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Dominanz.. was ist das für euch?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo ihr Lieben,

angelehnt an einen anderen Thread würde mich mal interessieren, was IHR unter Dominanz versteht, wie definiert ihr sie?

Dazu würde mich die Meinung und Auffassung von Frauen UND Männern interessieren

Sollte es so ein Thema schon geben, verzeiht mir die Frage bitte *lach* - und bitte: bleibt höflich

Lg
catta


Hamburger-Dom
Geschrieben

Führung.

Ähm... hab ich jetzt in einem deutschen Forum ein Ih-Bäh-Wort benutzt? *grübel*


Alesys
Geschrieben

Was Dominanz ist ist glaube ich einfacher zu beschreiben, als das was es nicht ist.

Führung (wurde schon genannt)
Kontrolle
Verantwortung
Auffangen

was es nicht ist:
Respektlos
Brutal/Gewalttätig
Eigennützig
Misshandeln


Ich spreche hier von mir.


Leckerbaer6
Geschrieben (bearbeitet)

Ich versuch mal eine Definition im Kontext von BDSM (glaube, dass die @TE dies meint und nicht Alltagsdominanz).

Dominanz ist in erster Linie der Wille und die Handlung, zu unterwerfen, zu kontrollieren und zu befehlen. Jemanden zu dominieren, bedeutet, die eigenen Vorstellungen, Gedanken, Fantasien erfolgreich auf andere anzuwenden.

Attribute sexueller Dominanz sind Willensstärke und Selbstbewußtsein. Sicherlich zählen dazu auch Intelligenz, Bildung und die Befähigung, die emotionale Lage anderer einschätzen zu können.

Sicher werden nun einige User aufschreien und nach ethischen Grundsätzen oder charakterlichen Positivattributen verlangen, denn komplett jeglicher Ethik entkleidet, wäre eine solche Definition von Dominanz ein Freibrief für alle sozialdarwinistischen Vorstellungen, die sich nicht nur auf sexueller Ebene umsetzen lassen würden. Insgesamt muß jegliche Art sexueller Dominanz immer mit einem Ethos einhergehen, der die zu dominierende Person in ihren Menschen- und Persönlichkeitsrechten schützt.

Die zentralen positiven Attribute eines dominanten Menschen sollten in jedem Fall im emotionalen Bereich zu finden sein. Es ist eminent wichtig, sowohl sich selbst, als auch andere wertzuschätzen, selbst, wenn diese im Rahmen eines sexuellen Machtgefälles unter einem stehen. Emotionaler Altruismus, das Einfühlen in andere Menschen, ist neben einer positiven mentalen Geisteshaltung (Toleranz, Respekt, Fürsorge, Altruismus) zentral für einen verantwortungsbewußten, sexuell dominanten Menschen.

Fürsorge, Einfühlungsvermögen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl, können weitere Aspekte einer Dominanz sein, die einer relativ egozentrischen Sichtweise Balance bietet, und notwendigerweise jeder devoten Person die notwendige Sicherheit!

All dies schafft den Rahmen für sexuelle Machtgefälle, in denen Dominanz egoistisch sein muß, sein will, so gewünscht wird, in der Erniedrigung der devoten Person seinen Platz hat und sämtliche sadistische Veranlagung ebenso. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass in all diesen Konstellationen gegenseitiges Einverständnis als herrschende Grundbedingung vereinbart wurde.


bearbeitet von Leckerbaer6
Geschrieben (bearbeitet)

Das Wort Dominanz hören wir ja auch gerade jetzt wieder im Zusammenhang mit der Spielweise des FC Bayern München. Hier meint man damit eine spielbestimmende oder -beherrschende Spielweise.

In einer Beziehung/Partnerschaft hieße das für mich jemand trifft viele wichtige Eintscheidungen die beide betreffen. Oder jemand trifft sogar auch viele wichtige Einscheidungen die nur seinen Partner betreffen. So z.B. bezüglich der Kleidung, der Ernährung, den Sex oder das ganz persönliche Umfeld (Freunde, Familie).

