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onkelhelmut

Mehrwertsteuererhöhung haben die Banken bekommen

Empfohlener Beitrag

onkelhelmut
Geschrieben

Die Bankenkrise hat bereits 30 Milliarden Euro Steuergelder verschlungen, das entspricht etwa der Mehrwertsteuererhöhung.

Ich finde das erschreckend.

War die Mehrwertsteuererhöhung nicht für etwas anderes gedacht?

Wenn ich ein Risikogeschäft eingehe, trage ich das Risiko allein, notfalls lande ich hinter schwedischen Gardinen, warum nicht die Verantwortlichen für das Bankendilemma?

Onkel Helmut


popcorn69
Geschrieben

das beachtliche daran ist, dass das geld 2x weg ist . und dazu kommen noch die sonstigen börsenverluste.....u.u.u.
d.h. VERSCHWUNDEN ist es sicher nicht. es gibt welche, die haben es ...man müsste sie eigentlich pausenlos über uns lachen hören


Geschrieben

Die Sache hierbei ist nur: Es bringt nichts, die Verantwortlichen wegzusperren, denn die Bankenkrise ist ja definitiv da. Es geht also nur um Schadensbegrenzung.

Die Mehrwertsteuererhöhung hat gar nichts damit zu tun.


popcorn69
Geschrieben

so hat das onkel wohl auch nicht gemeint. aber im umfang dieser steuererhöhung liegt die zu leistende finanzhilfe...wenn es denn überhaupt reicht.
aber niemand, der das zu verantworten hat, läuft im büssergewand herum, im gegenteil, sie führen noch freche und anmaßende reden. und auf denen, die die zeche bezahlen müssen, wie alle rutschen, die sie nicht bestellt haben, wir weiter herumgetrampelt. sie werden beschimpft genötigt und weiter besch.....

wer kommt nun wieder mit dem "jammern auf hohem niveau" ??? ja, ich bin entsetzt: uns geht es viel zu gut.


onkelhelmut
Geschrieben

@god

die beiden Dinge haben nichts miteinander zu tun, die Schadenshöhe ist jedoch in ähnlichen Regionen.

@popcorn

die Herren (oder Nieten) in Nadelstereifen, die das zu verantworten haben grinsen noch ganz unverschämt über ihre enormen Gehaltserhöhungen, erneut teilweise 20%.

Für Rentner und Bezieher niedriger Einkommen gibt es "ganz großzügig" 1%. Die Bahn braucht bei einem Nettogewinn von knapp 2 Milliarden nun unbedingt noch eine weitere Fahrpreiserhöhung, weil der DB-Keks einzigartig ist. Den "Armen"gehts wohl immer noch zu gut - jammern auf hohem Niveau, deshalb müssen sie zur Tafel gehen, weil sonst die Ernährung nicht mehr gesichert ist.

Was sind eigentlich Aufsichtsräte - die bekommen von den Banken 200.000€ - wahrscheinlich schreiben sie Aufsicht mit "ck"

Onkel Helmut


Geschrieben (bearbeitet)

d.h. VERSCHWUNDEN ist es sicher nicht. es gibt welche, die haben es ...man müsste sie eigentlich pausenlos über uns lachen hören



Diese Annahme kann irrig sein. Nicht jeder Wertverlust führt auch gleichzeitig zur Berreicherung anderer. Beispiel:

Hausbaukosten .................200.000 Euro
Beleihung ..........................110.000 Euro
Verkehrswert bei Beleihung 190.000 Euro
Verkehrswert heute: ...........100.000 Euro (schlechte Lage, sinkende Immobilienpreise)
Differenz1:........................ - 10.000 Euro (Verkehrswert, Beleihungshöhe)
Differenz2:........................ - 90.000 Euro (Baukosten-Verkehrswert)
Verkauf der Hypothek: .........60.000 Euro (an Investmentbank, Risiko)
Differenz Bank1:.................. -40.000 Euro (Verkaufserlös niedriger als Beleihungshöhe)
Zwangsversteigerung:............ 50.000 Euro (5/10 Verkehrswert)
Differenz Bank2:................... -10.000 Euro (Erlös minusKaufpreis Hypothek)
Restschuld Kunde:................ -60.000 Euro

