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Er tut mir so gut..


Anonymes-Mitglied-1

Empfohlener Beitrag

Am 15.5.2026 at 02:29, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wie lange würdest du es aushalten? 

Es dauert nun mal eine Weile, bis man rational verstandene Umstände auch emotional umsetzen kann. Das ist menschlich. Tatsächlich kann körperliche Nähe zu anderen die Distanz zum Partner vergrößern und eine Trennung subjektiv erleichtern, weil man merkt, dass man emotional und körperlich nicht vollständig abhängig ist.

Wichtig ist nur, sich in dieser Dynamik nicht zu verlieren und nicht zu glauben, dass solche Ausbrüche automatisch eine echte Alternative zur Beziehung sind.

Gleichzeitig zeigt so etwas oft auch, dass in der Beziehung Bedürfnisse über längere Zeit keinen Raum hatten. Umso relevanter ist es, sich die eigene Verantwortung daran einzugestehen, damit man nicht dieselben Fehler in die nächste Beziehung mitnimmt.

vor 2 Stunden, schrieb Nacktespaar:

es muss dir nichts leid tun ich finde was meine Frau glücklich macht macht mich auch glücklich und dein Mann muss sich ändern

Weil ihr Mann sich ändern muss, kann sie ihn gerne bescheißen?

Viele Kommentare wirken wie ein schneller Schauprozess.
Ein paar Zeilen reichen oft aus, und das Urteil steht schon fest, bevor überhaupt klar ist, wie die gesamte Situation aussieht.
Hier wird sehr schnell in Rollen geteilt: richtig oder falsch, schuldig oder unschuldig.
Das Gericht tagt aber das Urteil steht schon fest.
Eine Glanzparade für die Wegwerfgesellschaft.
Ist es kaputt, wirf es einfach weg.
Ich habe die Vermutung, einige sind nur hier, um die Fehlgeleiteten auf den rechten Pfad der Erleuchtung zurück zu führen.
Die Unfehlbaren, die perfekten, die wahren Propheten einer jeden Beziehung welche nur im Biblischen Sinne statt zu finden hat.
Der Scheiterhaufen steht, der Delinquent kommt vorher aber noch auf die Steckbank.

Was mich an vielen Antworten in solchen Diskussionen stört, ist diese extreme Schwarz-Weiß-Sicht.
Sofort steht für viele fest, wer der Schuldige ist, obwohl man in Wahrheit nur einen kleinen Ausschnitt einer vermutlich deutlich komplexeren Beziehung kennt.
Niemand kennt die Dynamik zwischen den beiden, niemand weiß, wie lange Probleme vielleicht schon bestehen, ob es emotionale Vernachlässigung gibt,
sexuelle Frustration, fehlende Kommunikation oder andere Belastungen.
Trotzdem wird innerhalb weniger Zeilen ein klares Täter-Opfer-Modell aufgebaut.

Dabei wirkt es auf mich besonders widersprüchlich, dass solche moralisch absoluten Urteile gerade in disem Forum fallen, ein Ort an dem sich hier alle bewegen,
Menschen die selbst außerhalb klassischer Beziehungsmuster denken, suchen oder handeln.
Hier wird oft sehr offen mit Fantasien, Bedürfnissen und Grenzbereichen umgegangen, aber sobald es konkret und emotional wird, greifen plötzlich fast alle auf Moralvorstellungen zurück.
Offenkundig gegen archaische Wertvorstellung und dann doch wieder traditionell mit erhobenen Zeigefinger.

Ich finde, dass Beziehungen nicht automatisch wertlos werden, nur weil Fehler passieren oder jemand fremdgeht.
Beziehungen bestehen oft aus viel mehr als nur sexueller Treue. Menschen bleiben aus Liebe, Verbundenheit, gemeinsamer Geschichte, Verantwortung oder emotionaler Nähe zusammen.
Gleichzeitig können dennoch Bedürfnisse entstehen, die in der Beziehung vielleicht seit langer Zeit nicht mehr erfüllt werden.
Das macht Fremdgehen nicht automatisch richtig, aber es macht die Situation menschlich komplexer als ein einfaches "Dann trenn dich halt“.
Oft wird außerdem vergessen, dass sexuelles oder emotionales Erfülltsein außerhalb der Beziehung nicht zwangsläufig bedeutet, dass die bestehende Beziehung keinen Wert mehr hat.
Manche Menschen merken erst durch eine neue Begegnung, was ihnen gefehlt hat, Aufmerksamkeit, Nähe, Begehren, Verständnis oder einfach das Gefühl, noch lebendig zu sein.
Deshalb finde ich es schwierig, über solche Situationen vorschnell zu urteilen.
Man muss nicht alles gutheißen, um trotzdem anzuerkennen, dass Beziehungen selten so einfach sind, wie viele der Kommentare es hier darstellen.

