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Goldie67

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst

Empfohlener Beitrag

Goldie67
Geschrieben

Hallo, mir geht seit ein paar Tagen dieser sehr alte, oft falsch gebrauchte, Satz durch denk Kopf.

Was bedeutet er im Grunde?

Mir wurde früher beigebracht, ich solle mich erstmal um alle anderen kümmern, und dann erst um mich selbst. Ich denke, diese Interpretation folgte aus dem, durch evtl. die Kirche, falsch rübergebrachten Verständnis.
In Folge vieler Gespräche, habe ich erkannt, ich kann einen Menschen nur lieben, wenn ich mich selber liebe.
Aber sollte es nicht vielleicht so sein, dass man eben den *Nächsten*, meist ist dies der Partner, zumindest genauso sehr lieben sollte wie sich selbst?
Bedeutet es dann im Umkehrschluß nicht, kann ich meinen Partner nicht lieben, liebe ich mich dann vielleicht selber auch nicht wirklich?
Oder ist vielleicht die Selbstliebe so groß, dass vielleicht gar kein Platz mehr neben einem ist, für einen gleichwertigen Partner?

Fragen über Fragen...


noregrets60
Geschrieben

Das ist eine Forderung aus dem Alten Testament und bezieht sich nicht nur auf den Partner, sondern auf alle Menschen, die irgendwie Hilfe benötigen. Du hast ganz gut beschrieben, dass man sich dazu auch selbst lieben muss.

Daher kennt die Tora auch das Gebot: Du musst im Leben anstreben, glücklich zu werden. Halte ich für ein sehr schönes Gebot.

Über die Nächstenliebe hinaus geht die Feindesliebe. Das ist dann Neues Testament.


Geschrieben

Du kannst es auch vom moralischen Standpunkt sehen. Das was du nicht willst was man dir antut, füge auch niemand anderen zu. Ansonsten hat der Spruch ich denke er ist aus dem NT von Jesus zu einem Mann oder seinen Jüngern gesagt. Falls ich mich irre bitte korrigieren, wenig mit poppen zu tun. Aber ich denke nur wer sich selbst liebt (normaler egoismus) kann auch andere lieben.


Goldie67
Geschrieben

Sicherlich hat es mit *poppen* expliziet nichts zu tun, aber da dem ja meist auch eine zwischenmenschliche Begegnung zu Grunde liegt, denke ich, ist dies durchaus ein sehr aktuelles Thema, nach wie vor.

Ob der Satz aus dem alten oder neuen Testament stammt, weiß ich nicht, da ich mich seit Jahrzehnten nicht mehr mit der Kirche beschäftige.

Mir geht es eher darum, ob man eben seine Nächsten nicht ebenso lieben sollte wie sich selber, um Zwischenmenschlichkeit überhaupt respektabel führen zu können.


SinnlicheXXL
Geschrieben


Bedeutet es dann im Umkehrschluß nicht, kann ich meinen Partner nicht lieben, liebe ich mich dann vielleicht selber auch nicht wirklich?



Würde dieser Satz so stimmen, wäre er fatal. Leider hat nicht jeder Mensch einen Partner, der gut passt. Von gewälttätigen Partnern muss man sich geradezu distanzieren, wenn man seine Selbstachtung nicht verlieren will.

Letztendlich ist dieser Satz gegen Egoismus gerichtet: Du sollst nicht nur an dich denken, sondern deine Mitmenschen genau so behandeln, wie du von ihnen gerne behandelt werden möchtest.

Wenn man diesen Satz um einen weiteren ergänzt, könnte er tatsächlich zu zufriederen Menschen führen: Lerne dich selbst zu lieben und zu akzeptieren, denn nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann mit seinen Nächsten auf Dauer gut klarkommen. Ich weiß, leicht dahingesagt, aber in der Realität eine Lebensaufgabe, die schwierig zu bewältigen ist.


Geschrieben (bearbeitet)

Sehr weise gesagt sinnliche XXL, es hat nicht jeder einen Partner, trotzdem kann er ein liebevoller Mensch für sich und andere sein. Ich denke es bezieht den Menschen in seiner idealen Vollkommenheit. Sinnliche XXl kriegst ein bussi von mir, für die tolle Ausführung... ja so würde ich es auch unterschreiben....grins breit

Goldie kriegst auch ein bussi von mir, bin heute in Geberlaune


bearbeitet von p1peter
Goldie67
Geschrieben

Da hast Du Recht Sinnliche, Gewalt ist eine Sache, die sollte man nie zulassen!

