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LieBär-1966

Wieviel Ehrlichkeit erwarten wir wirklich?

Empfohlener Beitrag

LieBär-1966
Geschrieben

Auf allen Single-Portalen wird immer wieder "uneingeschränkte Ehrlichkeit" verlangt, aber sind wir uns da wirklich sicher?

Vor ein paar Tagen bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen [¹].
Funktioniert unser Alltag überhaupt mit absoluter Ehrlichkeit? Das wird in dem Artikel am Beispiel einer Beziehung mit einem "Aspi" erörtert.
Asperger Syndrom ist eine "vereinfachte" Variante von Autismus. Natürlich ist jeder Mensch anders und jeder hat genauso mehr oder weniger Asperger-Anteile (zwischen 0 und 100%) wie er andere Anteile von hunderten anderen Eigenschaften hat. So wird jeder anders. Bei den "Aspis" eben auch. Es gibt welche, die leben ganz normal unter uns, weil sie es schaffen sich an zu passen, und andere leben in einer doch sehr anderen Welt als wir.

Und was ist wenn wir jemandem begegnen, der das Konzept der Lüge nicht versteht [²]? Können wir damit umgehen?
was ist wenn wir nicht mit kleinen Schmeicheleien verwöhnt werden? Wenn uns statt Gefühlen nur Tatsachen präsentiert werden. Kein Danke für das leckere Essen, sondern nur ein Hinweis, dass ein unübliches Gewürz am Gemüse ist.

Im Englischen gibt es den Begriff der "white lie", im Deutschen nur unzutreffend mit Notlüge oder Höflichkeitslüge übersetzt. Kleine Lügen, die uns den Umgang mit anderen ermöglichen und ohne die wir wohl viel weniger gute Laune hätten [³]. Ob es der morgendliche Gruß zum Nachbarn ist (bei dem ich denke 'hoffentlich quatscht der mich nicht wieder voll') oder dass ich meinem Arbeitskollegen nicht sage, dass mich sein neuer Handyklingelton seit Wochen nervt. und was nicht noch alles.

Wie viel Ehrlichkeit vertragt ihr wirklich? Was denkt ihr wo eure Grenze liegt?

Könntet ihr euch ein Zusammenleben mit einem "Aspi" vorstellen (ähnlich wie in dem Artikel)?




[¹] da hier keine Fremdlinks erlaubt sind: man google mal nach "Deine Unsicherheit ist nicht mein Problem" (inkl. Anführungszeichen)
[²] Versuche haben gezeigt, dass der Mensch das Lügen erst erlernen muss.
[³] Auch hierzu gab es Untersuchungen. Zu beiden Untersuchungen müsste ich erst mal wieder Links suchen. Ist schon eine Weile her, dass ich es gelesen/gehört/gesehen habe.


Geschrieben (bearbeitet)


Wie viel Ehrlichkeit vertragt ihr wirklich? Was denkt ihr wo eure Grenze liegt?

Könntet ihr euch ein Zusammenleben mit einem "Aspi" vorstellen (ähnlich wie in dem Artikel)?

Zur ersten Frage:
Ich ertrage konsequent den Nachteil im Alltag, dem man ausgesetzt ist, wenn man nicht ständig lügt oder "pokert/verschleiert".

An der Grenze bewege ich mich dabei ständig, weil meine Ehrlichkeit nicht immer verstanden wird, ich mich damit sogar Mobbing bewusst aussetze (bin aber kein Aspi).

Zur zweiten Frage:
Ja! (sogar problemlos, weil ich dementsprechend Tiefgang habe für das Fühlen und Denken direkter Mitmenschen)


bearbeitet von PaanTuu
BetsyBoobs
Geschrieben

Wie viel Ehrlichkeit vertragt ihr wirklich?



entschuldige, lustgerWitwer, dass ich nur auf diesen teil deines posts eingehe, aber es ist schon ziemlich spät

ich bin ein fan und eine verfächterin absoluter, schonungsloser ehrlichkeit. egal wie was wo, ich will genau wissen, was mein gegenüber denkt. manche schimpfen es neugier, andere taktlosigkeit, ich dagegen versuche damit nur, mein gegenüber zu verstehen.
und wer mir gegenüber steht, den erwartet das selbe von meiner seite.

vielen dank für die aufmerksamkeit


dejay
Geschrieben

Ein sehr interressanter Artikel. In einigen Teilen habe ich mich ziemlich wiedererkannt.

