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Die Geschichte von Poppen.de


Delphin18

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Um den armen Houdini nicht gar zu sehr zu enttäuschen, habe ich mich entschlossen, als 2000. Post wenigstens einen neuen Thread zu eröffnen, wenn ich schon keine meiner berüchtigten Aktionen vom Zaun breche.

Nun, einen neuen Thread zu eröffnen, der nicht irgendwelche alten Kamellen aufwärmt, ist ja nicht ganz einfach. Glücklicherweise ist anhand des hervorragenden, wenn auch immer noch nicht vollständigen, Inhaltsverzeichnisses der Lady sowie der Forumssuche leicht festzustellen, dass es zu sehr vielen Themen meist schon mehrere Threads gibt.

Allerdings gibt es eine sehr wichtige Lücke:

Die Historie von Poppen.de

Ich bin der Meinung, diese Lücke muss schnellst möglich geschlossen werden, solange noch zuverlässige Zeitzeugen zur Verfügung stehen, die Auskunft geben können über die Gründungstage von Poppen.de. Diese Zeitzeugen müssen ihr Wissen beisteuern, so lange es noch verfügbar ist, bevor die Zeitzeugen demenzkrank dahinsiechen, ihren „Tennis“arm nicht mehr heben können, da auch das völlig degenerierte Rückenmark nicht mehr mitspielen will, oder sie gar schon als „Poppen-Gottheiten“ in Sphären abgehoben haben, die einem Normaluser gar nicht mehr zugänglich sind.

Wenn wir nicht jetzt dafür sorgen, dass die Geschichte von Poppen.de aufgeschrieben wird, fehlen uns die Antworten, wenn uns dereinst unsere Enkel fragen: „Sag mal Opa, wie war das eigentlich früher bei Poppen.de?“

Eine Geschichtsschreibung für Poppen.de ist selbstverständlich erst dann vollständig, wenn auch das gesellschaftliche Umfeld analysiert wird und die historischen Hintergründe beleuchtet werden, die zur Gründung von Poppen.de führten.

Denn wäre etwa Poppen.de dasselbe, wenn beispielsweise
- Lucrezia Borgia zum Inzest ein passendes Kondom benutzt hätte,
- Katharina die Große keine Vorliebe für Hängstschwänze gehabt hätte,
- Uschi Obermeier gewusst hätte, was mit „Establishment“ gemeint war und sich folglich nicht mehr auf Mehrfachdater eingelassen hätte?
-
Ich meine nein!

Deshalb beginnt die Geschichte von Poppen.de bereits bei den historischen Ereignissen, die zwangsläufig zu Poppen.de führen mussten.

Ich werde also mit dem ersten Kapitel der Geschichte von Poppen.de, der Urgeschichte, beginnen. Alle historisch gebildeten und gewöhnlich gut informierten Fories und Poppies sind aufgerufen, die nachfolgenden Kapitel beizusteuern, um gemeinsam ein vollständiges Historisches Poppen.de Kompendium zu schaffen.

Kapitel 1: Urgeschichte

Als die Menschheit in der ostafrikanischen Steppe das Entwicklungsstadium des Homo erectus erreicht hatte, dauerte es nicht lange, bis sich der männliche Teil zum Homo erectionis weiter entwickelte. Damit war keinerlei Erwerb irgendwelcher neuer Fähigkeiten verbunden. Insbesondere von sapiens war noch nicht einmal zu träumen. Aber die Entwicklung vom Homo erectus zum Homo erectionis hatte eine entscheidende Bedeutung für das Verhalten dieses männlichen Anteils der Spezies.

Bedingt durch die Fähigkeit des aufrechten Ganges und der Möglichkeit, sich laufend schnell und weit fortzubewegen entwickelte sich der Urmensch zum Jäger und Sammler. Hobbyarchäologen, Pseudowissenschaftler und schlecht informierte Möchtegernhistoriker bringen diesen neu entwickelten Jagdtrieb mit Beutetieren wie Bären, Wölfen, Säbelzahntigern oder gar Mammuts in Verbindung. Damit liegen sie den wahren wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge allerdings völlig daneben. Die Jagdleidenschaft galt in Wahrheit ausschließlich weiblichen Exemplaren der Spezies Humanoides vulvae.

