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Pseudo-Subs oder wie ehrlich ...

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

.... ist man sich selbst gegenüber und auch anderen ?
Ich habe leider hier die Erfahrung gemacht, dass es zwar viele Frauen mit devoter Neigung gibt, die Interesse haben eine Sub zu werden, doch sieht die Realität meißt anders aus.
Was im Prinzip ja auch vollkommen in Ordnung ist.
Machen sich die Damen darüber nicht im Vorfeld mal ernsthafte Gedanken, ob es tatsächlich etwas für sie ist?


Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,
erst einmal eine Rückfrage an dich: was heißt denn "devot sein"?

Es ist doch so, dass es im Leben und im Besonderen im SM-Kontext wahnsinnig viele Möglichkeiten des Erlsbens und Erwarten gibt.

Ich frage mich eher, ob man sich im Vorfeld Gedanken dazu gemacht hat, dass eine/ein sub auch, ebenso wie der dominante Partner, Vorstellungen über die Rolle hat. Ich glaube, dass es eben nicht die einen Gedanken, die eine Definition, die eine einzige mögliche Spielart gibt. Und um herauszufinden, welche Art zu dem einem und dem anderen passt, ist nicht nur Eigenreflexion sondern auch Empathie und Spürsinn von Nöten.

Daher ist es immer individuell, ob die eigenen Erfahrungen zu den des anderen passen und eine generelle Antwort schwierig

LG
Ann_Maria

Edit: und Jain, ich glaube, dass sich sowohl die Damen wie die Herren (keine) Gedanken darüber machen...


bearbeitet von Ann_Maria
Geschrieben

Genau das ist der Punkt.
Sich vorher darüber Gedanken machen, sich informieren falls nötig.
Es muss aus dem Inneren kommen, die Veranlagung muss gegeben sein.
Denn muss man es erst richtig erklären, ist das Spiel meißt vorbei bevor es angefangen hat.


Geschrieben

Hmmmm

Nein, sehe ich nicht so. Also SM ist ja nix was man mal eben im Hotel macht, also für mich. Dazu gehört auch ein Kennenlernen und ein vorsichtiges Herangehen...schreien ja so schon genug nach möglichst harten Schlägen, und ich denke, alle die sich "spontan" zum SM verabreden, ohne vorher ihre Gedanken / Erfahrungen etc ausgetauscht zu haben, denken eh nicht wirklich nach...


Geschrieben

So gesehen stimmst du mir also zu.
Denn genau so sehe ich das auch.


SubmissDoll
Geschrieben

Also ich habe mir durchaus Gedanken darüber gemacht, was ich mir darunter vorstelle vor allem.
Ich denke nämlich das jeder auch andere Vorstellungen hat wie ein/e Sub zu sein hat und sowas sollte natürlich besprochen werden bevor man eine Dom/Dev Beziehung eingeht.
Wenn ein potentieller Dom jetzt nicht die selben Vorstellungen hat wie ich, kommen wir schon nicht zusammen. Was ja auch nichts schlimmes ist, auch für sowas muss man sein passendes Gegenstück finden.
Und solange ich der Meinung bin das es nicht passen würde, lasse ich mich auf niemanden ein.


Geschrieben

Stimme ich dir voll zu und finde das auch so, und nur so, richtig.


devoconse
Geschrieben

Ich finde ja man darf sich auch einfach mal ausprobieren. Bei mir hag es bestimmt 2 jahre inzensive realerfahrung benötigt, bis ich *meinen* bdsm gefunden habe. Und der verändert sich auch immer wieder.
Die grundtendenz ist aber mittlerweile (!) Klar in mir angelegt, hat aber auch sehr viel mit meinem partner zu tun.

Also jein, natürlich macht man sich Gedanken/hat Phantasien, aber gerade am anfang darf man auch einfach spielend ausprobieren ohne schon zu wissen, was genau man will,


Geschrieben

Finde ich auch.
Zumal es freiwillig ist.
Auch ist es richtig, dass dies Zeit, weil Einfühlungsvermögen braucht. Und davon bitte jede Menge.
Ja, es ist sehr facetten- und abwechslungsreich. Wenn man Spaß daran hat.


