Anonymes-Mitglied-1 Geschrieben vor 3 Stunden vor 50 Minuten, schrieb Invisible_Man: Diese Fälle gibt es leider auch in „normalen Ehen“, hätte ich darüber nicht eine Doku gesehen, hätte ich es nicht geglaubt. Es gibt sogar Foren wo diese Videos dann hochgeladen werden. Der Fall Pelicot zeigt somit in aller Härte: Wenn das Gesetz verlangt, dass ein Opfer aktiv „Nein“ sagen oder sich wehren muss, sind diejenigen am schlechtesten geschützt, die dazu – sei es durch Betäubungsmittel, Schlaf, extreme Angst oder Schockstarre – physisch und psychisch überhaupt nicht in der Lage sind. Hier gab es neulich einen Thread, der dann aber geschlossen und vielleicht auch gesperrt wurde. Ein Mann wollte dass seine Frau mit anderen Männern Sex hat, in seiner Gegenwart. Sie hat nicht zugestimmt, er meinte aber an "einem gewissen Grinsen" zu erkennen, dass sie will. Seine Idee: irgendwelche Typen als angeblichen Kumpel von sich bei sich daheim einschleusen, sie betrunken machen und dann schauen ob sie nicht doch mitmacht. Denn Alkohol macht sie angeblich geil. Unglaublich, wie viele sich angeboten haben. Und dass das auch ein guter Teil der Männer völlig in Ordnung fand. Dass ich das als Aufruf zu einer strafbaren Handljng angesehen habe, konnten einige nicht verstehen. Denn die Dame des Hauses würde ja freiwillig den Alkohol konsumieren und dann auch freiwillig Sex haben. Auch regelmäßig in den Chaträumen gibt es "Anfragen". "Meine frigide Ehefrau soll mal fremdegefickt werden", "Ich will zuschauen wie ein anderer meine Frau fickt", "Wie überrede ich meine Frau, xy zu tun", "Suche Dom, der mir hilft, dass meine Frau xy tut"... Täglich gibt es solche Dinge, in allen Chaträumen. Klar, es sind immer dieselben Profile, und sonderlich erfolgreich scheinen sie nicht zu sein. Aber ich würde nicht meine Hand ins Feuer legen, dass es nur harmlose Phantasien sind. Ich fürchte fast es gibt mehr Fälle als wir uns vorstellen können.
Co**** Geschrieben vor 2 Stunden Ich weiß nicht, ob mir das wirklich Sicherheit bringt, das Ja einer Frau. Ja zu Sex..... Heißt das Ja zu Sex mit oder ohne Klapps auf den Po (Beispiel) Im Datingkontext ist es nicht hilfreich, weil auch ein Ja nicht klärt was mit dem Sex gemeint sein soll. Ob das immer so richtig klärbar ist? Ich glaub das nicht. Es sind Gespräche notwendig, die auch mit einem "Nein heißt Nein" notwendig gewesen wären. Und kennt man sich schon länger, glaube ich ist so eine kleiner Verwaltungsvorgang davor nicht so sexy. Ich finde die Neuerung blöd. Die alte auch. Weil die Schaffung von Konsens sich nicht mit Ein-Wort-Sätzen herbeiführen lässt. Wie ist das eigentlich, wenn man vorher penibel miteinander alles besprochen hat, und das Wort "Ja" fehlte noch? Ist das dann ein Formfehler? Muss das Begehr um Intimität dann wegen eines Formverstoßes abgewiesen werden? Was ist, wenn sie es sich anders überlegt? Braucht es für die Rechtssicherheit beim Geschlechtsverkehr zukünftig Zeugen. Oder ein Notar, der die Zustimmung protokolliert? Die Männer, die nicht an Konsens interessiert sind, werden Zeugen aus dem Hut zaubern, die ein nicht gefallenes Ja bezeugen werden. Oder dieses Ja mit Druck aus ihr vorher rauspressen, damit sie fein raus sind. Ich bin nicht überzeugt, das die Veränderung in der Rechtsprechung dort wirksam ist, wo man eine Veränderung erreichen wollte.
