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Maigloeckchen65

Befriedigung des Partners – Kommunikations-Notstand

Empfohlener Beitrag

Maigloeckchen65
Geschrieben (bearbeitet)

Es könnte sooo schön sein in unseren Betten – ABER…


Mir schrieb ein Mann, dass es für Sensible ewige Schuldgefühle gäbe, wenn die Partnerin nicht befriedigt worden ist – dies sei dann der Leistungsdruck…

Oh jeee, mir kamen direkt Fragen wie:

Wann hat ER den Eindruck, SIE wäre unbefriedigt???
Wann glaubt ER, SIE ist befriedigt???


natürlich auch umgekehrt…

Wann glaubt SIE, ER ist befriedigt oder eben nicht?

Mir ist klar: Wenn ich „hinterher“ nicht zufrieden bin, hat das erst mal etwas mit mir zu tun und nicht mit seinen „Fähigkeiten“ usw.
Die können noch so hervorragend sein, wenn ich ihm nicht sage oder verständlich mache, was ich jetzt prickelnder fände, nützt das nix. Das kann verbal oder auch nonverbal geschehen, indem ich z. B. seine Hände da hin schiebe, wo ich sie haben will …

Leider mangelt es auch unter aufgeschlossenen Menschen an der Kommunikations-

-&gt
Bereitschaft – oder Willen???


Ist das
-&gt
Angst – wovor???

-&gt
Scham – warum???

-&gt
Desinteresse!?!?


Was hindert Dich zu fragen oder sagen?
Was wünschst Du Dir?
Was müßte sein, um darüber in´s Gespräch kommen zu können?

Ich freue mich auf einen regen Austausch, ohne jedoch in gegenseitigen Schuldzuweisungen zu versinken. Die sind völlig überflüssig und bringen uns nicht der Erfüllung unserer Träume näher.

NACHTRAG: Orgasmus allein macht für mich noch nicht Befriedigung aus!


bearbeitet von Maigloeckchen65
Geschrieben

Ich wusste dass meine damalige Freundin am Ende unbefriedigt blieb, wenn sie nach meinem vorzeitigen Samenerguss stinksauer wurde. Wobei sich meine Schuldgefühle in Grenzen hielten, weil sie eine Weiterbefriedigung mit Fingern und Zunge ablehnte.


Geschrieben

Emotionale Nähe und Geborgenheit waren bei meiner ersten Partnerin wichtiger als die Orgasmen.

Erst später, kurz vor Ende der Beziehung, war mit viel Zeit, geschickten Händen, kräftiger Zunge und günstiger Gelegenheit etwas zu erreichen...

Der Beziehung hat es nicht geschadet.


Geschrieben

was hat das mit sensibel zu tun?

Ist doch eher nen Egotrip, das Mann sich oft genug selber unter Druck setzt Frau zum Höhepunkt zu bringen und daran ihre Befriedigung messen.

ebenfalls ist ist nicht wirklich sensibel wenn Mann selbst auf Tipps von Frauen unfähig ist ihre Bedürfnisse zu befriedigen (abgesehen von vielleicht speziellen neigungen, die er nicht teilt).
Denn eigentlich sollte gerade ein "sensibler"Mann doch schon an der Reaktion der Frau merken was ihr gefällt und was sie braucht, oder?

Mag vielleicht sein das ich unsensibel bin, aber ich habe keine Schuldgefühle beim Sex, falls Frau mal zu kurz gekommen sein könnte. Weil Sex nunmal auch immer etwas egoistisch ist und wenn sie nicht sagt was sie stört bzw. mir sogar was vorspielt, dann hat sie mindestes genauso viel Schuld daran wie ich.

Ich versuche schon zu erkennen was ihr gefällt, aber ich reden dennoch sehr gerne mit ihr darüber, weil Frauen nunmal unterschiedlich sind.

