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Wir waren Helden...


Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Folgendes ist mir dieser Tage noch einmal in meinem PC-Archiv begegnet. Ich weiß nicht von wem es ist, ich habe es jedenfalls um meine eigenen Erlebnisse ergänzt. Ich möchte es hier einmal zur Diskussion stellen und euch um eure Meinung dazu bitten:
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"Wir waren "Helden" !!!

Wenn du nach 1970 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun! VERSCHWINDE ! Kinder von heute werden in Watte gepackt alle anderen weiterlesen!! Wenn du als Kind in den 50ern oder 60ern Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Finger und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Genauso, wie wir beim Rollschuh fahren keine Knie- und Ellbogenschoner kannten, Wir tranken Wasser aus Pfützen, irgendwelchen Brunnen und Bächen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Ebenso mit Unfällen, wenn wir im Winter beim Wettrodeln – Kopf voran Lattenzäune durchbrachen. Wir brachen uns Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach " Aufsichtspflicht ". Kannst du Spätgeborener dich an " Unfälle " erinnern?

Wir verließen morgens das Haus zum spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir hatten Taschenmesser und haben uns die Finger aufgeschnitten, Wir verabredeten uns mit benachbarten Jungengruppen zu einer handfesten Klopperei. Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Ständig hatten wir irgendwelche Blessuren. Damit mussten wir leben, denn es interessierte unsere Eltern nicht besonders.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter und Rübenkraut, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten keine Playstation, kein Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound , eigene Fernseher, Computer, Internet Chatrooms. Wir hatten Murmeln und wir hatten Freunde!!! Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Strasse. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht zu klingeln - wir gingen einfach rein - weil die Haustür dort sowieso immer offen stand, sogar nachts......Wie war das alles nur möglich?

Wir brachen im Winter in zugefrorene Seen und Bäche ein und kamen steif gefroren Stunden später wieder nach Hause. Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen mit Enttäuschungen klarzukommen.

Wir waren eine verschworene Gemeinschaft von Musketieren. Einer für alle, alle für einen.
Wir verwüsteten Nachbars Kornfeld, weil der uns den Ball weggenommen hatte, indem wir zigmal eine Bohnenstange ins Kornfeld schleuderten und unseren Hund diese apportieren ließen. Nachmittage um Nachmittage verbrachten wir in irgendwelchen Tümpeln und sonstigen Gewässern, um Frösche, Blindschleichen, Ringelnattern zu fangen. Wir „angelten“ mit selbst hergestellten „Flaschenhandgranaten“ mit Karbid und Wasser gefüllt. Anschließend brutzelten wir die Fische auf offenem Lagerfeuer. Mit 12 Jahren machten wir unsere ersten Fahrversuche mit einem 7,5 to LKW. 3 Jungens am Steuer. Später gründeten wir Bands und waren auch da erfolgreich.

In den ersten vier Schuljahren Volksschule, heute Grundschule, lernten wir zu lernen. Lernten wir Gedichte auswendig zu lernen, paukten wir das kleine und große Einmaleins bis es saß. Mathematische Nachbarschaftstheorie im 3. Schuljahr? Unvorstellbar. Lächerlich. Wir „lernten“ aber auch, dass im Friedfischaquarium richtig was los ist, wenn man aus dem Nachbaraquarium mit den Raubfischen einen Kächer voll Raubfische nach nebenan ins Friedfischaquarium „umquartiert“. So standen wir auf der „Penne“ Schuljahr für Schuljahr mit jeweils 2 Tadeln und 2 Rügen immer unmittelbar vor dem Schulverweis. Aber auch das ließ unsere Eltern weitestgehend ungerührt. Ich glaube heute, sie haben sich einfach auf uns verlassen, dass wir das schon hinkriegen.

Manche Kumpel waren als Schüler nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hatte, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauten. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas !! Und trotzdem waren wir uns bei alledem, was immer wir auch taten und angestellt hatten, der Liebe unserer Eltern immer gewiss.

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten unglaublich viel Freiheit. Wir hatten aber auch Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen ! Und du gehörst auch dazu !?! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!! "
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Dies alles erlebt haben zu dürfen, nenne ich REICHTUM. Sehe ich das falsch? Wie seht ihr das?

