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Ferkel007

Sexuelle Offenheit............

Empfohlener Beitrag

Ferkel007
Geschrieben

In meiner Jugend gabs mal einen Werbespot einer Seife, eine junge Frau schwimmt nur mit einem Bikinihöschen bekleidet im Meer. Die Aufnahmen zeigten sie nur leicht verschwommen unter Wasser und eigentlich hätte es auch ein junger Kerl sein können sowenig war zu erkennen. Das Ganze löste eine heftige Diskussion aus da dieser Spot vor 18Uhr kam...............

Wollte man einen Porno aus der Videothek ausleihen mußte man schon suchen wenn man etwas "ungewöhnliches" wie Analverkehr sehen wollte......


Wir haben damals munter drauflos experimentiert mit unseren Mädels, unbedarft und unbelastet von Fachausdrücken oder Bedienungsanleitungen und natürlich redete man im Kumpelskreis auch darüber, gab sich Tipps oder fragte auch mal.......

Klar, es gab auch die Looser. Die, welche keine/r haben wollte weil sie unattraktiv, uninteressant oder einfach zu schusselig waren (Mädels wie Kerle) und jedem war auch klar warum........


Heute ist der sexuelle Reiz eine gängige Werbestrategie, gleichgültig zu welcher Uhrzeit. Man kann über (fast)alles reden, in den Videotheken muß man heute zwischen Latex, Pissspielchen und Fetischgeschichten schon den "normalen/einfachen" Sex suchen, das Internet bietet alles und jede Spielart mit wenigen Klicks usw..........

Alles ist katalogisiert, hat einen Namen und natürlich Regeln, man kann sich quasi wie auf einer Speisekarte informieren und sich sein Menü zusammenstellen........


Hat uns das nun auf der sexuellen Ebene weitergebracht?...........


Geschrieben

Ja, der sexuelle Overkill... irgendwie auch ein toller Fluchtpunkt zum harten Leben das einem immer mehr abverlangt.

Am schlimmsten finde ich diverse Musikvideos samt der Texte, bin vielleicht spießig, aber ich finde sowas vermittelt den Teens falsche Werte und Ideale, wir in den 80ern hatten auch teilweise sehr erotische Kunst mitbekommen, auch über das Medium Musik, aber was heute abgeht fördert nur die Degeneration.


MannohneSusi
Geschrieben

Naja, vielleicht haben wir jetzt das andere Extrem?

Erst wurde über Sex überhaupt nicht öffentlich geredet, jetzt ist Sex überall!

Und in ein paar Jahren ist Sex eben ein Bestandteil des Lebens, über den genauso offen wie über Kochrezepte geredet werden kann. Ohne allerdings fast ständig präsent zu sein, denn wir reden ja auch nicht ständig über Rezepte...

Nur mal meine Idee dazu....



Der Mann


ompul
Geschrieben (bearbeitet)

[...] aber was heute abgeht fördert nur die Degeneration.



Worüber gibt so einen Aussage des Typs "Früher war alles besser." vor allem Auskunft?

Genau.


[...]
Hat uns das nun auf der sexuellen Ebene weitergebracht?


Was verstehst Du bitte unter "weiterbringen" genau?


bearbeitet von ompul
Geschrieben

Worüber gibt so einen Aussage des Typs "Früher war alles besser." vor allem Auskunft?

Genau.



Bist wohl ein ganz gerissener Schlaumeier, ne?
Habe neimals behauptet daß früher alles besser war, aber wenn Du die starke sexualisierung der Jugend nicht erkennen und wahrhaben willst, dann stellst Du Dich gegen einen offensichtlichen Trend, welcher sogar schon öffentlich diskutiert wird.

Wenn Teenies aufgrund diverser Videoclips schon mit 14 Gangbang-Parties feiern und Kinder Kinder bekommen, dann ist das ein verdammtes Problem, und wenn man sowas anspricht dann sind Sprüche wie Deiner grad nicht nur völlig unpassend, sondern zeugen dazu von Unwissenheit. Oder bist Du vielleicht doch informiert... und möchtest nur ein wenig trollen?


Ferkel007
Geschrieben (bearbeitet)

Es geht weder um Grundwerte der Gesellschaft noch darum das früher alles besser war...........

