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Bi-Sexualität polarisiert die Community


Empfohlener Beitrag

Geschrieben
Ich wundere mich über das hohe Aufkommen... Als wenn hetero komplett aus der Mode gekommen wäre ;-)
Geschrieben

Ich finde beides persönlich nicht erotisch, weil mich dabei sexuell nichts anspricht.

Allerdings habe ich nichts gegen Frauen, die auf Frauen stehen oder gegen Männer, die auf Männer stehen.

Geschrieben
Interessiert mich nen Scheiss, was andere über meine bisexualität denken. Habe fertig!
Geschrieben
vor 13 Minuten, schrieb Rondevouz_mit_Joe:

Ich wundere mich über das hohe Aufkommen... Als wenn hetero komplett aus der Mode gekommen wäre ;-)

Du meinst als Hut? Oder wars ne Mütze?:jumping:Meinetwegen darf jeder eine Hetenmütze tragen.

Geschrieben
Mir ist ganz egal, in jedem Bereich, was andere von mir denken. Es soll jeder auf sich selbst schauen, damit haben alle genug zu tun.
Geschrieben

Es ist doch eigentlich vollkommen normal, in der heutigen Zeit. Es muss alles denunziert werden, was nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Ist hier ja nicht selten zu lesen.

Schrecklich sowas. Lasst doch jeden das sein, was er/sie möchte. Und nein, dass ist keine Modeerscheinung.

Sex ist das schönste Gefühl, dass es gibt. Soll doch jeder daran teilhaben, der es möchte. Egal, ob Schwul, Lesbisch , Bi oder Bi Interessiert.

Geschrieben
"Jeder soll nach seiner Fasson selig werden!", hat der alte Fritz schon gesagt. So handhabe ich das auch!
morituritesalutant
Geschrieben

ich weiß nicht wer einen bi-sexuellen als unnormal oder gar schmutzig bewertet,aber diese menschen dürften,wie die dinosaurier ,zum aussterben verurteilt sein.

ob eine frau einen bi-sexuellen mann in betracht zieht,ist rein ihre individuelle entscheidung und hat meist nichts mit vorurteilen zutun.

als hetero spielt für mich die sexuelle ausrichtung eines freundes keine rolle und hätte ich eine bi-sexuelle freundin,dann würde ich die andere frau auch nicht als"bedrohung"empfinden,solange keine liebe im spiel ist.

 

 

 

Geschrieben
Eine solche Bewertung ist mir noch nicht passiert, aber dazu kann ich nur sagen: "Diejenigen können mir den Buckel runter rutschen .. und dann sind sie genau in der richtigen Position mich am Arsch zu lecken" ...
Geschrieben
vor 8 Stunden, schrieb clearly:

Wenn Frauen bi-sexuell sind, finden das sehr viele Mitglieder hier sehr erotisch. Wenn Männer bi-sexuell sind, dazu stehen und es im Profil dokumentieren, dann wird das häufig als "unnormal" und "schmutzig" bewertet. Man(n) wird entsprechend abgestempelt.

Wie seht Ihr das? Habt Ihr dazu eine Meinung?

Wir sehen das anders. Es ist bei Frauen ok und bei Männern auch. 

Geschrieben
Meine Meinung ist, dass ich keine Menschen aufgrund ihrer Sexualität, ihres Aussehens oder ihrer Hautfarbe diffamiere oder in Abrede stelle. Schmutzig sind allein die Gedanken - aufgrund der jeweiligen elterlichen Erziehung, religiösen Doppelmoral oder Sozialisation.
Geschrieben
Naja bei den meisten Männern sieht es schmutzig aus. Ohne Ästhetik und Leidenschaft. So mancher Chat unter Männern ist ziemlich ekelhaft. "Hey Wer Entsaftet mich"? Oder "Fickstute möchte besamt werden". Das ist strange..... Da muss sich Mann hier nicht wundern, alleine da zu stehen. Mann hat hier seine Hormone nicht im Griff.
Geschrieben

Von den vielen "Kampfbegriffen" der emanzipatorischen "Bewegungen" unter der Regenbogenfahne gibt es nur einen einzigen, der mir gut gefällt und das ist derjenige der "Heteronormativität". Normativität - das ist ein Normensystem, das jede abgrenzbare gesellschaftliche Gruppe entwickelt und besagt, was in der jeweiligen Gruppe "angesagt" oder auch "no go" ist. Diese Normativität kann formell gefasst sein - von Satzungen von Vereinen bis zu Gesetzen und Verfassungen politischer Institutionen - aber sie kann auch informell sein, sogar "kryptisch": es gibt Normen, über die zu sprechen schon ein Normverstoß ist - das sind die Tabus im sozialpsychologischen Wortsinne. Wer gegen all diese Normen verstößt, wird sanktioniert und schließlich ab einem gewissen Grad des Normverstoßes ausgegrenzt - "diskriminiert".

