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Einfach aufstehen....oder einfach zu schwach?


Bolero2000

Empfohlener Beitrag

Geschrieben
Wer nicht betroffen ist...oder einen Psychisch Kranken in seinem Umfeld hat, kann zu dem Thema sowieso nicht mitreden. Ich kann es auch erst, seitdem mein Partner an einer Bipolaren Störung leidet.
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Geschrieben
Sehr berührend und auch eine mögliche Seite des Lebens, Grüße, viel Kraft
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Geschrieben
Eins vorab: es ist richtig, dass es hier auch genügend, alltägliche Themen gibt. Und weiterhin...auch richtig, dass reden und sich darüber austauschen sehr hilfreich sein kann...in gewissem Maße. Trotzdem würde ich hier "nie" meine größten Ängste und seelische Beschwerden offen legen. Wenn du hier natürlich Leidensgenossen findest, sind private Nachrichten ein adäquates Mittel sich auszutauschen. Trotzdem finde ich in dem Fall professionelle Hilfe viel wichtiger, als viele selbsternannte Pseudopsychologen. Letztere haben zudem alle unterschiedliche Erfahrungen, Empfindungen und alltägliche Verarbeitungen. Klar, jeder geht mit seinem Leben anders um und jeder darf darüber bestimmen, wonach es ihm beliebt. Für mich aber hierrüber definitiv der falsche Weg. Ich wünsche dir gute und lang anhaltende Hilfe und Genesung. Das Leben ist schön, trotz mannigfaltiger Rück- und Schicksalsschläge.
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Geschrieben
Sehr offene und ehrliche Worte. Lässt mich nachdenken! Vielen Dank für deinen Mut dies hier zu posten. Ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute.
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Geschrieben
Sehr schönes Thema. Leider kenne ich mich damit zuwenig aus um wirklich helfen zu können. Was mir nur auffällt ist daß du schreibst was du alles gemacht hast, daß du Freunde und Bekannte hast etc. Für mich klingt es etwas so als ob dein Anspruch an dich selbst sehr hoch ist. Arbeit, Sport, Hobbies ,Freunde etc alles Bereiche in denen man "funktionieren " muss. Auch Freunde/Bekannte haben Erwartungen (auch wenn sie die evtl nicht haben sollten). Dennoch hat man immer eine gewisse Rolle zu erfüllen. Nur meine Meinung Vielleicht hilft es, vielleicht auch nicht... Trotzdem dir alles Gute
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Geschrieben
du schreibst icht von einer depressiven verstimmung - wie sie sehr viele menschen bisweilen "empfinden" und die sich bisweilen sogar bereits mit dem wetter ändern, in nichts auflösen kann... du schreibst über zustände schwerer depression - und da bin ich der ansicht, bist du hier mit dem theme sicher nicht gut aufgehoben... es ist eine schwere erkrankung, die auch nicht einfach zu behandeln ist... selbst unter den profis musst du erst den rechten finden, der in der lage ist, dir zu helfen... wünsche dir das beste in deiner lebenssituation!
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Geschrieben
Ja so sind die Menschen, immer erst nachdenken wenn man selbst betroffen ist...
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Geschrieben

Ich habe schon viel Kontakt mit Leuten gehabt, die psychisch ziemlich labil sind und habe mich gefragt, wie das kommt, dass sie selbst nicht aus dem Loch kommen. Das war in einer therapeutischen WG gewesen und ich habe erkannt, dass es so ist, als wenn jemand in einem tiefen und dunklen Brunnen ist und die Wände sind so glatt, das nur von oben jemand sie aus diesem Loch ziehen kann, aber das funktioniert auch nur dann, wenn der andere das auch zulassen kann. Medikamente können da nur unterstützend wirken, oder aber auch die Gefühle komplett unterdrücken.