Eher darum das diese angebliche Offenheit, wie ich finde, eher zu mehr Verkrampftheit, Ressentiments führt da zwar die Sexualität offener dargestellt wird, die Menschen aber die gleichen geblieben sind. Nur das man ihnen nun vorführt was sie nie werden haben können da ihnen, aus welchen Gründen auch immer, die persönlichen Möglichkeiten fehlen...........

Wer damals wußte wie er es bekommt bekommt es heute auch, wer damals zu blöd dafür war schaut immernoch in die Röhre...........


Ich finde, auch und gerade wenn man sich HIER umschaut, das diese persönliche Sache zwischen zwei Menschen sich verselbstständigt hat. Es wird nach sexuellen Handlungen gesucht statt das beste aus dem zu machen was zwei Menschen sich geben können........

Aus dem fröhlichen, unbedarften rumexperimentieren ist inzwischen schon fast ein Sport mit recht genauen Vorstellungen geworden. Dies hab ich noch nicht gemacht, das will ich noch probieren, jenes ist ein Muß. Wo ist den da die Freiheit?.......


Was verstehst Du bitte unter "weiterbringen" genau



Nun, zB; Ist es einfacher geworden für den Einzelnen? Ist das Sexuallleben deshalb besser? Welche Veränderungen hat es gebracht?..........


bearbeitet von Ferkel007
Geschrieben

...
Nun, zB; Ist es einfacher geworden für den Einzelnen? Ist das Sexuallleben deshalb besser? Welche Veränderungen hat es gebracht?..........



Für einige sicher, heutzutage ist ja fast niemand mehr wirklich pervers, sogar KV-Fans dürfen nicht mehr als abartig bezeichnet werden, weil dann sofort die Gedankenpolizei darüber informiert daß jeder alles tun darf.

Für manche kann der Overflow an sexuellen Möglichkeiten aber auch ein gewaltiges Problem entstehen, man muß immer können, wollen, schlappmachen gilt nicht, Frauen lassen sich mittlerweile sogar an der Vagina operieren, auf die Gefahr hin daß alles taub wird, aber hauptsache die Schamlippen sehen gleich aus, Hauptsache die Vagina wird enger als gewöhnlich...

Veränderungen?

Nun rasieren sich sogar Teenies (laut einer Umfrage mehr als 70%), Schönheits-OPs um auszusehen wie ein Pornostar sind gefragt wie nie, es gibt nun dutzende von Potenzmitteln, hunderte Swingerclubs...

Nicht faslcsh verstehen, ich liebe Sex, aber irgendwie scheint er auch geistloser geworden zu sein, nicht allgemein natürlich, wir alle hier sind selbstverständlich die Ausnahmen.


Geschrieben

Das meiste hast du, Ferkel ja schon gesagt.
Unterschreibe ich auch....Man muss ja nicht immer alles Wiederholen und auch was Tantric schreibt, das gerade die Jugendlichen heute unter einem Druck stehen....

Persönlich kann ich über vieles viel offener reden als früher, bin Selbstbewusster und der Einkauf in einem Sexshop ist auch nix schlimmes mehr...Aber was mich nervt ist die Schnelllebikeit, gibt es hier und da Probleme im Bett, sucht man eher nach Ersatz, das Angebot ist ja da (ein paar Klicks), als dran zu arbeiten....

Zurückblickend werden wir erst sagen können, ob es uns weiter gebracht hat...
Die 60er/70er Parolen unterschreiben heute viele nicht mehr aus der Zeit.


Xenialll
Geschrieben

Interessantes Thema...


Die Ware Sex, besonders in den Medien. Kaum ein Fernsehkrimi ohne den obligatorischen Besuch im Rotlichtviertel.In den Nachmittagstalkshows das penetrante Ausfragen nach (sexuellen)Intimitäten. Exhibitionismus und Voyeurismus soweit das mediale Auge reicht.

Einerseits vermag die vermarktete Sexualität wohl zur Liberalisierung geführt haben; andererseits vermag die allgemeine Sexualisierung, in der wir Sexualität konsumieren können wie in Fastffoodrestaurants aber auch zur Übersättigung führen...


Hat Sie das Einmalige,Erstaunliche, die Magie deswegen verloren?


