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Freunde bleiben - wie geht das?


Ma****

Empfohlener Beitrag

Ich beneide jeden Menschen bei dem es wirklich funktioniert

Aber wenn es zum Bruch einer Beziehung kommt muss ja etwas gravierendes vorgefallen sein, ansonsten trennt man sich ja nicht

Und dann wollte ich zu diesem Menschen auch keinen Kontakt mehr, geschweige denn befreundet sein

Ich weiß nicht, warum man Freunde bleiben muss, wenn's zuvor Einer von beiden nicht mehr wollte.

Also wenn meine Partnerin die Beziehung beendet hat- aus welchen Gründen auch immer, möchte ich auch nicht zwingend Freunde bleiben.

Was vorbei ist, ist vorbei.

Ausser wir möchten es beide, dann ergibt sich's sicher auch irgendwie.

Aber irgendwas am köcheln halten, irgendwie nicht so recht loslassen können, evtl. zu hoffen, oder sich vielleicht sogar irgendwo einmischen, dazwischenfunken?

Meistens tut ein klarer Schnitt wahrscheinlich ganz gut.

Das bedeutet ja nicht gleichzeitig im bösen auseinander zu gehn, Rachegelüste und Pläne zu schmieden, wie's v.a. meist Frauen zeigen.

 

Ich glaub da agieren Männer evtl. auch etwas anders.

Da spielt weniger Rache eine Rolle, stattdessen sucht Mann evtl. Ablenkung, ein Abenteuer, was Neues- auch wenn Er nicht sofort in die nächste Beziehung stürzt.

Von Frauen lese ich da nicht selten sowas wie- die Neue informieren, dem Ex irgendwie Schwierigkeiten machen, sich ihm gegenüber rächen etc.

 

 

Mir hat mal jemand gesagt- Wer dich nicht braucht, den brauchst du auch nicht!".

Und ich finde das eigentlich ganz vernünftig.

 

Wenn Kinder da sind, ist's sowieso immer eine ganz andere Sache- eigentlich versteht sich's da dann von selbst. 

Aber grade da wird's dann wohl nicht selten heikel.

Da werden nicht selten Diese instrumentalisiert, aufgehetzt, als Druckmittel benutzt.

  • 2 Wochen später...
Eine Partnerschaft ist für mich auch immer eine Freundschaft. Freundschaft ist die Basis für jede langfristige Beziehung in meinen Augen. Ich bin sehr glücklich darüber, mit meiner Exi, mit der ich über 10 Jahre zusammen war, die mich so gut kennt wie kein anderer Mensch und mit der ich unzählige gemeinsame Erinnerungen habe, immer noch gut befreundet zu sein und sie fast jede Woche zu sehen.

Ich habe es mit meiner jetzigen ExFrau nun auch hinbekommen, das wir eine Freundschaft führen können. Sie musste erst ihren jetzigen Freund davon überzeugen, das man auch nach 16 Jahren sich immer noch gut verstehen und füreinander da sein kann. Auch weil wir beide sagten, das wir für unser Kind da sind und er beide brauch und so auch merkt, Mama und Papa verstehen sich, auch wenn sie nicht zusammen sind. Da ihr jetziger Partner wohl ne üble Sache hinter sich hat, konnte und wollte er nicht, das wir befreundet bleiben. Hat viel dafür getan, das wir uns nicht mehr verstanden und sie sauer auf mich war. Ohne das ich mir irgendwas geleistet hätte. Aber durch das miteinander reden, konnte ich die wogen glätten und sie konnte ihrem Freund das auch so sagen, das er das Problem hat. Und wenn er ein Problem mit mir hätte, das er dann auf mich zu gehen muss und es mit mir zu klären und nicht mit ihr. Mal gucken wie das so weiter geht. Aber ja, es ist möglich eine Freundschaft zu führen, auch wenn man nicht mehr zusammen ist. 

Zu meiner ersten ExFrau habe ich gar kein Kontakt, da sie alles abgebrochen hat und auch den gemeinsamen Kindern erzählte, das ich der Böse war. Echt schlimm, was solche Frauen ihren Kindern damit antun können. Also , wie ihr seht habe ich beide Seiten erlebt. Das man keinen Kontakt haben will und auf der anderen Seite, das man es doch schaffen kann eine Freundschaft zu führen.

