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Lügen und betrügen, aber trotzdem lieb.


Bo****

Empfohlener Beitrag

Es wird immer solche Menschen geben, und solche Menschen geben. Wie ich damit umgehe hängt von vielen Faktoren ab.

Ich finde, man macht es sich manchmal etwas zu einfach, wenn man bei solchen Geschichten sofort bei "abschießen, Kontakt abbrechen, fertig“ landet.

Aus meiner physischen Sicht, sehe ich das so:

Lügen und Betrügen können eine Beziehung massiv beschädigen, keine Frage. Aber für mich ist trotzdem die Frage interessant, warum ein Mensch überhaupt lügt. Nicht jede Lüge entsteht aus Bosheit, Berechnung oder dem Wunsch, einem anderen Menschen bewusst zu schaden. Manche Menschen bauen sich im Laufe ihres Lebens ein regelrechtes Lügengebilde als Schutzmechanismus auf zunächst vielleicht, um mit bestimmten Umständen klarzukommen, später dann fast schon, weil sie gar nicht mehr wissen, wie sie aus diesem Gebilde wieder herauskommen sollen.

Das entschuldigt das Verhalten nicht. Aber es kann helfen, den Menschen dahinter zu verstehen.

Und auch beim Fremdgehen sehe ich das etwas weniger schwarzweiß als viele andere. Ich halte es durchaus für eine menschliche Verhaltensweise, die es quer durch Zeiten, Kulturen und Gesellschaftsschichten gegeben hat. Das bedeutet nicht, dass ich es für richtig oder folgenlos halte. Aber ich sehe darin nicht automatisch den Beweis dafür, dass ein Mensch deshalb charakterlich wertlos ist.

Wenn jemand über Jahre auf diese Weise lebt und dieses Muster auch in späteren Beziehungen wiederholt, würde mich deshalb eher interessieren, was dahintersteckt, als nur festzustellen: "Der Mensch ist halt ein Arsch.“

Ich kenne durchaus Menschen, bei denen ich bestimmte Verhaltensweisen nicht gutheiße und trotzdem den Menschen als Ganzes mögen oder sogar lieben kann. Für mich widerspricht sich das nicht. Einen Menschen zu verstehen bedeutet schließlich nicht, jedes seiner Verhalten gutzuheißen.

Vielleicht istj genau das der Unterschied zwischen Verstehen und Entschuldigen.
Und deshalb würde ich persönlich auch nicht automatisch sagen, dass ich mit einem Menschen nichts mehr zu tun haben möchte, nur weil er in seinem Leben gelogen oder betrogen hat. Entscheidend wäre für mich, was für ein Mensch dahintersteht, warum er so handelt und welchen Schaden er damit tatsächlich verursacht.

Menschen sind selten nur das, was sie falsch gemacht haben.

Peace

Anonymes-Mitglied-1

Genau so sehe ich das auch. Oft fehlen Konsequenzen der Betrogenen oder gar ein Auffliegen lassen. Viele Menschen die sich so verhalten dümpeln von einer Lüge zur nächsten ohne enttarnt zu werden. Oft versteckt und tauchen dann wieder auf, wenn Gras drüber gewachsen ist. Sich zur Wahrheit zu bekennen erfordert Mut. Den haben nicht alle Wesen auf diesem Planeten.

Ich schwanke immer zwischen --- diese Menschen sind krank --- und --- ich hasse diese Leute ---

vor 1 Stunde, schrieb MrVersatile:

Ich finde, man macht es sich manchmal etwas zu einfach, wenn man bei solchen Geschichten sofort bei "abschießen, Kontakt abbrechen, fertig“ landet.

Aus meiner physischen Sicht, sehe ich das so:

Lügen und Betrügen können eine Beziehung massiv beschädigen, keine Frage. Aber für mich ist trotzdem die Frage interessant, warum ein Mensch überhaupt lügt. Nicht jede Lüge entsteht aus Bosheit, Berechnung oder dem Wunsch, einem anderen Menschen bewusst zu schaden. Manche Menschen bauen sich im Laufe ihres Lebens ein regelrechtes Lügengebilde als Schutzmechanismus auf zunächst vielleicht, um mit bestimmten Umständen klarzukommen, später dann fast schon, weil sie gar nicht mehr wissen, wie sie aus diesem Gebilde wieder herauskommen sollen.

Das entschuldigt das Verhalten nicht. Aber es kann helfen, den Menschen dahinter zu verstehen.

