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Brisanz2009

"Makel/Behinderung" Intelligenz?!

Empfohlener Beitrag

Brisanz2009
Geschrieben (bearbeitet)

Leider wurde meine Person zu sehr in diesem Thread in den Mittelpunkt gestellt, so dass ich den "privaten Teil" weglasse.



zu meiner Diskussionsfrage:

Menschen fühlen sich herausgefordert zu zeigen, dass intelligente "Fehler" machen. Natürlich machen intelligente Menschen Fehler, reichlich sogar.
Immer wieder habe ich das Gefühl, dass intelligente Menschen im "Wettbewerb" gezogen werden, obwohl sie dies gar nicht wollen.
Wenn man Ihnen dann einen "Fehler" unterstellen kann, freuen sich die Menschen diebisch.

Ist es also ratsamer sich als intelligenter Mensch zu verstecken?

Komisch ist: wenn ein Mensch z.b. sehr gut laufen kann....Weltrekorde läuft, dann ist er ein toller Mensch, ein Ausnahmetalent....und Niemand würde ihm Arroganz unterstellen.
Wenn ein Mensch, sehr gut Tennis spielt, in Wimbledon gewinnt, die Nr.1 der Weltrangliste ist....würde Niemand sagen: "ach der prahlt aber, dass er so gut Tennis spielen kann".

Sobald man "zugibt" intelligent zu sein, ist man ein Prahler, und glaubt ja was Besseres zu sein. Wenn man Sie dann auch noch zeigt steht mann immer wieder im Zwang zu beweisen das es so ist.

Warum haben Menschen so eine große Angst vor Intelligenz?


Es geht mir nicht darum, Jemanden vorzuführen....ich will einfach nur verstehen, warum intelligente Menschen nicht akzeptiert werden?

Ich hab eine ganze Zeit mit mir gehadert, ob ich dieses Thema einstellen soll oder nicht....die Zwiebeltorte war meine Münze....Tschulligung


bearbeitet von Brisanz2009
Mopeder
Geschrieben

Warum haben Menschen so eine große angst vor Intelligenz?


Weil sie eigentlich nicht messbar ist, auch wenn es genug Versuche gibt, dies zu tun.
Und alles, was nicht direkt greifbar ist, macht uns angst.


Brisanz2009
Geschrieben

Hmm....aber was macht es Einem? Ich meine, es gibt ja Menschen die intelligenter sind als ich, und ich habe keine angst vor ihnen....?!


Mopeder
Geschrieben

Hmm....aber was macht es Einem? Ich meine, es gibt ja Menschen die intelligenter sind als ich, und ich habe keine angst vor ihnen....?!



Zunächst mal, woher weisst du, dass sie intelligenter sind? Ist es nicht vielleicht nur eine Annahme deinerseits?

Und warum solltest du angst haben, ist intelligenz denn ansteckend?

Ich verstehe wirklich nicht, was du mit angst meinst, kannst du das näher erläutern?


RidiReloaded
Geschrieben

@ Brisanz

Sei stolz auf Deine Gabe, nimm sie als Geschenk!

Du hast, zumindest in meinen Augen, hier nie den Eindruck gemacht, besser oder intelligenter zu sein und , mit dem jetzigen Wissen , Dich bescheiden und mit Bedacht zurück gehalten!

Ich vermute, dass Du es verdammt schwer hast jemanden zu finden, mit dem man sich mal richtig gut unterhalten kann,oder? Ich meine jetzt Diskussionen auf Augenhöhe.
Ich glaube, dass verhält sich wie mit allen anderen Talenten: man muss immer mit dem Neid Anderer rechnen und ist irgendwann einsam?

Sorry, für den unausgegorenen Text...ich muss mir noch ein paar Gedanken machen...


Brisanz2009
Geschrieben

Hmm....ich denke, dass eben sofort eine "Unterstellung" stattfindet.

Die Unterstellung ist: Arroganz.

Wenn man intelligent ist, ist man auch arrogant.

Menschen sagten mir, dass sie "angst" haben....da sie nicht wissen wie sie damit umgehen sollen.


