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Warum überhaupt Sex haben?


En****

Empfohlener Beitrag

vor 17 Stunden, schrieb Michaela4711:

Ich verstehe auch nicht nach welchen sonstigen Gründen du suchst. Du hast Sex obwohl du keine Lust hast und kein Geld damit verdienst? Dann machst du definitiv etwas verkehrt.

Nein, nein, da hast Du mich falsch verstanden.

Nicht alles, was ich mir vorstellen kann, habe ich auch selbst erlebt und nicht alles, was ich erlebt habe, belastet mich (noch).

Ich lese aber viele Kommentare im Forum und manche Meinungen sind schon "gewöhnungsbedürftig". Gut hier darf man auch nicht alles zu ernst nehmen, weil manches auch nur zur Provokation geschrieben wird. Aber auch das hat ja Hintergründe.

Ich persönlich halte es für sehr wichtig sich selbst zu verstehen und sich Gedanken zu machen. Ich glaube, dass viele Menschen das nicht tun oder können. 

Ich glaube, dass sie ziemlich alles, was wir tun Gründe hat. Und sei es nur "Pflichtbewusstsein". Was aber auch wieder Hintergründe hat. Z.B. die Suche nach Bestätigung oder Vermeidung von negativen Konsequenzen.

Also fragte ich mich irgendwie schon immer, was dahinterstecken könnte. Warum genau habe ich Spaß an Tätigkeit X? Warum genau mag ich Tätigkeit Y nicht? Je besser ich über mich Bescheid weiß und Gefühle identifizieren kann, desto besser kann ich das auch vermitteln und auch Andere verstehen.

Sex ist jetzt natürlich ein schwieriges Thema, weil das wirklich immens komplex ist. Deswegen habe ich ja gefragt ;).

Das Problem ist, dass dazu 2 Menschen gehören. Es sind also auch BEIDE dafür verantwortlich, ob er stattfindet und wie er stattfindet. Es macht keinen Sinn nur der anderen Person die Schuld zu geben, weil der Sex schlecht ist oder nicht stattfindet.

Ist es da nicht AUCH wichtig zu verstehen, was der Andere möchte? Und zu gucken, ob es passt? Dafür muss man natürlich wissen, was man selbst will, oder wenigstens, was man nicht will.

Es gibt bei mir auch viele Gründe, warum ich Lust habe und viele, warum ich keine Lust habe. Es gibt sicher noch viel mehr Gründe, die ich nicht habe, aber dafür Andere.

Wie gesagt, ich las viel im Forum. Da gab es einen Kommentar, dass der Mann ein Ultimatum stellen würde und sich trennen würde, wenn sich die Sexunlust nicht bessert. Ob es sich dabei um 1 Woche, 1 Monat, viele Monate oder 1 Jahr gehandelt hat, kann ich nicht sagen. 

Aber es sind ja trotzdem Beide beteiligt! Selbst wenn das nur eine Idee war, wie man damit umgehen würde, sollte so ein Fall eintreten, halte ich das nicht für eine gute Lösung. Na ja, je nachdem. Eigentlich eine gute Lösung, wenn er wirklich verlangen würde, dass sie endlich wieder Lust hat. Dann scheint er ein recht egoistischer Mann zu sein, der nur IHR die Schuld gibt. 

Solche "Fälle" gibt es anscheinend recht oft. Aber wie kann jemand erklären, warum er/sie keine Lust mehr auf Sex hat oder warum, wenn man sich nie darüber Gedanken gemacht hat? 

Natürlich hat jedes Gefühl seine Berechtigung! Die Frage ist nur, ob es vielleicht nur eine Notlösung ist auf Art X zu handeln oder dem Glaubenssatz/der Moral weiter nachzueifern.

Das bedeutet für mich, dass es wichtig ist, sich Gedanken zu machen.

Es geht nicht um Schuld oder ähnliches. Es geht um Verständnis und somit auch, wie man eventuell bestehende Konflikte lösen kann.

Ich merke z.B., dass ich dann keine Lust auf Sex habe, wenn mich etwas geärgert hat. Oder es zu wenig Zeit miteinander gibt, wenn ich Schmerzen habe o.ä. alles Dinge, die veränderbar ist. Wenn man das aber nicht weiß, keine Lösung sieht und der Partner vielleicht noch Druck macht, kann sich ja nie was ändern.

