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sub_sharing

BDSM = Gewalt

Empfohlener Beitrag

Er_sucht_spass
Geschrieben

Unwissenheit

Star_Gazer
Geschrieben

Gewalt spielt bei BDSM schon eine Rolle. Aber sie ist nicht einseitig, sondern von allen Beteiligten gewollt. Das ist der Unterschied zu Gewalt im herkömmlichen/negativen Sinn.

Geschrieben

Frage doch zuerst was das für Menschen sind die BDSM mit Gewalt gleichsetzen. Sind das Normalos oder aus der Szene? Bei ersteren würde ich sagen die haben keine Ahnung bei letzterem es ist nicht ihr Ding. Wer meint dann seine unqualifizierte Meinung äußern zu müssen ist einfach nur daneben.

sub_sharing
Geschrieben
vor 14 Minuten, schrieb nightfly2016:

Stimmt, SM ist viel mehr als schlagen und Gewalt. Es ist sehr intensiv, geht total in die Tiefe, fickt viel mehr den Kopf als alles andere und basiert auf tiefstem Vertrauen, Einfühlungsvermögen und Sensibilität

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können :-) 

 

Hotty745
Geschrieben

Ich habe in meinem Beitrag über das würgen und gewürgt werden  ebenso Kommentare erhalten , von Menschen , die es selbst noch nicht praktiziert haben. 

Es sei nicht "sinnlich" .... wobei der Kommentator nicht nachvollziehen kann, wieviele Sinne tatsächlich in diesem Rauschzustand beansprucht werden. 

 

Der Mensch findet immer das "normal" , was er gewohnt ist! 

Es ist natürlich immer leicht , all die Dinge ins negative zu ziehen, die einem selbst Angst einjagen. 

;)

sub_sharing
Geschrieben
vor 13 Minuten, schrieb DieFrauLehrerin:

Frage doch zuerst was das für Menschen sind die BDSM mit Gewalt gleichsetzen. Sind das Normalos oder aus der Szene? Bei ersteren würde ich sagen die haben keine Ahnung bei letzterem es ist nicht ihr Ding. Wer meint dann seine unqualifizierte Meinung äußern zu müssen ist einfach nur daneben.

Ich denke, dass es eher Leute sind, die absolut keine Ahnung haben was da überhaupt passiert. 

Aber ich persönlich habe halt den Eindruck, dass gerade dieser Bereich der großen vielfältigen sexuellen Welt gerne mal schnell vorverurteilt wird. 

Ich persönlich mag z.b. kein petplay bzw bei dem Gedanken daran, dass ich mit einer Tiermaske und vielleicht nem Plug mit Schweifersatz auf dem Boden rumkrieche....naja lassen wir das :-D 

Aber trotzdem würde ich es nie vorverurteilen, nur weil es mich nicht anspricht. 

 

Soll ja auch kein mimimimi posting werden. Im Endeffekt ist es mir egal was andere denken, ich weiß, was ich an meinem Partner habe und dem gemeinsamen ausleben von diesen Dingen. 

 

ABer vielleicht stolpern mal ein paar unwissende über diesen Thread und er gibt einen kleinen Denkanstoß =) 

sub_sharing
Geschrieben
vor 3 Minuten, schrieb Hotty745:

Ich habe in meinem Beitrag über das würgen und gewürgt werden  ebenso Kommentare erhalten , von Menschen , die es selbst noch nicht praktiziert haben. 

Es sei nicht "sinnlich" .... wobei der Kommentator nicht nachvollziehen kann, wieviele Sinne tatsächlich in diesem Rauschzustand beansprucht werden. 

 

Der Mensch findet immer das "normal" , was er gewohnt ist! 

Es ist natürlich immer leicht , all die Dinge ins negative zu ziehen, die einem selbst Angst einjagen. 

;)

Habe das gelesen und mir einen Kommentar verkniffen, da du es ziemlich auf den Punkt gebracht hast. 

Ich persönlich bin der glücklichste und entspannteste Mensch wenn ich merke, dass sich seine Hand um meinen Hals legt....ihm dabei in die Augen zu sehen und dann dieses eintretende Gefühl zu genießen *hach* 

 

Auf gefahren und Risiken gehe ich an der stelle nicht ein, sollten jedem bewusst sein :-D 

Hotty745
Geschrieben (bearbeitet)

**edit by mod**

So ergeht es mir auch! 