Es ist aber auch oft bei Frauen das Problem das sie auch nicht wirklich aussagekräftig kommunizieren können was ihre Bedürfnisse sind.
Sei es weil sie ungerne offen über das Thema reden bzw. es teilweise selber auch gar nicht genau wissen, was sie eigentlich genau "brauchen".

Ähnlich halte ich es auch umgekehrt, ich weiß was ich beim Sex brauche und versuche es das auch zu bekommen, statt zu hoffen, das Frau es per Zufall errät.
Sei es nun durch das direkte aussprechen: "es wäre geil wenn du.." oder halt auch ihre Hand dahin schieben wo ich sie gerne hätte.

Denn auch wenn ich Sex immer für etwas egoistisch halte, ist es doch so das man eigentlich bemüht ist dem anderen seine Bedürfnisse zu erfüllen, sei es weil man ihn mag/liebt oder auch nur um seine eigenen Bedürfnisse durchzusetzen.

MfG
FG


Ferkel007
Geschrieben


Was erwartest du in einer Gesellschaft in der Frauen offen darüber reden/sich lustig machen das sie Orgasmen vortäuschen weil der Mann es eh nicht merkt?............

Wurde mir bewußt als ich einer Ex (eben wegen jener Aussage) gestand ihr bereits einen vorgespielt zu haben und sie hatte es nicht bemerkt............

Junge war da was los, Tränen usw...........

Wenn ich gewußt hätte was ich damit auslöse, ich hätte die Klappe gehalten........

Aber wir müßen damit leben.............


SinnlicheXXL
Geschrieben

So problematisch früher die mangelnde Rücksicht der Männer auf die sexuellen Bedürfnisse der Frauen war, so sehr ist es anscheinend heute der "Orgasmuszwang." Frauen, die ein Problem damit haben, immer oder auch überhaupt je zu kommen, fühlen sich unter Druck gesetzt und Männer ebenso, weil sie sich als unzureichende Liebhaber fühlen.

Es gibt natürlich Menschen, denen es beim Sex vorwiegend um die Befriedigung ihrer eigenen Lust geht. Andere sind so unsensibel, dass sie Bedürfnisse nicht erkennen und die Reaktionen ihres Partners nicht genug beachten. Aber laut meiner Erfahrung ist das eher ein Problem recht junger Leute. Ab einem gewissen Alter wissen Männer in der Regel, dass sie um so mehr zurückbekommen, je mehr sie selbst geben.

Man sollte auch den Druck von den Männern nehmen. Wenn ein Mann beim Sex liebevoll, sensibel und offen mit einer Frau umgeht, und sie bekommt dennoch keinen Orgasmus, dann liegt das an ihr (weil sie generell schwer oder gar nicht kommt) oder an der mangelnde Kompatibilität (andere sexuelle Ausrichtung, körperliche Ursachen, etc.).

Wenn ich meine eigene sexuelle Entwicklung betrachte, dann war es leider so, dass ich bis Ende 20 bei einem Mann nie gekommen bin - egal was er gemacht hat. Warum das genau so war, weiß ich selbst nicht, aber ich vermute mal, dass es mit der übertrieben religiösen Erziehung und den schlechten Erfahrungen mit meinen ersten Männern zu tun hatte. Im Lauf der Zeit wurde ich einfach freier, kannte meinen Körper besser und folglich klappte es auch mit dem Orgasmus... zumindest mit einem Mann, der sich darum bemühte. Heute ist es so, dass ich so leicht und so oft komme, dass ich Männern, die mir schreiben, dass ich bei ihnen garantiert einen Orgasmus bekäme, nur belustigt antworte, dass ich wegen einem einzigen gar nicht erst anfangen würde.

Einen Orgasmus zu haben ist schön und wichtig, aber er ist bei weitem nicht das einzige, was guten Sex ausmacht. Seit ich allerdings so leicht kommen kann, sage ich nicht mehr: "Es macht doch nichts, dass ich keinen Höhepunkt hatte, war dennoch schön!", denn das würde heutzutage wohl nur noch bei einem völligen Ignoranten passieren.


