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ExBombenleger

Jetzt "Oute" ich mich mal

Empfohlener Beitrag

ExBombenleger
Geschrieben

Vor langer Zeit war ich als "Bombenleger" öfter hier und einige der "Alten" können sich evtl. noch erinnern.
Inzwischen lebe ich in einer festen und eigentlich glücklichen Beziehung, doch leider haben wir sehr unterschiedliche Bedürfnisse, was die schönste Sache der Welt angeht. Deshalb bin ich wieder hier.

Nun aber zum Outing:
Ich leide seit über 10 Jahren an Angststörung und Panikattacken.
Geht es evtl. anderen Usern auch so?
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht, was hat geholfen?
Aktuell habe ich endlich einen Platz in einer Verhaltenstherapie und bin optimistisch, was die Zukunft betrifft. Es wird sicher nicht einfach, aber ich will endlich wieder leben.
Zur Zeit schaffe ich es gerade mal knapp 500 Meter vom Haus weg.
Zur Arbeit muss ich gebracht werden und alles was mir früher so viel Freude gemacht hat (Konzerte, lecker Essen gehen, Kino, Partys...) schaffe ich zur Zeit nicht.
Würde mich freuen auch hier etwas zum Thema zu erfahren.


Geschrieben (bearbeitet)

Verhaltenstherapie hilft...erfordert eine Menge Kraft und Disziplin Und natürlich den richtigen/die richtige Therapeuten/in.
Ich konnte damals nicht einmal mehr auf den Balkon gehen, zum Briefkasten im Hausflur. Oder ans Telefon. Wenns an der Haustür geklingelt hat, hab ich mich versteckt
Bus fahren und so Zeug war natürlich unmöglich. Dadurch hab ich auch meine Arbeit verloren.
Aber heute geht das alles wieder Bin zwar noch nicht ganz fertig aber ich kann fast normal leben.

Essen gehen mochte ich noch nie, Kneipen fand ich auch nie wirklich klasse, darum geh ich da heute immer noch nicht hin

Wird schon werden Irgendwann kannst du wieder alles machen, was du möchtest. Dauert ne Weile aber es klappt.

Ich wünsche dir alles Gute und geniesse die kleinen Erfolge. Lass dich von eventuellen Rückschlägen nicht runterziehen.

Das ganze nennt sich dann soziale Phobie, was ich hatte/habe


bearbeitet von nudelsuse
linguafabulosa
Geschrieben

In Anbetracht der Thematik hieve ich den Thread eine Etage höher.

Lieben Gruß

Lingua - Team poppen.de


Geschrieben

tu dir nicht weh dabei

Ich versteh dich grad nicht aber macht nix


Geschrieben

Zu einem echten "Outing" gehört für mich aber auch der oder die alten Nicks, sonst ist das ja wohl nur halber Kram hier oder?
(So weiß ja gar keiner, wer Du überhaupt bist)


Geschrieben

Zu einem echten "Outing" gehört für mich aber auch der oder die alten Nicks, sonst ist das ja wohl nur halber Kram hier oder?




Steht doch da oben in dem Text vom Exbombenleger


ExBombenleger
Geschrieben

@ Paan Tuu: Für dich gern nochmal: Bombenleger

@nudelsuse:
Vielen Dank für die aufmunternden Worte.
Ich habe ein gutes Gefühl mit der jetzigen Therapeutin.
Der letzte hat mir nur Medis verschrieben und davor die analytische Therapie war ja ganz interessant, hat aber letzlich nichts gebracht.
Die vorbereitenden Sitzungen sind abgeschlossen und nächste Woche geht es los und wir begeben uns gemeinsam in die erste Angstsituation.
Mir wird aber jetzt schon schlecht, wenn ich nur daran denke, aber anders geht es wohl nicht.


Geschrieben

Waaaas? Ihr macht da zusammen? Ich mußte den ganzen Kram alleine machen
Es war also wirklich eindeutig die falsche Therapeutin, ich wußte es!
Ich hab die Therapie damals abgebrochen, weil die mir dumm kam. Und so was von ner Diplomtherapeutin *tz tz tz

Denk nicht soviel drüber nach, lenk dich ab.
Leichter gesagt als getan, ich weiß


Geschrieben

Ahsoo!
Ich hatte das zuerst so verstanden, dass Du Dich hier als ein ehemaliger Bombenleger, also Forum-Aufmischer outen wolltest
und Deine Angststörungen/Panikattacken nun als Erklärung oder Begründung dafür dienen sollten. Sorry, ganz falsch verstanden.