Gibt für mich in der Tat kein vergleichbar "sinnliches"  und geileres Gefühl als diesen Moment ! ;) 

bearbeitet von linguafabulosa
**Bitte kein Vollzitat des Vorpostings - Danke!**
Geschrieben (bearbeitet)

Ich denke, das der Hase hier hauptsächlich bei der Kommunikation statt beim "Fachwissen" im Pfeffer liegt.

Mir ist was ganz Ähnliches wie dem Threat- Eröffner in Chats und Profilen aufgefallen.

Und zwar das manche Leute ihre Neigungen sehr undifferenziert kommunizieren.

Das wirkt dann schnell gewaltverherrlichend oder oberflächlich.

Ich denke, das nur ein kleiner Teil derer, bei dessen Profiltexten man sich fragt :"Meint der das ernst??!" wirklich unwissend oder der typische Dumm-Dom ist.

Ich denke, viele kickt es einfach auch ausserhalb der einvernehmlichen Session die Fassade und den entsprechenden Umgangston aufrecht zu erhalten.

Auf Leute, die hier strickt trennen wollen/können wirkt das natürlich abschreckend.

 

mfG

bearbeitet von Seilspieler081
Geschrieben

Ich selbst, kann mit BDSM zwar ziemlich wenig anfangen.

Aber ich glaube die meistenLeute, probieren den BDSM eben alà fifty shadesof Grey, weil sie es nicht besser wissen xD 

mariaFundtop
Geschrieben

Ich habe immer weniger Lust mich mit Leuten die solch negative Voruteile.haben, auseinander zu setzen.  Sollen sie doch glauben was sie wollen. .....Sensationsgier und das Gefühl selbst doch der 'Normalere'  zu sein. ...wird sie 'reiten'

@nightfly .......hat es genau richtig formuliert

Geschrieben

Früher habe ich die Meinung vertreten, die sind alle krank. Ich beschäftige mich jetzt seit mehr als einem Jahr mit BDSM und auch Dom Sub Beziehungen. Seit zwei Monaten bin ich nun auch ein Sklave und ich genieße es in vollen Zügen. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass man viele Dinge viel intensiver spüren kann.

raptormax
Geschrieben

ich finde diese problematik so vielschichtig das es diesen rahmen sprengen würde. z.b. wo fängt BDSM an?

wenn ich mit hier menschen in kontakt komme ( ich nehme eigentlich an, diese wären sexuell etwas aufgeschlossener) bekomme ich oft ein    ".... so so auf BDSM stehst du also, ich stehe nicht auf schmerzen ...." zu hören. dass das eine nicht unbedingt  mit dem anderen zu tuen hat, brauche ich hier zu erwähnen. aber es zeigt die grundeinstellung zu der thematik.

 

wenn man sich allerdings in der diversen video-webseiten rumtreibt und dann die rubrik "BDSM" anklickt, könnte man schon ahnen woher diese einstellung kommt. dort werden schmerzorgien veranstaltet das es einen nur erschauern kann. da fließt teilweise blut und peitschenschläge bringen die haut zum platzen..... :flushed:. allerdings haben diesen brutalen clips auch die höchste klickzahlen

 

guter sex und gute "kopffickerei" kann man halt leider nicht auf film bringen.

Steph_D
Geschrieben

Dein Gedankengang spricht mir direkt als den Herzen. Ich sehe es auch so, dass das Thema so vielschichtig ist, wie die Menschen, die es ausleben. Als das Reizvollste an dem Thema empfand auch ich schon immer, dass man eine ganze Bandbreite von Gefühlen beim Gegenüber sogar ohne Schmerz auslösen kann. Übrigens sehe ich da einen Schmerz durch z.B. einen Gertenhieb im Richtigen Moment beim Empfänger gar nicht mehr als solchen ankommen... Toller Betrag! Danke!

Geschrieben (bearbeitet)

Allerdings: In Worten und Streicheln schon liegt Gewalt. Will man den Ausdruck nicht kastrieren, hat man so viel erst mal zu schlucken.