Die Schwierigkeit bei der Jagd bestand vor allem darin, dass es sich bei diesen Wesen um Phantasiegebilde handelte, die ausschließlich in den Köpfen der Homo erectionis – Männchen existierten. Ihren Legenden zufolge sollte es sich um artverwandte weibliche Wesen handeln, die ununterbrochen zur Begattung bereit waren und zu diesem Zweck mit hochgerecktem Gesäß auf dem Boden kauerten.

Der Grund für die unablässige, geradezu verzweifelte Jagd nach den Humanoides vulvae Weibchen lag im Verhalten der Homo erectus Weibchen, die nur sehr selten zur Begattung bereit waren,. wenn sie gerade nicht damit beschäftigt waren, ihre Jungen zu säugen, aus Fellen von Kleingetier Kleidung zu nähen, das Feuer in Gang zu halten, blühende Pflanzen in Wasser gefüllte Hohlkörper zu stecken oder passende Fußbekleidungen zu suchen. Wenn sie also nicht anderweitig beschäftigt waren, nicht durch ein Gespräch mit anderen Weibchen abgelenkt waren und auch keine Migräne vom ständigen Rauch des Feuers hatten, waren sie gelegentlich zur Begattung bereit, erwählten dann aber ausschließlich die stärksten und mächtigsten der männlichen Exemplare.

Stärke konnten die Kandidaten beweisen, indem die indem sie ihre Rivalen durch körperliche Gewalt ausschalteten oder die umworbenen Weibchen mit reicher Beute ihrer Jagdzüge beeindruckten. Dabei handelte es sich um Kleingetier, das sie auf dem Rückweg ihrer vergeblichen Suche nach Humanoides vulvae Weibchen im Frust erschlugen, oder um Fleischreste größerer Tiere, die sie voll gefressenen Geiern, Hyänen oder anderen Tieren entwendeten. Um den begehrten Weibchen ihre Stärke zu demonstrieren ordneten sie diese Fleischreste Bären, Wölfen, Säbelzahntigern oder gar Mammuts zu, was bis heute Hobbyarchäologen, Pseudowissenschaftler und schlecht informierte Möchtegernhistoriker dazu verleitet, diese Tiere als Beute der Frühmenschen anzusehen.

Den schwächeren Männchen, die bei gelegentlichen Versuchen, sich einem paarungswilligen Weibchen zu nähern von einem stärkeren Rivalen regelmäßig eins in die Fresse bekamen, blieb nichts anderes übrig, als sich auf die Jagd nach Humanoides vulvae Weibchen zu machen, wenn sie ihren Geschlechtstrieb befriedigen wollten. So kam es , dass unzählige Horden von Homo erectionis Männchen durch die Steppe irrten, auf der Suche nach Humanoides vulvae Weibchen, die mit hochgerecktem Gesäß auf dem Boden kauern sollten. Nach vergeblicher Suche erschlugen sie aus Frust Kleingetier oder entwendeten voll gefressenen Geiern und Hyänen deren Aas.

Dabei eilten sie regelmäßig achtlos an Humanoides vulvae Weibchen vorbei, die mit gespreizten Beiden rücklings auf dem Boden lagen. Die Homo erectionis Männchen jedoch waren nicht in der Lage, diese Humanoides vulvae Weibchen als solche zu identifizieren, da es die höheren Gaby-Ebenen aus ebenso unerfindlichen wie unverzeihlichen Gründen versäumt hatten, rechtzeitig Missionare in die Gegend zu schicken.

Nach erfolgloser Jagd pflegten die Männchen in ihrer Not so genannte „Jammerbilder“ an Höhlenwände zu malen, in denen sie sich als großartige Jäger von Bären, Wölfen, Säbelzahntigern oder gar Mammuts, darstellten, um den Weibchen zu imponieren und die Frage zu stellen, warum sie sich denn nicht mit ihnen paaren wollten, wo sie doch do starke und großartige Jäger waren. Diese Höhlenmalereien bewegen bis heute Hobbyarchäologen, Pseudowissenschaftler und schlecht informierte Möchtegernhistoriker dazu, den Homo erectus mit der Jagd nach diesen Tieren in Verbindung zu bringen.