Die "Heteronormativität" hat sehr lange Zeit diese unsere Gesellschaft dominiert - abweichende Sexualitäten wurden diskriminiert, ob es sich nun um Homo- oder Bisexualität, Transsexualität oder von der "Blümchensex-Norm" abweichende sexuelle Praktiken wie BDSM, NS/KV usw  handelt. All diese Ausgrenzungen "der Gesellschaft", dh der Gesellschaft der Menschen im deutschen Sprachraum insgesamt, sind im unterschiedlich starken Abnehmen begriffen, einige nur noch in gesellschaftlichen Randzonen vorhanden wie etwa die Ausgrenzung von Homosexuellen in der katholischen Kirche. Was wir in unseren Zeitläuften miterleben, aber oftmals garnicht richtig mitbekommen ist die Implosion dieser Heteronormativität, die die abendländische Gesellschaft rund 200 Jahre lang mehr oder weniger streng beherrscht hatte.

Diese allgemeine Diskriminierung abweichender Sexualitäten hat aber auch ihre positiven Seiten gehabt: man war untereinander recht solidarisch gewesen in der Sexszene, eben weil man sich in der gleichen Situation befand, sich mit seinem abweichenden Lebensentwurf gegen "harte" Diskriminierungen in der Gesellschaft behaupten zu müssen.

In dem Maße jedoch, wie die abweichenden Sexualitäten allgemein-gesellschaftliche Akzeptanz gewonnen haben, haben sie auch ihre ursprüngliche große Solidarität untereinander mehr oder weniger stark verloren und sie haben ihrerseits Normativitäten entwickelt, die andere Sexualitäten ebenso vehement ausgrenzen, wie sie selbst früher von der allgemeinen Gesellschaft ausgegrenzt worden waren.

Am deutlichsten sichtbar ist das wohl bei der lesbischen Normativität, deren zentrale Normen die Androphobie (Männerfeindlichkeit) und strikte Exklusivität sind: bisexuelle Frauen werden in lesbischen Kreisen nicht geduldet, sind "no go". Die schwule Normativität erscheint dagegen geradezu spiegelbildlich: Frauen waren in schwulen Kreisen schon immer willkommen gewesen und heutezutage hat jede Gay-Sauna ihre "offenen Tage", die auch bei Frauen immer beliebter werden. Der früher häufigere Vorwurf, Bi-Männer seien nur Schwule, die sich nicht trauen würden offen schwul zu leben, ist heute auch nur noch sehr vereinzelt zu hören - eben weil sich immer mehr Bisexuelle als Solche auch in der allgemeinen Gesellschaft "outen". 

Bisexualität hat ihren eigenen Charme der Diskretion: die allermeisten Bisexuellen leben zur Heteronormativität konform, in heterosexuellen Partnerschaften (oder streben diese an) - ihre Bisexualität tritt in der allgemeinen Öffentlichkeit nicht in Erscheinung - im Gegensatz zu den homosexuellen Partnerschaften, die mit ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit den Geltungsanspruch der Heteronormativität zurückweisen. Deswegen haben sich auch Bisexuelle nie erheblich an all diesen "Bewegungen" beteiligt, bleiben zur Regenbogenfahne regelmässig auf Distanz. Deswegen zweifele ich auch, ob Bisexuelle so eine abgrenzbare Gruppe geworden sind, daß sie je eine eigene Normativität entwickelt haben könnten. Auch ihre Tendenz zur Vernetzung ist viel geringer.

Und da gibt es schließlich auch eine "Swingernormativität", die v.a. in der Szene der Clubs und Events enorm repressiv geworden ist. Meiner Wahrnehmung nach gibt es kaum eine Sexualkultur, in der die jeweiligen Moden, die "In&Out-Listen" so bierernst genommen werden, wie dort. Und zu dieser Swingernormativität gehörte auch die Ablehnung von männlicher Bisexualität, während bei den Swingerfrauen Bisexualität geradezu vorausgesetzt wurde, als ich mich noch bis vor ca. 15 Jahren in dieser Szene bewegte. Jenseits der Club-Szene, in der Szene der Privatparties und Outdoorerotiker sah die Lage der Bi-Männer dagegen schon wieder ganz anders aus - sie waren in diesen Untersegmenten schon immer sehr beliebt gewesen. Das mag auch damit zusammenhängen, daß die Treffpunkte für outdoor-Sex, die "Locations" fest in der Hand von Schwulen und Bi-Männern sind.