Und auch beim Fremdgehen sehe ich das etwas weniger schwarzweiß als viele andere. Ich halte es durchaus für eine menschliche Verhaltensweise, die es quer durch Zeiten, Kulturen und Gesellschaftsschichten gegeben hat. Das bedeutet nicht, dass ich es für richtig oder folgenlos halte. Aber ich sehe darin nicht automatisch den Beweis dafür, dass ein Mensch deshalb charakterlich wertlos ist.

Wenn jemand über Jahre auf diese Weise lebt und dieses Muster auch in späteren Beziehungen wiederholt, würde mich deshalb eher interessieren, was dahintersteckt, als nur festzustellen: "Der Mensch ist halt ein Arsch.“

Ich kenne durchaus Menschen, bei denen ich bestimmte Verhaltensweisen nicht gutheiße und trotzdem den Menschen als Ganzes mögen oder sogar lieben kann. Für mich widerspricht sich das nicht. Einen Menschen zu verstehen bedeutet schließlich nicht, jedes seiner Verhalten gutzuheißen.

Vielleicht istj genau das der Unterschied zwischen Verstehen und Entschuldigen.
Und deshalb würde ich persönlich auch nicht automatisch sagen, dass ich mit einem Menschen nichts mehr zu tun haben möchte, nur weil er in seinem Leben gelogen oder betrogen hat. Entscheidend wäre für mich, was für ein Mensch dahintersteht, warum er so handelt und welchen Schaden er damit tatsächlich verursacht.

Menschen sind selten nur das, was sie falsch gemacht haben.

Peace

🙏👍

(bearbeitet)
vor 20 Stunden, schrieb Bolero2000:

Ich weiss zum Glück im Unglück für mich, dass sie auch vor und nach mir gelogen und betrogen hat.
Kennt ihr solche Menschen und wie empfindet ihr für sie?

Meine Vorstellungen von Lug und Betrug sind anders als deine.
(Das wissen wir beide ja schon länger.)

 

vor 20 Stunden, schrieb Bolero2000:

Wir hatten beide auch anderweitig Spaß, nur war ich ehrlich und sie leider nicht.

Du bist insgesamt leider etwas schwamming mit der Beschreibung. Worin der Betrug besteht, kann ich (nach meinem eigenen Verständnis von "Lug und Betrug") nicht erkennen. Ich lese hier nur, dass zwei Menschen, die eine Beziehung miteinander führen, beide auch mit anderen Personen etwas erleben, vermutlich eben auch sexuell.

Wenn das zum Konzept der gelebten Beziehung gehört, weiß ich nicht, welcher (sexuelle?) Betrug noch stattfinden könnte. Ich gehe davon aus, dass mit "Betrug" eben die typische und übliche Beschreibung von Sex außerhalb der Beziehung beschrieben wird. Wenn der aber sowieso von beiden gelebt wurde, wüsste ich gerade nicht, worin in meiner Beziehung dann noch ein Betrug bestehen sollte.

Ich vermute nun, dass es hier darum geht, ob der Außerbeziehungssex heimlich stattfindet oder dem Partner mitgeteilt wird, aber für mich wäre das nebensächlich. Mir persönlich würde es nichts nützen, wenn ich über Details informiert werde, bzw. würde das nichts an der Tatsache ändern, dass meine Partnerin mit jemand anderem etwas erlebt hat.

Ich weiß aus früheren Dialogen mit dir, dass du das anders siehst, und das ist okay so. Jeder darf mit seiner eigenen Einstellung und seinem eigenen Umgang mit den Dingen auf seine Weise klarkommen. Mein Umgang damit ist eben anders als deiner.
Ich schreibe hier ja auch nur, weil du ausdrücklich gefragt hast.

 

Zitieren

Kennt ihr solche Menschen und wie empfindet ihr für sie?

Ja, kenne ich - sofern ich deine Andeutungen richtig verstanden habe.
Ich finde ihr Verhalten nicht besonders kritikwürdig. Ob sie mir oder ihren Partnern erzählen, was woanders gelaufen sein mag, oder nicht, ändert nichts an der Tatsache, dass sie es getan haben. Insofern ändert es für mich auch wenig an den Umständen insgesamt.