BerlinPaar30
Geschrieben (bearbeitet)

[QUOTE=RidiReloaded;10271796]@ Brisanz


Du hast, zumindest in meinen Augen, hier nie den Eindruck gemacht, besser oder intelligenter zu sein und , QUOTE]

Im Gegenteil.


Ganz billiges Aufmerksamkeitsgeheische. Hier mal ein Zitat von Brisanz aus einem anderen Thröd:
"Ja! Mir gefällt Bildung, und/oder Intelligenz....und ich habe auch nichts dagegen wenn man damit ein bissel "prahlt".
"


bearbeitet von BerlinPaar30
Geschrieben

Zitat von Ridi: Du hast, zumindest in meinen Augen, hier nie den Eindruck gemacht, besser oder intelligenter zu sein und , mit dem jetzigen Wissen , Dich bescheiden und mit Bedacht zurück gehalten!



genau, so sehe ich das auch...

das ist das, was dich gerade hier von anderen unterscheidet...

Nicht ständig hervorheben zu wollen, dass andere vllt nicht so intelligent sind wie du...und Menschen auf Grund eines Satzes zu verurteilen...

Vielleicht haben Menschen Angst vor intelligenteren Menschen, weil sie das Gefühl haben nicht "mithalten" zu können und das sie dem anderen nicht das Wasser reichen können...

ich hab auch Freundinnen, die vieeeeel intelligenter sind als ich... aber mit denen ich trotzdem Riesenspaß haben kann...


Geschrieben

Ich kann mir vorstellen, dass es Berührungsängste sein können. Vielleicht ist so manch einem bange davor, in Anwesenheit eines intelligenten Menschens schnell durchschaut zu werden, langweilig zu sein und sich unterlegen zu fühlen.

Du warst vermutlich immer ein Alphatier und wurdest häufig vorgeschoben, um Verantwortung zu übernehmen.

Das macht kaum Wer in seinem Privatleben freiwillig.

Du kennst sicherlich Menschen mit einer guten Beobachtungsgabe. Auch das kann niemand nachvollziehen, dem das nicht gegeben ist.
Fähigkeiten, die einfach vorhanden sind, sind manch einem unheimlich.

Deine Geschichte liest sich sehr traurig, weil du heutzutage deine Möglichkeiten besser hättest nutzen können.

Aber intelligent zu sein ist kein Makel.
Lediglich die Auswahl an interessanten Menschen dürfte für dich spärlicher ausfallen als für das Gros der Leute.


DerWeisseRitter
Geschrieben

Also erst mal Hut ab, dass Du Deinen bisherigen Lebensweg hier so mutig und offen dargelegt hast. *chapeau*

Und ich kenne ähnliche Situationen aus dem Alltag - wir spielen seit inzwischen Jahrzehnten regelmässig sehr komplexe Brettspiele in nur leicht abweichender Besetzung ... meist mit wenig bis keinen Glücksmomenten. Das führt dazu, dass bestimmte Spieler bestimmte Spiele fast immer gewinnen - einfach, weil sie die dafür erforderlichen gedanklichen Mechanismen besser drauf haben als der Rest der Runde. Vermutlich also auch eine höhere Intelligenz. Im Ergebnis werden bestimmte Spiele somit gleich mit einer gewissen Resignation begonnen, so nach dem Motto "Es zählt der olympische Gedanke, aber gewinnen tut eh wieder XXX ". Zum Glück kann unsere Runde damit umgehen, und alle haben trotzdem viel Spaß dabei. Aber es gibt leider auch genug Menschen, die an so etwas verzweifeln, und mit Neid / Frust / Abneigung darauf reagieren, dass es da wen gibt der in dieser Hinsicht einfach überlegen ist ... das kann man dann gut beobachten, wenn unsere Runde mal "auswärts" mit fremden Spielern spielt.

Aber was will man als Begabter tun? Absichtlich UND unbemerkt schlechter spielen / dumm stellen ist schwierig - und macht auch nicht glücklich. Ich finde man sollte das einfach akzeptieren, und sich freuen dass man hier eben mal genetisch etwas Glück gehabt hat ... als Behinderung würde ich es jedenfalls auf keinen Fall betrachten - schade, dass Du es als solche erlebt hast.