  • 1 Monat später...
Oldsoullight81
...nicht's ist so beständig wie der Wandel...
Wir alle entwickeln und weiter, im besten Fall unterstützt man sich im Wachstum...
Und das beinhaltet auch Veränderung.
.
Es ist nicht das beste Beispiel aber nur mal angenommen einer von beiden wechselt den Job, neue Aufgaben, mehr Verantwortung, andere Menschen...
Umgang formt den Menschen und nach einiger Zeit sind wir nicht mehr "wie früher" und das ist eigentlich auch gut so...
...festhalten ist laut, loslassen ist leise und Liebe ist und lässt frei...
Manchmal tut die Wahrheit weh aber dem Glück des Partners im Wege stehen ist fatal...
und manchmal ist es ratsam einfach nur dankbar sein, für die schöne zeit, für alles was man hatte... dann klappt es auch in der zukunft besser..

  • 3 Wochen später...
Am 10.2.2023 at 16:32, schrieb MarieCurious:

Aber es gibt ja auch Fälle, in denen das klappt und sich die Beteiligten damit wohl fühlen. Und die interessieren mich. Wie habt Ihr das hingekriegt? Worauf habt Ihr geachtet? Kurz: Wie geht das?

Ich hatte nie das Bedürfnis mit einer Ex noch irgendetwas zu tun haben zu wollen. Hatte ja schon seinen Grund warum ich sie abgeschossen habe.

  • 9 Monate später...

Man hat sich mal geliebt, man war mal so richtig geil aufeinander. Die Liebe ist weg, aber warum sollte man nicht Freunde bleiben (muss nicht).

(bearbeitet)
Am 10.2.2023 at 16:32, schrieb MarieCurious:

Wie habt Ihr das hingekriegt? Worauf habt Ihr geachtet? Kurz: Wie geht das?


Es ist wie mit bekannten Trauer- bzw. Anpassungsmodellen.

Man brauch Zeit und Geduld und auch durchaus komplette (längere) Auszeiten.


Es ist kaum möglich, mit der Trennung mal eben in den Freundschaftsmodus zu schalten.
Bei jeder kleinsten Angelegenheit kann sich der Paarmodus anfangs wieder einschalten - Trigger, Streit, etc.

Es kommt auch auf die Trennung an sich an.
Einseitig, von beiden gewollt, etc.
Kommt die Trennung  unerwartet, dauert es vielleicht länger als wenn man sich schon in der Beziehung physisch und psychisch schleichend getrennt hat. 
Trennungen durchlaufen normalerweise eine Trauerphase und die kann bereits vor der Trennung einsetzen.
Das nennt sich antizipatorische Trauer. Die Trauer setzt vor der Trennung ein. Man entfremdet sich emotional, baut langsam die Beziehung ab oder schließt sie sogar ab.

Abgeschlossen werden muss die Trennung/Trauer auf beiden Seiten, sonst ist eine Freundschaft kaum möglich, wenn noch Bindungsaktivität besteht.

Zum Ende verweise ich wieder auf meinen ersten Satz und dass man schlicht alle Phasen einer Trennung/Trauer durchlaufen sollte.

Klappt das, kann man eine wunderbar erfüllte Freundschaft mit einer Person haben, die einen extrem gut kennt.


 

Am 12.4.2025 at 09:16, schrieb Wifesharing-Forever:

Aber wenn es zum Bruch einer Beziehung kommt muss ja etwas gravierendes vorgefallen sein, ansonsten trennt man sich ja nichtUnd dann wollte ich zu diesem Menschen auch keinen Kontakt mehr, geschweige denn befreundet sein


Dieses Gravierende wäre in einer Freundschaft vielleicht nie passiert, auch weil man mit Freunden normalerweise emotional anders verbunden ist als mit Partner:innen und komplett andere Beziehungs- und Lebensmodelle fährt.

Manchmal passiert aber auch gar nichts Gravierendes und trotzdem schleicht sich die Liebe aus und man beendet es.

Letztlich kann eine ehemalige Liebe eine wunderbare Freundschaft sein, denn im Idealfall kennt man sich extrem gut und versteht einander.

 

bearbeitet von Leise_statt_Laut

Das geht, wenn man öfters miteinander redet. Grenzen aufzeigt und auch einhält. Und eben normal miteinander spricht.