Mir geht es aber wie Betsy.

Was genaueres folgt morgen.


rita07
Geschrieben

Das Wahre und das Gute schließen einander ein: Das Wahre ist ein Gut, sonst wäre es nicht begehrenswert; und das Gute ist ein Wahres, sonst wäre es nicht erkennbar. (Thomas von Aquin)

Ich erwarte absolute Ehrlichkeit, weil ich nur dann an mir arbeiten kann. Lügen nützen mir rein gar nichts. Eine Beziehung mit einem Aspi kann mir durchaus mehr geben als eine mit einem höflichen Lügner. Wie soll man an einer Beziehung gemeinsam arbeiten, wenn sich einer in Höflichkeitslügen flüchtet? Ich wäre beleidigt und würde schnurgerade "kein Interesse" meinem Gegenüber unterstellen.

Für viele Menschen ist es einfach bequem, sich von Lügen einsäuseln zu lassen. Wenn es auf beide zutrifft, wunderbar, warum nicht.

Im beruflichen Leben muß ich natürlich auch Abstriche machen. Ich kann dem Kunden nicht "Guten Durchfall" wünschen, sondern flöte auch ein "Guten Morgen, Herr XYZ". Aber damit hat es sich auch schon. Ich denke, daß auch die eigentliche Berufsausführung sehr wohl durch Wahrheit erfolgreicher wird.


in10thief
Geschrieben

Grundsätzlich, sage ich, wie wohl die meisten, ich erwarte absolute Ehrlichkeit von mir und auch mir gegenüber. Und damit wäre ich schon bei der ersten Lüge. Meine Ewartung trifft zwar zu, beschränkt sich aber auf mein unmittelbares Umfeld. Nicht schonungslos, denn ich verfüge über Empathie und meine Lieben auch. Von allen anderen Menschen, die mir nicht nahe stehen, erwarte ich dies nicht und bin ihnen gegenüber auch nur bis zu nem gewissen Punkt ehrlich. Ich erwarte Authentizität und gebe die auch an meine Umwelt weiter. So lüge ich beispielsweise meine Nachbarin an, wenn sie mich fragt, ob das Geschrei ihres Neugeborenen stört. Wird das Vertrauen, dass ich meinem Gegenüber entgegenbringe missbraucht, werde ich böse und zwar richtig. Ich möchte auch nicht, dass Hinz und Kunz mir in der U-Bahn sagt, dass meine Frisur Scheiße ist oder Ähnliches. Damit schlage ich den Bogen zum Menschen mit Asperger. Der tut nämlich solche Dinge. Absolut schonungslos, weil er nicht merkt, dass er verletzt. Weil er Verletzung an sich nicht versteht. Weder bei sich noch bei anderen. Schonungslose Ehrlichkeit ist nur ein winziger Aspekt dieser Krankheit. Vielmehr ist es das Unverständnis beinahe jeglicher menschlicher Handlungsgrundlage. Ich kann mir eine Partnerschaft mit einem "Aspi" nicht vorstellen. Habe allerdings einen in meinem näheren Bekanntenkreis und kann mit seiner Offenheit aber auch seinen Forderungen nach rationalen Erklärungen umgehen. Er hat übrigens eine Partnerin, von der er sagt, sie wäre zu 79% mit ihm kompatibel. 100%ige Kompatibilität gibt es nicht, Mensch muss in einer Partnerschaft Kompromisse eingehen. Ich schätze, er spricht bei 79% Kompatibilität von Liebesbeziehung. Glück, Freude, Genuss, Liebe und alles anderes, was eine Liebesbeziehung ausmacht, kann er nicht fühlen und nicht begreifen...


hobbyfreund
Geschrieben

Also ganz ehrlich............................


Summertime777
Geschrieben

Die Wahrheit vertragen die besser, die als Kind schon schonungslos aufgewachsen sind.
Diese gutbehüteten, vor allem beschützten Weicheier müssen natürlich Lügen glauben, sie geben ihnen die anerzogene Sicherheit.