Maigloeckchen65
Geschrieben

Warum glauben Frauen und auch Männer, Orgasmen einander vortäuschen zu „müssen“?

Weil die Erwartungen nicht kommuniziert werden. – Das Verhalten ist eher peinlich, als lustig. Zeigt mir nur, das diejenigen nicht in der Lage sind, mit der richtigen Person drüber zu sprechen.

Es scheint für viele nicht vorstellbar zu sein, dass Sex auch ohne Orgasmus befriedigend sein kann. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Keinen Orgasmus zu bekommen, kann vielerlei Ursachen haben, egal nun ob das gelegentich oder öfter passiert. Ich finde es nur traurig, wenn dann um „Schuld“ gestritten wird. Gerade bei einmaligen Treffen kann es an ganz simplen Dingen liegen.
Insofern bereiten mir die letzten Worte von SinnlicheXXL etwas Unbehagen.

@ Ferkel: Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, es jedoch in Zukunft anders machen…


Geschrieben

ich selbst brauche keinen orgasmus um befriedigt zu sein!
ich finde das ganze drum herum viel schöner und geiler, als sich nur auf den i-punkt zu konzentrieren.
zu anfang hat mein partner das nicht so ganz verstanden, dass ich glückseelig lächelte wenn wir mal auf "halber strecke" lieber ins kuscheln gerieten anstelle weiter zu machen.
doch nach und nach konnte ich ihn davon überzeugen, dass es wirklich nicht wichtig ist für mich.
natürlich finde ich das erreichen desselbigen wundervoll!
es ist für mich jedoch nicht das non plus ultra für erfüllten befriedigten sex.
mittlerweile stehe ich nicht mehr allein da mit dieser meinung...er hat sich liebend gern angeschlossen...*freu*


SinnlicheXXL
Geschrieben

Maiglöckchen, wenn man mir vor 20 Jahren erzählt hätte, dass ich innerhalb allerkürzester Zeit x Orgasmen haben kann, hätte ich es niemals geglaubt. Ist aber so. Von daher ist es heute eher so, dass es für mich schwierig ist, keinen zu bekommen (das meinte ich mit Ignoranten).

Das Beispiel zeigt, dass Frauen es lernen können, zum Orgasmus zu kommen. Aber Frauen (bzw. Menschen) sind sehr komplex. Die Art und Weise, die bei der einen Frau zu multiplen Orgasmen führt, lässt andere Frauen völlig kalt. Manche Frau hat schon beim ersten Sex einen Höhepunkt, andere erleben ihren ersten mit 50. Und es gibt sicher viele Gründe (Missbrauch, Vergewaltigung,...) warum manche Frauen generell Probleme damit haben. Wenn ich aber von erwachsenen Frauen höre, die nicht einmal wagen, sich "da unten anzufassen" dann bekomme ich echt eine Wut! Eine Wut auf manche Kirchen, die den Menschen einreden, Selbstbefriedigung sei eine Sünde, eine Wut auf Eltern, die Kinder daran hindern, ihren Körper zu entdecken.

Ich weiß, es ist sehr schwierig - sagt man den Frauen, die Orgasmusprobleme haben: Es liegt in erster Linie an dir, du musst deinen eigenen Weg zum Höhepunkt finden!, setzt man sie zusätzlich unter Druck. Sagt man hingegen: Es ist doch egal, hauptsache der Sex macht dir Spaß!, dann riskiert man, dass ihnen verdammt viel Spaß entgeht. Es ist nicht die "Schuld" der Frau, die damit Probleme hat, aber vermutlich gäbe es für die meisten Frauen Möglichkeiten, die Probleme zu überwinden.


Maigloeckchen65
Geschrieben

Ok.
Das Wort SCHULD wollte ich eben völlig außen vor haben, weil dies nicht zu einer Lösung führt.

Bei manchen ist es die Kirche, bei vielen liegts an der Erziehung bzw. dem Umgang mit Sexualität in der Familie. Und das gilt wohl für beide Geschlechter.