Gibt es trotz "Übersättigung" noch Lustlosigkeit- vielleicht sogar gerade deswegen?!


totalxverrückt
Geschrieben

Früher lernte man sich real jemanden kennen und mußte alles erst "besprechen"...
heute schreibt man im Internet, weiß schon vieles über den anderen.....
dann kommt es zum Treffen und sehr oft ist man enttäuscht.

Früher war vieles besser und vieles schlechter...
aber ich denke, die sexuelle Offenheit überflutet die Menschheit im Moment...
und irgendwann stumpfen viele ab. Schade.


Ferkel007
Geschrieben

Bauen wir damit nicht auch viel mehr Druck und Frust auf?...........

Natürlich wollten wir damals auch die Mädels ins Bett kriegen aber heute kommt es mir teilweise so vor das man sich über das "im Bett" vorher schon wesentlich mehr Gedanken macht als über den Weg dahin. Was in vielen Fällen dazu führt das man überhaupt nicht dazu kommt...........

Dann siehts doch auch so aus, nur weil ich weiß das es Rennwagen gibt und es angeblich toll sein soll mit ihnen zu fahren heißt es nicht das ich persönlich das auch kann. Nur weil ich 389 Sexstellungen kenne ist der Umkehrschluß nicht das ich als Person auch fähig und in der Lage bin, von meinem Wesen, meiner Persönlichkeit, meiner Erfahrung diese auch auszuüben, vor allem nicht wenn ich als Person schon nicht in der Lage bin einen anderen Menschen (der für die meißten Dinge halt zwingend notwendig ist) davon zu überzeugen diese auch mit mir ausleben zu wollen...........

Was nutz dann das ganze theoretische Wissen?.........


hannah65
Geschrieben


Nicht faslcsh verstehen, ich liebe Sex, aber irgendwie scheint er auch geistloser geworden zu sein,....


Grübel
was ist/war geistreicher Sex?

Ein sanfter Kuss auf die Schulter von Rita Hayworth in einem alten Schwarz-Weiß Film ist in meinen Augen erotischer als die sehr eindeutige Sex-Darstellung in heutigen Filmen, wobei es da auch Ausnahmen gibt.



"Weitergebracht" hat es uns insofern, dass Frau heute ihre Sexualität ausleben kann, ohne als Schlampe geächtet zu werden. Hat jemand vorgestern Nacht im spießigen ZDF die Talksendung mit Herrn Lanz gesehen? Noch vor wenigen Jahren wäre das undenkbar gewesen, dass Frauen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen fröhlich darüber plaudern, wie sie Männer angraben....


Geschrieben

Grübel
was ist/war geistreicher Sex?

Ein sanfter Kuss auf die Schulter von Rita Hayworth in einem alten Schwarz-Weiß Film ist in meinen Augen erotischer als die sehr eindeutige Sex-Darstellung in heutigen Filmen, wobei es da auch Ausnahmen gibt.
....



Hätte ich doch besser "bewußter" statt "geistreicher" geschrieben...
Ja, ich finde z.B. Bette Davies erotischer als diese "Sexy Cora" und ähnliche DummDumm-Geschosse, wird wohl niemand hier öffentlich das Gegenteil behaupten


Geschrieben



Nun, zB; Ist es einfacher geworden für den Einzelnen? Ist das Sexuallleben deshalb besser? Welche Veränderungen hat es gebracht?..........


Da ich noch nicht gevögelt habe, zu der Zeit, als sich die FA-Dame einseifte...habe ich keinen Vergleich zu der damaligen Zeit...


Geschrieben

Unterschreibe das im wesentlichen so, wie es Ferkel geschrieben hat.
Es stimmt, viel theoretisches Wissen nutzt nichts, wenn man niemand von sich überzeugen kann.
Die Sexualisierung in allen Bereichen, die sich längst verselbständigt hat, die zu einer gewissen Übersättigung/Abstumpfung geführt hat, stimmt auch.
Und daß Dinge, die jederzeit überall möglich und machbar sind, langweilig werden, eben aus jenem Grunde, das leuchtet auch ein.
Nur, wie Ferkel schreibt, die Leute sind noch immer dieselben und ticken ned immer unbedingt mit dem "Zeitgeist".

Als Frau hat man es heute in vielfacher Weise leichter als früher,
ob es für die Männer leichter wurde, vermag ich ned zu beurteilen, könnt mir aber vorstellen, der eine oder andere hat Probleme damit. Daß er ned mehr alles ausschließlich zu seinen Konditionen machen kann. Die Abhängigkeit der Frau vom Mann hat ja halt nachgelassen.

