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Wenn jeder an sich denkt

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
Sind wir auf dem Weg zur Ego-Gesellschaft?

Ich bin scheinbar ein Dinosaurier der irgendwann ausstirbt...
Denn mich interessieren meine Mitmenschen noch.

Gruß der Chris


bearbeitet von Der_Chris_1969
Inkognizo
Geschrieben

Warum interessieren sie Dich?


Geschrieben

Ich habe bewußt Mitmenschen gesagt. Die Interaktion liegt wohl nahe. Ich kann nicht einfach wegsehen und weghören...


RidiReloaded
Geschrieben

Egogesellschaft?
Mit Sicherheit nicht!
Würdest Du Dich mit dem Ehrenamt und seinen Möglichkeiten beschäftigen, wüßtest Du, dass in unserer Republik noch nie zuvor mehr Menschen ein solches ausgeübt haben !
Angefangen von den Mitarbeitern der Sportvereine über ehrenamtliche Helfer bei den Tafeln, den Naturschutzbünden, länderübergreifend die medizinisch Ausgebildeten, etc pp.

Solltest Du Dich alleine fühlen, weil sich niemand um Dich kümmert, kann ich Dir eine der genannten Institutionen wärmstens empfehlen


Geschrieben (bearbeitet)

@RidiReloaded

das sehe ich nicht ganz so, denn gerade in den Vereinen habe ich es erlebt, das die Schnittmenge der Leute die sich engagieren, immer die gleiche ist. Der Rest genießt die Feste und Veranstaltungen. Es ist leider so.

Mit Einsamkeit hat das Thema nichts zu tun

Gruß der Chris


bearbeitet von Der_Chris_1969
Mopeder
Geschrieben

Angefangen von den Mitarbeitern der Sportvereine über ehrenamtliche Helfer bei den Tafeln, den Naturschutzbünden, länderübergreifend die medizinisch Ausgebildeten, etc pp.



Ich möchte in diesem Zusammmenhang nochmal die freiwilligen Feuerwehren erwähnen, die trotz anders lautender Gerüchte nicht nur saufen


Ballou1957
Geschrieben


Ich bin scheinbar ein Dinosaurier der irgendwann ausstirbt...
Denn mich interessieren meine Mitmenschen noch.



Ich hoffe mal für Dich, dass Du kein Dinosaurier bist. Denn das hält keine Apfelkiste aus, wenn ein Dino draufsteigt, um damit ein kleines Podest zu finden.

Ansonsten finde ich solche Pauschalfragestellungen immer etwas gewagt - zumal oft genug dieses "an andere denken" mit stillen Erwartungen verknüpft wird, wie "diese anderen" sich dafür verhalten sollen und dann kommt manchmal schon der Zweifel auf, ob das "Mitmenschliche" nicht doch auch ein gehöriges Stück Berechnung ist. In solchen Fällen sind mir Menschen lieber, die ihre Erwartungen klar formulieren - das ist in meinen Augen ein gutes Stück Mitmenschlichkeit, weil man dem andern den Raum und die Freiheit lässt, sich zu entscheiden, ob er diese Erwartungen erfüllen will oder nicht.


RidiReloaded
Geschrieben (bearbeitet)

@Chris

Natürlich ist es so, dass es immer dieselben sind, die was tun und andere nicht!
Aber das macht doch nichts! Sieh es als geben und nehmen, ying und yang...

Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben!


die freiwilligen Feuerwehren erwähnen, die trotz anders lautender Gerüchte nicht nur saufen




*koppklatsch*

Danke ,ich vergass...

Damit werde ich mir heute dem Zorn meiner Jüngsten sicher sein!


bearbeitet von RidiReloaded
Geschrieben

Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
Sind wir auf dem Weg zur Ego-Gesellschaft?



da ist doch was dran, ohne egoistisch zu sein.
Warum tust du denn was für Andere ?


Geschrieben (bearbeitet)


Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben!




Ich habe da aber andere Zeiten erlebt.
Wie oft hört man in diesem Zusammenhang dann von den guten alten Zeiten. Zu diesen guten Zeiten müssen aber auch viele beitragen und nicht einige wenige

@Ballou1957
Wenn man jeden Handschlag mit Erwartungen verknüpft, dann sollte man es lassen.

Gruß der Chris


bearbeitet von Der_Chris_1969
RidiReloaded
Geschrieben (bearbeitet)

@ Chris

Du scheinst das jetzt nur auf Deine Erfahrungen in Deinem Sportverein zu beziehen.
Es sind derer viele, nur gehen jene Menschen eben nicht damit hausieren!