Eben weil ich so völlig blind und dumm diesbezüglich gehalten wurde, habe ich bei meinen Kindern früh angefangen zur erklären. Meine Erlebnisse wollte ich ihnen unbedingt ersparen.
Meine Mutter war mal dabei als meine Tochter ganz unbefangen nach Babys und Verhütung fragte und wäre am liebsten versunken, als ich ihr von den Möglichkeiten erzählte. Traurig, ist bei ihr immer noch so, dass man nicht darüber spricht.

Die Befangenheit legt man später dennoch nur schwer ab, braucht manchmal viel Feingefühl - auch wieder auf beiden Seiten!!!
Es gibt ja nicht nur Frauen, die sich nicht trauen!!!


4sarasvati
Geschrieben

Ergänzung zum Thema Befangenheit: ich finde die auch reizvoll. Mit Leuten, die supersouverän in allem sind, ist es doch langweilig. Man sollte über alles reden dürfen, aber nicht über alles reden müssen, schon gar nicht nonchalant und ohne Anlauf.

Mit manchen Menschen versteht man sich so gut, dass man von Anfang an über sehr vieles offen reden kann, das ist etwas Besonderes und ungemein befreiend und wohltuend, aber wenn sich andererseits Intimität durch Beschnuppern und Überwinden von Hemmungen allmählich aufbaut, ist es auf andere Weise etwas Besonderes, weil es eben durch beider aktives Zutun gewachsen ist.

Vereinzelt gibt es Menschen, denen fehlt die Fähigkeit zuzuhören, was wirklich gesagt wird, präsent zu sein, weil sie überwiegend in irgendeinem Drehbuch festhängen ("Sexual Superman" der sie 120%ig zu befriedigen hat, "Dr. Rettungsengel" auf der gezielten Suche nach zu heilenden Komplexen und Traumata resp. "zu erlösende und beschwärmende Prinzessin hinter Dornenhecken" u.s.w.u.s.f.). Die können oft dann auch nicht simple & stupid kommunizieren, was sie mögen, sich wünschen etc sondern tun das nur umständlich oder indirekt kund. Aber wenn jemand in so 'ner Rolle festklebt, ist die Verständigung halt generell schwierig!

Aber ich schätze dass es häufiger schlicht so ist, dass in dem konkreten Kontakt das nötige Vertrauen (noch) nicht entstanden ist. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie die Menschen sind.


Ferkel007
Geschrieben

@ Ferkel: Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, es jedoch in Zukunft anders machen…



Ich fürchte mißverstanden worden zu sein............

Mit dem "damit leben müssen" waren wir Männer gemeint, die mit ihrer "vermeintlichen" Unfähigkeit leben müssen.........

Wie lange wird schon von weiblicher Seite der Mann(auch öffentlich) schlecht gemacht, man bekommt es von klein an in Medien und vom erzählen mit, das dann irgendwo was im Hinterkopf hängenbleibt dürfte nicht wundern, also geht man als Mann(unbewußt) schon mit Versagensängsten damit um und ein Mann der eine Frau nicht befriedigen kann ist halt kein MANN...................


Der grundsätzlichste Unterschied zwischen beiden Geschlechtern beim Sex ist halt der Orgasmus(beider)...........

Während beim Mann nach dem Abgang ein körpereigenes Hormon alle Lust tötet kann Frau ohne Begrenzung. Da der "Abgang" für den Mann etwas abschließendes hat, sozusagen "DER" Höhepunkt/Abschluß ist ist natürlich auch die Bedeutung für uns eine andere..............

Grundsätzlich bleibt das Gefühl die Frau wäre nicht fertig geworden..............

Was mich allerdings etwas verwundert ist, das Frauen "fordern" das auf sie eingegangen wird und sie seit langem dafür kämpfen das man sich in sie hineinversetzt, versteht usw. während wir Männer halt einfach nur nen Mann sind und damit schon den Stempel haben.