Lachender Dritter: .................+50.000 Euro (Wert höher als Zuschlag)
Gesamtminus:...................... -110.000 Euro
Ergo: 60.000 Euronen vernichtet......zusätzlich 90.000 Euro Eigenkapitalverlust
(Diverse Verfahrenskosten nicht berücksichtigt)


bearbeitet von Boington2005
Habe selber nichtmehr durchgeblickt ;-)
Thomas2359
Geschrieben

Lieber Onkelhelmut:

Sowas nennt man Risikoteilung:

Das Verlustrisiko trägt der Staat und damit die Allgemeinheit - also jeder einzelne von uns. Das Jobrisiko trägt auch die Allgemeinheit. Denn wenn die Banken trotz Milliardengewinnen Mitarbeiter entlassen damit die Gewinne noch höher werden, zahlen das ALG I und II die Beitrags- bzw. die Steuerzahler in den Kommunen.

Das Risiko die Gewinne gerecht auf die Aktionäre und Vorstände zu verteilen - das Risko trägt die Bank. Und das ist doch wohl genug - oder?

Wer sich über so etwas noch wundert hat die letzten 20 Jahre wohl nur RTL2 Nachrichten geguckt ....


popcorn69
Geschrieben

@boing

eine reissende grosskatze ist es freilich nicht, die da lacht.

aber eine ganze population von aasfressern....incl der vermeintlichen pleitegeier: staat und
banken. die restschuld wird auf jeden fall noch irgendwie beigetrieben, und sei es durch ein algII sklavendasien auf 1€ basis(oder us-tütenpackender mehrjob-sklave).... und der lachende dritte mann bekommt gleich wieder eine kredit aufgedrückt....das eigenkapital ist für den schon vorher wertlosen krempel ja schon bei den richtigen gelandet...die jammernden banken beantragen staatliche beihilfe und der(staat) holt es sich von den armen sehr schnell wieder....die justiz ist prima ausgelastet und kassiert nach streitwert.....u.u.u
man muss ja bedenken, dass jemand, der vorher einigermassen situiert war, komplett und noch viel mehr, enteignet wurde. er spottet jeder beschreibung!


@thomas:
....nur, dass die "allgemeinheit" nicht gefragt wurde.....


Iscander
Geschrieben

@ geld is wech oder bei jdm anderem

also zum einen is an der rechnung vom Boington was dran
die besicherten objekte haben im rahmen der krise an wert verloren, alleine durch die besicherung verliert ein objekt an buchwert
somit ist ein teil des geldes was für das objekt aufgewendet wurde werte technisch weg

natürlich haben aber auch andere an der krise verdient
z.b. die jenigen die die häuser nun billig aufkaufen oder die maroden firmen auffressen

gewiss sind auch auf die einoderandere art die verantwortlichen gewinner, da sie im endeffekt für ihr handeln und versagen nicht die quittung bekommen
die leute die mit unbedachten handlungen die krise ausgelöst haben werden jetzt als retter gefeiert, weil sie versuchen die dinge einigermaßen in ordnung zu biegen oder sie werden entlassen mit abfindungen die andere ihr lebenlang nicht mal verdienen werden und heuern dann beim nächsten institut an und somit is ihr leben wieder in geregelten bahnen

fedisch is die geschichte

aber eines is klar, die mehrwehrtsteuereinnahmen kann man nicht als deckung für die krisenverluste ansehen
denn die gelder die da kamen sind nur bruchteilig davon geleistet worden
die sicherungsfonds bieten das eine die aktionäre das andere auf
die abschreibungen sind die wahren verluste, da werden millionen an der steuer vorbei gelotzt und jenachdem wie lange die noch geltend gemacht werden haben die banken daran noch spass in den folge jahren
das finde ich ätzend, wenn du heute scheiße mit deinem geld baust kannst ja auch nicht sagen, aber hey dafür zahl ich dann auf die nächsten gewinne mal keine steuern ja?


Geschrieben

ja nu...es gilt doch immer wieder die devise...