Den Satz, mit der "guten ,alten Zeit" find ich weniger gut! Denn auch dort gabs schon welche, die was getan haben und andere taten nichts!

Wenn Dir Dein Sportverein so nichtmehr zusagt, solltest Du ihn evtl wechseln oder Dir Gleichgesinnte suchen , um den Zustand zu ändern!


bearbeitet von RidiReloaded
Geschrieben

Wenn Dir Dein Sportverein so nichtmehr zusagt, solltest Du ihn evtl wechseln oder Dir Gleichgesinnte suchen , um den Zustand zu ändern!



Da bin ich wieder an dem Punkt. Was ist mir das Wert.
Einfacher ist es sich um zu drehen und zu gehen.


Gruß der Chris


Geschrieben

das die Schnittmenge der Leute die sich arrangieren, immer die gleiche ist. Der Rest genießt die Feste und Veranstaltungen.



Offenbar arrangieren sie sich dahingehend, dass sich einige engagieren und der Rest "nur" feiert.



Wie oft hört man in diesem Zusammenhang dann von den guten alten Zeiten. Zu diesen guten Zeiten müssen aber auch viele beitragen und nicht einige wenige



Die sind auch nur im Rückblick gut!


Geschrieben (bearbeitet)

Ich fand den Verweis auf das Ehrenamt hier sehr gut.

Wenn man etwas tut, für umme, dann tut mans ja trotzdem aus verschiedenen Motivationen heraus, nur halt nicht für Geld.

Die Leute, mit denen ich da am liebsten zusammenarbeite, die tun das, weil sie wissen, dass es ihnen, ihnen selbst, was gibt. Ein gutes Gefühl. Spaß. Qualitäts-Freizeit. Was auch immer. Die wissen, dass sie für das, was sie tun, also auch wirklich was bekommen, das sie sich auch selber "beschaffen", sozusagen. Denn das Gefühl der Befriedigung, das bekommt man nicht von anderen, das kommt aus einem selbst. Und das ist durchaus eine Belohnung.

Die Leute, die etwas tun, und das mit dem Gefühl und dem in solchen Fällen auch lauthals geäusserten Umstand, dass sie dabei "auf Entlohnung verzichten", erwarten dafür im allgemeinen eine Entlohnung von anderen, im Sinne von Anerkennung. Lob. Aufmerksamkeit. Die erwarten eine Gegenleistung. Die man durchaus auch gern erbringt, aber irgendwie muss ich sagen, ist die Zusammenarbeit mit den Leuten, die nicht auf einer solchen Entlohnung bestehen, wirklich viel viel angenehmer...(NACHTRAG) und die bleiben normalerweise auch länger dabei.


bearbeitet von zwiebeltorte
Geschrieben

Der Spruch mit den guten alten Zeiten, kommt dann meist von denen, die sch nicht engagieren


Ballou1957
Geschrieben

I
@Ballou1957
Wenn man jeden Handschlag mit Erwartungen verknüpft, dann sollte man es lassen.



Du liest schlampig und antwortest noch schlampiger (oder besser gesagt selektiv verzerrend) Weder habe ich behauptet, dass jeder Handschlag mit Erwartungen verknüpft sei, noch das vertreten.
Aber meine Lebenserfahrungen bringt es mit sich, dass ein gesundes Misstrauen in mir erwacht, sobald derartige Taten oder Einstellungen selbstlobend erwähnt werden.

Böse Zungen könnten behaupten, dass schon dieses Selbstlob ein Beleg dafür ist, dass da auch eine gesunde Portion Egoismus enthalten ist - und sei es nur die Gelegenheit zur Selbsterhöhung.

Wirklicher Altruismus ist nur sehr wenigen Menschen gegeben - und ich finde die anderen deswegen nicht schlechter.


SinnlicheXXL
Geschrieben (bearbeitet)

Woran machst du denn fest, dass die Leute immer egoistischer werden? Kann ich jetzt nur bedingt bestätigen! Manches hat auch mit Anonymität zu tun. Auf Dörfern, wo jeder, jeden kennt, gibt es schon noch eine gewisse soziale Kontrolle und die Dörfler sprechen dich auch sehr direkt an, ob du da und dort nicht mal helfen würdest.

In Großstädten ist das natürlich anders, aber im Kleinbereich gibt es dennoch genug Menschen, die mithelfen. Klar habe ich mich im Kindergarten oder der Schule schon geärgert, dass immer die gleichen Leute aktiv werden, aber die anderen engagieren sich eben in einem Verein, der Arbeit, oder sonst wo. Und manche eben gar nicht! Aber das war wohl immer so!

