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Neurodiversität - ADHS in der Liebe - Fluch oder Segen?


Empfohlener Beitrag

Vor 21 Stunden, schrieb NoSavePoint:

? introvertiert = Drang nach Abenteuer ?

Erschließt sich mir auch nicht.

Ich kann nicht sagen, ob ich jeh ADHS hatte/habe, bin vielleicht zu alt dafür, aber ich war immer der quirlige Typ Frau.
Ich war/bin durchaus in der Lage einem, für mich gutaussehendem Mann, zu Zeigen oder zu Signalisieren, dass ich ihn mega heiß finde.
Egal wo.
Es ist plötzlich da, der Drang mit diesem Jenigen, auch seine Lust auszuleben.
Dennoch kann ich nicht mit Jedem so.
Aber als Introvertierter ADHS, Abenteuer?
Ist das dann nicht eher ohne H?

Ergo können wir feststellen, der TE hat von Tuten und Blasen keine Ahnung und wollte nur auf den Zug aufspringen, um etwas Bedeutungsvolles zu finden, um wenigstens ein müh interessant zu sein und ist gescheitert.

Likeable007

Dies stelle ich mir sehr anstrengend vor, nicht gerade förderlich für ein Krankheitsbild.

Für mich wäre ein ständig aktiver Mensch auch anstrengend, käme nicht in Frage.

Neurodivergenz macht eigene(s) Verhalten und Denkweisen verständlicher, aber keinen besseren (oder schlechteren) Menschen aus einem. Es ist kein Freibrief für Egozentrik.

Heißt, es bleibt eine Aufgabe, eigene und fremde Bedürfnisse ausgewogen zu berücksichtigen. Die Diagnose hilft, eigene Bedürfnisse klarer zu sehen, es bleibt aber ein Aushandeln, sobald Du mit anderen interagierst. Eine(r) wird Deine Aktivität und Neugier mögen, andere nicht und bei ganz vielen wird es eine Mischung sein, die Kompromisse erfordert - wenn man sich spannend genug findet für einen längeren Kontakt.

1. Selbstdiagnose: 

ist grundsätzlich zumindest fragwürdig. Kann man unter bestimmten Voraussetzungen machen - die sind hier ganz ohne jeden Zweifel nicht gegeben. Wenn, dann steht da ganz sicher keine Aussage in der Art von „Ich weiß, dass ich es habe und deshalb…“. Die Verwendung der Begriffe zeigt überdeutlich, wie (sorgfältig) bei der Selbstdiagnose vorgegangen wurde und wie es um das jeweilige Verständnis von Bedeutung und Hierarchie bestellt ist.

2. Kohärenz

ich formuliere es mal so: „Ich besitze einen Fön, daher kommt meine Begeisterung für die Literatur des 19. Jahrhunderts“.

3. Motivation 

Darüber kann man spekulieren. Die willkürliche Verknüpfung zur Universalbegründung aufgeblasener und zum klickenden Modethema abgewerteten (für tatsächlich Betroffene mit echtem Leidensdruck ist das ein massiver Rückschritt) Merkmale mit Werbebotschaften ist allerdings schwer zu ignorieren.

HansDampf77
(bearbeitet)

Einige Leute, die meinen, besonders gut selbst Diagnosen zu stellen wundern sich nicht selten, wenn sie dann eine Diagnose von Fachleuten kriegen, denn nicht selten kommt was völlig anderes raus als man selber denkt.

Ich dachte auch mal das ich einen Leistenbruch habe oder eine Leisten Zerrung habe, doch war es was völlig anders, ich hatte eine Blutvergiftung.

Ein Bekannter von mir hat er auch schon psychologische selbst Gutachten gestellt doch als er mit Psychologen gesprochen hat, hatte dem was ganz anderes erzählt. Der Psychologe hat es auch noch anders ausgedrückt aber was gesagt, was ich so vom Psychologen eigentlich nicht kenne. Der Psychologe sagte, der bekannte werden egoistisches Arschloch, womit er auch recht hatte.

bearbeitet von HansDampf77

Bei mir wurde ADHS mit "Asberger Tendenz" vor ca 20 Jahren diagnostiziert. Für mich war es dann eine Erklärung für mein Verhalten in meinem bisherigen Leben. Wissensdurst, alles ausführlich erklären, zugespitzt Ordnungswahn (alles hat dort zu liegen, wo ich es einmal plaziert habe). Ich kann mit Konstrukte wie Eifersucht, Besitzansprüchen gegenüber Menschen, nichts anfangen. Treue beruht für mich auf freiwilliger Basis und Respekt und entspricht nicht dem allgemeinem Verständnis "normaler" Menschen. Bedingungslose Liebe heißt, dass sie nicht an Bedingungen gebunden ist, also weder Treue noch Besitz Spruch noch der Verpflichtung nur mit diesem Menschen sexuell zu agieren. Sexualität und Liebe sind für mich unterschiedliche Systeme. Sexualität ist als erstes notwendig zur Fortpflanzung, bringt dabei Lust und Entspannung. Liebe ist eine psychische Bindung aufgrund von Zuneigung, tiefen Respekt und gemeinsamen emotionalen Gebundensein. Hat also mit Sex kaum etwas zu tun, außer das ich nicht mit jemandem Sex haben kann, der mich anekelt, mich schlecht behandelt oder Schmerz zufügt.
Dies sind aber eben Erklärungen, die mir "meine Welt" erklären und darstellen und kaum auf andere Neurodiverse Personen zutreffen. Divers heißt eben "Verschieden", jeder tickt anders, jeder Mensch ist einmalig.
Doch genau hier gibt es wieder einen Übergang, jede Einmaligkeit/Besonderheit, erweckt Neugier, ich möchte Ihn/Sie, welche mir gegenüberstehen entdecken, körperlich und seelisch. Daher ist mir die Figur, Größe, Herkunft, Hautfarbe und Geschlecht nicht der Maßstab sondern mein Gegenüber erweckt in mir den Wunsch, Ihn/Sie zu erkunden, mit all meinen Sinnen. Ich will riechen, schmecken, sehen Und erleben, wie er/sie den Sex genießen und wie ihr Orgasmus sich bemerkbar macht. So, wie ich immer alles genau wissen will, wie etwas funktioniert, egal ob technisch oder menschlich. Bisher hat aber genau diese Art von mir, meine Partner/innen auch fasziniert, weil ich sie so verwöhnen, wie sie es sich wünschen. Dabei frage ich auch, was sie mögen oder ob ich etwas neues probieren darf. Und das kommt meist besser an als wildes drauflos geficke.

  • 2 Wochen später...

Also für mich ist es der natürliche Sexualtrieb, nur etwas mit Modewörtern aufgepeppt, um eine medizinische Fachkenntnis vorzugaukeln , die Mann nicht haben kann, weil es sie nicht gibt.

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