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Ehe vs. Beziehung


Ra****

Empfohlener Beitrag

Ehe hat nicht mehr den Stellenwert wie es mal war . Das gesellschaftliche Bild ist heutzutage ganz anders wie es damals wahr . Dazu kommt noch die pläne der Politik es steuerlich unagtraktive zu machen überhaupt zu heiraten . Und liebe reicht für sehr viele junge Paare einfach nicht mehr aus um sich über eine Ehe zu binden . Dazu kommt noch die Höhe Scheidungsrate .
Viele junge Menschen sehen auch die Welt anders was ihre sexuelle Freiheit angeht und dazu zählt nicht unbedingt eine monogame Ehe .

Das Leben verändert sich. Das bedeutet ja nicht, dass alles schlecht ist, was mal war. Ca. 36% der Ehen werden geschieden, das sind zwar viele aber nicht die meisten. Allerdings überwiegen Fremdgehen/Seitensprung als Trennungsgrund. Eher wäre da anzusetzen.

Also, diese Frage nach dem Zweck der Ehe häng der Lebensphilosopie ab. Bei dem Wunsch Eltern zu werden, ist die Ehe für die Kinder ein Schutzraum, welcher existentiell für deren Erziehung ist. Die anderen Einschräkungen kann man in der Ehe haben, oder auch nicht. Denn es gibt keine starre Vorhabe zum Eheleben. Es gibt keine globalen Bedingungen, sondern dynamische, die Flexibilität voraussetzen!

Im Jahr 2024 wurden 349.200 Ehen geschlossen und 129.300 geschieden. Würde man das ins Verhältnis setzen (was aber nicht ganz passt), hätte man eine Scheidungsquote von 37%.
"weil die meisten Ehen eh geschieden werden" ist somit völlig albern und falsch!
Da Du selber dieser Art von Beziehung eh sehr kritisch gegenüber stehst, ist die Frage sehr subjektiv und suggestiv. Du hast Dich hier nur negativ über die Ehe geäußert, es gibt nicht einen prositiven Punkt. Das sagt schon wieder viel aus, in welche Richtung Du das Thema lenken willst. Zumal einige Punkte eben auch nicht richtig sind.

Für mich persönlich hat sich die Ehe nicht bewährt. Meine Ehe hat sich eher wie ein Gefängnis angefühlt und ich bin im Nachhinein einfach froh, dass sie gescheitert ist. Damals wirkte Heiraten wie der „logische nächste Schritt“, ein bisschen romantisch verklärt und ein bisschen wegen praktischer Dinge wie Steuern. Heute sehe ich das deutlich nüchterner.

Ich brauche keine staatliche Legitimation, um verbindlich zu sein, Verantwortung zu übernehmen oder eine Familie zu gründen. Für mich entsteht echte Verbindlichkeit nicht durch einen Vertrag, sondern dadurch, dass man sich jeden Tag bewusst füreinander entscheidet. Auch familiäre Strukturen und echte Verbundenheit funktionieren für mich genauso ohne Ehegelübde.

Was ich ohne Ehe schätze, ist die Unabhängigkeit. Dieses Gefühl, dass man zusammen ist, weil man es wirklich will und nicht, weil es rechtlich oder gesellschaftlich so vorgesehen ist. Das macht für mich eine Beziehung sogar wertvoller.

Ich höre oft, dass es vielen Menschen bei der Ehe auch um Absicherung geht. Das kann ich grundsätzlich nachvollziehen, aber für mich persönlich wäre es das nicht mehr wert.

Auch beim Thema Sexualität sehe ich keinen Zusammenhang mit dem Ehestatus. Ob man treu lebt oder Freiräume braucht, entscheidet jedes Paar für sich und das hat nichts damit zu tun, ob man verheiratet ist oder nicht. Genauso ist es für mich bei anderen Fragen wie gemeinsames Wohnen oder getrennte Wohnungen. Auch das hängt von den Bedürfnissen der Beteiligten ab und nicht vom Status der Beziehung.

Ich will die Ehe damit gar nicht grundsätzlich schlechtreden. Für manche passt sie bestimmt gut und gibt Sicherheit. Aber ich finde, sie sollte kein Standard mehr sein, den man einfach übernimmt, sondern eine bewusste Entscheidung, genauso wie das Nicht-Heiraten.

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