Geschrieben


Also jein, natürlich macht man sich Gedanken/hat Phantasien, aber gerade am anfang darf man auch einfach spielend ausprobieren ohne schon zu wissen, was genau man will,


Ausprobieren, um seinen Weg zu gehen ist meiner meinug nach sogar wichtig, das setzt aber Reden und ein sehr großes Vertrauen in den Partner vorraus. Was dann wiederum nix für eine flüchtige Bekanntschaft ist.......


Geschrieben

Richtig.
Vertrauen und Zeit.


Gentleman_KA
Geschrieben

Auf der einen Seite gebe ich dem Verfasser hier recht, für viele ist "Sub-sein" momentan durch etwaige Bücher und dergleichen eine Modeerscheinung geworden.

Leider trifft das aber auch auf die Dom-Seite zu, da gibt es auch einige die nur daran interessiert sind, schnell mal einen Fick zubekommen.

Die meisten vergessen einfach, das BDSM sehr viel mit Vertrauen, Emotion, Verletzlichkeit zu tun hat...da reichen mitunter Kleinigkeiten um jemanden ernsthaft psychisch, wie auch physisch zu schaden...


Geschrieben

vor ungefähr sieben acht jahren entdeckte ich durch einen zufall, dass ich mich zu bdsm hingezogen fühle, dass es mich erregt

heute ist es so, dass ich beide seiten sehr mag, ich habe hier jemanden gefunden der mit seinen vorlieben, sehnsüchten und fantasien perfekt zu mir passt

aber zum Thema:

es hat jahre gedauert bis ich wußte was ich wollte, was genau mich faziniert und anmacht, ich habe viel experimentiert und vorallem viel geredet

absolute ehrlichkeit und offenheit mir und dem anderen gegenüber war und ist für mich ein muss

ja, ich bin damit auch ab und zu mal "auf die schnauze gefallen" aber letztendlich hab ich gefunden was für MICH richtig ist und genieße das bei jedem treffen mit ihm aufs neue


Geschrieben

Wer seine devoten Anteile bemerkt hat, ist noch lange nicht bereit (und das ist auch gut so), sie mit jedem auszuleben.
Wie schon oft vorher beschrieben, gehört großes Vertrauen dazu. Dann ist es ja auch etwas Prozesshaftes; dann kommt es bei einigen auch auf die Tagesform an. Wir können sowieso nicht alle unsere Anteile in einem Date ausleben. Aber war das letzte Date gut, dann ist man vielleicht bereit, weiterzugehen.
Wir können uns auch vieles vorstellen in unseren Köpfen, aber ob es dann auch umgesetzt wird, ist eine andere Frage.
Viel hngt asuch davon ab, welchen Grad von Geilheit erreicht wird. Auch da gehören immer zwei (mindestens) dazu. Je geiler der Mensch wird, desto experimentierfreudiger wird er meist auch.
Wir leben beide gerne unsere devoten Steiten aus, wobei unserer Sie es manchmal schwerer fällt, die dominante Rolle zu übernehmen.


Geschrieben

Denke ich auch.
Man kann dieses Rollenspiel nicht einfach so von jetzt auf gleich spielen. Zumindest meine Meinung.
Da gehört sehr viel mehr dazu.
Für mich ein absolut geiles Spiel.


Geschrieben

Hmmm, was genau möchtest Du denn mit dem Posting bezwecken? Die Überschrift ist ja ziemlich tendenziös und geht in die falsche Richtung.

Da ist nur der Gedanke vorhanden (am Besten noch durch "50 shades of Grey"), dass die Dame entsprechende Neigungen haben könnte - woher soll sie das jetzt wissen, ob die prickelnde Fantasie in der Realität auch noch so prickelnd hat, besonders wenn man durch die "Literatur" oder entsprechende Filmchen ein ganz verzerrtes Bild vom Ablauf der Dinge hat.

Ist man eher devot, oder doch masochisttisch, steht man auf Erniedrigung? BDSM ist eben nicht gleich BDSM. Dann gehört da noch ein zweiter Mensch dazu, der/die dann gleich mal auch noch eigene Vorstellungen mit einbringt, die durchaus mal gerne ganz anders gelagert sein können als die Eigenen. Das ist ja schon nicht einfach, wenn sich zwei erfahrene Partner gegenüber stehen, wieviel schwieriger ist es dann noch, wenn einer (oder beide) Anfänger sind?

Vielleicht hast ja auch Du einfach eine ganz andere Vorstellung von der Thematik, als die "Pseudo-Subs", über die Du Dich beklagst?