Ich konzentriere mich eher darauf, wie zwei Menschen in ihrer Beziehung miteinander interagieren, nicht, was einer von beiden mit jemand anderem anderswo getan haben mag und ob er dann alles davon zuhause erzählt oder nicht. Deshalb wäre dies hier für mich auch der viel wichtigere Aspekt:

Zitieren

war sie aber ein lieber, herzlicher und hilfsbereiter Mensch

Und für mich wäre die Situation dann womöglich recht unproblematisch gewesen. Es hinge aber durchaus von weiteren Details ab, und davon erkenne ich in deiner Beschreibung zu wenig bzw. finde ich darin kein Detail, das ich für mich als Betrug werten würde.

bearbeitet von LacusLenitatis

Ich glaube Fremdgänger können doch gar nichts dafür. Diese Idee kommt ja quasi aus dem Nichts, wie eine Quantenfluktuation. Es gibt ja keine Vorgeschichte (Vernachlässigung durch den Partner) o.ä.
Diese Menschen werden geschätzt, beachtet, es wird liebevoll kommuniziert, man hat Zeit füreinander, sorgt für ein Lebenswertes Beziehungsleben, sie kommen vollkommen befriedigt aus dem Wochenende und plötzlich kommt aus dem Nichts die Idee fremdzugehen. Und sie machen es dann, diese Schweine.
Es gibt keine Vorgeschichte. Und keine Andere Sichtweise. Wenn ich mit trocken Brot zufrieden bin, dann gibt's nur unter trocken Brot in der Beziehung und auch nur mehr, wenn der Partner viel Energie reinsteckt. Und wenn der dann bei Fremden ans Buffet geht, dann fühle ich mich betrogen. Ich möchte, das mit mir vorher geredet wird, damit ich ihm dabei sagen kann, das trocken Brot alternativlos ist, weil XYZ....

David Schnarch (er wird oft als weltweit bester Sexualthe***ut gehalten) spricht von der Feuerprobe. Etwas übersetzt: Wenn es funktionieren soll, müssen wir über Dinge reden, über die wir uns nicht unterhalten wollen. Offen. Da dürfen vorher nicht zig Unterhaltungen geführt werden wo dem Partner suggestive vermittelt wird, das er seine Bedürfnisse nur übers Fremdgehen erfüllt sehen kann. Weil ich ihm zig mal erzählt habe das ich trocken Brot für alternativlos halte. Und anderes Essen ist nichts für mich, was ich kommunikativ recht deutlich an allen Ecken des Lebens kolportiere. David Schnarch würde argumentieren, das das Fremdgehen dann passiert, wenn Bedürfnisse meines Partners aus Sicht meines Partners (!) ungesehen bleiben. Was vor allem dann passiert wenn ich Wahrheiten für uns beide formuliere. Das ich meine Art der Beziehung lebe und der Partner muss damit sich arrangieren. Dann stiege das Risiko, das er irgendwann ausbricht und fremdgeht.

Aber das alles ist natürlich Mumpitz. Sein Fremdgehen hat doch mit meiner Art Beziehung zu führen gar nichts zu tun! Bei mir gibt's doch lecker trocken Brot, und das sogar jeden Tag! Fremdgänger gehen doch grundlos fremd. Eine Frage nach dem Grund für das Fremdgehen ist nicht statthaft, oder wird subjektiv (also objektiv falsch) beantwortet. Das fehlt ja noch, das es einen Grund gab, an dem ich maßgeblich beteiligt war. Nix da.....

Böse Zungen behaupten, hätte er Eier gehabt, wäre er nicht fremdgegangen sondern hätte mich vorher wegen eklatanter Mängel in der Beziehung aus seinem Leben verbannt. Bloß nicht, da hätte ich dann blöd da gestanden. Das würde ich aber nicht zugeben.

Moin,
Luegen und betruegen hat meiner Meinung nach, nichts in einer Beziehung zu suchen,egal wie sie gestaltet ist.
Meist hat es ja auch ne Ursache ,warum der Mensch sich nur so gibt.
Fuer den Partner birgt das nur Unsicherheit,was kann ich glauben,was nicht.
Klar, gibt es mal vielleicht ne Notluege und man hat auch Dinge, die man nicht jedem zu Anfang erzaehlt,vieles geht nur mit Vertrauen,was man ja in diesem Fall garnicht aufbauen kann.
Fuer mich waere das vertane Zeit,da kann die /der Dame/Herr noch so lieb und sexy sein.

vor 18 Minuten, schrieb LacusLenitatis:

Meine Vorstellungen von Lug und Betrug sind anders als deine.
(Das wissen wir beide ja schon länger.)

vor 20 Stunden, schrieb Bolero2000:

Dadurch war ich in der sich daraus entwickelten Beziehung mit ihr zu misstrauisch und irgendwann ging diese in die Brüche...allerdings wieder mit lügen und betrügen.