So ein Modell funktioniert wenn einer bereit ist sich teilweise oder ganz vom andern dominieren zu lassen. Früher dominierte häufig der Mann und heute dominiert häufig d........ . Ups, fast hätte ich mich schon wieder verplappert.


bearbeitet von Andreas0211
Geschrieben

Für mich bedeutet es genau das, als was der Begriff definiert ist: der beherrschende bzw vorherschende Teil. Wenn du wissen möchtest, wie ich das beim Sex umsetze, lautet die Antwort, dass ich den Partner führe, z.B. das Tempo vorgebe oder auch bestimme, wann er/sie kommen darf...


DarkWiggler
Geschrieben (bearbeitet)

Dominanz, ich will das Thema jetzt nich allumfassend und theoretisch erleutern sondern einfach nur zwei Situationen vorstellen, in denen meiner Meinung "sexuell aufgeladene" Dominanz entstehen kann:

z.B. beim Tanzen. Die Regeln (zumindest bei Standart und Latein und den meisten anderen) sind ja simpel, er führt, sie folgt. Gut das muss jetzt noch lange nichts mit dominanz zu tuen haben aber stellt euch z.B. folgendes:
Er kann Sie immer heranziehen und wieder auf Distanzbringen wie er will. Man kann da leicht Situationen provozieren, wo Sie sich z.B. einen Kuss oder so wünscht und in dem Moment, in welchem Sie meint ihren wunsch erfüllt zu bekommen führt Er Sie in eine Figur, ...
Klingt banal, aber solche "Spielchen" mit dem "Push and Pull" oder auch "tease und deny" kann man schon in solch alltäglichen Situationen hervorrufen und Sie damit in den sogenannten "Subspace"* versetzen

Anderes Beispiel:
Sie kann z.B. sehr gut mitihm spielen, während Sie Ihm verwährt "zum Schluss" zu kommen. Z.B. Morgens nach dem Aufwachen will Sie sex. korz bevor er kommt beendet Sie das "Treiben" und fordert ihn auf, Sie oral fertig zu befriedigen. Mittags wird dann ein bischen gereitzt und abends weiter gespielt. Er wird spätestens nach 8-12 Stunden "tease und denial" sowas vom im Subspace angekommen sein, dass Sie praktisch alles mit ihm machen könnte.


Natürlich gehen diese Beispiele so nicht mit allen Paaren, aber um auf die Frage zurück zu kommen was Dominanz für mich ist:

nun die Möglichkeit (und auch das Nutzen der Selbigen) den Partner in den Subspace zu befördern.


-------------------------------------------------------------------
*Subspace (meine Definition): Ein Zustand, in welchem Sub den WIderstand komplett aufgibt, und einfach nur noch die Führung genießt bzw. Ihren/Seinen komplett unterordnet (zumindest Zeitweise). Wer schonmal Siele mit DS Komponente gemacht hat weiß wovon ich rede


bearbeitet von DarkWiggler
Geschrieben

Ich gehöre zur nicht seltenen Fraktion der Alltagsperversen, die das Wort "Dominanz" nicht unbedingt mögen. Denn das Wort "Dominanz" enthält eine Beschränkung der Spieler - da es im Kopf eine Vorstellung von Überlegenheit über den "Submissiven" erzeugt.

Das ist nicht unbedingt beziehungsfördernd.

Ich bevorzuge die Worte OBEN (Top)und UNTEN(Bottom) weil die zwar ein Machtgefälle ausdrücken, aber keine negativen Attribute von Dominanz wie Brutalität, Sturheit, Machtgeilheit oder Rücksichtslosigkeit beinhalten.