Unter dem Nick @Bombenleger habe ich Dich eigentlich als User mit sehr sicherem Auftreten in Erinnerung.
Also, wenig zaghaft, eher offensiv, mutig, gelassen. Vermutlich kann man da Real und Internetz aber nicht zusammenbringen, richtig?


Geschrieben

Willkommen im Club
Zuerst einmal, du bist bei weitem nicht der einzige dem es so geht/ging/mal gehen wird. Mach dir das einfach mal bewusst, dass es einen ganzen Haufen Menschen gibt denen es genauso geht. Als es mich damals erwischt hatte hab ich angefangen mich gezwungenermassen intensiwer mit dem Thema beschäftigt und dabei festgestellt dass es in meinem Freundes/Bekanntenkreis einen nicht ganz kleinen Haufen von Menschen gibt die an Panikstörungen leiden. Hör dich doch mal um, vielleicht ist das bei dir genauso.

Ansonsten gibt es viele Mittel und Wege damit umzugehen. Das wichtigste ist dabei meiner Meinung nach dass du eine Therapie machst. Dass du dich mit deinem Therapeuten gut verstehst und ihm voll und ganz vertrauen kannst. Und vor allem musst du dich ihm/ihr voll und ganz öffnen können.

Desweiteren solltest du bereit und gewillt sein dich zu ändern und hart an dir zu arbeiten. Für mich war das gerade das erste Jahr der Therapie ein immerwährender Kampf mit mir selbst, ein Kampf gegen den inneren Schweinehund. Wie schon vor mir einer schrieb, es wird Rückschläge geben, das ist sicher, und auch normal, wichtig ist es sich die Zeit zu nehmen diese zu verarbeiten und dann weiterzumachen.
Das ganze hat natürlich auch Vorteile. Ich hab dadurch gelernt weiter an meiner Zukunft zu arbeiten und mein Leben nicht so hinzunehmen wie es mir gerade in die Hand fällt.

Und zum Schluss noch ein paar kleine Tips die mir ganz gut geholfen haben.
Es ist wichtig zu lernen sich von gewissen Sachen distanzieren zu können. Ich hatte eine Zeit lang eine sehr ausgeprägte Hypochondrie, da hat es mir enorm geholfen mir klar zu machen dass ich sowieso sterben werde. Und wenn es denn sein muss dann eben auch jetzt gerade. Das ist sowieso sehr wirksam. Wenn du eine Panikattacke hast dann frag dich wovor du genau Angst hast. Und dann sag dir, ach scheiss drauf, wenn es passiert, dann passiert es eben. Mir doch egal.
Ich sass zum Beispiel mal im Zug und kam gar nicht klar, ich hatte Angst zu ersticken usw. usf. Irgendwann war mir dann alles zu doof, und ich sagte zu mir selbst: "OK, wenn ich ersticken muss, dann ist das eben so. Aber wenn es passiert, dann bitte jetzt gleich, ich hab nicht mein ganzes Leben Zeit mich mit so einem Scheiss rumzuquälen. Und wenn es jetzt nicht passiert, dann ist das auch nicht verkehrt, dann kann ich endlich in Ruhe mein Buch weiterlesen."

Wenn du das kannst und dich das interessiert dann organisier dir ein paar Bücher zum Thema.

Desweiteren hab ich mich in der Zeit auch intensiv mit diversen Entspannungstechniken beschäftigt. Am erfolgreichsten hat mir autogenes Training und Selbsthypnose geholfen.
Probier einfach mal ein paar aus. Das ist auch wieder so eine Sache der persoenlichen Praeferenzen. Mir erscheint das aber wichtig weil es die andere Seite ist von der du dich deinen Panikattacken annaeherst. Quasi der physische Teil der Stoerung. Man kann durch solche Techniken lernen den Koerper auf Befehl zu entspannen was echt praktisch ist wenn das Herz und der Kreislauf gerade pumpt als ob du einen 400 m Sprint hinter dir hast und dabei eigentlich nur ruhig im Bett liegst.

Ich hoff das war alles nicht zu durcheinander, wenn du Fragen hast, immer her damit.


Gruesse


ExBombenleger
Geschrieben

@ Paan Tuu:
Zum einen hast du sicher Recht, dass reale und virtuelle Welt zwei paar Schuhe sind.
Zum anderen ist es jedoch so, dass sich meine Situation seit damals sehr verschlechtert hat.
Zu der Zeit war ich noch einigermaßen mobil, konnte mein "normales" Altagsleben meistern. Also allein zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren, Freunde besuchen etc.