Wiederum andere nehmen aber immer noch vielzuviel hin, nur um überhaupt jemand zu haben. Nach meiner Meinung aber absolut.

Es hat sich sehr viel verändert. Das Rad der Zeit zurückzudrehen, das kann sowieso niemand von uns. Insgesamt ist die Zeit sehr schnelllebig, das Gebiet der Sexualität ist davon freilich ned ausgenommen. Mobil sein, flexibel sein etc. und andere Schlagworte. Sehr viele suchen aber immer noch nach den alten Werten, etwas, woran sie sich halten können, im Sturm der Brandung, auch wenn sie es ned zugeben, weil sie befürchten, dann "altmodisch" zu erscheinen.
Vielfach hab ich sogar den Eindruck, es wird wieder vermehrt nach einem "Halt" gesucht, in Zeiten, wo alles andere schon unsicher genug ist.
Es ist dagegen auch nix einzuwenden, sofern die Betroffenen sich einig sind. Und wenn es paßt, ist es ja auch o. k.

Aber insgesamt würd ich es schon als Vorteil ansehen, daß man heute Sachen ned mehr bis zum bitteren Ende aushalten muß,
sondern schon auch die Freiheit hat, andere Lebensformen zu praktizieren, wobei man sich diese Freiheit oft hart erkämpfen muß (auch mit Verzicht an anderer Stelle). Es muß ein jeder halt für sich selbst erkennen, wo er seine Prioritäten setzt, was ihm wirklich wichtig ist und dementsprechend handeln.
Mit Glück findet man jemanden, der die eigenen Vorstellungen teilt und es genauso sieht, sodaß nervige Endlos-Diskussionen entfallen. Alles andere führt früher oder später eh nur zu Verdruß.
Ich sag mal, ab einem gewissen Alter schenkt man sich nervige Endlos-Diskussionen gern...
hat man doch selbst erkannt, was man braucht und was ned.


cuddly_witch
Geschrieben

NEIN

Ich lese hier immer soviele Kommentare von Leuten mit Problemben, die 15 Jahre, 20 Jahre oder noch länger verheiratet sind und immer noch nicht offen über Sex sprechen können in der Ehe. Von daher sind wir also immer noch sehr weit zurück und nicht eine Ebene weiter.


MannohneSusi
Geschrieben

So viele Probleme sind es nun auch nicht!

Es sind aber fast immer die selben Leute, die ihre Probleme überall einbringen!

Und auch vor 20 Jahren brauchte ich hier nicht die Katze im Sack zu kaufen! Wer sich dann trotzdem auf Dauer gebunden hat, obwohl der Sex grausam war, hat doch selbst schuld!

Und wenn in anderen "Kulturen" immer noch nach der Hochzeitsnacht das blutige Laken der Öffentlichkeit gezeigt werden muss, ist das deren Problem!


Der Mann


SinnlicheXXL
Geschrieben

"Weitergebracht" hat es uns insofern, dass Frau heute ihre Sexualität ausleben kann, ohne als Schlampe geächtet zu werden. Hat jemand vorgestern Nacht im spießigen ZDF die Talksendung mit Herrn Lanz gesehen? Noch vor wenigen Jahren wäre das undenkbar gewesen, dass Frauen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen fröhlich darüber plaudern, wie sie Männer angraben....


Habe ich gesehen - und vor etlichen Wochen auch die Sendung, wo diese 80?-jährige Österreicherin zu Besuch war und freimütig erzählte, dass sie den Spaß am Sex erst im hohen Alter entdeckt hätte und sich nun deutlich jüngere Lover leiste. Fand ich schon cool!

Ich weiß niczt, wie viel Spaß Menschen vor 20, 30 Jahren am Sex hatten und ob das besser oder weniger gut war als heute - ich weiß nur, dass ich selbst den Sex sehr viel mehr genießen kann, seit ich mich aus diesen Zwängen der Konvention befreit habe.
Wenn man davon absieht, dass Frauen heutzutage mit dem OrgasMUSS belastet sind, während früher kaum jemand groß gedanken daran verschwendete, dass manche Frauen wenig Lust empfanden, hat sich die Sexualität für die Frau wohl schon verbessert.