Ich glaube, dass man dann auch ganz schnell in einen Teufelskreis geraten kann. 

Das gilt natürlich nicht nur für Beziehungen, sondern vielleicht auch für diese Seite bzw..die Lust auf Sex oder die Unlust. 

 

 

 

 

 

 

 

vor 23 Minuten, schrieb Enja781:

Sex ist jetzt natürlich ein schwieriges Thema, weil das wirklich immens komplex ist. Deswegen habe ich ja gefragt ;).

Sex und Lust sind eigentlich ganz einfache und natürliche Themen. Manche Menschen machen nur ein Problem daraus. 

Was hat jetzt aber deine Erklärung mit deinem EP zu tun?  Dort geht es um Selbstbefriedigung vs. Sex zu zweit. Jetzt geht es dir um Lust grundsätzlich.  

vor 40 Minuten, schrieb Enja781:

Ich merke z.B., dass ich dann keine Lust auf Sex habe, wenn mich etwas geärgert hat. Oder es zu wenig Zeit miteinander gibt, wenn ich Schmerzen habe o.ä.

In den o.a. Fällen wirst du auch keine Lust auf Selbstbefriedigung haben,  oder?

Du machst dir definitiv zu viele unnötige und auch unsortiere  Gedanken. Vieles kann man durch Reden klären. 

Also, wenn meine Partnerin früh um 4 vom Mädelsabend nach Hause kommt und absolut rattig ist, soll ich ihr sagen, lass mich schlafen und mach es dir selber?! 

 

vor 1 Stunde, schrieb Enja781:

Sex ist jetzt natürlich ein schwieriges Thema, weil das wirklich immens komplex ist.

Wenn es das für dich ist, alles ok. 

vor 19 Stunden, schrieb Michaela4711:

Du machst dir definitiv zu viele unnötige und auch unsortiere  Gedanken. Vieles kann man durch Reden klären. 

Ja, unsortiert ist es definitiv, weil immer neue Aspekte dazu gekommen.

Ich mache mir einfach gerne Gedanken :)

vor 20 Stunden, schrieb Michaela4711:

Was hat jetzt aber deine Erklärung mit deinem EP zu tun?  Dort geht es um Selbstbefriedigung vs. Sex zu zweit. Jetzt geht es dir um Lust grundsätzlich.

Ja, das war mein Grundgedanke, deswegen habe ich ja gefragt und viel Input bekommen. Deswegen kann ich die Gedanken mit mehr "wenn und "aber" und "falls" erweitern :)

Und das führt dann einmal kreuz und quer und wieder zurück und dann mit neuem Abzweigungen usw.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich viele neue Erkenntnisse gewonnen habe, die ich vorher nicht bedacht habe.

vor 20 Stunden, schrieb Michaela4711:

Sex und Lust sind eigentlich ganz einfache und natürliche Themen. Manche Menschen machen nur ein Problem daraus. 

Das sehe ich z.B. etwas anders. Also ja, es ist natürlich und eigentlich einfach. Das Problem ist nur, dass man dafür einen passenden Partner braucht und das kann schwierig sein oder zum Problem werden.

Ich kann das Bedürfnis nach Nähe, Freundlichkeit, Streicheleinheiten, Gespräche, Lachen, Flirten, sich angenommen fühlen etc. natürlich voll und ganz nachvollziehen. 

Dann gibt es aber Leute, denen Triebbefriedigung wichtiger zu sein scheint. Vielleicht ist es nur meine Interpretation, aber ich weiß nicht wie ich sonst bestimmte Aussagen oder Profiltexte oder Anschreiben bewerten soll. Vielleicht liegt es auch am Seitennamen, dass manche Menschen den Fokus auf Sex legen. In vielen Texten steht eher was genau an Sex gesucht wird, aber nicht welchen Menschen. Ist das nicht auch nur eine Suche nach fremden Menschen, die den Trieb befriedigen? Vielleicht einfach nur Phantasien erfüllen? Vielleicht sehe ich das auch etwas zu eng, das mag sicher sein, aber guck Dir doch einfach mal Gästebucheinträge an. Copy und Paste Texte, mit Pornophantasien. Wo genau ist da die "Zweisamkeit"? 