To**** Geschrieben vor 2 Stunden Vor 10 Minuten , schrieb Constans: Ich weiß nicht, ob mir das wirklich Sicherheit bringt, das Ja einer Frau. Ja zu Sex..... Heißt das Ja zu Sex mit oder ohne Klapps auf den Po (Beispiel) Im Datingkontext ist es nicht hilfreich, weil auch ein Ja nicht klärt was mit dem Sex gemeint sein soll. Ob das immer so richtig klärbar ist? Ich glaub das nicht. Es sind Gespräche notwendig, die auch mit einem "Nein heißt Nein" notwendig gewesen wären. Und kennt man sich schon länger, glaube ich ist so eine kleiner Verwaltungsvorgang davor nicht so sexy. Ich finde die Neuerung blöd. Die alte auch. Weil die Schaffung von Konsens sich nicht mit Ein-Wort-Sätzen herbeiführen lässt. Wie ist das eigentlich, wenn man vorher penibel miteinander alles besprochen hat, und das Wort "Ja" fehlte noch? Ist das dann ein Formfehler? Muss das Begehr um Intimität dann wegen eines Formverstoßes abgewiesen werden? Was ist, wenn sie es sich anders überlegt? Braucht es für die Rechtssicherheit beim Geschlechtsverkehr zukünftig Zeugen. Oder ein Notar, der die Zustimmung protokolliert? Die Männer, die nicht an Konsens interessiert sind, werden Zeugen aus dem Hut zaubern, die ein nicht gefallenes Ja bezeugen werden. Oder dieses Ja mit Druck aus ihr vorher rauspressen, damit sie fein raus sind. Ich bin nicht überzeugt, das die Veränderung in der Rechtsprechung dort wirksam ist, wo man eine Veränderung erreichen wollte. Sorry aber deine Frage steht nun mehrmals, gut begründet und detailliert im Verlauf. Es geht um einen STRAFRECHTLICHEN Begriff der vom ursprünglich en und nicht funktionierenden "Nein heißt Nein" hin zum neuen "Ja heißt Ja". Täter müssen sich nun verteidigen und nicht mehr das Opfer. Und ja, esaf Personen-Schiksale geben, die etwas anderes erlebt haben. Fakt bleibt aber, dass das Strafrecht jetzt anders bewertet und betrachtet werden wird.
Go**** Geschrieben vor 1 Stunde Worum es in dem Fall eigentlich geht: Der Straftäter muss beweisen, dass er sich nicht strafbar gemacht hat und nicht das Opfer beweisen, dass es Opfer ist. Auf den Worten Ja oder Nein würde ich da gar nicht so drauf rum reiten. Wie das mit dem Beweisen gehen soll...ist mir ehrlich gesagt fragwürdig. Theoretisch müsste man sich da für alles vorher schriftlich die Einverständnis geben lassen. Schließlich könnte man anschließend in der Beweislast sein (auch wenn es während dessen nach harmonischem Sex aus sieht). Wem haben wir das ganze Wirr War zu verdanken? Den Leuten, die ein Nein nicht akzeptiert haben. Wie werde ICH es in Zukunft handhaben? Genauso wie bisher auch. Ich spreche vorher darüber, dass Nein=Nein ist und das jetzt und für immer gilt. Kein Nein könnte vielleicht mal ein Ja oder vielleicht sein. Nein heißt Nein. Wird das mit Ja akzeptiert, dann ist das genauso wie das Ja ist Ja. Schließlich hat die Partnerin dann zugestimmt, dass wir es genau so machen. Egal wie Mann es macht, legt man es drauf an, dann ist Mann im Arsch. Also völlig egal. Lieber man geht achtsam miteinander um und sollte man sich trennen, dann ohne Streit.
Ja**** Geschrieben vor 1 Stunde Was in der ganzen Angelegenheit vergessen wird, ist eben „im Zweifel für den Angeklagten“. Was ich beim Überfliegen kurz gelesen habe: Dem Klagenden wird mehr geglaubt, da dieser der Wahrheit verpflichtet sei. Also bitte... Das würde das Grundprinzip unserer Rechtsprechung – „in dubio pro reo“ – in jeder Verhandlung ad absurdum führen. Letztendlich ist das eine Änderung der Sichtweise. Vorher wurde geprüft, wie das Opfer seine Ablehnung gezeigt hat. Jetzt würde geprüft werden, wie eine Zustimmung zum Ausdruck gebracht wurde. Weiter hat „Nein heißt Nein“ – sehr salopp und provokant formuliert – der Frau (oder allgemeiner: der betroffenen Person) im Grunde unterstellt, sie wäre grundsätzlich jederzeit und mit jedem einverstanden, solange sie nicht ausdrücklich Nein sagt. Das ist irgendwie diskriminierend und wirkt sehr patriarchalisch geprägt. Bei „Ja heißt Ja“ ist dagegen das Gegenteil der Fall. Eine Person gilt erst dann als einverstanden, wenn sie ihre Zustimmung – durch Körpersprache, verbal oder auf andere Weise – zum Ausdruck bringt. Speziell in Fällen, in denen das Opfer in eine Schockstarre fällt, ist dieser Perspektivwechsel wichtig. Bei „Nein heißt Nein“: Sie hat sich ja nicht gewehrt. Das konnte sie aufgrund der Schockstarre nicht. Freispruch! Bei „Ja heißt Ja“: Schockstarre. Sie konnte weder verbal noch durch Mimik oder allgemeine Körpersprache ihre Zustimmung geben. Verurteilung! Übrigens sind sexuelle Übergriffe auf wehrlose Personen (z. B. berauschte, ohnmächtige oder schlafende Personen) ohnehin strafbar und führen bei nachgewiesener Tat zu einer Verurteilung. Im Allgemeinen lese ich hier viel gefährliches Halbwissen sowie eigene Interpretationen bzw. Auslegungen. Macht euch bitte im Vorfeld über die tatsächliche rechtliche Auslegung und Interpretation schlau, bevor hier etwas vermutet oder unterstellt. Anmerkung: Grammatik- und Rechtschreibfehler sind bewusst enthalten, um die Aufmerksamkeit der Leser zu prüfen. ;D
Co**** Geschrieben vor 1 Stunde Vor 31 Minuten , schrieb Toystory08: Sorry aber deine Frage steht nun mehrmals, gut begründet und detailliert im Verlauf. Es geht um einen STRAFRECHTLICHEN Begriff der vom ursprünglich en und nicht funktionierenden "Nein heißt Nein" hin zum neuen "Ja heißt Ja". Täter müssen sich nun verteidigen und nicht mehr das Opfer. Und ja, esaf Personen-Schiksale geben, die etwas anderes erlebt haben. Fakt bleibt aber, dass das Strafrecht jetzt anders bewertet und betrachtet werden wird. Ich warte mal ab, ob das nicht noch von einem Gericht kassiert wird. Ich sehe da noch einige pragmatische Hürden.