Die Schwierigkeit liegt darin, demjenigen oder auch sich selbst auseinanderzusetzen, wie sehr, wie und weshalb darum es geht. Und dieses nur in der Natur der Sache. Annähern in gewisser Weise will man sich dem, was kein BDSM mehr wäre, sondern: real. Klar läßt das stolpern. Und eigentlich ziemlich jeden, der nicht letztlich doch eher stumpf.

bearbeitet von puceau
Bondbi
Geschrieben

Früher nannten wir uns Bi-BDSM-Paar. Wurden oft damit konfrontiert, das man mit brutalen Menschen sich nicht treffen möchte. Oder wenn wir uns mit "BDSMler" ausgetauscht haben, ging es immer nur um Frauen schlagen oder zum Sex zwingen. Auch in diversen Clubs haben wir dass so erlebt. Wir haben uns deswegen aus der BDSM-Scene komplett zurück gezogen. 

Aber schaut man sich im Internet um, unter den Videos, die da zu finden sind. Da geht es doch zu 90% darum, Frauen zu schlagen.

Wenn ich dann in Anzeigen lese:" Nur Paare in der klassischen Konstellation  Er Dom erwünscht" da könnte ich vor Wut  ausrasten. 

BDSM wurde zum Trend, vor allem von Männern, die darin die Möglichkeit sehen, legal Frauen zu schlagen und zu missbrauchen.  

Wer BDSM aus echter Neigung lebt, weis dass es viel viel mehr ist als nur Gewalt, und das gewisse Gewalt auch anders empfunden wird. Aber der Großteil kennt es eben nur aus dem Internet. 

Geschrieben

Vorsicht.

Bdsm ist durch Bildung und Gleichberechtigung halbwegs gesellschaftsfähig geworden.

Nicht, weil viele Männer gerne Frauen verkloppen.

Da sollte man mit Rücksicht auf die Aussendarstellung schon differenzieren.

Zu allem Anderen : Man muss bedenken, das man viele Zusammenhänge erst versteht, wenn man sie selbst erlebt.

Da die Einstiegsschwelle beim Bdsm aber recht hoch ist (und das auch noch nicht lange öffentlich diskutiert wird - siehe Hype von Shades of Grey) ist nicht zu erwarten, das die breite Masse tolerant ist.

Und das gute Doms in erster Linie gute Zuhörer sind, lässt sich schwer klickträchtig in Videos verpacken. ;)

 

mfG

Geschrieben

Es ist aber Fakt, daß BDSM mit physischer und psychischer Gewalt einhergeht, bzw. Je nach Spiel eine Mischung aus Beiden ist. Darum bleibt es auch negativ besetzt. Menschen, die darin ihr Erfüllung finden, ist dies aber doch sehr egal. Das viele normale Sexpraktiken in sich Selbst schon ein Ds Verhalten darstellen, ist auch klar, wie auch, daß sich viele darüber gar nicht bewußt sind, wenn sie sich dem Oralsex hingeben... Im BDSM wird mit den vergebenen Rollen ja nur das geistige Reizspektrum erweitert und gemeinsam ausgelebt. Switcher zu sein, macht für mich beide Seiten erlebbar. Der Peitsche ausgeliefert zu sein, die man selbst geschwungen hat, für mich hat das was... Wenn die Spieler mit dem was sie tun glücklich sind, was kümmert sie der Rest der Welt😎😘

Anos
Geschrieben

Also, ich weiß nicht so recht ob ich das so unterschreiben würde... Ist es nicht mittlerweile eher so das BDSM hip und in ist... Die meisten aber eine völlig, durch Medien und Kino, fehlgeleitete Vorstellung davon haben???!!! Ich persönlich finde es schon äußerst merkwürdig, das hier bei poppen zB seid ca 2 Jahren mindestens 5 mal so viele Frauen sind, die angeblich devot sind und BDSM in ihren Vorlieben haben... Fragt Mann dann mal höflich nach, was Frau darunter denn eigentlich versteht, kommt in der Regel sehr wenig bis gar nichts... Aber das ist auch nur mal am Rande erwähnt... Wegen mir, darf jeder denken und machen was mindestens 2 Erwachsenen Menschen Spaß macht... Wenn also jemand denkt BDSMler sind alle krank, so ist das seine Sache und ich respektiere das... Obwohl ich weiß, das er damit falsch liegt... Ich persönlich würde den Ausdruck Gewalt auch nicht benutzen, denn Gewalt hat im BDSM meines Erachtens nach nichts verloren... Ich würde Macht, Verantwortung und Respekt vorziehen, denn darum geht es in der Regel... Macht ausüben und trotzdem sehr respektvoll und Verantwortungsbewusst mit seinem Gegenüber umzugehen...