Bei mir ist es nämlich so, dass ich als Kind mit 3 Jahren von meiner Familie getrennt wurde und es nicht verstanden habe, warum. Gottseidank habe ich gute Pflegeeltern gehabt, die mir gezeigt haben, das man über vieles hinweg kommen kann, auch aus eigener Kraft. Sie haben mich also Resilienz gelehrt und das werde ich nie vergessen.

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Geschrieben
Es ist ein blödes Thema und ich wünsche diese Krankheit niemand. Ich bin langsam am raus kriechen aus mein Loch ,lachen fällt noch sehr schwer aber ich hoffe das kommt bald wieder. Der Auslöser bei mir war wohl ,das ich auf eine treffen war. Dort jedoch zuviel negatives gehört und gefühlt habe, dazu noch das wissen das ich zurück muss in der normalen Welt. Obwohl ich TS mzf bin,lebe ich noch die Männerrolle Berufsbedingt Das hat am Sonntag dann dazu geführt vollends ab zustürtzen. Der Zuspruch hier sowie die Freundinnen haben geholfen. Anderseits kamen genügend Mails an welche nur die Chance nutzen wollten oder mir zu verstehen gaben das es richtig wie es mir geht da ich doch TS bin. Erklären was Depressionen sind ist wohl genau so schwer wie zu erklären was ts ist. Ich danke dir Bolero für deine Unterstützung welche du mir zuteil kommen liest und ich hoffe das ich das bei dir nicht machen muss aber wenn ich dir dann auch helfen kann.
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Geschrieben
Ich bin auf deiner Seite, Bro. Aber es ändert sich gerade ja auch etwas. Das Thema Depression ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das Stigma bröckelt. Auch Niemalsnienichtdepressive wissen inzwischen, daß das nicht nur ein seelischer Schnupfen ist. Du machst das schon. Depression ist wirklich eine miese Krankheit. Ich weiß das aus langjähriger Erfahrung. Aber du kannst sie überwinden. Atme ein, atme aus, lebe weiter. Ich werde mich jetzt hüten, dir kluge Ratschläge zu geben. Sehr viel weißt du schon selbst und den Rest werden die anderen hier erledigen. Aber meine Liebe, die geb ich dir, Bruder!
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Geschrieben
Dein Problem, ist das von sehr vielen Menschen. Ich war früher auch in einen grossen Loch, bei mir waren es aber post traumatische Störungen hervor gerufen durch meine Arbeit in Krisengebieten. Du solltest für dich selber erstmal erkennen, daß du nur selber da raus kommst. Leben besteht nicht aus eigenen zwängen und den zwängen was die Gesellschaft von dir verlangt. Oder erwartet. Leben heisst sich selbst zu lieben und zu verstehen das, das hier und jetzt zählt. Der Weg ins Leben zurück ist steinig. Tue einfach mal was bescheuerte. Lach drüber und du wirst sehen es tut gut.
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Geschrieben
Es liegt an den Hormonen. Seraltin, Noradrenalin, Serotonin, Dopamin. Wenn jemand richtig depressiv ist, haben sie zu wenig davon, bzw. werden sie zu schnell aufgebraucht (so geht es einem morgens noch gut und abends immer schlechter). Ohne diese Hormone, bzw. genug davon kann man vieles nicht mehr tun. Eines ist zum Beispiel dafür verantwortlich, dass man Antrieb hat. Deshalb bringen diese blöden Sprüche von Leuten auch nix, denn woher willst Du die Motivation nehmen, wenn das Hormon fehlt? Würde es den Ratgebern fehlen ginge es ihnen genau so. Das ist ein wenig wie diese seltene Krankheit, wo Leute bspw. keinerlei Schmerzen empfinden können. Es liegt nicht am Kopf, sondern am Körper. Das Problem ist, dass die meisten Antidepressiva gar nicht an der Barriere vom Blutplasma im Hirn vorbei kommen. Das meiste Serotonin wird dann stattdessen im Verdauungstrakt verarbeitet. Ernährung kann helfen, aber persönlich hab ich nicht DEN Effekt gemerkt. Man muss halt einfach da durch, es wird aber immer wieder kommen. Wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass es vorbei geht, auch wenn man jedes Mal denkt, es wird nicht mehr besser.
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Geschrieben
Dass man als nicht betroffene Person zu dem Thema nichts beitragen kann, halte ich für hochgradigen Schwachsinn. Es kann sicherlich nicht jeder nachvollziehen oder verstehen, aber dass es keiner kann... naja. Aber Du hast da was angesprochen, was Du als betroffener eigentlich selbst wissen müsstest: Man kann Dir den Weg weisen, aber gehen musst Du ihn selbst. Freunde helfen durch zuhören. Aber man muss schon selber wollen oder sich dazu zwingen. Genau so verhält es sich mit einem Arztbesuch. Ich interpretiere Deine Aussage so, als wären diese Tipps Quatsch, weil man ja eh keinen Plan hat, wie Antriebslos man mit Depressionen ist. Aber der Erfolg jeder Therapie steht und fällt mit der Bereitschaft des Patienten, Hilfe anzunehmen. Wer sich dagegen sträubt, aber sehr wohl weiß, was er/ sie für eine Krankheit hat, darf sich dann eben auch nicht wundern, wenn das Verhalten auf Unverständnis stößt. Und da es im anderen Thema auch angesprochen wurde: Ja, es gibt einige Betroffene, die ihre Krankheit dazu nutzen, um sich in die Opferrolle zu begeben. Ich habe dieses Verhalten schon mehrfach beobachten können; ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Reue. Das wird dann eben auf die Depression geschoben.
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Geschrieben
Bin eigentlich schon seit meiner Kindheit davon betroffen, aber ich habe es damals überhaupt nicht begriffen, und meine Umgebung auch nicht. Im Laufe der Zeit ist es dann auch immer schlimmer geworden, aber ich habe trotzdem mein Leben mehr oder weniger gelebt, ich kannte es schließlich nicht anders. Therapie habe ich immer abgelehnt, bis ich mich dann doch dazu überreden ließ. Für die meisten ist eine Therapie wohl der beste Weg, aber bei mir hat es die Sache nur noch mehr verschlechtert. Nun versuche ich wieder alleine klar zu kommen, wahrscheinlich war es bei mir einfach zu spät. Deshalb rate ich jedem, diese Probleme so früh wie möglich anzugehen...
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Geschrieben (bearbeitet)