So seh ich es auch, behandle Deine Mitmenschen so, wie auch Du behandelt werden möchtest, mit Respekt und Annerkennung Ihrer Stärken und auch Schwächen!


hannah65
Geschrieben

Ein Satz mit zwei Botschaften:

1.)Liebe Deinen Nächsten, hasse ihn nicht! Und damit ist mE nicht der Partner, sondern alle Menschen in der näheren Umgebung gemeint.
Versuche, auch in einem "schlechten " Menschen etwas Liebenwertes zu sehen! Das kann manchmal recht schwierig sein, erleichtert den Umgang mit den Mitmenschen aber kolossal.

2.) Liebe Dich selbst!
Du allein kennst alle deine Fehler und Macken, aber auch Deine guten und liebenswerten Seiten.
Nimm Dich an!
Denn nur dann kannst Du auch akzeptieren, dass andere Dich annehmen.
Wenn Du das nicht kannst, wirst Du jedes Mal, wenn Dir jemand etwas gutes sagt, oder wenn er sich gar in Dich verliebt, vermuten, dass er sich irrt, dass er nicht Dich meint, weil er ja Dich in Deiner ganzen "Schlechtigkeit" nicht kennt, oder Du unterstellst ihm gleich unlautere Absichten.
Liebe Dich selbst, denn nur dann kannst Du die Liebe der anderen annehmen.

Und, wenn ich mich selber nicht liebe, dann rufen die guten Seiten meiner Mitmenschen vielleicht sogar Neid hervor. So gelingt es mir auch nicht, sie zu lieben (s.1.)


Schnaepschen
Geschrieben

Der Titel steht für mich mit der reinen Nächstenliebe gleich. Das hat nicht unbedingt etwas mit dem Partner zu tun, sondern nur mit meinem Verhalten meiner Umwelt gegenüber. Also Zivilcourage zu zeigen, Bedürftigen zu helfen...

Der Titel setzt natürlich auch voraus, daß man sich selber liebt. Und die Selbstliebe ist - meiner Meinung nach - die wichtigste überhaupt. Denn nur dann, wenn es mir gut geht und ich mit mir im Reinen bin, kann ich auch anderen helfen. Vernachlässige ich mich selbst zu sehr, bin ich auf die Hilfe anderer angewiesen.

Ist nicht irgendwie zunächst jeder sich selbst der Nächste?

Zu den anderen Fragen: Die halte ich für sehr gewagte Thesen, die bestimmt keine Allgemeingültigkeit haben. Egal wie groß die Selbstliebe ist: jeder Topf findet irgendwann seinen Deckel, bei dem einfach alles passt.


Liebhabaer74
Geschrieben

Das Wort zum Sonntag:

Das Gebot der Nächstenliebe befindet sich im Alten Testament, im 3. Buch Moses Kapitel 19.
Die gesteigerte Form, die Feindesliebe bzw. das Gebot, ALLE Menschen (unabhängig ihrer Religion oder ethischen Herkunft) so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, befindet sich im Neuen Testament in der Bergpredigt, Matthäus-Evangelium Kapitel 5-7.
Die jüdische Kabbala baut auf die Tora auf und enthält sinngemäß die gleiche Lehre, was das Evangelium lehrt, u. a. dass man seine Mitmenschen mehr lieben soll als sich selbst.

Einen anderen Menschen kann man nur lieben, wenn man sich selbst liebt.
Nur wer in der Lage ist, sich selbst zu lieben und aus Selbstliebe auf Hygiene achtet, dass man sich regelmäßig wäscht und rasiert sowie Deos benutzt und auch die Wohnung sauber hält, Sport treibt und sich ausgewogen ernährt, um gesundheitlich fit zu bleiben und ein potenter Liebhaber zu sein, ist in der Lage, eine glückliche Beziehung einzugehen.

Alles was man einen anderen Menschen zufügt, kommt ohne Ausnahme wie ein Bumerang in vielfacher Weise zurück.
Es gibt keine Zufälle im Leben. Glück und Unglück sind die Folgen unserer eigenen Taten, wie wir mit unseren Mitmenschen umgegangen sind.
Einen anderen Menschen kann man niemals mit körperlicher oder verbaler Gewalt (durch beleidigende Worte) verändern. Man kann nur sich selbst verändern, indem man im ersten Schritt seine Mitmenschen so akzeptiert wie sie sind...