DAS GELD MUß WEG...EGAL WOHIN...




popcorn69
Geschrieben

..gerade in der zeitung gelesen: man rechnet bei den deutschen banken mit 90 milliarden s.g.
abschreibungen. dann sind es real wohl min 120, da ja nie die wahrheit gesagt wird.

ich verstehe gar nicht, wie man immer noch von aufschwung labern kann: ich höre nur insolvenzen, arbeitsplatzabbau, immo-krise.....
die "neuen" arbeitsplätze bestehen aus hungerjobs, die "tafeln" haben enorme zuwächse, die kinderarmut steigt, die inflationsrate ist selten hoch....

deutschland sucht den superschönquatscher? oder wat....


Geschrieben

Es ist einfach beschäment wie dort mit dem Geld umgegangen wird.

Ich bin zur Zeit Hausmeisteraushilfe an einer Grundschule. Da ist es zb schon ein grosses Problem 2€ Euro locker zu machen für ein paar Schrauben
So langsam komm ich aus dem kotzen nicht mehr raus


Geschrieben

Es gilt nach wie vor der Grundsatz:

Gewinne werden kapitalistisch privatisiert. Verluste sozialistisch verstaatlicht.

Den Vorstandsvorsitzenden der verschiedenen Banken, die derartige Verluste *abschreiben*, ist zu entnehmen, sie seien nun auf einem guten Weg. Gestern wurde von einer *Abschirmung* der Abschreibungen in Höhe von 5 Mrd. Euro bei der WestLB gesprochen. Die Herren im Nadelstreifen lächelten und verbreiteten wie gewohnt nur Optimismus. Alles nur *Peanuts*.

Kein Wunder, denn der Steuerzahler steht als Garant für riskante Immobilienpapiere aus den USA und *federt* die Verluste wieder ab. Gewinne hingegen werden an die Eigner in Form von Dividenden ausgeschüttet und der Steuerzahler darf daneben stehen und staunen, in welch exorbitante Höhen die Managergehälter gerade dieser Banken gestiegen sind. Persönliche Regressforderungen, die ans private Eingemachte gehen, gibt es laut Vertrag nicht. Selbst bei Erwirtschaftung von Verlusten werden Abfindungen in Millionen gezahlt. Verstehen soll das der Steuerzahler nicht. Er soll einfach nur zahlen, wenn Verluste eingefahren werden.


Geschrieben (bearbeitet)

Es gilt nach wie vor der Grundsatz:

Gewinne werden kapitalistisch privatisiert. Verluste sozialistisch verstaatlicht.



In Deutschland nicht. Das ist in den USA so mit dem Chapter11 der staatlich geförderten Gläubigerschutz gewährt.

Gewinne hingegen werden an die Eigner in Form von Dividenden ausgeschüttet und der Steuerzahler darf daneben stehen und staunen, in welch exorbitante Höhen die Managergehälter gerade dieser Banken gestiegen sind. ..... Verstehen soll das der Steuerzahler nicht. Er soll einfach nur zahlen, wenn Verluste eingefahren werden.



Jetzt wollen wir doch einmal schauen, wer denn so alles die bösen Eigner sind, die damit ihre Gewinne einfahren:

Also, da wäre als erstes: die NRW Bank....ooopppsss, die gehört ja dem Land NRW und den Lanschaftsverbänden Westfalen-Lippe und Rheinland.

Als zweites sind da zwei Sparkassen und Giroverbände....die gehören übrigens den jeweiligen Städten und Gemeinden als Träger.

Und zu guter letzt hat auch das Land NRW seine fast 18%...

Jaja, sieht so aus, als wären die bösen Eigner doch die Steuerzahler. Bei Privatbanken sieht die Sache anders aus, da sind staatlich nur die Einlagen abgesichert. Und ich glaube, da stimmt mir fast jeder zu, dass das auch gut so ist.


bearbeitet von Boington2005
Zitieren will gelernt sein..ich kanns nicht;-)
onkelhelmut
Geschrieben

Bei den 30 Milliarden war noch keine Bayer-LB dabei und die Abschreibungen der West-LB waren noch nicht so hoch.