Scheinbar bedeutet für viele Emanzipation Egoismus und wie mir scheint glauben viele Frauen das eine Beziehung nur nach weiblicher Vorstellung funktionieren kann..........

Statt mit gegenseitigem Verständnis an einer gemeinsamen Form zu arbeiten werden lieber Gräben gezogen und der Geschlechterkampf herausgestellt...........

Wofür? Den Kampf haben wir Männer doch sowieso schon lange verloren und sei es nur moralisch.................



Nein, natürlich nicht alle Frauen.............

Und es sind auch nicht alle Männer schlecht..........


Geschrieben (bearbeitet)

**edit by mod - Bitte kein Zitat des Vorpostings - Danke**

Hoppla, da scheint aber jemand angepiekt zu sein und sehr schlechte Erfahrungen gemacht zu haben und sich im übrigen auch noch mit den Frauen und ihrer Sexualität perfekt auszukennen...
Du scheinst zu denen zu gehören, die glauben, nur weil das Loch nicht nach dem Sex zuklappt, "können" Frauen ohne Begrenzung. Mal ganz davon abgesehen, ob sie wollen (kleiner Tipp: das immer noch offene Loch ist kein Zeichen dafür).

Hoffen wir mal, dass die meisten Frauen nicht zum Verallgemeinern neigen und nicht glauben, dass du repräsentativ für die Männerwelt bist...


bearbeitet von linguafabulosa
**Auf der linken Seite ist der Knopf zum Antworten - bei einer unmittelbaren Antwort auf ein Posting der Knopf der Wahl;-)**
Geschrieben

*mantra*: laßt uns den leistungsdruck rausnehmen !!!!!!

laßt uns kommunzieren - ohne alles zu zerpflücken und totzureden

laßt uns einfach schöne gefühle genießen - ohne "höhepunktserwartung" im hinterkopf

laßt jede/n er/sie selber sein - jeder sex ist anders, jeder orgasmus ist anders, es gibt einfach nichts allgemeingültiges..... daß es bei mir SO ist, heißt doch nichts anderes, als daß es bei mir SO ist.... und bei DIR völlig anders!

*musetta, die es wieder nicht lassen kann, gegen windmühlenflügel zu quatschen. und die gerade mit backschiff völlig übereinstimmt*


Ferkel007
Geschrieben

@Hyperfunktion

Auch dir darf ich versichern das du mich mißverstehst.............

Aber jeder glaubt was er möchte..............

Niemand sagte was von absoluter Wahrheit, sieh es als Denkanstoß und wenn dir was besseres als Erklärung einfällt wirds die TE sicher erfreuen es zu lesen........


Geschrieben (bearbeitet)

Mir ist klar: Wenn ich „hinterher“ nicht zufrieden bin, hat das erst mal etwas mit mir zu tun und nicht mit seinen „Fähigkeiten“ usw.

Er sucht die Schuld bei sich, Du suchst die Schuld bei Dir...

Das hätte etwas komisches, wenn Du gleichzeitig nicht einen der Kernpunkte ansprechen würdest: Man muss miteinander REDEN. Und sei es auch ohne Worte, nur mit Gesten, Blicken und Berührungen. Sich gegenseitig zu verstehen geben, was man fühlt und was man wünscht.

Der andere Knackpunkt: Wer Sexualität nur rein mechanisch als Mittel zum Zweck der Erzielung eines (möglichst bitte multiplen) Höhepunktes sieht, der kennt nur eine der vielen möglichen Dimensionen.

Das ist der Fluch der "aufgeklärten" Gesellschaft und von erotomanisierten Medien, in denen Sex zur wohlfeilen Ware geworden ist, und wo der Blick sich auf diesen einen Aspekt verengt.


bearbeitet von SommerBrise
Geschrieben

Wenn es Probleme gibt, dann hilft nur eines...

Darüber zu reden...

Wenn man seine Probleme oder Ängste nicht mit seinem Partner besprechen kann, mit wem dann?