Wer die eigenen Bedürfnisse zurückstellt, und als erstes daran bedacht ist, seinen hilfsbedürftigen Mitmenschen zu helfen, der schafft sich das Paradies auf Erden, z. B. eine Welt, die ohne Geld auskommt (d. h. ohne Steuern, ohne Versicherungen, ohne Zinsen), weil wir eine globale Familie sind und der gesamte Handel auf freies gegenseitiges Geben und Nehmen beruht.

Wer beim Sex mit seinem Partner darauf achtet, dass der andere als erstes zufrieden gestellt wird, ohne darauf bestrebt zu sein, selbst einen Orgasmus zu bekommen, der wird auch eine glückliche Beziehung führen können.
Und wenn ein Mensch sexsüchtig ist, aber der Partner die Bedürfnisse nicht befriedigen kann, dann sollte man bereit sein, eine offene Beziehung führen zu können und aus Liebe zu seinen Nächsten die Eifersucht überwinden.


Geschrieben (bearbeitet)

wow , der Sonntag schlägt voll zu. Ein sehr schöner anspruchsvoller Fred meine Damen. Brilliant formuliert, wie es nur Frauen können

@Liebhabaer
Daumen hoch


bearbeitet von p1peter
Geschrieben (bearbeitet)

Würde dieser Satz so stimmen, wäre er fatal. Leider hat nicht jeder Mensch einen Partner, der gut passt.


Diesen Partner hat man sich aber ausgesucht.
Demnach ist schon bei der Wahl etwas schief gegangen.



@Goldie
Auch meine Erziehung war so ausgerichtet, dass ich als Frau zu geben hätte.

Selbstliebe war so gar nicht vorgesehen und auch von Seiten meiner Mutter nicht gewollt (meine Interpretation ihres Verhaltens mir gegenüber ).

Nachdem ich zwölf Jahre meines Lebens vergeudet hatte, nach einem Muster zu leben, in welches ich nicht hineinpasste, habe ich begonnen, mich mit mir selbst zu beschäftigen.

Und habe festgestellt, dass es tatsächlich nur möglich ist, einen anderen Menschen so anzunehmen wie er ist, wenn man mit sich selbst im Reinen ist.

Konsequenterweise kann das dazu führen, dass man sich von einem derzeitigen Partner trennt, weil er nicht mehr ins Bild passt, wenn man sich selbst entsprechend weiter entwickelt hat, um es mal kurz und knapp auszudrücken.

Wenn ich so jemanden in die Wüste schicke, dann deshalb, damit er sein eigenes Verständnis von Selbstliebe näher betrachten und dann auch eine passendere Partnerin finden kann.

Zuviel des Guten für sich selbst, ist der Liebe anderen gegenüber sehr abträglich.


Liebe deinen nächsten wie dich selbst-
Die Menschen als das zu betrachten, was und wie sie sind. Die Wesenseigenschaften eines anderen so zu sehen und zu akzeptieren wie sie wirklich sind.

Ein Helfersyndrom entsteht bei mir dennoch nicht.


bearbeitet von Freya1966
noregrets60
Geschrieben

Halt! Da knalle ich jetzt die Frage von Reaggaeman in die Runde: Können Frauen überhaupt lieben?


Goldie67
Geschrieben


Einen anderen Menschen kann man nur lieben, wenn man sich selbst liebt.
Nur wer in der Lage ist, sich selbst zu lieben und aus Selbstliebe auf Hygiene achtet, dass man sich regelmäßig wäscht und rasiert sowie Deos benutzt und auch die Wohnung sauber hält, Sport treibt und sich ausgewogen ernährt, um gesundheitlich fit zu bleiben und ein potenter Liebhaber zu sein, ist in der Lage, eine glückliche Beziehung einzugehen.



Da gebe ich Dir vollkommen recht!



Einen anderen Menschen kann man niemals mit körperlicher oder verbaler Gewalt (durch beleidigende Worte) verändern. Man kann nur sich selbst verändern, indem man im ersten Schritt seine Mitmenschen so akzeptiert wie sie sind...



Ja, dass habe ich in den vergangenen Jahren durch sehr viele Gespräche gelernt! Ich habe zu mir selber gefunden, dabei aber auch viel verloren, da man mich dann nicht mehr so akzeptieren konnte, wie ich bin, geworden bin.