Und wenn man sich nach freundlichen Worten, flirten, Berührungen, Zweisamkeit, Lachen etc. sehnt, warum muss es dann Sex sein? Damit meine ich, warum dann der Fokus so sehr auf Sex gelegt wird, gerade in Profilen, statt das anzugeben, was wirklich fehlt. Oder fehlt nur Sex? Und was macht SEX besonders, wenn es auch eine Gummipuppe sein könnte?

Fragen über Fragen :)

Ich habe wirklich nichts gegen Sex, auch nichts gegen ONS, wenn Beide das in dem Moment wollen. Warum nicht jemanden aus der Disco mitnehmen?!?

Ich glaube, mich irritiert eher die Suche nach wildfremden Menschen. Na ja, so genau weiß ich nie, was ich denke und was mich irritiert und was ich eigentlich frage 🤣. Da ist dann irgendwas, was ich in dem Zusammenhang nicht nachvollziehen kann und das beschäftigt mich dann. Manchmal kurz, manchmal eine Weile.

Dieses Thema beschäftigt mich eigentlich schon, seit ich mich vor Jahren hier angemeldet hatte und ich auf ein leeres Profil 246 Nachrichten bekam. Fast alle machten mir sofort B   .

Ohne zu wissen, wer ich bin, wie ich aussehe etc. Das war für mich völlig unverständlich. Wenn Sex doch Nähe und Zweisamkeit ist, wieso mit einer Person hinter einem leeren Profil? 

Auch als viel später in meinem.Profil stand, dass ich nur wegen des Forums hier bin und keinen Sex will (es waren wirklich nur 2 Sätze im Profil) kam dann die Anfrage "Hi, hast Du Lust mal von 3 Männer benutzt zu werden"? 🤣.

Na, schockiert war ich zu dem Zeitpunkt schon lange nicht mehr..

Hier gibt es viel zu lesen. 

Natürlich weiß ich, dass nicht alle Menschen gleich sind! Deswegen muss ich ja fragen :).

Wenn Sex also eher nicht Zweisamkeit und Intimität bedeutet, was macht es dann so "besonders". So besonders, dass man deswegen im Forum rumjammern muss, dass niemand ficken will oder gar ***igung zu rechtfertigen, weil Frauen nicht voll verschleiert sind. (Das war ein Beitrag in diesem Thread, der gelöscht wurde)

Siehst Du, an der Stelle geht das Thema schon wieder weiter. Da gibt es neue Abzweigungen. Wieder mehr Gedankenfutter. 🤣.

Das geht dann auch noch weiter, wie man eigene Bedürfnisse über die Anderer stellen kann und etwas zu erzwingen versucht. Das ist wieder ein völlig anderes Thema.

Nichts desto trotz bleibt die Frage, ob Selbstbefriedigung eine so schlechte Alternative ist, wenn der Trieb aufkommt. 

Muss man wirklich so sehr leiden? Und wenn es eigentlich die Sehnsucht nach etwas völlig Anderem ist, gibt Sex dann wirklich die Befriedigung, die man sich wünscht.?

Ist es nicht vielleicht sinnvoll sich seiner wahren Bedürfnisse bewusst zu werden (und das vielleicht auch ins Profil aufzunehmen)?

Ich glaube Du merkst mittlerweile wie ich so denke 🤣. Natürlich ist es unsortiert und konfus, weil jede Antwort neue Fragen aufwirft. Natürlich werde ich das nie voll und ganz verstehen können. Aber ich ziehe daraus Befriedigung etwas zu lernen und etwas zu verstehen. Emotional :)

(bearbeitet)
vor einer Stunde, schrieb Enja781:

Aber ich ziehe daraus Befriedigung etwas zu lernen und etwas zu verstehen. Emotional :)

Ich denke du lernst nicht. Du befindest dich gedanklich in einer Endlosschleife ohne wirkliche Erkenntnis. 

Durftest du als Kind vielleicht deine Warum-Phase nicht ausleben?

bearbeitet von Michaela4711
vor 6 Minuten, schrieb Michaela4711:

Ich denke du lernst nicht. Du befindest dich gedanklich in einer Endlosschleife ohne wirkliche Erkenntnis. 

Durftest du als Kind deine Warum-Phase nicht ausleben?