Ich muß also dem Startpost durchaus zustimmen: "der Bi-Mann" polarisiert - auf einer Seite dieser "community" wird er wohl immer noch abgelehnt, wie auch die Posts hier im thread zeigen, auf der anderen Seite ist er "in".

Und wie auch schon richtig angesprochen wurde: das Image der Bi-Männer leidet nicht wenig an dem übelen Ruf der "Bi-neugierigen" oder "Bi-interessierten" Männer, hinter denen sich wirklich nur allzuoft notgeile heterosexuelle "Schweinchen-Schlau-Typen" verbergen, die auf diese sinistere Weise an die Frauen der "Bi-Paare" herankommen wollen. Daß gerade die "Bi-Paare" sehr genau wissen, wo Bartels den Most holt, wird sich bei diesen "dummschlauen" Typen wohl nie mehr herumsprechen.

 

Geschrieben

Also ich finde es sollte jedemm das recht auffreie parterwahl zustehen

Geschrieben
egal was andere sagen oder denken. Ich bin bi und das ist gut so!
Geschrieben
Am 8.12.2018 at 13:32, schrieb clearly:

Wenn Männer bi-sexuell sind, dazu stehen und es im Profil dokumentieren, dann wird das häufig als "unnormal" und "schmutzig" bewertet. Man(n) wird entsprechend abgestempelt. Wie seht Ihr das? Habt Ihr dazu eine Meinung?

Da hast du eine andere Wahrnehmung als ich. Ich hab das von dir beschriebene "Abstempeln" nicht bemerkt.

Aber ganz grundsätzlich könnte man folgendermaßen argumentieren: Es gibt in der Bevölkerung sicher mehr Menschen, die Analverkehr ablehnen, als solche, die Vaginalverkehr ablehnen. Es gibt sogar mehr Menschen, die Oralverkehr ablehnen als solche, die Vaginalverkehr ablehnen (auch wenn oral deutlich weiter verbreitet ist als anal).

Nun ist gleichgeschlechtlicher Frauensex nicht so stark mit Analsex konnektiert wie gleichgeschlechtlicher Männersex. Insofern mündet eine häufiger auftretende Ablehnung der Praktik vielleicht auch in einer vermehrten Ablehnung der homosexuellen Handlungen unter Männern. Das ist aber nur ein schwacher Erklärungsversuch eines von dir beschriebenen Phänomens, das ich hier gar nicht so sehr wahrnehme, sondern höchstens in der gutbürgerlichen Gesellschaftsschicht, die sexuell eher nur das "Standardprogramm" kennt.

Ergo kann man meine Ausführungen höchstens als vage Idee bezeichnen, keinesfalls als wissenschaftlich gesicherte These. ;)

Geschrieben
Am 8.12.2018 at 13:32, schrieb clearly:

Wenn Frauen bi-sexuell sind, finden das sehr viele Mitglieder hier sehr erotisch. Wenn Männer bi-sexuell sind, dazu stehen und es im Profil dokumentieren, dann wird das häufig als "unnormal" und "schmutzig" bewertet. Man(n) wird entsprechend abgestempelt.

Wie seht Ihr das? Habt Ihr dazu eine Meinung?

Hier ist die Toleranz bei den Damen wohl höher.

 

Ich finde es aber schon interessant, dass die Herren sehr gerne sehen wollen, wenn sich 2 Damen miteinander Vergnügen. Wenn die Damen aber möchten, dass die Herren sich miteinander beschäftigen, ist das Endsetzen groß. Ich bin doch nicht Schwul.....

Geschrieben

Meine persönliche Erfahrung ist immer wieder, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt leider noch immer genügend Homophobie, die einem hier begegnet. Andererseits, manchmal kann ich so die ein oder andere Reaktion auch verstehen. Manchmal schreiben mich Männer an, in deren Profilen ist kein Wort zu finden, das man bi ist, aber sie finden mich geil, könnten sich mehr vorstellen..., sagt man dann aber, dass man hier nicht als Vermittler der eigenen Frau agiert geht das Interesse schnell wieder gen Null. Sprich, man ist so lange bi-neigierig, wie man vielleicht doch einen Stich bei der Angetrauten landen kann.