LG xray666


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

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Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.


Und das Bleichmittel war so scharf, dass ein Neger davon weiß wurde und heute als Sänger berühmt ist.

Du hast schon recht. Es war eine schöne und "reiche" Zeit.
Ich möchte sie nicht missen.


Geschrieben

sehen wir ebenso

kinder müssen dinge real erleben, um aus den erfahrungen das richtige für das weitere leben zu lernen.

sehr schöner text - gefällt uns


Geschrieben

die kinder von heute sind auch helden.

jede generation seit zigtausend jahren ist das und jede neue generation wird es sein, weil alle sich immer an gegebenheiten anpassen müssen.
in den 60ern kind gewesen zu sein war sicher einfacher als heute, darum sind für mich die kinder von heute die helden


ese


Geschrieben

gratuliere den helden.

Ist das jetzt ein Plädoye für längere Bezugszeit von harz4 für Ältere

Es liest sich naürlich gut, aber vergleich es doch mal mit der Generation davor.

Letztendlich geht es der Menschheit nunmal auf dauer immer besser.

Denke einiges von dem beschrieben geht heute immer noch.

Und was ganz wichtig ist, ihr die alten habt aus der Welt die heutigen geschaffen ihre Helden, nciht wir


Geschrieben

Und was ganz wichtig ist, ihr die alten habt aus der Welt die heutigen geschaffen ihre Helden, nciht wir




und wo bleibt das DANKE dafür ?



Geschrieben

gibts doch jetzt bald mit harz4

und außerdem dürfen wir ja für alle Helden später die Rente zahlen.

Ohne Hoffnung selber mal welche zu bekommen.

Schade das ich zu jung bin, sonst könnt ich davon schwärmen wie schön es doch damals in der DDR war im vergleich zu Heute

Leben gibts nur in der Gegenwart, die Vergangenheit ist vorbe und die Zuunft hat noch nicht begonnen. sinngemäß nach Buddha


Geschrieben

also erstens muss ich sagen... ich frage mich was das thema hier bei poppen zu suchen hat... doch da es anscheinend anklang gefunden hat ist es ja auch ok.. nur bitte hey.. ich fang an zu lesen und nur weil ich nicht in der zeit geboren bin soll ich verschwinden???

ich finde (und das ist bei mir noch gar nicht lange her) die heutige kindheit ist auch nicht gerade einfach... ich könnt jedesmal erbrechen wenn meine eltern sagen früher hätts sowas net gegeben und da sind wir beim punkt... die generationen von damals wissen gar nicht was wir heute alles durchmachen... genauso wenig ahnung haben wir davon was ihr durch gemacht habt... also bitte seid doch so fair...


und gebührt jeder generation den respekt... denn jeder von uns hat die welt schon mal von zwei seiten gesehen.....


Geschrieben

Das Thema passt zu poppen, weil die generatio früher auch mal Helden im bett waren und jetzt...

Ich fand den Text eigentlich super, musst auch schmunzeln, bin trotz meines Alters auch mal im eis eingbrochen und durften beim Fußi nicht immer mitspielen

Wohnte im achso schlimmen Plattenbau und man mußte nur rausgehen um Freunde zu treffen. Erste Rauchversuche... erstes Alkohl zu höchstpreisen von der tanke oder gegen Aufschlag vom großen Bruder.. ich kam sogar noch in den genuss das einige privaten Softpornos im TV zeigten und ich nicht gleich mit den Hardcoresachen ausm Netz anfangen mußte


Geschrieben

ja schön fand ich ihn auch doch irgendwie auch bissi beachtlos den jüngeren... und vorallem wird es runter gespielt... als ob es nicht für jeden menschen auf der welt schlimme erlebnisse und erfahrungen in seiner kindheit gibt....


Geschrieben

so sind sie alten, haben halt nichts mehr im Leben als die Vergangenheit, da kommen wir auch irgendwann hin

also der Text ist doch nett geschrieben, ist ja nicht gegen uns sonern halt ein Hoch auf die "Alten" oder wie man hier sagt, die "reife" Generation


Geschrieben (bearbeitet)

Ist das jetzt ein Plädoye für längere Bezugszeit von harz4 für Ältere


gibts doch jetzt bald mit harz4

und außerdem dürfen wir ja für alle Helden später die Rente zahlen.