Alles was man einen anderen Menschen zufügt, kommt ohne Ausnahme wie ein Bumerang in vielfacher Weise zurück.
Es gibt keine Zufälle im Leben. Glück und Unglück sind die Folgen unserer eigenen Taten, wie wir mit unseren Mitmenschen umgegangen sind.



Das ist dann das, was daraus folgt, will man einen anderen Menschen so verändern, wie man ihn gerne hätte.

jeder Topf findet irgendwann seinen Deckel, bei dem einfach alles passt.



Auch das stimmt, wobei, es wird nie alles passen, denn dafür sind wir alles Individuen, aber man kann lernen zusammen zu wachsen.


Geschrieben

Es ist wohl auch so in anderen Religionen beschrieben z.B im Budhismus, als der "Goldene Mittelweg"


Geschrieben

Halt! ... Können Frauen überhaupt lieben?


Sich selbst weniger als andere...
Das müssen nicht wenige Frauen erst mal lernen.


SinnlicheXXL
Geschrieben (bearbeitet)

Diesen Partner hat man sich aber ausgesucht.
Demnach ist schon bei der Wahl etwas schief gegangen.

Habe ich dem widersprochen? Zumal du weiter unten selbst ausführst, dass sich Menschen ändern und das ein Partner, der jetzt passt, in 20 Jahren nicht mehr passen muss, weil man sich gegensätzlich entwickelt hat.


Wenn ich so jemanden in die Wüste schicke, dann deshalb, damit er sein eigenes Verständnis von Selbstliebe näher betrachten und dann auch eine passendere Partnerin finden kann.


Sorry, aber ist das nicht völlig unrealistisch? Wer schickt denn seinen Partner weg, damit der zu sich selbst finden und einen passenderen Partner finden kann??? Das ist doch meist nur vorgeschoben und in Wahrheit will man selbst den Partner einfach nicht mehr haben.



Nur wer in der Lage ist, sich selbst zu lieben und aus Selbstliebe auf Hygiene achtet, dass man sich regelmäßig wäscht und rasiert sowie Deos benutzt und auch die Wohnung sauber hält, Sport treibt und sich ausgewogen ernährt, um gesundheitlich fit zu bleiben und ein potenter Liebhaber zu sein, ist in der Lage, eine glückliche Beziehung einzugehen.


Dieser Satz ist mir einfach zu oberflächlich! Können alle übergewichtigen, unsportlichen, unattraktiven, kranken oder impotenten Menschen keine Partnerschaften mehr führen? Irgendwie klingt da eine Ideologie durch, die mir sehr unsympathisch ist!


bearbeitet von SinnlicheXXL
Geschrieben

finden....

es reicht völlig sein gegenüber so zu behandeln,wie es einem gegenüber tritt.


Goldie67
Geschrieben (bearbeitet)

...
Und habe festgestellt, dass es tatsächlich nur möglich ist, einen anderen Menschen so anzunehmen wie er ist, wenn man mit sich selbst im Reinen ist.

Konsequenterweise kann das dazu führen, dass man sich von einem derzeitigen Partner trennt, weil er nicht mehr ins Bild passt, wenn man sich selbst entsprechend weiter entwickelt hat, um es mal kurz und knapp auszudrücken.



Ja Freya, da hast Du recht! Die Konsequenz kann natürlich auch so aussehen, dass sich der nicht mitentwickelte Partner trennt, dies ist die erste Zeit sehr schmerzlich, führt aber dann direkt dazu, sich entweder gänzlich aufzugeben, oder aber in sich selber zu wachsen und die Liebe, die man gerne geteilt hätte, sich selber zukommen zu lassen um noch weiter zu wachsen :-)

P.S. @ Sinnliche, ich hoffe mal, so wie Du das Zitat von Liebhaber aufgefasst hast, war es nicht gemeint! Ich habe es so auf jeden Fall nicht aufgefasst. Für mich hieß es im Grunde, wer sich selber anständig behandelt und eben mit sich im Reinen ist. In wie weit da nur ausführlich drauf geachtet werden sollte wieviel Sport man macht oder am putzen ist, liegt auch an jedem eizelnen, wie er es eben für sich braucht.


bearbeitet von Goldie67
Geschrieben (bearbeitet)

Habe ich dem widersprochen? Nö. Habe ich das behauptet?