Vielleicht liegt das Problem für die anderen auch darin, dass sich nicht viel dran ändern lässt, dass man in dieser Hinsicht ist wie man ist. Am Körper wird ja heutzutage reichlich auf natürlichem und künstlichen Wege nachgeholfen, um etwaige Defizite soweit möglich auszugleichen, aber bei der Intelligenz wird´s schwierig ... man kann sich Bildung aneignen, über Erfahrung punkten - aber alles eben nur bis zu einem gewissen Grad. Allerdings würde ich gerne etwas differenzieren ... Intelligenz kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein - intelligente Menschen sind zum Glück nicht gleich auch Alleskönner und Alleswisser ... zumindest die, die ich kenne haben durchaus dafür auch in anderen Bereichen Defizite ... Stichwort EQ zum Beispiel


Geschrieben (bearbeitet)

Woran macht man Intelligenz fest? Welche Stärken in einem Menschen bezeichnet man mit Intelligenz?
Manche Professoren sind intelligent, aber (wie meine Mutter immer meint) "Fachidioten" und würden im "normalen" Umgang im Alltag hilflos versagen.
Durch diverse IQ-Tests kann man sich einen kleinen Überblick verschaffen in welcher Sphäre man sich in etwa bewegt, aber mehr ja auch nicht.
Liest man sich Intelligenz/Wissen an, bekommt man diese in der Schule vermittelt oder wird sie einem in die Wiege gelegt und man kann sie durch eigenes Zutun zum Vorschein bringen oder erweitern?
Wie kann ich feststellen ob jemand Anderer intelligenter ist?
Haben alle Menschen die gleichen Voraussetzungen und müssten nur an die richtigen Eltern geraten um diese Intelligenz zum Vorschein zu bringen?
Liegt es am Umfeld (Anwaltstochter/Sohn oder Hartz4er Kinder) wie sich diese Intelligenz in der Zukunft zeigt?
Wenn man nicht intelligent ist, ist man dann dumm?
Für mich ist es ein wenig suspekt, wenn man von sich selber behauptet intelligent zu sein und damit möchte ich dich liebe Brisanz in keinster Weise angreifen, denn ich denke, dass nur die wenigsten Menschen "unintelligent" sind, sondern nur, dass der Grad der Intelligenz verschieden gewichtig sein kann oder besser ist.



Deine Geschichte liest sich sehr traurig, weil du heutzutage deine Möglichkeiten besser hättest nutzen können

Da liegt oft der Hund begraben, dass Kinder sehr schnell merken, wenn sie anders sind als die anderen Kinder und um doch dazuzugehören sich an der Masse orientieren und die Intelligenz verschütt´geht oder wie Brisanz beschrieben hat, sich zurückziehen und lieber für sich alleine sind.

Mein Sohn hat im Rahmen einer Familientherapie die wir wegen der Scheidung von meinem Mann machten erfahren, dass er überdurchschnittlich intelligent ist.
Seine Stärken liegen im künsterlicherischen, bzw. musikalischen Bereich und dort ist er zuhause.
In der Schule war er nur Durchschnitt und quälte sich durch die Schule, blieb sitzen und flog von der Schule und schaffte zum Schluss mit Müh und Not einen Abschluss.
Nach einigem Hin- und Her kam er in verschiedene Massnahmen um nicht auf der Strasse zu sitzen und dort wurde von einem engagierten Menschen festgestellt, dass er doch wieder zur Schule gehen sollte, da in ihm noch eine Menge Potential stecke.
Gestern war sein erster Schultag und er versucht sich am Abitur und ich drücke ihm fest die Daumen, dass er für sich endlich den richtigen Weg gefunden hat.


bearbeitet von Sensuality66
Brisanz2009
Geschrieben

Danke erst einmal für das Feedback, auch zu meiner Person hier im Forum .

Ja, @WeisserRitter....viele Menschen glauben, wenn man intelligent ist, dass man automatisch ALLES weiß!!

Immer wieder höre ich: "du musst das doch wissen, du bist doch so schlau..."

Natürlich unterscheide ich zwischen Bildung und Intelligenz.

Ja, @Huldra....genau da ist meine eigene "Traurigkeit", mit dieser Intelligenz nichts anfangen zu können/dürfen.

