit dem ich gerne Sex haben will?

Geschrieben
vor 19 Stunden, schrieb Fighter1689:

Hi, findet ihr es schlimm, wenn ein gegenüber eine Behinderung hat ? Also mich persönlich würde es nicht stören. Wie seht ihr das?

Das kommt doch ganz auf das Handicap an, ich hatte mal eine lange Affaire mit einem Queerschnitzgelähmten. Das war nie ein Problem.

Duffiduck
Geschrieben

Ich hatte mal eine taubstumme, die konnte mir wenigstens nicht sagen wie schlecht ich war 😂😂😂 Klingt jetzt lustig soll es auch sein aber passt ja zum Thema behindert. 

Aber vollen Respekt den Leuten hier die da so offen drüber reden, wenn es passt kann man auch mir einer querschnitzgelÄhmten ins Bett gehen... Wenn sie noch alles merkt im vaginalbereich, warum nicht, wir haben doch Zunge Spielzeug und nen Schwanz der ihr Spaß bereitet. Und nen Mund hat sie ja auch noch. Bzw nen Arsch welche sie drauf steht.

Geschrieben

Es kommt immer drauf an ich habe selbst eine 

yolandiz37
Geschrieben

Kommt auf die Art und Ausprägung der Behinderung an, im Grunde hat doch jeder Mensch so seine Handicaps....

mieh001
Geschrieben

Ich würde mir keinen Partner mit Handycap aussuchen

Wenn ich einen Partner hätte käme es darauf an, wie er selber damit umgeht.

Geschrieben
vor 10 Stunden, schrieb yolandiz37:

Kommt auf die Art und Ausprägung der Behinderung an, im Grunde hat doch jeder Mensch so seine Handicaps....

Es kann auch bereichernd sein 

moonchilds
Geschrieben

Es gibt einen Aspekt der hier noch nicht angeführt wurde. Sex zur Schmerzbekämpfung bzw. Linderung.

Klingt komisch, ist bei uns aber so.

Ich (Mann) bin seid vielem Jahren Neurodermitiker und zusätzlich hab ich eime Schuppenflechte. Letztere greift auch meine Gelenke, Sehnenscheiden, Muskeln und innere Organe an in Form von chronischen Entzündungen. Das Ganze ist eine unheilbare aber nicht ansteckende Autoimmunerkrankung die mit heftigen Schmerzen einher geht. Selbst starke Opiate können keine Schmerzfreiheit erreichen. 

Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten mir die Schmerzen für kurze Zeit zu nehmen. Erstes ist die Kältekammertherapie mit bis zu 

-125 Grad und zweitens eben Sex aufgrund der Glückshormonausschüttung.

Wenn man mich sieht erkennt man kaum etwas von meinem Einschränkungen was das Leben für mich nicht leichter macht da man oft unterstellt bekommt das das alles garnicht so schlimm sei. Was ich auch sagen möchte ist das man es niemanden zumuten sollte mit solchen Menschen wie mir eine Beziehung einzugehen. Wenn jemand das macht so ist das ein Liebesbeweis der echter nicht sein könnte. Meine Frau hat mich geheiratet im vollem Bewußtsein was sie mit mir erwartet. Das Selbe, wenn auch nicht in allumfassender Form wie bei einer Ehe, gilt für unsere Freunde die trotz allem zu uns halten. Aber ich als Betroffener kann auch verstehen das es Menschen gibt die damit nicht klar kommen. Gegenseitiges Verständnis ist somit eine Grundlage für alles weitere.

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