Es mag Leute geben, die finden es pervers, abartig, wider der Natur und es gibt Menschen, die würden selbst niemals bisexuell sein wollen, aber die sagen einfach das es nicht ihr Ding ist ohne gleich beledigend zu werden. Ich habe hier schon so ziemlich alles erlebt, aber überwiegend behalte ich offenbar die positiven Erinnerungen, denn ich bin schon viele Jahre hier.

Geschrieben

Lol ... Ihr seid ja wirklich niedlich.

Sicher finden Männer Frauen mit bisexueller Ausrichtung spannend. Ich persönlich fand das bislang eher anstrengend als toll. Wenn man nicht mal seine Freundin küssen kann, ohne daraufhin massiv belästigt zu werden, läuft doch wohl irgendwas falsch. In der lesbischen Szene werden bisexuelle Frauen im übrigen argwöhnisch beäugt.

Ich persönlich finde bisexuelle Männer sehr anziehend. Es spricht für eine sexuelle Offenheit die vielen Heteros schlicht und ergreifend fehlt. Man kann das auch schmutzig nennen (ich persönlich mag das Wort versaut lieber), aber mal ganz ehrlich: Steht ihr auf Blümchensex? 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 53 Minuten, schrieb PureMelody:

(…)

Ich persönlich finde bisexuelle Männer sehr anziehend. Es spricht für eine sexuelle Offenheit die vielen Heteros schlicht und ergreifend fehlt. Man kann das auch schmutzig nennen (ich persönlich mag das Wort versaut lieber), aber mal ganz ehrlich: Steht ihr auf Blümchensex? 

Das ist so ein Punkt: bisexuelle Männer haben idR sehr viel mehr Sex, als heterosexuelle Männer - sie haben mehr Gelegenheit dazu, erleben mehr, lernen mehr, sehen mehr, können mehr - auch im Umgang mit Frauen. Ich selbst habe in meiner Jugend eigentlich erst durch meine schwulen Erfahrungen einen richtigen Zugang zu Frauen gefunden gehabt.

Und bisexuelle Männer sind niemals "notgeil", was für den heterosexuellen "Einzelherrn" - leider - der Normalzustand ist, aber keine gute Ausgangsposition für guten Sex.

Das wird aber in der Sex-Szene durchaus nicht überall wahrgenommen. Die landläufigen Vorurteile gegenüber bisexuellen Männern haben sich ja auch hier in diesem Thread niedergeschlagen gehabt: "das sind die, die wo Keine abkriegen" undsoweiter. Es hat mal einen ganz bösen Witz von Harald Schmidt gegeben: "Bisexualität verdoppelt die Möglichkeiten und halbiert die Chancen." Es ist aber in der Realität genau andersrum: wenn man als bisexueller Mann eine halbwegs manierliche Erscheinung bietet, hat man die sexuell offenen - und ebenfalls bisexuellen - Frauen geradezu auf dem Schoß sitzen, wenn bi-man sich outet - und die Frauen, die sich von einem abwenden, das sind die, mit denen bi-man ohnehin "nix Vernünftiges" anfangen kann. Diese Frauen seien den heterosexuellen Männern nur zu gerne gegönnt - sie werden schon sehen, was für blaue Wunder sie mit diesen Frauen erleben.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben
vor 8 Stunden, schrieb PureMelody:

Es spricht für eine sexuelle Offenheit die vielen Heteros schlicht und ergreifend fehlt

Das ist doch Blödsinn. Nur weil mein Beuteschema keine Penise umfasst, mangelt es mir doch nicht an sexueller Offenheit. Das unterstellt, man könne Homosexualität „erlernen“. Dann müsste auch der Umkehrschluss gelten und man könnte Homosexualität „heilen“ ... willkommen im Mittelalter ... Eine sexuelle Orientierung ist nicht erlernbar ...

Geschrieben
vor einer Stunde, schrieb moodybs:

Das unterstellt, man könne Homosexualität „erlernen“

Nein, tut es nicht. Gleichgeschlechtliche Sexualkontakte sind nicht gleichzusetzen mit sexueller Orientierung.

Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb Frosch_64:

Gleichgeschlechtliche Sexualkontakte sind nicht gleichzusetzen mit sexueller Orientierung.

Wie kommst du denn darauf? Ist das das dubiose „ich bin doch nicht schwul nur weil ich Kerle vögel“???

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