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Wünsche, Fantasien


Odin-69

Empfohlener Beitrag

Ruben123437711

Ich würde jetzt hier öffentlich auch nicht unbedingt über meine wünsche oder meine Fantasieen schreiben, das äußere ich bei meiner Frau, nur sie findet das eklig, das zu anstrengend, ja in der Anfangszeit, der Beziehung war alles kein Problem, nur jetzt am liebsten nur noch Blümchensex und das ist mittlerweile nur noch einmal im jahr. 

Bärchen2017
vor 10 Stunden, schrieb Sexgeilelady:

Ich finde es traurig, wenn man mit seiner Partner/in nicht darüber reden kann. Ich finde das wichtig. Jeder kann doch seine Meinung dazu sagen, auch wenn man etwas nicht möchte. Traurig, wenn man in einer Partnerschaft nicht ehrlich sein kann. Dann brauch ich auch keine Partnerschaft.

Ist leider manchmal so. Und mit der Zeit wird es immer komplizierter. 
Würde gerne mehr über dich erfahren. Wenn du möchtest. 
Liebe Grüße 

"trotzdem haben viele mehr Angst vor der Reaktion des eigenen Partners als vor den Kommentaren fremder Menschen im Netz."

"Liegt das vielleicht daran, dass wir unseren Partner oft in eine bestimmte Rolle stecken?"

"Ich frage mich deshalb, ob das eigentliche Problem gar nicht die Fantasien sind, sondern die fehlende Kommunikationskultur in vielen Beziehungen."

Absolut. Oft wurde die Rolle die er/sie bekommt auch schon bewiesen. Oder sie existiert nur in unserem traumatisierten Gehirn.
Und wer ist schuld? Unsere Gesellschaft und Kultur, die die Kinder dazu erzieht (konditioniert, traumatisiert). Ob bewusst oder unbewusst, spielt dabei keine Rolle. Es geht dabei um Minderwertigkeitsgefühle, die oft selbst nicht eingestanden werden. Verlustängste. Verbote und Maßregelungen von Authentizität und Ehrlichkeit, usw. Ja, Angst vor Ablehnung gehört auch dazu. Die Liste der Gründe für Entwicklungstraumata ist lang.
Wie soll denn in solch einem Zustand echtes Vertrauen möglich sein?

Du musst vielleicht nicht von dir auf andere schließen.

Am 25.7.2026 at 07:51, schrieb Odin-69:

Mal provokant gefragt: Warum erzählen wir wildfremden Menschen im Internet unsere intimsten Fantasien, aber dem Menschen, mit dem wir das Bett teilen, verschweigen wir sie?

Daran ist nichts provokant gefragt.
Es gibt allerdings viele Menschen, die ihre Fantasien dem jeweiligen Partner mitteilen, also gibt's das, was du hier nicht thematisierst, ja durchaus. Und die anderen ... Es ist in einem geschützten, pseudonymisierten Rahmen einfacher, Dinge zu diskutieren, von denen man nicht weiß, wie der Mensch, mit dem man in Beziehung ist, darauf reagieren würde. Guck dir einfach an, was hier teils geäußert wird, wenn Menschen sagen, dass sie sich sofort trennen würden, wenn ihr Partner auch nur Andeutungen von diesem oder jenem machen würde - unabhängig davon, ob es überhaupt zum Ausleben der jeweiligen Phantasie käme. Es ist für solche Menschen, die mit dem Thema noch unsicher sind, dann viel einfacher, erst mal in sicherem Umfeld ihre Gedanken zu sortieren und mitzuteilen und daraus ggf. auch Rückmeldungen zu erfragen.

 

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Für mich zeigt das ein echtes Paradox. In einer Partnerschaft sollte eigentlich das größte Vertrauen herrschen – trotzdem haben viele mehr Angst vor der Reaktion des eigenen Partners als vor den Kommentaren fremder Menschen im Netz.

Paradox finde ich das nicht. Das Verhalten in Beziehungen hat sich bis zu einem bestimmten Punkt "etabliert". Wenn urplötzlich ein neues Thema aufpoppt, dann kann das in einer Beziehung zu einem Schiefstand führen. Menschen nehmen Fantasien des Partners gerne auch mal als Kritik wahr, selbst wenn sie keine ist. Je nach Thema kann es auch als Gefahr für die Beziehung wahrgenommen werden. Oft wissen Menschen schon aus losen Gesprächen, wie der eigene Partner zu einem Thema steht, und wenn das tatsächlich auch als Fantasie existiert, man gleichzeitig aber weiß, dass der Partner das missbilligt, dann sind die Menschen vorsichtig mit dem Outing und diskutieren es lieber an einem neutralen Ort ohne Partner.

 

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Liegt das vielleicht daran, dass wir unseren Partner oft in eine bestimmte Rolle stecken? Nach außen wollen wir begehrenswert, vernünftig oder "normal" wirken. Die Angst, plötzlich als "komisch", "zu pervers" oder "nicht mehr attraktiv" angesehen zu werden, ist größer als der Wunsch, ehrlich zu sein.