Ohne Hoffnung selber mal welche zu bekommen.


Irgendwie scheinst du ein Problem zu haben. Würde ich mal dran arbeiten.

Ist nicht jedes Kind ein Held, egal wie alt und wo lebend?

Ich finde, der Text ist sehr gut geschrieben und es braucht nicht alles auf die Goldwaage gelegt und zerpflügt werden.
Wenn ich etwas suche, finde ich auch etwas.
Wo bleibt die Toleranz?

Nachtrag:

so sind sie alten, haben halt nichts mehr im Leben als die Vergangenheit, da kommen wir auch irgendwann hin


Nette Verallgemeinerung.
Wenn ihr in meinem Alter (49) seit und nichts mehr im Leben habt außer den Erinnerungen an die Vergangenheit, dann habt ihr etwas falsch gemacht.


bearbeitet von Filzpantoffel
Geschrieben

Und das Bleichmittel war so scharf, dass ein Neger davon weiß wurde und heute als Sänger berühmt ist.

Du hast schon recht. Es war eine schöne und "reiche" Zeit.
Ich möchte sie nicht missen.



...meinst Du Heino?? *lacht

Ansonsten:

Ich bin der festen Überzeugung, dass jede Generation ihr Scherflein zu tragen hat.

Ich habe einen Sohn von 10 Jahren. Wenn ich mir anschaue, mit was für einem Umfeld er sich rumschlagen muss, würde ich ihm manchmal unsere Zeit gönnen.

Besser - Schlechter, in dieser Weise kann ich nicht urteilen.

Ich habe meine Erfahrungen gemacht ( will ich nicht missen, ohne die wäre ich nicht der, der ich jetzt bin)
Und ich kann an den Erfahrungen der "Jugend" *grins
teilhaben und weiter lernen,

Darauf freue ich mich.

Liebe Grüsse an alle netten Posting-Versender/innen ...*lacht

DS


Geschrieben

@ Pantoffel

womit habe ich jetzt ein Problem?

Ich habe geschrieben das ich den Text gut finde, aber wie schon oftmals angesprochen, jede Generation hat seine eigene Probleme und Themen und sind daher alles Helden.

Waren denn wirklich Leute die in der Zeit des Wirtschaftswunder wirklich größere Helden, weil sie ohne Technik aber dafür damals auch ohne Zukunftsangst aufgewachsen sind?

Oder sind es heute die 15-16 jährigen die wegen einer Ausbildung ans andere Ende der Deutschlands ziehen?

Ist es besser ohne Handy, Internet und Co aufgewachsen zu sein, oder diese Möglichkeiten heute als Kind sinnvoll nutzen zu können?

Ich habe kein Problem mit Rente ich sehe das einfach nur realistisch und in 40 Jahren werden wir obwohl massiv eingezahlt haben weniger rausbekommen als ihr.

Und wie bereits im 1. teil geschrieben, wenn früher alles besser war, seit ihr diejenigen die es verändert haben, nicht wir!

Was die Verallgemeinerung angeht, siehe die Überschrift an, da steht nicht wir SIND, oder?

Das mit Harz4 ist eine aktuelle Tagesdiskussion und war meine antwort auf den Dank von den Bichas, denn auch wenn es uns heute gut geht, sind doch die Verhältniss nicht unbedingt mit damals vergleichbar und die Herausforderungen heute halt völlig andere.

Es ist erfrischend den Text zu lesen, aber es gibt wohl leider kein zurück mehr


Geschrieben

Ich glaube, dass man einer Generation Unrecht tut, wenn man behauptet sie habe es leichter als eine andere, und dass das auch bei Extrembeispielen gilt - aus psychologischen Gründen...

Es mag objektiv so sein, dass Kriegskinder es schwerer hatten als unsere Generation heute, aber das was im Eingangsposting als "Heldentum" propagiert wird drückt ja das subjektive Empfinden der betroffenen Generation aus, für die, mangels erlebten/erlebbaren Vergleiches die jeweils eigenen Mauern notwendig auch die höchsten sind.