Bis das ganze Ausmass sichtbar wird, kann noch ein wenig dauern.

Monitor sieht ein Abschreibungspotenzial für diese Risikopapiere von 200 Milliarden bei den deutschen Banken. Somit iist also noch zu erwarten, dass noch der eine oder andere Vorstand mit 2-stelligen Millionenabfindungen ins nächste Geldinstitut entlassen wird, das Personalkarussel dreht sich.

Bis die 200 Milliarden wieder in den Kassen sind, müssen noch Millionen von Deutschen hungern, die "Tafeln" werden mehr oder weniger explodieren. Es wedern Schwimmbäder geschlossen, weil die Bademeister (2-€-Shopper) nicht mehr bezahlt werden können. Die Kinder sind die besonders Leidtragenden, fast vergleichbar mit den Nachkriegskindern,

Ein dreifaches Hoch den den verantwortlichen Millionären, die mit noch zusätzlichen Milliönchen belohnt werden - für ihre stolzen Taten.

Onkel Helmut


Geschrieben (bearbeitet)

... Mir fällt u.a. auch in diesem Zusammenhang mal wieder nur der Satz meines Lehrers im Geschichts-LK ein:

"Egal, wie man es dreht und wendet, egal, wie man es sich verschönigt:
Geschichte wiederholt sich!!!"


La la,
Tear


bearbeitet von TearOfJoy
Iscander
Geschrieben

hajo boington
die eigener hast du ja korrekt dargestellt nur sieht der steuerzahler nicht direkt was von der kohle, sondern er wird nur von den verlusten teilweise verschohnt, denn das was dareinfließt muss er sogesehen nur nicht mehr zahlen, das ist alles.
aber im endeffekt bleibt schon eine last auf dem bürger liegen, das kann man so nicht abstreiten
vorallem lieber steve würdest du dich mal mit aktien und dividenen beschäftigen und auch mit leuten die welche besitzen würde dir auffallen, das man mit dividenden heute nicht mehr im klassischen sinne reich wird.
dividenden sind nur noch dann wirklich lukrativ wenn man als aktionär unmengen von aktion hat, sprich in der regel mehrheitseigner oder konsortien, der rest verdient an dividenden nicht mal das papier auf denen effektive stücke mal gedruckt wurden
die meisten divis sind nämlisch sowat von winzig, das es lächerlich ist von einer gewinnausschüttung zu reden

aber zurück zum thema
klar geht hier noch mehr geld den bachrunter als die medien uns mal erzählen DÜRFEN aber selbst wenn man der breiten masse erzählen würde was da an kohle "verloren" geht, würde es an der situation nix verbessern
weil
1. panik mache durch die exorbitanten zahlen
2. von den flachspaten versteht das sowieso nicht mal ein 1/8
3. wären die reaktionen der verunsicherten masse kontraproduktiv zur situation

im klartext es wird noch mehr verhunzt als die situation schon ist
was aber wirklich schei... ist die verantwortlichen einfach gehen zu lassen oder wegzuschicken, statt dass sie die verursachten probleme auch wiederlösen
weil wie soll jdm lernen von seinen fehlern wenn er dafür nicht gradesteht?
aber ich wiederhole mich ja nur und zitiere die andern hier im fred


Geschrieben

hajo boington
die eigener hast du ja korrekt dargestellt nur sieht der steuerzahler nicht direkt was von der kohle, sondern er wird nur von den verlusten teilweise verschohnt, denn das was dareinfließt muss er sogesehen nur nicht mehr zahlen, das ist alles.
aber im endeffekt bleibt schon eine last auf dem bürger liegen, das kann man so nicht abstreiten



@Iscander
Das bestreite ich auch nicht. In der Gesamtsumme bleibt bei den Landesbanken und der Bundesbank dennoch ein Überschuss übrig. Jedenfalls wenn man die letzten Jahre so in der Summe betrachtet. Ob das dieses Jahr bei den Sonderabschreibungen auch der Fall sein wird bleibt abzuwarten.

