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Skalen Von Sexuellen Typen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hier ein Ausschnitt eines Artikels von Ray Harris zum Thema "Integrale Sexualwissenschaft".
Hier spricht er davon, dass es nicht nur entweder/oder gibt bei sexuellen Typen, sondern unterschiedlich starke Ausprägungen, nicht Schwarz & Weiss sondern auch Stufen von Grau.

"....
SKALEN VON SEXUELLEN TYPEN
Fast jedermann ist sich des Spektrums von Homosexualität und Heterosexualität bewusst.
Die Disziplin der Sexualwissenschaft hat gezeigt, dass die meisten Menschen eine Mischung
sind, es gibt wenige rein homosexuelle Typen und heterosexuelle Typen. Stattdessen
scheint es Grade von Bisexualität zu geben.
Wir können ebenso vermuten, dass es andere Skalen von sexuellem Verhalten und
Ausdrücken gibt.
1. Introvertiert bis extrovertiert.
2. Monogam bis polyamourös.
3. Maskulin bis feminin (nach außen und innen).
4. Asexuell/desinteressiert bis hochgradig sexuell.
Alle diese sind normale Skalen und werden sowohl von Individuen als auch von Kulturen
ausgedrückt. Das bedeutet, dass Menschen einen weiten Rahmen von sexuellen Charakteren
ausdrücken können: den extrovertierten, polyamourösen Heterosexuellen; den
introvertierten desinteressierten Homosexuellen; den wollüstigen bisexuellen Swinger; die
maskulinen und femininen Lesbierinnen; die dem anderen Geschlecht Entsprechenden und
die Transsexuellen; der äußerlich maskuline Mann mit einer femininen Sexualität; der
monogame, teilweise desinteressierte, teilweise introvertierte Heterosexuelle. Die
Kombinationen sind endlos. Sie sind auch dem Wechsel unterworfen. Man kann damit
beginnen, introvertiert und heterosexuell zu sein und dann extrovertiert und bisexuell
werden. Man kann ebenso durch mehrere Umwandlungen in seinem Leben gehen.
Kulturen tolerieren unterschiedliche Ausdrucksweisen dieser Skalen. Die Griechen tolerierten
das homosexuell-heterosexuelle Spektrum. Die Römer waren weniger offen tolerant
gegenüber Homosexualität, doch sie tolerierten eine aktive Sexualität. Einige Kulturen
erlaubten Polygamie verschiedenen Typs. Die jüdisch-christliche Kultur favorisiert eine
heterosexuelle, monogame, desinteressierte und introvertierte Sexualität.
Es gibt auch wichtige Unterschiede innerhalb geschichteter Gesellschaften. Was den
Oberklassen und Eliten erlaubt ist, kann den unteren Klassen nicht erlaubt sein. Die
wohlhabenden Eliten der meisten Gesellschaften hatten Zugang zu einer größeren
Reichweite sexuellen Ausdrucks als die Massen. Trotz ihres guten Rufes hatte Königin
Victoria eine ausgedehnte Sammlung von Nackten, sowohl als Gemälde wie auch als
Skulpturen. Katharina die Große von Russland hatte Privaträume, angefüllt mit
Auftragswerken aus Erotik und Pornografie. Es war eine übliche Praxis für den Adel,
Geliebte, Konkubinen und Liebhaber zu haben. Die Sultane des osmanischen Reiches hatten
einen Harem mit Hunderten von Konkubinen. Diese Gesellschaften schufen auch
Moralsysteme, die von den unteren Klassen Zurückhaltung verlangten, daher gibt es einen
klaren politisch-ökonomischen Aspekt bei der Sexualmoral. Jede integrale Theorie der
Sexualwissenschaft muss diesen Aspekt akzeptieren.
.... "

Welcher Typ seid ihr, wenn ihr folgende Themen mit 1 bis 5 bewertet?

a. Introvertiert 1 2 3 4 5 extrovertiert
b. Monogam 1 2 3 4 5 polyamourös
c. Maskulin 1 2 3 4 5 feminin (äußerlich)
d. Maskulin 1 2 3 4 5 feminin (innerlich)
e. Asexuell/desinteressiert 1 2 3 4 5 hochgradig sexuell
f. heterosexuell 1 2 3 4 5 homosexuell