Wir hatten zunächst ca eineinhalb Jahre locker etwas miteinander. 

In dieser Zeit hatten wir beide auch anderweitig Spaß...sie hat es mir verschwiegen und bei nachfragen auch so lange abgestritten, bis es klar war...in dieser Zeit hatten sie mich nicht betrogen, weil wir nicht zusammen waren, aber sie hat gelogen. 

Trotzdem habe ich mich in sie verliebt und wir kamen nach diesen eineinhalb Jahren fest zusammen.

Das war mein Fehler, weil ich zu misstrauisch für eine Beziehung mit ihr war...denn obwohl sie wahrscheinlich ca drei Jahre ab Beginn der festen Beziehung treu war und alles für unsere Beziehung gegeben hat, konnte ich mein misstrauen nicht ablegen...ca ein halbes Jahr vor unserem Beziehungsende wurde ich richtig misstrauisch und brauchte ein halbes Jahr um herauszufinden, dass sie mich betrügt...das war dann das Ende unserer Beziehung. 

Ich weiss, dass sie auch schon vor mir betrogen hat und ebenso nach mir.

Und darum ging es mir...

vor 20 Stunden, schrieb Bolero2000:

Kennt ihr solche Menschen und wie empfindet ihr für sie?

Nicht nur in Partnerschaften, sondern auch im Freundeskreis oder in der Familie...könnt ihr so einen Menschen trotzdem mögen oder gar lieben, weil er (der Mensch) mehr als das Lügen ist oder schließt ihr ihn (den Menschen) komplett für euch aus?

...das mit meiner Ex ist nur ein Beispiel für das Thema.

Ich war mit einem verlogenem Fremdgänger über Jahre zusammen. Angeblich war ich an seiner Untreue schuld, weil ich kaum noch Lust hatte. Stimmt teilweise, denn sein langweiliges Rein- Raus war nicht so meins. Er war der Meinung, sein Handeln sei richtig gewesen. Als ich mal fremdging, war die Hölle los.
Ich sollte dann berichten, wie es war. Ich fand, dass ihn das nichts angeht und hab gesagt, doll war es nicht. Was folgte, waren seinerseits Beleidigungen und abwertende Bemerkungen.
Wenn ich am Anfang merke, der andere zeigt Spuren von Eifersucht, ist der Kontakt schnell Geschichte für mich. Das gibt nur Probleme.
Wie andere sind, das lässt sich nicht ändern. Das liegt an jedem selbst. Und die sogenannten Wahrheitsfinder interessieren sich nicht für die Wahrheit. Die wollen nur ihre Ansicht bestätigt sehen. Mit chronischer Rechthaberei und offenem Misstrauen ist das keine gute Basis, egal für was.
Wenn der andere in der Wahrnehmung nur lügt und betrügt, wird dem anderen, egal was der oder die macht, nie wieder geglaubt.
Dann passt es halt nicht.
Mal wieder was von der Ex gehört?

Vor 20 Stunden, schrieb Bolero2000:

...das mit meiner Ex ist nur ein Beispiel für das Thema.

Och, die arme Frau.
Die konnte sich drei Jahre nicht mit dir unterhalten ohne die Angst im Nacken, das dein Misstrauen angeht und das Gespräch kippt? Und sie dann nicht sagen kann was in ihr vorgeht, weil sie nur beschäftigt war dein Misstrauen nicht zu wecken?
Was dazu führte, das sie dir so viel nicht erzählen könnte, weil du kritisch reagiert hättest. Was dazu führte, das sie log, damit kritische Themen unter dem Teppich bleiben. Was dazu führte, das sie irgendwann fremdging?