Was mich hier aber am allermeisten erschreckt ist die Tatsache, dass hier populistisch auf hohe Zahlenwerte verwiesen wird, die als Verlust dastehen. Das das Geschäftsmodell, was zu den Verlusten geführt hat, höchst asozial (oder unsozial, wie man es auch nennen möchte) ist, das beschreibt und beanstandet niemand. Denn das funktioniert ungefähr wie folgt:

1. Banken haben unsichere Kredite die über Hypotheken abgesichert sind.

2. Die Hypotheken sind mit einer Grundschuldeintragung im Grundbuch abgesichert und haben zur Sicherung gegen Zinsschwankungen und Absicherung im Fall der Zahlungsunfähiogkeit des Darlehnsnehmers dort höhere Zinssätze eingetragen (so zwischen 15-20%)

3. Diese Kredite sind in den Bilanzen schon abgewertet als nicht realisierbare Forderungen.

4. Diese Forderungen werden im großen Stil (als Pakete) verkauft an "Investoren" (hier beispeilsweise dei WestLB.

5. Diese "Investoren" nutzen die erste Unregelmäßigkeit in der Kredittilgung (eine unbezahlte Rate reicht) um die Kredite zu kündigen und die offenen Forderungen einzutreiben, inclusive der höheren Zinsen aus der Grundschuld.

6. Trotz der Möglichkeit den Kredit weiterlaufen zu lassen durch kurzfristige Freistellung der Tilgung beispielsweise (was eine normale Hausbank prüfen würde...oder vor Jahresfrist noch geprüft hätte) werden die Schuldner in die Zwangsvollstreckung getrieben. Das trifft häufig z.Bsp. Handwerker, die kurzzeitige Liquiditätsprobleme wegen unbezahlter Kundenrechnungen haben.

7. Die "Investoren" versprechen sich durch die im Grundbuch eingetragenen höheren GS-Zinsne zusätzliche Gewinne.

8. Die Schuldner haben nach einer solchen Vollstreckung höchstens noch die Chance Privatinsolvenz anzumelden um den zusätzlichen Forderungen zu entgehen. Und was das für einen Handwerker heißt brauch hier wohl nicht näher erläutert werden. Er ist seiner Existenzgrundlage beraubt und die Allgemeinheit muss zahlen (was grundsätzlich ja auch richtig ist, hier aber vermeidbar gewesen wäre).

Das sich Deutsche Landesbanken an einem solchen, weltweit praktiziertem Geschäftsmodell beteiligen ist in meinen Augen der eigentliche Skandal.Und das nenen die dann "Restrukturierung der Geschäftsfeldaktivitäten".

Unternehmungen, die dem Steuerzahler gehören schädigen Steuerzahler. Aber im anderen Sinne als hier bisher diskutiert. Durch Reintreiben von Steurzahlern in die Insolvenz und in die Solidargemeinschaft als bedürftige Empfänger. Und unabhängig von der Tatsache, dass die LB auch ausländische Kredite aufkaufen ist eine solche Geschäftspraktik asozial. Es sollte in Deutschland generell untersagt werden Forderungen zu verkaufen. Sonst öffnen wir Moskau-Inkasso Tür und Tor.... und da spielt es keine Rolle, ob die nun mit Baseballschlägern die Forderungen eintreiben, oder mit Gerichtsvollzieher....


PS: Ich bin kein Betroffener..


Segramon
Geschrieben

...
"Egal, wie man es dreht und wendet, egal, wie man es sich verschönigt:
Geschichte wiederholt sich!!!"


La la,
Tear


Ich halte es da eher mit Kalle Marx: "Geschichte wiederholt sich nicht, es sei denn als Farce!"
Was allerdings leider nicht heißt, dass es keine Farcen gibt.