Ich habe für mich schon früh erkannt, dass Fremdgehen nicht automatisch das Ende einer Beziehung bedeuten muss, auch wenn dadurch selbstverständlich Verletzungen entstehen können.
Untreue begleitet die Menschheit seit jeher, unabhängig von Zeit, Kultur oder Gesellschaftsform.
Menschen gehen fremd, solange es menschliche Beziehungen gibt. Das macht es nicht schön und auch nicht erstrebenswert, aber es zeigt, dass es offenbar ein Teil menschlicher Realität ist,
den man nicht einfach wegmoralisieren kann.
Deshalb definiert sich für mich der Wert einer Beziehung nicht ausschließlich darüber, ob sexuelle Exklusivität jederzeit eingehalten wird.
Eine Beziehung kann trotz Fehlern, Krisen oder sogar Untreue weiterhin emotionale Tiefe, Geschichte, Vertrauen, Nähe und Bedeutung besitzen.
Das soll weder eine Entschuldigung noch ein Freibrief sein. Ich habe lediglich für mich gelernt, dass Beziehungen oft komplexer sind als starre moralische Regeln und dass man lernen muss,
mit den weniger schönen Seiten menschlicher Realität umzugehen, statt so zu tun, als würden sie nicht existieren.

Die ganzen moralischen hier, scheinen ein perfektes Leben zu haben, sich an jedes der 10 Gebote zu halten und dennoch sind sie hier...

"Antos entschied sich den Löwen zu jagen und wurde von seiner Beute gefressen."


Peace

vor 19 Stunden, schrieb Assassins84:

Wieso macht man das so lange?

 

Ist der Sex gut, macht er nur 10 Prozent der Beziehung aus. 

Ist der Sex schlecht, macht er 90 Prozent der Beziehung aus.

 

Also warum lasst ihr euer leben so schleifen?

Also ich habe mein Leben nicht 'schleifen lassen'. Selbstständig mit 3 Geschäften, 3 Kinder, altes Bauernhaus, Tiere ( Ponys,Hund, Katz, Kaninchen ect) und einen Mann der trotz Nachfrage nie über seine und unsere Probleme redet und seine Depression jahrelang verschweigt ( auch vor mir) und jeden Abend in der Straußwirtschaft mit Wein kompensiert. Hausrenovierung, Scheune zum Geschäft umgebaut, mich um alles gekümmert, da mein Mann wegen seiner Depression das nicht hinbekommen hat. 

Wenn ich dann abends in Bett gefallen bin, hat mein Mann mich am Oberarm angetippt um mir damit zu sagen, dass er Sex will ! Wenn ich darauf nicht 'angesprungen' bin, hat er sich beleidigt umgedreht. Irgendwann ist er dann sowieso nach dem Abendessen in die Wirtschaft gegangen um nach 1/2 Flasche Wein noch 3 Schoppen zu trinken und ich bin auf dem Sofa vor dem TV eingeschlafen. Er hat mich auch nicht geweckt und mit ins Bett genommen, wenn er heimkam. Nur den TV ausgemacht !

Bei mir war aber trotzdem noch Liebe vorhanden. Bis zu dem Moment, als er meine Affäre entdeckt hat und Dinge zu mir gesagt hat, die mir gezeigt haben, dass er aus seinem eigenen Gefühl der Schwäche, sich ein völlig verdrehtes Bild von mir in seinem Kopf gemacht hat. Er hat seine Probleme und Schuldgefühle auf mich projiziert und dann fiel noch der Satz, dass meine Affäre im seinen 'Besitz' wegnehmen wolle. Nie hätte ich gedacht, dass er mich als 'Besitz' betrachtet. Da war die Liebe schlagartig weg bei mir.

 

vor 3 Stunden, schrieb MrVersatile:

Viele Kommentare wirken wie ein schneller Schauprozess.
Ein paar Zeilen reichen oft aus, und das Urteil steht schon fest, bevor überhaupt klar ist, wie die gesamte Situation aussieht.
Hier wird sehr schnell in Rollen geteilt: richtig oder falsch, schuldig oder unschuldig.
Das Gericht tagt aber das Urteil steht schon fest.
Eine Glanzparade für die Wegwerfgesellschaft.
Ist es kaputt, wirf es einfach weg.
Ich habe die Vermutung, einige sind nur hier, um die Fehlgeleiteten auf den rechten Pfad der Erleuchtung zurück zu führen.
Die Unfehlbaren, die perfekten, die wahren Propheten einer jeden Beziehung welche nur im Biblischen Sinne statt zu finden hat.
Der Scheiterhaufen steht, der Delinquent kommt vorher aber noch auf die Steckbank.