Für mich als Außenstehender sind hier ein paar interessante Beiträge. Ich habe keinen Depressiven in meinem Umfeld, aber das Letzte, was ich sagen, denken oder meinen könnte ist, dass der nur so tut oder übertreibt. Ich denke, wenn ein Depressiver solche Personen im näheren Umfeld hat, umgibt er sich mit den falschen Menschen.

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Ich bin mir nicht ganz sicher, aber in den Büchern 'Weizenwampe' und 'Dumm wie Brot' geht es um die Krankheiten, mit denen Weizen und Zucker in Verbindung gebracht werden. Seit ich die Ernährung umgestellt habe, habe ich keine Stimmungsschwankungen mehr. Vieleicht können die Betroffenen ja mal ihren Arzt dazu befragen und über eine Ernährungsumstellung nachdenken?

bearbeitet von calvinhh
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Geschrieben
Ich könnte jetzt ne Abhandlung schreiben die 5 oder 10x so lange ist wie Deine im Eingangspost. Aber das tue ich nicht. Ganz einfach weil das hier der falsche Platz ist. Wenn Du Hilfe brauchst geh zu einem guten Therapeuten. Solange es Dir noch nicht schlecht genug geht treib Dich weiter in Foren zu dem Thema rum. Wenn Du nur Schulterklopfen willst, bleib in den Foren. Wenn Du Hilfe willst geh zu einem Therapeuten. Hart aber fair. Alles klar...?
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