Ferkel007
Geschrieben

Da ich noch nicht gevögelt habe, zu der Zeit, als sich die FA-Dame einseifte...



Ich auch noch nicht, aber gerade wegen der Wellen die es damals geschlagen hat ist es mir im Gedächtnis geblieben, so alt war ich dann doch schon.....

Ebenso gehöre ich nicht zu den Leuten die, damals wie heute, irgendwelche Probleme hätten das zu bekommen was sie sich wünschen und ehrlich gesagt habe ich viel mehr bekommen als ich mir persönlich zu träumen gewagt hätte.........

Mein (Sexual)Leben ist eigentlich von diesen Entwicklungen ziemlich unberührt geblieben. Wir haben unsere Sexualität noch ganz herkömmlich durch lernen, probieren, neugier "erlernt" wobei da immer der Partner und das was "uns" in den Sinn kam die Hauptrolle spielte..........

Vielleicht war auch unsere Subkultur/Szene einfach freier als die "Normalen". Mich wundert immer wieder wie oft ich sehe/höre wie wenig Ahnung die Menschen von dieser ganzen Geschichte haben, trotz aller "Aufklärung" und wie sich der Sex zu einer eigenständigen Sache entwickelt hat die sich nicht an der Person Mensch sondern an/durch Handlungen definiert........


ompul
Geschrieben


Was verstehst Du bitte unter "weiterbringen" genau




Nun, zB; Ist es einfacher geworden für den Einzelnen? Ist das Sexuallleben deshalb besser? Welche Veränderungen hat es gebracht?..........



Das ist meiner bescheidener Meinung nach zu unspezifisch um das sinnvoll diskutieren zu können.

Sexualität ist ein riesiges Gebiet.
Da muss es schon sehr konkret werden um das Ganze für einen Thread verdaulich zu machen.

Welchen Blickwinkel möchtest Du einnehmen?
Den eines Mitgliedes einer Minderheit?
Den eines Heranwachsenden?
Den einer Frau im Alter von ...?
...

Zu welchen Moralvorstellungen möchtest Du die Entwicklung in Bezug setzen?
Zu katholischen?
Zu anderen?
...

Wofür ich plädieren möchte?
Für enge und klare Fragestellungen.

Sonst ufert es nur aus. Und man lernt nix dazu.


Ferkel007
Geschrieben

Es geht doch auch nicht darum zu lernen oder die Entwicklung der Sexualität aus sicht zB der Kirche zu beleuchten........

Mein Blickwinkel ist der einer Minderheit, zumindest gesellschaftlich gesehen. Was ich aber auch sehe ist der Druck der aufgebaut wird, die Erwartungen die geweckt werden und welche Blüten es treiben kann.......



Glaubst du ganz persönlich das dein Sexleben anders verlaufen wäre? Wie sieht das aus deinem ganz persönlichen Blickwinkel/Erleben aus? Hat es dir geholfen, wär es egal?


ompul
Geschrieben


Glaubst du ganz persönlich das dein Sexleben anders verlaufen wäre? Wie sieht das aus deinem ganz persönlichen Blickwinkel/Erleben aus? Hat es dir geholfen, wär es egal?


Ich erlebe mein ganzes Leben, auch das Sexleben, als mitbeeinflusst von äußeren Einflüssen.

Insofern ist die Antwort auf die Frage "wäre es anders verlaufen" trivial.
Ja, ganz sicher.

Sorry, ich weiß noch nicht, worüber Du genau sprechen willst.

Über den Einfluss von expliziter sexualisierter Werbung auf sexuelle Erwartungshaltungen in Affären oder Beziehungen?


Geschrieben

Das ist meiner bescheidener Meinung nach zu unspezifisch um das sinnvoll diskutieren zu können.


das dürfte bei diesem thema wirklich ein problem sein , es ist einfach zu groß , hat zuviele facetten .

ich für meinen teil beziehe solche fragen immer auf die heutige jugend und nicht auf menschen in meinem alter .
dies liegt einfach daran das ich der meinung bin das ein mensch der schon über reichlich sexuelle erfahrung verfügt zwar noch neues lernen kann aber nicht mehr allzustark beeinflußt werden kann .

