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Lu****
Nein, genau da widerspreche ich dir entschieden. Das Verschweigen einer Affäre ist in erster Linie Eigennutz. Zu behaupten, es sei "zum Wohl aller", setzt voraus, dass man anderen das Recht abspricht, selbst zu entscheiden, wie sie mit der Wahrheit umgehen wollen. Das Wohl des Partners kann nicht darin bestehen, bewusst belogen und um seine Entscheidungsfreiheit gebracht zu werden. Frieden, der nur auf Täuschung beruht, ist kein echter Frieden, sondern eine Illusion. Dass du das anders bewertest, ist dein gutes Recht. Es als Vorteil für alle darzustellen, halte ich jedoch für eine unbegründete Behauptung.
Ca****
Dann zieh halt weiter um die Häuser. Ist ja nicht so, dass es keine Feste oder Discos mehr gibt.
Der "Online Markt" ist halt ziemlich voll. Wie viele Single Männer, wohl auf einen verheirateten Mann kommen... auf einem Portal wie Poppen. Warum sollte Frau, dann also einen verheirateten Mann wählen, wenn sie statt dessen auch einen Haufen Single Männer, zur Auswahl hat? Die Vorzüge eines Single Mannes, gegenüber eines vergebenen Mannes, liegen ja auch auf der Hand. Und ja es gibt sicher auch immer vergebene Männer, die genauso flexibel sind, wie ein Single Mann. Und Single Männer, die gefühlt nie Zeit haben. Aber das spielt ja im Gesamtbild keine Rolle.
Klar wird es Frauen geben, die kein Problem damit haben "die Affäre" zu sein. Vielleicht sowas bevorzugen. Aber wohl doch eher eine Minderheit. Nicht jede Frau findet es eben geil, mit einem verheirateten / vergebenen Mann zu bumsen. Aus Prinzip / Moral. Was auch immer.
La****
Nun gut. Da ist nun jemand fremdgegangen und trifft für sich die Entscheidung, das nicht zu erzählen, weil es für die Person eine abgeschlossene Sache ist und keinerlei Relevanz für sein weiteres Leben innerhalb der Familie hat. Er wählt also die Möglichkeit, sein Leben und seine Beziehung so wie bisher weiter zu führen, sodass alle anderen in der Familie weiterhin ein sicheres, behütetes und wohlgefühltes Leben führen können.
Dein Rat ist also, dass diese Person unabhängig von allen individuellen Umständen die familiäre Sicherheit aller aufs Spiel setzen muss, indem er dem Beziehungspartner die Entscheidung überlässt, sich zu trennen, die Familie auseinander zu reißen und für einen finanziellen und emotionalen Ausnahmezustand für alle zu sorgen, nämlich die Beziehungspartner selbst, aber auch die Kinder und alle, die noch mit der Familie verbandelt sind.
Wenn das für dich die einzig wahre Lösung für jedes individuelle Familienschicksal ist, ganz unabhängig von den Umständen in der Beziehung/Familie selbst und in der Begegnung mit anderen, dann sei das so.
Ich betrachte solche Dinge wesentlich differenzierter.
bearbeitet von LacusLenitatisMacht aber nichts.
Wir müssen uns nicht einig werden.
Lu****
Genau da liegt für mich der Denkfehler in deiner Argumentation. Du stellst es so dar, als würde erst die Wahrheit die Familie gefährden und als wäre derjenige, der die Affäre aufdeckt oder eine Entscheidung treffen darf, der Auslöser für den Schaden. Aber der eigentliche Bruch beginnt nicht mit der Wahrheit, sondern mit der Entscheidung, die gemeinsame Vereinbarung der Beziehung zu verletzen.
Die Person, die fremdgeht, trifft bereits eine Entscheidung, die Auswirkungen auf die Familie haben kann. Sie setzt die Sicherheit und das Vertrauen aufs Spiel, nicht derjenige, der später von der Wahrheit erfährt. Die Verantwortung für mögliche Konsequenzen kann man nicht einfach auf die Ehrlichkeit abwälzen.