Man muss sich nur trauen und den ersten Schritt wagen.

Es bringt nichts, alles in sich rein zu fressen...


Geschrieben

@ Ferkel, aber auch allgemein:

Ich schließe mich denen an, die die offene Kommunikation bzw. eine möglichst große Unvoreingenommenheit gegenüber dem anderen über alles stellen.

Denn auf kaum einem anderen Gebiet gibt es soviele Fallstricke, Fettnäpfchen, Vorbehalte usw. wie beim Sex. Man traut sich nicht, etwas zu fragen, weil man glaubt, man kennt die Antwort, einer fragt oder sagt was und der andere versteht es vollkommen falsch (weil vielleicht irgendwelche Geschichten aus Uralt-Beziehungen mit reinspielen) usw.

Ich hatte eine Beziehung, bei der das sehr ausgeprägt war. Egal was ich machte oder sagte oder auch nicht, "er" wusste immer ganz genau, wie das damals bei seiner Frau war und dass das jetzt bei mir bestimmt nicht anders sein würde.

Mit sowas ("ich kenn doch die Frauen/Männer, ich weiß doch genau, was jetzt passiert...") macht man sich und dem anderen das Leben schwer.


Maigloeckchen65
Geschrieben

Er sucht die Schuld bei sich, Du suchst die Schuld bei Dir...

....Sich gegenseitig zu verstehen geben, was man fühlt und was man wünscht.

Der andere Knackpunkt: Wer Sexualität nur rein mechanisch als Mittel zum Zweck der Erzielung eines (möglichst bitte multiplen) Höhepunktes sieht, der kennt nur eine der vielen möglichen Dimensionen.

Das ist der Fluch der "aufgeklärten" Gesellschaft ...

Brischen :-) es geh doch genau nicht um Schuld.

Auch wenn wir heute zum großen Teil doch sehr aufgeklärt sind, es gibt zum Teil erhebliche Wissenslücken, die, wenn geschlossen, z. B. das Verhalten des Partners leicht erklären könnte.
Beispiele?
Es scheinen einige nicht zu wissen, dass, wenn ich dem Buch glauben darf, über 50 % der Frauen nicht allein durch die Penetration des Penis zum Orgasmus kommen (können).
Von Frauen hört man immer wieder Klagen, das Männer nach dem Sex einschlafen (nicht alle freilich, wirkt bei jedem ja unterschiedlich stark). Dafür gibt einen plausiblen Grund. Die Biologie. Die Erregung läßt rasch nach, das Blut verteilt sich wieder im Körper, was entspannend wirkt. Zusätzlich schüttet das männliche Gehirn Serotonin aus, das Glückhoromon, welches auch ein natürliches Beruhigungsmittel ist und wie eine Schlaftablette wirken kann. Kann frau da noch sauer sein???

Es ist schon so, das Sex auch ohne Orgasmus sehr schön sein kann (es gibt auch Frauen die da anderer Meinung sind, ist ok!). Manche Männer wollen es offenbar nicht glauben, was manchen Frauen dann wieder Unbehagen bereitet, weil sie sich in Erklärungszwang sehen und dann lieber einen vortäuschen, um dem aus dem Weg zu gehen. Vertrauen ist für beide Seiten wichtig. Und vor allem: nicht immer denken, der andere könnte meinen, glauben, hoffen etc. pp..... R E D E N!!!


Ferkel007
Geschrieben (bearbeitet)

@hyper..............
Mit vorschnellen Verurteilungen zeigt man aber nicht gerade die von dir angepriesene Einstellung.............

Hab ich irgendwo erwähnt das ich jeden über einen Kamm schere?

Nein, natürlich nicht alle Frauen.............

Und es sind auch nicht alle Männer schlecht..........



Zitiere ich mich mal selbst, sollte eigentlich genug aussagen oder?...........