Die gegenwärtige Krise zeigt zunächst nur, dass die Euphorie ob der eingetretenen Deregulierung und Globalisierung vielleicht etwas verfrüht war. Im übrigen handelt es sich um eine klassische Spekulationsblase, wie sie schon immer wieder entstanden sind (es wird auch nicht die letzte bleiben). Derlei sind (leider) systembedinge Bestandteile der Makrtwirtschaft; das eine ist ohne das andere nicht zu haben.
Was die Krise so verschärft, ist der Umstand, dass es diesmal einen existentiell wichtigen Bereich der Wirtschaft tifft: ohne Kredite kann eine Wirtschaft nicht laufen. Aufgrund des in Kontinentaleuropa herrschenden Universalbanksystems (Geschäfts- und Investmentbanken sind nicht getrennt) schlägt jedoch eine Schädigung des Investmentbanksektors auf den Geschäftsbanksektor durch und gefährdet damit andere Branchen: die Pleite von Inventmentbanken (sogar eine Massenpleite) und Hedgefonds kann man (wie sogar die Financial Times Deutschland schreibt) wegstecken; Schwierigkeiten der Geschäftsbanken hingegen schlagen - weil die damit verbundenen Rückgänge in der Kreditvergabe alle anderen Branchen schädigen - sofort auf die Gesamtwirtschaft durch. Hier hat der Staat letztlich nur die Alternative zwischen zweit Übeln: (teure und systemwidrige) Intervention oder (meist noch teurere) ordnungspolitische Korrektheit.
Schließlich sollte zu denken geben, dass zumindest hierzulande ausgerechnet die im öffentlichen Eigentum stehenden Banken in besonderem Ausmaß betroffen sind: als Ausweis für verstärkte wirtschaftliche Ambitionen des Staates taugt dies jedenfalls nicht.


popcorn69
Geschrieben

eine farce ist es ohnehin...
denn karl marx und genossen haben ja grundsätzlich recht. nur die umsetzung ist stets misslungen.
wenn nicht vom volk, wo kommt das geld her?
hätten banken, kaiser, könige, päpste, staaten... geld, ohne volk?

das soll mir mal einer vormachen.
und weil das so war und ist, wird sich der prozess wiederholen. es kommt nur auf die heftigkeit an.

soweit ich weiss, könnten die kleinen sparer auf einen schlag die gesamte deutsche wirtschaft
aufkaufen. was ja logisch ist: es ist DER gegenwert. (bin da aber nicht auf dem neusten stand...vor ein paar jahren war das aber so)


Geschrieben

... 2. von den flachspaten versteht das sowieso nicht mal ein 1/8 ...


Wobei ich die woanders orte als in der breiten Masse.

Selbst der Bundesfinanzminister hat in einem Interview mal näherungsweise gesagt, daß selbst Fachleute mit Hochschulabschluß und Doktortitel bei den ganzen Geschäftsgebahren der Banken nicht mehr durchblicken.

Die *Flachspaten* sind doch die, die das Kaptial losgelöst von der eigentlichen Produktivität zum Spekulationsobjekt gemacht und damit diese Spekulationsblasen erst ermöglicht haben. Die gesamten Kredite, die in den USA auf Immobilien vergeben wurden, ohne die dafür notwändigen Sicherheiten abzufordern, haben in Europa letzlich zu diesen Verwerfungen geführt. Der *Zwischenhandel*, (die Börse), hat den eigentlichen Ursprung verschleiert, was ich als kriminelle Energie bezeichne und die Banken in Europa haben mit Dollarzeichen in den Augen diese riskanten Papiere in Milliardenhöhe aufgekauft. Die haben nichts weiter als *Luftschlösser* gekauft, welche in glanzvolle Prospekte gehüllt waren.

Wie naiv muß ein Banker sein, auf so was reinzufallen und wie unterbelichtet müssen die dafür ausgebildeten Prüfinstanzen gewesen sein?

Bin nun wahrlich kein Fachmann auf diesem Gebiet, was ich offen eingestehe. Aber was im Moment im Bankenwesen angeblich *nicht vorhersehbar* als *Seifenblase* platzt, hätte im Detail vor Ort überprüft werden müssen, bevor die Freigabe zum Aufkauf derartiger Papiere hätte geben werden dürfen.

Was da abgelaufen ist, nenn ich schlicht und ergreifend *Betrug*, denn das gezahlte Geld hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist auf den Konten der *Verbrecher in Nadelstreifen* gelandet, die diese Papiere wieder besseren Wissens dergestalt manipuliert, überbewertet und hernach als hochwertig an europäische Banken verkauft haben. Das Geld ist weder *geplatzt* noch *verbrannt*, sondern wird gerade in diesem Moment in den USA mit feixen und johlen verprasst oder für weitere Verbrechen an der Menschheit reinvestiert. Das müßte eigentlich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen!

