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Die Dopamin-Falle des digitalen Vorschusses


Pu****

Empfohlener Beitrag

Durch den chat und das geschriebene baut sich das gehirn einfach was zusammen und wenn es dann zum realen kennenlernen kommt kracht alles zusammen weil man sich den anderen dann anderst vorgestellt hat da muss man sich selbst wachrütteln und sagen hey das is die person mit der duch wochenlang geschrieben hast da kann man nicht einfach sagen nee passt nicht weil man hat ja nicht umsonst solange kontakt

Sehr interessantes Thema.

Ich habe tatsächlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass man sich bei einem zu langen Schreibkontakt in eine Illusion verliebt. Also man wünscht sich unbedingt, dass es funktioniert. Und ist dann sehr enttäuscht, wenn die Person doch anders ist, als man sich das vorgestellt hat.

 

Andererseits habe ich aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass das trotz eines langen Schriftwechsel vorher sehr gut funktioniert hat beim ersten Treffen. Und man hat sich auf Anhieb richtig gut verstanden.

 

Ich kann also nur sagen: man kann Glück haben oder man kann Pech haben. Kann beides funktionieren.

 

🤩

Anonymes-Mitglied-2

Manche suchen hier nur diesen Dopaminkick oder den Serotoninschub oder das Aufbau des Minderwertigkeitsgefühle egal wie man das nennt und überwiegend sind es Frauen, die sich hier Komplimente Fishing machen und wenn das in eine Richtung geht, wo man kein Kompliment kommt, hau die Keule raus d.h. also hier entsteht eine Parallelwelt, wo Menschen täglich und das kann ich an einigen Chats hier wieder belegen. Frauen drin sind die nichts anderes wollen, als ich feiern lassen aber kaum ein Date angehen, weil sie Minderwertigkeitskomplexe haben. Oder auch Männer hier den Maker raushängen lassen, wie geil und wie groß der Penis ist und dann haben sie nichts zu bieten und auch kein Date eingehen. Der Ansporn für das was oben der TE genannt hat, ist immer unterschiedlich daher kann die Lösung nicht eine Antwort sein und es gibt bestimmt noch viele andere.

Unter den Aspekt, dass der steigende Medienkonsum und der Heutige Zugang zu Entertainment (ob wie oben beschrieben oder andere Themen).
Ist eine Rezeptorrunterregulation ohne eingebe Prävention unvermeidbar.

Dating heutzutage unterscheidet sich komplett von früheren Zeiten und kann sich „leer“ und „stumpf“ aus genau den Gründen die du angegeben hast anfühlen.

Ich könnte stundenlang über dieses Thema schreiben, aber es ist ein Problem welches sich nicht leicht lösen lässt und den Rahmen sprengt.

Also wenn man ein doch emotionales Thema wie Flirten und Kennenlernen, so höchst wissenschaftlich zerredet und zerbröselt, dann fällt mir dazu nur sinnfrei ein.

Puhh,.. Ich würde gerne auf alles antworten, allerdings ist der Text echt lang und das würde hier ja alles sprengen wenn jeder so seinen Teil dazu beiträgt. Also beschränke ich mich darauf, das online Dating das generelle Dating Verhalten verändert hat, finde nicht zum positiven.

Wahnsinnige These, diese haben einige Menschen in der amarktwirtschaft schon weit früher erkannt.
Telefonsex waren so die ersten sachen um den Dopaminspiegel anzuheben gegen Geld.

Glückwunsch zu deiner Weisheit.🤦‍♂️

zu Block 3, Text-Persönlichkeit: da im Chat kein großer Zeitdruck herrscht, können Sprüche und Antworten durchdachter formuliert und freigelassen werden

Anonymes-Mitglied-3

Zu viel Text und somit bereits das Interesse daran verloren.
Ich bin einfach beim Chatten schon sehr vorsichtig und misstrauisch und schätze gut ein.
So blieben mir reale Katastrophen oder Flucht aus einem Date erspart.

(bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb PusteblumeRt:

I...ch bin sehr gespannt auf eure Gedanken zu dieser These. Wie seht ihr das? ...

Mir scheint die Uni Bielefeld ist wieder wissenschaftlich unterwegs auf diesem Portal - wäre nicht das erste Mal 😄

Ja, ich habe den ganzen EP gelesen, verstanden und für interessant befunden 👍 daher mache ich's etwas kürzer 

Meine Blind-Dates waren die besten Dates ever - alle positiv überraschend und poppastisch, ohne viel Geschreibsel und  vorherigen Fototausch🍀

bearbeitet von Spicy_

Wow, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin Jahrgang 69. Die Erfahrungen sind auf meiner Seite. Die Entwicklung ist teilweise atemberaubend geil, gleichwohl aber traurig, demotivierend und zerstörerisch.

(bearbeitet)

Wenn das was mit Busen zu tun hat dann ja.

bearbeitet von Haelenga

Respekt, das ist mal eine ausführlich beschriebene Fragestellung. Auch wenn du es in Blöcke unterteilst, bleibt es insgesamt ein sehr komplexes Thema. Ich unterstütze auf jeden Fall die These, dass online Chatten nie vollständig darüber entscheiden kann, ob es mit jemandem passt oder nicht. Neben den offensichtlichen Faktoren wie einem anderen Aussehen in der Realität, der Stimme oder dem Geruch, kommen noch viel mehr Aspekte ins Spiel. Es ist meiner Meinung nach fast die Regel, dass man sich online nicht nur anders ausdrückt, sondern auch eine "geschönte" Version seiner selbst darstellt. Egal ob es um Ansichten, den Umgangston oder Vorlieben geht. Hier hatte man es früher tatsächlich leichter den im wahrsten Sinne des Wortes realen Menschen kennenzulernen. Natürlich kann man sich auch bei einem realen Treffen verstellen, das fällt aber viel schneller auf. So viel zum Allgemeinen.. persönlich habe ich sowohl bei rein sexuellen Kontakten als auch bei der Suche nach Beziehungen ähnliche Erfahrungen gemacht. Zu lange schreiben und ein zu spätes Treffen kann fast ausschließlich nur in Enttäuschung enden. Wie du so schön beschreibst, man füllt mit der Zeit immer mehr Lücken mit Fantasien zur Person, die am Ende nie zutreffen. Damit hat der andere fast keine Chance mehr dem gerecht zu werden. Viel mehr würde ich sagen, dass wir dann real sogar Menschen "aussortieren", denen wir unter anderen Vorzeichen (z.B. spontanes Kennenlernen) eine Chance gegeben hätten. Und das allein nur weil wir hier vorher schon die fertige Vorstellung entwickelt haben. Ich kann mich an ein erstes Treffen erinnern, dem ein längerer Chat vorausgegangen ist. Sie war super sympathisch, die berühmte gleiche Wellenlänge. Bilder kannte ich nur vom Gesicht. Beim Treffen dann ergab sich eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, die eigentlich alle Gefahren dieser Art Dating zusammenfassen. Die Bilder stellten sich als stark idealisiert heraus und die reale Optik war eine andere. Zusätzlich gab sie sich auch vom Wesen her völlig anders. Natürlich kann man beim ersten Treffen nervös sein, aber hier war der Wandel eher von starker Frau mit Humor zu übermäßig anhänglicher, abhängiger und verunsicherter Frau. Ganz ehrlich, ich habe es in ihrem Fall fast schon verstanden und es tat mir auch leid. Sie hätte eigentlich mehr Offenheit meinerseits verdient, aber durch das vorher gefasste Bild, war die Enttäuschung umso größer.

Lange Rede, kurzer Sinn, reales Dating wird immer besser sein als sich online ewig kennenlernen. Ich selbst bin mittlerweile bei der Linie ein kurzes Kennenlernen online und dann am besten kurzfristig ein erstes Treffen. Es spricht doch nichts dagegen, früher gab es den "Vorlauf" schließlich auch nicht.