Jede Generation bietet Möglichkeiten und Hindernisse, Freiheiten und Beschränkungen, auch wenn es uns heute besser geht bedeuten doch mehr Möglichkeiten auch mehr Qual der Wahl, mehr Verantwortung, mehr Komplexität und vor allem auch ein "Schwerernehmen" eigentlich kleinerer Schwierigkeiten.

Wer immer gesund ist, für den ist eine Verstopfung schon ein ernsthaftes Problem, wer aber von gesundheitlich anfälliger Natur ist, der wird sich wegen einer quersitzenden Blähung keine Gedanken machen und keine Jammermelodie anstimmen - er ist in gewisser Weise härter als der andere...

Und auch, wenn wir objektiv sagen können, dass der körperlich Schwächere es mit seinen Krankheiten schwerer getroffen hat, als der Gesündere mit seinen Wehwehchen, so empfinden sie doch am Punkt der Beschwernis ähnlich - haben es subjektiv gleich schwer und sind gleichermaßen Helden vor sich selbst und im Angesicht der Umstände, in die sie geworfen sind.

Objektive Vergleiche sind immer von akademischer Natur, wenn es um Heldentum geht, und der Feigling, der komplett über seinen Schatten springt macht einen größeren Satz nach vorne, als der Mutige, der seine Grenze nur ein wenig nach vorne versetzt, auch wenn er ind er Gesamtschau weiter gegangen ist, als der Angsthase...

Insofern sind alle Menschen zu allen Zeiten Helden gegen die Existenz, und wahre Stärke zeigt sich nicht darin ihr auszuweichen, um sich hinter der Aura einen Sonnyboys zu verschanzen, sondern darin, beständig gegen das je Unausweichlichliche zu revoltieren und immer wieder aufzustehen, wenn das Schicksal einen niedergeworfen hat.

Subjektiv hat es eine Scheidungswaise heute genau so schwer, wie das hungernde Kind in den Wirren des Krieges...


Geschrieben

Subjektiv hat es eine Scheidungswaise heute genau so schwer, wie das hungernde Kind in den Wirren des Krieges...



Von beidem war ich nicht betroffen und habe deshalb auch von beidem nicht geredet. Oder besser....vielleicht gerade deshalb.

LG xray666


Geschrieben

@xray - es sind ja nur etwas extremere Beispiele, die für jede Generation stehen.

Eine Generation mit objektiv kleineren Sorgen, wird diese kleinen Sorgen oftmals genauso schwer empfinden und sich ihnen mit der gleichen Menge Mut entgegenstellen müssen, wie derjenige, der unter per se schwereren Umständen auf noch größerere Probleme trifft.

Wer gewöhnt ist Nahrung stehlen zu müssen, um überhaupt zu überleben hat es in gewisser Weise leichter, als derjenige, der genug Geld zur Verfügung hat, aber sich überlegen muss, wieviel kulinarischen Genuss er mit welchen Mitteln erreichen kann - man nennt das ein Luxusproblem...

Ein Sachzwang, so hart er auch ist, und womöglich je härter er ist, erleichtert die Existenz in der Art, dass eine ätzende Qual aus einem Überfluss zu wählen entfällt, wobei ein zusätzlicher Mangel vom Ärmeren oft seelisch "leichter" getragen werden kann, als ein kleinerer Verzicht für denjenigen, der den Überfluss gewöhnt ist.


Geschrieben (bearbeitet)

.... darum sind für mich die kinder von heute die helden ese



Ein Held oder eine Heldin ist für mich jedes Kind Ese. Egal zu welcher Zeit es lebt. zurück

Meine Intention des Threads ist: Sind vielleicht manche oder einige "Rahmenbedingungen" von damals im Interesse unserer Kinder rückbesinnenswert? Die provokative Überschrift vergiss mal. Klappern gehört halt zum Handwerk

Deshalb @ Spritzneuling: Deine Beiträge - so gut sie auch sind - gehen mir im Moment in eine von mir nicht intendierte Richtung.