Alles in allem hätte sich also die Spezies Homo erectus mit mäßigen Reproduktionsraten der weiteren Evolution mit ebenso mäßigen Erfolgsaussichten gestellt und die Spezies Humanoides vulvae wäre zum Aussterben verurteilt gewesen, wenn nicht findige Exemplare der Spezies Humanoides vulvae Subspezies FI auf die Idee gekommen wären, den überfälligen Missionar zu ignorieren und sich gegen angemessene Bezahlung bäuchlings auf den Boden zu kauern, schwängern zu lassen und den Bestand der Art zu sichern.

Dies also war die Urgeschichte von Poppen.de, ich bin gespannt wer was von der Frühgeschichte und weiteren Epochen zu erzählen weiß.


bearbeitet von Delphin18
Geschrieben

Danke Delphin, dass du den Grundstein für diese poppige Geschichte gelegt hast... und es freut mich, wenn ich dich zu diesem Thema inspiriert haben sollte.

Houdini

PS. Deswegen auch die kleine Pause nach deiner 1999. Nummer *fg*


Geschrieben

und das soll der lebendslauf von poppen.de sein


langweillig



Peter


Geschrieben


@Delphin18

Das finde ich einfach großartig.

Das wird nicht nur die Geschichte von Poppen.de werden!

Es dürfte auch eine Geschichte voller Missverständisse werden und wird in die Annalen der Psychologie eingehen und sicherlich als Grundlage neuer Erkenntnisse in vielen Bereichen dienen.

Es wird die Wirtschaft ankurbeln, neue DIN- Normen festlegen, aufzeigen, dass Popp- Legenden den Gesamtdeutschen Stromverbrauch in die Höhe kurbelten und gleichzeitig die Tastaturen eines PC eines Dauerbelastungstestes unterzogen, es wird Bahn brechend.

Da wirft Jemand (Delphin) ein kleines Kieselsteinchen in einen stillen See
....die Folgen sind nicht absehbar.


Geschrieben

Danke Freya,

dass ich das noch erleben durfte! Endlich hat jemand meine wahre Bedeutung erkannt. Ich danke Dir, ich bin ja so gerührt, mir kommen gleich die Tränen...


Geschrieben

Gern geschehen, Delphin.

Es sollte keine ultimative Lobhudelei werden....war einfach nur meine Meinung.

Dass ich mit meinen Worten einen Mann zu Tränen rühren kann....
hätte nie geglaubt, dass ich das mal erlebe.


Geschrieben (bearbeitet)

@lang_zaertlich

Über dein Spezialgebiet durften wir bereits an anderer Stelle etwas erfahren.
Ist aber hier, glaube ich zumindest, im eigentlich angedachten zweiten Kapitel in Bezug auf die Historie von Poppen.de auf jeden Fall ein bisschen sehr von der Thematik abweichend. [PR]**** EDIT BY MOD [/PR]

Es geht, soweit ich es verstanden habe, um Poppen.de und wie so eine Seite mit den dazugehörigen Menschen nicht nur entstehen, sondern auch bestehen konnte und weiter bestehen wird (wenn nicht etwas unvorhergesehenes geschieht).

Also um die Menschen und deren sexuellen Verhaltens.
Wobei die Berücksichtigung eines Rückfalls in die vorgeschichtliche Urzeit (vor dem aufrechten Ganges der Spezies Mensch) eines vereinzelten Users von Poppen.de sicherlich vernachlässigt werden darf.
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bearbeitet von Gelöschter Benutzer
bitte keine klickbaren Smilies
Geschrieben

Lang, wir müssen nicht immer alles ergründen. Nehmen wir es einfach als Tatsache hin, dass poppen.de existent ist und eine eigene Geschichte seit dem Bestehen hat.

Ich denke auch nicht jeden Morgen beim Einsteigen ins Auto daran, warum es Autos gibt . Ich freue mich, dass es da ist und fährt . Das ist vielleicht der einzige Unterschied zu poppen.de - fährt halt manchmal nicht .