Zumal du weiter unten selbst ausführst, dass sich Menschen ändern und das ein Partner, der jetzt passt, in 20 Jahren nicht mehr passen muss, weil man sich gegensätzlich entwickelt hat.


Wenn ich schon so weit bin, dass ich mich selbst liebe, dann wähle ich einen Partner von Beginn an entsprechend aus (er hoffentlich auch ).
Ich sprach nicht davon, dass sich Partner gegensätzlich weiter entwickeln. Das ist ein ganz anderes Thema und ist ein reines Paarproblem.


Sorry, aber ist das nicht völlig unrealistisch? Wer schickt denn seinen Partner weg, damit der zu sich selbst finden und einen passenderen Partner finden kann??? Das ist doch meist nur vorgeschoben und in Wahrheit will man selbst den Partner einfach nicht mehr haben.


Unrealistisch? Nicht zwangsläufig.
Klar will ich keinen Partner mehr haben, der nicht passt. Ich sage demjenigen aber, was mich so kolossal an ihm stört, so dass ich ihn nicht mehr will.
Und wenn jemand meine Vorwürfe so gar nicht nachvollziehen kann, soll er doch mal in sich gehen. Ich wünsche nicht jedem Expartner nur Schlechtes.
Mit meinem letzten "Beziehungsversuch" bin ich sehr gut befreundet.


... führt aber dann direkt dazu, sich entweder gänzlich aufzugeben, oder aber in sich selber zu wachsen und die Liebe, die man gerne geteilt hätte, sich selber zukommen zu lassen um noch weiter zu wachsen :-)


Von welcher Seite es ausgeht, ist eigentlich unerheblich.
Für den verlassenen Partner ist es immer schmerzlich.
Aber wenn jemand die Liebe, die man zu geben hätte, nicht (mehr) will, kann man nichts dagegen machen.
Da gänzliches Aufgeben der gefundenen Eigenliebe widerspricht, ist es in dem Fall durchaus heilsam und letztendlich bereichernd, diese positiven Gefühle sich selbst zukommen zu lassen. Das macht stark und lässt einen tatsächlich weiter wachsen.


bearbeitet von Freya1966
Goldie67
Geschrieben (bearbeitet)


Und wenn jemand meine Vorwürfe so gar nicht nachvollziehen kann, soll er doch mal in sich gehen. Ich wünsche nicht jedem Expartner nur Schlechtes.
Mit meinem letzten "Beziehungsversuch" bin ich sehr gut befreundet.



Ich habe eigentlich noch nie einem Expartner oder auch anderen Freunden/Bekannten etwas schlechtes gewünscht, nicht mal den Menschen, die ich einfach nicht mag.
Mit den meisten Menschen bin ich auch nach einer Trennung weiter ausgekommen.
Musste nur grade feststellen, dass man mir dies selbst nach 20 Jahren Trennung nicht entgegenbrachte das ist dann wirklich sehr traurig....

Menno, wir posten aber auch immer zur gleichen Zeit

Ja, der Widerspruch zur Eigenliebe ist es! Wenn man in seiner neuen Rolle noch nicht ganz gefestigt ist aber sehr schnell der Fall. Ich habe es aber geschafft, die Selbstliebe nun auch zu zu lassen!


bearbeitet von Goldie67
Katasaster
Geschrieben

Diese alttestamentarische Anweisung lässt in der Tat mindestens zwei Interpretationen zu. Einmal wird die Eigenliebe einfach vorausgesetzt und dient gleichsam als Maßstab für die Nächstenliebe. Zum anderen kann sie als Aufforderung verstanden werden, sich selbst als auch den Nächsten zu lieben. Diese Auslegung ist also eher qualitativ als quantitativ geprägt. Allerdings ist weder die eine noch die andere Liebe möglich ohne Gottesliebe, d.h. die Liebe zu ihm und die Liebe von ihm. Sie ist die Wurzel aller Liebe.
Auf keinen Fall aber lässt sich aus dem Gebot eine Art Selbstaufgabe zugunsten anderer herleiten. So meine unmaßgebliche Meinung.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe eigentlich noch nie einem Expartner oder auch anderen Freunden/Bekannten etwas schlechtes gewünscht, nicht mal den Menschen, die ich einfach nicht mag.


Na ja, die Partner, die ich hatte, stammten aus der Zeit, als ich noch nicht ich war.
Und deren Verhalten hätte es selbst Mutter Theresa schwer gemacht, diese auch nur ansatzweise zu mögen.