Da ich eben die Wahl hatte, wirklich allein zu bleiben oder sich "anzupassen".

Natürlich bin ich auch mal den "rebellischen Weg" gegangen, aber er zeigte mir, dass ich dadurch noch einsamer wurde.

oO(wehe Ihr holt jetzt die Taschentücher raus....)


Nurayia
Geschrieben

Intelligenz kann man raushängen lassen, oder auch nicht. Ich halte mich selbst auch für nicht dumm, aber die ganze Sache nicht für diskutierungs"würdig" - entweder es passt, oder es passt nicht. Allerdings hab ich in der Praxis oft das Problem dass Leute meinen Gedankengängen nicht folgen können... wobei das vielleicht nicht zwingend auf Intelligenz zurückzuführen ist, sondern vielleicht meine Art zu denken

In deiner Geschichte find ich echt schlimm dass deine Eltern dich so gebremst haben. Die Aussenseiterrolle kenne ich nur zu gut, allerdings haben meine Eltern immer versucht mich zu fördern... nur, Eltern sind auch nicht alles.


Brisanz2009
Geschrieben

Hmm....aber ein 100 Meter Sprinter, darf es "heraushängen lassen"?

Wie Sensuality66 ja schrieb, es ist ihr suspekt wenn Jemand sagt: "ich bin intelligent".
Aber warum ist es suspekt wenn Jemand dies von sich sagt?

Warum ist ein Sternekoch nicht suspekt? Warum ist ein guter Schauspieler nicht suspekt?
Warum ist ein guter Sportler einem nicht suspekt?

Soll man sich also lieber verstecken?


cadmus
Geschrieben

Nö,warum sollte man verstecken,das man intelligenz ist?Ich glaube,das Problem mit Hochbegabten ist,das ihre Umwelt sich fast sofort unwohl fühlt,ja sich sogar unterlegen fühlt!Und kaum einer hat es gern,wenn ihm seine Unzulänglichkeiten vorgeführt werden...!
Aber ich finde,das auch ein gewisses Fingerspitzengefühl von nöten ist,ergo Toleranz von beiden Seiten...unsere Gesellschaft ist nun man leider so gestrickt,das sie Andersartigkeit nur begrenzt akzeptiert und,wie ich es immer nenne,Ausschau nach den Mutanten hält!


Geschrieben (bearbeitet)

Ein hoher Intellekt ist vielleicht mit einem Lottogewinnen gleich zu setzten.
der Gewinn wird geneidet. Ein Sternekoch hat sich sein Ansehen erarbeitet und erhält aufgrunddessen Anerkennung.
zu unterscheiden wäre ja noch eine Intelligenz mit einer emotionalen Intelligenz, denn 2. stößt seltener an.


bearbeitet von Felinee
Eddie750
Geschrieben

Ich denke mal eher in dem Zusamenhang:

Wenn jemand Talente im Laufen oder Tennisspielen hat, sind die Menschen wohl noch irgendwie der Meinung, man könne das eigene "Makel" mit ausreichend Training kaschieren.

Ich schätze mal, dass die Angst vor der Intelligenz eher daher rührt, dass sich viele an die eigene "Dummheit" erinnert fühlen und schlicht und einfach Angst davor haben, dabei ertappt zu werden.
Intelligenz kann man nicht wirklich mit Training erreichen.

Es scheint etwas fremdes und unerreichbares zu sein und das bringt die wenigsten auf die Idee das Potential zu nutzen, sondern du könntest ja bei einer "Beförderung" oder einer ähnlichen Anerkennung im Wege stehen.

Lernen wollen die Meisten dann lieber von anerkannten Autoritätspersonen, die dann auch gleich entsprechende Nachweise ausstellen können, weil es in dem "kleinen Sumpf" ja doch immer nur um den Vorteil in der nächsten Beurteilung geht.

Zudem fordert einen die eigene Inteligenz immer wieder heraus die vorhandenen Autoritäten zu hinterfragen.
Wir sind nach wie vor ein Volk, das ohne Autorität und einer daraus resultierenden Hierachie nicht wirklich funktionieren mag.
Und intelligente Menschen neigen von Zeit zu Zeit zum Hinterfragen. Das macht Angst weil die meisten die hierachie garnicht erklären, geschweige denn verstehen wollen.