Nicht das ich was gegen enspannte Brutalität, arrogante Machtgeilheit oder gut dosierte Willkür hätte - ich bevorzuge sie nur als mögliche Inscenierung, denn als andauernde Wahrnehmungsbehinderung.


Pan


bellys
Geschrieben

Der Schrecken vergangener Zeiten.


bigpaula
Geschrieben

warum muß der dominante part den devoten part eigentlich immer erniedrigen????


Hamburger-Dom
Geschrieben

warum muß der dominante part den devoten part eigentlich immer erniedrigen????



Wer sagt, dem sei so?


Leckerbaer6
Geschrieben

...immer erniedrigen????



Zeig bitte auf, wo dies steht!

Ich schrieb oben: ...so gewünscht wird

Ergo bestimmt dieses Verhalten/den Wunsch nach Erniedrigung der devote Part!!


bigpaula
Geschrieben (bearbeitet)

ja jungs ihr habt recht................und ich meine ruhe.....vielleicht hab ich euch da auch falsch verstanden.....zumindest den leckbaer.....da gings auch um erniedrigung.....vielleicht hab ich das auch einfach nur falsch gedeutet.............

ich finde nichts schlimmer als erniedrigung.............deshalb meine frage...........und wenn ich an viele "dominante" männer hier denke.......naja........

gerade eben gefunden...........

Du suchst einem dominanten Mann, der dich konsequent sexuell abrichtet, und gefügig macht?
Du suchst den einen Bezugsherrn, der es ab und an auch mal genießt, dich anderen Männern vorzuführen oder dabei zusehen will, wie du von anderen Männern benutzt wirst?
Du bist konsequent devot und weißt dich unterzuordnen, dabei geniest du jede art von verbaler Erniedrigung.
Leichte Schläge gehören für dich zur Ausbildung, sowie extreme Situationen in die dich dein Herr bringt..............

Denn melde dich bei mir............

das will doch "JEDE"frau


bearbeitet von bigpaula
samaris2603
Geschrieben

fakt ist
hier oben (D&F) verstehen wir was anderes unter Dominanz als die meisten unten ( Suche)


bigpaula
Geschrieben (bearbeitet)

ich glaube jeder versteht etwas anderes darunter...............


bearbeitet von bigpaula
Geschrieben (bearbeitet)


das will doch "JEDE"frau


Nö, wär ja auch echt langweilig, aber es gibt Frauen die so etwas wollen. Das Problem sind aber meistens eher die Männer, die solche Anzeigen aufgeben. Wenn sie dann mal wirklich auf so eine Frau treffen, sind sie oft sehr überfordert.

Ansonsten sehe ich die Eingangsfrage mal rein sexuell.

Für mich ist es einfach eine gegenseitige lustvolle Vereinbarung, in der der eine Part ein gutes Teil seiner Kontrolle abgibt, und damit Spannung erzeugt. Für beide Seiten.


bearbeitet von megamod
das t
Geschrieben

Dominanz ist imho von Sadismus zu unterscheiden, hat also nicht zwingend etwas mit SM zu tun. Und es gibt sicherlich zig verschiedene Arten und Weisen dominant oder devot zu sein.

Ich habe z.B. die Eigenschaft meistens das vom Partner zu bekommen, was ich haben will. Für dominant hält man mich zuerst nicht wirklich. Bis einem auffällt, dass ich die wichtigen Entscheidungen treffe und man sich die Frage stellt, wie das kommt. Resistance is futile


brisetwotouch
Geschrieben

Da catta ja ein "sub" mit im Nick hat,...geht ja auch jeder von der Dominanz über ne Sub aus!
Andere gehen hier vielleicht von weniger aus,...devot oder devote Ader!
Und da sieht es gleich ganz anders aus, wie ein dominanter Mann, oder auch ne Frau sein soll!


Geschrieben (bearbeitet)

Liebe gute Frau, aus meiner Lieblingszielgruppe, die ihr gerade auf Grund meines Beitrages in diesem Thread auf mein Profil geklickt habt - ja, du - genau du - soviele von deiner Art gibt es nicht und das weißt du.