Du argumentierst, dass Schweigen allen anderen ein behütetes Leben ermöglicht. Aber dieses „behütete Leben“ existiert nur, weil ein Partner eine wichtige Information vorenthalten bekommt. Er oder sie lebt in einer Realität, die so gar nicht der Wahrheit entspricht. Vielleicht würde der Partner sich entscheiden zu bleiben, vielleicht zu gehen, vielleicht gemeinsam daran zu arbeiten. Aber diese Entscheidung muss der betroffene Mensch selbst treffen dürfen.
Für mich ist es keine echte Sicherheit, wenn sie darauf basiert, dass jemand hintergangen wird. Eine Familie wird nicht dadurch geschützt, dass man eine Lüge möglichst lange aufrechterhält. Die Familie wird durch Vertrauen, Respekt und die Möglichkeit geschützt, gemeinsam mit der Wahrheit umzugehen.
Natürlich können die Folgen einer Offenlegung schwer sein. Eine Trennung kann schmerzhaft sein, Kinder können darunter leiden und das Leben kann sich verändern. Aber die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Wahrheit, sondern bei der Handlung, die diese Situation überhaupt erst geschaffen hat.
Man kann nicht zuerst eine Grenze überschreiten und danach behaupten, das Verschweigen sei ein Akt der Fürsorge. Für mich ist das vor allem der Versuch, die Konsequenzen der eigenen Entscheidung zu vermeiden.
La****
Da das in solchen Fällen bei diesen Paaren wunderbar funktioniert, ist das für mich völlig in Ordnung, wenn das so abläuft.
Und ich gestehe jedem Menschen zu, selbst die Entscheidung zu treffen, was er in der Beziehung erzählt und was nicht.
Du räumst einer Person bestimmte Rechte ein, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen, willst der anderen aber verbieten, eine eigenverantwortliche Entscheidung zu treffen. Du hast herfür eben einen sehr strikten moralischen Kompass, mit dem du diese unterschiedliche Bewertung des eigenverantwortlichen Handelns rechtfertigen möchtest.
Im Grundsatz hast du ja Recht damit, dass das Fremdgehen ein Bruch einer Vereinbarung ist, wenn Monogamie vereinbart war, und natürlich kann man diese Verfehlung kritisieren. Wie viele andere Menschen möchtest du aber zwingend, dass daraus ein ganz bestimmtes Verhalten folgen sollte, was aber in der Realität meistens so nicht gemacht wird. Was du willst, hätte sehr viele unglückliche Menschen zur Folge. In der Realtität leben diese Menschen aber sehr glücklich weiter.
Das ist sozusagen ein gelebtes Paradoxon: Das Falschverhalten (Nichterzählen) führt zu einem positiven Ergebnis. Das korrekte, ehrliche Verhalten führt zu einem negativen Ergebis.
Und mit diesem Dilemma kommt ganz offensichtlich nicht jeder klar, selbst wenn es einen gar nicht selbst betrifft.
bearbeitet von LacusLenitatisDo****
Aber der "betrogene" Partner lebt doch in der Realität, dass seine Partnerschaft weiterhin gut ist. Es ändert an dem Verhalten des Fremdgehers meist nichts. Wenn mein Partner nun einen ONS hat, von dem ich nicht einmal etwas bemerke und unsere Beziehung weiterhin glücklich ist, wieso sollte ich dann unbedingt die Wahrheit erfahren? Unser Leben beeinflusst das nicht. Oder geht es weniger um die Qualität der bestehenden Beziehung?
Lu****
Der Punkt, an dem wir uns unterscheiden, ist nicht, dass ich nicht verstehe, dass Menschen unterschiedliche Entscheidungen treffen. Natürlich gibt es Paare, bei denen eine Affäre nie ans Licht kommt und die nach außen oder sogar subjektiv weiter glücklich leben. Aber daraus abzuleiten, dass die Täuschung deshalb richtig oder zum Wohl aller ist, halte ich für einen falschen Schluss.