In meinem näheren Umfeld wissen inzwischen auch alle Bescheid, jedoch hat oder hatte dort niemand ähnliche Probleme. Oft ist es auch sehr schwierig das zu erklären. Unter Spinnenphobie oder Höhenangst kann sich ja fast jeder etwas vorstellen, aber warum es mir nicht gelingt, einfach ganz entspannt einen Spaziergang zu machen oder mal eben ne Tüte Brötchen vom Bäcker zu holen, ist für einige nicht nachvollziehbar.


Ferkel007
Geschrieben


Verzeih wenn ich eine dumme Frage stelle, du schaffst keine 500m aus dem Haus aber suchst hier nach wildfremden Menschen, in einer Umgebung die nicht gerade menschenfreundlich genannt werden kann?

Die Frage deshalb, es sind in letzter Zeit ein paar Pfosten durchs Forum getobt die sehr ernste Themen "mißbraucht" haben..........

Aber vielleicht gibt es auf diese Frage ja eine einfache, plausible Erklärung?.............


Geschrieben

Mir ist selber etwas Ähnliches einmal im Leben passiert:
Damals war ich durch mehrere Umstände, die zusammen fielen und ganz besonders durch das unglaubliche Verhalten von Kollegen, die eindeutig der Tod eines mir lieben anderen Menschen mit Freude erfüllt hätte, so aus der Bahn geworfen, dass ich einen Krankenschein brauchte, weil ich nicht mehr aus der Wohnung raus wollte. Einzig meiner Schwester vertraute ich damals überhaupt noch.
Zum Glück hielt dieser Zustand nur wenige Tage und ich kam irgendwie von ganz alleine drüber.
Glück halt, einfach Glück gehabt, ich kann mir da selber nichts anrechnen, was ich besonders richtig gemacht haben könnte.

Eine andere Sache ist ein Freund von mir, der über extreme Angstzustände langfristig zum Frührentner wurde.
Ein Schlüsselerlebnis war bei ihm, dass er mehrere Stunden an einer Fußgängerampel stand und es nicht schaffte, über die Straße zu gehen. Danach war erstmal ein längerer Aufenthalt in der geschlossenen Psychiatrie fällig, wobei er mittels Tabletten auf einen für ihn wieder halbwegs gesellschaftsfähigen Zustand eingestellt wurde. Mit den Jahren fand er sogar in Berufe zurück, aber im Endeffekt lief es auf die Frühverrentung hinaus, wobei er das aber auch immer irgendwie anstrebte.

Dieser Freund war für mich ein eher negatives Beispiel dafür, dass man sich ganz schön in Selbstmitleid und Krankheit fallen lassen kann.
Du dagegen trittst hier ganz anders auf! Du zeigst da eine ganz andere Bereitschaft, an dem Zustand etwas ändern zu wollen und ich wünsche Dir hiermit viel Glück und Erfolg dabei.


ExBombenleger
Geschrieben

@ Ferkel 007:
Berechtigte Frage, die ich gern beantworte.
Ich habe bewusst meine "Vergangenheit" im Forum mit einbezogen, da sich zumindest die alten Hasen noch an mich erinnern. Einige davon haben mich seinerzeit auch real kennengelernt und wissen, dass ich hier keinen Mist erzähle.
Zudem habe ich in meiner "Suche" auch deutlich gesagt, dass ich nicht mobil bin und auf ein Date aus Mitleid bin ich nun wirklich nicht scharf (im doppelten Sinne)
Dieser Thread soll dazu dienen Erfahrungen auszutauschen, mehr nicht.

Wie du allerdings auf "nicht menschenfreundliche Gegend" kommst weiß ich nicht.
Ich bin in unserem Land schon viel herum gekommen und kann das nicht bestätigen.
Wenn ich da an meine Zeit in Hamburg oder die Eifel denke....
Und was die 500 Meter betrifft, da habe ich noch gute Freunde, die mich gern dorthin bringen, wo ich hin möchte.


Geschrieben (bearbeitet)

Ein Schlüsselerlebnis war bei ihm, dass er mehrere Stunden an einer Fußgängerampel stand und es nicht schaffte, über die Straße zu gehen. Danach war erstmal ein längerer Aufenthalt in der geschlossenen Psychiatrie fällig...