Wenn Du das meinst. Ich weiß nicht, ob Du beurteilen kannst, welche Erkenntnisse ich ziehe.

Immerhin bemühe ich mich, im Gegensatz zu machen Anderen, die alles als ganz einfach und bedürfnisorientiert sehen.

Ja, meine "Warum-Phase" war wenig befriedigend :). Damals gab es noch kein Internet und google und Foren. Man musste echt für jede Frage in die Bücherei gehen und passende Bücher suchen, die nicht immer zu finden waren.

Ja, ich hätte mir sehr gewünscht, dass mir mehr Fragen hätten beantwortet werden können.

Zumindest wurde mir nicht gesagt, dass es eigentlich egal ist. Ich wurde motiviert, all meine Fragen zu stellen und beantworten zu lassen, auch wenn Eltern oder Großeltern keine Antwort hatten.

Fakten sind leicht herauszufinden und zu lernen. 

Ich habe mir einfach schon immer sehr viele Fragen gestellt, die leider Gottes nicht immer beantwortet werden konnten.

Ich sehe es für mich als Neugierde. Wenn jemand kein Interesse an Informationen hat und sich keine Gedanken machen möchte, ist das auch kein Problem. Jeder soll machen, was er will. Ich mag es einfach gerne.

Und ich habe sehr viele Fragen 🤣.

Gut, vielleicht habe ich als Kind nicht genug lernen können, weil Fragen nicht beantwortet wurden. 

Aber jetzt bin ich groß und hab die Möglichkeit, um Fragen beantwortet zu bekommen. 

Meine Interessen sind da sehr vielfältig :)

Ich finde, dass Du recht abfällig über Neugierde sprichst. Wenn Du an nichts Interesse hast, ist das doch Dein Ding. Und wenn Du Interesse hast, willst Du dann auch nichts wissen? Versuchst Du nicht Dich zu informieren? Internetseiten oder Menschen zu finden, die das Wissen haben? 

Du musst meine Neugierde nicht gut finden, aber dann drehe ich den Spieß Mal um: Warum bist Du nicht mehr neugierig? Warum sind Dir andere Meinungen egal? Warum urteilst Du schlecht? Warum hast Du Dich mit Antworten aus der Kindheit zufrieden gegeben (scheinbar hast Du auf warum-Fragen befriedigende Antworten bekommen).

Bei mir ändern sich die Fragen aber mit der Zeit. Immer und immer wieder. Es ist ein Prozess. Wer glaubt alles zu wissen, hört auf zu fragen (und zu lernen). 

Für mich ist das nicht befriedigend. Für Andere vielleicht schon. 

 

 

vor 10 Minuten, schrieb Enja781:

Du musst meine Neugierde nicht gut finden, aber dann drehe ich den Spieß Mal um: Warum bist Du nicht mehr neugierig?

Auch ich bin neugierig und habe mich auch nicht abfällig über Neugierde geäußert. 

Nur verfolge ich Fragen und Themen strukturiert. 

Auch interessieren mich andere Meinungen.  Nur dürfen die sich in der Diskussion nicht mehrfach ändern, weil der Faden verloren wird.

Die Warum-Phase geht übrigens bis zum 5. Lebensjahr.  Und das Internet spielt da keine Rolle.

vor 13 Minuten, schrieb Enja781:

Ich habe mir einfach schon immer sehr viele Fragen gestellt, die leider Gottes nicht immer beantwortet werden konnten.

Das könnte an der Motivation hinter der Fragestellung liegen. Du grübelst lieber, anstatt nachzudenken. 

Ein typisches Kennzeichen des Grübelns sind immer wiederkehrende Fragen. Man sucht nach einer endgültigen Erklärung, findet aber keine befriedigende Antwort. 

Daher empfehle ich einen Perspektivwechsel weg von den Ursachen (Warum?) hin zu den Handlungsmöglichkeiten (Was nun?). 

vor 9 Minuten, schrieb ElliPyrelli:

Das könnte an der Motivation hinter der Fragestellung liegen. Du grübelst lieber, anstatt nachzudenken. 

Ein typisches Kennzeichen des Grübelns sind immer wiederkehrende Fragen. Man sucht nach einer endgültigen Erklärung, findet aber keine befriedigende Antwort. 