Desroisiers
Geschrieben

Mit Intelligenz allein lässt sich eben nur schwer punkten. Eie Sternekoch hat – wie der Name schon sagt – seine Sterne, ein Sportler verweist auf die entsprechenden Titel, ein anderer wiederum auf sein Gehalt, ein Schauspieler auf seinen Oscar.

Intelligenz allein bedeutet gar nichts – sie lässt nicht einmal auf angenehme Gesprächsatmosphäre oder besonders lustvollen Geschlechtsverkehr schließen. Auch wenn viele – die Intelligenz für sich in Anspruch nehmen – das so sehen oder sehen wollen.


ispy36
Geschrieben


Aber komisch ist, wenn ein Mensch z.b. sehr gut laufen kann....Weltrekorde läuft, dann ist er ein toller Mensch, ein Ausnahmetalent....und Niemand würde ihm Arroganz unterstellen.
Wenn ein Mensch, sehr gut Tennis spielt, in Wimbledon gewinnt, die Nr.1 der Weltrangliste ist....würde Niemand sagen: "ach der prahlt aber, dass er so gut Tennis spielen kann".



Das Beispiel ist im Kern falsch, aus meiner Sicht.
Auch herausragende Leistungen in anderen Bereichen schützen nicht vor übersteigerter Selbswahrnehmung und Arroganz, welche letztlich aus meiner Sicht kein bewundernswerter oder erstrebenswerter menschlicher Zug ist.

Im Kern geht es darum, wie Überdruchschnittlichkeit von der Umwelt aufgenommen, anerkannt und von einem Selbst nach außen getragen wird.
Empfinde ich mich nur Selbst als überdurchschnittlich, oder bin ich es tatsächlich? Und wie empfindet das meine Umwelt?
Daraus ergeben sich oft Konflikte.

Niedere Beweggründe wie Neid, Missgunst usw. gibt es natürlich ebenfalls, aber das möchteich jetzt mal außen vor lassen.

Es gibt Menschen, die werden für ihre Weitsicht, Weisheit, für ihren Intellekt genau so bewundert, wie Sportler etc.


Topbody
Geschrieben

Nun eigentlich zu meiner Diskussionsfrage:

Ich hatte immer das Gefühl, dass ich in Beweis bin ob ich denn auch wirklich intelligent bin. Wenn ich es dann "durchblitzen" lasse, werde ich gleich als arrogant hingestellt.


Da kann ich dich beruhigen. Wenn du jetzt nicht explizit auf deine Intelligenz hingewiesen hättest, hätte ich keine Kenntnis von ihr.
Arrogant kommt du auf keinen Fall rüber, bisher eher als einfach strukturiert im Denken und Ausdruck.


Aber komisch ist, wenn ein Mensch z.b. sehr gut laufen kann....Weltrekorde läuft, dann ist er ein toller Mensch, ein Ausnahmetalent....und Niemand würde ihm Arroganz unterstellen.
Wenn ein Mensch, sehr gut Tennis spielt, in Wimbledon gewinnt, die Nr.1 der Weltrangliste ist....würde Niemand sagen: "ach der prahlt aber, dass er so gut Tennis spielen kann".

Sobald man "zugibt" intelligent zu sein, ist man ein Prahler, und glaubt ja was Besseres zu sein.


Das liegt ganz einfach daran, dass Intelligenz keinen Wert an sich hat. Es kommt darauf an, was man draus macht.
Intelligenz sollte dazu befähigen, Zusammenhänge zu erkennen, kreative Ideen zu entwickeln und Regeln der Logik anzuwenden - Dinge die man im täglichen Leben, auch hier beim Schreiben im Forum, braucht. Und wer freut sich nicht, dabei mit "intelligenten" Menschen zu tun zu haben?

Warum haben Menschen so eine große angst vor Intelligenz?


Haben sie diese wirklich? Sie haben vielleicht Angst vor einer möglichen Überlegenheit des Anderen, nur liegt es ja am Intelligenten, ob er diese auch zeigt.

...ich will einfach nur verstehen, warum man als intelligenter Mensch nicht akzeptiert wird?