Ich bin gespannt auf die weiterführenden Folgen der poppen.de Geschichte. Ich fühle mich noch nicht berufen, hier einen Beitrag zu leisten. Dafür bin ich noch nicht lange genug dabei. Wenn ihr mit der Geschichte in die Neuzeit kommt, dann melde ich mich zu Wort (das ist eine Drohung, und kein Versprechen) .


Geschrieben (bearbeitet)

@Lang

Aber ich erwarte historische Erklärungen, keine zoologischen oder ethologischen. Sonst hätte ich ja gleich was zum vorbildlichen Sexualverhalten der Delphine und anderer Meeressäuger schreiben können.

Jetz bin ich aber langsam gespannt, wer sich berufen fühlt etwas über den Weg der frühen Hochkulturen zu Poppen.de zu schreiben.


bearbeitet von Delphin18
Geschrieben

mit meinen 3 monate die ich hier bin.....


Geschrieben

Ja Leute, wie sieht´s denn aus? Gibt es denn wirklich niemanden, der in der Geschichte der Menschheit bewandert ist und den Weg zu Poppen.de beschreiben kann? Ich kann doch schließlich nicht alles allein machen!


Geschrieben (bearbeitet)

könnt ja noch was über die Erhoffte sexuelle Revolution schreiben in den 60 ern als die Pille erfunden wurde, und vermehrt erotische Filme als Lustmacher auftauchten wie "lass jucken Kumpel, Hausfrauenreport."

Falls es jemand stört, wenn ich in dem Thema die Unlust auf Pop Abenteuer der Frau raushebe, das ist halt auch der Grund wieso es soviel Zugang zu poppen.de gibt.

Alles nur verzweiflung weil Mann im real live schwerer eine findet


Aber ich erwarte historische Erklärungen, keine zoologischen oder ethologischen. Sonst hätte ich ja gleich was zum vorbildlichen Sexualverhalten der Delphine und anderer Meeressäuger schreiben können.



nur stammen wir nicht von den Delphinen ab
gib mal delphine Sex ein.

findest du gleich mal nen link auf nen Text
Delphine verbringen 80% ihres Lebens mit Sex


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
  • 1 Monat später...
Geschrieben (bearbeitet)

Da sich offensichtlich niemand bereit erklären will, die Geschichte von Poppen.de fortzusetzen, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als das zweite Kapitel selbst zu schreiben.

Kapitel 2: Die Arche Noah

Im ersten Kapitel haben wir uns ausschließlich der Evolutionstheorie gewidmet, die zur Menschwerdung geführt haben soll. Aus Gründen der Ausgewogenheit und Gleichberechtigung will ich daher in diesem Kapitel auf die Schöpfungsgeschichte eingehen, die jedoch in Bezug auf Sexualität im Allgemeinen und Poppen.de im Besonderen etwas unergiebig ist.

Denn nachdem es Adams Rippe mit Schlangen und Äpfeln getrieben hatte, gelang es dem HERRN, mit Hilfe einschneidender Maßnahmen die Menschheit zu Gott gefälligem Leben zu erziehen.

Nachdem er die Wiege der Menschheit mit Hilfe seines Moderators Gabriel des Paradieses verwiesen hatte, machten die Menschen wesentliche Lernprozesse durch und führten fürderhin ein GOTT gefälliges Leben, das heißt ein Leben ohne Sexualität.

Zwar erschlug Kain seinen Bruder Abel und Abraham war bereit, seinem Sohn den Hals durchzuschneiden, aber da weder Kain seines Bruders Weib übernahm noch Abraham das Lamm vergewaltigte, bevor er eben selbigem ersatzweise den Hals durchschnitt, geschah es zum Gefallen des HERRN, da es ja in keiner Weise mit Sexualität verbunden war.