Was mich an vielen Antworten in solchen Diskussionen stört, ist diese extreme Schwarz-Weiß-Sicht.
Sofort steht für viele fest, wer der Schuldige ist, obwohl man in Wahrheit nur einen kleinen Ausschnitt einer vermutlich deutlich komplexeren Beziehung kennt.
Niemand kennt die Dynamik zwischen den beiden, niemand weiß, wie lange Probleme vielleicht schon bestehen, ob es emotionale Vernachlässigung gibt,
sexuelle Frustration, fehlende Kommunikation oder andere Belastungen.
Trotzdem wird innerhalb weniger Zeilen ein klares Täter-Opfer-Modell aufgebaut.

Dabei wirkt es auf mich besonders widersprüchlich, dass solche moralisch absoluten Urteile gerade in disem Forum fallen, ein Ort an dem sich hier alle bewegen,
Menschen die selbst außerhalb klassischer Beziehungsmuster denken, suchen oder handeln.
Hier wird oft sehr offen mit Fantasien, Bedürfnissen und Grenzbereichen umgegangen, aber sobald es konkret und emotional wird, greifen plötzlich fast alle auf Moralvorstellungen zurück.
Offenkundig gegen archaische Wertvorstellung und dann doch wieder traditionell mit erhobenen Zeigefinger.

Ich finde, dass Beziehungen nicht automatisch wertlos werden, nur weil Fehler passieren oder jemand fremdgeht.
Beziehungen bestehen oft aus viel mehr als nur sexueller Treue. Menschen bleiben aus Liebe, Verbundenheit, gemeinsamer Geschichte, Verantwortung oder emotionaler Nähe zusammen.
Gleichzeitig können dennoch Bedürfnisse entstehen, die in der Beziehung vielleicht seit langer Zeit nicht mehr erfüllt werden.
Das macht Fremdgehen nicht automatisch richtig, aber es macht die Situation menschlich komplexer als ein einfaches "Dann trenn dich halt“.
Oft wird außerdem vergessen, dass sexuelles oder emotionales Erfülltsein außerhalb der Beziehung nicht zwangsläufig bedeutet, dass die bestehende Beziehung keinen Wert mehr hat.
Manche Menschen merken erst durch eine neue Begegnung, was ihnen gefehlt hat, Aufmerksamkeit, Nähe, Begehren, Verständnis oder einfach das Gefühl, noch lebendig zu sein.
Deshalb finde ich es schwierig, über solche Situationen vorschnell zu urteilen.
Man muss nicht alles gutheißen, um trotzdem anzuerkennen, dass Beziehungen selten so einfach sind, wie viele der Kommentare es hier darstellen.

Ich habe für mich schon früh erkannt, dass Fremdgehen nicht automatisch das Ende einer Beziehung bedeuten muss, auch wenn dadurch selbstverständlich Verletzungen entstehen können.
Untreue begleitet die Menschheit seit jeher, unabhängig von Zeit, Kultur oder Gesellschaftsform.
Menschen gehen fremd, solange es menschliche Beziehungen gibt. Das macht es nicht schön und auch nicht erstrebenswert, aber es zeigt, dass es offenbar ein Teil menschlicher Realität ist,
den man nicht einfach wegmoralisieren kann.
Deshalb definiert sich für mich der Wert einer Beziehung nicht ausschließlich darüber, ob sexuelle Exklusivität jederzeit eingehalten wird.
Eine Beziehung kann trotz Fehlern, Krisen oder sogar Untreue weiterhin emotionale Tiefe, Geschichte, Vertrauen, Nähe und Bedeutung besitzen.
Das soll weder eine Entschuldigung noch ein Freibrief sein. Ich habe lediglich für mich gelernt, dass Beziehungen oft komplexer sind als starre moralische Regeln und dass man lernen muss,
mit den weniger schönen Seiten menschlicher Realität umzugehen, statt so zu tun, als würden sie nicht existieren.

Die ganzen moralischen hier, scheinen ein perfektes Leben zu haben, sich an jedes der 10 Gebote zu halten und dennoch sind sie hier...

"Antos entschied sich den Löwen zu jagen und wurde von seiner Beute gefressen."


Peace

In deiner halben Bibel steckt ein ordentlicher Batzen an Interpretationen gegenüber den "moralischen". 