Im Zweifelsfall liegt es nicht an der Intelligenz, wenn jemand nicht akzeptiert wird (eher das Gegenteil ist der Fall!), sondern am Charakter und der Persönlichkeit.


Alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet?


Geschrieben

Eine hohe Intelligenz kann manchmal dazu führen, dass man die anderen durch die eigene Schnelligkeit und damit verbundene Ungeduld brüskiert.
Eine Bekannte von mir ist Hochbegabt. Wenn sie sich über andere äußert, dann ist sie oft sehr abwertend. Und man merkt, dass bei ihr recht wenig Verständnis für das Nichtverstehen der anderen vorhanden ist. Sie beklagte sich ständig, dass Männer Angst vor ihr hätten, weil sie ja intelligent und ihnen intellektuell überlegen sei. Dabei war das eigentliche Problem ihre Art zu kommunizieren. Sie verlangte Verständnis für ihre Lage, aber sie konnte kein Verständnis empfinden.

Das hat natürlich nichts mit der TE zu tun, ich kenne Brisanz gar nicht. Es ist nur was mir zu dem Thema eingefallen ist.


LanMan
Geschrieben (bearbeitet)

Mach, was ich gemacht habe. Setze deinen IQ nach dem Prinzip der reziproken Proportionalität in Vermögen um.

- Negiere Emotionen und Verlangen, diese stören die Vermögensbildung

- Nutze deine intellektuellen Fähigkeiten, die Aktionen/Gedanken deines Gegenübers vorherzusehen, um diesen verkaufstechnisch zu manipulieren.

Als Einstieg empfehle ich Verkauf von nutzlosem aber mit sozialem Prestige verbundenen Luxusgüter.

Parallel, mit den gewonnenen Geldmittel, zwei MINT-Fächer gleichzeitig studieren. Ich empfehle Abschlüsse in Mathematik und Elektrotechnik mit Besuch der signifikanten Vorlesungen der Informatik.

Medizin ist etwas für low-performer ohne ordentliches Einkommen, von einigen wenigen Spezialisierungen mal abgesehen.

Intelligenz welche nicht vermögenswirksam umsetzbar ist kann man nur als "nettes Hobby" bezeichnen, welches beim lösen von Kreuzwort-Rätsel behilflich ist.


Edit:
Meine Formel für IQ lautet übrigens: "Kisten auf dem Konto" hoch "Lebensjahre von Erwerbstätigkeit freigestellt"

Folgerichtig ist die Mehrheit mit einem geringen IQ gesegnet aber democh, meinen Beobachtungen zufolge, sehr glücklich und zufrieden.


bearbeitet von LanMan
SinnlicheXXL
Geschrieben

Ehrlich gesagt verstehe ich die Motivation für diesen Thread nicht! Willst du damit sagen, dass du nicht verstehst, warum dein Leben nicht wunschgemäß verlief, obwohl du doch so intelligent bist?

Ich würde sagen, für den Erfolg eines Menschens im Leben sind sehr verschiedene Faktoren verantwortlich: Intelligenz, Geborgenheit und Unterstützung vom Elternhaus, psychische Gesundheit und die Fähigkeit (oder das Glück?) den Weg zu finden, der zu einem passt.


Insofern hattest du natürlich mit Pech deinen Eltern. Aber ich kann schwer nachvollziehen, dass in den 80er Jahren manche Eltern noch so borniert waren. Ehrlich gesagt, kann ich auch nicht verstehen, dass du das mit dir hast machen lassen! Ich habe in der ersten Klasse meinen Eltern verkündet, dass ich aufs Gymnasium gehe und fortan stand das nie mehr zur Diskussion - obwohl meine Eltern sich einiges anhören mussten, warum sie um Himmels Willen alle Töchter studieren lassen. Ich kenne ein paar Mädchen, die so lange streikten, bis sie ins Gymnasium durften. Und wenn du unbedingt Medizin studieren wolltest - was hinderte dich daran, eine Krankenschwesterausbildung zu machen, das Abi nachzuholen und Medizin zu studieren? Gerade wenn deine Eltern nicht reich sind, wäre das mit Bafög gut möglich gewesen.