Du sprichst von Eigenverantwortung, aber genau diese wird der betrogenen Person genommen. Derjenige, der fremdgegangen ist, entscheidet nicht nur für sich selbst, sondern gleichzeitig darüber, welche Wahrheit der andere kennen darf und auf welcher Grundlage er sein eigenes Leben weiterführt. Das ist keine reine persönliche Entscheidung mehr, weil eine andere Person direkt betroffen ist.
Du sagst, das ehrliche Verhalten könne negative Folgen haben und das Verschweigen könne ein positives Ergebnis bringen. Aber ein angenehmes Ergebnis macht eine Handlung nicht automatisch richtig. Auch eine Lüge kann kurzfristig Ruhe schaffen. Die entscheidende Frage ist doch: Hätte die andere Person dieselbe Entscheidung getroffen, wenn sie alle Informationen gehabt hätte?
Wenn jemand sagt: „Ich erzähle es nicht, weil es besser für alle ist“, kann das auch bedeuten: „Ich entscheide, dass du diese Wahrheit nicht vertragen würdest und nehme dir deshalb die Wahl ab.“ Genau darin liegt für mich das Problem.
Und was die Familie betrifft: Die Person, die fremdgegangen ist, hat die mögliche Zerstörung dieser Familie nicht erst durch die Wahrheit verursacht. Der Schaden entsteht bereits durch den Vertrauensbruch. Die Wahrheit macht diesen Schaden sichtbar, sie erschafft ihn nicht.
Dass viele Menschen so handeln, beweist nur, dass viele Menschen den leichteren Weg wählen. Es beweist nicht, dass dieser Weg moralisch besser ist. Für mich bedeutet Respekt in einer Beziehung auch, dem anderen die Möglichkeit zu geben, mit der Realität umzugehen und eigene Entscheidungen zu treffen.
Ma****
Hast du keine anderen Probleme und Sorgen in deinem Leben?
Lu****
Was mich an dieser Argumentation stört, ist, dass Fremdgehen und die anschließende Lüge fast so dargestellt werden, als wäre es nur ein kleines Problem, solange die Fassade weiter funktioniert. Aber eine Beziehung besteht nicht nur daraus, dass der Alltag läuft. Sie besteht auch aus Vertrauen, Ehrlichkeit und dem Wissen, dass der andere Mensch eine echte Entscheidung auf Grundlage der Realität treffen kann.
Natürlich kann eine Affäre unentdeckt bleiben und ein Paar kann danach scheinbar glücklich weiterleben. Aber das bedeutet nicht automatisch, dass das Verhalten richtig war. Es bedeutet nur, dass die betroffene Person keine Möglichkeit hatte, darauf zu reagieren.
Ich finde es schwierig, wenn man sagt: „Es ist besser, wenn der Partner nichts weiß, weil er sonst vielleicht eine falsche Entscheidung treffen könnte.“ Denn damit entscheidet derjenige, der fremdgegangen ist, gleichzeitig auch noch darüber, welche Wahrheit der andere Mensch verkraften darf und wie er sein eigenes Leben führen soll.
Eine Beziehung funktioniert für mich nicht dadurch, dass man unangenehme Wahrheiten versteckt, sondern dadurch, dass beide Menschen ehrlich miteinander umgehen und beide die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, was sie akzeptieren können und was nicht.
Luderwicht
Und dann kommt es irgendwann doch heraus! Zufällig! Das kann einfach geschehen! Und damit sind die letzten schönen Jahre nachträglich verdorben! Der Betrogene wäre schon längst über die unter Umständen erfolgte Trennung hinweg und hätte sich ein anderes Leben, ohne Betrug, aufbauen können. Dazu verliert der Betrogene das Vertrauen in sich selbst und seine eigene Wahrnehmung.
Nein, ich bin auch der Meinung, dass der Betrüger nicht aus altruistischen Gründen schweigt, sondern primär aus Bequemlichkeit.