Luderwicht Geschrieben vor 54 Minuten vor 3 Stunden, schrieb Luca-1971: Wow, es muss nur um das "richtige" Opfer gehen, und fast alle sind mit einer Verschärfung irgendeines Gesetzes einverstanden. Siehe auch gerade EU - "Kinderschutz im Internet"! Zur Zeit verbunden mit einer verpflichtenden persönlichen Identitätsnummer. Zurück zum Thema. Im persönlichen Umfeld sind Freunde von ihren Partnerinnen/Freundinnen wegen ***igung angezeigt worden. Keiner konnte beweisen, das die jeweiligen ***igungen stattgefunden bzw nicht stattgefunden haben. Was sie aber alle gemeinsam hatten, war, das die Männer mit den Frauen vor der Anzeige die Partnerschaft beendet haben, bzw es "nur" bei einem ONS belassen haben und keine Partnerschaft eingegangen sind. Welches Gesetz schützt hier denn die Opfer? 🤔🤔🤔 Unsere Freundin wurde von ihrem Chef ***igt. Sie konnte nicht „NEIN!“ sagen, weil sie in Schockstarre gefallen ist! In unserer Familie ist eine Frau von einem Kollegen ***igt worden. Ihr „NEIN!“ war wohl nicht laut genug und sie nicht mehr ganz nüchtern! Zugestimmt hat sie ganz sicher nicht! … Es tut mir leid für alle Nicht-Täter, die Ärger bekommen! Das ist wirklich schlimm! Noch mehr Mitleid habe ich mit den Opfern, denen vorgeworfen wird, dass ihr „NEIN!“ nicht deutlich genug war und die echten Täter deswegen nicht belangt werden können! „Du hättest dich deutlicher wehren müssen! Dein Rock war zu kurz! Du hast doch mit ihm geflirtet! …“ Ich empfehle JEDEM, sich in die Situation eines Vaters, Bruders, … zu versetzen! Oder noch besser in die Situation einer Frau, die gerade ***igt wird! Nennt sich Empathie! Kann man haben! Sollte man auch! vor 2 Stunden, schrieb Anonymes-Mitglied-1: Hier gab es neulich einen Thread, der dann aber geschlossen und vielleicht auch gesperrt wurde. Ein Mann wollte dass seine Frau mit anderen Männern Sex hat, in seiner Gegenwart. Sie hat nicht zugestimmt, er meinte aber an "einem gewissen Grinsen" zu erkennen, dass sie will. Seine Idee: irgendwelche Typen als angeblichen Kumpel von sich bei sich daheim einschleusen, sie betrunken machen und dann schauen ob sie nicht doch mitmacht. Denn Alkohol macht sie angeblich geil. Unglaublich, wie viele sich angeboten haben. Und dass das auch ein guter Teil der Männer völlig in Ordnung fand. Dass ich das als Aufruf zu einer strafbaren Handljng angesehen habe, konnten einige nicht verstehen. Denn die Dame des Hauses würde ja freiwillig den Alkohol konsumieren und dann auch freiwillig Sex haben. Auch regelmäßig in den Chaträumen gibt es "Anfragen". "Meine frigide Ehefrau soll mal fremdegefickt werden", "Ich will zuschauen wie ein anderer meine Frau fickt", "Wie überrede ich meine Frau, xy zu tun", "Suche Dom, der mir hilft, dass meine Frau xy tut"... Täglich gibt es solche Dinge, in allen Chaträumen. Klar, es sind immer dieselben Profile, und sonderlich erfolgreich scheinen sie nicht zu sein. Aber ich würde nicht meine Hand ins Feuer legen, dass es nur harmlose Phantasien sind. Ich fürchte fast es gibt mehr Fälle als wir uns vorstellen können. Auf jeden Fall gibt es viel mehr Übergriffe als wir uns vorstellen können oder wollen! Viele Frauen zeigen das nicht an, weil sie erklären müssen, dass sie einen kurzen Rock getragen haben, geflirtet haben, … „Diese Flittchen wollen das doch! Sonst würden/hätten sie …“ Es ist immer noch ein schambehaftetes Thema! „Die Scham muss die Seite wechseln!“ (Pellecot) 💪🏼
Südfriese Geschrieben vor 29 Minuten Gott sei Dank können wir uns so uuuuneeeedliiiich schuldig fühlen . . . im besten Deutschland, das wir jemals hatten.
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