Ich stelle mir das schlimm vor, wenn du 50% des Tages umdichten und verschweigen musst weil der eigene Partner sonst eifersüchtig selbst auf den Kaffeeautomaten wird und ich es nicht erzählen kann ohne das es zu einem Drama kommt.
Wo, und in der Folge bei wem, kann ich erzählen was tief in mir vor geht, ohne das sofort Wertung oder Schuld aufploppt und ich für meine Offenheit mit Misstrauen belohnt werde?

vor 4 Stunden, schrieb Constans:

 

Och, die arme Frau.
Die konnte sich drei Jahre nicht mit dir unterhalten ohne die Angst im Nacken, das dein Misstrauen angeht und das Gespräch kippt? Und sie dann nicht sagen kann was in ihr vorgeht, weil sie nur beschäftigt war dein Misstrauen nicht zu wecken?
Was dazu führte, das sie dir so viel nicht erzählen könnte, weil du kritisch reagiert hättest. Was dazu führte, das sie log, damit kritische Themen unter dem Teppich bleiben. Was dazu führte, das sie irgendwann fremdging?

Ich stelle mir das schlimm vor, wenn du 50% des Tages umdichten und verschweigen musst weil der eigene Partner sonst eifersüchtig selbst auf den Kaffeeautomaten wird und ich es nicht erzählen kann ohne das es zu einem Drama kommt.
Wo, und in der Folge bei wem, kann ich erzählen was tief in mir vor geht, ohne das sofort Wertung oder Schuld aufploppt und ich für meine Offenheit mit Misstrauen belohnt werde?

Du solltest Romane schreiben ✍️ 

vor 5 Stunden, schrieb Havelnixe72:

Mal wieder was von der Ex gehört?

Wir hatten einige Zeit mal mehr, mal weniger Kontakt...nun ist es ziemlich eingeschlafen und wir treffen uns nur noch zufällig und selten mal.

Am 12.9.2026 at 16:04, schrieb Bolero2000:

Nicht nur in Partnerschaften, sondern auch im Freundeskreis oder in der Familie...könnt ihr so einen Menschen trotzdem mögen oder gar lieben, weil er (der Mensch) mehr als das Lügen ist oder schließt ihr ihn (den Menschen) komplett für euch aus?

Gelogen wird viel. Ich denke, jeder von uns lügt. Kindern vom Osterhasen oder Weihnachtsmann zu erzählen, ist auch eine Lüge. Ein Nicht-Nein-Sagen, ein Ja-Sagen in den Augen einiger also auch eine Lüge? Für mich sind die Gründe, warum jemand lügt, entscheidend dafür, wie ich diese Unwahrheit beurteile.

Ob sie anderen schadet, ob sie einem persönlichen Vorteil dient. Ich tue mich schwer mit Lügen, weil sie einen selten weiterbringen oder Probleme lösen.

Es spielt weniger eine Rolle, ob ich den Menschen mag oder nicht, sondern ob ich mit ihren Lügen leben kann und will oder nicht.

Am 12.9.2026 at 16:04, schrieb Bolero2000:

Nicht nur in Partnerschaften, sondern auch im Freundeskreis oder in der Familie...könnt ihr so einen Menschen trotzdem mögen oder gar lieben, weil er (der Mensch) mehr als das Lügen ist oder schließt ihr ihn (den Menschen) komplett für euch aus?

Ich kenne solche Fälle aus meinem Freundeskreis durchaus und ich empfinde eher Mitleid, weil diese Menschen meist irgendwann an einem Punkt ankommen, an dem nichts mehr richtig funktioniert. 

vor 2 Stunden, schrieb sveni1971:

Ich kenne solche Fälle aus meinem Freundeskreis durchaus und ich empfinde eher Mitleid, weil diese Menschen meist irgendwann an einem Punkt ankommen, an dem nichts mehr richtig funktioniert. 

Ich kenne auch mehrere...einer nutzt lügen gegen andere und ein anderer, lügt in Bezug auf sein eigenes Leben und ist aber ein sehr lieber und hilfsbereiter Mensch, während der erstgenannte Intrigen spinnt und andere schlecht macht.

vor 15 Minuten, schrieb Bolero2000:

Ich kenne auch mehrere...einer nutzt lügen gegen andere und ein anderer, lügt in Bezug auf sein eigenes Leben und ist aber ein sehr lieber und hilfsbereiter Mensch, während der erstgenannte Intrigen spinnt und andere schlecht macht.

Der eine Freund hat alle 10 Jahre bei Null wieder angefangen und lebt jetzt mit 52 allein in einer kleinen Altbauwohnung, bevor er dreimal pompös mit seiner jeweiligen Partnerin in Häusern gelebt hatte. Die letzte hat halt ihm die Hörner aufgesetzt, die er vorher seinen Frauen aufgesetzt hatte.