La****
Ja, könnte es.
Aber das ist selten und die Chancen stehen gut, das es nie rauskommt - oder erst, wenn es keine so große Rolle mehr spielt, weil die Kinder bereits aus dem Haus sind und kein Familiendrama erleben mussten. Es gibt auch Fälle, wo sich herausstellt, dass ein Seitensprung vor 20 Jahren nicht mehr als so problematisch empfunden wird als einer, der erst gerade heute früh passierte.
Aber das sind insgesamt alles nur hypothetische Wenns.
Im Regelfall bleiben geheim gehaltene Seitensprünge auch geheim. Und wenn mal nicht, dann ist das eben als Ausnahmefall mal so. Die meisten Beziehungen haben es dennoch gut überstanden.
Ja.
Wir unterscheiden uns halt darin, dass mich das nicht stört, wenn das irgendwo in der Welt so passiert und das Paar und die Familie aus diesem Grund ungestört weiterleben, du es aber für die gesamte Menscheit am liebsten anders gehandhabt haben möchtest, auch wenn die Konsequenzen für viele Familien dann verheerend ausfallen.
Das alles habe ich verstanden.
Unsere unterschiedlichen Positionen können auch problemlos so nebeneinander existieren.
Es reicht, dass wir sie einander und dem Rest der Community mitgeteilt haben.
Do****
Ich meine eher, dass Partner nicht im Austausch bleiben, was ein Fremdgehen bedeuten würde. Sie besprechen es selten, klären nichts, haben aber hohe Erwartungen. In meiner Beziehung haben wir darüber gesprochen, die Regeln festgelegt und das heißt nicht, dass ich möchte, dass mein Partner Affären hat. Ich möchte, dass er überlegt, ob das Fremdgehen seine Einstellung zu mir und uns ändert und danach entscheidet, ob ich Bescheid wissen muss.
Altruismus sehe ich da auch nicht, aber vielleicht die Einsicht, dass sich an der Beziehung nichts ändert und es auf diese keinen Einfluss hat.
Mitsch8512
Moin,. Also a, du warst gar nicht gemeint.
B, allein schon die Aussage das womöglich auch Kinder davon profitieren, absolutes no go.
Man kann es sich auch leicht reden. So sieht man wie unterschiedlich diese Definition ist.
em****
luder :)
em****
das was traurig ist ja nicht das man...nie an die ehe arbeitet und respecktvoll mit sein eheman/frau umgeht ,,, wozu dann erstmal heiraten um später denn partner zu unterstellen der hätte sich nicht bemüht !!!... obwohl die andere persohn die ganze zeit davon nichts hält und nur nach sein eigens sexleben zu gucken .
und alles zu zerstören ... skrupellos das durchziehen @@ zerstörung nbsp;von KINDERTRÄUME DIE NÄHMLICH BEIDE ELTERNTEILE BRAUCHEN ...
meine meinung ist wenn jemand solch ne einstelung von sinn des leben hat sollte auch nicht das leben dessen partners zerströren @@frau/mollige/kurwige/devote.. nbsp;
ho****
Ich hatte mit meinem Exmann in den letzten Jahren unserer Ehe eine offene Beziehung. Und damit gab es weder für ihn, noch für mich Probleme Partner für Affären kennenzulernen.
Es gab bei mir nur sehr selten ONS. Das war noch nie mein Fall.
Ich hatte sehr gute Freundschaften +.
Wenn ich Männer traf, die nur mal auf die Schnelle einen wegstecken wollten, weil Mutti daheim nix mitkriegen durfte, war ich schneller weg, als eine Schneeflocke im Sommer. Auf heimlich fremdfickende Bedürftige hatte und habe ich keinen Bock
Ro****
Dann mach das doch wieder , wer hindert dich daran?
pe****
Das geht schon in meinem Fall ist eine längere Affäre gewünscht den nicht von einer zur nächsten hüpfen