Ich würde jetzt nicht sagen das ich mit meinem Ex-Mann "befreundet" bin, aber nach einem sehr schwierigen Trennungsjahr, sind wir mittlerweile wieder gut miteinander.
Das hat sehr lange gedauert, vor allem von seiner Seite, aber irgendwann konnten wir beide ohne Groll aufeinander zugehen, auch weil uns etwas privates immer verbinden wird.
Es gab Gespräche und den guten Willen von beiden Seiten.
Ich fühle mich seitdem wirklich wohler und ich weiß das ich immer noch auf Ihn zählen kann, wenn nötig.
Andere Gefühle gibt es da nicht mehr, er ist ja auch schon wieder neu verheiratet.

Wir waren mit unseren jeweiligen neuen Ehepartnern auf der Hochzeit unserer Tochter und freuen uns gemeinsam, dass sie so wundervoll ist, einen tollen Mann gefunden hat, und dass wir in acht Wochen Großeltern werden. 
Die Vergangenheit ist Geschichte!

vor 7 Stunden, schrieb Luderwicht:

Wir waren mit unseren jeweiligen neuen Ehepartnern auf der Hochzeit unserer Tochter und freuen uns gemeinsam, dass sie so wundervoll ist, einen tollen Mann gefunden hat, und dass wir in acht Wochen Großeltern werden. 
Die Vergangenheit ist Geschichte!

War bei unseren Söhnen damals auch so. Es war wunderbar, dass sie sich trotz "Scheidungskinder" so toll entwickelt haben und wir wunderbare Schwiegertöchter haben. 

  • 2 Wochen später...

Das funktioniert, wenn man geerdet ist, sachlich bleibt und selbstreflektierend auf die Dinge schaut. Ich kann mit jeder einzelnen verflossenen Partnerin, selbst aus frühester Jugend, heute noch gemütlich Kaffee trinken gehen. Ich kann auch mit Kritik umgehen und mir anhören, was "ich" alles falsch gemacht habe. :D
Peace

vor 22 Stunden, schrieb MrVersatile:

Das funktioniert, wenn man geerdet ist, sachlich bleibt und selbstreflektierend auf die Dinge schaut. Ich kann mit jeder einzelnen verflossenen Partnerin, selbst aus frühester Jugend, heute noch gemütlich Kaffee trinken gehen. Ich kann auch mit Kritik umgehen und mir anhören, was "ich" alles falsch gemacht habe. :D
Peace


Ich stimme Dir komplett zu, Mr Versatile.
Es ist wohltuend, dass Du diese Dinge benennst. Sachlich bleiben, also ganz ohne Abwertungen und Beleidigungen, die Beziehung weiterpflegen und sich dabei geerdet und selbst reflektierend zu zeigen, sind Dinge, die auch hier im Forum mehr gelebt werden sollten.
Ich finde Deinen Ansatz, den Du hier betonst, sehr wertvoll. Das ist genau die Basis, auf der ein echter Austausch stattfinden kann und ich finde es bewundernswert, dass Du das lebst.
Peace :v: (Brudi?) 
 

(bearbeitet)
Am 10.2.2023 at 16:32, schrieb MarieCurious:

Vorab: Ich möchte nicht diskutieren, ob oder in welchen Fällen es sinnvoll ist, mit seinem/seiner Ex befreundet zu bleiben. Mir ist klar, dass das oft keine gute Idee ist und nicht funktioniert.

Aber es gibt ja auch Fälle, in denen das klappt und sich die Beteiligten damit wohl fühlen. Und die interessieren mich. Wie habt Ihr das hingekriegt? Worauf habt Ihr geachtet? Kurz: Wie geht das?



Naja, ich merke immer , dass es schwer ist, wenn eine der beteiligten Personen dann doch immer mal wieder in alte Modi verfällt, streitbar ist, Tonfall und Verhalten an früher erinnern, also Dinge geschehen, die aber andere Menschen so nicht abbekommen (Kolleg:innen, andere Freund:innen, etc.)

Es ist meiner Meinung nach ein sehr langer und steiniger Weg, Freunde zu werden und die ganze alte Paargeschichte hinter sich zu lassen.
Es gibt  keine Patentlösung. Zeit ist bestimmt ein sehr wichtiger Faktor.

 

bearbeitet von Leise_statt_Laut
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