LG xray666


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben


Und was ganz wichtig ist, ihr die alten habt aus der Welt die heutigen geschaffen ihre Helden, nciht wir



rechtschreibung ist eine sache, absolut sinnlose sätze eine andere....stöhn,...six....dachte du hast `n bißchen gelernt während deiner abwesenheit. ist ja superkraus, was du da von dir gibst.
kannste den satz mal erklären für ne " alte " ?

ese


Geschrieben

sehr nett xray...sehr nett ...da kommt man ja ins schwelgen..jaja..schööön war die Zeit der Jugend

wenn ich so meine süsse Brut betrachte..tja...wir konnten uns auch ohne Telefon verabreden, und es ging nichts schief dabei!!!...heute werden für ein Treffen 50 Telefonate geführt...machmal 2 gleichzeitig..hin und her...und trotzdem gehts manchmal daneben!


Geschrieben

Ich fand den Beitrag nur schön. Und es ist leider so, dass die heutige Jugend....und ich habe 3 Söhne die mir sogar Recht geben........nicht mehr ohne PC, Handy, Playstation usw. auskommt.
Nur liegt es an der Jugend....... oder liegt es an den Eltern, die denen alles geben?
Meine 3 Söhne habe ich ohne "Dünkel" erzogen, bis heute interessiert sie nicht, welche Marke "in" ist und alle drei haben einen guten Job und einen Ehepartner.
Die Jugend von jetzt mag nicht schlechter sein als andere aber sie ist bequem und dumm geworden. Woran liegt es?
Das sollten sich die Eltern fragen, die schon morgens ihre Kinder vor den Fernseher setzen um ihre Ruhe zu haben, die arbeiten gehen und angeblich überfordert sind und sich nicht um ihre Kinder richtig kümmern.
Auch ich mußte meine Kinder allein großziehen, ohne einen Pfennig Unterhalt, weder vom Vater noch vom Staat. Wer macht das noch heute? Nein, sie schreien: Ich habe ein Kind und kann nicht arbeiten und trotzdem wird das Kind dann "auf irgendeine Weise" vernachlässigt.
Mir tut die Jugend heute leid, die alles.........sorry.... "in den Arsch gesteckt" bekommt und die Eltern den ganzen Tag mit sich, dem Internet oder wer weiß was beschäftigt sind!!
Kümmert Euch um Eure Kinder so viel, wie Ihr am PC seid, dann wäre manches anders!
Und an die Jugendlichen hier: warum seid Ihr in dem Alter so viel am PC?


Geschrieben (bearbeitet)

Man kann es aber "übersetzen": jede Zeit hat auch ihre eigenen Aufgaben, so dass wir bestimmte Werte "unserer Zeit" zwar immer noch für wertvoll halten, sie ihren seinerzeit objektiven Wert heute aber womöglich nicht mehr besitzen - sie sind Erinnerungen geworden und wir mit ihnen asynchron...

Ein halbwegs kluger Mensch hat mal gesagt, dass für (fast) jeden Menschen der Tag kommt, an dem er vom Progressiven zum Konservativen wird, was bedeutet, dass seine Werte irgedwann überholt sind.

Nehmen wir so etwas einfaches (einfach als Beispiel zu zitieren, schwer zu leben...), wie Solidarität:

Man muss sich fragen, welchen Wert Solidarität in einer unsolidarischer werdenden Gesellschaft objektiv noch hat, in der sie zunehmend weniger erreichen kann.
In unsolidarischem Umfeld erscheinen wenige Unzeitgemäße zwar als leuchtende Beispiele, weil sie Ausnahmen geworden sind, die unser aller Bewunderung erhalten, können aber immer weniger ausrichten - sie sind "aus der Zeit" und damit "aus der Art" geraten.
Sonderbarerweise erscheint ihre faktisch, nicht ethisch überholte Solidarität je stärker, desto schwächer sie objektiv ist, denn wenn viele solidarisch sind, ist Solidarität nicht mehr exemplarisch und lässt nicht den Einzelnen, sondern die Masse stark erscheinen.