Dann gibt es auch jene, die sich immer und überall engagieren. Ich habe so eine Freundin, die schreit notorisch "hier" - bloß vernachlässigt sie dabei ein wenig eigene Interessen und steht anscheinend sehr gerne im Mittelpunkt und erzählt hinterhr gerne, was sie wieder alles alleine leisten musste. (Dabei habe ich schon erlebt, dass sie andere Helfer mit der Bemerkung: "Geh nur heim, das machen wir schon!" ausblockte)
Tja - ich habe auch schon so Theorien gehört, dass extrem engagierte Menschen ihr Engagement als Sexersatz nehmen....


bearbeitet von SinnlicheXXL
Geschrieben

Ich behaupte mal ganz frech, dass JEDER der was für andere tut, in erster Linie für sich selbst tut und wenn es nur ein gutes Gefühl ist, ohne es herabzusetzen.


Teildespaares
Geschrieben

Ich gebe dem TE schon recht, es hat sich sehr viel in dieser Richtung verändert. Er hat ja auch nicht behauptet, das heute ALLE Menschen zum Egoismus konvertiert sind, aber eine Veränderung hat schon stattgefunden und zwar ziemlich massiv. Es liegt auch in der Natur der Dinge, dass gerade die Egoisten diese Entwicklung am wenigsten konstatieren.

Also die Tatsache, dass es auch Nicht-Egoisten ( wie z. B. ehrenamtliche Helfer ) gibt, ist noch lange kein kein Beweis dafür, dass diese Entwicklung nicht stattgefunden hat.

Am und im Straßenverkehr lässt sich die o.g. Veränderung am besten ablesen oder ist jemand von Euch der Meinung, dass es heute im Straßenverkehr noch genauso partnerschaftlich zugeht wie, sagen wir mal vor ungefähr 25-30 Jahren? Der Straßenverkehr ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Sabrina, nicht unbedingt! Es gibt eben Arbeit, die getan werden muss! Ich sehe es einfach als meine soziale Verantwortung, ab und an mal mitzuhelfen.


Geschrieben (bearbeitet)

@SinnlicheXXL

Ich rede nicht von "Geh nur heim, das machen wir schon!" , sondern Freiwillige vor und
alle treten zwei Schritte zurück.

Gruß der Chris


bearbeitet von Der_Chris_1969
SinnlicheXXL
Geschrieben

Ja eben, das kann ich so nicht bestätigen! Und manches hat eben auch mit der Doppelbelastung zu tun. In vielen Bereichen engagieren sich ja besonders Frauen. Seit aber immer mehr Frauen trotz Kinder ganztags arbeiten, haben sie schlicht und einfach keine Zeit mehr, neben Arbeit, Haushalt, Familie noch viel mehr zu tun.


H-Kennzeichen
Geschrieben (bearbeitet)

Ich glaube auch, dass es, zumindest in den klassischen Bereichen wie Vereinen etc., weniger engagierte Mitmenschen werden. Das muß aber nicht zwangsläufig mit Egoismus zusammenhängen.

Allein wenn man sich mal vor Augen führt, wie sich die Belastungen im Job erhöhen. Zunehmende Schicht- und Wochenendarbeit macht es für viele glatt unmöglich sich in Bereichen zu engagieren, in denen regelmäßige, feste Termine wahrgenommen werden müssen.


bearbeitet von hannhirte
Doppel-ß muß auch nicht sein ...
axioms
Geschrieben (bearbeitet)

Ich bin optimistisch da Altruismus letztlich ein gutes Gefühl bietet.

Die Widersprüchlichkeit ist mir bewusst.


... Wirklicher Altruismus ist nur sehr wenigen Menschen gegeben ...



So ein Unsinn, echter Altruismus begegnet mir täglich. Kleinigkeiten wie Vortritt lassen, ein Kreuzung nicht zu blockieren um als erster in die gewünschte Spur zu kommen, etc.

Klar ergibt die Feedback - Mechanismus eine kleine "Belohnung" des altruistisch Handelnden. Deswegen ist das kein "Unechter Altruismus". Deine Begriflichkeit "Wirklicher Altruismus" halte ich für ausgemachten Kulturpessimismus.


bearbeitet von axioms
Geschrieben (bearbeitet)

@hannhirte

Ich gebe dir Recht. Die Zeiten haben sich geändert.
Aber auch für alle. Und Doppel und Dreifachbelastungen stehen auch nicht zur Debatte. Dafür hat jeder Verständnis. Aber oft sind es die Kleinigkeiten, z.B. hast du mal 2 Minuten Zeit für XYZ.
Antwort: nee keine Zeit und schon rattert die Spielekonsole...

Da wird mir anders ...
Gruß der Chris


bearbeitet von Der_Chris_1969
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