Natürlich ist es wichtig, wenn man sich zunächst einmal Gedanken macht, was man sich vorstellen könnte, aber der nächste Schritt (wenn man dann jemand gefunden hat), ist es natürlich sich mit der anderen Person auszutauschen, und bitte nicht erst, wenn die schon gefesselt im Bett liegt!


Geschrieben

Was ich immer wieder feststelle ist vereinfacht gesagt folgendes:

Ist Dom (bzw. sub) sm-technisch "weiter" bzw. "härter" unterwegs, wird schnell mal mit Pseudo oder Wunschzettel oder Möchtegern usw. rumgeworfen.

Die Zeit für gemeinsame erste Erfahrungen, auch wenn der eine Part diese schon längst mit anderen gemacht hat, wird sich immer seltener genommen. Dom nimmt sub an die Hand, und führt vorsichtig aber deutlich immer weiter in die Welt hinein. Sub geht diesen Weg gern mit, da die führende Hand sehr behutsam und vertrauensvoll mit sub umgeht.

Das entstehen und langsame wachsen derartiger Beziehungen, scheint oft aus der Mode zu sein.

Beispielhaft hat der Dom die klare Vorstellung, das sich seine sub von Gott und Welt hat poppen zu lassen, wenn er es mag. Und will sub das nicht, ist Pseudo.....

Aber ich will hier überhaupt nicht auf M-Doms rumhacken, denn das kann genauso auch bei jeder anderen beteiligten Person einer SM-Beziehung sein.

Die Kunst ist es, einfach mal einen Schritt auf den anderen zuzugehen. Egal aus welcher Richtung.....


ispy36
Geschrieben

Es ist weniger die Unschlüssigkeit, Neugier, Zaghaftigkeit des Gegenübers, sondern mehr die assoziative eigene Erwartungshaltung an irgendwelche Etikettierungen oder Schlüsselbegriffe.

Wer das versteht und lernt damit umzugehen, ist schon einen Schritt weiter.


Etoileduciel
Geschrieben

Ich habe leider hier die Erfahrung gemacht, dass es zwar viele Frauen mit devoter Neigung gibt, die Interesse haben eine Sub zu werden, doch sieht die Realität meißt anders aus.


Ich habe die Erfahrung gemacht das hier sehr viele Männer unterwegs sind die sich für dominant halten und sich tatsächlich als Dom ausgeben. Aber die einfachsten Fachbegriffe kennen die dann komischerweise nicht.


Geschrieben

Mal ganz von der Umsetzung abgesehen ....
Stimmt !


Geschrieben

Tonnen von Gerten, Peitschen, Rohrstöcken usw. , aber noch nie mit einem einzige richtig durchgezogen.....

Dom hat es oder hat es nicht.
Bei sub im übrigen auch so.

Hat es jemand, kannst dran feilen und ausbauen.


Banggangster001
Geschrieben


...die sich für dominant halten und sich tatsächlich als Dom ausgeben. Aber die einfachsten Fachbegriffe kennen die dann komischerweise nicht.



was braucht ein dominanter Mann/Frau Fachbegriffe? Steht eine Theorieprüfung zum Thema an?
Hier ist p....de und mit einer natürlichen Dominanz funktioniert es meist, wobei dann die Grenzen einer/s Sub in der Praxis ausgetestet werden. Und Mann/Frau spürt wo die Grenzen sind.

Oder legen die Subs neuerdings ein Manual im Club aus?

Und für eine gute Sub gibt es keine Grenzen,die der Dom nicht auch hat, meine Erfahrung


Geschrieben

was braucht ein dominanter Mann/Frau Fachbegriffe? Steht eine Theorieprüfung zum Thema an?



upps, dann sollte ich ganz schnell hier raus und lieber pauken


Geschrieben

was braucht ein dominanter Mann/Frau Fachbegriffe? Steht eine Theorieprüfung zum Thema an?



Das sicher nicht...
aber drück so einem erfahrenen Herrn oder einer erfahrenen Damen einfach mal ne Bullwhip in die Hand, lass dich fesseln oder auf Atemreduktionsspielchen ein - da kann eine ganze Menge schiefgehen


Geschrieben

Es kann dabei zu erheblichen Mißverständnissen kommen.
Und wie s_amara schon erwähnte, bei Atemspielen sogar der Super-GAU


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