Oftmals liegt es auch daran, dass die Fantasie auch Fantasie bleiben darf und in der Beziehung gar nicht thematisiert werden muss. Oder wir haben das typische Abwägen der verschiedenen Situationen: Wenn jemand die Fantasie nicht preisgibt und die Beziehung auch ohne dieses Mitteilen trotzdem als besser bewertet als wenn er sie mit eventuellen negativen Konsequenzen mitteilen würde, dann lässt er es lieber bleiben. Er wählt die für ihn sicherere Lösung, die keineswegs schlecht sein muss.

 

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Im Internet dagegen sind die Konsequenzen gering. Gefällt einem die Reaktion nicht, schließt man den Browser oder wechselt das Forum. In einer Beziehung muss man mit der Antwort leben – und genau das macht vielen Angst.

Eben. Die ggf. negative Konsequenz in der eigenen Beziehung wäre absolut und womöglich unumkehrbar. Die Konsequenz, wenn fremde Menschen mit Kritik antworten, ist fürs eigene Leben ohne Belang.

 

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Ich frage mich deshalb, ob das eigentliche Problem gar nicht die Fantasien sind, sondern die fehlende Kommunikationskultur in vielen Beziehungen. Wir reden über den Einkauf, die Arbeit, das nächste Urlaubsziel und die Finanzen – aber über das, was uns sexuell wirklich bewegt, schweigen wir oft jahrelang.

Ja, so ähnlich sehe ich das auch. Aber ersetze das "verschweigen wir" durch "verschweigen manche Menschen", dann passt es besser.

 

Am 25.7.2026 at 07:51, schrieb Odin-69:

Mal provokant gefragt: Warum erzählen wir wildfremden Menschen im Internet unsere intimsten Fantasien, aber dem Menschen, mit dem wir das Bett teilen, verschweigen wir sie?

Tust Du das? Ich nicht.

Am 25.7.2026 at 07:51, schrieb Odin-69:

In einer Partnerschaft sollte eigentlich das größte Vertrauen herrschen – trotzdem haben viele mehr Angst vor der Reaktion des eigenen Partners als vor den Kommentaren fremder Menschen im Netz.

Schließt Du da von Dir auf andere? 

Am 25.7.2026 at 07:51, schrieb Odin-69:

Liegt das vielleicht daran, dass wir unseren Partner oft in eine bestimmte Rolle stecken? Nach außen wollen wir begehrenswert, vernünftig oder "normal" wirken. Die Angst, plötzlich als "komisch", "zu pervers" oder "nicht mehr attraktiv" angesehen zu werden, ist größer als der Wunsch, ehrlich zu sein.

Welch gruselige Beziehung mancher zu führen scheint. Das ist wirklich traurig. 

Am 25.7.2026 at 07:51, schrieb Odin-69:

Oder anders gefragt: Ist es wirklich die Angst vor Ablehnung? Oder fehlt in vielen Beziehungen einfach das Vertrauen, dass man auch mit seinen intimsten Gedanken akzeptiert wird?

Tut mir leid, aber mit der Küchenpsychologie kann ich nichts anfangen. Vielleicht sollten Du und andere mehr Arbeit in die Auswahl des Partners stecken, dann wird man später auch nicht enttäuscht. Ich habe mal einen Mann kennengelernt und hatte drei Tage später Masern - attraktiv ist anders. Meinen Partner lernte ich kennen und musste mit mir da durch, dass ich dank Corona von jetzt auf gleich meinen Job los war. Da hatte ich viel mehr Angst, abgelehnt zu werden als bei der Frage, ob er nun gern beim Sex vom Schrank springt. Mancher sollte mal Prioritäten überdenken. Über Sex zu sprechen, halte ich für das Einfachste. 

Haben nicht viele Menschen angst ihrem Partner/in, die intimsten Wünsche zu erzählen? Aus angst ihr weh zu tun? Oder kennt ihr auch alle die intimsten Wünsche eurer Frauen? Wie würdet ihr reagieren wenn sie sagt, sie möchte einen anderen, mehrere, einen farbigen Riesen oder oder oder. Aber dann sitzen Beide im Altenheim nebeneinander im Rollstuhl, sie sagt hätten wir mal......und da stellt ihr fest, ihr hatten beide den gleichen Wunsch und Niemand hat sich getraut ihn zu äußern

Samstag um 18:13, schrieb NoKings:

Ich vertrete die Auffassung, dass absolute Offenheit diesbezüglich nicht immer eine gute Idee ist und das eine direkte geäußerte Phantasie irreparable Schäden in der Beziehung anrichten kann. Nicht muss, aber eben kann. Deswegen sollte man gut überlegen, welchen Stellenwert die Phantasie hat und wieviel Risiko sie einem wert ist.

Wenn ich meinem Partner nicht alles sagen kann, dann niemanden. Und wenn eine Aussage, ein Wunsch, ein Verlangen einen Beziehung beschädigen kann, dann ist es die falsche Beziehung.

vor 14 Minuten, schrieb Lustvoller707:

Oder kennt ihr auch alle die intimsten Wünsche eurer Frauen? Wi

Wir kannten unsere und haben unseren Sex danach gestaltet. Finde ich normal in einer  Beziehung.  

vor 15 Stunden, schrieb Kaktus79:

 

Wenn ich meinem Partner nicht alles sagen kann, dann niemanden. Und wenn eine Aussage, ein Wunsch, ein Verlangen einen Beziehung beschädigen kann, dann ist es die falsche Beziehung.

In meinen Augen zu simpel gedacht, aber das steht Dir natürlich frei.

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