Viele Probleme untereinander haben ihren Ursprung im Unverständnis, früher hat es mich auch geknickt wenn das Mädel mal nicht kam und es war viel Vertrauen und natürlich reden nötig dieses Gefühl des "unfertigen" (um es mal so auszudrücken) in den Griff zu bekommen.

Und trotzdem empfinde ich es auch heute noch als schöner/erfüllender wenn Sie kommt...........


bearbeitet von Ferkel007
Menno Maiglöckchen..............
4sarasvati
Geschrieben

Zusätzlich schüttet das männliche Gehirn Serotonin aus, das Glückhoromon, welches auch ein natürliches Beruhigungsmittel ist und wie eine Schlaftablette wirken kann.



Nicht nur das männliche Gehirn (ja, ich schlaf danach auch gern mal)

Werde demnächst mal jemanden am Ohrläppchen knabbern und fragen "wollen wir Serotonin kochen?"


Geschrieben

Wissen aus Wissenschaft ist sicher gut, richtig und wichtig um Ignoranz zu beseitigen, aufzuklären, wo nötig und somit Sicherheit im Umgang mit der "Materie" zu verschaffen. Als "Kochrezept" im zwischenmenschlichen Umgang taugt all das jedoch nur bedingt, denn Situationen und damit korrelierende Emotionen sind selten gleich bzw. reproduzierbar.
"Hinterher" sah in meinem Leben gottseidank schon so verschieden aus, wieso hätte ich mich und auch meinen Partner mit der Aussage: nicht einschlafen wegen unbedingtem Kuscheln unter Druck setzen sollen. So mancher geile Quickie,noch halb angezogen, obwohl wir gleich wegwollten zu einem Termin, wäre mir so entgangen. Und auch Frauen schnarchen!!-mitunter schneller wie die Herren. Super finde ich auch den Anblick eines pudelnackichten, der "hinterher" gleich die Wäsche aufhängt. Steht nirgends in irgendwelchen Büchern, garantier ich! This is life!

Zufriedenheit mit dem Partner ganz ohne Orgi halte ich auf Dauer auch nicht für realisierbar. Aber der Druck- jetzt muss es doch mal sein- verhindert ihn ganz gewiss. Da habe ich auch schon Männer von erzählen hören- so verschieden sind wir nicht!

Grüßle aus dem wilden Süden


Geschrieben

...ich spritze gerne und viel...und das ist es ja was bei uns den orgi ausmacht...hab aber auch schon viele male erlebt daß es ohne abzuspritzen auch supergeil hergehn kann...wichtiger ist mir halt ein zufriedener partner...auf welche art auch immer.
so das war mein beitrag...


Geschrieben

...ich spritze gerne und viel...und das ist es ja was bei uns den orgi ausmacht...



Da muß ich widersprechen.
Ich habe schon einige Männer erlebt, bei denen ein Orgasmus im Kopf viel intensiver ist als das Abspritzen ansich - ergo muß das auch nicht zeitgleich passieren


Geschrieben

Ich gehöre zu den Frauen, die nun mal keinen vaginalen Orgasmus, also nur durch den reinen Geschlechtsakt, bekommen, aber durchaus auf andere Weise...hat mich nie gestört!!

Nun habe ich es mehrfach versucht meinem jeweiligem Sexualpartner nahezubringen,da ich trotzdem gerne einen haben möchte und ich dann eben selbst nachhelfe.

Reaktionen waren:

"Ach du Arme!Mit mir kriegst du garantiert einen!"

"Du MUSST dich mehr fallenlassen, dann klappt es"

"Trainier deine Beckenbodenmuskulatur"

"Du liebst mich doch, da musst du doch einen bekommen"

Bezieht sich alles auf meine "Schuld", obwohl ich immer ganz klar sage, dass ich Sex als sehr schön und befriedigend empfinde...glaubt mir bloss keiner!

Gut, keiner stimmt nicht, es gibt schon Männer(seltener), die einfach sagen, "prima, dass du mir das sagst, dann kann ich mir schon vorstellen, was du gerne hast!"

Schade, dass es nicht immer so sein kann!


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