Ich mag keine Lügner, denn Entwicklung findet nur da statt, wo sie erwünscht ist. Und Lügner verleugnen die Wahrheit, ergo stehen sie sich selbst im Weg.


Geschrieben (bearbeitet)

Na, ich würde auch in der S-Bahn zu niemandem sagen, daß er doof aussieht oder sonstwas.
Weil es eben taktlos wär und unverschämt.
Mag der doch aussehen, wie er mag, ich hab damit nix zu tun. Die Gedanken sind frei, und alles muß man ned verbreiten, was man denkt.

Umgekehrt hab ich´s aber durchaus schon gemacht, daß ich mal zu jemandem sagte: Sie haben einen schicken Mantel an, der steht Ihnen richtig gut!
Sowas sag ich auch ned laufend, sondern nur, wenn ich es wirklich so meine.
Manchmal sind die Leut dann ein wenig erstaunt, daß jemand sowas sagt, aber bisher haben sich alle gefreut und niemand hat mir eins auf Nuß gegeben

Oder wenn ich in den Biergarten geh und setz mich wohin, dann sag ich irgendwas zu denen, die schon da sitzen, was mir so spontan einfällt, und meistens kommen nette Gespräche in Gang, die vielleicht sonst nie begonnen worden wären.

Was die Lügerei so betrifft, hab ich gelegentlich den Eindruck, manche wollen ausprobieren, was sie so auftischen können, bis der andere es merkt. So ein Spiel irgendwie. Ich frag aber auch vieles gar ned mehr. Man findet es auch raus, ohne zu fragen.

Und jemand gar zu fragen, was er denkt, das sowieso ned.
Denn die Gedanken sind frei...
und das sollen sie auch bleiben, bei jedermann


bearbeitet von Kookaburra46
Geschrieben

Wahrheit sollte in meinen Augen kein schneidendes Schwert werden, zumal ja nur die eigene Wahrheit weitergeben werden kann, was noch lange nicht heißt, dass es die Wahrheit des anderen ist.

LG Freya


Geschrieben


[²] Versuche haben gezeigt, dass der Mensch das Lügen erst erlernen muss.

das problem dabei ist das menschen es nie lernen "anständig" zu lügen .
menschen können einfach nicht lügen weil in einem solchen fall die körpersprache etwas anderes sagt als der mund .

sehr schön zu beobachten ist das an spitzenpolitikern die etwas verschweigen oder auch lügen .
ihr "lügencoach" (ja , mittlerweile lernen politiker wirklich "richtig" zu lügen) hat ihnen beigebracht bei einer lüge nicht zu zwinkern oder zur seite zu schauen .
was wir dann sehen ist ein politiker der unatürlich starr in die kamera schaut und nicht zwinkert wenn er uns etwas "unterjubeln" will .

als die natur den menscher erschuf sollte es etwas ganz tolles werden , das einzige wesen das "denken" kann .
dummerweise gab es bei der planung fehler über fehler .
auf der einen seite ist der einzelne mensch gerne mal absoluter ergozentriker , auf der anderen seite können wir , heute , nur noch in der masse überleben .

wir haben uns eine zivilisation geschaffen in der jeder auf hunderte oder tausende von anderen menschen angewiesen ist , es mußte also eine strategie entwickelt werden um das zu ermöglichen .

die strategie heißt : umgangsformen oder auch höflichkeit .
man könnte sie aber auch lügenstrategie nennen .
wir sagen unserem gegenüber im normal nicht was wir wirklich von ihm halten .
wir beugen uns den anordnungen eines vorgesetzten "arschloches" auch wenn wir natürlich ganz genau wissen das dieses arschloch "keine ahnung hat und natürlich mal wieder alles falsch macht" .

kurz gesagt , das was wir zivilisation nennen erfordert nahezu ständiges lügen um gerade das zivilisierte leben aufrecht zu erhalten .


Die Wahrheit vertragen die besser, die als Kind schon schonungslos aufgewachsen sind.

ah ja , kinder sollen allso schonungslos aufwachsen . ????


Diese gutbehüteten, vor allem beschützten Weicheier müssen natürlich Lügen glauben, sie geben ihnen die anerzogene Sicherheit.

vielleicht bringen die eltern dieser weicheier ihren kindern auch einfach bei sich in unserer zivilisation auch zivilisiert zu benehmen .