Also ich wäre ein
a4/b5/c2/d3/e3/f2
:-)


Geschrieben (bearbeitet)

hmmm... wie passt b5 und e3 zusammen? ich finde das widerspricht sich irgendwie...


bearbeitet von notme4pearl
Geschrieben



a. Introvertiert 1 2 3 4 5 extrovertiert
b. Monogam 1 2 3 4 5 polyamourös
c. Maskulin 1 2 3 4 5 feminin (äußerlich)
d. Maskulin 1 2 3 4 5 feminin (innerlich)
e. Asexuell/desinteressiert 1 2 3 4 5 hochgradig sexuell
f. heterosexuell 1 2 3 4 5 homosexuell

Also ich wäre ein
a4/b5/c2/d3/e3/f2
:-)



Interessanter Artikel - eigentlich logisch, und für die meisten wohl leichter zu akzeptieren als die "Grauskala" der geschlechtlichen Orientierung

Mal meine Skala: a1, b3, c4, d3, e2, f2

BTW: Ich interpretiere jetzt maskulin-feminin nicht im klassischen, geschlechtlichen Sinne, sondern in der Verhaltensweise. Wie der Artikel schon festgestellt hat, gibt es dieses Charakteristikum auch in einer kulturellen Sichtweise, z. B. daß die europäischen Kulturen femininer sind als die US-amerikanische.


Geschrieben

hmmm... wie passt b5 und e3 zusammen? ich finde das widerspricht sich irgendwie...



Auch wenn ich polyamorös orientiert bin muss ich ja trotzdem nicht ständig an Sex denken oder alles ficken was mir über den Weg läuft.


Geschrieben

das war jetzt auch nicht despektierlich gemeint... aber bei b5 würde ich persönlich nicht von 'orientierung' sprechen... eher von einer 'fixierung'... es ist ja ein extremwert. und da würde ich schon zumindestens einen überdurchschnittliche e-wert erwarten. irgendwie finde ich bedingt sich das... ich meine das nicht wertend.

achja, so aus dem bauch raus: a4, b2, c1,d2, e3, f1


Geschrieben (bearbeitet)

naja,deine Brusthaare sind aber nit sehr weiblich^^



*LOL* Eben! Zur kulturellen Dimension vielleicht nur so viel:

"Hofstede unterscheidet in dieser Dimensionen zwei gegensätzliche, sozusagen "geschlechtsspezifische" Eigenschaften von Kulturen. Auf der einen Seite befinden sich feminine Kulturen, die vor allem durch die "weiblichen" Eigenschaften von Mitgefühl, Toleranz, sozialer Ausrichtung und einer gewissen Sympathie für den Schwächeren gekennzeichnet sind. Dabei sind auch die Geschlechterrollen in diesen Kulturen eher nicht strikte getrennt - ein Mann kann auch weinen. Ein Paradebeispiel für eine feminine Kultur ist die niederländische Kultur sowie die skandinavischen Länder.

Maskuline Kulturen auf der anderen Seite sind mehr durch die "kriegerisch-männlichen" Eigenschaften gekennzeichnet: Nur der/das beste zählt, Toleranz und Mitgefühl spielen eine Untergeordnete Rolle. Geschlechterrollen sind relativ strikte getrennt. Als typische maskuline Kulturen gelten z.B. die USA, Japan, Deutschland und Italien."

Quelle: [la]*EDIT BY MOD*[/la]Intercultural Network, Homepage


bearbeitet von ladyallista
Fremdlink entfernt
lonesome50
Geschrieben

Also ich bin für 90D.


Geschrieben

hmmm... wie passt b5 und e3 zusammen? ich finde das widerspricht sich irgendwie...



hallo hübscher...soweit ich polyamorie verstanden habe, geht es weniger um sexualität als vielmehr um die fähigkeit oder die möglichkeit, mehr als einen menschen zu lieben und mit diesem auch in eine liebesbeziehung zu treten. dies kann, muss aber nicht sexuell sein. daher schließt sich diese kombi meiner meinung nach nicht gegenseitig aus.

meine skala:

a4
b2 aber nach oben tendierend
c4
d5
e4
f1

für eine rochade immer zu haben;-)

ese


Geschrieben

hallo hübscher...soweit ich polyamorie verstanden habe, geht es weniger um sexualität als vielmehr um die fähigkeit oder die möglichkeit, mehr als einen menschen zu lieben und mit diesem auch in eine liebesbeziehung zu treten.



hihi eschen...hübsch ist schwer zu ertragen für einen c1'ler...*grunz*

okay.... das scheine ich falsch verstanden zu haben. ist 'polyamorie' und ''promiskuität' denn nicht das gleiche?

denn wenn ich deine erklärung von 'liebe' bzw. 'liebesbeziehung' richtig interpretiert habe... was wäre dann der wert für jemanden der 'seriell monogam' wäre? evtl. müsste ich meine selbsteinschätzung zu b dahingehend ändern.


