Wie überall im Leben birgt auch Sex einige Risiken. Besonders von sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis oder Tripper sind schwule Männer häufig betroffen. Aber keine Angst: Mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen und ein wenig gesundem Menschenverstand stehen die Chancen für ein langes, gesundes Sexleben gut. Worauf es ankommt und wie Risiken bei der schönsten Nebensache der Welt minimiert werden, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

 

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Darauf kommt es an

Kondom. Er ist ein absolutes Muss, wenn es um den Schutz gegen HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten geht. Analsex mit Gummi senkt das Risiko, sich mit Erregern anzustecken deutlich. Darüber hinaus sollte der Kontakt mit sichtbar veränderten Hautstellen wie Ausschlag oder Wunden verhindert werden. Auch selbst solltest du auf Veränderungen an deinem Körper achten. Etwa aus Knötchen, Brennen beim Pinkeln oder Ausfluss. Wer mehr als 10 wechselnde Geschlechtspartner im Jahr hat, sollte regelmäßig eine Untersuchung auf STDs machen lassen. Vor Hepatitis A und B schützt eine entsprechende Impfung. Am besten ist es, den Schutz selbst in die Hand zu nehmen, anstatt sich blind auf den Partner zu verlassen. Möchte jemand ungeschützt mit dir schlafen, bedeutet das, dass er sehr wahrscheinlich auch mit anderen Männern Sex ohne Gummi hatte und entsprechende Krankheiten übertragen könnte, ohne selbst infiziert zu sein. Vorsicht ist auch bei Drogen geboten. Die Nebenwirkungen und Wirkungen sind nicht immer abzuschätzen und gerade neue Stoffe könnten dazu beitragen, dass du Dinge tust, die du nüchtern nicht machen würdest.

 

Sicheres Blasen

Dem Partner seinen Penis zu verwöhnen oder selbst genießen zu dürfen ist etwas Wunderschönes. Häufig ist das der erste sexuelle Kontakt nach einem harmonierenden Casual Dating. Beim Blasen können aber ebenfalls Syphilis, Tripper und Hepatitis übertragen werden. Solange nicht im Mund abgespritzt wird, ist eine HIV-Infektion dahingegen eher unwahrscheinlich. Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass die Ejakulation nicht im Mund stattfindet. Passiert es dennoch, sollte das Sperma nicht geschluckt, sondern ausgespuckt werden und der Mund und Rachen ohne Druck ausgespült werden.

 

Der sichere Umgang mit Dildos

Dildos gibt es in allen möglichen Farben und Formen. Sie können das Sexleben nicht nur für sich allein aufpeppen, sondern machen auch zu zweit jede Menge Spaß. Eine gute Basis ist dabei entscheidend, damit das gute Stück nicht im Darm verschwindet. Auch auf die Oberfläche ist gut zu achten. Unsaubere Nähte, spitze Stellen oder andere Unebenheiten könnten die empfindliche Darmschleimhaut verletzen. Wer einen Dildo gemeinsam nutzen möchte, sollte ihn vorher gründlich mit Wasser und Seife reinigen oder ein neues Kondom überziehen, damit Krankheitserreger nicht übertragen werden können.

 

Sex ohne Risiko

Analverkehr gehört für die meisten schwulen Paare zu einem erfüllten Sexleben dazu. Damit es dabei nicht schmerzt, kannst du dich selbst langsam herantasten. Etwa mit den Fingern oder unterschiedlichen Dildos. Gerade wenn es sich um einen neuen Sexpartner handelt, sollte behutsam und langsam vorgegangen werden, damit dabei niemand verletzt wird. Beim Analverkehr ist nicht nur ausreichend Gleitgel wichtig, sondern auch der Winkel beim Eindringen. Da der Mastdarm gekrümmt ist, kann ein falscher Winkel ganz schön weh tun. Stellungen wie Reiter, Missionar und Löffelchen eigenen sich daher besonders gut für angenehmen Sex

 

Fingerspiele und Fisten

Sich selbst oder den Partner am Anus zu beglücken kann reizvoll und spannend sein. HIV wird bei Fingerspielen nicht übertragen. Allerdings könnten Hepatitis-Viren übertragen werden. Etwa, wenn man mit den Fingern im Anschluss zum Mund gelangt. Wer sich mit Fingerspielen austoben möchte, sollte vorher und nachher die Hände gründlich waschen. Auch auf geschnittene und gefeilte Fingernägel sollte geachtet werden, damit der Partner nicht verletzt wird. Ausreichend Gleitgel macht die Sache deutlich einfacher. Wer einen Schritt weiter gehen möchte und die ganze Hand einführen will, muss einige Dinge beachten. Fisten setzt vor allem viel Ruhe und Geduld voraus. Geht dabei langsam vor und achtet auf die Signale des Partners. Latexhandschuhe und jede Menge Gleitgel helfen dabei, dass es zu keinen Übertragungen und Verletzungen sowie Blutungen kommen kann. Beachtet werden muss, dass sich Latex nicht mit fetthaltigem Gleitmittel verträgt. Sex mit Latexkondomen nach dem Fisten mit fetthaltigem Gleitmittel ist daher riskant.

 

HIV erkennen

HIV ist ein gemeiner Virus, das Organe schädigt, das Immunsystems schwächt und Aids auslösen kann. Dieser ist im Blut, dem Sperma oder der Darmschleimhaut angesiedelt. Die Übertragung kann sowohl beim Aktiven als auch beim Passiven durch Analverkehr ohne Kondom geschehen. Auch dann, wenn nicht im Körper abgespritzt wird. Allein durch die Schleimhäute der Vorhaut und dem Enddarm kann es zur Übertragung kommen. Analverkehr sollte also nur mit Kondom und fettfreien Gleitmitteln stattfinden. Beim Blasen sollte darauf geachtet werden, dass der Partner nicht im Mund zum Orgasmus kommt.

Wer sich angesteckt hat, erlebt meist grippeähnliche Symptome. Bei diesen Symptomen nach einem Risikokontakt solltest du also daran denken, dass du dir möglicherweise einen HIV-Virus eingefangen hast. Obwohl sich das gemeine Virus im Körper vermehrt, zeigen sich weitere Symptome meist erst nach mehreren Jahren. Eine Infektion wird durch einen Bluttest herausgefunden. Frühestens drei Monate nach dem Kontakt lässt sich mit Sicherheit sagen, ob eine Infektion stattgefunden hat oder nicht. Getestet wird etwa im Gesundheitsamt. Antiretrovirale Medikamente helfen heutzutage dabei, die Krankheit einige Jahre gut im Schacht zu halten. Klar ist aber: Wer sich mit HIV infiziert ist ein Leben lang chronisch krank, denn das Virus ist so hartnäckig, dass es sich nicht aus dem Körper verbannen lässt.

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