Ich mag keine Lügner, denn Entwicklung findet nur da statt, wo sie erwünscht ist. Und Lügner verleugnen die Wahrheit, ergo stehen sie sich selbst im Weg.

in anlehnung an meine vorherigen bemerkungen :
merkwürdig das die "besten" lügner dann häufig die besten positionen besetzen .

warum nun das zerlegen von summertimes kommentaren ?

sorry , aber das klingt wie unterschicht die die nächste unterschicht heranzieht .

meiner meinung nach bedeutet ein kind zu erziehen dem kind beizubringen in der umgebung in die es hineingeboren wurde leben zu können .
gehört in dieser umgebung ein gewisses maß an lüge (ich könnte es auch höflichkeit oder einsicht das man (kind) nicht alles machen kann was es will) dazu dann tue ich gut daran dies dem kind zu vermitteln damit es in seiner umgebung zurecht kommt .

ich bin ein gegner davon ein kind zu einem duckmäuser zu erziehen , trotzdem sollte ein kind lernen wie man sich in einer gesellschaft wie der unseren verhält um einen (seinen) platz in dieser gesellschaft finden und einnehmen zu können .

wie so oft ist hier mal wieder der goldene mittelweg gefragt , es hilft aber nichts ein kind zu "absoluter" ehrlichkeit zu erziehen das aber genau dadurch später überall aneckt und sich damit erst recht im weg steht .


Summertime777
Geschrieben



ah ja , kinder sollen allso schonungslos aufwachsen . ????

vielleicht bringen die eltern dieser weicheier ihren kindern auch einfach bei sich in unserer zivilisation auch zivilisiert zu benehmen .

in anlehnung an meine vorherigen bemerkungen :
merkwürdig das die "besten" lügner dann häufig die besten positionen besetzen .



Jeder definiert für sich, wie er sich selbst in der Gesellschaft bewegt und ob er Böser oder Guter sein möchte.
Und wieso sollte es für den Guten erstrebenswert sein, Politiker zu werden oder eine ähnliche Position zu besetzen?
Schau sie dir doch an, diese armen Kreaturen, die unter Stress viel unnützes Geld verjubeln müssen immer in Sorge, dass es ihnen jemand neidet?
Einen Wohlstandsbauch vor sich herschiebend, Drogen nicht weit, um diesen Zwiespalt zu ertragen, einerseits moralisch positiv für andere in der Öffentlichkeit zu erscheinen, andererseits unmoralisch zu leben, wenn keiner hinsieht.
Wer lügt, sollte ein gutes Gedächtnis haben!



meiner meinung nach bedeutet ein kind zu erziehen dem kind beizubringen in der umgebung in die es hineingeboren wurde leben zu können .
gehört in dieser umgebung ein gewisses maß an lüge (ich könnte es auch höflichkeit oder einsicht das man (kind) nicht alles machen kann was es will) dazu dann tue ich gut daran dies dem kind zu vermitteln damit es in seiner umgebung zurecht kommt .

ich bin ein gegner davon ein kind zu einem duckmäuser zu erziehen , trotzdem sollte ein kind lernen wie man sich in einer gesellschaft wie der unseren verhält um einen (seinen) platz in dieser gesellschaft finden und einnehmen zu können .

wie so oft ist hier mal wieder der goldene mittelweg gefragt , es hilft aber nichts ein kind zu "absoluter" ehrlichkeit zu erziehen das aber genau dadurch später überall aneckt und sich damit erst recht im weg steht .



Das Kind sollte sich VOR ALLEM in der Welt, in der es lebt, zurechtfinden.
Ich erziehe meine 4 auf jeden Fall sehr ehrlich und schonungslos, was Gesellschaft und Materie betrifft.
Diese goldenen Zeiten sind nämlich vorbei, in denen ein Abitur vor Armut schützt. Deshalb müssen sie schlagfertig, klar und flexibel sein können, um adäquat reagieren zu können und um Chancen zu erkennen und zu nutzen.
Und Höflichkeit ist selbstverständlich, hat auch nichts mit duckmäusern oder Unehrlichkeit zu tun. Aber meine Kinder brauchen zu niemandem nett sein, der nicht höflich zu ihnen ist. Resonanz ist ein Gesetz der Natur und man sollte und kann sich seine "Umgebung" auch erziehen.