Du hast Recht, dass Beziehungen ein komplexes Konstrukt sind und bei eben solchen Problemen es mehr als ein simples "schwarz-weiß" ist. 

Jedoch ist es schon ein wenig anmaßend den Leuten einfach sowas anzudichten. 

Vor 43 Minuten , schrieb Amani666:

In deiner halben Bibel steckt ein ordentlicher Batzen an Interpretationen gegenüber den "moralischen". 

Du hast Recht, dass Beziehungen ein komplexes Konstrukt sind und bei eben solchen Problemen es mehr als ein simples "schwarz-weiß" ist. 

Jedoch ist es schon ein wenig anmaßend den Leuten einfach sowas anzudichten. 

Danke für das lesen.
Es sollte aber keine halbe Bibel sein, vielmehr betrachte ich das als lebenspraktische Anthropologie, philosophischen Realismus.

Aber du hättest erkennen können, das ich niemanden etwas andichten möchte, sondern auf die vielen Kommentare als ganzes reagiert habe, für die sofort der Schuldige feststeht und für diejenigen, für die es eben nur die Antwort "Schwarz/Weiß" gibt.

Peace

vor 35 Minuten, schrieb MrVersatile:

Aber du hättest erkennen können, das ich niemanden etwas andichten möchte, sondern auf die vielen Kommentare als ganzes reagiert habe, für die sofort der Schuldige feststeht und für diejenigen, für die es eben nur die Antwort "Schwarz/Weiß" gibt.

Sorry dich enttäuschen zu müssen, aber ohne meinen Gegenüber und dessen Intentionen zu kennen, hätte ich nicht zwangsläufig mit Sicherheit darauf schließen können was du nun wolltest und was nicht. Fakt ist du hast interpretiert und von der Wirkung her vom berühmten hohen Ross herab.

 

Peace

Vor 16 Minuten , schrieb Amani666:

Sorry dich enttäuschen zu müssen, aber ohne meinen Gegenüber und dessen Intentionen zu kennen, hätte ich nicht zwangsläufig mit Sicherheit darauf schließen können was du nun wolltest und was nicht. Fakt ist du hast interpretiert und von der Wirkung her vom berühmten hohen Ross herab.

 

Peace

Vom hohen Ross schon mal gar nicht. Du verdrehst hier gerade völlig die Tatsachen, weil im Kern werfe ich den Menschen das vor was du mir aber versuchst zu unterstellen.
Und leider hat das nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun, weshalb ich auch nicht weiter darauf eingehen kann.

Peace

das wäre keine Beziehung für mich. Ich würde gehen und meiner Erfüllung folgen

vor 1 Stunde, schrieb Amani666:

In deiner halben Bibel steckt ein ordentlicher Batzen an Interpretationen gegenüber den "moralischen". 

Du hast Recht, dass Beziehungen ein komplexes Konstrukt sind und bei eben solchen Problemen es mehr als ein simples "schwarz-weiß" ist. 

Jedoch ist es schon ein wenig anmaßend den Leuten einfach sowas anzudichten. 

Das hat mit mit Andichten nix zu tun. 
Bei vielen Foristen ist nachzulesen, dass man sich gefälligst trennen sollte bevor man fremdgeht, dass man das Allerletzte ist, wenn man über fremdzugehen auch nur nachdenkt! Dass Fremdgehen das allerschlimmste ist, was man seinem Partner antun kann!

Am 15.5.2026 at 02:29, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

zum Fremdgehen gehören immer zwei in der Beziehung..wie seht ihr das?

Seit wann gehören zwei dazu? Man ist dafür selbst verantwortlich weil man sich dieses Recht rausnimmt. Wer mit der Aktion nicht klar kommt soll es halt nicht mehr oder erst garnicht machen. Ich mach es z.B. nicht mehr weil ich kein Argument finden kann warum man wegen einer einzigen Frau auf andere Frauen verzichten sollte? Weil sie eine Schönheit ist? Eine bessere wird man immer finden. Wegen der Liebe? Man kann auch zur Abwechslung bei einer Gefühle zulassen wenn man mehrere Frauen hat aber mit der einen keine Beziehung eingehen. Weil sie eine tolle Persönlichkeit hat? Tja mir doch egal. Es gibt nix solange man genügend Optionen kann. Deswegen sollte man Leute denen Treue wichtig ist einfach mal in Ruhe lassen

Ich würde da gerne mal persönlich mit dir drüber sprechen. Vielleicht ja nackt. Ich bin Metal 🤘🏻 Health Coach und hätte da den ein oder anderen „Tipp“ zu bieten.

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