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Liebt der Mann wirklich?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben
vor 28 Minuten, schrieb Thorben-Hendrik:

Ob ein Mensch einen anderen Menschen liebt, das erkennt man erst, wenns dem anderen Menschen mal so richtig scheiße geht. Da ist dann nämlich oft Ende Gelände.

Das mag vielleicht für die Mehrzahl der Fälle gültig sein, aber nicht für alle. Manchmal muss man den anderen Menschen einfach in seiner Scheiße lassen. Weil es garnicht anders geht. Mag ja vielleicht sein, dass das auch eine Art von Liebe ist.....

Geschrieben
Sowas würde ich nicht unbedingt bei einem Ons machen. Also würde ich da zustimmen ob wohl ich sagen muss ich möchte das es der Frau gefällt und sie ihren Spaß hat egal ob ich sie liebe oder nicht.
Geschrieben
Logisch stimmt das. Aber auch nur, wenn wirklich alle Punkte exakt so abgelaufen sind. Küsst er sie im Punkt 7 nicht auf die Stirn, sondern auf die Wange, dann verarscht er sie derbe.
Geschrieben
Ich habe die Erfahrung gemacht,dass das natürlich kein Liebesbeweis ist !Eher zeugt es davon,dass das Gegenüber sehr einfühlsam ist und zumindest Zuneigung empfindet..jeder Mensch handelt doch nicht nach Schema "F"...
Geschrieben
vor 6 Stunden, schrieb bart77:

   1. Er kann warten

2. Die Stellung

3. Er tastet sich langsam vor

4. Er berührt dich am ganzen Körper

5. Er will, dass es dir gefällt

6. Er versteht es, wenn du nicht zum Höhepunkt kommst

7. Er nimmt dich danach lange in den Arm und küsst dich auf die Stirn

Muss ich direkt heiraten?

Kann ich zwei, drei Punkte abwählen?

Darf ich auch nur 2,3 Punkte behalten?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden, schrieb Vantan:

Naja manche Punkte erwarte ich auch von den "nur" Sexualpartnern🤔 

Liebe zeigt man außerhalb des Bettes und nicht nur da 

Dem kann ich nur wärmsten beipflichten. So sympathisch dieses Netzfundstück im Startpost auch vordergründig rüberkommen mag - es ist schlicht: falsch, was da so gefühlig darüber geschrieben wird, wie man Liebe beim Sex erkennen können soll. Alles, was da beschrieben wird, erlebt man auch beim Sex, beim schieren, krassen Sex in der Szene - am Baggersee, im Pornokino, ja sogar auf dem Parkplatz. Es kommt zugegebenermaßen nicht allzu oft vor, aber ich sage mal kühn: immer noch öfters als in Ehebetten. Es gehört zu dem, was ich selbst "liebevollen Sex" nenne und die Bewandtnis damit ist ganz einfach und wiederrum findet sich alles, was man braucht, beim Superübergroßguru des rumsauens: bei Sigmund Freud in dem kleinen Aufsatz "Über drei libidinöse Typen". Er unterscheidet

a) den Erotiker, der andere aktiv lieben will,

b) den Narzissten, der von anderen passiv geliebt werden will und

c) denjenigen, der keines von beiden kann und deswegen zum Spießer wird.

Wer in diesem Sinne ein sexueller Erotiker ist, zieht seinen Lustgewinn weniger aus der eigenen sexuellen Erregung und seinem Orgasmus, sondern daraus, daß er seinen Partner so gut wie möglich befriedigt, ihm jeden Wunsch von den Augen abliest. Der Erotiker "macht alles mit", von hauchzart bis knallhart - so wie es der Partner eben haben möchte und erfreut sich daran, wie sein Partner "durch die Decke geht". Freud hielt den Erotiker für den Normalfall zu seiner Zeit. Dem sexuellen Narzissten dagegen ist sein Partner scheissegal - der ist nur ein Stück Fickfleisch, ein smartes Sexspielzeug, das er nur zu seiner eigenen Befriedigung benutzt. Der Spießer schließlich hat überhaupt keinen Sex - aber er weiß 150%ig, wie Sex zu sein hat, was angesagt und "no go", gut und schlecht, normal und pervers ist. Diesen letzteren Typus können wir hier mal aussen vor lassen (obwohl er in Erotik-Foren von allergrößter quantitativer Bedeutung ist!) und ich bitte auch darum, mir meine polemische Überzeichnung der beiden Haupttypen: Erotiker und Narzisst zu verzeihen. Reine Erotiker und reine Narzissten sind ohnehin selten, unterschiedliche Mischtypen scheinen mir häufiger zu sein - und in unseren heutigen Zeiten scheint mir, im Gegensatz zu Freuds Zeiten, der Narzisst der Normalfall zu sein, der beim Sex nur "sein Ding" durchziehen will. Zumindest ist er recht häufig anzutreffen in diesen unseren Zeitläuften und der Erotiker dagegen seltener geworden.