Klar hatte ich auch einige einsamen Jahre, als ich die Einzige meiner Freundinnen aus dem Dorf war, die aufs Gymnasium ging. Die Interessen entwickelten sich auseinander, sie fanden mich arrogant, ich fand sie doof... und erst als uns gemeinsames Weggehen wieder einte, fanden wir zur alten Freundschaft zurück.

In meinem Jahrgang gab es etliche Hochbegabte, die mühelos immer volle Punktzahl schrieben. Als ich damals hörte, dass eine davon in meine Klasse kommt, dachte ich auch erst "Streberin!" Aber dann stellte sich heraus, dass sie völlig normal und nett war und jeder hat gewissermaßen einfach zur Kenntnis genommen, dass sie und ein paar andere eben hochintelligent sind. Aufgrund hoher Intelligenz wird kein Mensch zum Außenseiter. Zum Außenseiter wird man erst, wenn man sich sozial ungeschickt verhält.
,


Geschrieben

Hmm....aber ein 100 Meter Sprinter, darf es "heraushängen lassen"?

(sorry, ich musste leider kürzen)

Warum ist ein Sternekoch nicht suspekt? Warum ist ein guter Schauspieler nicht suspekt?
Warum ist ein guter Sportler einem nicht suspekt?

Soll man sich also lieber verstecken?


Eigentlich ist die Antwort darauf ganz einfach:

Ein Weitspringer kann durch seine gesprungene Weite, die eine Masseinheit ist beweisen, dass er diese Weite gesprungen ist, wenn jemand von sich behauptet er sei überdurchschnittlich intelligent, dann frage ich mich immer, wie man diese Intelligenz misst und woran festmacht.

Es gibt eine handvoll User im Forum die ich für überdurchschnittlich intelligent halte und sie bewundernd und ohne Neid gerne lese, aber was weiss ich denn ob ihre "vermeintliche" Intelligenz (empfinde ich auch vielleicht nur so und jemand anderes sieht es ganz anders) sich nur auf dieses Schreibtalent bezieht und sie auf anderen Gebieten völlig "unbedarft" sind.
Ab welchem Können ist man intelligent? Wo legt man die Messlatte an und sind intelligente allumfassend besser oder nur auf bestimmten Gebieten.
Ich spreche dir in keinster Weise ab zu den intelligenteren Menschen zu zählen, aber wie umfassend ist sie und wo hört sie auf?

Auch ich gebe gerne zu, dass ich mich in Gesprächen mit manchen Personen unwohl fühle, von denen ich vermute, dass sie intelligenter sind wie ich. Nein, nicht weil ich mich dann minderwertiger fühle, sondern eher aus der Sorge heraus, dass ich mich auf Dauer nicht auf einem Level mit ihnen austauschen könnte und es mir evtl. zu anstrengend würde oder meinen Gegenüber langweile.
Vielleicht alles Ängste die unbegründet sind, denn auch ich lerne gerne immer noch dazu, aber trotzdem habe ich hier schon Dates ausgeschlagen aus genau diesem Grund.
Jedoch trifft man auch oft auf "intelligente" Menschen die sich so gekonnt ausdrücken können, dass die Mehrheit der restlichen Anwesenden meinen, dass diese chinesisch sprechen.
Wobei ich der Meinung bin, dass intelligente Menschen auch eine Sprache können müssten die alle verstehen und da unterscheidet sich für mich der Schlaue vom Dummen.


Brisanz2009
Geschrieben

Ach SinnlicheXXL...meine Motivation tut doch nichts zur Sache, aber wenn es Dich beruhigt....auf den Gedanken kam ich, wie ich in dem Thread "Nurayias Sonett" las, dass es um Prahlerei der Intelligenz ginge....

Ich glaube das Du eine regelmäßige Beobachterin des Forums bist, und hast evtl. auch in dem Thread "noch Kontakt zu den Eltern" gelesen? Dort hatte ich einen kleinen Ausschnitt aus meiner Vergangenheit geschrieben, die ich zwar hinterher gelöscht hatte, aber doch Einigen im Gedächtnis blieb.

Dann wüsstest Du, dass es manchmal Umstände gibt, die es einem nicht ermöglichen die Dinge zu tun, die man für sich vorgesehen hatte.

Danke für Deinen Beitrag.


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