Geschrieben

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft Leute sind, die nicht wirklich aus Neigung diesen Bereich betreten (haben) oder betrachten, häufig solche Meinungen vertreten und für wahr verkaufen. Seit dem BDSM in der breiten Masse angekommen ist, scheinen sich mehrere Menschen dazu berufen ihre Spielart oder ihre Meinung darüber offiziell zu vertreten, obwohl sie eigentlich Vanilla's sind. (Vanilla = Bezeichnung der BDSMler für Blümchensexler) Ich denke, dass besonders ein bekanntes Buch dazu beigetragen und ich verfluche den Tag, an dem es geschrieben wurde. Nicht wegen dem Buch an sich, sondern eher weil es in der breiten Masse etwas absonderliches, wie oben genannt, ausgelöst hat. Ich finde weder diese Fantasiegeschichte mit Reichtumswürze noch die gängigen Porno's in der Hinsicht förderlich. Nichts von beidem regt dazu an, seine eigene Spielart des BDSM zu entwickeln. Wie heisst es so schön? "Dein SM ist noch lange nicht mein SM!" Es wird in den Medien selten deutlich gemacht, wieviel Feingefühl und Auslegungsmöglichkeiten beim BDSM vorhanden sein können. Noch seltener wird darauf hingewiesen, dass die Beziehung zwischen dom und dev sehr sehr intensiv sein kann. Was mich betrifft, ich kümmere mich nicht um ein Subbie, wenn ich es nicht mag. Ich erlebe kein Gefühl der Aggression während ich jemandem weh tue und auch wenn ich es noch nicht ganz schaffe, ich versuche mich zu zügeln und nicht über die Stränge zu "schlagen", denn das wäre zu gefährlich. ;) BDSM ist für mich eine Art Bezug, je nach Position auch eine Art Kümmern um die Bedürfnisse etc. Sowas kann keiner nachfühlen, der einem Mainstreamhype nachrennt oder eben durch seine Psyche nichts in der Hinsicht zulassen kann. Wie man sein BDSM ausleben möchte und in wie Weit das etwas mit roher Gewalt zu tun hat oder nicht, überlasse ich jedem selbst. Aber ich möchte mal deutlich Anprangern, dass die breite Masse sich keine Gedanken darüber macht, welcher Art seelischer Gewalt sehr häufig vorherrscht. Mal abgesehen von den Vorurteilen und den daraus resultierenden Beleidigungen und Ausgrenzungen, kommt es ja oft genug vor, dass Frau blowjob geben soll und wenn sie drau kein Bock hat, ist sie langweilig. Wenn Mann nicht immer bereit ist, ist er ein Schlappschwanz...etc. Beispiele gibt es da genug. Auch die ganzen Anschriften, die mich von den Vollidioten erreichen, die mir ihren Sex aufdrängen wollen, könnte ich hier anführen. (Nur so am Rande: warum schreibt ihr mir eigentlich, wenn mein Profil kein Vanillasex hergibt?!) Mein Fazit in diesem ganzen Quatsch: ein Aussenstehender kann es nicht wirklich verstehen und bewerten, ein wirklich Interessierter wird verstehen wollen und fragen und ein echter BDSMler wird neben seiner Spielart auch andere Spielarten gut akzeptieren können.

ispy36
Geschrieben (bearbeitet)

zum eingangsbeitrag: watt der bauer nich kennt, isst er nich :-)

ich glaube in mancher gutbürgerlichen blümchensex ehe gibt es mehr gewalt in unterschiedlichster form, als in mancher  bdsm-liebesbeziehung. und damit meine ich nicht nur die schlagende..

auch die strukturelle, genderspezifische, psychologische, emotionale... usw.

ein unterschied besteht  meines erachtens auf der einen seite im aushalten und ertragen. auf der anderen seite in der einvernehmlichkeit und ergänzung.

 

ich habe den vergleich bewusst mit diesen worten gewählt.

 

nachtrag:  man kann anderen kaum vorwerfen, dass sie ständig klischeehaft über dinge  reden, oder urteilen, wenn schon auch die selbsternannte fachwelt wenig trennscharf mit  den begrifflichkeiten umgeht und  immer wieder dominanz mit sadistentum und devotion mit masochistentum gleichgerührt wird...

 

bearbeitet von ispy36
Geschrieben

Ich weite das Thema mal um eine Frage aus, worauf ich auf die Antworten der sogenannten "Experten" gespannt bin:

Wer herrscht über wen?

Dom über Sub? Sub über Dom?

Anhand der Antworten sieht man wer wirklich Ahnung hat...

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