Es müsste verboten werden, das Menschen mit so leckeren Profiltexten Nachrichtenfilter benutzen dürfen.

Aber wahrscheinlich bin ich nicht dominant genug um mich mit dieser Meinung durchzusetzen - also hast du keine Wahl - wenn ich für dich kochen soll, während wir gemeinsam anzügliche Witze reißen und darüber verhandeln wie wir uns gegenseitig gut tun können, musst du mich schon anschreiben.

Pan

P.S.: Ich bin da ziemlich, wie dein Nachname, was den Erfolg dieses Kommunikationsversuches angeht.


bearbeitet von Hirtengott
Geschrieben

So wie ich das Konzept von Dominanz/Submission verstehe, antizipiert der Top idealerweise die Wünsche seines Komplementär... um ein gezieltes Machtungleichgewicht zu erzeugen.

Hierbei geht es eigentlich weniger um die physische Komponente (Sadomasochismus), sondern es findet auf Metaebene statt. Im Prinzip ist der Top dabei mehr oder weniger der "Erfüllungsgehilfe" des Bottom, zudem er bestenfalls gut ausgeprägte empathische Eigenschaften besitzen sollte... (was Männer bekanntermaßen gern abgesprochen wird^^)

Persönlich finde ich faszinierend... das (quasi unter Laborbedingung betrachtet) der, dem die Kontrolle bzw. Macht übergeben wird die Szene nur oberflächlich "beherrscht"... denn er kann nur zu "Gnaden" des Unterworfenen wirken, dessen Grenzen auch die "Spieltiefe" definiert. Eine sexuelle "Allegorie" gewissermaßen, wie man sie auch in Kunst, Literatur und der Philosophie kennt.

Und Nein... ich bin nur dominant im Rahmen meines Genders... ^^


Liebegesucht001
Geschrieben

Dominanz ist für mich wenn Sub sagt was sie gern hätte....und er es tun "muss"
Kleiner Joke am Morgen!


Geschrieben

Ich sag das mal als diesbezüglich Ex-Interessierte:

Dominanz ist erfolglos, wenn bei der Ausübung die wünsche des Dominierten nicht erfüllt werden und eigentlich sinnlos, wenn sie's werden.


Nurayia
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn zwei ein Machtgefälle explizit betonen wollen, es also ein Dom/Sub bzw Top/Bot Verhältnis gibt, beider Wünsche dementsprechend auch erfüllt werden, ist das doch optimal. In diesem Spiel gibt es zwei Positionen, die beide entsprechend besetzt werden müssen, zwei Tops oder zwei Bots funktionieren nicht. Aber warum sollte das sinnlos sein? Würdest du den Fussballern sagen, dass sie nicht mehr lieber Stürmer und Verteidiger und Torwart sein sollen, weils sinnlos ist.. man könnte ja auch geschlossen mit 11 Mann im Rudel dem Ball hinterherrennen!

Letzten Endes ist dominantes oder devotes Verhalten doch auch nur eine "Spielposition" im sozialen Spiel jeglicher Art, nicht nur im Bett.


bearbeitet von Nurayia
Geschrieben

Ich glaube, du hast den Inhalt meines Postings nicht verstanden.

Deinen Fußballvergleich finde ich nun wiederum relativ gegenstandslos. Ich denke, beim Fußball greifen doch irgendwie andere Komponenten als beim Sex.

Aber macht nix - ich bin das hier so gewöhnt und nichts anderes erwarte ich hier


Nurayia
Geschrieben

Oder vielleicht hast du missverständlich gepostet? Wie wärs mit "Dominanz ist sinnlos, wenn die Wünsche des Dominierten immer erfüllt werden und das Geschehen bestimmen, somit die Rollen quasi aufgehoben werden" ...


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