Leider passiert aber in dieser Hinsicht nichts und der gemeine Steuerzahler soll für die Verluste letztlich gerade stehen. Direkt oder indirekt, indem er keine Kredite für notwendige Investitionen erhält.

... was aber wirklich schei... ist die verantwortlichen einfach gehen zu lassen oder wegzuschicken ...


Aus meiner Sicht wäre eine angemessen Bestrafung die Verurteilung auf fünf Jahre Hartz IV Regelsatz ohne Zuverdienstmöglichkeiten. Das wäre gerecht.


Segramon
Geschrieben

Das dauernde Gerede (um kein schärferes Wort zu gebrauchen) nach dem Strafrecht ist gänzlich verfehlt: der Straftatbestand der "Verlustgeschäftemacherei" hat keinen Eingang ins Strafgesetzbuch gefunden.


Geschrieben

*Betrug* erfüllt einen Straftatsbestand und Niemand kann mir weismachen, daß die Papiere sich von allein in astronomische und fernab der Realität befindliche Werte katapultiert haben. Da wurde bewusst manipuliert und betrogen und somit die Verluste eingefahren. Das Merkwürdige daran ist, daß die Banker erst jetzt in der Lage sein sollen, den wahren Wert der Papiere zu ermitteln, indem sie *hart und besonders konservativ* geprüft hätten.

Sowas erwarte ich von Spitzenverdienern und Finanzvertretern der öffentlichen Hand im Vorfeld und nicht erst dann, wenn bereits Summen gezahlt wurden, die eine absolute Überbewertung darstellen und somit zu den horrenden Verlusten geführt haben.

*Verluste* können selbstverständlich nicht strafrechtlich verfolgt werden. Der Grund der Verluste, der Betrug, aber schon.


MannohneSusi
Geschrieben

Wenn ich mein 17 Jahre altes Auto für 20 000€ anbiete, und jemand ist bereit, mir die geforderte Summe zu zahlen, ist das dann Betrug?

Er hätte sich das Auto nur mal genau anschauen müssen, um den wahren Wert zu erkennen!

Wenn ich so einen Trottel finden würde, gäbe es bei mir auch eine Party, aber Hallo!

In meinen Augen haben einzig und alleine die Erwerber dieser Pakete schuld!

Das die US-Banker versucht haben, den Schrott loszuwerden, ist doch verständlich!


Der Mann


Geschrieben

Was da abgelaufen ist, nenn ich schlicht und ergreifend *Betrug*, denn das gezahlte Geld hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist auf den Konten der *Verbrecher in Nadelstreifen* gelandet, die diese Papiere wieder besseren Wissens dergestalt manipuliert, überbewertet und hernach als hochwertig an europäische Banken verkauft haben. Das Geld ist weder *geplatzt* noch *verbrannt*, sondern wird gerade in diesem Moment in den USA mit feixen und johlen verprasst oder für weitere Verbrechen an der Menschheit reinvestiert.



Woher nimmst Du dieses Wissen? Kennst Du Dich in der Amerikanischen Immobilienbranche aus? Kennst du Fannie Mae oder Freddie Mac? Ihre Geschäftsmodelle und das ursprüngliche Ziel, Wohneigentum in den USA für eine breite Masse zugänglich zu machen? Ja genau, die USA in denen die Mittelschicht klein und die Unterschicht sehr breit vertreten ist, ist die Quote der selbst bewohnten Immobilien deutlich höher als in Deutschland. Ich habe jetzt keine Lust zu googeln nach den genauen Quoten. Kannst DU gerne selber machen.

Ehe hier ein falscher Eindruck entsteht, ich möchte den Handel nicht verteidigen und die gescheiterten Geschäftsmodelle auch nicht, wie oben zu lesen. Ich mag lediglich populistische Stimmungsmache ohne Hintergrundwissen nicht.


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