Geschrieben

Um gottes willen da bin ich aber beruhigt !!!

Bei uns ist ein aspi einer vom aspberg und das ist ein Knast ,nur für lügen kommt man da aber nicht hin !!

Abgesehen davon habe ich selbst dann wohl zimlich viel aspi ,ob das allerdings nur eine ausgeprägt direkte art ist oder ein syndrom weis ich nicht ,wenn ich allerdings mal nicht meinen senf zu was abgeben liegt es zu 99,9% daran das mir keine charmante notlüge dazu einfällt oder mir wiederstrebt für etwas noch beifall zu geben was mir eigentlich nicht passt !!!!


Generell belügen sich vorallem viele leute die in solchen foren unterwegs sind erst mal etwas selbst ,auch wenn mich einige gleich teinigen wollen aber die strahlenden lichtgestalten sind mir real noch nie begegnet !
Ich habe schon viele menschen über foren kennen gelernt ,ganz tolle leute dabei ,aber das erstaunliche war bis jetzt immer das ,daß tolle der leute fast immer nichts mit ihrer onlinedarstellung zu tun hatte sondern etwas war was sie im zweifel eher nicht präsentieren !!

Um auf die frage "Wieviel Erlichkeit erwarten wir wirklich?" einzugehen muß ich für mich selbst sagen :

-erwarten würde ich maximale erlich zu sein ,oder offen zu sagen wenn jemand fragen stellt die unerwünscht sind !

-erwarten würde ich wenn jemand eine geschönte warheit oder gar eine lüge präsentiert das er wenigstens gut und schlüßig seine geschichte inszeniert und auch auf dauer die gleiche erzählt!

-was ich wirklich hasse , wenn mich wer für total bescheuert hält ,ich rede zwar gern und viel ,höre aber auch zu und kann mir eine menge merken ,deshalb merke ich auch wenn jemand seine vita umdichtet !

- was schon von vorne herein klar ist ,wenn wer auf absolute offfenheit erlichkeit besteht hat er dich schon das erste mal belogen !
Niemand kann erwarten das ihm eine unbekannte person alles offenbart ,das würde auch niemand tun !!


Geschrieben (bearbeitet)


Diese goldenen Zeiten sind nämlich vorbei, in denen ein Abitur vor Armut schützt. Deshalb müssen sie schlagfertig, klar und flexibel sein können, um adäquat reagieren zu können und um Chancen zu erkennen und zu nutzen.

hierzu nur ganz kurz weil es nicht thema des threads ist .
ein abiturient hat einfach mehr möglichkeiten , er kann swohl als bedienung in einer pommesbude arbeiten als auch jobs annehmen die eine höhere qualifikation erfordern , ist also flexibeler .


Und Höflichkeit ist selbstverständlich, hat auch nichts mit duckmäusern oder Unehrlichkeit zu tun. Aber meine Kinder brauchen zu niemandem nett sein, der nicht höflich zu ihnen ist. Resonanz ist ein Gesetz der Natur und man sollte und kann sich seine "Umgebung" auch erziehen.


nett sein und höflich sein sind zwei grundverschiedene dinge .
höflich sein ist einfach oft eine lüge bzw. ein verschweigen .

nehmen wir mal als beispiel eine verkäuferin in einer bäckerei die gerade von einer dicken schlampig gekleideten kundin betreten wird .

der gedanke : oh mein gott , schon wieder diese fette schlampe .

die worte : *freundliches lächeln* guten tag gnädigste , was darf es heute sein ?

das sind eben die ganz normalen alltagslügen die ein zusammenleben erst möglich machen .


bearbeitet von Schmuseloewe51
Summertime777
Geschrieben

@schmuselöwe: Deine Gedankengänge sind für mich obselet und selbst meine Kinder würden dein Geschwurbel belächeln.
Werd mal wach, mensch.