So etwas ist sicherlich nicht sehr "alltagstauglich". Aber alleine darin liegt wohl noch kein Grund für einen Aufenthalt in einer geschlossenen. Dafür spielen wohl eher Stichworte wie Selbstgefährdung und Fremdgefährdung eine Rolle.

Was den TE betrifft, gehe ich davon aus, dass er sich von seiner -wenigstens in dieser Hinsicht sehr aufgeschlossenen- Beziehung zu den Dates fahren lässt.


bearbeitet von SommerBrise
Ferkel007
Geschrieben


Also betreffen deine Angstzustände nicht den Umgang mit Menschen sondern nur Situationen?

Mit den 500m war der Grad der Angst gemeint und nicht etwa zurückzulegende Entfernungen für Treffen. Das du dir hier auf P.de ein dickes Fell zulegen mußt weißt du ja schon, damit war die Umgebung gemeint in der du dieses Outing gestellt hast und nett ist man hier nicht immer wie du ja weißt..........

Nicht das ich unsinnige Angstzustände nicht kennen würde, allerdings ist diese Sache zwar manchmal lästig aber nicht gravierend und ich arbeite dran und werde wieder besser........

Von Mitleidfick war nirgendwo die Rede................


Geschrieben

Aber alleine darin liegt wohl noch kein Grund für einen Aufenthalt in einer geschlossenen. Dafür spielen wohl eher Stichworte wie Selbstgefährdung und Fremdgefährdung eine Rolle.

Ja, da hast Du natürlich völlig Recht.
Ergänzend sollte ich wohl noch klar stellen, dass er sich freiwillig aus Selbstschutz, oder besser "aus Angst vor Selbstgefährdung", in die Geschlossene einweisen ließ.

Er sah sich ja auch gerne in der hilflosen Opferrolle, so passte das dann gut für ihn. Nötig war das sicherlich nicht.


ExBombenleger
Geschrieben

Meine Angstsituationen sind sehr vielfältig und oft auch unterschiedlich, also manchmal klappt etwas und ein paar Tage später etwas vergleichbares nicht.
Ich arbeite als Veranstaltungstechniker, betreue also Konzerte etc.
Und obwohl ich da mittendrin bin, klappt das fast immer völlig angstfrei.
Da habe ich aber auch meinen "sicheren" Bereich. Problematisch wird es, wenn ich durch die Menge zur Bühne muss oder wenn ich gerade nicht konzentriert arbeiten muss und dann an Angst denke. Dann kommt sie auch.
Genau damit umzugehen "lerne" ich z.Zt. in der Therapie. Es ist ja nicht so, dass die Angst plötzlich weg ist, sondern nach und nach wird es weniger.
So zumindest die Theorie.
Habt ihr da ähnliche Erfahrungen?


lonesome50
Geschrieben

Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es etliche Krankheiten nur gibt weil Studierte sie erfunden haben.

Früher hieß es mal hilf Dir selbst und Dir wird geholfen.


Ferkel007
Geschrieben


"Zivilisationskrankheit" war glaub ich der Begriff.............

Es gibt diese Ängste, ausgelöst durch verschiedene Umstände, das weiß ich. Waren mir früher so Dinge wie Aufzugsangst, Platzangst u.ä. suspekt, so hab ich am eigenen Leib erfahren das es so ist, wenn auch, wie gesagt, auf "harmloser" Ebene und da verstand ich es, unbegründet, nicht logisch erklärbar aber der Puls geht hoch, die Hände zittern wie blöd, Schweißausbruch usw. und wegen was? Das muß du erstmal jemandem klar machen und ich bin sicherlich kein "Männchen", wehleidig oder ähnliches.........

Nur brauche ich keinen Doc um mir die Wahrheiten des Lebens erzählen zu lassen, ich bin der einzige der es ändern kann und DER der mich am besten kennt um zu wissen wie es zu ändern ist, oder zumindest es herauszubekommen.............

Und es klappt...........

Aber ich akzeptiere es wenn Leute Hilfe in Anspruch nehmen, nicht jeder muß/kann so denken/leben wie ich, von daher, alles Gute............


Geschrieben


"
Nur brauche ich keinen Doc um mir die Wahrheiten des Lebens erzählen zu lassen, ich bin der einzige der es ändern kann und DER der mich am besten kennt um zu wissen wie es zu ändern ist, oder zumindest es herauszubekommen.............

Und es klappt...........

Aber ich akzeptiere es wenn Leute Hilfe in Anspruch nehmen, nicht jeder muß/kann so denken/leben wie ich, von daher, alles Gute............