So heuchelte und meuchelte die Menschheit über Jahrhunderte vor sich hin und enthielt sich jeglicher Sexualität zum Gefallen des HERRN. Methusalem zum Beispiel musste ohne Sex über 900 Jahre alt werden, bis er das Prinzip der extrakorporalen Befruchtung entwickelte, mit dem es ihm gelang, seine Arterhaltung zu sichern. Diese meditationsbasierte, transzendentale transabdominale Ejakulationstechnik sicherte auch seinen Nachkommen über Jahrhunderte und Jahrtausende den Fortbestand, bis das Wissen um diese Fortpflanzungsmöglichkeit im finsteren Mittelalter in Vergessenheit geriet.
Noch bei der jungfräulichen Empfängnis Mariae war dieses Wissen allgegenwärtig, doch bereits ein Jahrtausend später gehörte es zum geheimen Schamanenwissen, das sich dem Großteil der Bevölkerung und sogar des Adels entzog. So wurde vereinzelten Nonnen, die noch über das Geheimnis der extrakorporalen Befruchtung wussten nachgesagt, sie seien vom heiligen Geist geschwängert worden, während extrakorporal befruchtete Frauen außerhalb des Klosters als Hexen verbrannt wurden, weil sie angeblich vom Teufel geschwängert worden seien, bzw. von Luzifer, einem ehemaligen Administrator des HERRN, der sich als Wettbewerber um dieselbe Zielgruppe selbstständig gemacht hatte.

Aber genug davon, das gehört in eine andere Epoche und in ein völlig anderes Kapitel der Geschichte von Poppen.de.

Die Menschheit lebte also zum Wohlgefallen des HERRN asexuell vor sich hin, bis, ja bis eine kleine radikale Minderheit der Menschen den Zorn Gottes erregte, weil sie sich Praktiken bediente, ja selbst sexueller Praktiken, welche der MASTER-Plan der Geschichte eigentlich erst zu viel späteren Epochen für die Städte Sodom und Gomorra vorgesehen hatte.

Zur Bestrafung der ebenso ungehorsamen wie schwanzgesteuerten Gefolgschaft beschloss der HERR als drakonische Maßnahme das Klima zu verändern.

Er gab also den höheren Gaby-Ebenen strikte Anweisung, dass Jünger nur noch mit CO2-intensiven und nuklearen Techniken befördert werden sollten und drehte gleichzeitig seinem Ex-Administrator Luzifer, dem er bei allem öffentlichen Streit immer noch geschäftlich verbunden war, den Gashahn ab. Beide Maßnahmen waren bestens geeignet, die Niederschläge auf der Erde auf ein bedrohliches Maß zu erhöhen.

Mit Wohlgefallen und voll der Gnade blickte der HERR in der Folge auf die Erde hernieder und ergötzte sich am Anblick der ersaufenden Kreaturen, die es gewagt hatten sich seinen Anordnungen zu widersetzen.

Mit der Zeit allerdings begann ihn dieses Schauspiel zu langweilen und er reflektierte GÖTTLICHE Erwägungen, wie beispielsweise die, womit er sich denn noch amüsieren könnte, wenn alle seine Kreaturen ersoffen seien.

So setzte er einen effizienten Sanierungsplan in Kraft. Er erwählte einen arbeitslosen, verheirateten Schiffsbauer namens Noah, der seit längerem auf Hartz IV herumlungerte und nachweislich seit 35 Jahren keinen Geschlechtsverkehr mehr gehabt hatte, auf das er die Schöpfung erretten möge. Zuvor drückte er ihm jedoch einen Rationalisierungs- und Kostensenkungsplan in die Hand, mit denen er die Personalkosten um 60% reduzieren konnte. Noah wusste zwar nicht, von welchem Personal die Rede war, aber machte sich mal an die Arbeit, um seinen Auftrag zu erfüllen. Er sollte ein Schiff, genannt Arche bauen, in dem er je ein ausgewähltes GOTT gefälliges Paar einer jeden von GOTT geschaffenen Spezies über Wasser transportieren sollte, bis die Folgeschäden des Klimawandels ausgestanden waren.

In strömendem Regen machte er sich also an die Arbeit und kaum umspülte das Wasser seine Waden, war die Arche vollendet und der konnte mit den Check-in beginnen.

Mit großer Disziplin bewegten sich die Lebewesen, die eine Bordkarte erhalten hatten, paarweise in die Arche. Es blieb ihnen auch nichts anderes übrig, denn der Pegel stieg rapide und stand den meisten von ihnen bis zum Hals. Lediglich große Tiere, die in der Lage waren, ihren Hals weit nach oben zu recken, konnten es sich leisten Diskussionen mit Noah zu beginnen, wie beispielsweise der Hängst, der darauf bestand vier Stuhten mit auf das Schiff nehmen zu dürfen. Dieser Streit, der sich über mehrere Tage hinzog, kostete einige Gattungen wie Säbelzahntiger oder Mammut das Leben. Daher behaupten heute noch Hobbyarchäologen, Pseudowissenschaftler und schlecht informierte Möchtegernhistoriker, diese Tiere seien Opfer des Jagdtriebes von Homo erectionis geworden.