Daher empfehle ich einen Perspektivwechsel weg von den Ursachen (Warum?) hin zu den Handlungsmöglichkeiten (Was nun?). 

Das ist für mich implementiert.

Ich denke aber, vielleicht mag das falsch sein, dass es sinnvoll ist die Hintergründe (Glaubenssätze, Bedürfnisse, Wünsche, Moralvorstellungen o.ä.) zu kennen, um dann Wege zu finden, wie DAS befriedigt oder verändert werden kann.

An und für sich, will wohl jeder nur glücklich werden. Was aber, wenn Notlösungen gesucht werden, weil man vielleicht selbst nicht weiß, was man genau will. Oder glaubt, es nicht verdient zu haben, oder, oder, oder .

Kann man befriedigende Lösungen finden, wenn man sich seiner eigenen Motive nichtmal bewusst ist? Oder, wenn man sich nicht für die des Partners interessiert.

Eigentlich kann alles ganz einfach sein. Eigentlich :). Das Problem ist, dass sehr viele Menschen sich nicht so ihrer eigenen Muster bewusst sind, geschweige denn in der Lage, andere Sichtweisen/Gefühle nachzuvollziehen.

Eine Lösung, kann es, meiner Meinung nach, nur dann geben, wenn man erstmal ehrlich zu sich selbst ist! Ohne Wertung! Bei Gefühlen gibt es kein richtig oder falsch. Sie sind DA! Die kann man nur ändern, wenn man sie versteht. Und dann muss man sich noch in der Lage sein den Anderen zu verstehen. Wie wahrscheinlich ist das? In einer Partnerschaft, in der sich Beide bemühen und einander zugewandt sind und miteinander reden, mag es vielleicht ganz gut funktionieren. Aber ist das immer so?

Ich weiß nicht, ob ich unter "Grübeln" leide :). Ich mache mir auch Gedanken, wie Tomatenpflanzen gut wachsen, wie welches Rezept noch leckerer schmeckt etc. Ich denke IMMER 🤣.

Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, denen sowohl denken zu anstrengend ist, als auch Motive/Bedürfnisse Anderer anzuerkennen.

Vermutlich lebt es sich auch leichter damit, wenn man sich nicht über jeden scheiß Gedanken macht. Mir ist das aber zu langweilig. 

 

 

 

vor 26 Minuten, schrieb Enja781:

Das ist für mich implementiert.

Ich denke aber, vielleicht mag das falsch sein, dass es sinnvoll ist die Hintergründe (Glaubenssätze, Bedürfnisse, Wünsche, Moralvorstellungen o.ä.) zu kennen, um dann Wege zu finden, wie DAS befriedigt oder verändert werden kann.

An und für sich, will wohl jeder nur glücklich werden. Was aber, wenn Notlösungen gesucht werden, weil man vielleicht selbst nicht weiß, was man genau will. Oder glaubt, es nicht verdient zu haben, oder, oder, oder .

Kann man befriedigende Lösungen finden, wenn man sich seiner eigenen Motive nichtmal bewusst ist? Oder, wenn man sich nicht für die des Partners interessiert.

Eigentlich kann alles ganz einfach sein. Eigentlich :). Das Problem ist, dass sehr viele Menschen sich nicht so ihrer eigenen Muster bewusst sind, geschweige denn in der Lage, andere Sichtweisen/Gefühle nachzuvollziehen.

Eine Lösung, kann es, meiner Meinung nach, nur dann geben, wenn man erstmal ehrlich zu sich selbst ist! Ohne Wertung! Bei Gefühlen gibt es kein richtig oder falsch. Sie sind DA! Die kann man nur ändern, wenn man sie versteht. Und dann muss man sich noch in der Lage sein den Anderen zu verstehen. Wie wahrscheinlich ist das? In einer Partnerschaft, in der sich Beide bemühen und einander zugewandt sind und miteinander reden, mag es vielleicht ganz gut funktionieren. Aber ist das immer so?

Ich weiß nicht, ob ich unter "Grübeln" leide :). Ich mache mir auch Gedanken, wie Tomatenpflanzen gut wachsen, wie welches Rezept noch leckerer schmeckt etc. Ich denke IMMER 🤣.

Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, denen sowohl denken zu anstrengend ist, als auch Motive/Bedürfnisse Anderer anzuerkennen.

Vermutlich lebt es sich auch leichter damit, wenn man sich nicht über jeden scheiß Gedanken macht. Mir ist das aber zu langweilig. 

 

 

 

Was nun? 

vor 30 Minuten, schrieb Enja781:

In einer Partnerschaft, in der sich Beide bemühen und einander zugewandt sind und miteinander reden, mag es vielleicht ganz gut funktionieren. Aber ist das immer so?

Eine andere Form einer Partnerschaft könnte ich mir gerade nicht vorstellen.

Ist das bei dir anders?

Am 20.6.2026 at 10:04, schrieb Enja781:

Warum reicht der Sex mit sich selbst nicht? Worin liegt der Reiz eine andere Person dabei zu haben? Oder gar die Not, die dazu veranlasst, sich im Forum auszulassen.

Naja, warum fahren wir Auto, wo wir doch auch überall hinlaufen können? Darüber hinaus dürfte es auch ein bisschen mit der Evolution zu tun haben, wir können uns zwar technisch gesehen ohne die Anwesenheit des anderen befruchten, aber grundsätzlich macht es zusammen dann doch mehr Spaß. Gerade für die Not ist doch die Selbstbefriedigung perfekt, für das Vergnügen darf es bei mir gern eine Person mehr sein. :coffee_happy:

vor 42 Minuten, schrieb Enja781:

Ich denke IMMER 🤣.

Das machen andere auch. Viele kommen sogar zu einem Ergebnis.

vor 48 Minuten, schrieb Enja781:

Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, denen sowohl denken zu anstrengend ist, als auch Motive/Bedürfnisse Anderer anzuerkennen.

Das klingt jetzt despektierlich. Vielleicht sind die auch nur mit sich im Reinen.

vor 50 Minuten, schrieb Enja781:

Vermutlich lebt es sich auch leichter damit, wenn man sich nicht über jeden scheiß Gedanken macht

Zumindest ist es sinnlos bei

Dingen, die man nicht ändern kann.

Aber hey, wenn du glücklich damit bist und den richtigen Partner für dein Gedankenkarussell hast, ist doch alles fein. 

@sveni1971  Du bist zu spät. Die TE hat das Thema schon geändert.:joy: (A)

vor 3 Minuten, schrieb Michaela4711:

@sveni1971  Du bist zu spät. Die TE hat das Thema schon geändert.:joy: (A)

Naja, immerhin besser als zu früh sein, um beim Thema zu bleiben :smiley:

vor 15 Minuten, schrieb Michaela4711:

Das machen andere auch. Viele kommen sogar zu einem Ergebnis.

Das klingt jetzt despektierlich. Vielleicht sind die auch nur mit sich im Reinen.

Zumindest ist es sinnlos bei

Dingen, die man nicht ändern kann.

Aber hey, wenn du glücklich damit bist und den richtigen Partner für dein Gedankenkarussell hast, ist doch alles fein. 

@sveni1971  Du bist zu spät. Die TE hat das Thema schon geändert.:joy: (A)

Ich habe auch keine Lust mich zu streiten. Ich betone immer, dass jeder tun und lassen kann, was er/sie will. Ich versuche nur gerne zu verstehen.

Kann es da echte Ergebnisse geben? Wieviele Informationen reichen, um zu einem Ergebnis zu kommen? Verändert man sich nicht im Laufe der Zeit, wenn man mehr Erfahrungen gemacht hat. 

Ich glaube, dass man nie "fertig" wird. 

Ja, vielleicht mit sich im Reinen, was auch immer das bedeuten soll 🤣. Dass man sich selbst versteht? Dass man zu sich und seinen Bedürfnissen steht? Dass man sich nicht (mehr) manipulieren lässt? Und was, wenn sich die Erfahrungen ändern oder neues Input dazu kommt? Wird das wegignoriert? 

Ich finde es nicht despektierlich zu sagen, dass es Menschen gibt, die sich keine Gedanken machen. Weder über sich noch über Andere. Das ist eine Tatsache. 

Natürlich kann man andere Menschen nicht ändern. Muss man ja auch gar nicht :). Aber man kann entscheiden mit welchen Menschen man sich umgeben möchte. Dazu ist es aber notwendig zu wissen, was man selbst  möchte und was die Anderen möchten.