ganz anders bei der jugend , die mir einfach nur leid tut in einer sexuell so "offenen" zeit aufwachsen zu müßen .
die wirklichkeit sieht , in meinen augen , allerdings ganz anders aus , die jugend wächst nicht in einer zeit sexueller offenheit auf sondern in einer zeit in der die medien (einschließlich oder gerade das internet) sex als etwas propagieren das man einfach haben muß , wo man dabei sein muß und das nach möglichkeit nicht nur durch liebevolles miteinander schlafen sondern je excessiver um so besser .

und da denke ich klafft schnell eine riesige lücke zwischen den körperlichen möglichkeiten und der gefühlswelt .
nun weiß ich nicht was die jugendlichen wirklich miteinander treiben und kann von daher nur indirekte schlüsse ziehen .

als beispiel dafür mag folgendes erlebnis gelten :
ich war kürzlich bei einer bekannten , die eine 17 jährige tochter hat .
weil ich dort etwas fertig gemacht habe mußte ich auch das zimmer der tochter betreten .
als ich das zimmer verlassen wollte wäre ich fast auf die packung "antibabypillen" getreten die vor der tür auf dem boden lag .

nett wie ich bin habe ich die packung aufgehoben und gesagt sie solle die mal weglegen , den wenn ich darauf trete hätte sie wahrscheinlich ein großes problem .

das mädel wurde doch tatsächlich rot , riß mir die packung aus der hand und verstaute sie sorgfältig in einer schublade wo ich sie nicht mehr sehen konnte .

aus einem solchen vorfall schließe ich ganz einfach (ok , ich weiß es durch die mutter) das dieses mädel zwar schon sexuelle erfahrung hat , aber von offenheit keine spur vorhanden ist .
wohlgemerkt , es handelte sich nicht um dinge wie heiße unterwäsche oder sonstiges wo das mädel das gefühl haben könnte das ein fremder einblicke in ihre intimsspähre haben könnte , sondern um eine pappschachtel mit einem medikament .

kurz gesagt , ich bin der festen überzeugung das bei vielen jugendlichen die psyche weit hinter dem körper hinterherhinkt und das ist in meinen augen einfach nur bedauerlich .

esoterisch gesehen (nein ich bin kein esoterikanhänger) könnte man sagen das jing und jang nicht im gleichgewicht sind und dies führt immer zu unstimmigkeiten im gefühlsleben .


Ferkel007
Geschrieben

Ompul, ich weiß nicht was an meiner Frage nun spezifiziert werden müßte da es sich um die Frage nach persönlichen Eindrücken handelt und nicht um eine benennbare Praxis, Handlung oder Situation.....

Plüschi, ich bezog es auch nicht unbedingt auf die heutige Jugend da ich über deren Sicht viel zu wenig weiß..........


Was ich beurteilen kann ist mein persönliches erleben. Um die Situation meiner Jugendzeit darzustellen wählte ich das FA Beispiel und wenn ich das mit Heute vergleiche ist es schon ein enormer Unterschied. Vielleicht können dazu auch nur ältere eine Meinung haben da es für andere der Normalzustand ist, sie es so gewöhnt sind......

Ich frage mich an diesem Punkt wo es den Unterschied macht. Sind "wir", der einzelne Mensch, wirklich offener im Umgang mit Sexualität geworden? Haben die Frauen nun mehr Orgasmen als damals? Sind Männer einfühlsamer? Wird es nicht alles entmenschlicht? Sind wir zufriedener weil wir wissen was alles und wie alles geht?

Was ist mit denen die es damals nicht hinbekommen haben, die wußten schließlich nicht was ihnen fehlt......


Meiner persönlichen Ansicht nach hat sich der Mensch in seinem fühlen und denken nicht wesentlich weiterentwickelt, trotz allem Wissens..........


Geschrieben


Was ich beurteilen kann ist mein persönliches erleben. Um die Situation meiner Jugendzeit darzustellen ................ und wenn ich das mit Heute vergleiche ist es schon ein enormer Unterschied.



aber sind hier vergleiche möglich ??
es dürfte doch ganz klar sein das ein 15 jähriger sexuallität ganz anders wahrnimmt als ein 50 jähriger .

natürlich hat sich die öffentliche meinung zum thema sexuallität auch verändert .
für den einzelnen dürfte aber ein ganz wichtiger faktor das persönliche alter sein , ich denke es ist ganz klar das ein (etwas ) älterer mensch ganz anders mit diesem thema umgeht als ein pupertierender junger mensch .


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