Und das ist der springende Punkt: gerade weil der Erotiker heute Seltenheitswert genießt, sind solche Romantischen Vorstellungen, wie jenes Netzfundstück im Startpost so gefährlich geworden. Der Erotiker liebt nämlich nicht im emotionalen Sinne, er liebt es nur, seinen Sexpartner so gut wie möglich zu verwöhnen, ihn vollauf zu befriedigen - selbst wenn er auf den eigenen Orgasmus beim Sex verzichtet. Den holt er problemlos alleine nach, sofern es für ihn nötig ist. Der Erotiker ist schlicht "der Lover schlechthin" und als solcher, wenn er über einige Erfahrung verfügt, auch regelmässig "richtig gut". Und gerade im heterosexuellen Mainstream, wo die Akteure regelmässig sehr wenig Erfahrung haben, neigen wohl sehr viele dazu, aufgrund solcher romantischer Vorstellungen guten Sex mit Liebe zu verwechseln und das kann sehr schmerzliche, manchmal sogar tragische Folgen haben, wenn ein unerfahrener Romantiker einem solchen versierten und promiskuitiven Erotiker in die Finger gerät, sich Hals über Kopf verliebt, nach Beziehung giert, eine anderweitige Beziehung für den sexuellen Erotiker aufgibt - und aus allen Wolken fällt, wenn er gewahr wird, daß er für den Erotiker nur eine von zahllosen Episoden war, und "fallen gelassen wird, wie eine heiße Kartoffel", während der promiskuitive Erotiker schon wieder mit dem nächsten Sexpartner beschäftigt ist und währenddessen darüber hinaus auch nach dem Übernächsten Ausschau hält - n=n+1. Don Juan, Helmut Fischer als "Monaco Franze" - das sind so künstlerische Darstellungen für den männlichen Erotiker, für die weibliche Erotikerin fällt mir gerade nüschdt ein - aber selbstverständlich gibt es auch sie.

"Ob es Liebe ist", kann man niemals nur beim Sex feststellen. Der sexuelle Erotiker kann ebenso ein liebevoller Partner sein, wie der sexuelle Narzisst - und beide können auch völlig beziehungsunfähig sein.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben
Wie gut das alles was man irgendwo im Netz findet wahr ist und eine Diskusion oder Umfrage erfordert!
Geschrieben

Ich mag sowas ganz gerne - es stimuliert meine Logorhoe ! Klugscheissen ist schließlich auch nur eine Sublimation von "KV aktiv" :P

Geschrieben
Das klingt irgendwie nach Brigitte oder Freundin oder wie diese Dinger sich nennen. Das ist so ähnlich wie wenn man sagt das Blondinen im Bett besser sind (meine Erfahrung zeigt das Gegenteil). Es kommt auf den Menschen an, nicht jeder zeigt so seine Zuneigung, manche wollen nach dem Sex nicht aufstehen da es zu anstrengend ist, dies gibt es auch bei Frauen. Es gibt auch Männer und auch Frauen die auch bei einem ONS wollen das es beiden gefällt, ok das gegenteil davon gibt es auch. Dies sind dann die, die nach einmal rein und raus "Fertig, erster" schreien und danach fragen ob es schön war.
Geschrieben

Verdammt, jetzt bin ich doch über ein paar Punkte gestolpert. Oft liege ich nach dem Sex mit meinem Kopf auf ihrem Busen und spüre dabei ihren Herzschlag, liebe ich sie nicht wirklich? Manchmal will sie einfach nur meinen Schwanz lutschen und beachtet nur diesen dabei, liebt sie mich vielleicht auch nicht?

Wie konnte ich mich nur 30 Jahre lang irren, wir leben offenbar ohne Liebe zusammen, oh Gott.

Das ist offenbar eine schöne, romantisch, verträumte Aufzählung von Möglichkeiten, welche zutreffend sein können aber nicht müssen.

 

 

 

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