(bearbeitet)
vor 33 Minuten, schrieb sveni1971:

Der eine Freund hat alle 10 Jahre bei Null wieder angefangen und lebt jetzt mit 52 allein in einer kleinen Altbauwohnung, bevor er dreimal pompös mit seiner jeweiligen Partnerin in Häusern gelebt hatte. Die letzte hat halt ihm die Hörner aufgesetzt, die er vorher seinen Frauen aufgesetzt hatte.

Der ähnelt dem von mir erstgenannten. 

Aber er scheint sich noch immer irgendwie durchzuwuseln...es gibt genug Leute, die er wieder neu kennenlernt...ich war von unserem alten Haufen der letzte Trottel, der sich nochmal auf ihn eingelassen hat...das sollte mir eine Lehre gewesen sein. Und das, obwohl ich sehr misstrauisch bin...aber durch viele gemeinsame Erlebnisse und Musik aus der alten Zeit, habe ich mich einlullen lassen...bis ich von anderer Seite hörte, das er alles weitergetragen hat...wenn es denn wenigstens alles 1:1 wäre, aber er verdreht Geschichten so, so dass er beim erzählen "punkten" kann. Damit schießt er sich zwar auch dort wieder ins aus...aber trotzdem gibt es noch genug andere Leute.

bearbeitet von Bolero2000

Egal in welcher Art Beziehung, erwarte ich Ehrlichkeit und dabei spreche ich nicht von zum Beispiel kleinen Notlügen, wenn es zum Beispiel um eine Überraschung geht. Lug und Betrug zerstören Vertrauen und das ist aus meiner Sicht Grundlage für Beziehungen. Ich habe bis dato das Glück gehabt, nicht an solche Menschen zu geraten, aber sollte es passieren, werde ich diese umgehend aussortieren und nicht weiter an mich ran lassen. Allein schon aus Selbstschutz

vor 2 Stunden, schrieb SilentNorth:

Ich habe bis dato das Glück gehabt, nicht an solche Menschen zu geraten, aber sollte es passieren, werde ich diese umgehend aussortieren und nicht weiter an mich ran lassen.

Die größte Frage wäre dann, ob du überhaupt erkennst, dass du belogen (oder betrogen) wurdest. Es wird sicherlich Menschen geben, die für sich etwas als Notlüge bezeichnen, das du aber nicht tolerieren würdest. Da die Wahrheit nie zur Sprache kommt, hast du keine Möglichkeit, zu wissen, ob du in einer Art und Weise belogen wurdest, die dich zum "umgehenden Aussortieren" von Menschen führen würde.

Die gehören dann weiterhin zu deinem Freundeskreis, ggf. sogar in Beziehung, und du kannst nichts dagegen tun bzw. willst du ja nicht mal etwas dagegen tun, weil du dich in sicherer Ehrlichkeit unter allen Beteiligten wähnst.
Dilemma ...

Vor 2 Minuten , schrieb LacusLenitatis:

Die größte Frage wäre dann, ob du überhaupt erkennst, dass du belogen (oder betrogen) wurdest. Es wird sicherlich Menschen geben, die für sich etwas als Notlüge bezeichnen, das du aber nicht tolerieren würdest. Da die Wahrheit nie zur Sprache kommt, hast du keine Möglichkeit, zu wissen, ob du in einer Art und Weise belogen wurdest, die dich zum "umgehenden Aussortieren" von Menschen führen würde.

Die gehören dann weiterhin zu deinem Freundeskreis, ggf. sogar in Beziehung, und du kannst nichts dagegen tun bzw. willst du ja nicht mal etwas dagegen tun, weil du dich in sicherer Ehrlichkeit unter allen Beteiligten wähnst.
Dilemma ...

Ja natürlich muss ich es mitbekommen. In dem Moment sicher schwierig, keine Frage, aber ggf. im Nachhinein und dann kommt es dann erst zum sortieren.

Solche Menschen sind einfach nur toxisch, egal wie "lieb" die Fassade nach außen aufgebaut wird. Das wirkliche Ich war nicht die liebenswürdige Fassade, sondern das lügende und manipulierende Element der Persönlichkeit.

vor 20 Stunden, schrieb EndlessSky8:

toxisch

Ja nee, is klar.
Toxisch. Da haben wir's wieder.
Der Totschlagbegriff, gegen den kein Argument wirkt.
:coffee_morning:

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