 

vor 6 Minuten, schrieb Enja781:

Wenn Du das meinst. Ich weiß nicht, ob Du beurteilen kannst, welche Erkenntnisse ich ziehe.

Noch viel Weniger kann Sie wissen ob und was Du daraus lernst, noch nach welchen Bausteinen Du suchst um deine Erkenntnis zu vervollständigen. 

Reflektiere mal den Satz "Ich denke du lernst nicht." und stelle Dir vor Du würdest so etwas zu jemanden sagen!? 

Warum würdest Du es tun, wie fühlt sich das an und würdest Du so sein wollen? 

vor 10 Minuten, schrieb Enja781:

Ja, meine "Warum-Phase" war wenig befriedigend :). Damals gab es noch kein Internet und google und Foren. Man musste echt für jede Frage in die Bücherei gehen und passende Bücher suchen, die nicht immer zu finden waren.

Das spielt keine Rolle, Kinder sind nie zufrieden, Wir waren nicht anders. Und die Bücherei hat nicht geschadet. Ich mochte die Stille dort gerne und den Geruch. Wissen hilft nur dann wenn man es versteht. Wenn ich damals Großmutter oder Vater gefragt habe warum das so ist, - meist ging es dabei um Flucht oder dem 2. WK und Sie dann zu mir sagten "Junge das verstehst Du noch nicht." tat es damals weh und es war unbefriedigend. Heute weiß ich dass Sie recht hatten. Denn dieses Wissen hätte ich als Kind nicht verarbeiten können. Eine solche Erkenntnis hatte ich als ich eine Doku sah in der Szenen von Flüchtlings-Trecks zu sehen waren, exakt wie meine Großmutter das beschrieben hat. Erst in dem Moment habe ich erst so richtig das Trauma meiner Familie verstanden, mein Vater war als 15-Jähriger da mitten drin. 

Das hätte ich als Kind schwer verdauen können. Jede Medaille hat 2 Seiten. 
Heute bin ich froh, dass Sie mir nicht alles erzählten. 

vor 21 Minuten, schrieb Enja781:

Ich habe mir einfach schon immer sehr viele Fragen gestellt, die leider Gottes nicht immer beantwortet werden konnten.

Ich sehe es für mich als Neugierde. Wenn jemand kein Interesse an Informationen hat und sich keine Gedanken machen möchte, ist das auch kein Problem. Jeder soll machen, was er will. Ich mag es einfach gerne.

Die Sache ist doch im Grunde ganz leicht. Du wirst alt wie ein Haus und lernst niemals aus. Ohne Neugierde kann man aber nichts lernen. Neugierde ist unser Lebenselexier. 

Aber es gibt auch ein englisches Sprichwort: "Curiosity killed the cat." (sprich drei mal hintereinander ganz schnell! ;) ) zu Deutsch Neugierde hat die Katze umgebracht. 

Wenn Du neugierig bist dann solltest Du Dich fragen ob Du die Antwort wirklich hören willst und wenn ja warum. 

Dient es nur um Neugier zu befriedigen, dann ist es zweifelhaft ob sich die Frage überhaupt lohnt, denn vieles brauchst und willst Du nicht wissen. 

Fragen lohnt sich nur dann wenn die Antwort ein Baustein zu einer tieferen Erkenntnis sind, sonst sind die Antworten oft unbefriedigend, da die Erkenntnis nichts bringt. 

 

Manchmal reicht die Beobachtung. Menschen verhalten sind komisch und sehr oft lohnt es sich nicht das zu hinterfragen, weil Dich die Erkenntnis nicht weiter bringt da Sie ein Problem beschreibt, aber nicht dein Problem. Dinge Die Du nicht wissen willst, nicht wissen musst, Dinge die zusätzliche ebenso überflüssige Fragen hervor bringen. 

vor einer Stunde, schrieb Enja781:

Bei mir ändern sich die Fragen aber mit der Zeit. Immer und immer wieder. Es ist ein Prozess. Wer glaubt alles zu wissen, hört auf zu fragen (und zu lernen). 

Für mich ist das nicht befriedigend. Für Andere vielleicht schon. 