Geschrieben

@summertime, du bist ehrlich und unhöflich gegenüber schmuselöwe. die ehrlichkeit hätte er möglicherweise ertragen, die unhöflichkeit darf er, wenn er mag, blöd finden. es ist manchmal höflich ehrlich zu sein (denn man soll ja nicht lügen) und es mag höflich sein, die wahrheit nicht so direkt zu sagen (weil sie den anderen bloßstellt, verletzt usw.).
es gibt aber keinen grund, nur weil man ehrlich ist, immer auch direkt unhöflich sein zu müssen.


Geschrieben (bearbeitet)

die unhöflichkeit darf er, wenn er mag, blöd finden.


zum glück ist summertime nicht in der lage schmuseloewe in irgendeiner art zu beleidigen oder ihn dazu zubringen ihre unhöflichkeiten für blöd zu halten .

als eifriger forenleser weiß ich natürlich das ab und an ihr wahres ich zum vorschein kommt und sie sich dann gerne mal im ton vergreift (auch wenn sie in genau diesem ton zu erklären versucht was höflichkeit ist)

ps

obselet


= obsolet , wenn schon denn schon .


bearbeitet von Schmuseloewe51
TekDiver
Geschrieben

hmmmmm schwieriges Thema, da mein Sohn kurz vorf seiner Testung steht da eine starke Vermutung besteht von mehreren Stellen und Ärzten das er Aspi ist, wo ich mich allerdings auch schon gefragt in wie weit ich sowas selber haben könnte.

Nur egal wie ich bin hier ehrlich, weil ich keine Lust habe irgendwen zu belügen, klar könnte sagen bin singel, wer will es nach voll ziehen und hätte dadurch vielleicht bessere Chancen....aber ich Liebe meine Familie und stehe dazu und finde ich bin es mir dort auch selber schuldig ehrlich zu sein.

Und hmm ja meine Apsi veranlagung ist auch da bei gewissen Dingen.
Mein Kaffe muss am besten immer in der Tassenform die ich am meisten mag servoert sein.


cuddly_witch
Geschrieben

Hier auf dieser Seite erwarte ich zumindest eine gewisse "Grundehrlichkeit".

Dazu gehören, dass Größenangaben, Status, Beruf und Kinder ja/nein wahrheitsgemäß kommuniziert werden. Aber alleine daran hapert es meistens schon hier, weil niemand ehrlich ist.


SinnlicheXXL
Geschrieben (bearbeitet)

Mich selbst würde ich als eher zu ehrlich einstufen. Ich sage auch dann meist die Wahrheit, wo es besser wäre zu schweigen oder gar zu lügen. Manchmal ist es nämlich einfach nur rücksichtslos, schonungslos oder eben sehr undiplomatisch, die Wahrheit zu sagen. Dennoch gibt es auch bei mir Grenzen. Ich sage meinen Kindern, Eltern und den meisten Freunden, dass ich mich mit einer Freundin treffe, wenn ich zu meinem Liebhaber fahre. Weil es sie nichts angeht, weil sie nicht damit umgehen könnten oder weil meine Kinder einfach geschützt werden müssen!


Es gibt eben auch einen Unterschied hinsichtlich der Absicht, die hinter den Lügen steht. Verheimlicht ein Politiker die Wahrheit um eine Massenpanik zu verhindern oder um selbst Kapital aus etwas zu ziehen? Will ich durch meine Lügen unrechtmäßige Vorteile erlangen oder eher jemand schützen? Man sollte nämlich auch überlegen, wie viel Wahrheit das Gegenüber verkraften kann. Und es gibt auch noch einen großen Unterschied zwischen Schleimerei und Notlügen. Ich muss nicht jemandem sagen, wie toll er aussieht, wenn ich das ganz anders empfinde - aber ich muss auch nicht hingehen und jedem unverblümt meine Meinung um die Ohren hauen.


bearbeitet von SinnlicheXXL
Geschrieben

"tell me sweet little lies"

Ich glaube nicht., dass man die Wahrheit immer aushalten kann oder will. Jeder Lügt und wird Belogen. Wichtig ist für mich, dass es nicht böse hinterhältige Lügen sind.

Aber über dieses Thema gibt es sogar Spielfilme.


Geschrieben

Grundsätzlich bleibt auch zu betrachten, dass immer der Ton die Musik macht!