Geschrieben



denn wenn ich deine erklärung von 'liebe' bzw. 'liebesbeziehung' richtig interpretiert habe... was wäre dann der wert für jemanden der 'seriell monogam' wäre? evtl. müsste ich meine selbsteinschätzung zu b dahingehend ändern.




seriell monogam ist ja klassische für die neuzeit...lebensabschnittspartner eben.
mann/frau ist für 2-3 jahre treu und dann werden beziehungsgrenzen gesprengt...neuer partner, neues glück.

polygamie/promiskuität ist sexueller verkehr mit mehreren, meist ohne wissen des partners.

polyamorie " die praxis, der zustand oder die fähigkeit, mehr als eine liebevolle sexuelle beziehung zur gleichen zeit zu führen, mit vollem wissen und einverständnis der beteiligten partner ".

ehrlichkeit allen gegenüber ist diesem konzept immanent. grenzt sich daher stark von swingen, fremdgehen etc ab. auch liebesbeziehungen, die nicht sexuell sind, existieren neben sexuellen. kann nur empfehlen, sich damit auseinanderzusetzen, finde das konzept gut.

setzt allerdings gnadenlose ehrlichkeit voraus und offenen umgang mit dem gefühl von eifersucht.

lese mich da gerade ein.

entschuldige bitte das " hübscher ".


ese


Geschrieben

okay eschen... vielen dank für die aufklärung... dann korrigiere ich meine kategorisierenung in:

a4
b1 statt b2
c1
d2
e3
f1


MariaG
Geschrieben

Interessanter Artikel.

Welcher Typ seid ihr, wenn ihr folgende Themen mit 1 bis 5 bewertet?

a. Introvertiert 1 2 3 4 5 extrovertiert
b. Monogam 1 2 3 4 5 polyamourös
c. Maskulin 1 2 3 4 5 feminin (äußerlich)
d. Maskulin 1 2 3 4 5 feminin (innerlich)
e. Asexuell/desinteressiert 1 2 3 4 5 hochgradig sexuell
f. heterosexuell 1 2 3 4 5 homosexuell



Also ich wäre:
a 2
b 1
c 4
d 5
e 5
f 1

MariaG


Geschrieben

es fehlt ein Punkt!

Punkt:
g) Vanilla oder Stino(stinknormal) Sexuell orientiert 1 2 3 4 5 total Pervers


Geschrieben

Danke MaLekma, dass du hier für mich mitdiskutierst, war gestern nicht online,
da ich nachmittags in Stuttgart auf einem Treffen eines Polyamorie Forums war.
Ich beschäftige mich auch erst seit etwa 2 Wochen richtig mit dem Thema und finde es sehr interessant, besonders, wenn man mit Menschen spricht die schon so leben oder es eben in ihre Beziehungen einbauen.

Z.B. war dort eine Frau, die in einer Partnerschaft mit einer anderen Frau lebt, beide haben Kinder, lieben sich, haben aber keinen Sex miteinander. Sie hat aber Sex mit Männern und derzeit gerade zwei laufende Beziehungen. Diese Männer akzeptieren das wie sie lebt, wollen aber den jeweils anderen Mann nicht kennen lernen (ist eher eine männliche Sichtweise).

Ich fand das sehr spannend mit diesen Menschen zu sprechen und werde wohl auch wieder zu dem nächsten Treffen gehen, wenn ich Zeit habe.
Wir haben auch offen über Sex gesprochen, jedoch hatte nicxht jeder das Wort FICKEN ganz groß auf seiner Stirn stehen.

Es geht bei PolyAmorie wie das Wort (Amor = Liebe) ja schon sagt um Liebe, nicht unbedingt um Sex.


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