Ja natürlich. Ich nehme mal etwas ganz Weltliches: Als ich mit etwa 12 Jahren meine ersten Lautsprecher geklebt hatte, da habe ich mir andere Fragen gestellt als in der Zeit der 1990er als ich mit meinen Billig-Kisten die ganzen Canton, Quadral und Co.  weg geballert habe. 

Die Wende kam dann in den 2000ern; Billig, laut, Bass. 2001 habe ich dann bis Heute die letzten Lautsprecher für Andere gebaut und seit dem auch mein komplett eigenes Ding ohne viele Rücksicht auf Andere. Und auch das kam klanglich gut an, war aber zu groß. Viel zu groß. 

Das hat den Fokus wieder verändert, weg vom Bass, neue Fragen und die Entscheidung keinen Trends mehr zu folgen sondern eine komplette Eigenentwicklung zu starten. Die Fragen waren nicht mehr von welchen Hersteller ich meine Bauteile kaufe, sondern welche Technologien setze ich ein und wie dimensioniere ich das. Das waren die Jahre einer kleinen Materialschlacht, probieren geht über studieren. 

Als dann alle passte, was fehlte? Richtig der Tiefbass. 

Erster Versuch klassisch abgestimmt Passivmembran wie aus den 1970ern bei vor allem englische Boxen. 

Spektakulär. Und genau das sollte nicht sein. Ein par Wochen Spaß hatte ich damit aber wenn selbst eine laute Akustik Gitarre auf einmal bass hat nervt das. Also wieder raus neu Fragen. 

17 Versuche, lange Reise und dann fand ich einen chinesischen Händler Der hatte was ich wollte. 

Dann hatte ich perfekt abgestimmte Gehäuse. Das Reflex-System hat eine Abstimmung von 7,8 Hz, das heißt das Ausschwingen findet unterhalb der Hörgrenze statt. Meine Frequenzweichen Top ausgeglichen und abgestimmt, aber nach ein par Wochen hat mich irgendwas gestört, als wenn jemand auf die Bremse tritt irgendwo. 

Best und Cheap HiFi Trick ever: Auch der teuerste Lautsprecher-Ständer ist Schrott! Klebt oder schraubt Stativ-Aufnahmen unter eure Boxen und kauft ein niedriges professionelles Bühnenstativ, das lässt die Sonne aufgehen. Damit kann man die Höhe verstellen und das ist umwerfend von der Wirkung. Jetzt war der Klang frei. Und ein par Wochen lang dachte ich das war es. 

Und dann, bei dieser oder jener Schallplatten vor allem bei Platte stellte sich ohne dass ich jetzt bewusst Fehler wahrnehmen konnte ein Gefühl von Disharmonie einstellte. Das ging auch nicht weg. 

Neue Fragen. Ich bin ja ein Holzohr also skeptisch. Stimmt die Behauptung einiger Goldohren man könne das Material der Spulen und Frequenzweichen hören? Klingt doch nach Voodoo erst einmal. 

Also, rein in die Bauteil-Physik; kann es sein dass die Goldohren mal recht haben. Also in den Kondensatoren in meinen Weichen sind die elektrostatischen Kräfte bei meiner gewohnte Lautstärke schon etwa bei 30 kg mit Der das Ding aufgepumpt und zusammengequetscht werden, das Ding singt als mit, - ganz eindeutig. 

Diese Reise mit dem Material hat noch mal fast 2 Jahre gebraucht, jetzt ist alles stimmig, der Traum ist erfüllt mit dem Traumklang. 

Bin ich jetzt fertig? 

Könnte man denken. Ich denke aber drüber nach wie man das in 3D-Druck übersetzen kann. 

Also neue Fragen - die Reise geht weiter ... 

vor 2 Stunden, schrieb Enja781:

Bei mir ändern sich die Fragen aber mit der Zeit. Immer und immer wieder. Es ist ein Prozess. Wer glaubt alles zu wissen, hört auf zu fragen (und zu lernen). 

Für mich ist das nicht befriedigend. Für Andere vielleicht schon. 

 

Stillstand ist der Tod, auch im geistigen Sinne. Man verkümmert innerlich. 

vor 3 Stunden, schrieb Enja781:

Dazu ist es aber notwendig zu wissen, was man selbst  möchte

Und weisst du das? 

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