Will damit sagen:
Ich kann eine Wahrheit völlig taktlos bis hin zur Beleidigung aussprechen,
ich kann eine Wahrheit aber auch taktvoll einfühlsam so anbringen, dass der Empfänger sie ohne schlechtes Gefühl für sich versteht.


Topbody
Geschrieben

Wieso setzen so viele (hier im Forum) Ehrlichkeit mit einem Sprechzwang gleich?

Wenn ich einer hübschen, wohlgebauten Frau ein Kompliment wegen ihrer Figur mache, dann ist das ein ehrliches Kompliment. Das heißt doch nicht, dass ich jeder anderen Frau sagen muss, wie scheiße sie aussieht.
Wenn ich einen Schreiber hier wegen seine sprachlichen Fähigkeiten lobe, dann darf er sich zu Recht in den Himmel gehoben fühlen. Aber ich muss doch nicht unbedingt sprachliche Missgeschicke kommentieren.

Es gibt eine ganz einfache Regel, die zu einem eigenem Wohlgefühl und zu einem Wohlgefühl der Mitmenschen führt: kommuniziere immer nur positiv.
Suche die guten Seiten und sprich darüber, sei ehrlich. Was du sagst muss stimmen.
Und manchmal ist es einfach besser den Mund zu halten. Auch das ist ehrlich.

Jetzt werden manche fragen. was ist mit Kritik? Da ist dann die
Sandwich-Methode
anzuwenden, auch eine Form der positiven Kommunikation und ebenso ehrlich.


Ich hätte ja große Lust eine Hausaufgabe an die kommunikativ Interessierten zu verteilen. Wenn genug Nachfrage kommt, werde ich das gerne machen. Aufdrängen möchte ich mich ja nicht.


saavik62
Geschrieben

Wie mein Vorposter sagt, MUSS man nun nicht unbedingt ALLES kommentieren! Um das Beispiel des Bäckergeschäfts aufzugreifen, oder nein besser der Verkäuferin eines Bekleidungsgeschäfts:
Die Kundin fragt: Steht mir dieses Kleid?
Antwort: Ja, natürlich, Sie sehen wunderbar aus!...glatte Lüge, was die Kundin meist selbst weiss!
Alternative: Diese Farbe steht Ihnen nicht (die Verkäuferin würde jetzt gerne sagen, dass die Kundin leider zu fett für dieses Kleid ist)
Hätte sie dies jetzt sagen sollen? DAS wäre schonungslose Ehrlichkeit!
Ich glaube nicht! Es gibt Dinge, die MUSS man nicht sagen, man kann es, aber es ist beleidigend, verletzend...selbst, wenn es wahr ist! Obwohl..."wahr"...was ist das? Das ist doch die eigene , subjektive Einschätzung einer Gegebenheit, also nicht unbedingt "wahr"!
Ich wäre da sehr vorsichtig!


LieBär-1966
Geschrieben

Ich lese interessiert mit und kann zu vielem mein "ja, so sehe ich es auch" geben. In vielen Dingen scheint es ja auch einen Konsens zu geben.

hier mal ein weiterer Aspekt aus dem Artikel, der mir auch sehr auf dem Herzen liegt:

Es fiel mir vorher gar nicht auf, wie oft ich bei der Bewertung eines Einzelfalls Worte wie "immer, dauernd, nie, jemals..." verwendet habe. "Nie hörst du mir zu", "Immer muss ich was sagen" Bei Marko kann ich mir das schenken, es heißt, beim Einzelfall zu bleiben. "Du hörst mir momentan nicht zu, das kränkt mich." - so einfach kann es sein, wenn man aus den eingefahrenen Pfaden heraustritt. Aber auch das war nicht einfach, ganz im Gegenteil, da ich mich selbst offenbaren musste, statt wie üblich zu versuchen, dem anderen die "Schuld" zuzuschieben.

Ich habe auch erst lernen müssen bei dieser Sachlichkeit in einem Streit zu bleiben:
Ich-Aussagen und keine Verallgemeinerungen.
Erst dadurch kann ein Streit mMn wirklich zu einem guten Ende kommen: zu einer Weiterentwicklung.

so also die nächsten Fragen:
Was ist euch bei einem Streit wichtig?
Wie löst ihr einen Streit?


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