Soll das ne Doktorarbeit werden????? Hier sind nicht meine Gedanken, sondern die Realität (Was meine Erfahrung angeht, nach 20+ Jahren poppen).....
Alles was länger als 2 Wochen hin und her schreiben ist, verläuft sich im Sand...
Nach dem ersten schreiben, und beiderseitigem Interesse, wird relativ schnell miteinander telefoniert.
Meistens innerhalb 1-2 Wochen nach dem ersten Telefonat sieht man sich im echten Leben von Angesichts zu Angesicht
Die ersten 5 Sekunden der Begrüßung machen 80% von dem aus was aus dem ganzen wird.
Gibt natürlich auch noch wenige, dafür spezielle Ereignisse wo man sich zum Kaffee verabredet und einem nackt die Tür geöffnet wird.

Den Rest überlasse ich eurer Fantasie

(bearbeitet)

Das hat nur bedingt mit der Digitalisierung zu tun. Die Digitalisierung bzw. soziale Netzwerke sind nur ein Kommunikationsweg. Desto weniger ich mit jemanden kommunizieren kann (keine Mimik usw), also von dem Anderen ich wahrnehme, desto größer ist die Gefahr, dass das Gehirn diese Differenz mit eigenen u. a. Vorstellungen (z. B.  Wünsche) ausgleicht. Dies geschieht bereits schon bei einem Telefonat.

bearbeitet von SchwanenHerr

So was in der Art gibt es doch auch im realen Leben.... wenn leute nur das sehen, was sie sehen wollen und nicht das sehen was sie sollten... die leben in ihrer eigenen kleinen Welt und sehen alles nur durch die Rosarote Brille... man sollte grundsätzlich immer bei klarem Verstand bleiben und einen realistischen Bezug behalten. Sonst läuft man Gefahr vieles falsch zu interpretieren oder aber man bildet sich in einer kleinen Blase seine eigene kleine Welt.  Die dann ganz schnell zerplatzen kann.

vor 21 Minuten, schrieb Spicy_:

Meine Blind-Dates waren die besten Dates ever

Nach meiner Erfahrung gehört Selbstbewußtsein dazu, sich vorher nicht zu zeigen. Frauen, die ich vorab nicht zu sehen bekam, waren meist ziemliche Granaten. 

 

Zum Thema Dopaminkick, den gibt es in jedem sozialen Netzwerk. Hat wer geantwortet, hat mich wer gelikt? Was habe ich seit dem letzten Mal verpaßt? Kognitive Überlastung ist ein reales Problem, daß aber kaum ein Betroffener selber bemerkt, geschweige denn zugeben würde. 

Ich fasse mich kurz und direkt. Das soziale Leben und das soziale Verhalten werden durch das digitale Leben einseitig und das miteinander nimmt ab. Ich finde diese Entwicklung verstörend und ich bin gespannt,wo das noch hinführt. Für mich geht es in eine falsche Richtung und es kann zu erheblichen Schwierigkeiten führen.

Ich denke, das Problem ist weniger Dopamin als Auswahl.

Früher lernte man einen Menschen kennen und entdeckte mit der Zeit, warum man ihn attraktiv findet. Heute muss er erst anhand weniger Fotos und Texte attraktiv genug erscheinen, um überhaupt kennengelernt zu werden.

Und bei gefühlt endloser Auswahl wird aus „nicht perfekt“ schnell „weitersuchen“.

Die Realität ist nicht das Problem, sondern dass wir ihr immer weniger Zeit geben.

Ich hatte schon Treffen nach einer Woche schreiben und es wurde nichts draus. Es gab aber auch schriftlichen Kontakt über 1,5 Jahre und erst dann kam das Treffen. Da hat sich eine tolle Freundschaft aufgebaut und keiner war vom anderen irgendwie enttäuscht. So macht jeder seine eigenen Erfahrungen

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