Schließlich war die Arche voll besetzt und konnte ablegen und die im Wasser treibenden Kollateralschäden hinter sich lassen.

Mit Jubel und Trubel an Bord dümpelte die Arche übers Wasser so vor sich hin und verbreitete reichlichen Lärm. Auch das Walhorn wollte auf die Arche, doch seine Eltern versuchten ihm klar zu machen, ohne ihn nachhaltig überzeugen zu können, dass anständige Meeressäuger sich nicht auf Holzschiffen herumtreiben.

Was als fröhliche Kreuzfahrt begann, sollte sich allerdings recht schnell als eine Nerven aufreibende Seefahrt entpuppen. Auch wenn der Sohn Leonhard di Noah am Bug stehend keinen Eisberg erblicken konnte, wurde die Stimmung an Bord immer schlechter. Der Hängst konnte seine vier Stuhten kaum noch im Griff halten. Die Hühner, nachdem sie offensichtlich zu viele Mandarinenschalen gepickt hatten, verschissen ihre Leiter. Erst nachdem sie mehrere Schnäpschen gekippt hatten, regelte sich ihre Verdauung, was den hygienischen Zustand ihrer Leiter jedoch nicht mehr nachhaltig verbessern konnte.
Der Skorpion wollte es mit dem Stier, der Löwe mit dem Steinbock, der Widder mit der Jungfrau, der Krebs mit dem Schützen treiben und die Waage hatte nichts mehr im Gleichgewicht.
Die Ernährungslage verschlechterte sich zunehmend. Dennoch gelang es den Kaninchen, Ratten, Mäusen und Tauben irgendwie, sich massiv zu vermehren. Die einzigen wohlgenährten Tiere waren aus unerfindlichen Gründen Pumas und andere Katzen.

So versuchten Noah und seine Getreuen mit wachsender Verzweiflung nach Land, in der Hoffnung Westindien oder einen anderen neuen Kontinent zu entdecken.
Sie konnten nicht ahnen, dass die Tauben regelmäßig zum Fremdvögeln mit Saatkrähen und anderem zwielichtigen Federvieh ausflogen und dazu ein Baumhaus auf dem Festland aufsuchten, das als “Club“ bezeichnet wurde. Erst als sie sich, um sich vor den misstrauischen Falken zu tarnen, mit Ölzweigen drapierten, wurde ihr Geheimnis entdeckt.
Noah ließ sich von Ihnen den Weg zu der Insel zeigen, an der sie unverzüglich anlandeten. Bei sinkendem Pegel entpuppte sich diese als Berggipfel.

Wie sich die Menschheit im Ostanatolischen Hochland wieder fand, sich auf den Weg und in den Ebenen von Euphrat und Tigris wieder sesshaft machte, ist Gegenstand der folgenden Kapitel.

GOTT aber versprach Noah hoch und heilig, dass er das Klima für die nächsten paar Jahrtausende in Ruhe lassen wolle und nur noch geringfügige Anteile der Menschheit ersäufen würde.


bearbeitet von Delphin18
Geschrieben

@Delphin !!!! Ich will ein Kind von Dir *wild mit Slip wedel und werf*


Geschrieben

@delphin
Ich liebe deinen Schreibstil
Danke!


  • 4 Jahre später...
Geschrieben

Ah Antiloppos du Gazellos, hättest du nich t wenigstens noch abwarten können bis zum offiziell erlaubten Leichenfleddertag


Halkyonia


Geschrieben

= die geschichte der sexuellen frustration


Geschrieben

= die geschichte der sexuellen frustration



Armer Calvinio


Geschrieben

puh...wedel...wisch...da liegt aber Staub drauf....hust hust....


Geschrieben

Armer Calvinio



ne, nicht ich. Die anderen Mitglieder


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