Wenn man nicht weiß, was mit einem los ist, dann geht man zum Arzt
Dieser weiß eine Lösung und das ist gut so. Ohne Hilfe würd ich heute immer noch in der Ecke sitzen, wenns an der Haustür schellt.
Es ist so schwer zu erklären, was wann mit einem los ist. Ich verstehe, das die wenigsten das begreifen. Nur wenn diese Personen mal genau nachdenken, werden sie merken, das sie etwas in ähnlicher Art mal erlebt haben, in einer abgeschwächtern Version.


@lonesome
Stellt euch vor eine fremde Person und umarmt sie...dummes Beispiel..aber dieses macht keiner weil, man Angst hat. Oder hat es mal Tage gegeben, an dem ihr euch nicht wohl gefühlt habt und am liebsten gar nicht aus dem Haus gegangen wärt?
Angst ist ein weitgehender Begriff und man sollte Phobien nicht mit Faulheit verwechseln.
Faulheit treibt einen nicht in den Suizid.
Ich konnte es nicht ertragen, Menschen bewußt ein zweites Mal zu sehen. Liegt wohl daran, das ich mich minderwertig fühlte.
Und dieses Gefühl wiederrum kommt von der Vergangenheit. Halt schlimme Sachen erlebt die einen Jahre später fertig machen.
Doch man kann dank Therapeuten lernen damit umzugehen und wieder normal leben.
Da kann man unendlich viel zu schreiben


VolleWelle
Geschrieben

Ich finde, dass ist ein wirklich ernstes Thema und gehört meiner Meinung nach nicht gerade bei poppen.de ins Forum.

Auch wenn ich nicht davon betroffen bin, kann ich es sehr gut nachvollziehen, da ich in meinem Umkreis diese Art von Ängsten kenne.


Geschrieben


Aber ich akzeptiere es wenn Leute Hilfe in Anspruch nehmen, nicht jeder muß/kann so denken/leben wie ich, von daher, alles Gute............



Genauso ist es. Es ist wichtig dass jeder seinen eigenen Weg findet damit umzugehen und das Problem anzugehen. Viele Wege fuehren nach Rom ;-)


ExBombenleger
Geschrieben

Ich habe, wie bereits oben angedeutet, die Erfahrung gemacht, dass einige Mitmenschen diese Ängste nicht nachvollziehen können. Diese Erfahrung habe ich in persönlichen Gesprächen gemacht.
Bitte habt daher Verständnis, wenn ich hier gar nicht erst versuchen werde, dieses Thema schriftlich zu erklären.
Falls es jemanden wirklich interessiert, möge er bitte bekannte Suchmaschinen nutzen, das Netz hat reichlich Seiten zum informieren.

Die Idee mit der Eigentherapie halte ich für gefährlich (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).
Ich habe es lange Jahre versucht, habe etliche Bücher gelesen, war in einem Forum von Betroffenen, habe mich gezwungen Situationen "durchzustehen"...., klar hat alles geholfen, für den Moment. Doch rückblickend kann ich für mich nur feststellen, dass eine Therapie so früh wie möglich die besten Resultate bringt.
Ich denke es ist unabdingbar zu verstehen was die Ängste auslöst, wo die Ursachen sind.
Es ist ein deutliches Signal, dass da etwas tief in uns schlummert, was dringend bearbeitet werden muss und nicht verdrängt. Denn das habe ich über dreißig Jahre lang gemacht und das hat mich letztendlich dorthin gebracht, wo ich jetzt bin.


mollypassion
Geschrieben


@ lone

finde deine bemerkung in diesem kontext sehr unsensibel und höchst unpassend,
lässt sie doch vermuten, daß du eine Angsterkrankung (oder -störung) für eine eingebildete krankheit hälst
und nur weil sie erst in den 70er - 80ger jahren namentlich als solche spezifiziert wurde, heißt das ja nicht, daß es sie nicht schon früher auch gab.

auch wenn einem als nicht betroffener das einfühlungsvermögen nicht gegeben ist, zu sehen daß es sich tatsächlich um eine Erkrankung mit unterschiedlich stark ausgeprägten (bis hin zu gravierenden einschränkungen im aktionsradius) Symptomen handelt, wäre es angebracht, betroffene in ihrer problematischen situation ernst zu nehmen und sich nicht mit lapidar hingetippselten floskeln scheinbar darüber lustig zu machen, so kommt es nämlich für mich rüber und hoffe, daß es nicht so gemeint war.

sorry, aber das musst ich jetzt hier mal loswerden
molly!


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