Menno, wir posten aber auch immer zur gleichen Zeit

Habe grad extra noch woanders gelesen, damit das hier nicht in Stress ausartet, weil man nicht mehr mit dem Lesen nachkommt


Ja, der Widerspruch zur Eigenliebe ist es! Wenn man in seiner neuen Rolle noch nicht ganz gefestigt ist aber sehr schnell der Fall. Ich habe es aber geschafft, die Selbstliebe nun auch zu zu lassen!

Das Zulassen dieser unbekannten bzw. nur theoretisch bekannten Form der Liebe, ist aus meiner Sicht, der schwierigste Schritt.

Aber wenn man es geschafft hat, darf auch Frau mal stolz sein und sich in guten Gefühlen baden.

Und wenn man dann auch noch merkt, dass das gesamte Umfeld davon profitiert...ein schönes Gefühl, dass sich nur selten von Irritationen beeinflussen lässt.


...Allerdings ist weder die eine noch die andere Liebe möglich ohne Gottesliebe, d.h. die Liebe zu ihm und die Liebe von ihm. Sie ist die Wurzel aller Liebe.

Dem widerspreche ich. Ich habe jegliches Vertrauen in einen Glauben aufgegeben, da ich nicht zur Selbstgeißelung neige.

Auf keinen Fall aber lässt sich aus dem Gebot eine Art Selbstaufgabe zugunsten anderer herleiten. So meine unmaßgebliche Meinung.


Da stimme ich dir zu. Die Selbstaufgabe, grade in Bezug auf Frauen, ist in der Erziehung zu suchen und gesellschaftlich bedingt erlernt worden.
Auch wenn es in Trauungszeremonien immer noch verlesen werden soll, dass eine Frau sich einem Mann untertan zu machen hat oder so ähnlich.


bearbeitet von Freya1966
Goldie67
Geschrieben


In Folge vieler Gespräche, habe ich erkannt, ich kann einen Menschen nur lieben, wenn ich mich selber liebe.
Aber sollte es nicht vielleicht so sein, dass man eben den *Nächsten*, meist ist dies der Partner, zumindest genauso sehr lieben sollte wie sich selbst?



Das ist der Punkt, den dieser Satz für mich aussagt. Klar ist es nicht nur der Partner, aber er ist der unmittelbar nächste, zumindest meistens! (Kinder jetzt mal ganz ausgenommen, das setze ich voraus, dass die eine ganz besondere Form der Liebe verdienen)


Ist nicht irgendwie zunächst jeder sich selbst der Nächste?



Auch dies ist sicherlich richtig, aber wenn man sich nur selber der Nächste ist, dann kommt man irgendwann am Ziel an und stellt fest dort ist kein Anderer...

Einmal wird die Eigenliebe einfach vorausgesetzt und dient gleichsam als Maßstab für die Nächstenliebe. Zum anderen kann sie als Aufforderung verstanden werden, sich selbst als auch den Nächsten zu lieben.



Ich sehe beide Aussagen nicht unbedingt als Gegensätze, die Eigenliebe kann doch den Maßstab und die Qualität der Nächstenliebe ausmachen.




Das Zulassen dieser unbekannten bzw. nur theoretisch bekannten Form der Liebe, ist aus meiner Sicht, der schwierigste Schritt.

Aber wenn man es geschafft hat, darf auch Frau mal stolz sein und sich in guten Gefühlen baden.

Und wenn man dann auch noch merkt, dass das gesamte Umfeld davon profitiert...ein schönes Gefühl, dass sich nur selten von Irritationen beeinflussen lässt.



Ja, da bin ich auch sehr stolz auf mich! In so einer Wachstumsphase lernt man auch, Menschen, die einem innerhalb einer Krankheit sehr weg getan haben, zu verzeihen, anderen die einem weh tun nach der Genesung lebe wohl zu sagen.


Katasaster
Geschrieben

Dem widerspreche ich. Ich habe jegliches Vertrauen in einen Glauben aufgegeben, da ich nicht zur Selbstgeißelung neige.


@Freya, ich wollte nur versuchen, das biblische Verständnis davon zusammenzufassen. Ob man damit konform geht oder nicht - ich glaube jedenfalls, dass, wenn du selbst von Kindheit an geliebt wirst, es deiner eigenen Liebesfähigkeit (dir selbst und anderen gegenüber) ungleich förderlicher ist, als wenn du nur Missachtung und dergleichen erfahren hast.


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