Und so ist es auch mit Deinen "Rahmenbedingungen" - sie haben uns zu den Menschen geschmiedet, die genau unter diesen Bedingungen existentiell zu funktionieren hatten und ein Wertesystem geschöpft, dass wir, weil wir damit grobschlächtig erfolgreich waren, womöglich immer noch als gültig empfinden, obwohl die Zeiten längst andere geworden sind.

Wenn die Werte (so kritisierbar sie auch sein mögen) neu sind, sind auch die Rahmenbedingungen nicht mehr wünschenswert, die die alten Werte bestimmt haben. Sie werden zur melancholischen Begleitmelodie der reifen Existenz.

Nur gut, dass Generationen fließend ineinander übergehen, so dass es immer eine Weile dauert. bis wir aus der Zukunft zur Gegenwart und später zur Vergangenheit der gesellschaftlichen Realität werden.

Unsere Werte altern mit uns und werden mit den Jahren ebenso faltige Pflegefälle wie wir als Person, über die man später sagt, dass sie einmal stolz, schön und kraftvoll gewesen sind...

...und die Erinnerung an sie ist das Pflegeheim inzwischen überkommener Moralvorstellungen (Pflegestufe 3)...


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Wieso eigentlich verschwinden wenn nach 1970 geboren? Ich bin '71 geschlüpft und das meiste davon hab ich ziemlich genauso in Erinnerung.

Aber diese Generations Geschichten sind wohl immer gleich
Da fragt man einen vor 1930 geborenen und der wird auch sagen das alle danach "merkwürdig" aufgewachsen sind. Wieder 30 Jahre früher ... das gleiche.

Sowas nennt man wohl Veränderung. Ist halt immer anders. Manche Sachen sind besser manche schlechter (Betrachtungweise). Aus Subjektiver Sicht ist alles was später ist schlechter. Zumindest kenne ich niemanden der je behauptet hat, daß es früher schlechter war.
Und spaßigerweise wird zu jeder Zeit gemeckert das es grade jetzt alles mist ist


Geschrieben

Früher und heute...das spielen sie im Kino <<<sagte mein Opa immer so schön. Recht hatte er....die Zeiten ändern sich und jede Zeit hat etwas positives. Sicherlich gab es in der "guten alten Zeit" die dort oben geschildert wird weniger,über das man sich Gedanken machen musste. Trotzdem haben die Kinder der 50er,60er unsere heutige Welt mit erschaffen....haben PC,Handy,Playstation usw usw überhaupt erst erfunden....sollen wir sie dafür jetzt verteufeln???
Manchmal denke ich,es wäre schön gewesen in der Generation meiner Eltern geboren worden zu sein. Vllt,weil ihre Erzählungen von ihrer Jugend immer mit solch einem Leuchten in ihren Augen verbunden sind und einfach nur das positive Gefühl rüberkommt.
Dann merke ich,das ich von meiner Kind-und Jugendzeit nicht anders erzähle. Gut...ich bin 28,also ist das noch nicht lang her und vieles von dem,was es heute gibt,gab es damals auch. Trotzdem war diese Zeit für mich noch fast ohne Sorgen und Ärger....das ist es wohl,was einen positiv zurückdenken lässt.
Was das ganze jetzt mit Helden zu tun hat....keine Ahnung. Heute sind vllt die Kinder Helden,die groß werden ohne Drogensumpf,PC-Abhängigkeit und was auch immer an negativem.

LG von Frau sweetdream


Geschrieben


kannste den satz mal erklären für ne " alte " ?

ese



All das was "uns" Jungen Verboten ist haben ja wohl wir selber verboten, all das was wir heute an überflüssigen Kram haben, haben wir wohl kaum alles selber erfunden.

Wenn die Kinder heute mehr Verbote bekommen von den Eltern, sind es ja die "Helden" von damals, die es ihren Kindern verbieten.

Wenn Gesetze alles mögliche verbieten sind es die "Helden" die sie geändert haben oder zumindest die Politiker dafür gewählt haben.

Wenn uns jetzt die "Alten" das vorwerfen was sie erschaffen haben, ist doch komisch.

Asonsten find ich das was beschrieben wurde auch erstrebenswert, allerdings heute nicht so einfach wie damals.


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